AT512226A1 - Aderlassnadel - Google Patents

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AT512226A1 AT17322011A AT17322011A AT512226A1 AT 512226 A1 AT512226 A1 AT 512226A1 AT 17322011 A AT17322011 A AT 17322011A AT 17322011 A AT17322011 A AT 17322011A AT 512226 A1 AT512226 A1 AT 512226A1
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Toeth Ewald
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Abstract

Aderlassnadel (1), aufweisend ein erstes Ende (2) und ein zweites Ende sowie einen zwischen den beiden Enden entlang der Längsachse der Nadel verlaufenden Hohlraum (6), der als Nadelkanal an beiden Enden der Nadel in jeweils eine Öffnung mündet. Der Nadelkanal (6) weist einen veränderlichen Durchmesser auf, welcher zwischen den beiden Öffnungen einen Minimalwert (d2) durchläuft. Außerdem weist die Nadel eine remanente Magnetisierung auf, die im Wesentlichen in Längsrichtung der Nadel ausgerichtet ist, in einem Mittelbereich der Nadel ein Maximum aufweist und zu den beiden Enden hin abnimmt.

Description

* · · · P12193
Aderlassnadel und Aderlass-System
Die Erfindung betrifft eine Aderlass-Nadel mit einem ersten und einem zweiten Ende sowie einem Nadelkanal, nämlich einem zwischen den beiden Enden entlang der Längsachse der Nadel verlaufenden Hohlraum, der an beiden Enden der Nadel in jeweils eine Öffnung mündet, wobei das erste Ende der Nadel angeschrägt ist, sodass diese Schrägung eine Nadelspitze bildet. Außerdem betrifft die Erfindung ein Aderlass-System, dass diese Nadel enthält.
Bei einem Aderlass wird dem Patienten aus einem Blutgefäß - in der Regel aus einer Vene, zumeist in der Ellenbeuge - entnommen. Hierzu wird das Blutgefäß eröffnet, insbesondere durch Anstechen mit einer hohlen Nadel, was sich aus Gründen der Hygiene und besseren Handhabung des Aderlassvorgangs sowie schnelleren Abheilens der Stichwunde empfiehlt. Mit der Spitze der Nadel wird das Blutgefäß angestochen; das Blut fließt durch die Hohlnadel ab und kann an deren Ende bzw. am Ende eines an die Nadel angeschlossenen Schlauches aufgefangen werden. Das so aufgefangene Blut kann dann zu diagnostischen oder anderen Zwecken verwendet werden.
In der Hildegardmedizin wird ein spezielles Aderlassverfahren beschrieben. Dieses ermöglicht die Trennung von thrombosegefährdeten, dicken Blut vom wertvollen, dünnflüssigen, sauerstoffreichen Blut. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Blut turbulenzfrei, ohne Stauungen und Verwirbelungen abfließen kann. In den medizinischen Hildegard-Schriften steht, dass dies nur durch Ritzung der Vene erreicht werden kann. Bei der Verwendung herkömmlicher Nadeln kommt es jedoch zu Turbulenzen und Ableitung von vermischtem Blut (Mischblutableitung), was einerseits ungünstige physiologische Auswirkungen verursachen und andererseits die Diagnostik erschweren oder sogar vereiteln kann.
Es ist daher eine Aufgabe der gegenständliche Erfindung, die Durchführung eines Aderlasses mittels einer Nadel zu verbessern, die ein laminares Strömen des abgeleiteten Bluts sicherstellt, möglichst entlang des gesamten Weges der Blutentnahme.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Nadel der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei welcher erfmdungsgemäß der Nadelkanal einen veränderlichen Durchmesser aufweist, PI2193
welcher zwischen den beiden Öffnungen einen Minimalwert durchläuft. Ebenso wird die gestellte Aufgabe von einem Aderlass-System gelöst, welches eine Aderlassnadel der genannten Art sowie einen daran anschließbaren Schlauch umfasst.
Diese erfindungsgemäße Lösung schafft eine Aderlassnadel, nämlich eine Nadel zur Durchführung eines Aderlasses, sowie ein Aderlass-Nadel/Schlauch-System, worin die Aderlassnadel mit einem speziell ausgebildeten Schlauch zum Anschluss an die Nadel kombiniert wird. Das Aderlass-Nadel/Schlauch-System wird hier auch kurz Aderlasssystem genannt, und die erfindungsgemäße Aderlassnadel auch Laminarnadel. Durch die bereits genannten und nachfolgend diskutierten Eigenschaften der Nadel bzw. des Aderlasssystems wird vermieden, dass während des Aderlasses sowie auch beim Auffangen des entnommenen Blutes Turbulenzen auftreten. Dies begünstigt gewünschte physiologische Effekte bei dem Patienten und gestattet zudem eine differenziertere Diagnostik anhand des abgeleiteten Blutes.
Um das Auftreten von Turbulenzen zu unterdrücken, ist zudem eine Innenbeschichtung des Hohlraums mit einer glatten Oberfläche günstig. Die Innenbeschichtung kann insbesondere aus einem Silikon-basierten Kunststoff bestehen. Eine besonders zuverlässige laminare Strömung ergibt sich zudem, wenn die Länge und der Innendurchmesser der Nadel in einem Verhältnis von ca. 41:1 zueinander stehen.
Diese Innenbeschichtung kann zweckmäßiger Weise dazu verwendet werden, den erfindungsgemäßen variablen Innendurchmesser über eine veränderliche Dicke der Beschichtung zu realisieren. Insbesondere kann die veränderliche Dicke zwischen den beiden Öffnungen einen Maximalwert durchlaufen, sodass der veränderliche Durchmesser des Nadelkanals durch die veränderliche Dicke der Innenbeschichtung bedingt ist.
Um die Durchflusseigenschaften zusätzlich zu verbessern, kann die Nadel eine remanente Magnetisierung aufweisen. Wenn dabei die remanente Magnetisierung im Wesentlichen (d.h. hinsichtlich ihrer Hauptkomponente) in Längsrichtung der Nadel ausgerichtet ist, ist dies für eine positive Beeinflussung des Fließverhaltens des Blutes besonders günstig. Gleichfalls ist es günstig, wenn die remanente Magnetisierung in einem Mittelbereich der Nadel ein Maximum aufweist und zu den beiden Enden hin abnimmt. P12193
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist die Nadelspitze derart gestaltet, dass die Schrägung des ersten Endes ein vorderstes - d.h. direkt an der Nadelspitze befindliches - Segment aufweist, das in einem ersten Winkel (der kleiner als 90° ist) zur Längsachse verläuft, und daran anschließend die Schrägung mit flacherem Winkel zur Längsache als dem ersten Winkel verläuft.
In einer vorteilhaften Auslegung der erfindungsgemäßen Aderlassnadel werden günstige Eigenschaften beim Einstich mit der Nadel dadurch erreicht, dass die Schrägung, anschließend an das vorderste Segment, ein hinteres Segment mit gleichbleibendem zweiten Winkel bildet, wobei der zweite Winkel kleiner ist als der erste Winkel. Der erste Winkel (cti) liegt günstiger Weise in einem Bereich zwischen 20° und 45°, vorzugsweise von 30° bis 35°.
Bei dem erfindungsgemäßen Aderlass-Nadel/Schlauch-System wird ein laminares Ausfließen des Blutes an der Auslassöffnung (die sich an dem der Nadel gegenüber liegenden Ende des angeschlossenen Schlauches befindet) gefördert, wenn die Auslassöffnung abgeschrägt ist, vorzugsweise in einem Winkel 0C3 = 23°.
Die Erfindung samt weiteren Merkmalen und Vorzügen wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels einer Laminamadel erläutert, das nicht einschränkend für den Gel-tungs- und Einsatzbereich der Erfindung zu verstehen ist und das in den beigefügten Figuren dargestellt ist. Die Figuren zeigen:
Fig. 1 die Laminarnadel des Ausführungsbeispiels in einer Aufsicht;
Fig. 2 das vordere Ende der Laminamadel in einer Seitenansicht;
Fig. 3 den Verlauf des Innendurchmessers des Lumens der Laminamadel in einem schematischen Längsschnitt;
Fig. 4 die Erzeugung der Innenbeschichtung des Hohlraums der Nadel;
Fig. 5 die Magnetisierung der Nadel;
Fig. 6 den Vorgang des Aufmagnetisierens der Nadel;
Fig. 7a und 7b die Auswirkung des Einstichs mit der Nadel auf die Elektrostriktion der Gefäßmembran;
Fig. 8 verschiedene Reaktionen des Körpers aufgrund des Einstichs; P12193
Fig. 9 das Aderlass-System, wobei oben die Nadel mit der Adapterverbindung und unten die Auslassöffnung des Schlauches gezeigt sind;
Fig. 10 den turbulenzfreien Übergang zwischen Schlauch und Nadel;
Fig. 11 und 12 zeigen bei einem Aderlass mit dem Aderlasssystem gewinnbare Blutschichtungen mit zwei bzw. drei Schichten;
Fig. 13 mögliche Varianten des Umschlagverlaufs in einer Blutschichtung;
Fig. 14a und 14b Mikroskopiebilder von entnommenem Blut; und
Fig. 15 in einem Diagramm Ergebnisse von Leitwertmessungen an verschiedenen Endpunkten der Meridiane, wobei volle Balken Messungen nach einem Aderlass mit herkömmlichen Instrumenten wiedergeben und schraffierte Balken Messergebnisse nach einem Aderlass mit dem erfindungsgemäßen Aderlasssystem.
Aderlass-Nadel
Fig. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Laminamadel 1; gezeigt ist das spitze Ende der Nadel in je einer Aufsicht (Fig. 1) und Seitenansicht (Fig. 2). Erkennbar ist das Ende 2 der Nadel, das mit einer Schrägung 3 geformt ist, die am vordersten Ende eine Spitze 4 bildet. In der Schrägung befindet sich die Öffnung 5 des längs der Nadel verlaufenden Hohlraums, der einen Nadelkanal 6 (Lumen, vgl. Fig. 3) bildet. Die Nadel 1 ist aus rostfreiem Stahl 5KS-304 oder FeCuNi-Legierung gefertigt und hat im dargestellten Ausführungsbeispiel bei einer Länge von ca. 43 mm einen inneren Durchmesser, der zwischen 1,05 mm an der engsten Stelle und ca. 1,10 mm an den beiden Enden variiert.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist die Nadel 1 einen Spitzenschliff auf. Dieser ist als spezieller Langschliff über die Länge L der Schrägung 3 ausgebildet, nämlich mit zwei Neigungswinkeln aj und a2 abgeschliffen. Die Schrägung 3 ist somit in zwei Segmente 31, 32 gegliedert, die jeweils den Winkeln 04 und a2 entsprechen. Das vordere, erste Segment 31 ist vorzugsweise kürzer als das zweite Segment 32, beispielsweise in einem 1/3:2/3 Verhältnis zueinander; jedoch sind andere Aufteilungen, die mehr oder weniger von dem Verhältnis 1:2 abweichen, ebenfalls möglich. Das erste Segment (z.B. das erste Drittel) befindet sich somit bevorzugt an der Nadelspitze. Das zweite Segment 32 schließt in einem kleineren Winkel a2 an. Hinsichtlich der Höhe haben die beiden Segmente ungefähr die gleiche Höhe (d.h. senkrecht zur Achse); somit ist die Länge des zweiten Segments entsprechend seinem flacheren Winkel größer als die des ersten Segments - hier z.B. 2/3 der gesamten Spitzenlänge L. Damit wird ein schmerzfreier, verminderter Einstich ermöglicht und durch die Wirkung zweier Schrägungen beim Einstich eine bessere Membranmaserschwingung erreicht. Günstige Werte des ersten Winkels 0¾ liegen in einem Bereich zwischen 20° und 45°, vorzugsweise von 30° bis 35°; der zweite Winkel cc2 wird mit einem jeweils entsprechend kleineren Wert gewählt, beispielsweise zwischen 15° und 30°.
Bezugnehmend auf Fig. 3 weist die Nadel zudem eine innere Oberfläche des Nadelkanals 6 auf, die sehr glatt ist, z.B. eine extrem glatte Oberfläche mit einer Silikonbeschichtung 8, deren Dicke über die Länge des Nadelkanals variiert. Die Innenbeschichtung 8 der Nadel wird z.B. dadurch erreicht, dass sie wie in Fig. 4 illustriert mithilfe einer feinen Düsennadel 7 bespritzt wird, die an ihrem Ende ein silikonbasiertes Material 8a verströmt; dabei wird diese Düsennadel im mittleren Teil der Nadel langsamer durchgezogen als an den Endteilen. Es bildet sich somit eine zur Mitte hin kontinuierliche Verdickung des Silikonbelages. So entsteht gegen die Mitte der Nadellänge eine Verjüngung des Querschnittes im μ Bereich, oder mit anderen Worten ein variabler Innendurchmesser mit di > d2 < d3 (wobei dß « dj). Damit entsteht eine leichte funktionelle Düsenwirkung des Hohlraums der Nadel.
Es ergibt sich durch diese Beschichtung eine optimale Laminarströmung des durch die Nadel fließenden Blutes. Dies liegt einerseits an dem geringen Reibungswiderstand, andererseits durch des erwähnten Profils der Silikonbeschichtung im pm-Bereich.
Zusätzlich weist die Nadel ein Magnetisierungsprofil auf, welches in Fig. 5 illustriert ist, das eine schematische Längsschnittansicht eines mittleren Stücks der Nadel zeigt. Die Magnetisierung M und zugehörende magnetische Feldlinien sind in Fig. 5 angedeutet.
Zum Erzeugen des Magnetisierungsprofils wird die Mitte der Nadel einem starken Magnetfeld ausgesetzt, indem die Nadel zwischen zwei entgegengesetzt orientierten Permanentmagneten ausgesetzt wird; hierbei wird die Nadel quer zu Ihrer Längsrichtung so bewegt, dass der Mittelteil der Nadel zwischen den beiden Magneten durchgeführt wird - vgl. Fig. 6-Durch die magnetisierbaren Bestandteile des Nadelmaterials kommt es zu einer remanenten Magnetisierung. Es bleibt eine geringfügige, jedoch ausreichend große Magnetisierung der Nadel bestehen, deren Hauptkomponente parallel zur Längsrichtung orientiert ist, die im P12193
Mittelbereich (Fig. 5) am stärksten ist und zu den Enden hin allmählich schwächer wird. Dies führt in Wechselwirkung mit den magnetisch beeinflussbaren Komponenten des Blutes zu einer verbesserten Laminarströmung von viskosen Flüssigkeiten. Dies gilt insbesondere für Erythrozyten, deren Außenmembran bekanntermaßen negativ geladen ist. Dies konnte durch Versuche nachgewiesen werden: Es wurden Flüssigkeiten mit steigender Viskosität durch die Nadel durchgeleitet. Die magnetisierte Nadel zeigte signifikant bessere Durchflusseigenschaften als die unmagnetisierte Nadel. Diese waren im Durchschnitt um 2 Viskositätsstufen höher.
Die Nadel ermöglicht ein turbulenzfreies Fliessen des Blutes (laminare Strömung). Dieses Laminarströmungsprofil wird durch das konische, silikonbeschichtete Profil wie bereits beschrieben und durch das ebenfalls erwähnte magnetische Profil erreicht. Das Profil wirkt ähnlich einer Tragfläche bei der eine anhaftende Laminarströmung erreicht wird. Durch das Profil wird eine Düsenwirkung erreicht. Dadurch kommt es zu einem beschleunigten Blutfluss, und ein ungehindertes Abfließen des Blutes wird erreicht. Durch die Sogwirkung wird eine Verstopfung der Nadel verhindert und ermöglicht auch sehr dickes zu Thrombose neigendes Blut ungehindert abließen zu lassen. Der magnetische Konus, der die Düsenfunktion unterstützt, wird durch ein permanentes Magnetfeld erreicht. Durch dieses Magnetfeld wird die Adhäsion verringert. Dies verhindert die Zerstörung der Thrombozyten. Somit wird der Gerinnungsvorgang reduziert. Auch die Erythrozyten bleiben unbeschadet. Das Geldrollenphänomen bleibt beim Durchfließen der Erythrozyten aus. Durch die Wechselwirkung zwischen dem Magnetfeld der Nadelwand und der negativen Membranoberflächenspannung der Erythrozyten werden die roten Blutkörperchen abgelenkt und in eine laminare Strömung gezwungen.
Hinsichtlich der Maße der erfindungsgemäßen Aderlassnadel wurde gefunden dass eine Länge von 43 mm zu 1,05 mm Durchmesser zu optimalen laminaren Strömungsverhältnissen führte, entsprechend einem Längen-Durchmesser-Verhältnis von ca. 41:1. Dies wurde bei 235 Flussversuchen ermittelt. Die Länge kann in gewissem Umfang variieren, nämlich um einige wenige Millimeter, beispielsweise ±3 mm. P12193
Verstärkte Membran-Maserschwingung und Stichtechnik
Wie bereits erwähnt führt die Auslegung der Nadel zu einem günstigen Verhalten beim Einstich, insbesondere hinsichtlich der sogenannte Membran-Maser-Schwingung. Das Gefäßsystem des Menschen ist elektrostatisch geladen. E>ies bewirkt eine sogenannte Elektrostriktion, d.h. eine erhöhte Gefäß-Membran-Spannkraft; dies ist in dem Schema der Fig. 7a illustriert. Durch den Spitzenschliff der Nadel und eine spezielle Einstichtechnik wird beim Einstich eine verstärkte Expansion der Gefäßmembran erreicht.
Wie in Fig. 7b dargestellt, führt der Einstichreiz zu einer Expansion der Membran, und es entsteht eine elektromagnetische Maser-Schwingung. Die Maser-Schwingung wird von in den Gefäßen befindlichen Rezeptoren empfangen und über die afferenten Nervenbahnen ins Gehirn geleitet werden. Diese Reize lösen, wie aus der Schmerzphysiologie bekannt ist, im Gehirn lebenswichtige Reaktionen und immunstärkende Mechanismen aus. Dies ist in Fig. 8 illustriert. Durch die Auslegung der Nadel, insbesondere den zweistufigen Spitzenschliff, ergibt sich beim Einstich eine verstärkte Membran-Maser-Schwingung mit den damit verbunden positiven Folgen für den Patienten, wie insbesondere einer verstärkten Immunstimulation und hormonellen Regulation.
Aderlasssystem
Bezugnehmen auf Fig. 9 ist die Nadel 1 eine Komponente eines Aderlasssystems 10. Das Aderlasssystem 10 umfasst neben der erfindungsgemäßen Aderlassnadel einen Kunststoffschlauch 9 in einer bestimmten Länge und passend dazu gewählten Durchmesser. Zum Anschließen der Laminamadel 1 an den Laminarschlauch 9 können Nadel und Schlauch mittels einer Adaptervorrichtung aus Kunststoff verbunden werden, die einen Nadeladapter 11 und dazu passenden Schlauchadapter 12 umfasst. Durch die Verwendung eines Adapters kann durch Verdrehung eine feste und dichte, zugleich aber ohne Problem lösbare Verbindung zwischen der Laminarnadel 1 und dem Laminarschlauch 9 erreicht werden. Der gezeigte Adaptertyp entspricht einer Luer-Verbindung; als Variante zu der gezeigten Adapterverbindung können natürlich auch andere aus dem Stand der Technik bekannte, geeignete Adapterverbindungen verwendet werden. PI2193
Wie bereits erwähnt, ist an einem Ende des Schlauches eine Adaptervorrichtung zum Anschluss der Nadel vorgesehen. Am anderen Ende hat der Schlauch eine Abflussöffnung 13 mit spezifisch gewähltem spitzem Winkel. Der Schlauch 9 ist vorzugsweise ebenso wie die Nadel 1 mit einer Innenbeschichtung 14 ausgestattet, beispielsweise aus silikonbasiertem Material.
Der spezielle Winkel der Ausflussöffnung 13 des Schlauches 9 verhindert einen zu schnellen Expansionsdruckverlust. Es verlängert und stabilisiert dadurch die Laminarströmung und verhindert einen zu schnellen Expansionsdruck der zu Turbulenzen des ausfließenden Blutes führt. Das Schlauchsystem ermöglicht auch ein sicheres Abfließen, Sammeln des Blutes und bietet die Voraussetzungen für die Vitaldiagnostik des Blutes.
Der Schlauch 9 besteht vorzugsweise aus Polyvinylchlorid und ist somit frei von Latex und Diethylhexylphthalat. Vorteilhafter Weise ist der Schlauch innenseitig ebenfalls mit einer Silikonbeschichtung ausgestattet. Diese extrem glatte Oberfläche vermindert die Adhäsion des Blutes und verhindert die Thrombozytenaggregation. Im Blutgefäßsystem wird die Glätte durch das Endothel erzeugt. Die Silikonbeschichtung kommt der Endotheloberfläche des Gefäßsystems in Bezug der Glätte sehr nahe. Laminare Grenzschichten weisen gegenüber turbulenten Grenzschichten eine deutlich geringere Wandreibung auf. Dies wird durch die Silikonbeschichtung erreicht.
Durch das Zusammenwirken der beschriebenen Merkmale des erfindungsgemäßen Ader-lass-Nadel/Schlauch-Systems 10 wird eine laminare Strömung erreicht, bei der der Wert der Reynold'sche Zahl Re = w-d/v deutlich unter 2320 liegt, was dem kritischen Wert des Umschlagens in eine turbulente Strömung in einer Rohrleitung mit kreisförmigen Querschnitt entspricht. Dies wird insbesondere erreicht durch (1) die glatte Oberflächenbeschichtung, (2) günstige Wahl der Längen- und Durchmesserverhältnisse, (3) Abwesenheit von innen liegenden Adapter wider ständen, und (4) Gestaltung der Ausflussöffnung mit einem spitzen Winkel.
Bei herkömmlichen Nadeln treten Turbulenzen in der Strömung des durch die Nadel fließenden Blutes auf. Hierbei ist wie bereits erwähnt der Durchmesser von Bedeutung. Bei einer zu dünnen Nadel entsteht eine Stauturbulenz vor dem Nadelende; bei einer dickeren Nadel kommt es zu Turbulenzen im Kanal der Nadel.
In zu dicken Schläuchen, aber auch in zu dünnen Schläuchen, treten Turbulenzen auf. Für das Medium Blut konnte durch Experimente ein Verhältnis von Durchmesser zu Länge des Schlauches ermittelt werden, in der Blut in laminarer Strömung fließt. Die Länge S des Schlauches ist z.B. 975 mm, sein Durchmesser ist 3 mm (innen) bzw. 4,1 mm (außen). Die Länge des Schlauches ist im Hinblick auf den diastolischen Druck im Blutkreislauf des Patienten gewählt, nämlich derart, dass der hydrostatische Druck der Blutsäule unter dem diastolischen Druck liegt. Hierbei kann die Länge in gewissem Ausmaß variieren, nämlich um einige wenige Millimeter, beispielsweise ±10 mm. Der innere Durchmesser ist so gewählt, dass dickflüssiges Blut gut durch den Schlauch fließen kann.
Die erwähnte Abwesenheit von innen liegenden Adapterwiderständen wird dadurch erreicht, dass die Adapterübergänge nicht gegen die Stromrichtung montiert sind, sondern lediglich - in Flussrichtung gesehen - weiter werdende Übergänge darstellen. Die ist in Fig. 10 dargestellt. Die Flussrichtung der Strömung ist durch einen Pfeil vermerkt. Der stufenartige Übergang ist mit einer Erhöhung des Durchmessers verbunden. Beispielsweise wird der nachfolgende Rohrteil von außen auf den Ansatz mit geringerem Durchmesser aufgestülpt. Auf diese Weise fallen Strömungshindemisse weg, die sonst zu Turbulenzen führen würden
Ausfluss Öffnung mit spitzem Winkel
Durch die Ausflussöffnung wird die Geschwindigkeit des Blutflusses gesteuert; zusätzlich ist eine Verringerung des Expansionsdrucks des aus tretenden Blutes möglich.
Das venöse Blut besitzt typischer weise einen Druck von 60 bis 85 mmHg beim Austritt aus dem Venensystem. Hinzu kommt beim Durchleiten durch das Schlauchsystem die kinetische Energie durch die Fallhöhe des ausgeleiteten Blutes dazu, wobei die Fallhöhe sich aufgrund der Länge des Schlauches bestimmt, somit annähernd 975 mm, wenn der Schlauch vertikal verläuft. Die Strömungsgeschwindigkeit einer Laminarströmung einer viskosen Flüssigkeit bestimmt sich hierbei aus dem bekannten Gesetz von Hagen-Poiseuille; demgemäß hängt die Strömungsgeschwindigkeit unter Anderem von der Druckdifferenz zwischen Anfang und Ende des Rohres sowie der Viskosität der Flüssigkeit ab. Durch die Länge des Schlauches und der Spitzwinkel-Ausflussöffnung des Aderlass-Nadel/Schlauch-Systems kann der Expansionsdruck, der zu einer turbulenten Strömung führen würde, abgefangen werden. P12193
Anhand von Untersuchungen, die an 920 Aderlässen mit geraden und Spitzwinkel-Ausflussöffnungen ausgeführt wurden, wurden eindeutige Ergebnisse erzielt: Bei einem Winkel «3 = 23° (vgl. Fig. 9) der Ausflussöffnung ergibt sich ein laminarer Blutausfluss, der die Fraktal- und Schichtbeurteilung mittels der Vitaldiagnostik des Aderlassblutes ermöglicht. Abweichende Geometrien, z.B. bei gerade verlaufender Austrittsöffnung (a = 90°) führt zu Turbulenzen, wobei turbulent vermischtes Blut eine Vitaldiagnostik anhand des Aderlassblutes unmöglich macht. Die Laminarströmung des Blutes wird durch das Zusammenwirken der hier beschriebenen Merkmale der Konstruktion von Nadel und Schlauch erzielt.
Folglich bildet für Ärzte, welche den Hildegard-Aderlass nach Dr. Ewald Töth durchführen, das erfindungsgemäße Aderlass-Laminar-Nadel/Schlauch-System eine geradezu unentbehrliche Gerätschaft.
Vergleichende Studien
Vergleichende Studien wurden auf der Grundlage von 1200 Hildegard-Aderlässen unter Verwendung von Standard-Nadeln und -Schläuchen und dem erfindungsgemäßen Aderlass- Schlauchsystem durchgeführt.
Die Vitalbefundung beruht auf den Eigenschaften des entnommenen Blutes. Blut ist eine Suspension aus verschiedenen Zellen im Plasma. Die Eigenschaften des Blutes ändern sich in Abhängigkeit von dem pH-Wert, toxischer Belastung, Endobiontenentwicklung, Blutfettbelastung, Viskosität, Oberflächenspannung, Auftreten von freien Radikalen, Änderung des Bioterrains, kolloidale Kapazität, usf. Diese Eigenschaften werden bei Hildegard-Aderlässen bei der Vitalbefundung des Blutes durch Sichtbefundung des Blutes bewertet. Für diese umfassende Diagnostik ist ein laminares Einfließen des Blutes in das Diagnosegefäß notwendig. Durch die Bedingungen im Venensystem fließt das Blut laminar. Durch das erfindungsgemäße Aderlass-System wird diese Laminarströmung erhalten, und eine optimale Hämodynamik des Blutes ist gewährleistet.
In herkömmlichen Schlauchsystemen gerinnt das Blut meist infolge von Widerstandsbedingten Turbulenzen innerhalb von 2-5 min, d.h. im Nadel-Schlauchsystem. Mit dem PI2193 •· · φ φ Φ φφ φ ::: : \tr.- :. : ·· ··« ««· ·· #· 4« erfindungsgemäßen Aderlass-System dagegen gerinnt das Blut um durchschnittlich 5-10 Minuten später. Daher kann ein ungehinderter Aderlass durchgeführt werden.
In herkömmlichen Nadel- und Schlauchsystemen treten Turbulenzen auf, durch die verschiedene Blutfrationen vermischt werden, was eine Phasentrennung verhindert. Daher ist eine isolierte Ausleitung von belastetem Blut nicht möglich, was eine Vitaldiagnostik vereitelt. Auch eine Entgiftung des Blutes ist nicht in nennenswertem Umfang möglich.
Dagegen mithilfe des erfindungsgemäßen Aderlass-Laminar-Nadel/Schlauch-Systems die im venösen Gefäßsystem bestehende Laminarströmung auch bei der Ausleitung erhalten. Daher ist eine Trennung von belastetem, dickem, dunklem Blut von reinem, dünnem, hellem Blut möglich.
Diese Trennungsphasen sind im abgelassenen Blut deutlich sichtbar. An so entnommenem Blut kann man eine Blutschichtung erkennen. Eine Schicht-, Oberflächen- und Fraktal-diagnostik ist somit für den Arzt, der den Aderlass durchführt, möglich. Es ergeben sich daher optimale Diagnostikmöglichkeiten, sowie eine Giftstoffe ausleitende Wirkung des Aderlasses.
Bezugnehmend auf Fig. 11 bis 13 sind in schematischer Form verschiedenartige Typen von Blutschichtungen in einem Becher illustriert. Fig. 11 zeigt eine klassische Blutschichtung in 2 Phasen. Hierbei tritt eine reine, helle Blutschicht, die Umschlagszone und eine unreine dunkle Blutschicht auf. Bei einer sorgfältigen Ableitung des Blutes können 3 klassische Blutschichtungen und Variationen entstehen; dies ist in Fig. 12 veranschaulicht. Fig. 13 illustriert mögliche Variationen des Umschlagverlaufs, die eine entsprechende ausführliche Vitaldiagnostik am Blut ermöglicht. Durch das erfindungsgemäße Aderlass-Laminar-Nadel/Schlauch-System wird somit durch die Unterdrückung von Turbulenzen ein getrenntes Ausfließen der verschiedenen Blutzusammensetzungen ermöglicht. Damit wird unter anderem ein vollständiges getrenntes Ausleiten des belasteten, insbesondere thrombosegefährdeten, Blutes erreicht. PI2193 PI2193
• · ♦ t ·· ♦·· ·
Mikroskopische Untersuchungen und weitere Studien
Fig. 14a und 14b zeigen je eine Mikroskopie-Aufnahme von Blut, das auf herkömmliche Weise (Fig. 14a) bzw. mit dem erfindungsgemäßen Aderlass-System (Fig. 14b) entnommen wurde. Bei Fig. 14a ist erkennbar, dass die Entnahme mit herkömmliche Nadeln und Schläuchen dazu führt, dass Erythrozyten zerstört werden, die Thrombozytenaggregation erhöht wird und die Umwandlung von Fibrinogen beschleunigt wird, was zu beschleunigter Fibrinbildung führt. Die Aufnhame der Fig. 14b verdeulticht dagegen, dass das erfindungsgemäße Aderlass-Laminar-Nadel/Schlauch-System die Erythrozyten schont, frühzeitige Thrombosebildung vermindert und die Fibrinbildung verzögert; die Qualität des abgeleiteten Blutes ist durch die schonende Laminarströmung signifikant besser.
Bezugnehmend auf Fig. 15 kann mittels bioelektronischer Funktions- und Regulationsdiagnostik die Effektivität eines mit dem erfindungsgemäßen Aderlasssystem durchgeführten Hildegard-Aderlasses nachgewiesen werden. Die optimale Homotoxinausleitung durch laminare Ableitsysteme verbessert die Regulationsfähigkeit der Meridian-Organ-Funktionskreisläufe. Dies wird durch Leitwertmessungen an den Endpunkten der Meridiane erfasst. Optimale Leitwerte in biologischen Systemen zeigen Werte von 20-50 in der physiologischen Skala. Die schwarzen Balken im Diagramm der Fig. 15 zeigen Messergebnisse nach dem Aderlass, die mit herkömmlichem Nadel- und Schlauchsystem durchgeführt wurden. Die schraffierten Balken in Fig. 15 zeigen Messergebnisse nach dem Aderlass, die mit dem erfindungsgemäßen Aderlass-System durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden für 250 Patienten je untersuchter Gruppe bestimmt, und für das erfindungsgemäße Aderlasssystem konnten signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden. Von 250 Patienten, bei denen der Hildegard-Aderlass mit dem erfindungsgemäßen Aderlass-System durchgeführt wurde, zeigten 11% eine mit Labor nachgewiesene Blutwertverbesserung. Dagegen zeigten von 250 Patienten, bei denen herkömmliche Nadel- und Schlauchsysteme verwendet wurden, nur 3% Verbesserungen der Blutwerte.
Wien, den 2'L <(<.)·/,

Claims (10)

  1. P12193 ·· ····
    ANSPRÜCHE 1. Aderlassnadel (1), aufweisend ein erstes und ein zweites Ende sowie einen Nadelkanal (6) in Form eines zwischen den beiden Enden entlang der Längsachse der Nadel verlaufenden Hohlraums (6), der an beiden Enden der Nadel in jeweils eine Öffnung mündet, wobei das erste Ende (2) der Nadel angeschrägt ist und die so gebildete Schrägung (3) eine Nadelspitze (4) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkanal (6) einen veränderlichen Durchmesser aufweist, welcher zwischen den beiden Öffnungen einen Minimalwert (d2) durchläuft.
  2. 2. Aderlassnadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (6) eine Innenbeschichtung (8,14) mit einer glatten Oberfläche aufweist.
  3. 3. Aderlassnadel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenbeschichtung (8, 14) bevorzugt aus einem Silikon-basierten Kunststoff besteht und eine veränderliche Dicke aufweist, welche zwischen den beiden Öffnungen einen Maximalwert durchläuft, und der veränderliche Durchmesser des Nadelkanals durch die veränderliche Dicke der Innenbeschichtung bedingt ist.
  4. 4. Aderlassnadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine remanente Magnetisierung, die im Wesentlichen in Längsrichtung der Nadel ausgerichtet ist.
  5. 5. Aderlassnadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die remanente Magnetisierung in einem Mittelbereich der Nadel ein Maximum aufweist und zu den beiden Enden hin abnimmt.
  6. 6. Aderlassnadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägung (3) des ersten Endes ein vorderstes Segment (31) aufweist, das in einem ersten Winkel (<Xi) kleiner 90° zur Längsachse verläuft, und daran anschließend die Schrägung mit flacherem Winkel zur Längsache als dem ersten Winkel verläuft. P12193
  7. 7. Aderlassnadel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägung, abgesehen von dem vordersten Segment (31), ein hinteres Segment (32) mit gleichbleibendem zweiten Winkel (0C2) bildet, wobei der zweite Winkel kleiner ist als der erste Winkel.
  8. 8. Aderlassnadel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Winkel (ai) in einem Bereich zwischen 20° und 45° liegt, vorzugsweise von 30° bis 35°.
  9. 9. Aderlass-System, umfassend eine Aderlassnadel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche sowie einen daran anschließbaren Schlauch (9).
  10. 10. Aderlassnadel nach Anspruch 9, wobei der Schlauch (9) an dem der Nadel gegenüber liegenden Ende eine Auslassöffnung (13) aufweist, wobei die Auslassöffnung abgeschrägt ist, vorzugsweise in einem Winkel «3 = 23°. Wien, den 2 2. Nov. 2011
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