AT510230A2 - Vorrichtung zur lagerung von brückenbauten, insbesondere ein als festpunkt- und führungslager ausgebildetes horizontalkraftlager - Google Patents
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Description
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Vorrichtung zur Lagerung von Brückenbauten, insbesondere ein als Festpunkt- und Führunqslaqer ausaebildetes Horizontalkraftlaaer 5 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lagerung von Brückenbauten, insbesondere ein als Festpunkt- und Führungslager ausgebildetes Horizontalkraftlager, wobei mindestens ein Radial-Gelenklager zwischen einem Über- und Unterbau angeordnet ist. 10 Lager haben, auch wenn sie den Regeln entsprechend bemessen und verbaut werden, eine geringere Lebensdauer als das Haupttragwerk. Daher sind Eisenbahnbrückenlager generell als austauschbare Bauprodukte zu planen. Diese Austauschbarkeit ist bereits bei der Planung der Baumaßnahme in einem Lagerwechselkonzept zu berücksichtigen und darzustellen. 15
Aus der DE 10 2004 062 581 B3 ist ein Elastomerlager als Stand der Technik bekannt, welches als Fahrbahnlagerung am Übergang zweier Brückenabschnitte einer transportablen Brücke dient. 20 Die JP 2006-226 449 A beschreibt ein Brückenlager, welches an seinem unteren und oberen Bereich jeweils eine Dübelscheibe aufweist. Die Verankerung erfolgt über eine Schubverankerung. Die Schubverankerung greift in einvulkanisierte Platten des Elastomerlagers ein und verankert das Lager mit den angrenzenden seitlichen Platten, die geteilt ausgeführt sind. In das Elastomerla-25 ger ist zudem eine dicke Stahlplatte einvulkanisiert, die das Abtragen von planmäßigen Horizontallasten gewährleistet. Aufgrund von Horizontallasten verformt sich das Elastomerkissen bis ein Kontakt zwischen dem Anschlag und der einvulkanisierten Platte hergestellt ist. Es sind keine gesonderten Aufnahmen für die Dübelscheibe(n) am Lagersockel vorgesehen. Das Auflager weist Me-30 tallbauteile auf, die nicht vollständig durch das Elastomer überdeckt sind. Somit besteht hierfür und für die seitlich angeordneten, geteilten Begrenzungsplatten kein ausreichender Korrosionsschutz.
Aus der JP 09-100 511 A ist eine Vorrichtung zur Lagerung eines Brückab-35 Schnittes bekannt, bei der zwischen einem Überbau und einem Lagersockel jeweils Auflagerplatten angeordnet sind, die an einem einteiligen Elastomerlager anliegen. An der unteren Auflagerplatte ist eine Dübelscheibe befestigt, die • in eine Aussparung des Lagersockels eingreift. Da das beschriebene Auflager auch Horizontalkräfte überträgt (siehe Figuren 6, 8 und 12) sind die beiden Auf-iagerplatten nach Fertigstellung des Lagers fest mit dem Überbau bzw. dem Auflagersockel verbunden (siehe Figuren 8, 12 und 13). Die Dübelscheibe ist nicht in das Elastomerkissen integriert. Es sind ebenfalls keine gesonderten Aufnahmen für die Dübelscheibe(n) am Lagersockel vorgesehen.
Alle bekannten Elastomerlager weisen den Nachteil auf, dass sie jeweils nur für spezielle Anwendungsfälle einsetzbar sind, eine zu geringe Dauerbeständigkeit aufweisen, nur mit großen Aufwand und nur in Ausnahmefällen ohne Streckensperrungen austauschbar sind und dabei den Einsatz einer Spezialfirma bedürfen.
Eisenbahnverkehrsunternehmen sind insbesondere an der Entwicklung von Ausrüstungselementen mit denen die Lebenszykluskosten der Infrastruktur optimiert werden können, interessiert. Deshalb wurde um Rahmen des Projektes Standardisierung von Lagern ein Festpunkt- und Führungslager entwickelt.
Bei der Entwicklung des Festpunkt- und Führungslagers wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt: • Der Abtrag der Lagerkräfte soll zwängungsfrei sein. • Sie sollen für eine Vielzahl von Bauwerken verwendbar sein. • Die Lagerung muss den wirtschaftlichen Zwängen genügen. • Die Lagerkonstruktion soll solide, unterhaltungsfreundlich und dauerhaft sein. • Die Lagerkonstruktion soll in kurzen Bauzeiten und mit geringen Beeinträchtigungen der Baustelle realisierbar sein. • Die Lagerkonstruktion soll ohne großen Aufwand möglichst unter „rollendem Rad“ nachjustiert bzw. ausgewechselt werden können. • Die Lagerkonstruktion soll einen hohen Vorfertigungsgrad haben, damit diese ggf. als Gesamtsystem für die Instandhaltung vorgehalten werden kann. • Die Lagerkonstruktion soll für einfeldrige Bauwerke mit einer Stützweite von bis zu 40 m verwendbar sein. 3 m » ·*·# · · · · · • * · «
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Festpunkt- und Führungslager zu entwickeln, welches es gestattet, einen zwängungsfreien Abtrag der Lagerkräfte zu gewährleisten, an einer Vielzahl von Bauwerken einsetzbar zu sein und welches unter dem „rollenden Rad“ einfach eingebaut, nachjustiert und ausgebaut werden kann.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass bei einem Massivüberbau am Überbau eine über mindestens zwei Zuganker befestigte obere Ankerplatte oder bei einem Stahlüberbau an der oberen Ankerplatte Befestigungsschrauben angeordnet sind, wobei die obere Ankerplatte an einer U-förmigen Druckplatte befestigt ist und zwischen den Stegen der als Kulissenaufnahme ausgeführten U-förmigen Druckplatte Radial-Gelenklager angeordnet sind, die sich umlaufend im oberen Bereich eines Dorns an diesen abstützen, welcher mit seinem unteren Bereich in einer kegelstumpfförmigen Dornaufnahme befestigt und geführt ist, welche mit einer unteren Ankerplatte verbunden ist, die über mindestens zwei Zuganker in den Unterbau eingebunden ist.
Das Lagersystem ermöglicht es, die vertikalen und horizontalen Lagerkräfte unterschiedlichen standardisierten Lagersystemen (Klassen) zuzuweisen.
Das Festpunkt- und Führungslager wird mittels eines rostfreien, wartungsfreien Radial-Gelenklagers, ein Großserienteil aus dem Maschinenbau, realisiert. Dieses Lager ermöglicht die Taumelbewegung des Überbaus bei gleichzeitiger Übertragung der Horizontalkräfte. Die vertikale Bewegungsfreiheit wird durch eine Kulissenkonstruktion, in dem das Radial-Gelenklager eingebaut ist, ermöglicht.
Das Gelenk ist durch einen stehenden Dorn gehalten der seinerseits durch eine Schweißkonstruktion die Kräfte an die Ankerplatte abgibt. Die Verbindung mit der Ankerplatte wird durch eine Montageschweißung hergestellt.
Die Kulissenkonstruktion ist auf eine Grundplatte geschweißt. Die Verbindung zwischen der Grundplatte und der Ankerplatte wird ebenfalls durch einen Montageschweißung hergestellt. •» ·· ···*«·»·· 4
Der Dorn wird aus Stahl oder gleichwertigem Material gefertigt. Die restliche Schweiß- bzw. Fräskonstruktion und die Ankerplatten werden aus Stahl (oder gleichwertigem Material) hergestellt.
Das Festpunkt- und Führungslager ist vor Korrosion zu schützen. Hierfür ist die Oberfläche vorzubereiten.
Der Sitz des Dorns ist nach den Schweißarbeiten mit den angegebenen Toleranzen herzustellen.
Die Passungen des Dorns und des Korbs sind mit einem thermisch gespritzten Zinküberzug herzustellen. Dabei ist die Einhaltung der Toleranzen zu berücksichtigen.
Die Flächen der Montageschweißung (Seitenflächen der unteren Einspannplatte bzw. die Seitenflächen der Fräskonstruktion) sind vor den Korrosionsschutzmaßnahmen abzukleben. Nach der Montageschweißung ist der Korrosionsschutz auf der Baustelle zu ergänzen. Die Grundbeschichtung wird im Gegensatz zur restlichen Fläche mit einer Zinkstaub-Beschichtung für eine hohe Schutzdauer ersetzt.
Die Toleranzen der Schweißteile sind nach DIN EN ISO 13920 Tabelle 1 Klasse A, Tabelle 2 Klasse A und Tabelle 3 Klasse E einzuhalten.
Die horizontalen Kräfte werden durch die Verankerungskonstruktion in den Beton eingeleitet. Durch die gewählte Bewehrung können die Lasten aufgenommen werden. Die Lastweiterleitung und Ableitung in den Baugrund obliegt dem planenden Tragwerksplaner.
Montage bei einaeschobenem/einqehobenem Massivüberbau
Die Kraftübertragung aus dem Oberbau in die Lagerkonstruktion und aus dieser in den Unterbau erfolgt mit Hilfe von Ankerplatten, die mit Kopfbolzendübeln die Schubübertragung sichern. Die Kräfte aus dem Versatzmoment werden durch Zuganker aufgenommen. 5 ·· *··* *»·« » ·»·* • · « · « · · « * · *»· * · · « « t • * · * « · • · * * · * fl · • · ··» «I* · «·
Die Montage des Festpunktlagers erfolgt in mehreren Schritten. Bei der Beto-nage der Auflagerbank ist eine Aussparung für den späteren Verguss der Zuganker und der Kopfbolzendübel vorzusehen. In die Aussparung sind im Zuge der Bewehrungsarbeiten die Zuganker lose mit an die vorgesehene Stelle einzubauen. Aufgrund der hohen Bewehrungsdichte im Bereich der Krafteinleitung ist es nicht möglich die Zuganker nach den Bewehrungsarbeiten einzubauen. Die Aussparung sollte mittels Streckmetall (oder ähnlich) hergestellt werden. Die Bewehrung ist vollständig einzubauen. Die Ankerplatte sollte ebenfalls nur lose an die vorgesehene Stelle gebracht werden.
Nach der Betonage der Auflagerbank kann die genaue Höhen- und Raumlage der Ankerplatte festgelegt werden. Die Lage ergibt sich durch das Aufmass des Überbaus, der die Solllage der Ankerplatte vorgibt. Für den Verguss der Ankerplatte mit den Zugankern kann die Lage durch die Hilfskonstruktion sichergestellt werden und ein maßgenauer Einbau erfolgen. Nach dem Verguss ist darauf zu achten, dass die erste Belastung erst nach dem Erhärten des Vergussmaterials erfolgen kann.
Die Kulisse wird mit der Grundplatte an den Überbau geschweißt (oder mit der Ankerplatte fertig verschweißt einbetoniert). Der Dorn wird mit Radial-Gelenklager und Festhaltung durch die Montagesicherung an die Kulisse angehängt.
Der Überbau wird an seine Sollposition gebracht.
Die Festhaltung wird auf die Ankerplatte geschweißt. Durch die nachträgliche Schweißung können Bautoleranzen ausgeglichen werden.
Die Montageschweißungen sind in Ihrer Reihenfolge so durchzuführen, dass ein Schaden an den Gleitmaterialien ausgeschlossen ist. Ebenfalls ist die Schweißreihenfolge so abzustimmen, dass benachbarte Bauteile (z.B. Hochfeste Verschraubungen) die Temperatur von 250°C nicht überschreiten. Die Zuganker werden im Anschluss an die Schweißarbeiten vorgespannt.
Es ist darauf zu achten, dass die Sicherungsschrauben, die den Dorn in der Festhaltung fixieren, in Bauwerkslängsachse ausgerichtet sind. Μ«· « * * 6
Nach der Montage ist sicherzustellen, dass die Sicherungsbleche, die den Korb für die Montage in der Kulisse sichern, entfernt werden, um die Bewegungsfreiheit des Lagers zu gewährleisten. Alle Gewinde und Verschraubungen die zur 5 Montage oder Lagerwechsel vorgesehen sind, sind dauerhaft mit geeigneten Maßnahmen zu verschließen. Der Verschluss darf die Wiederverwendung nicht einschränken und muss rückstandslos entfernt werden können.
Montage bei Stahl und Verbundüberbauten 10 Für die verschiedenen Überbauarten unterscheidet sich die Montage nur für die Ankerplatten. Im Massivüberbau werden die Ankerplatten einbetoniert und die Zugkräfte aus den Versatzmomenten durch Zuganker eingeleitet. Für den Verbund- Stahlüberbau werden die Ankerplatten an den Endquerträger ange-15 schweißt oder verschraubt.
Die Lasteinleitung und die Lastverfolgung obliegen dem planenden Tragwerksplaner. 20 Montage bei in Endlage heraestelltem Massivüberbau
Die Montage des Festpunktlagers bei örtlich hergestellten Überbauten erfolgt als Gesamtkonstruktion. Bei der Betonage der Auflagerbank ist die gesamte Festhaltekonstruktion mit einzubetonieren. Die Abweichung in der Raumlage 25 kann durch den anschließend gefertigten Überbau aufgenommen werden. Bei der Herstellung des Überbaus ist darauf zu achten, dass die Zuganker, die in den Überbau verankert werden, rechtwinklig zur Ankerplatte eingebaut werden. Die gesamte Konstruktion wird durch die Montagehilfen in ihrer Position zueinander gehalten. Wenn der Beton des Überbaus und des Widerlagers eine aus-30 reichende Festigkeit erreicht haben, werden die Zuganker vorgespannt.
Konzept Lagerwechsel Festpunktlager
Radial-Gelenklager sind mit einer Lebensdauer von 30 Jahren beziffert. Daraus 35 folgt, dass in der Nutzungsdauer der betrachteten Bauwerke ein Lagerwechsel notwendig wird. » · * · »I ·Ι »*·* »*·4 ι ····* * · « 7 *#···*·**··· • · · · · I · · * * ·· t·· ·«« « #·
Um die Festhaltekonstruktion auswechseln zu können, muss der Überbau festgelegt werden. Das heißt, die Horizontalkräfte müssen für die Zeit des Lagerwechsels durch eine temporäre Sekundärkonstruktion übernommen werden. 5
Eine Auslegung einer solchen Konstruktion ist aufgrund der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des vorliegenden Lagerkonzepts nicht möglich. Es wird deshalb nur der Austausch der Festhaltekonstruktion erläutert.
Zum Wechseln der Lagereinheit muss die Erreichbarkeit und der Arbeitsschutz 10 für das Personal sichergestellt werden. Ein Gerüst oder eine etwaige Hilfskonstruktion muss in der Lage sein, das Gewicht der ausführenden Personen und das Gewicht der Lagereinheit aufzunehmen.
Nach der Sicherstellung, dass die Festhaltekonstruktion lastfrei ist und die Ho-15 rizontalkräfte aus dem Überbau über die Sekundärkonstruktion sicher abgeleitet werden, müssen die Sicherungsbleche an der Kulisse montiert werden. Sie verhindern dass beim Herausnehmen sich das Oberteil vom Unterteil löst. Danach können die Montageschweißnähte gelöst werden. Die Verschweißung am Überbau und am Widerlager werden getrennt. Die Lagerkonstruktion wird entnom-20 men.
Die Ebenheit der Flächen ist herzustellen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Korrosionsschutz in ausreichendem Maße entfernt wird, um die Schweißnahtqualität sicher zu stellen. 25
Als Verschleißteile sind nur das Radial-Gelenklager und die Gleitschichten der Kulissenkonstruktion anzusehen. Die restliche Konstruktion ist einer Sichtprüfung zu unterziehen. Der Korrosionsschutz ist zu überprüfen und gegebenenfalls zu sanieren. 30
Die überholte Lagereinheit wird versetzt. Die Montageschweißungen sind in ihrer Reihenfolge so durchzuführen, dass ein Schaden an den Gleitmaterialen ausgeschlossen ist. Ebenfalls ist die Schweißreihenfoige so abzustimmen, dass benachbarte Bauteile (z.B. Hochfeste Verschraubungen) die Temperatur von 35 250°C nicht überschreiten. 8 ··«*·. • · • * « * ···· • M *«t «
Nach Beendigung der Schweißarbeiten ist der Korrosionsschutz wieder herzustellen. Der Überbau kann freigegeben werden.
Die Flächen der Montageschweißung der überholten Lagereinheit sind vor den 5 Korrosionsschutzmaßnahmen abzukleben. Nach der Montageschweißung ist der Korrosionsschutz auf der Baustelle zu ergänzen. Die Grundbeschichtung wird im Gegensatz zur restlichen Fläche mit einer Zinkstaub-Beschichtung für eine hohe Schutzdauer ersetzt. 10 Vorteile der Erfindung: • der Abtrag der Lagerkräfte erfolgt weitgehend zwängungsfrei • die Lager können für eine Vielzahl von Brücken verwendet werden • die Konstruktionen sind solide, unterhaltungsfreundlich und dauerhaft 15 20 • die Lager können ohne großen Aufwand möglichst unter dem „rollenden Rad“ eingebaut und ausgewechselt werden • die Lager weisen einen hohen Vorfertigungsgrad auf, damit sie als Gesamtsystem für die Instandhaltung vorgehalten werden können • das Lager ist für einfeldige Bauwerke mit einer Stützweite von bis zu 40m verwendbar • es ist möglich, den Einsatz des Festpunkt- und Führungslagers auch für mehrfeldrige Brücken auszudehnen 25 Ausführunqsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
Dabei zeigen: 30 - Figur 1 - Schnitt durch die Auflagerbank - Figur 2 - Vertikalschnitt durch ein Festpunkt- und Führungslager (Schnitt A-A) - Figur 3 - Vertikalschnitt durch ein Festpunkt- und Führungslager (Schnitt (B-B)
Figur 4 - Horizontalschnitt durch ein Führungslager (Schnitt C- C) 35 9 ·· · * ·«····*·+ ·*·· • · « » · » * φ · 9··· * · ·· · • « · » * «*·· ♦ ··« · * ··· «· *· ··# ·** · ··
Figur 5 - Detail A
Figur 6 - Horizontalschnitt durch ein Festpunktlager (Schnitt C-C)
Figur 7 - Horizontalschnitt durch ein Festpunkt- und Führungs-5 lager (Schnitt D-D)
Das Festpunkt- und Führungslager setzt sich aus einem am Überbau befestigten oberen Bereich, dem im mittleren Bereich eingesetzten Dorn sowie den beiden Radial-Gelenklagem und einem am Unterbau befestig-10 ten unteren Bereich zusammen (Figuren 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7).
Der obere Bereich des Festpunkt- und Führungslagers setzt sich aus der am Überbau mittels Zugankern (20) und Kopfbolzendübeln (1.5) befestigten oberen Ankerplatte (2.1) und der daran verschweißten, einteilig oder zweiteilig ausgeführten, U-förmigen Druckplatte (Kulissenaufnahme) (2.2) 15 zusammen.
Zwischen den Innenseiten der Schenkel der U-förmigen Druckplatte (2.2) ist im mittleren Bereich des Festpunkt- und Führungslagers der Dorn (1.6) angeordnet, der über ein Radial-Gelenklager (3) fixiert und über zwei besonders gestaltete Kulissen (8) sowie in der Kulisse (8) in recht-20 eckigen Taschen (17) eingelassene, an Gleitblechen (5) anliegende Gleitmaterialien (6) geführt ist (Figur 5 - Detail A).
Die Kulisse (8) weist dabei eine in ihrem oberen Bereich einen Überstand (16) auf, der um den oberen Eckpunkt des Radial-Gelenklagers (3) herumgreift und diesen fixiert. Am unteren sowie am oberen Eckpunkt des 25 Radial-Gelenklagers (3) ist zwischen diesem und der Kulisse (8) bzw. dem Dorn (1.6) jeweils ein Sicherungsring (7; 9) angeordnet.
Der Dorn (1.6) ist in eine Dornaufnahme (10) eingesetzt, die einen oberen und einen unteren zylindrischen Bereich (11; 12) sowie einen kegelstumpfförmigen Zwischenbereich (13) aufweist. Zwischen dem schmaleren, oberen zyiindri-30 sehen Bereich (11) und dem kegelstumpfförmigen Zwischenbereich (13) ist ein Absatz ausgebildet, der als Aufstandsfläche (14) für den dornzugewandten Bereich des Radial-Gelenklagers (3) dient (Figur 4— Einzelheit “A“).
Die als Gewindestab ausgebildeten Zuganker (20) weisen jeweils zwei Muttern (22; 24r-27), eine Unterlegscheibe (23) und eine Stahiplatte (21) auf, die zur 35 ausreichenden Verankerung im Ober- bzw. im Unterbau dienen. 10 ·»·« «··« * «4 I t * * · ·* ·**· * · * «* " • · # « ι Μ · * ' li 4 * · I * * «· « « ·« a *·« * · *
An der oberen und unteren Ankerplatte (1.1; 2.1) sind die Zuganker (20) mittels Mutter (26) und Unterlegscheibe (27) befestigt.
Die Dornaufnahme (10) kann einteilig oder als mehrteilige Schweißkonstruktion ausgeführt sein. Ist die Dornaufnahme (10) als mehrteilige Schweißkonstruktion 5 ausgeführt, weist sie miteinander verschweißte Platten (1.2; 1.3; 1.4) auf. In beiden Ausführungsformen der Dornaufnahme (10) ist jeweils eine horizontal verlaufende Sicherungsschraube (4) eingebaut, die eine Fixierung der Dornaufnahme (10) mit dem unteren (querschnittserweiterten), kegelstumpfförmig ausgebildeten Bereich (11) des Dorns (1.6) vornimmt. 10 Im Randbereich der unteren Ankerplatte (1.1) sind mindestens zwei Justiervorrichtungen angeordnet. Die Justiervorrichtung und Montageeinrichtung setzt sich aus einem L-Winkel (29) und einer Ste!l-/Passschraube (28) zusammen.
Zum Transport des Festpunkt- und Führungslagers bis zum Einbauort sind ver-15 schiedene Sicherungsvorrichtungen vorgesehen. » · * * * « * * 11
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Liste der verwendeten Bezuqszeichen 1.1 - untere Ankerplatte 1.2- Platte 1.3 - Platte 1.4 - Platte 1.5 - Kopfbolzendübel 1.6 - Dorn 2.1 - obere Ankerplatte 2.2 - U-förmige Druckplatte (Kulissenaufnahme) 3 - Radial-Gelenklager 4 - Sicherungsschraube 5 - Gleitblech 6 - Gleitmaterial 7 - Sicherungsring 8 - Kulisse 9 - Sicherungsring 10 - Dornaufnahme 11 - oberer zylindrischer Bereich 12 - unterer zylindrischer Bereich 13 - kegelstumpfförmiger Zwischenbereich 14 - Aufstandsfläche 15 - dornabgewandte Aufstandsfläche 16 - Uberstand 17 - rechteckige Tasche 18 - zylindrische Ausnehmung 19 - umlaufende Aussparung 20 - Zuganker als Gewindestab 21 - Stahlplatte 22 - Mutter 23 - Unterlegscheibe 24 - Mutter 25 - Steg 26 - Mutter 27 - Unterlegscheibe 28 - Stellschraube 12 29 - L-Winkel 30 - Schraube
Claims (19)
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- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der Dorn (1.6) eine zylindrische Form aufweist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, dass die 25 zylindrische Form des Doms (1.6) aus mehreren Bereichen aufgebaut ist, die sich durch ihre unterschiedlichen Durchmesser unterscheiden.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass die zylindrischen Bereiche (11; 12) des Dorns (1.6) über einen kegelstumpfförmigen Zwischenbereich (13) miteinander verbunden sind. 30
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass zwischen dem oberen zylindrischen Bereich (11) des Dorns (1.6) und dem kegelstumpfförmigen Zwischenbereich (13) eine Aufstandsfläche (14) für die Auflage der Radial-Gelenklager (3) angeordnet ist. 35
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, dass das Radial-Gelenklager (3) sich mit seiner dornabgewandten Aufstandfläche (15) gegen eine Kulisse (8) abstützt. 14 14 «ft« ♦ ♦ «··· · · · · • * • « · « * · *«· » · · • · · · • * » · · * * »· ··· t«·
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Kulisse (8) sich am Radial-Gelenklager (3) über einen Überstand (16) abstützt. 5
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, dass die Kulisse (8) auf ihrer dem Radial-Gelenklager (3) abgewandten Seite eine rechteckige Tasche (17) zur Aufnahme eines Gleitmaterials (6) aufweist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, dass das rechteckige Gleitmaterial (6) an einem Gleitblech (5) anliegt.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, dass jeweils ein Gleitblech (5) an der Innenseite eines Steges (25) der U- 15 förmigen Druckplatte (2.2) abgewinkelt über eine Schraube (30) oder ei ne andere Verbindung befestigt ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, gekennzeichnet dadurch, dass an der unteren und der oberen Ankerplatte (1.1; 2.1) mehrere Kopfbolzen- 20 dübel (1.5) befestigt und im Über- sowie im Unterbau verankert sind.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, gekennzeichnet dadurch, dass die Zuganker (20) als Gewindestab ausgeführt sind und an der oberen sowie unteren Ankerplatte (2.1; 1.1) durch eine Mutter (26) mit Unterleg- 25 scheibe (27) sowie im Ober- bzw. Unterbau durch eine Stahlplatte (21) mit zwei Muttern (22; 24) und einer Unterlegscheibe (27) befestigt sind.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, gekennzeichnet dadurch, dass zwischen dem Dorn (1.6) und dem Radial-Gelenklager (3) sowie zwi- 30 sehen dem Radial-Gelenklager (3) und der Kulisse (8) jeweils ein Siche rungsring (7; 9) angeordnet sind.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 13, gekennzeichnet dadurch, dass die Dornaufnahme (10) geteilt ausgeführt ist. 35
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 14, gekennzeichnet dadurch, dass die Dornaufnahme (10) rund ausgeführt ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 15, gekennzeichnet dadurch, dass die U-förmige Druckplatte (2.2) als Frästeil oder als zusammengesetztes Bauteil ausgeführt ist,
- 17. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 16, gekennzeichnet dadurch, dass die Dornaufnahme (10) als Frästeil oder als zusammengesetztes Bauteil ausgeführt ist.
- 18. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 17, gekennzeichnet dadurch, dass die 10 Dornaufnahme (10) in ihrer zylindrischen Ausnehmung (18) eine umlau fende Aussparung (19) aufweist.
- 19. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 18, gekennzeichnet dadurch, dass im Randbereich der unteren Ankerplatte (1.1) mindestens zwei Winkelkon- 15 struktionen zur Justierung und Montage des Lagers angeordnet sind, die sich jeweils aus einer Stellschraube (28) und einem L-Winkel (29) zusammensetzen. Α- Ιΰ'Ιϋ ' · .V..... Tek-fon 512 23 ö2 ;'A!?T KER islrssse 13 »ete/ax 513 37 09 20«
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2010
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2011
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN106638286A (zh) * | 2017-01-10 | 2017-05-10 | 中铁大桥勘测设计院集团有限公司 | 一种抗拉防落梁组合隔震装置及其施工方法 |
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