AT5121U1 - Schliesszylinder - Google Patents

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AT0026801U
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Kaba Gege Gmbh
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Abstract

Ein Schließzylinder mit Zylindergehäuse (1) und mindestens einem Zylinderkern (2), sowie mit fluchtenden Bohrungen (3) in diesen, welche in einen profilierten Schlüsselkanal (4) des Zylinderkernes (2) einmünden, weist in mindestens einer zusätzlichen Bohrung (7, 8) zwischen den vorgenannten Bohrungen (3) einen austauschbaren Einsatz (11, 12) auf. Dieser ist als Stift ausgebildet und ragt mit einer radial über den Stiftmantel vorspringenden Rippe durch einen Schlitz (9, 10) im Zylinderkern (2) hindurch in den Schlüsselkanal (4) hinein. Die Rippe trägt Profilelemente (13, 14), die das Profil (5, 6) des Schlüsselkanals (4) ergänzen.

Description


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   Die Erfindung betrifft einen Schliesszylinder mit einem Zylindergehäuse und mindestens einem in diesem drehbaren Zylinderkern, sowie mit fluchtenden Bohrungen im Zylinderge- 
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 eine Freigabestellung verschiebbar sind, wobei im Zylinderkern Einsätze mit Profilelementen des Schlüsselkanals bzw. ergänzend zu den Profilelementen des Schlüsselkanals vorgesehen sind. 



   Zu Variationszwecken ist es bekannt, stirnseitig an einem Zylinderkern dem Schlüsselkanal vorgelagert, Plättchen aus Hartmetall anzuordnen, die Profilelemente des Schlüsselkanalprofils tragen. Ebenso sind als Bohrschutz Stahlstifte bekannt, die parallel zu den Kern- und Gehäusestiften in Bohrungen eingesetzt sind. Die Erfindung zielt darauf ab, von einem Anlagenprofil des Schlüsselkanals ausgehend, Variationen innerhalb der Anlage ohne   Fräs-oder   Räumbearbeitung des Schlüsselkanalprofils zu ermöglichen.

   Dies wird im Rahmen eines Schliesszylinders der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass mindestens ein Einsatz mit Profilelementen in einer Bohrung zwischen den Bohrungen für die Kern- und Gehäusestifte und parallel zu diesen angeordnet ist, dass die Bohrung für den Einsatz einen Schlitz aufweist, der seitlich in den Schlüsselkanal einmündet und dass der Einsatz als Stift ausgebildet ist, der eine radial vorspringende, in axialer Richtung laufende Rippe auf seiner Mantelfläche trägt, die profiliert ist, wobei die als Vorsprünge ausgebildeten Profilelemente in den Schlüsselkanal hineinragen und als Führungs-und bzw. oder Variationsprofilnuten mit Profilnuten oder Profilrippen eines oder mehrerer Schlüssel korrespondieren. Die Bohrungen sind sehr einfach auszubringen.

   Die Einsätze mit den radial längs einer Erzeugenden der Stifte rippenartig vorspringenden Profilelemente können individuell vorbereitet und in die vorgebohrten Zylinderkerne nach Bedarf hineingesteckt werden. Auf diese Weise wird die Lagerhaltung trotz hoher Variationsvielfalt wesentlich vereinfacht. Unabhängig von Schliessanlagen ist es natürlich auch möglich, Ein- 

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   zelzylinder   aus einem mehrfach vorhandenen Schliesszylinder mit gleichen Schlüsselkanalprofilen durch Ergänzung von individualisierenden Einsätzen mit unterschiedlichen Profilelementen zusammenzustellen. Diese Profilelemente liegen im Inneren des Schlüsselkanals und sind von aussen nicht ohne weiteres sichtbar. Sie treten bei unerlaubten Abdrücken des Schlüsselkanals,   z. B.   mit Hilfe einer plastischen Masse, nicht in Erscheinung.

   Ein danach gefertigter Nachschlüssel kann nicht in den Schlüsselkanal geschoben werden. 



   Es ist zweckmässig, wenn die Bohrungen für die Einsätze paarweise beiderseits des Schlüsselkanals angeordnet sind und die Schlitze in einer Querschnittsebene des Zylinderkernes liegen. Es wird dann der Schlüsselkanal an beiden Flachseiten exakt definiert. Ausserdem bleibt ein hakenförmiges Abtastwerkzeug an den beiderseits des Schlüsselkanals vorgesehenen Profilelementen hängen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Einsätze aus Stahl oder Hartmetall gefertigt sind, damit sie zusätzlich auch als Aufbohrschutz dienen.

   Wenn die Bohrungen für die Einsätze in mindestens zwei Querschnittsebenen des Zylinderkernes liegen, wobei eine nächst dem inneren und eine nächst dem äusseren Ende des Schlüsselkanals angeordnet ist und wenn die Bohrungen nächst dem inneren Ende einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die Bohrungen nächst dem äusseren Ende, dann ist es möglich, trotz beliebig austauschbarer Einsätze, eine Anpassung an in der Längsrichtung bezüglich ihrer Flachseiten keilförmig aufeinander zulaufende Schlüssel zu erreichen.

   Eine Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass die Profilierungen der Einsätze in verschiedenen Querschnittsebenen des Zylinderkernes in Einschubrichtung des Schlüsselkanals unterschiedlich sind und dass der Schlüssel im Bereich seiner Spitze, Nuten oder Rippen aufweist, die im Abstand zur Schlüsselspitze enden, während andere Nuten oder Rippen bis zum Schlüsselanschlag an der Reide durchlaufen. 



  Durch die Einsätze, die längs des Schlüsselkanals in verschiedenen Tiefen desselben vorgesehen sind, müssen die Schlüsselprofilelemente wie Rippen oder Nuten nicht über die gesamte Bartlänge laufen. Mit Kontrollstiften kann das Vorhandensein oder Fehlen von solcherart verkürzten Nuten oder Rippen festgestellt werden, sodass bei durchlaufenden Rippen 

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 oder Nuten trotz einem Einsatz ein Sperren der Drehung des Zylinderkernes erfolgt. 



   Besonders vorteilhaft ist es zur Erhöhung der Variationszahl, wenn die Einsätze nicht nur in linke und/oder rechte Bohrungen sondern auch verkehrt herum, mit dem Kopf nach unten, in die Bohrungen eingeschoben werden können. Durch die vorspringenden Profilelemente in dem Schlitz zwischen Bohrung und Schlüsselkanal wird eine Verdrehsicherung des Einsatzes erreicht. 



   Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schliesszylinders ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Schrägrissdarstellung eines Doppelschliesszylinders mit den hier relevanten Bauteilen auseinandergerückt (in Explosionsdarstellung), Fig. 2 eine Ansicht des Doppelschliesszylinders von oben und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie   111-111   in Fig. 2. 



   Ein Doppelschliesszylinder umfasst ein Zylindergehäuse 1, in dessen Bohrungen Zylinderkerne 2 drehbar gelagert sind. Wie Fig. 2 zeigt, sind fünf oder mehr Bohrungen 3 im Zylinderkern 2 und mit diesem fluchtend im Zylindergehäuse 1 vorgesehen. 



  In diesen sind gefederte Kern- und Gehäusestifte verschiebbar gelagert. Die Verschiebung erfolgt durch die Zahnung eines Schlüsselbartes eines Flachschlüssels (nicht dargestellt) im Schlüsselkanal 4 des Zylinderkernes 2. Die Auslese, welcher Flachschlüssel in den Schlüsselkanal 4 eingeschoben werden kann und daher zum Kreis der allenfalls Sperrberechtigten zählt, erfolgt über das Schlüsselkanalprofil 5,6. Dieses muss entweder ident mit dem Querschnittsprofil des Flachschlüssels oder als Einhüllende ausgebildet sein, um den Flachschlüssel in den Schlüsselkanal überhaupt einschieben zu können.

   Diese Bedingung ist notwendig, jedoch für das Sperren noch nicht hinreichend, da zusätzlich in bekannter Weise auch noch die Zahnung dazu geeignet sein muss, um die Kern- und Gehäusestifte in den Bohrungen 3 in die Freigabestellung für die Drehung des Zylinderkernes 2 zu verschieben ("Schlüsselgeheimnis"). 



   Der Schlüsselkanal 4 ist durch Rippen und Nuten über seine gesamte Länge bereits werksseitig profiliert. Es gibt eine Vielzahl von Profilvariationen zur Paarung bzw. Auslese von 

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 Flachschlüsseln. Die Erfindung betrifft eine zusätzliche Ergänzung der Schlüsselkanalprofile 5,6, wie sie am Eingang des Schlüsselkanals 4 ersichtlich sind. Dazu weist der Zylinderkern 2 parallel zu den Kernbohrungen 3 im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 zwei Bohrungen 7,8 auf, die knapp neben den Kernbohrungen 3 und neben dem Schlüsselkanal 4 liegen. Je ein Schlitz 9,10 verbindet die Bohrungen 7,8 mit dem Schlüsselkanal 4. 



   In diese Bohrungen 7,8 mit den Schlitzen 9, 10 wird je ein Einsatz 11,12 in Form eines Hartmetallstiftes geschoben, welcher eine radial vorspringende Rippe längs einer Erzeugenden trägt. Diese Rippe ist profiliert ausgebildet und weist Profilelemente 13,14 auf, die durch den Schlitz 9 und 10 in den Schlüsselkanal 4 hineinragen und das Profil 5,6 des Schlüsselkanals 4 ergänzen. Nur dann, wenn ein Schlüssel sowohl das korrespondierende Profil des Schlüsselkanals 4 als auch der in den Schlüsselkanal 4 hineinragenden Profilelemente 13,14 aufweist, kann der Schlüssel eingeschoben werden. Letzteres Profil muss sich nur über jene Bartlänge des Schlüssels erstrecken, die dem Abstand der Einsätze 11,12 vom inneren Ende des Schlüsselkanals 4 entspricht. 



   Die Einsätze 12,13 können in den Bohrungen 7,8 beliebig ausgetauscht bzw. auch umgedreht eingesetzt werden, um jeweils andere Schlüssel zum Einschieben in den Schlüsselkanal zuzulassen. Die Einsätze 12,13 sind besonders geeignet, lange, schmale Profilelemente insbesondere einer Überlappung im Schlüsselkanal 4 zu tragen, da sie aus Hartmetall besonders exakt gefertigt werden können. 



   Die Bohrungen 7,8 können sich im Zylinderkern 2 und im Zylindergehäuse 1 fortsetzen und dort passive Stifte als Aufbohrschutz aufnehmen.

Claims (5)

  1. Ansprüche : 1. Schliesszylinder mit einem Zylindergehäuse und mindestens einem in diesem drehbaren Zylinderkern, sowie mit fluch- EMI5.1 EMI5.2 EMI5.3 sondere Zahnung aus einer Sperrstellung in eine Freigabe- stellung verschiebbar sind, wobei im Zylinderkern Ein- sätze mit Profilelementen des Schlüsselkanals bzw.
    ergän- zend zu den Profilelementen des Schlüsselkanals vorgese- hen sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Einsatz (11,12) mit Profilelementen (13,14) in einer Bohrung (7,8) zwischen den Bohrungen (3) für die Kern- und Gehäusestifte und parallel zu diesen angeordnet ist, dass die Bohrung (7,8) für den Einsatz (11,12) einen Schlitz (9,10) aufweist, der seitlich in den Schlüssel- kanal (4) einmündet und dass der Einsatz (11,12) als Stift ausgebildet ist, der eine radial vorspringende, in axialer Richtung laufende Rippe auf seiner Mantelfläche trägt, die profiliert ist, wobei die als Vorsprünge aus- gebildeten Profilelemente (13,14) in den Schlüsselkanal (4) hineinragen und als Führungs- und bzw. oder Varia- tionsprofilnuten mit Profilnuten oder Profilrippen eines oder mehrerer Schlüssel korrespondieren.
  2. 2. Schliesszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (7,8) für die Einsätze (11,12) paar- weise beiderseits des Schlüsselkanals (4) angeordnet sind und die Schlitze (9,10) in einer Querschnittsebene des Zylinderkernes (2) liegen.
  3. 3. Schliesszylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (7,8) für die Einsätze (11,12) in mindestens zwei Querschnittsebenen des Zylinderkernes (2) <Desc/Clms Page number 6> liegen, wobei eine nächst dem inneren und eine nächst dem äusseren Ende des Schlüsselkanals (4) angeordnet ist und dass die Bohrungen (7,8) nächst dem inneren Ende einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die Bohrungen (7,8) nächst dem äusseren Ende.
  4. 4. Schliesszylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungen (13,14) der Einsätze in ver- schiedenen Querschnittsebenen des Zylinderkernes (2) in Einschubrichtung des Schlüsselkanals (4) unterschiedlich sind und dass der Schlüssel im Bereich seiner Spitze, Nuten oder Rippen aufweist, die im Abstand zur Schlüssel- spitze enden, während andere Nuten oder Rippen bis zum Schlüsselanschlag an der Reide durchlaufen.
  5. 5. Schliesszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (11,12) mit den Profilelementen (13, 14) aus Stahl bzw. Hartmetall gefertigt sind.
AT0026801U 2001-04-05 2001-04-05 Schliesszylinder AT5121U1 (de)

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