AT509772A1 - Kabel - Google Patents
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Description
• » · «*««··»·· ««« » m - 1 -
Die Erfindung betrifft ein Kabel mit wenigstens einem Leiter, der von einer Fotie umgeben ist.
Derartige Kabel bzw. geschirmte Datenleitungen weisen unterschiedliche Schirmkonstruktionen auf, die aus einem Drahtgeflecht, einer Drahtwendel oder kunststoffbeschichteten Metallfolien zusammengesetzt sein können und bei denen die elektrischen Abschirmungen aus dünnen Metallfolien als Band wendelförmig um die isolierten Leiter gewickelt oder zu einer Röhre gebogen sind und sich an ihren Längsrändern überlappen und ggf. miteinander verbunden sind, wobei in beiden Fällen darauf zu achten ist, dass eine 100%ige Bedeckung der Kabelseele (ein oder mehrere Adern) gegeben ist (DE 25 47 152 A1 oder EP 236 096 A2).
Datenleitungen, die beispielsweise im Automobilbordnetz eingesetzt werden, weisen vorzugsweise Leitungskonstruktionen auf, die eine automatische Verarbeitung vor allem hinsichtlich der Anbindung von Kontaktelementen an die Leiter erleichtern bzw. ermöglichen. Die erwähnte 100%ige Bedeckung der Kabelseele hat aber durch die enge Umschlingung der Kabelseele mit der Folie den Nachteil, dass eine maschinelle Bearbeitung des Kabelendes nicht möglich ist und eine Bearbeitung von Hand erfolgen muss.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Kabel der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, das für den Anschluss von Kontaktelementen einfach maschinell zu bearbeiten ist.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Leitung der eingangs genannten Art dadurch, dass die Folie aus wenigstens zwei Streifen besteht, die einander in ihren Randbereichen lose überlappen.
Die Folie kann entweder nur zum mechanischen Schutz des oder der Leiter oder bei mehr als einem Leiter dazu vorgesehen sein, die Leiter zusammen zu halten. Zusätzlich oder alternativ kann die Folie eine Abschirmung bilden, was insbesondere bei Datenleitungen der Fall ist.
Da die Folie erfindungsgemäß aus wenigstens zwei Streifen besteht, welche die Leiter um beispielsweise jeweils mehr als 180° umgeben, können diese Folienstreifen mit Hilfe eines stirnseitig auf das Kabelende gerichteten Luftstrahles weg geblasen werden, was eine weitgehend automatische Konfektionierung, beispielsweise eine Verbindung mit einem Kontaktelement wie einem Kabelschuh, ermöglicht.
Je kleiner der Umschlingungswinkel der Streifen ist. umso leichter lassen sich die Streifen weg blasen. Daher ist bei der Erfindung bevorzugt, wenn ein Streifen den oder die Leiter in einem Winkel kleiner 300°, vorzugsweise kleiner als 270° umschließt.
Bei der Erfindung ist bevorzugt, wenn sich die Streifen in Längsrichtung des Kabels erstrecken. Diese Ausführungsform ist besonders einfach herzustellen, wobei die Folienstreifen mit Hilfe des stirnseitig auf das Kabelende gerichteten Luftstrahles sehr gut weg • · ··* * ·· Μ • · · * # * · · · « • »· **··«· · « t • · * ··»·»*·«* ···» « «··« · · · · * · ** * · « · · - 2 - geblasen werden können. Eine wendelförmige Umschlingung der Leiter durch die Streifen wäre grundsätzlich ebenfalls denkbar, wobei in diesem Fall aber ein großer Steigungswinkel bevorzugt wäre.
Zusätzlich kann beim erfindungsgemäßen Kabel vorgesehen sein dass eine zusätzliche Abschirmung in Form eines Geflechtes, Gitters oder einer Wendel aus einem elektrisch leitfähigen Material innerhalb oder außerhalb der Folie angeordnet ist. Diese zusätzliche Abschirmung kann gleichzeitig mit den Folienstreifen mittels eines Luftstrahls von den Leitern abgehoben werden, um die Konfektionierung des Kabels zu vereinfachen.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kabels im Querschnitt und die Fig. 2 bis 5 aufeinanderfolgende Arbeitsschritte zur Vorbereitung der Konfektionierung des Kabels von Fig. 1
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kabels 1 dargestellt, das vier Leiter 2 beliebiger Art aufweist. Die Leiter 2 können beispielsweise wie in der dargestellten Ausführungsform einen elektrisch leitenden Draht 3 aufweisen, der von einer elektrischen Isolierung 4 umgeben ist. Die Leiter 2 können wie im Stand der Technik üblich wendelförmig verseilt sein, um die Biegesteifigkeit des Kabels 1 zu verringern. Die Erfindung ist aber nicht auf eine bestimmte Anzahl oder einen bestimmten Aufbau oder eine bestimmte Anordnung der Leiter 2 innerhalb des Kabels 1 beschränkt, sondern kann bei einer beliebigen Anzahl, beispielsweise auch nur einem einzigen Leiter 2 oder mehr oder weniger als vier Leitern 2, verwendet werden. Die Erfindung ist auch nicht auf elektrische Leiter beschränkt sondern kann auch für nicht-elektrische Leiter, z.B. Lichtwellenleiter, oder eine Kombination aus elektrischen und nicht-elektrischen Leitern verwendet werden.
Die Leiter 2 sind von einer aus zwei Streifen 5a, 5b bestehenden Folie umhüllt, die sich in Längsrichtung, also parallel zum Kabel 1 erstrecken und sich an ihren Längsrändern in Bereichen 6 lose überlappen. Das heißt, dass die Folien 5a, 5b aneinander anliegen aber nicht fest miteinander verbunden sind. Die Breite der Überlappungsbereiche 6 kann den jeweiligen Erfordernissen entsprechend gewählt werden. Während im dargestellten Ausführungsbeispiel eine aus zwei Streifen 5a. 5b bestehende Folie verwendet wird, ist es im Rahmen der Erfindung ebenso möglich, auch mehr als zwei Streifen, beispielsweise drei oder vier Streifen zu verwenden, wenn dies im jeweiligen Fall vorteilhaft ist. Bevorzugt sind alle Streifen 5a, 5b gleich breit, könnten aber auch unterschiedliche Breiten bzw. Umschlingungswinkel aufweisen bzw. unterschiedlich große Überlappungsbereiche 6 aufweisen. • β * · - 3 -
Die Folie bzw. deren Streifen 5a, 5b kann leitfähig sein, wenn sie als Schirmfolie dienen soll und beispielsweise aus einem leitfähigen Material wie Aluminium oder Kupfer bestehen. Es ist aber ebenso möglich, ein- oder beidseitig mit einem elektrisch leitfähigen Material beschichtete Kunststofffolien zu verwenden oder Kunststofffolien aus elektrisch leitendem Kunststoff (z.B. elektrisch leitende Polymere) oder aus nicht selbst leitendem Kunststoff, in welchen elektrisch leitendes Material eingebettet wurde, zu verwenden. Die Folie bzw. deren Streifen 5a, 5b muss aber nicht leitfähig sein, wenn sie z.B. nur als mechanischer Schutz für die Leiter 2 dient.
Die aus den Streifen 5a, 5b bestehende Folie ist im dargestellten Ausführungsbeispiel von einem symbolisch dargestellten Gitter oder Geflecht 7 als zusätzlicher Abschirmung umgeben, welche wie im Stand der Technik üblich ausgeführt sein kann. Das Geflecht 7 muss bei der Erfindung aber nicht vorhanden sein bzw. kann die Folie auch außerhalb des Geflechts 7 angeordnet sein.
Ganz außen weist das erfindungsgemäße Kabel 1 auf an sich bekannte Weise einen Mantel 8 aus Kunststoff auf.
Bei der Konfektionierung von Kabeln müssen die verschiedenen Schutzschichten bzw. Umhüllungen der Leiter 2 entfernt werden, damit diese beispielsweise mit einem Kontaktelement wie einem Kabelschuh verbunden werden können. Dazu muss bei einem wie vorstehend beschrieben Kabel 1 zuerst die Isolierung 8 entfernt werden, was auf einfache Weise automatisiert erfolgen kann. Das Kabel 1 weist dann den in Fig. 2 dargestellten Zustand auf.
Anschließend müssen das Geflecht 7 und die aus den Streifen 5a, 5b bestehende Folie entfernt werden. Dazu wird mit einem starken Luftstrahl in Richtung des Pfeils 9 stirnseitig auf das Kabelende geblasen, wodurch sich das Geflecht 7 und die Streifen 5a, 5b stirnseitig aufweiten, wie Fig. 3 zeigt. Dieses Aufweiten mit Hilfe eines Luftstrahles ist an sich im Zusammenhang mit einem Geflecht bekannt, jedoch hat dies bei den Folien im Stand der Technik nicht funktioniert, da sich die wendelförmig oder röhrenförmig um die Leiter 2 gewickelten Folien nicht zuverlässig wegblasen ließen. Da die Folie aber erfindungsgemäß aus wenigstens zwei Streifen 5a, 5b besteht, welche die Leiter 2 um weniger als 360im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 255°, umschließen, können sie problemlos vom Luftstrahl abgehoben werden, wie die Fig. 3 und 4 zeigen.
Nachdem das Geflecht 7 und die Streifen 5a, 5b durch den Luftstrahl stirnseitig abgehoben wurden, wird das Geflecht 7 üblicherweise nach hinten umgeschlagen, wie in Fig. 4 zu sehen ist. Anschließend können die Streifen 5a, 5b nach hinten umgebogen oder abgetrennt werden, wie Fig. 5 zeigt. Schließlich kann das Geflecht 7 noch mit einem Ring 10 fixiert werden, damit das Geflecht 7 nicht bei der weiteren Bearbeitung stört.
Claims (7)
- * « • ·«·· • # * - 4 - Patentansprüche: 1. Kabel (1) mit wenigstens einem Leiter (2), der von einer Folie umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie aus wenigstens zwei Streifen (5a, 5b) besteht, die einander in ihren Randbereichen (6) lose überlappen.
- 2. Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Streifen (5a, 5b) in Längsrichtung des Kabels (1) erstrecken.
- 3. Kabel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Abschirmung in Form eines Geflechtes oder Gitters (7) aus einem elektrisch leitfähigen Material innerhalb oder außerhalb der Folie (5a, 6a) angeordnet ist.
- 4. Kabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Streifen (5a, 6a) den Leiter (2) in einem Winkel kleiner 300°, vorzugsweise kleiner als 270° umschließt.
- 5. Kabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen (5a, 6a) aus einem elektrisch leitfähigen Material bestehen oder mit einem 15 elektrisch leitfähigen Material beschichtet sind.
- 6. Kabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen (5a, 6a) aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material bestehen.
- 7. Kabel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Streifen (5a, 6a) gleich breit sind. 20
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