AT509344B1 - Vorrichtung zum gesteuerten auslösen von lawinen - Google Patents

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AT509344B1
AT509344B1 AT0935908A AT93592008A AT509344B1 AT 509344 B1 AT509344 B1 AT 509344B1 AT 0935908 A AT0935908 A AT 0935908A AT 93592008 A AT93592008 A AT 93592008A AT 509344 B1 AT509344 B1 AT 509344B1
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01FADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
    • E01F7/00Devices affording protection against snow, sand drifts, side-wind effects, snowslides, avalanches or falling rocks; Anti-dazzle arrangements ; Sight-screens for roads, e.g. to mask accident site
    • E01F7/04Devices affording protection against snowslides, avalanches or falling rocks, e.g. avalanche preventing structures, galleries

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Description

Österreichisches patenömt AT509 344B1 2011-09-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum gesteuerten Auslösen von Lawinen, bei welcher an einer am Geländeboden aufliegenden Grundplatte eine Hubplatte schwenkbar gelagert ist, die mittels einer Hubeinrichtung hochschwenkbar ist.
[0002] Derzeit sind Verfahren zur Auslösung von Lawinen insbesondere im Hochgebirge mittels Sprengladungen und gezündeten Glasluftgemischen bekannt. Dazu werden etwa von einem Hubschrauber oder von oberhalb der Auslösestelle befindlichen Personen Sprengkörper oder dergleichen in den Schnee geworfen, wobei diese Sprengkörper dann gesteuert gezündet werden. Diesbezüglich ist es bekannt, dass solche Verfahren für die ausübenden Personen mit großen Gefahren verbunden sind, wobei sich kürzlich sogar ein tödlicher Unfall ereignet hat. Auch die Durchführung solcher Aktionen mittels Hubschrauber ist einerseits schwierig, da hier ganz erfahrene Piloten zum Einsatz kommen müssen und anderseits die Wetterbedingungen vielfach Flüge in die erforderlichen Höhen nicht zulassen. Weiters sind die durch die Explosionen auftretenden Lärmbelastungen für die dort lebenden Personen eine Belästigung, wobei unter Umständen aufgrund der Schallwellen auch an anderen Stellen ungewollt Lawinen ausgelöst werden könnten.
[0003] Um die Gefahren für die verantwortlichen Personen zu verringern, wurden sogenannte Sprengtürme oder Sprengseilbahnen errichtet. Auch Rohrführungen für Sprenggasauslösungen sind vorgenommen worden, wobei all diese Maßnahmen vom Landschaftsschutz her sehr bedenklich sind.
[0004] Bezüglich der abgeworfenen Sprengkapseln ist auch zu bedenken, dass dabei oft Blindgänger auftreten können, die dann gegebenenfalls bei der Schneeschmelze freiliegen und eine Gefahr für die Touristen darstellen können.
[0005] Für das Auslösen des Abgehens von Dachlawinen, also zum Ableeren von Hausdächern, ist es gemäß FR 2 727 144 A1 bekannt, die Deckfläche des Daches bzw. eine auf dem Dach befindliche Einrichtung mit einer Deckfläche so anzuordnen, dass diese Deckfläche am bodenseitigen Ende des Daches schwenkbar gelagert ist und mittels einer Hubeinrichtung der dachseitige Bereich der Platte soweit angehoben werden kann, dass der auf dieser Dachfläche befindliche Schnee abrutscht.
[0006] Im hochalpinen Bereich ist es aufgrund der Erfahrung und der Beobachtung bekannt, in welchen Bereichen mit mehr oder minder großer Regelmäßigkeit Lawinen abgehen. Wenn an diesen Stellen die Lawinen gezielt ausgelöst und durch spezielle Maßnahmen begrenzt abgeleitet werden, dann können Lawinen, die ungesteuert auf bewohntes Gebiet abgehen, weitgehend vermieden werden.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art für einen Einsatz im hochalpinen Bereich auszubilden, wobei insbesondere Schallentwicklung, wie z.B. durch Sprengungen oder permanente Hubschrauberflüge, vermieden wird. Weiters sollen Lawinen gefahrlos für allfällige Bedienungspersonen gezielt und sicher ausgelöst werden können.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Schwenkachse zwischen den beiden Platten bergseitig angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zum Auslösen einer schlagartigen Abwärtsbewegung der hochgeschwenkten Hubplatte vorgesehen ist. Damit wird einerseits erreicht, dass durch das nach oben Schwenken ein Eindringen von Schnee unterhalb der Hubplatte weitgehend vermieden wird, wodurch dann beim schlagartigen nach unten Klappen der Hubplatte ein entsprechender Schlag bzw. Stoßimpuls an die Schneeschicht abgegeben wird, die dann das Auslösen der Lawine bewirkt. Weiters wird durch das Hochschwenken des talseitigen Endes der Hubplatte dort bereits eine Abrissstelle der Lawine ausgebildet, wogegen bei einer Ausbildung gemäß dem Stand der Technik mit talseitiger Lagerung der Hubplatte lediglich ein Zusammendrücken der Schneedecke im Bereich des Hochschwenkens der Hubplatte erzielt wird. Dadurch, dass dann nach dem schlagartigen Abwärtsfallen der Hubplatte 1/22 Österreichisches patenömt AT509 344B1 2011-09-15 der Impuls bereits auf eine Abrissstelle übertragen wird, ist das Auslösen der Lawine mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit erreicht.
[0009] Vorteilhafterweise kann die Hubplatte mittels Streben oder Spreizen in der hochgeschwenkten Lage abstützbar sein, wobei zum schlagartigen Abwärtsschwenken die Streben oder Spreizen ruckartig umlegbar oder zusammenklappbar sind. Dadurch wird erreicht, dass unabhängig von der verwendeten Hubeinrichtung die Hubplatte zunächst in der hochgeklappten Stellung fixiert werden kann, wonach dann nach Rückstellung der Hubeinrichtungen eine völlige Freigabe der Fallhöhe für die Hubplatte ein schlagartiges Auslösen der Hubplatte erreichbar ist. Dabei können als Streben oder Spreizen Kniehebel mit Sperren über der Totpunktlage vorgesehen sein, bei welchen am Kniegelenk Zugorgane zum Rückbewegen über dem Totpunkt und die Freigabe für das Zusammen klappen vorgesehen sind. Durch das Bewegen des Kniehebels über seine Totpunktlage und die Fixierung der Lage durch das Eigengewicht ist eine besonders wirksame und funktionssichere Ausrüstung erzielt, da für das Halten der Hubplatte in ihrer angehobenen Lage keinerlei zusätzliche Energie notwendig ist.
[0010] Zur Erhöhung der Sicherheit des Abgehens der ausgelösten Lawine kann talseitig an die Grundplatte eine Vorplatte, die insbesondere mit einer glatten Oberfläche versehen ist, anschließen. Damit wird das Abrutschen der bereits durch das Hochheben angeschnittenen Schneeschicht noch erleichtert. Weiters kann an der Hubplatte und/oder an der Vorplatte ein Schwingungsgenerator angeordnet sein. Beim Auslösen des Lawinenabganges wird dieser Schwingungsgenerator in Gang gesetzt und dieser lockert damit noch weiter die Schneeschicht am Boden und forciert damit die Ablösung der Lawine. Weiters kann die Hubplatte und/oder die Vorplatte mit einer Heizeinrichtung versehen sein, was dazu führt, dass zwischen Platte und Schneelage eine Schwimmschicht aus Wasser erzielt wird, die beim Auslösen gleichfalls das Abgleiten der Schneeschicht unterstützt.
[0011] Um die Abrisskante in den der erfindungsgemäßen benachbarten Bereichen zu verlängern, können an den talseitigen Enden der Hubplatten quer zur Falllinie verlaufende, sich beim Anheben der Hubplatte spannende flexible, gegebenenfalls erwärmbare Seile angebracht sein. Dadurch wird beim Anheben der Hubplatte durch das sich spannende Seil die mit dem Boden verbundene Schneeschicht in vertikaler Richtung angeschnitten, wodurch ein Abreißen der Schneeschicht zur Auslösung der Lawine auf einem breiteren Bereich erzielt wird.
[0012] Um auch bei niedrigeren Schneeschichten ein zuverlässiges Auslösen eines Lawinenabgangs zu erzielen, kann an den etwa in Falllinien verlaufenden Seitenkanten der Hubplattten gegebenenfalls ein- bzw. ausklappbare Kragplatten angebracht sein. Damit wird die von der Hubplatte angehobene Schneemasse erheblich vergrößert, wodurch auch bei niedrigeren Schneehöhen die Auslösungsmasse für die Lawine erreicht wird.
[0013] Um zu verhindern, dass die Funktion durch von der Seite her eindringenden Schnee behindert wird, können von der Grundplatte einen kastenförmigen Raum abgrenzende Seitenwandungen aufragen, wobei im Bereich der Oberkante der bergseitigen Seitenwandung die Hubplatte angelenkt ist. Die Hubplatte wirkt dabei als Deckel für den kastenförmigen Raum. Vorteilhafterweise kann innerhalb des kastenförmigen Raums die Hubeinrichtung für die Hubplatte und die Einrichtung zum Auslösen der schlagartigen Abwärtsbewegung angeordnet sein.
[0014] Als Hubeinrichtung kann ein aufblasbarer Ball vorgesehen sein, wobei das Aufblasen durch einen Kompressor, durch eine Gaserzeugungspatrone, durch z.B. mit synthetischer Luft gefüllte Pressluftflaschen oder z.B. mit Stickstoff gefüllte Gasflaschen, oder dergleichen erreichbar sein kann.
[0015] Alternativ dazu kann als Hubeinrichtung eine Teleskopspindel vorgesehen sein. Als besonders einfach und wenig störanfällig hat sich eine Hubeinrichtung gezeigt, bei welcher eine etwa in der Falllinie angeordnete Schraubenspindel mit Laufmutter und Pleuelstange vorgesehen ist.
[0016] Um innerhalb des kastenförmigen Raumes genügend Platz für die Anbringung der einzelnen Aggregate zu haben, kann auch die Hubplatte an ihrer Unterseite mit mit den Seiten- 2/22 österreichisches pafcfitamt AT509 344B1 2011-09-15
Wandungen der Grundplatte zusammenwirkenden Seitenwandungen vorgesehen sein.
[0017] Um die Auslösesicherheit zu vergrößern, kann talseitig an der Grundplatte wenigstens ein zweiarmiger Hebel gelagert sein, dessen bergseitiger Arm in den Bewegungsbereich der Hubplatte ragt und dessen talseitiger Arm die Vorplatte untergreift. Dadurch wird erreicht, dass beim Abwärtsschwenken der Hubplatte im letzten Bereich der Bewegung die talseitig an die Grundplatte angeschlossene Vorplatte ruckartig angehoben wird, wodurch ein zusätzlicher Impuls auf die als Lawine auszulösenden Schneemassen ausgeübt wird.
[0018] Für ein automatisches Signalisieren zur ferngesteuerten Auslösung der Vorrichtung kann zwischen Hubplatte und Grundplatte ein Gewichtsensor angeordnet sein, wodurch bei Anwachsen der Schneemassen über ein bestimmtes Maß die Vorrichtung eine automatische Signalisierung zwecks fernsteuerbarer Auslösung sendet, das heißt, dass durch die Fernauslösung zunächst die Hubplatte angehoben und dann nach entsprechender Rückstellung der Hubeinrichtung das Abwärtsfallen der Hubplatte ausgelöst wird.
[0019] Um die erfindungsgemäße Vorrichtung der Landschaft anzupassen, können an der Oberfläche der Hubplatte und/oder der Vorplatte Einrichtungen zum Halten von Bewuchsträgern, z.B. für Langgras bzw. synthetische Grasmatten, Vorgehen sein. Weiters kann die Vorrichtung mittels eines oder mehreren Zugseilen im Gelände verankerbar sein, wobei an der dem Boden zugewandten Seite der Grundplatte vorzugsweise Gleithilfen angebracht sind, und wobei die Vorrichtung mittels des oder der Zugseile ortveränderbar ist. Dadurch ist das Platzieren und Festlegen bzw. auch das Verlegen der Vorrichtung im Gelände auf einfache Weise erreichbar.
[0020] Für eine einfache und sichere Energieversorgung der Vorrichtung kann das bzw. können die Zugseile durch nagetierbeständige Kabel mit Zugentlastung gebildet sein.
[0021] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
[0022] Figur 1 zeigt eine erste einfache Ausführungsvariante bei aufgeblasener Hubeinrich tung, und [0023] Figur 2 zeigt dieselbe Einrichtung bei herabgeklappter Hubplatte, beide Darstellungen schematisch in Seitenansicht.
[0024] Figur 3 gibt eine zweite Ausführungsvariante schematisch wieder, wobei die Hubplatte der Geländeform angepasst dargestellt ist.
[0025] Figur 4 zeigt ebenfalls in schematischer Seitenansicht eine weitere Ausführungsvariante, bei welcher eine Spreizeinrichtung zum Festhalten der Hubplatte in angehobener Stellung wiedergegeben ist.
[0026] Figur 5 ist eine Draufsicht auf die Ausführung nach Figur 4.
[0027] Figur 6 gibt eine weitere Ausführungsform ebenfalls in schematischer Seitenansicht wieder.
[0028] Figur 7 zeigt die in Figur 6 dargestellte Ausführung bei einer Stellung der Hubeinrichtung vor Auslösen des ruckartigen Abwärtsschwenkens.
[0029] Figur 8 gibt diese Ausführungsvariante dann in geschlossenem Zustand nach Abwurf der nach unten geschleuderten Schneelast wieder.
[0030] Figur 9 veranschaulicht schematisch in Seitenansicht eine weitere Ausführungsvariante des Erfindungsgegenstandes bei hochgeschwenkter Hubplatte.
[0031] Figur 10 gibt diese Ausführungsvariante bei abwärtsgeklappter Hubplatte wieder.
[0032] Figur 11 gibt eine in Bezug auf den Antrieb abgeänderte Variante wieder, wobei die hochgeklappte Stellung strichliert angedeutet ist.
[0033] Figur 12 veranschaulicht eine der Figur 11 ähnliche Ausführungsvariante, jedoch mit einer geänderten Hubeinrichtung. 3/22
&88«ächtKhe$ psfenöK't AT509 344B1 2011-09-15 [0034] Figur 13 gibt schaubildlich die erfindungsgemäße Ausführung bei hochgeklappter Hub platte wieder, wobei die Hubplatte seitlich anschließende Kragplatten aufweist.
[0035] Figur 14 zeigt die in Figur 13 wiedergegebene Ausbildungsvariante mit zusätzlichen seitlichen Schneidseilen, welche bei hochgeklappter Hubplatte gespannt und bei abwärtsgeklappter Hubplatte schlaffliegend wiedergegeben sind.
[0036] Figur 15 zeigt eine weitere Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit abgeän derter Hubeinrichtung, welche hinsichtlich ihrer Lage im Verlauf der Anhebbewegung der Hubplatte dargestellt ist.
[0037] Figur 16 schließlich zeigt eine schematische Ansicht hinsichtlich des Hebels zur Anhe bung der Vorplatte.
[0038] Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten einfachsten Ausführungsvariante ist eine Grundplatte 1 am Geländeboden 2 z.B. mittels eines Ankers 3 festgelegt. An dieser Grundplatte 1 ist ein Drehgelenk 4 vorgesehen, über welches eine Hubplatte 5 schwenkbar gelagert ist. Diese Hubplatte 5 ist mittels einer Hubeinrichtung 6 anhebbar, wobei in diesem Fall die Hubeinrichtung durch einen aufblasbaren Ballon 7, der über die Versorgungsleitung 8 versorgt und gesteuert wird, anhebbar. Zum Ermöglichen des ruckartigen Abwärtssenkens der Hubplatte 5 ist in nicht dargestellter Weise entweder eine Reißfläche nach Art eines herkömmlichen Ballons oder eine entsprechend dimensionierte Ablassöffnung vorgesehen.
[0039] Figur 3 veranschaulicht eine ähnliche einfache Ausführungsvariante, jedoch ist anstelle eines Drehlagers 4 die Hubplatte über einen elastischen Bereich 9 in Bezug auf die Grundplatte 1 hochschwenkbar. Die hochgeschwenkte Lage ist in Figur 3 strichpunktiert wiedergegeben.
[0040] Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 4 und 5 ist die Grundplatte 10 über Kufen 11 am Geländeboden 12 abgestützt, wobei an der Grundplatte 10 über das Drehgelenk 13 die Hubplatte 14 angelenkt ist. Mit 15 ist die Hubeinrichtung angedeutet, wobei zusätzlich Kniehebelspreizen 16 vorgesehen sind, die im angehobenen Zustand über den Totpunkt bewegt und über entsprechende Sperranschläge in der gestreckten Lage gehalten wird. Am Kniehebelgelenk 17 ist ein Zugorgan 18 über einen Bügel 18’ (Fig. 5) befestigt, wobei das Zugseil über eine Seilwinde 19 im Sinne eines Einknicken der Kniehebelspreizen zurückziehbar ist. Die gesamte Einrichtung ist über ein Halteseil 20 am Gelände verankert, wobei in nicht dargestellter Weise dieses Halteseil 20 über eine Seilwinde oder dergleichen ein Verstellen der Einrichtung ermöglicht. Ebenso kann in nicht dargestellter Weise am Halteseil 20 ein quer zur Falllinie verlaufendes weiteres Seil angreifen, mittels dessen auch ein seitliches Versetzen der Einrichtung quer zur Falllinie ermöglicht ist.
[0041] Die Hubeinrichtung 15 ist bei diesem Ausführungsbeispiel wieder durch einen Ballon 23 gebildet, der über einen Kompressor 24 druckbeaufschlagbar ist.
[0042] Am talseitigen Ende ist an den Kufen 11 eine Vorplatte 21 befestigt, an welchem ein Schwingungsgenerator 22 vorgesehen ist.
[0043] Zur Versorgung des Kompressors mit elektrischer Energie und auch zur Steuerung der Auslösung kann das Halteseil 20 auch als mehradriges nagetierbeständiges Kabel mit Zugentlastung ausgebildet sein. Derartige Kabel sind handelsüblich, sodass hier nicht weiter darauf eingegangen wird.
[0044] Zum Auslösen einer Lawine wird zunächst über den Kompressor 24 der Ballon 23 aufgeblasen, bis die Kniehebelspreize mit ihrem Gelenk 17 über den Totpunkt hindurchbewegt ist. Bei Abschalten des Kompressors sperrt die Kniehebelspreize somit die Hubplatte 14 in ihrer angehobenen, in Figur 4 dargestellten Lage. Danach wird der Ballon 23 entleert, bis er völlig in sich zusammengefallen ist, wobei die Hubplatte 14 in ihrer angehobenen Lage durch die gestreckten Kniehebelspreizen 16 festgehalten ist. Nach völliger Entleerung des Ballons 23 werden die Kniehebelspreizen 16 durch Betätigen der Seilwinde 19 über die Zugorgane 18 und den Bügel 18’ durch Rückbewegen des Kniehebelgelenkes über den Totpunkt für ein Einknicken freigegeben, wodurch aufgrund des Gewichtes der Hubplatte und der darauflagernden 4/22 österreichisches Patentamt AT509 344B1 2011-09-15
Schneemasse die Hubplatte ruckartig auf die Bodenplatte herunterklappt und durch das Aufschlagen auf die Bodenplatte der daraufliegenden Schneeschicht einen Impuls verleiht, der den Abgang der Lawine auslöst. Zusätzlich wird die talseitig an die erfindungsgemäße Einrichtung anschließende Schneeschicht noch durch den Schwingungsgenerator 22, dessen Schwingungen über die Kufen 11 auch auf die Hubplatte 14 übertragen werden, destabilisiert werden.
[0045] Auch kann die Hubplatte ebenfalls mit einem Schwingungsgenerator ausgestattet sein, welcher im Moment des Herunterklappens der Hubplatte aktiviert werden kann.
[0046] Für eine erneute Verwendung braucht lediglich das Ablassventil des Ballons 23 geschlossen zu werden und der Ballon über den Kompressor 24 wieder aufgeblasen zu werden. Mit dieser Ausbildung ist damit eine oftmalige Verwendung ermöglicht.
[0047] Bei der Ausführungsvariante gemäß den Figuren 6 bis 8 liegt die Grundplatte 25 wieder direkt am Geländeboden 26 auf, wobei in nicht dargestellter Weise Gleitkufen in die Grundplatte 25 eingearbeitet sein können. An dieser Grundplatte 25 ist über ein Drehgelenk 27 die Hubplatte 28 angelenkt, welche mittels einer Hubeinrichtung 29 anhebbar ist. Die Hubeinrichtung 29 ist bei dieser Ausführungsvariante durch zwei übereinander angeordnete Luftkissen 30 gebildet. Die Beaufschlagungseinrichtung dieser Luftkissen ist in diesem Fall nicht dargestellt, jedoch kann sie, wie auch bei den anderen mit Luftkissen arbeitenden Einrichtungen, auf verschiedene Weise ausgebildet sein. So können zur Befüllung der Luftkissen Luftkompressoren oder Pressluftflaschen, welche im Idealfall mit synthetischer Luft gefüllt sind, oder komprimierter Stickstoff verwendet werden. Es können auch gegebenenfalls Explosionsabgase eingesetzt werden, wenn beispielsweise wie zur Zündung von Airbags von Fahrzeugen entsprechende Gasgeneratoren vorhanden sind.
[0048] Auch bei dieser Ausbildung sind zum Stabilisieren der Hubplatte 28 in der hochgeschwenkten Lage Kniehebelspreizen 31 vorgesehen, die über ein Gelenk 32 zusammenklappbar sind. Im gestreckten Zustand befinden sich die Kniehebelspreizen 31 in einer über dem Totpunkt des Drehpunktes 32 bewegten Lage, wobei an den Kniehebeln 31 Anschläge 33, 34 (Figur 8) vorgesehen sind, welche die Fixierung in der gestreckten Lage sicherstellen.
[0049] Im Bereich der Drehachse 32 der Kniehebelspreizen 31 greift ein Zugorgan 35 an, welches mittels einer Seilwinde zum Auslösen des Abwärtsklappens der Hubplatte 28 die Drehachse 32 der Kniehebelspreizen 31 durch den Totpunkt durchzieht und damit nach entsprechender Entleerung der Hubkissen 30 (siehe Figur 7) das Abwärtsklappen der Hubplatte 28 ermöglicht. Diese Stellung der Teile bei abwärtsgeklappter Hubplatte 28 ist in Figur 8 wiedergegeben.
[0050] An der Hubplatte ist ein Schwingungsgenerator 38 vorgesehen, welcher zusätzlich zur Destabilisierung der auf der Hubplatte befindlichen Schneelage beiträgt.
[0051] Die Ausführungsvariante 9, 10 unterscheidet sich von den vorher beschriebenen Ausführungsvarianten dadurch, dass sich die Grundplatte 40 über Streben 41 am Geländeboden abstützt. An dieser Grundplatte ist wieder ein Drehgelenk 42 angeordnet, mittels dessen die Hubplatte 43 an der Grundplatte angelenkt ist. Die Hubplatte ist dabei kastenförmig ausgebildet, wobei auf der der Grundplatte zugewandten Seite eine Stützplatte 44 vorgesehen ist, von welcher Streben 46 fachwerkartig zur Stütze der Hubplatte 43 abgehen. Zwischen der Grundplatte 40 und der Stützplatte 44 ist die als Druckluftkissen 45 ausgebildete Hubeinrichtung angeordnet. Weiters ist zwischen Grundplatte und Hubplatte wieder eine Kniehebelspreize 47 vorgesehen, deren beide Arme durch das Kniehebelgelenk 48 miteinander verbunden sind. Am Kniehebel greift im Bereich des Kniehebelgelenks wieder ein Zugorgan 49 an, das mittels einer Winde 50 betätigbar ist. Die Funktion gleicht jener, wie sie zu den vorhergehenden Figuren beschrieben ist.
[0052] Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 11 ist die Grundplatte 51 allseits mit Seitenwandungen 52 versehen, auf welchen die ebenfalls mit Seitenwandungen 54 versehene Hubplatte 53 aufliegt. Das Drehgelenk 67 zwischen Grundplatte 51 und Hubplatte 53 ist an der Oberkante der bergseitigen Seitenwandung 52 der Grundplatte 51 und an der Unterkante der bergseitigen Seitenwandung 54 der Hubplatte 53 angeordnet. 5/22 ösjmsehisdses Patentamt AT509 344B1 2011-09-15 [0053] Die Hubeinrichtung 55 ist durch einen Spindelantrieb gebildet, wobei eine Schraubenspindel 56, die von einem Antriebsmotor 57 angetrieben und in einem Gegenlager 58 abgestützt ist, mit einer Laufmutter 59 versehen ist, an welcher ein Spreizbalken 60 schwenkbar gelagert ist. Mit seinem der Laufmutter entgegengesetzten Ende ist der Spreizbalken 60 in einem Widerlager 61 abgestützt, und zwar derart, dass die Abstützung nur in Richtung der Antriebsspindel 56 und quer zu derselben erfolgt. An der Laufmutter 59 ist ein Auflager 62 für den Spreizbalken vorgesehen, an welchem dieser aufliegt, sobald für das Absenken die Laufmutter 59 talseitig bewegt und das entgegengesetzte Ende des Spreizbalkens 60 aus dem Widerlager herausbewegt ist.
[0054] Zum Festhalten der Hubplatte 53 in der hochgeschwenkten Lage sind wieder Kniehebelspreizen 63 mit einem Kniehebelgelenk 64 angeordnet, wobei im Bereich des Kniehebelgelenkes 64 das bereits bei früheren Ausführungen beschriebene Zugorgan 65 mit einer entsprechenden Seilwinde 66 angreift.
[0055] Vor Beginn der Lawinenauslösung befindet sich die erfindungsgemäße Einrichtung in der mit vollen Strichen gezeigten Ausgangslage. Durch Anheben der Hubplatte 53 wird der Antriebsmotor 57 und damit die Schraubenspindel 56 in Drehung versetzt, wodurch die Laufmutter 59 entlang der Schraubenspindel 56 bergseitig bewegt wird, bis sie in der in strichpunktierten Linien dargestellten hochgeschwenkten Lage angelangt ist. In dieser Lage sind auch die Kniehebelspreizen 63 in gestreckter Position und stützen sich wieder über Totpunkt an entsprechenden Auflageflächen ab. Zum Auslösen der ruckartigen Abwärtsschwenkung der Hubplatte 53 wird zunächst mittels des Antriebsmotors 57 und der Schraubenspindel 56 die Laufmutter 59 in die Ausgangslage zurückbewegt, wodurch der Stützbalken 60 aus dem Widerlager 61 herausgleitet und auf Lager 62 zur Anlage kommt. Danach wird dann mittels der Seilwinde 66 und des Zugorganes 65 die Kniehebelspreize über den Totpunkt bewegt, wodurch dann das ruckartige freie Abwärtsklappen der Hubplatte 53 ermöglicht ist.
[0056] Die in Figur 12 wiedergegebene Ausführungsvariante entspricht bis auf die Hubeinrichtung der in Figur 11 wiedergegebenen Form, wobei als Hubeinrichtung 55 ein Schwenkhebel 68 vorgesehen ist, der über eine Achse 69 an den Seitenwandungen 52 der Grundplatte 51 befestigt ist. Auf dieser Schwenkhebelachse sitzt ein Schneckenrad 70, das mittels einer Schnecke 71 um die Schwenkhebelachse 69 verdrehbar ist. Mit 72 ist der Antriebsmotor für die Schnecke 71 bezeichnet.
[0057] Zum Hochschwenken der Hubplatte 53 wird über den Antriebsmotor 72 die Schnecke 71 in Drehung versetzt, wodurch das Schneckenrad 70, in Figur 12 gesehen, gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, was ein Hochschwenken des Schwenkhebels 68 bewirkt, bis dieser in der in Figur 12 strichpunktiert eingezeichneten Hochstellung angelangt ist. In dieser Stellung sind die Kniehebelspreizen 63 in der gestreckten Lage und können wieder mittels der Seilwinde 66 über das Zugorgan 65 über den Totpunkt des Kniehebelgelenks 64 zurückbewegt werden, wodurch ein Abwärtsklappen der Hubplatte 53 ermöglicht ist.
[0058] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 13 ist in einem in Figuren 11 und 12 analogen Grundkasten mit einer Grundplatte 51, von welcher Seitenwandungen 52 aufragen, die Hubplatte 53 angelenkt, wobei als Hubeinrichtung 55 ein Luftkissen 73 strichliert angedeutet ist. Dieses Luftkissen ist mittels Vorratsdruckflaschen 74 bei Bedarf beaufschlagbar. Die Kniehebelspreizen sind wieder mit 63 und 64 bezeichnet.
[0059] An der Hubplatte 53 sind entlang der etwa in Falllinie verlaufenden Kanten 75 Kragplatten 76 angelenkt, die im Bedarfsfall mittels Stützen 77 abgestützt sind. Diese seitlichen Kragplatten 76 werden bei Anheben der Hubplatte 53 mitangehoben und vergrößern damit die destabilisierte Schneeschicht und die beim Abwärtsklappen der Hubplatte 53 ruckartig freigesetzte Masse der zur Auslösung der Lawine dienenden Schneemenge.
[0060] In Figur 14 ist zusätzlich zu der in Figur 13 dargestellten Einrichtung noch eine weitere Zusatzeinrichtung dargestellt, nämlich Seile 78, deren Enden einerseits an der Hubplatte 53 und anderseits über Anker 79 am Geländeboden befestigt sind. Die Länge der Seile 78 ist 6/22 üslirreächiÄs (jslintsmt AT509 344B1 2011-09-15 dabei so bemessen, dass die Seile bei hochgeschwenkter Hubplatte 53 gespannt sind, bei abgeklappter Hubplatte 53 jedoch locker am Boden aufliegen. Die Seile haben dabei den Sinn, dass über einen weiten seitlichen Bereich von etwa 20-25 m der erfindungsgemäßen Einrichtung die Schneeschicht angeschnitten wird, womit erreicht wird, dass durch das schlagartige Herunterfallen der Hubplatte 53 auf einen breiten Bereich ein Abriss der Schneemassen unter Auslösung einer künstlichen Lawine erzielt wird.
[0061] In Figur 15 ist eine weitere Ausführungsvariante der Hubeinrichtung wiedergegeben, und zwar sind an der Grundplatte 80, die am Geländeboden 81 aufliegt, Seitenwandungen 82 vorgesehen, wobei an der Grundplatte eine Hubplatte 83, die mit Seitenwandungen 84 versehen ist, angelenkt ist, und wobei zum Anheben eine Kniehebelspreize 85 vorgesehen ist, welche aus zwei Spreizhebeln 86, 87 besteht, die gemeinsam an einer Laufmutter 88 mit ihren einen Enden angelenkt und mit ihren anderen Enden einerseits an der Seitenwandung 84 der Hubplatte 83 über ein Drehgelenk 89 und die andere Spreize 87 über ein Drehgelenk 90 an der Seitenwandung 82 der Grundplatte angelenkt ist. Die Laufmutter 88 läuft auf einer Spindel 91, welche von einem Antriebsmotor 92 in Drehung versetzt ist. Bei Drehung der Spindel 91 wandert die Laufmutter 88 in Richtung zum Antriebsmotor und streckt den Kniehebel 85 so lange, bis die beiden Spreizhebel 86, 87 eine Gerade bilden. Bei der Hochklappbewegung der Hubplatte 83 wird wieder eine Spreizhebelsperre 93, welche im zusammengeklappten Zustand mit voll ausgezogenen Linien und im Sperrzustand mit strickpunktierten Linien wiedergegeben ist, in ihre Strecklage versetzt, wobei, wie schon bei den früheren Ausführungsbeispielen beschrieben, in dieser Strecklage die beiden Teile über die Totpunktlage hinausgehend bewegt sind. Zum Einklappen ist wieder ein Zugorgan 94 und eine Seilwinde 95 vorgesehen.
[0062] Zum Auslösen wird, wie schon beschrieben, die Spindel 91 in Drehung versetzt und die Hubplatte 83 in die strichpunktierte Darstellung angehoben. Für das Auslösen des Abwärtsklappens der Hubplatte 93 wird zuerst die Hubeinrichtung 85 wieder in die Ausgangslage gebracht, wobei die beiden Spreizhebel 86 und 87 außer Eingriff mit den entsprechenden Widerlagern an den Seitenwandungen 82 und 84 der Grundplatte bzw. Hubeinrichtung gebracht werden. Danach wird dann durch Betätigen der Seilwinde über das Zugorgan bewirkt, dass die Spreizhebelsperre über ihre Totpunktlage zurückbewegt wird und damit die Hubplatte 83 für ein ruckartiges Nachuntenklappen freigegeben wird.
[0063] Figur 16 zeigt schematisch eine Zusatzeinrichtung, nämlich eine Wippe 96, welche bevorzugt an einem Vorsprung der Grundplatte angelenkt ist. Diese als zweiarmiger Hebel ausgebildete Wippe ist mit ihrem bergseitigen Ende so angeordnet, dass sie in die Bewegungsbahn eines Vorsprunges 97 der Hubplatte 83 greift und mit ihrem anderen Ende eine vor der Grundplatte 80 angeordnete Vorplatte 98 untergreift. Die Hubeinrichtung als Luftkissen und die Kniehebelspreize sind dabei schematisch dargestellt. Dadurch wird erzielt, dass bei ruckartigem Abwärtsklappen der Hubplatte 83 der Vorsprung 87 auf den bergseitigen Hebel der Wippe 96 auftrifft, wobei dieser Hebel dann um den Schwenkpunkt 99 in Figur 16 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird und damit die Vorplatte 98 mit ihrem bergseitigen Ende anhebt. Es wird damit die auf der Vorplatte befindliche Schneeschicht ebenfalls destabilisiert und erleichtert damit durch den Anstoß der auf der Hubplatte 83 befindlichen Schneemasse das Abreißen der Schneeschicht und damit das Abgehen der Lawine.
[0064] In nicht dargestellter Weise ist zwischen Grundplatte und Hubplatte ein Gewichtssensor angeordnet, welcher auf das Gewicht der aufliegenden Schneemasse reagiert und bei Überschreiten eines eingespeicherten Wertes die Alarmierung zur Lawinenkommission zwecks ferngesteuerter Auslösung der Hubeinrichtung und des Abwärtsklappens der Hubplatte einleitet. In einem solchen Fall einer selbsttägig arbeitenden Einrichtung kann dann nach einer vorgegebenen Zeit über eine elektronische Steuerung die Rückstellung aller Teile in die Ausgangslage vorgenommen werden. Für das schlagartige Abwärtsklappen der Hubplatte kann der Gewichtssensor vorübergehend vor dem Aufprall der Hubplatte geschützt werden, um eine Beschädigung zu vermeiden.
[0065] Weiters kann in nicht dargestellter Weise an der Oberseite der Hubplatte und, wenn 7/22

Claims (19)

  1. ösjmsehisdses Patentamt AT509 344B1 2011-09-15 vorhanden, der Kragplatten und der Vorplatte ein Bewuchsträger, insbesondere für ein Langgras oder eine Kunststofff rasen matte (in Langgras-ähnlicher Ausbildung), angebracht sein, um in der schneefreien Periode die optische Erscheinung der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Umgebung anzupassen. Patentansprüche 1. Vorrichtung zum gesteuerten Auslösen von Lawinen, bei welcher an einer am Geländeboden (2, 12, 26, 81) aufliegenden Grundplatte (1, 10, 25, 40, 51, 80) eine Hubplatte (5, 14, 28, 43, 53, 83) schwenkbar gelagert ist, die mittels einer Hubeinrichtung (6, 15, 29, 45, 55) hoch schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (4, 13, 27, 42) zwischen den beiden Platten (1, 10, 25, 40, 51, 80; 5, 14, 28, 43, 53, 83) bergseitig angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zum Auslösen einer schlagartigen Abwärtsschwenkbewegung der hochgeschwenkten Hubplatte (5, 14, 28, 43, 53, 83) vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubplatte (5, 14, 28, 43, 53, 83) mittels Streben oder Spreizen (16, 31,47, 63, 93) in der hochgeschwenkten Lage abstützbar ist, wobei zum schlagartigen Abwärtsschwenken die Streben oder Spreizen (16, 31,47, 63, 93) ruckartig umlegbar oder zusammenklappbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Streben oder Spreizen Kniehebel mit Sperren (16, 17; 31, 32; 47, 48; 63; 64; 93) über der Totpunktlage vogese-hen sind, bei welchen am Kniegelenk (17, 32, 48, 64) Zugorgane (18, 35, 49, 65, 94) zum Rückbewegen über den Totpunkt und Ermöglichen des Zusammenklappens vorgesehen sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass talseitig an die Grundplatte (1, 10, 25, 40, 51,80) eine Vorplatte (21, 98), die insbesondere mit einer glatten Oberfläche versehen ist, anschließt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hubplatte und/oder an der Vorplatte (21,98) ein Schwingungsgenerator (38) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubplatte (5, 14, 28, 43, 53, 83) und/oder die Vorplatte (21,98) mit einer Heizeinrichtung versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den talseitigen Enden der Hubplatte (53) quer zur Falllinie verlaufende, sich beim Anheben der Hubplatte spannende flexible, gegebenenfalls erwärmbare Seile (78) angebracht sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den etwa in Falllinie verlaufenden Seitenkanten der Hubplatte (53) gegebenenfalls ein- bzw. ausklappbare Kragplatten (76) angebracht sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass von der Grundplatte (51) einen kastenförmigen Raum abgrenzende Seitenwandungen (52) aufragen, wobei im Bereich der Oberkante der bergseitigen Seitenwandung die Hubplatte angelenkt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des kastenförmigen Raumes die Hubeinrichtung (55) für die Hubplatte (53) und die Einrichtung zum Auslösen des schlagartigen Abwärtsschwenkens angeordnet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Hubeinrichtung ein aufblasbarer Ballon (7, 23, 30, 73) vorgesehen ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Hubeinrichtung eine Teleskopspindel vorgesehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Hubeinrichtung eine etwa in der Falllinie angeordnete Schraubenspindel (56, 91) mit Laufmutter (59, 88) und Pleuelstange (60; 86, 87) vorgesehen ist. 8/22 österreichisches Patentamt AT509 344B1 2011-09-15
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Hubplatte (53, 83) an ihrer Unterseite mit den Seitenwandungen (52, 82) der Grundplatte (51,80) zusammenwirkenden Seitenwandungen (54, 84) versehen ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass talseitig an der Grundplatte (80) wenigstens ein zweiarmiger Hebel (96) gelagert ist, dessen bergseitiger Arm in den Bewegungsbereich der Hubplatte (83) ragt und dessen talseitiger Arm die Vorplatte (98) untergreift.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Hubplatte und Grundplatte ein Gewichtssensor angeordnet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberfläche der Hubplatte und/oder der Vorplatte Einrichtungen zum Halten von Bewuchsträgern, z.B. für Langgras, synthetische Grasmatten od.dgl. vorgesehen sind.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie mittels eines oder mehreren Halteseilen (20) im Gelände verankerbar ist, wobei an der dem Boden zugewandten Seite der Grundplatte vorzugsweise Gleithilfen (11) angebracht sind, und wobei die Vorrichtung mittels des oder der Zugseile orstveränderbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Halteseile (20) durch nagetierbeständige Kabel mit Zugentlastung gebildet sind. Hierzu 13 Blatt Zeichnungen 9/22
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