AT508459A1 - Schnittguthalter für eine aufschnittschneidemaschine - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Schnittguthalter für eine Aufschnittschneidemaschine mit einem Schnittgutwagen und mit einem ein Schnittgut und vorzugsweise eine gegen eine Anschlagplatte verschiebbare Bodenplatte für das Schnittgut übergreifenden 5 Schwenkarm, der eine mit Spikes besetzte Halteplatte am freien Ende trägt und mit einem Handgriff zum Anheben und Absenken des Schwenkarms, wobei der Handgriff relativ zum Schwenkarm in der Schwenkrichtung beweglich, insbesondere auf einer mitschwenkbaren Handschutzplatte angeordnet ist und eine Arretierung für die Win-10 kelstellung des Schwenkarmes ein Lösen der Einspannung verhindert, wobei ferner über die Relativbewegung des Handgriffes zum Schwenkarm nach oben die Arretierung freischaltbar ist.
Jede Aufschnittschneidemaschine umfasst neben einer rotierenden Messerscheibe und einer aus der Messerebene verschiebbaren An-15 schlagplatte für das Schnittgut ferner einen Schnittgutwagen, der hündisch oder automatisch die Hubbewegungen relativ zur Messerscheibe ausführt, um Scheiben vom Schnittgut abzuschneiden. Das Schnittgut wird auf dem Schnittgutwagen eingespannt und zusammen mit der Einspanneinrichtung, nämlich einem Schnittguthalter, gegen 20 die Anschlagplatte vorgeschoben. Ein Schnittguthalter besteht aus einem Schwenkarm mit einer Halteplatte am freien Ende, die Spitzen trägt und zangenartig mit einer verschiebbaren Bodenplatte zusammenarbeitet. Auch die Bodenplatte trägt zumeist Spitzen. Das Schnittgut wird dadurch zwischen der Halteplatte und der Boden-25 platte festgehalten. Damit diese Stellung beim Schneidevorgang beibehalten wird, ist der Schwenkarm mit einer Arretierung ausgestattet. Beim Einspannen kann der hochgeschwenkte Schwenkarm zwar nach unten gegen das Schnittgut bewegt werden, jedoch nicht in die Gegenrichtung. Dazu sind Freilaufvorrichtungen im Schwenklager 30 vorgesehen bzw. ein Klinkenrad mit einer Sperrklinke.
Eine bekannte Ausführung sieht vor, dass ein Handgriff zum Öffnen und Schließen des Schwenkarmes nicht fix auf dem Schwenkarm montiert ist, sondern auf einer Handschutzplatte, die selbst relativ zum Schwenkarm in Schwenkrichtung des Schwenkarms beweglich 35 ist. Damit ist also der Handgriff relativ zum Schwenkarm beweglich. Diese Relativbewegung wird ausgenützt, um ein Hochschwenken des Schwenkarmes zu ermöglichen, denn mit der Relativbewegung wird die Arretierung des Schwenkarms gelöst bzw. freigeschaltet, also z.B. die Sperrklinke zurückgezogen. Es kann der Schwenkarm hochge- #*··· · · · · • I · · ··· »·· ··· I · • ·· · · · ·· · ··· ·····* · » I · - 2 - schwenkt werden und das Schnittgut aus dem offenen Schnittguthalter genommen werden.
Beim Schließen bzw. Absenken des Schwenkarmes kommt es zu dieser Relativbewegung in Gegenrichtung, wodurch die Arretierung des 5 Schwenkhebels wieder aktiviert wird. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Freiheitsgrad des Handgriffes gegenüber dem Schwenkarm über den ganzen Schwenkbereich zwar notwendig aber für die Bedienung gewöhnungsbedürftig ist.
Die Erfindung zielt darauf ab, die Bedienungsfreundlichkeit ei-10 nes solchen Schnittguthalters zu steigern. Dies wird dadurch erreicht, dass der Handgriff in seiner angehobenen Relativstellung zum Schwenkarm beim Hochschwenken des Schwenkarmes zur Freigabe der Schwenkbewegung temporär fixierbar und beim Absenken des Schwenkarmes mit dem Auflaufen der Halteplatte auf das Schnittgut 15 zur Arretierung des Schwenkarmes aus der Fixierstellung ausrastbar ist. Dadurch ergibt sich eine definierte Lage des Handgriffs schon bei der ersten kleinen Schwenkbewegung des Handgriffs, weil der Handgriff sofort temporär fixiert ist und nicht hin und herschwenken kann. Beim Schließen des Schwenkarmes bleibt der Handgriff in 20 der fixierten Lage, bis der Schwenkarm bzw. die Halteplatte am Schnittgut ansteht. Erst dann löst sich die Fixierung und der Handgriff setzt seinen Weg ein ganz kleines Stück fort. Dieser zusätzliche Weg relativ zum Schwenkarm wird zur Aktivierung der Arretiervorrichtung für den Schwenkarm verwendet. Es wird z.B. die 25 Sperrklinke vorgeschoben, sodass sie in das Klinkenrad einrasten kann, welches ein Rückschwenken des Schwenkhebels verhindert.
Es ist zweckmäßig, wenn zur temporären Fixierung ein Haftmagnet bzw. Permanentmagnet zwischen dem Schwenkarm und einem mit dem Handgriff beweglich verbundenen Trageteil, insbesondere die Hand-30 schutzplatte, vorgesehen ist. Mit Hilfe der leicht dosierbaren magnetischen Kräfte ist eine temporäre Fixierung gut einstellbar. Natürlich könnte auch eine Kugelraste oder ein Federschnapper Verwendung finden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekenn-35 zeichnet, dass der Schwenkarm durch eine Gasdruckfeder oder der gleichen, insbesondere nach Lösen der Arretierung des Schwenkarmes aus der Einspannstellung des Schnittgutes, selbsttätig anhebbar ist. Zum Lösen der Einspannung des Schnittgutes genügt eine kleine Initialbewegung auf den Handgriff im Sinne eines Anhebens. Dadurch 40 wird der Schwenkarm entriegelt und schwenkt selbsttätig hoch, wenn 40 ····· · · · · • · · · ··· ·Μ ··· · · • ·· I « · ·· · ··· ······ · · · · - 3 - die Gasdruckfeder auf eine höhere Kraft als nur zum Zwecke des Gewichtsausgleiches eingestellt ist. An Stelle der Gasdruckfeder können auch Torsionsfedern um die Schwenkachse oder der gleichen verwendet werden. Das öffnen des Schnittguthalters erfolgt somit 5 gewissermaßen halbautomatisch.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt schematisch einen Schnittgutwagen vor einer Anschlagplatte und einer Messerscheibe, sowie einen erfindungsgemä-10 ßen Schnittguthalter. Längs einer Anschlagplatte 1, die gegen der Ebene einer Messerscheibe 2 um die Schnittstärke zurückversetzt ist, ist ein Schnittgutwagen 3 zur Ausführung von Hubbewegungen im Sinne des Doppelpfeiles 4 geführt. Die Hubbewegungen können hündisch oder motorisch (bei automatischen Aufschnittschneidemaschi-15 nen) ausgeführt werden. Auf dem Schnittgutwagen 3 ist ein Schwenkarm 5 um eine Achse 6 einerseits anhebbar und absenkbar (Pfeil 7) anderseits in Richtung auf die Anschlagplatte 1 verschiebbar. Beim Verschieben wird eine Bodenplatte 8 mitgenommen, die mit Spitzen besetzt ist. Am freien Ende des Schwenkarmes 5 befindet sich eine 20 Halteplatte 9, die ebenfalls Spitzen aufweist. Zwischen der Halteplatte 9 und der Bodenplatte 8 kann ein Schnittgut 10 eingespannt werden. Um den Schwenkarm 5 aus der Einspannstellung hochzuschwenken, ist ein seitlich auskragender Handgriff 11 vorgesehen, der auf einer Handschutzplatte 12 montiert ist. Letztere ist relativ 25 zum Schwenkarm 5 auf dem Schwenkarm 5 um einen Winkel gemäß Pfeil 13 in der Schwenkrichtung des Schwenkarmes 5 beweglich (Drehachse 14). Exzentrisch zu der Drehachse 14 ist ein Gestänge 15 angelenkt, das mit einer federbelasteten Sperrklinke 16 in Verbindung steht. In der mit vollen Linien dargestellten Situation greift die 30 Sperrklinke 16 in ein ortsfestes Klinkenrad 17 bzw. ein Klinkenradsegment, das so ausgebildet ist, dass ein Anheben, also Lösen der Einspannung des Schnittgutes 10 verhindert wird.
Mit Hilfe des Gestänges 15 wird die Sperrklinke 16 allerdings außer Funktion gesetzt und im Ausführungsbeispiel zurückgezogen, 35 sobald die Handschutzplatte 12 in die strichlierte Stellung umschwenkt. Dies ist der Fall, wenn man den Handgriff 11 zum Lösen der Einspannung des Schnittgutes 10 geringfügig nach oben bewegt (Pfeil 13). Dann wird also die Arretierung für die Winkelstellung des Schwenkarmes gelöst. In weiterer Folge kann der Schwenkarm 5 mittels des Handgriffes 11 hochgeschwenkt werden. ·*** -rr,---------------irr“--------- ····· · · ·· • · · · ··· ··· ·Μ · · • ·· · · · I I · ··· ····*· · · · 9 - 4 -
Die Fig. zeigt ferner eine Gasdruckfeder 18, die nicht nur einen Gewichtsausgleich für den Schwenkhebel bewirkt, sondern den freigestellten Schwenkhebel 5 selbsttätig hochschwenkt.
Wesentlich ist, dass die Handschutzplatte 12 erfindungsgemäß in 5 der strichliert gezeichneten, angehobenen Relativstellung zum
Schwenkarm 5 durch einen starken Permanentmagneten 19 temporär fixierbar ist. Noch in der mit vollen Linien gezeichneten Stellung des Schwenkarmes 5 schwenkt die Handschutzplatte 12 bei einer geringfügigen Bewegung des Handgriffes 11 im Sinne des Pfeils 13 10 nach oben in die strichliert dargestellte Position, und diese wird durch den Haftmagnet (Permanentmagnet 19) fixiert. Die Gasdruckfeder 18 besorgt das weitere Anheben (Pfeil 7) des Schwenkarmes 5 bei zurückgezogener Sperrklinke 16 - also bei gelöster Arretierung des Schwenkarmes 5. 15 Wenn ein Schnittgut 10 in den Schnittguthalter eingespannt werden soll, dann wird es auf die Bodenplatte 8 gelegt, es wird der Handgriff 11 erfasst und zusammen mit dem Schwenkarm 5 nach unten geschwenkt. Dabei bleibt die Handschutzplatte 12 in der vom Permanentmagneten 19 bewirkten temporären fixierten Lage, bis die Hal-20 teplatte 9 das Schnittgut 10 berührt. Erst dann rastet die temporäre Fixierung aus und der Handgriff 11 kann noch entsprechend dem Pfeil 13 auf das Schnittgut 10 hin in die mit vollen Linien dargestellte Position bewegt werden.
Infolge der Kinematik hinsichtlich des Drehpunktes 14 und des 25 radial beabstandeten Anlagepunktes des Gestänges 15 kommt es zu einer Längsverschiebung des Gestänges 15 sodass die Sperrklinke 16 wieder in die Verzahnung des Klinkenrads 17 einrasten kann. Wird der Handgriff 11 nun kräftig gegen das Schnittgut 10 gedrückt, dann rastet die Sperrklinke 16 noch über den nächsten Zahn des 30 Klinkenrades 17. Das Schnittgut 10 ist kraftvoll zwischen der Halteplatte 9 und der Bodenplatte 8 eingespannt ohne dass sich der Schwenkarm 5 zurückbewegen bzw. nachgeben kann. Es sei nochmals erwähnt, dass die Arretierung mit Sperrklinke 16 und Klinkenrad 17 nur symbolisch als Beispiel dargestellt ist. Es sind Freilauflager 35 mit der Möglichkeit der Vorgabe einer Drehrichtung und der Freischaltung beider Drehrichtungen bekannt, die hier zum Einsatz kommen könnten.
Wien, am •4 Juli 2009
Claims (1)
- 5 10 15 20 25 Dr. Müllner Dipl.-lrigiKattpc^mJca'pBfe, Patentanwaltskanzlei Weihburggas#eV,*Posfft*cti*1*59**A-1Tri*4 WIEN, Österreich Telefon: t +43 (1) 512 24 81 / Fax: fl+43 (1) 513 76 81 / E-Mail: ® repatent@aon.at Konto (PSK): 1480 708 BLZ 60000 BIC: OPSKATWW IBAN: AT19 6000 0000 0148 07081 480 708 Ka/Vi/RA685 Dkfm. Fritz Kuchler A-9020 Klagenfurt(AT) Patentansprüche : 1. Schnittguthalter für eine Aufschnittschneidemaschine mit einem Schnittgutwagen und mit einem ein Schnittgut und vorzugsweise eine gegen eine Anschlagplatte verschiebbare Bodenplatte für das Schnittgut übergreifenden Schwenkarm, der eine mit Spikes besetzte Halteplatte am freien Ende trägt und mit einem Handgriff zum Anheben und Absenken des Schwenkarms, wobei der Handgriff relativ zum Schwenkarm in der Schwenkrichtung beweglich, insbesondere auf einer mitschwenkbaren Handschutzplatte angeordnet ist und eine Arretierung für die Winkelstellung des Schwenkarmes ein Lösen der Einspannung verhindert, wobei ferner über die Relativbewegung des Handgriffes zum Schwenkarm nach oben die Arretierung freischaltbar ist dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (11) in seiner angehobenen Relativstellung zum Schwenkarm (5) beim Hochschwenken des Schwenkarmes (5) zur Freigabe der Schwenkbewegung temporär fixierbar und beim Absenken des Schwenkarmes (5) mit dem Auflaufen der Halteplatte (9) auf das Schnittgut (10) zur Arretierung des Schwenkarmes (5) aus der Fixierstellung ausrastbar ist. 2. Schnittguthalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur temporären Fixierung ein Haftmagnet bzw. Permanentmagnet (19) zwischen dem Schwenkarm (5) und einem mit dem Handgriff (11) beweglich verbundenen Trageteil, insbesondere der Handschutzplatte (12), vorgesehen ist. 3. Schnittguthalter nach den Ansprüchen 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (5)durch eine Gasdruckfeder (18) oder der gleichen, insbesondere nach Lösen der Arretierung des Schwenkarmes (5) aus der Einspannstellung des Schnittgutes (10), selbsttätig anhebbar ist. Wien, am -J, Ju(j flJQg 30
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