AT512832A1 - Wechselmagazin für eine Vorrichtung zum Legen von folienförmigem Material - Google Patents

Wechselmagazin für eine Vorrichtung zum Legen von folienförmigem Material Download PDF

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AT512832A1 AT5032012A AT5032012A AT512832A1 AT 512832 A1 AT512832 A1 AT 512832A1 AT 5032012 A AT5032012 A AT 5032012A AT 5032012 A AT5032012 A AT 5032012A AT 512832 A1 AT512832 A1 AT 512832A1
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Heinz Hohensinner
Monika Ing Reischauer
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Abstract

Ein Wechselmagazin (8) für eine Vorrichtung (2) zum Legen von folienförmigen Material, welches mit zumindest einer Schutzfolie, die eine Oberfläche des Materials bedeckt, versehen ist, wobei das Wechselmagazin (8) eine Speicherrolle (9) aufweist, aufweiche das folienförmige Material samt Schutzfolie aufgewickelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wechselmagazin (8) zumindest eine der Speicherrolle (9) nachgeordnete angetriebene Schutzfolienaufwickelrolle (10,11) zum Aufwickeln von Abschnitten der Schutzfolie nach deren Ablösen von dem Material aufweist, wobei die Speicherrolle (9) durch eine Aufwickelbewegung der zumindest einen Schutzfolienaufwickelrolle (10,11) angetrieben ist.

Description

853 13:05:19 25-04-2012 5/27 «ft «ft ft ···· ·· ·· «···· · · · · * φ « · « * * · ··* ft ft· · ♦ V · · * · * ft«·· ««·« * * ftft ·· ft «ft··*·*· 1
Die Erfindung betrifft ein Wechseimagazin für eine Vorrichtung zum Legen von folienförmigen Material, welches mit zumindest einer Schutzfolie, die eine Oberfläche des Materials bedeckt, versehen ist, wobei das Magazin eine Speicherrolte aufweist, auf welche das folienförmige Material samt Schutzfolie aufgewickelt ist.
Weiters betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Legen von folienförmigem Material in eine Form.
Unter dem Begriff Folie bzw. folienförmig wir in dem vorliegenden Zusammenhang eine flächige Struktur.verstanden, die zumindest in Längsrichtung, bevorzugt auch in Querrichtung, biegsam ausgebildet ist.
Bei der Herstellung von Rotorblättem von Windenergieanlagen ist es bekannt, zur Erhöhung der Beulsteifigkeit Gurte in Längsrichtung entlang der Rotorblattinnen-wandung aufzubringen. Diese Gurte werden üblicherweise aus Gelegebändern konstanter Breite im Laminierverfahren hergestellt Bei derartigen Gelegebändem kann es sich beispielsweise um Laminate aus GFK Folien handeln. Neben der Herstellung von Rotorblättem können aus diesen Gelegebändem Gurte als Ver-stärkungs- oder strukturgebende Elemente auch bei zahlreichen anderen Anwendungen zum Einsatz kommen.
Aus der WO2010129492 A ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekannt geworden, bei welcher zum Ausbringen/Auslegen der Folie entlang einer länglichen Form mit einem konkaven Querschnitt zur Herstellung eines Gurtes für ein Rotorblatt an einem Ende der Form mehrere SpeicherrolFen des folienartigen Materials stationär in einem Gestell angeordnet sind. Die Speicherrolien sind hierbei in der Höhe Von jeder dieser Rollen wird eine Folienlage abgezogen und in die uefM emcorvi 25/04/2012 13:06
Nr.: R994 P.005/027 13:05:55 25-04-2012 6/27 853 • * • fr • fr··· fr fr • * fr fr fr · fr fr fr fr fr fr fr • fr fr • fr fr« fr fr fr fr·· fr* • fr fr ·· 2
Form gelegt. Nach erfolgtem Schichtaufbau werden die einzelnen Folienschichten durch Laminierung miteinanderzu dem Gurt verbunden. Nachteilig an dem bekannten Aufbau ist es unter anderem, dass ein Austausch der Speicherrollen mit einem großen Aufwand verbunden ist und lange Stehzeiten der Anlage verursachen kann. Auch gestaltet sich das Ausbringen/Auslegen der Folien entlang der Form mit dem bekannten Aufbau als sehr aufwendig.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des bekannten Stands der Technik zu überwinden und sowohl ein einfaches Austauschen zu ermöglichen, als auch die Herstellung von Gegenständen, welche aus Folien aufgebaut sind, zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird mit einem Wechseimagazin der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Wechselmagazin zumindest eine angetriebene Schutzfollenaufwickelrolle zum Aufwickeln von Abschnitten der Schutzfolie nach deren Ablösen von dem Material aufweist, wobei die Speicherrolle durch eine Aufwickelbewegung der zumindest einen Schutzfolienaufwickelrolle angetrieben ist.
Entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung ist die Antriebseinheit der Speicherrolle bereits in das Wechselmagazin integriert. Bei einem Umrüsten des Wechselmagazins entfällt somit der komplizierte Vorgang des Verbindens der Speicherrolle mit einem Antrieb. Da der Antrieb nicht direkt an der Speicherrolle sitzt, sondern diese über die Bewegung der Schutzfollenaufwickelrolle, die wesentlich kleiner dimensioniert sein kann als die Speicherrolie, ergeben sich wesentliche Vorteile in Hinblick auf die Steuerung der Abwickelbewegung des Materials von der Speicherrolle. Nicht zuletzt deshalb, da die Schutzfolienaufwickelrolie ein wesentlich geringeres Trägheitsmoment als die Speicherrolie aulweist. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht somit sowohl ein sehr rasches Austauschen der Speicherrolle und eine Optimierung des Prozesses der Materialförderung. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich insbesondere für klebende Materialien, die mit einer Schutzfolie gegen ein Selbstverkleben geschützt sind. Bei den verwendeten folienförmigen Materialien handelt es sich bevorzugt um sogenannte Pre-
IMAJ .006/027 25/04/2012 13:07 Nr.: R994 13:06:36 25-04-2012 7/27 853 I · ♦ · • ··· «* ♦··· 3 preg-Follen, beispielsweise harzgetränkte GFK Folien, Glasfaser-, Kohlefeser-, Basaltfasermatten, etc. Das strukturgebende Faserkonstrukt kann, bei den soeben erwähnten Materialien, mit einer aus einem Klebestoff, beispielsweise Harz bzw. Kunstharz, gebildeten Matrix versehen werden.
Um ein Ablösen der Schutzfolie zu erleichtern kann es vorgesehen sein, dass zwischen der Speicherralle und der Schutzfolienaufwickelrolle zumindest eine Abschälvorrichtung zum Ablösen der Schutzfolie von dem Material vorgesehen ist.
Um eine gute Weiterleitung Materiaiförderung zu gewährleisten, kann es vorgesehen sein, dass der Abschälvorrichtung eine mit einer Antihaftbeschichtung beschichtete Führung für das von der Schutzfoiie befreite Material nachgeordnet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass zwischen der Speicherrolle und der zumindest einen Abschälvorrichtung der zumindest einen Schutzföiienaufwickelrolle zumindest eine Umlenkrolle zur Führung und Umlenkung des noch mit der Schutzfolie versehenen Materials in eine vertikale Richtung vorgesehen ist. Dadurch kann das Material in eine optimale Position gebracht werden, da nach einem Abziehen der Schutzfolie von dem Material dieses durch die Schwerkraft unterstützt nach unten gezogen werden kann, wodurch sich der Förderprozess weiter optimieren lässt
Um die Fördergeschwindigkeit optimal steuern bzw. regeln zu können, kann an der zumindest einen Umlenkrolle ein Drehgeber angeordnet sein.
Weiters kann es vorgesehen sein, dass das Wechseimagazin zumindest eine Bremse zum Bremsen der Speichernde aufweist. Auf diese Weise lässt sich die Fördergeschwindigkeit sehr einfach und effizient beeinflussen.
Die oben genannte Aufgabe lässt sich auch mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art lösen, weiche ein erfindungsgemäßes Wechseimagazin aufweist. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann es sich um einen stationären oder auch um einen bewegbaren Legekopf für die Folien handeln. Bei einer stationären Ausführungsform kann sich die Form, in welche die Folie gelegt wird, gegenüber dem Legekopf bewegen. Während sich bei einer mobilen Ausführungsform der 25/04/2012 13:08
Nr.: R994 P.007/027 6S3 13:07:17 25-04-2012 8/27 pp ·» · • · · · · • * ♦ ♦ · · • I « * ···· 4 t · t · *· ·· ·
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Legekopf gegenüber der Form bewegt. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass in dem vorliegenden Zusammenhang die Begriffe «Vorrichtung“ und „Legekopf synonym verwendet werden.
Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung, weist die Vorrichtung bzw. der Legekopf zumindest eine flexible Andrückvorrichtung auf, um das von der Schutzfolie befreite Material in eine vorgegebene Form zu pressen. Unter dem Begriff „flexibel“ wird hierbei verstanden, dass sich die Andrückvorrichtung der Oberfläche der Form anpasst. Bei der Andrückvorrichtung kann es sich um eine Rolle mit einer elastischen Ummantelung, beispielsweise aus Schaumstoff, Gummi, oder einem anderen elastomeren Material, eine bombierte Rolle, mehrere gegeneinander in vertikaler Richtung verschiebbare kleinere Rollen, ein um eine Umlenkrolle geführtes Schleppgliederband bzw. eine Schleppgliederkette, deren Gewicht die Folie in die Form presst, eine biegsame Welle, einen mit losem Material, beispielsweise Metallkugeln, oder einem Fluid gefüllten Sack, etc. handeln. Durch die flexible Andrückvorrichtung wird gewährleistet, dass die Folie an den Querschnitt der Form angepasst in diese gepresst wird, ohne dass es zu Verwerfungen der Folie kommt. Ein weiterer Vorteil der flexiblen Andrückvorrichtung besteht darin, dass die Folie jedem beliebigen Querschnitt der Form angepasst werden kann.
Eine vorteilhafte Variante der Erfindung sieht vor, dass zwischen dem Wechsei-magazin und der flexiblen Andrückvorrichtung zumindest eine Umlenkvorrichtung vorgesehen ist, um das aus dem Wechselmagazin austretende Material in Richtung der Andrückvorrichtung zu führen. Durch diese Ausführungsförm der Erfindung lässt sich das aus dem Wechselmagazin geförderte Material auf einfache Weise in Richtung der Andrückvorrichtung befördern.
Mit dem erfindungsgemäßen Legekopf können Bahnen von Folien in Schichten übereinander in die Form gelegt werden. Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erweisen, wenn der Legekopf eine Schneidevorrichtung zum Abtrennen des Materials aufweist, um die Folie am Ende einer Legebahn abschneiden zu können. p. 008/027 25/04/2012 13:08 Nr.: R994 853 13:07:58 25-04-2012 9/27 • « • » « ·*·» • e « · • * • * • » e * • * · • · • · * • • e · • * ♦ «·«· · * • · • · • « • • · ·· ·* • ·* MM ·♦ 5
Um nach dem Abschneiden der Folie bzw. am Anfang einer Legebahn ein optimales Ausbringen der Folie zu gewährleisten kann der Legekopf eine Abstützung aulweisen, die einen in Richtung der Andrückvorrichtung umgeleiteten Frontabschnitt des Materials unterstützt.
Vorteilhafterweise ist die Abstützung in Richtung der Andrückvorrichtung und vice versa verschiebbar. Auf diese Weise lässt steh gewährleisten, dass die Abstützung nachdem es zu einer Straffung des von der Schutzfblie befreiten Materials durch ein Niederdrücken mittels der Andrückvorrichtung gekommen ist, wieder in eine neutrale Ausgangsposition zurückgefahren werden kann. Durch Anpressen des folienförmigen Materials gegen die Form und durch Ausführen einer Relativbewegung zwischen Legekopf und Form kommt es zu einem Abheben des Materials von der Abstützvorrichtung, sodass diese auf der Strecke, d.h. zwischen zwei Umkehrprunkten des Legekopfes bzw. der Form, nicht mehr benötigt wird. Durch ein Zurückziehen der Abstützvorrichtung von der Andrückvorrichtung auf der „Strecke" lässt sich verhindern, dass es durch die Abstützvorrichtung zu ungewollten Beschädigungen von bereits in die Form gepressten Materialschichten kommen kann. Alternativ zu der soeben genannten Ausfühiungsfbrm kann die Absetzung jedoch auch federnd gelagert bzw. mit einer von einer Form, in welcher das Material ausgelegt wird, wegweisenden Federkraft belastet sein, sodass eine der Andrückvorrichtung zugewandte Vorderseite der Abstützung in einem unbelasteten Zustand von der Form abgehoben ist. Die Federkraft kann so ausgelegt sein, dass erst durch Belastung der Abstützfläche mit einem vorgebbaren Gewicht, diese nach unten in Richtung der Form bewegt ist.
Um ein optimales Ausiegen der Folienbahnen auch bei Formen mit nicht rechteckigen Querschnitten zu gewährleisten, kann es vorgesehen sein, dass die Abstützung mehrere parallel zueinander angeordnete Stäbe aufweist, die um zumindest eine horizontal verlaufende Achse einzeln verschwenkbar gelagert sind und als Abstützfläche für den in Richtung der Andrückvorrichtung geförderten Frontabschnitt des Materials vorgesehen sind. 25/04/2012 13:09
Nr.: R994 N2012/05300 P.009/027 13:08:40 25-04-2012 10/27 853 ·· ** t *·* · et ·♦ • · • • • * * et • · • • et · » t*· • * • • ·*· · # • et • · • « • t * • · · *e es ψ et +··· et 6
Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung sieht vor, dass die Stäbe als Hohlstäbe ausgebildet sind und Ansaugöffnungen zum Ansaugen des Materials aufweisen. Auf diese Weise lässt sich sehr effizient ein Vakuum zwischen dem Material und der Abstützung erzeugen. Öles ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Abstützung nicht von der Andrückvorrichtung zurückgezogen wird, da dann erreicht werden kann, dass zwischen den in der Form ausgelegten Schichten keine ungewollten Lufteinschlüsse vorhanden sind, die eventuell zu einer Blasenbildung führen könnten.
Da es bei allen Ausführungsfbrmen besonders vorteilhaft ist, wenn die der Andrückvorrichtung zugewandte Vorderseite bzw. Vorderkante der Abstützung zumindest bei einem Umkehrpunkt des Legekopfes oder der Form, d.h. am Anfang einer neuen Folienahn, unter der Andrückvorrichtung zu liegen kommt ist es vor ailem bei rollenartigen Andrückvorrichtungen von großem Vorteil, wenn die der Andrückvorrichtung zugewandten Endbereiche der Stäbe konisch ausgebildet sind und abgerundete Spitzen aufweisen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert, welche nicht einschränkende Ausführungsbeispiele betreffen.
Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Anlage mit einer eisten Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Legen von folienartigen Material;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Anlage mit einer zweiten Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Legen von folienartigem Material;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 4 eine weitere perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus Fig. 3;
Fig. 5 eine Vorderansicht der Vorrichtung aus Fig. 3; 25/04/2012 13:10
Nr.: R994 P,010/027 853 853 η /27 13:09:17 25-04-2012 ·· • ···· ♦ · • · * • • • · • » • • * * • · · • ··· » ♦ * ··*« · • • · e • ♦ · # • * f • · * ·* ·· 7
Fig. 6 eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Fig. 5;
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII VII in Fig. 5.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmaiskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
Weiters sei darauf hingewiesen, dass die Figuren übergreifend beschrieben sind.
Fig. 1 zeigt eine erste Variante einer Anlage 1 zum Legen von Folien. Bei dieser Variante kommt ein erfindungsgemäßer Legekopf 2 zum Einsatz der um eine vertikale Achse verschwenkbar angeordnet ist. Diese Ausführungsform ermöglicht es auf einfache Weise, durch Verschwenken des Legekopfes 2 zwei parallele Formen 3,4 mit folienförmigem Material zu belegen. Die Formen können beispielsweise eine beliebige Querschnittsform aufweisen, beispielsweise konkav oder konvex.
Fig. 2 zeigt eine weitere Variante einer Anlage 5 zum Legen von Folien, wobei der Legekopf 2 in einem Gestell 6 angeordnet ist, welches entlang von Führungen 7 verschoben werden kann. Ein Teil dieser Führungen 7 kann parallel zu der Längserstreckung der Formen 3,4 verlaufen und ein Teil der Führungen kann an den Kopfseiten der Formen quer zur Längserstreckung der Form 3,4 angeordnet sein. Diese Variante hat den Vorteil, dass sich im Prinzip beliebig viele neben einander angeordnete Formen 3,4 mit einem einzigen Legekopf belegen lassen, da 25/04/2012 13:10
Nr.: R994 P.011/027 853 853 12/27 13:09:57 25-04-2012 ·· |t · *»t« ·· ·· ·«··* · t * · ··»*·♦ * » ·«· • · · 0 ···♦ * · · # ·· ♦* · ·· ···· ·· 8 der Legekopf an den kopfseitigen Enden der Formen 3,4 von einer Form zur nächsten bewegt werden kann.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass in allen Ausführungsformen der Erfindung bevorzugt entweder der Legekopf 2 gegenüber der Form 3,4 bewegt wird oder umgekehrt. D.h., dass entweder die Form 3 bzw. 4 ortsfest verbleibt und der Legekopf 2 bewegt wird oder der Legekopf 2 still steht und sich die Form 3 bzw. 4 bewegt. Grundsätzlich sind jedoch auch Ausführungen der Erfindung denkbar, in welchen sich sowohl der Legekopf 2 als auch die Form 3,4 bewegen.
Wie aus den Figuren 3 bis 7 erkennbar ist, Ist die abzuwickelnde Folie hierbei in einem Wechsetmagazin 8 eingelegt, welches als Ganzes ausgetauscht werden kann und einen Teil des erfindungsgemäßen Legekopfes 2 bildet.
Das Wechselmagazin 8 weist eine Speicherrolle 9 auf, auf welche das folienförmige Material samt Schutzfolie aufgewickelt ist Weiters ist zumindest eine der Speicherrolle 9 nachgeordnete angetriebene Schutzfolienaufwickelrolle 10,11 zum Aufwickeln von Abschnitten der Schutzfolie nach deren Ablösen von dem folien-fömigen Material vorgesehen. Die Speicherrolle 9 ist durch eine Aufwickelbewegung der Schutzfolienaufwickelrolle 10,11 angetrieben. D.h. eine Bahn der abgezogenen Schutzfolie wird auf eine der SchutzfbKenaufwickelroilen 10,11 aufgewickelt, wodurch ein auf die Speicherrolle 9 wirkendes Drehmoment erzeugt wird, welches die Speicherrolle 9 antreibt, in der dargestellten AusfOhrungsfbrm sind zwei Schutzfolienaulwickelrollen 10 und 11 vorgesehen. Dies ist vor aHem dann von Vorteil, wenn das von der Speicherrolle 9 abzuwickelnde Material an jeder der beiden Oberflächen von einer Schutzfolie abgedeckt ist. Grundsätzlich funktioniert die Erfindung jedoch auch mit einer einzigen Schutzfolienaufwickelrolle 10,11.
Die Schutzfolienaufwickelrollen 10,11 können mit je einem eigenen Motor angetrieben sein. Zwischen der Speicherrolle 9 und jeder Schutzfolienaufwickelrolle 10, 11 ist eine Abschälvorrichtung 12,13 zum Ablösen der Schutzfolie vorgesehen. Diese Abschälvorrichtungen 12,13 können beispielsweise als Abschälkante, als Gleitschuh, als Breitstreckwalze etc. ausgebildet sein. 25/04/2012 13:11
Nr.: R994 P.012/027 853 853 13/27 13:10:38 25-04-2012 ·« *« « «»«fl ·♦ ·* ···*· · t · · ·#··*· t # »·* « · i * M«l # · · * t # ff · ff ff ff ff ·· ff« ff« ff ff* ffffffff ff* 9
Zwischen der Speicherrolle 9 und den Abschälvorrichtungen 12,13 kann eine Umlenkrolle 14 zur Führung und Umlenkung des noch mit der Schutzfolie versehenen Materials in eine vertikale Richtung vorgesehen sein.
Nach der Abschälvorrichtung 12,13 kann eine mit einer Antihaftbeschichtung beschichtete Führung 15 für das von der Schutzhülle befreite bzw. abgeschälte Material angeordnet sein. An der Umlenkrolle 14 kann ein Drehgeber, angeordnet sein. Falls zwei Schutzfolienaufwickeiroilen 12,13 vorgesehen sind, müssen deren Drehgeschwindigkeiten synchronisiert werden, zu diesem Zweck kann im Bereich jeder Abschälkante 12,13 ein Kraft- bzw. Drucksensor, beispielsweise eine Kraftmessdose, angeordnet sein, um die jeweilige Zugkraft zu ermitteln. Die gemessenen Werte werden miteinander verglichen und die beiden Zugkräfte durch eine entsprechende Ansteuerung der Antriebsmotoren auf einen vorgebbaren Sollwert hin geregelt, wobei jeder Motor der Antriebsrollen einen eigenen Regelkreis mit eigenen Stellgrößen aufweisen kann. Überden Drehgeber an der Umlenkrolle 14 kann überprüft werden, ob die gewünschte Abwickelgeschwindigkeit eingehalten wird. Mittels einer Bremse 16 an der Speicherrolle 9 kann diese, falls ihre Abwickelgeschwindigkeit einen Grenzwert überschreitet, abgebremst werden.
Aufgrund unterschiedlicher Spannungen in der Folie kann die Materialbahn aus der Mitte bewegt werden, um derartige Bewegungen der Folie ausgleichen zu können, kann der Legekopf 2 auch eine entsprechende Bahnmittelregelung mit einer entsprechenden Steuerung, Sensoren und einen Bahnmittelregelungsmotor 17 aulweisen.
Wie aus den Figuren weiter erkennbar ist, kann der Legekopf 2 eine flexible Andrückvorrichtung 18 aufweisen, beispielsweise in Form einer Rolle, um das von der Schutzfolie befreite Material in die Form 3 bzw. 4 zu pressen.
Zwischen dem Wechselmagazin 8 und der flexiblen Andrückvorrichtung 18 kann eine Umlenkvonichtung 19, beispielsweise in Form einer Rolle, vorgesehen sein, um das aus dem Wechselmagazin austretende Material in Richtung der Andrückvorrichtung zu führen, von weicher die Folie in die Form gepresst wird. Um die Folie abtrennen zu können, nachdem sie in die Form gepresst worden ist, kann N9ni9HViVin 25/04/2012 13:12
Nr.: R994 P. 013/027 853 853 14 m 13:11:20 25-04-2012 ·· ·· ·» ·· • · • · • * • · ♦ • ♦ ♦ * · • • · • « • ♦ Ψ · • * ♦ · ♦ * ♦ *♦ • t ♦ ·» 10 der Legekopf 2 eine Schneidevorrichtung 20 aufweisen, beispielsweise ein Ultra-schalmesser, einen Laserschneidevorrichtung, eine Scheren oder Messer, eine Wasserstrahlschneidevorrichtung, etc.
Zur Führung der Folie, bevor diese die Andrückvorrichtung 18 erreicht, kann der Legekopf 2 eine Abstützung 21 aufweisen. Diese Abstützung 21 kann nach vome, in Richtung der Andrückvorrichtung18 und von dieser zurück bewegt werden. Die Abstützung 21 kann beispielsweise mehrere parallel zueinander angeordnete Stäbe aufweisen, die um zumindest eine horizontal verlaufende Achse einzeln ver-schwenkbar gelagert sind. Die der Andrückvorrichtung 18 zugewandten Endberei-che der Stäbe 21 können konisch ausgebildet sein und abgerundete Spitzen aufweisen. Weiters können die Stäbe als Hohlstäbe ausgebildet sein und Ansaugöffnungen zum Ansaugen des Materials aufweisen. Um zu gewährleisten, dass die Stäbe in einem unbelasteten Zustand stets von der Form abgehoben sind können diese mit einer nach oben wirkenden, d.h. einer von der Form weg gerichteten, Rückstellkraft belastet sein. Somit können die Stäbe schwebend gelagert sein, um Verletzungen des in die Form gepressten Materials zu verhindern.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des erfindungsgemäßen Wechselmagazins bzw. des erfindungsgemäßen Legekopfs, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvarianten möglich sind und unter den Wortlaut der unabhängigen Ansprüche fallen vom Schlitzbereich umfasst. 25/04/2012 13:12
Nr.: R994 P.014/027 13:13:37 25-04-2012 18/27 fl ·· · »··· * · »···* » · t · • · · · · · · « #·· • ♦ · ·**«* « « · « « « * · ··«· · * • · « · * · · ·«·< ««
Bezugszeichenaufstellung
Anlage
Vorrichtung/Legekopf
Form
Form
Anlage
Gestell Führungen
Wechselmagazin
Speicherrolle
Schutzfolienaufwickelrolle
Schutzfolienaufwickelrolle
Abschälvorrichtung
Abschälvorrichtung
Umlenkrolle Führung
Bremse
Bahnmittelregelungsmotor
Andrückvorrichtung
Umtenkvorrichtung
Schneidevorrichtung
Abstützung NMiwnsann .018/027 25/04/2012 13:14 Nr.: R994

Claims (15)

13:12:01 25-04-2012 15/27 853 13:12:01 25-04-2012 15/27 853 ♦♦ * • · • t ι* ·
* » » • * » » » · ·· 1 Patentansprüche 1. Wechselmagazin (8) für eine Vorrichtung (2) zum Legen von folienförmigen Material, welches mit zumindest einer Schutzfolie, die eine Oberfläche des Materials bedeckt, versehen ist, wobei das Wechselmagazin (8) eine Speicherfolie (9) aulweist, auf welche das folienförmige Material samt Schutzfolie aufgewickelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wechselmagazin (8) zumindest eine angetriebene Schutzfolienautwickelrolle (10,11) zum Aulwickeln von Abschnitten der Schutzfolie nach deren Ablösen von dem Material aufweist, wobei die Speicherrolle (9) durch eine Aulwickelbewegung der zumindest einen Schutzfblienaufwickei-rolle (10,11) angetrieben ist.
2. Wechselmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Speicherrolle (9) und derSchutzfolienautwickelrolle (10,11) zumindest eine Abschälvorrichtung (12,13) zum Ablösen der Schutzfolie von dem Material vorgesehen ist.
3. Wechselmagazin nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschälvorrichtung (12,13) eine mit einer Antihaftbeschichtung beschichtete Führung (15) für das von der Schutzfolie befreite Material nachgeordnet isL
4. Wechselmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Spetcherroile (9) und der zumindest einen Abschälvorrichtung (12,13) der zumindest einen SchutzfblienaufwickeiroNe (10,11) zumindest eine Umlenkrolle (14) zur Führung und Umlenkung des noch mit der Schutzfolie versehenen Materials in eine vertikale Richtung vorgesehen ist
5. Wechselmagazin nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der zumindest einen Umlenkrolle (14) ein Drehgeber angeordnet ist. 25/04/2012 13:13 Nr.: R994 P.015/027 13:12:36 25-04-2012 IG/27 8S3
»··♦ Η ·· » · • ♦ • Μ ♦ * 2
6. Wechselmagazin nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet dass es zumindest eine Bremse (16) zum Bremsen der Speicherrolle (9) aufweist.
7. Vorrichtung (2) zum Legen von folienfömigen Material in eine Form (3, 4), dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Wechselmagazin (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aulweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine flexible Andrückvorrichtung (18) aulweist, um das von der Schutzfolie befreite Material in eine vorgegebene Form (3,4) zu pressen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wechseimagazin (8) und der flexiblen Andrückvorrichtung (18) zumindest eine Umienkvorrichtung (19) vorgesehen ist um das aus dem Wechselmagazin (8) austretende Material in Richtung der Andrückvorrichtung (18) zu führen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schneidevorrichtung (20) zum Abbrennen des Materials aufweist
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Förderrichtung des Materials vor der Andrückvorrichtung (18) angeordnete und einen von der Umienkvorrichtung (19) in Richtung der Andrückvorrichtung (18) umgeleiteten Frontabschnitt des Materials unterstützende Abstützung (21) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (21) in Richtung der Andrückvorrichtung (18) und vice versa verschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (21) mehrere parallel zueinander angeordnete Stäbe aufweist, die M9fM9fne*no 25/04/2012 13:13 Nr.: R994 P. 016/027 853 13:13:12 25-04-2012 17/27 »* · · · ··♦» *· »· * *· t I I « · * • » · * · · · ···» • t * *·♦·« · ·· · ♦ · » · ·««· ·· ♦ · ·· « ·« ·»·· «· 3 um zumindest eine horizontal verlaufende Achse einzeln verschwenkbar gelagert sind und als Abstützfläche für den in Richtung der Andrückvorrichtung (18) geforderten Frontabschnitt des Materials vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe als Hohlstäbe ausgebildet sind und Ansaugöffnungen zum Ansaugen des Materials aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem der Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Andrückvorrichtung (18) zugewandten Endbereiche der Stäbe konisch ausgebildet sind und abgerundete Spitzen aufweisen. Fill Gesellschaft m.b.H. durch Anwälte! Burger & Partner rart Rechtsanwalt GmbH N2012/Q5300 25/04/2012 13:14 Nr.: R994 P.017/027
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH658849A5 (en) * 1983-06-14 1986-12-15 Ciba Geigy Ag Applicator device for adhesive tape

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