AT513873A1 - Pflanzgefäß, insbesondere eine Schale - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Pflanzgefäß (1), insbesondere eine Schale, zum Heranziehen vo Pflanzen, insbesondere eines Bonsai-Baums, mit einem mindestens eine Offnu (4) aufweisenden Gefäßboden (3), mit einer vom Gefäßboden (3) abstehenden Gefäßwand (2) und mit mindestens einem Steg (5, 6), der sich zwischen Gefäßwan(2) und Gefäßboden (3) erstreckt und eine Führung für das Wachstum des Wurzel werks der Pflanze ausbildet, gezeigt. Um vorteilhafte Voraussetzungen für d Wuchs der Pflanze zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass mindestens ein Steg (56) das Pflanzgefäß (1) in voneinander abgeschottete und zu einer Freistellung ( für den Wurzelansatz der Pflanze hin offene Wurzelkammern (8) für das Wurzel werk der Pflanze trennt.
Description
-1 -
Die Erfindung zeigt ein Pflanzgefäß, insbesondere Schale, zum Heranziehen von Pflanzen, insbesondere eines Bonsai-Baums, mit einem mindestens eine Öffnung aufweisenden Gefäßboden, mit einer vom Gefäßboden abstehenden Gefäßwand und mit mindestens einem Steg, der sich zwischen Gefäßwand und Gefäßboden erstreckt und eine Führung für das Wachstum des Wurzelwerks der Pflanze ausbildet.
Um bei getopften Pflanzen einen Drehwuchs ihrer Wurzeln zu unterbrechen, schlägt die US4510712B vor, am Pflanzgefäß kurze vertikal verlaufende Stege vorzusehen, die in Öffnungen des Pflanzgefäßes münden. Die sich zwischen Gefäßwand und -boden erstreckenden Stege bilden eine Führung für das Wurzelwerk der Pflanze aus, wodurch ein auftretender Drehwuchs aus dem Planzgefäß ins Freie wachsen lässt, wo diese absterben. Dadurch wird die Pflanze in ihrem Wachstum gehemmt. Damit kann zwar ein Drehwuchs der Wurzeln unterbrochen werden, die Pflanze verbraucht jedoch durch ihre im Wachstum gehemmten Wurzeln nachteilig Energie, was einem vorteilhaften Wuchs der Pflanze entgegenstehen kann.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Pflanzgefäß der eingangs geschilderten Art derart konstruktiv zu verändern, dass eine Pflanze trotz Maßnahmen zur Vermeidung eines Drehwuchs am Wurzelwerk in seinem Wachstum nicht gestört, sondern vielmehr unterstützt wird und somit die Pflanzengesundheit gefördert werden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass mindestens ein Steg das Pflanzgefäß in voneinander abgeschottete und zu einer Freistellung für den Wurzelansatz der Pflanze hin offene Wurzelkammern für das Wurzelwerk der Pflanze trennt. 2/14 -2-
Trennt mindestens ein Steg das Pflanzgefäß in voneinander abgeschottete und zu einer Freistellung für den Wurzelansatz der Pflanze hin offene Wurzelkammern für das Wurzelwerk der Pflanze, kann eine Pflanze mit seinem Wurzelwerk vergleichsweise einfach in das Pflanzgefäß eingesetzt werden. Des Weiteren kann ermöglicht werden, einer Pflanze ihr Wurzelwachstum in gewissem Ausmaß aufzuzwingen. Dadurch, dass Wurzelkammern voneinander abgeschottet sind, kann zudem erreicht werden, dass sich Wurzeln einzelner Kammern nicht gegenseitig beeinflussen. Erfindungsgemäß kann dadurch insbesondere auch ein Drehwuchs der Wurzeln im Pflanzgefäß einzuschränken bzw. zu verhindern. So kann eine vergleichsweise freie Entwicklung der Wurzeln ermöglicht werden, da ein Konkurrenzkampf der Wurzeln um die der Pflanze zur Verfügung stehenden Nährstoffe beeinflusst wird. Somit erreicht werden, dass das Wurzelwerk einer Pflanze von der Freistellung weg in alle Richtungen vorteilhaft wachsen bzw. sich entwickeln kann. Zusätzlich können erfindungsgemäß eventuell vorhandene unterentwickelte Wurzelverzweigungen in ihrem Wachstum individuell gefördert werden. Mithilfe des erfindungsgemäßen Pflanztopfs kann das Wachstum und die Gesundheit einer Pflanze also in vielerlei Hinsicht verbessert werden, da die Ausbildung des Wurzelwerks vorteilhaft und gleichmäßig erfolgen kann und auch einen besonders guten Halt der Pflanze in einem Topfgefäß ausbildet. Insbesondere kann dies auch vergleichsweise unabhängig von der ursprünglichen Ausbildung des Wurzelwerks bei Einsetzen der Pflanze in den Pflanztopf erreicht werden. Ebenso können überentwickelte Wurzelverzweigungen beschränkt bzw. zu einem Dickenwachstum angeregt werden, was zur Ausbildung eines besonders starken und/oder bestimmten gewünschten Wurzelbilds der Pflanze genutzt werden kann. Das erfindungsgemäße Pflanzgefäß kann daher das Gesamtbild der Pflanze verbessern und unter eine Vermeidung eines aus dem Stand der Technik bekanntes erzwungenes Absterbens von Wurzeln einen vergleichsweise schnellen Wuchs der Pflanze fördern. 3/14 -3-
Das Pflanzgefäß kann konstruktiv vereinfacht werden, wenn die Wurzelkammern das Pflanzgefäß in Sektoren einteilt. Zudem kann durch die die Wurzelkammern begrenzenden Stege die mechanische Steifigkeit des Pflanzgefäßes erhöht werden.
Weist jede Wurzelkammer mindestens eine Öffnung im Gefäßboden auf, kann in den einzelnen Wurzelkammern für eine ausreichende Durchlüftung erfolgen. Auf diese Weise kann auch sichergestellt werden, dass das Wurzelwerk in den jeweiligen Wurzelkammern gleiche oder im Wesentlichen gleiche Bedingungen vorfindet und sich dementsprechend entwickeln kann. Dieser kann insbesondere für das Wurzelwachstums eines Bonsai-Baums von Vorteil sein.
Verringert sich die Höhe des Stegs zur Freistellung hin, kann das Einsetzen der Pflanze in das Pflanzgefäß erleichtert werden. Erhöht sich die Breite des Stegs zum Gefäßboden hin, kann damit auch die Entnahme der Pflanze aus dem Pflanzgefäß erleichtert werden.
Der Steg kann durch Substrat des Pflanzgefäßes verdeckt werden, indem sich der Steg unterhalb der Oberkannte zur Freistellung hin erstreckt. Um ein Überwachsen der Stegoberkannte durch das Wurzelwerk zu vermeiden, kann auch vorgesehen sein, dass sich der Steg zumindest bereichsweise über die Oberkannte des Pflanzgefäßes zur Freistellung hin erstreckt.
Um eine eventuell erforderliche Anpassung der Freistellung an den Wurzelansatz der Pflanze zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Steg wenigstens eine Sollbruchstelle zur Vergrößerung der Freistellung aufweist. Insbesondere kann diese Sollbruchstelle der Freistellung schräg zulaufen. Die besonders hohe Vielseitigkeit der Verwendung eines Pflanzgefäßes kann so erreicht werden.
Die Gefahr durch das Wurzelwerk schädigenden Frost kann auf konstruktiv einfache Weise vermieden werden, wenn die Gefäßwand eine thermische Isolierung, insbesondere in Form einer Luftkammer, aufweist. Entsprechendes gilt auch für die Ge- 4/14 -4- fahr von Hitzeschäden - v. a. an Wurzeln im Bereich der Gefäßwand, da insbesondere aus Keramik gefertigte Pflanztöpfe, etwa durch Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen erreichen können.
Eine erhöhte Anpassungsfähigkeit des Pflanzgefäßes hinsichtlich der Aufteilung seiner Wurzelkammern kann ermöglicht werden, wenn die Gefäßwand und der Gefäßboden Steckaufnahmen zum Befestigen eines Stegs aufweisen.
Die Tiefe der Freistellung kann angepasst werden, indem das Pflanzgefäß mindestens eine in die Freistellung einsetzbare Scheibe aufweist. Auf diese Weise kann ein Pflanzgefäß verbessert an die darin einzusetzende Pflanze angepasst werden - insbesondere hinsichtlich der Höhe ihres Wurzelwerks. Ein wesentlicher weiterer Vorteil besteht darin, dass auf diese Weise ein unerwünschtes Wurzelwachstum von Wurzeln einer Wurzelkammer unter den Wurzelstock in eine andere Kammer- mit der daraus folgenden Beeinflussung hinsichtlich dessen Entwicklung - weitgehend verhindert werden kann.
Ist mindestens eine Wurzelkammern durch mindestens einen weiteren Trennsteg geteilt, der gegenüber den, dem Wurzelansatz zulaufenden Stegen kürzer ausgeführt ist, kann die Verästelung eines Wurzelzweig noch weiter vorbestimmt und damit das Wachstum des Wurzelwerks weiter optimiert werden.
In den Figuren ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft anhand eines Ausführungsbeispiels näher dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Pflanzgefäß und Fig. 2 eine Schnittansicht nach ll-ll der Fig. 1.
Gemäß Fig. 1 wird beispielsweise ein Pflanzgefäß 1 in Schalenform gezeigt, das zur Aufnahme eines Wurzelwerks einer nicht näher dargestellten Pflanze, insbesondere eines Bonsai-Baums, dient. Diese Aufnahme wird von einer Gefäßwand 2 und einem Gefäßboden 3 begrenzt, wobei die Gefäßwand 2 vom Gefäßboden 3 absteht. 5/14 -5-
Zudem sind im Gefäßboden 3 Öffnungen 4 eingebracht, um den nicht näher dargestellten Inhalt des Pflanzgefäßes 1 zu durchlüften. Zudem weist das Pflanzgefäß 1 mehrere innenliegende Stege 5, 6 auf, die sich zwischen Gefäßwand 2 und Gefäßboden 3 erstrecken und so eine Führung für das Wachstum des Wurzelwerks der Pflanze ausbilden. Die Stege 5, 6 einer an den Wurzelansatz der Pflanze angepasste Freistellung 7 zu. Um auf den Wuchs der Pflanze besonders ausgeprägt einwirken zu können, trennen die Stege 5, 6 das Pflanzgefäß 1 in voneinander abgeschottete Wurzelkammern 8 für das Wurzelwerk der Pflanze, wobei die Wurzelkammern 8 zur Freistellung 7 hin für den Wurzelansatz der Pflanze offen sind.
Somit lenken die Stege 5, 6 das Wachstum der Wurzeln bereits vom Wurzelansatz an, was die Bildung eines breit verästelten Wurzelsystems fördert und in weiterer Folge den Wuchs und die Gesundheit der Pflanze beschleunigt. Da zudem die Stege 5, 6 das Pflanzgefäß 1 in voneinander abgeschottete und zur Freistellung 7 hin offene Wurzelkammern 8 für das WürzeIwerk der Pflanze trennt, wird deren Drehwuchs vermieden. Außerdem wird auch ein Konkurrenzkampf um die Nährstoffe der Wurzelwerke einzelner Wurzelkammern 8 unterbunden - somit ist mit einem besonders vorteilhaften Wuchs der Pflanze zu rechnen, insbesondere dann, wenn die Wurzelkammern 8 das Pflanzgefäß 1 in Sektoren teilt, wie dies der Fig. 1 entnommen werden kann. Durch eine geleichmäßige Verwurzelung in alle Richtungen ist zudem ein besonders guter Halt der Pflanze in dem Pflanztopf 1 zu erreichen.
Zudem ist jeder Wurzelkammer 8 eine Öffnung 4 im Gefäßboden 3 zugeordnet, um die Durchlüftung des Substrats der Wurzelkammer 8 individuell einstellen zu können. Diese Durchlüftung wird verbessert, indem das Pflanzgefäß 1 Füße 18 aufweist.
Die Stege 5, 6 laufen der Freistellung 7 geduckt zu, indem sich deren Flöhe zur Freistellung 7 hin vermindert, wie dies der Fig. 2 besser entnommen werden kann. Damit folgen die Stirnseiten 9, 10 der Stege 5, 6 dem Wurzelansatz der Pflanze und können die Wurzeln dadurch verbessert im Wachstum führen. Zudem erhöht sich 6/14 -6- die Breite der Stege 5, 6 zum Gefäßboden hin, um die eingesetzte Pflanze dem Pflanzengefäß leichter wieder entnehmen zu können. Zu diesem Zweck laufen die Flanken 11,12 der Stege 5, 6 V-förmig auseinander.
Die Stege 5 erstrecken sich unterhalb der Oberkannte 13 des Pflanzgefäßes 1 zur Freistellung 7 hin. Flingegen erstreckt sich der Steg 6 über der Öberkannte 13 des Pflanzengefäßes 1 zur Freistellung 7 hin, was ein Überwachsen des Stegs 6 durch das Wurzelwerk der Pflanze vermeidet.
Der Steg 5 weist eine Sollbruchstelle 14 auf, um damit die Freistellung 7 vergrößern zu können. Vorteilhaft läuft diese Sollbruchstelle 14 der Freistellung 7 schräg zu.
Die Gefäßwand 2 weist eine thermische Isolierung 15 in Form einer Luftkammer auf, so wird die Gefahr von Frost- aber auch Hitzeschäden am Wurzelwerk der Pflanze verringert. Zudem sind an der Gefäßwand 2 und am Gefäßboden 3 Steckaufnahmen 16 zum Befestigen eines weiteren nicht näher dargestellten Stegs vorgesehen.
Um die Tiefe der Freistellung 7 am Pflanzengefäß 1 veränderbar ausbilden zu können, weist die Freistellung 7 eine einsetzbare Scheibe 16 auf. Mithilfe einer derartigen Scheibe 16 kann auch erreicht werden, dass Wurzeln einer Wurzelkammer 8 nicht oder nur eingeschränkt in eine andere Wurzelkammer einwachsen können -womit sichergestellt ist, dass sich das Wurzelwerk der einzelnen Wurzelkammern 8 voneinander weitgehend unbeeinflusst entwickeln kann. Eine weitere Aufteilung und Verästelung des Wurzelwerks wird erreicht, indem die Wurzelkammern 8 durch einen weiteren Trennsteg 17 geteilt sind. Die Trennstege 17 sind gegenüber den Wurzelansatz zulaufenden Stegen 5, 6 kürzer ausgeführt. 7/14
Claims (10)
- -1 - Patentansprüche: 1. Pflanzgefäß, insbesondere Schale, zum Heranziehen von Pflanzen, insbesondere eines Bonsai-Baums, mit einem mindestens eine Öffnung (4) aufweisenden Gefäßboden (3), mit einer vom Gefäßboden (3) abstehenden Gefäßwand (2) und mit mindestens einem Steg (5, 6), der sich zwischen Gefäßwand (2) und Gefäßboden (3) erstreckt und eine Führung für das Wachstum des Wurzelwerks der Pflanze ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Steg (5, 6) das Pflanzgefäß (1) in voneinander abgeschottete und zu einer Freistellung (7) für den Wurzelansatz der Pflanze hin offene Wurzelkammern (8) für das Wurzelwerk der Pflanze trennt.
- 2. Pflanzgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wurzelkammern (8) das Pflanzgefäß in Sektoren teilt.
- 3. Pflanzgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Wurzelkammer (8) mindestens eine Öffnung (4) im Gefäßboden aufweist.
- 4. Pflanzgefäß nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Höhe des Stegs (5, 6) zur Freistellung (7) hin verringert und/oder sich die Breite des Stegs (5, 6) zum Gefäßboden (3) hin erhöht,
- 5. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Steg (5, 6) unterhalb der Oberkannte (13) oder zumindest bereichsweise über die Oberkannte (13) des Pflanzgefäßes (1) zur Freistellung (7) hin erstreckt. 8/14 -2.-
- 6. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Steg (5) wenigstens eine, insbesondere der Freistellung (7) schräg zulaufende, Sollbruchstelle (14) zur Vergrößerung der Freistellung (7) aufweist.
- 7. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäßwand (2) eine thermische Isolierung (15), insbesondere in Form einer Luftkammer, aufweist.
- 8. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäßwand (2) und der Gefäßboden (3) Steckaufnahmen (15) zum Befestigen eines Stegs aufweisen.
- 9. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzgefäß (1) mindestens eine in die Freistellung (7) einsetzbare Scheibe (16) aufweist.
- 10. Pflanzgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Wurzelkammer (8) durch mindestens einen weiteren Trennsteg (17) geteilt ist, der gegenüber den, dem Wurzelansatz zulaufenden Stegen (5, 6) kürzer ausgeführt ist. 9/14
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