AT514519A1 - Dämpfvorrichtung für bewegbare Möbelteile und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

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Abstract

Dämpfvorrichtung (1) für bewegbare Möbelteile (2) mit einem Dämpfergehäuse, welches wenigstens zwei Gehäuseabschnitte (3, 4) umfasst, zwischen denen wenigstens ein Dichtungsring (5) angeordnet ist, wobei einer der beiden Gehäuseabschnitte (3) eine Gegenform (6) zur Halterung des Dichtungsrings {5) aufweist, wobei die Gegenform (6) im Querschnitt einen von einer Kreisform abweichenden Umriss mit einer ausschließlich positiven Krümmung aufweist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Dämpfvorrichtung für bewegbare Möbelteile mit einemDämpfergehäuse, welches wenigstens zwei Gehäuseabschnitte umfasst, zwischendenen wenigstens ein Dichtungsring angeordnet ist, wobei einer der beidenGehäuseabschnitte eine Gegenform zur Halterung des Dichtungsrings aufweist. DieErfindung betrifft weiterhin einen Möbelbeschlag mit wenigstens einererfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellungderselben. Dämpfvorrichtungen der angegebenen Art sind aus dem Stand der Technik, z.B. ausder österreichischen Patentanmeldung A 1180/2012, bekannt. Im Hinblick auf diedurch die vorliegende Erfindung zu lösende technische Aufgabe ist es dabei relevant,dass die Gegenform zur Halterung des Dichtungsrings gemäß dem Stand derTechnik in Bezug auf fertigungstechnische Rahmenbedingungen optimiert wird. Diesäußert sich darin, dass die Gegenform in Form eines Langlochs ausgebildet ist.
Es hat sich nun jedoch herausgestellt, dass die Halterung eines Dichtungsringes aufeiner derart ausgebildeten Gegenform mit einer Reihe von Nachteilen behaftet ist:Zunächst einmal erfolgt die Montage nicht in optimaler Art und Weise, da derDichtungsring gegenüber der Gegenform an unterschiedlichen Stellen einunterschiedliches Spiel aufweist. Dieses unterschiedliche Spiel führt in weiterer Folgezu Problemen im Hinblick auf die Dichtheit zwischen den wenigstens zweiGehäuseabschnitten des Dämpfergehäuses. Darüber hinaus können hierdurch auchVerschleißerscheinungen an dem Dichtungsring begünstigt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen,beim Stand der Technik auftretenden Nachteile zu vermeiden und eine verbesserteDämpfvorrichtung anzugeben, die z.B. in einem Möbelbeschlag eingesetzt werdenkann. Gleichzeitig soll auch ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertesVerfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung bereitgestelltwerden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 9 und 12gelöst.
Eine Grundidee der Erfindung besteht also darin, dass die Gegenform im Querschnitteinen von einer Kreisform abweichenden Umriss mit einer ausschließlich positivenKrümmung aufweist. Dies hat den großen Vorteil, dass die Gegenform spezifisch aufdie Form eines Dichtungsrings abgestimmt werden kann, insbesondere dann, wennder Dichtungsring eine von einer Kreisform abweichende Dehnungsform aufweist.Hierdurch lässt sich jegliches Spiel zwischen dem Dichtungsring und der Gegenformvermeiden, wodurch in weiterer Folge die Montage vereinfacht und die Dichtheitverbessert wird. Außerdem kommt es nicht zu durch Spiel verursachtenVerschleißerscheinungen.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Begriff der Krümmung klar definiert ist: DieKrümmung einer Kurve gibt an, wie stark sich die Richtung einer Tangente in einemPunkt der Kurve ändert, wenn der Punkt von links nach rechts verschoben wird. Einepositive Krümmung liegt dann vor, wenn sich die Tangente bei einer Verschiebungdes Punktes von links nach rechts gegen den Uhrzeigersinn dreht. Eine positiveKrümmung kann auch mit dem Begriff konvex beschrieben werden. Bezugsystem istim vorliegenden Fall der Dichtungsring, das heißt die Gegenform weist vomDichtungsring aus gesehen bzw. bezogen auf den Dichtungsring im Querschnitteinen von einer Kreisform abweichenden Umriss mit einer ausschließlich positivenKrümmung auf.
Als Zwangsbedingung für einen Fachmann bei der Ausbildung der Gegenform ist esalso vorgesehen, dass kein Vorzeichenwechsel bei der Krümmung stattfindet.Hierdurch ist die Menge an möglichen Formen stark eingeschränkt. Prinzipielldenkbar wären z.B. im Wesentlichen elliptische oder ovale Formen. Im Hinblick aufdie Erfindung hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, dass der Umrissder Gegenform wenigstens eine Symmetrieachse, vorzugsweise genau zweiSymmetrieachsen, aufweist. Alternativ oder ergänzend dazu kann der Umriss derGegenform zwei konvexe Abschnitte mit einem ersten Krümmungsradius aufweisen, die über zwei konvexe Abschnitte mit einem zweiten, von dem erstenKrümmungsradius abweichenden Krümmungsradius verbunden sind.
Weiterhin hat es sich im Hinblick auf das Dämpferinnenleben als vorteilhaft erwiesen,dass der Umriss der Gegenform in Richtung seiner größten Erstreckung 1,5- bis 2,5-mal, vorzugsweise in etwa 2-mal, so groß ist wie in Richtung seiner kleinstenErstreckung.
Anzumerken ist auch, dass die Vorteile der gegenständlichen Erfindunginsbesondere dann zum Tragen kommen, wenn es gilt, eine in ihren äußerenDimensionen relativ kleine Dämpfvorrichtung abzudichten, also wenn der Umriss derGegenform in Richtung seiner größten Erstreckung z.B. 7,5 bis 10,5 mm,vorzugsweise in etwa 9 mm, groß ist.
Was das Material des Dichtungsrings betrifft, so hat es sich als günstigherausgestellt, dass der Dichtungsring im Wesentlichen aus Nitrilkautschuk(Kurzbezeichnung: NBR) besteht. Dieses Material besitzt eine hohe Beständigkeitgegenüber Ölen, ein günstiges Alterungsverhalten sowie einen geringen Abrieb.
Die Gegenform zur Halterung des Dichtungsrings, die auch als Dichtungssitzbezeichnet werden kann, kann in technisch einfacher Weise dadurch ausgebildetsein, dass sie wenigstens einen nutförmigen Abschnitt und/oder wenigstens eineKulissenbahn aufweist.
Wie bereits einleitend ausgeführt, eignet sich die erfindungsgemäßeDämpfvorrichtung in besonderer Weise dazu, bei einem Möbelbeschlag zumDämpfen einer Bewegung desselben eingesetzt zu werden. Dabei kann es sich beidem Möbelbeschlag z.B. um einen Möbelscharnier handeln, wobei dasMöbelscharnier in bekannter Weise einen Scharniertopf aufweist, welcher überwenigstens einen Gelenkhebel mit einem Scharnierarm verbunden ist, und wobei dieDämpfvorrichtung im oder am Scharniertopf angeordnet ist.
Ist darüber hinaus im Dämpfergehäuse wenigstens eine Fluidkammer mit wenigstenseinem in der Fluidkammer, vorzugsweise linear, verschiebbar gelagerten Kolbenausgebildet, und ist gleichzeitig eine Antriebsvorrichtung zum Verschieben desKolbens während des Dämpfungshubs vorgesehen - was gemäß einer bevorzugtenAusführungsart der Erfindung vorgesehen ist - so bietet es sich an, dass durch denGelenkhebel ein am Scharniertopf bewegbar gelagertes Betätigungselementbeaufschlagbar ist, und dass das Betätigungselement mit der Antriebsvorrichtungzum Verschieben des Kolbens bewegungsgekoppelt ist.
Wie bereits angedeutet, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Herstellungder erfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung, wobei das Verfahren die folgendenVerfahrensschritte umfasst: - Bereitstellen wenigstens eines kreisförmigen Dichtungsrings, - Dehnen des Dichtungsrings in eine von einer Kreisform abweichende Formmit einer ausschließlich positiven Krümmung mittels einerDehnungsvorrichtung, - Haltern des gedehnten Dichtungsrings an einer Gegenform, welche imQuerschnitt einen der Dehnungsform des Dichtungsrings entsprechendenUmriss aufweist, wobei die Gegenform an einem ersten Gehäuseabschnitteines Dämpfergehäuses angeordnet ist, und - Zusammenfügen des ersten Gehäuseabschnitts mit einem zweitenGehäuseabschnitt, wobei der Dichtungsring zwischen den beidenGehäuseabschnitten angeordnet ist.
Die Dehnungsform des Dichtungsrings und damit der entsprechende Umriss derGegenform kann dabei z.B. mittels eines Simulationsprogramms oder auch einfachdurch Ausprobieren ermittelt werden. Sie hängt natürlich auch von der Geometrie derDehnungsvorrichtung ab.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand derFigurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestelltenAusführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 in einer schematisch dargestellten perspektivischen Ansicht ein Möbelstück,
Fig. 2 in einer schematisch dargestellten perspektivischen Ansicht ein Möbelscharnier,
Fig. 3 in einer schematischen Explosionsdarstellung eine Dämpfvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform,Fig. 4a und 4b einen Querschnitt durch eine Dämpfvorrichtung in zweiBetriebsstellungen,
Fig. 5a eine schematische Darstellung eines kreisförmigen
Dichtungsringes in einer perspektivischen und einerSeitenansicht,
Fig. 5b und 5c zwei schematisch dargestellte Betriebsstellungen einer
Dehnungsvorrichtung zur Dehnung eines Dichtungsrings, jeweilsin einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 5d einen gedehnten Dichtungsring in einer schematisch dargestellten perspektivischen sowie einer Seitenansicht,
Fig. 5e den ersten Gehäuseabschnitt einer Dämpfvorrichtung in
Kombination mit einem gedehnten Dichtungsring in einerschematisch dargestellten perspektivischen Ansicht,
Fig. 6a und 6b eine schematisch dargestellte Seitenansicht des erstenGehäuseabschnitts ohne und mit Dichtungsring, undFig. 7a und 7b eine schematisch dargestellte Querschnittsdarstellung einerKombination aus Dichtungsring und Gegenform, wobei Fig. 7bden Stand der Technik illustriert.
Fig. 1 zeigt ein schrankförmiges Möbelstück 36, umfassend einen Möbelkorpus 37und ein bewegbares Möbelteil 2 in Form einer Möbeltüre, die mittels zweierMöbelbeschläge 19 in Form von Möbelscharnieren schwenkbar mit demMöbelkorpus 37 verbunden ist.
Aus der Fig. 2 geht hervor, dass ein solches Möbelscharnier 19 einen Scharniertopf20 aufweist, welcher über einen Gelenkhebel 21 mit einem Scharnierarm 22verbunden ist. Der Scharnierarm 22 ist dabei lösbar, z.B. mittels Schrauben, mit dem Möbelkorpus 37 und der Scharniertopf 20 mittels eines am Scharniertopf 20angeordneten Flansches 25 und Befestigungsmitteln, z.B. in Form von Schrauben,mit der Möbeltüre 2 verbindbar. Seitlich im Scharniertopf 20 ist eineDämpfvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindungangeordnet, wobei in dieser Fig. als Teil der Dämpfvorrichtung nur der vordereBereich einer Antriebswelle 18 erkennbar ist, die mit einem am Scharniertopf 20bewegbar gelagerten Betätigungselement 23 bewegungsgekoppelt ist, wobei dasBetätigungselement 23 durch den Gelenkhebel 21 während des letzten Teils derSchließbewegung des Möbelscharniers 19 beaufschlagbar ist.
Der genaue Aufbau der Dämpfvorrichtung 1, die am Scharniertopf 20 angeordnet ist,lässt sich Fig. 3 entnehmen: Es ist ein Dämpfergehäuse vorgesehen, welches zweiGehäuseabschnitte 3 und 4 umfasst, zwischen denen ein Dichtungsring 5angeordnet ist, wobei der erste Gehäuseabschnitt 3 eine Gegenform 6 in Form einerKulissenbahn zur Halterung des Dichtungsrings 5 aufweist. Im Dämpfergehäuse isteine Fluidkammer 15 mit einem in der Fluidkammer 15 linear verschiebbargelagerten Kolben 16 ausgebildet. Weiterhin ist eine Antriebsvorrichtung zumVerschieben des Kolbens 16 während des Dämpfungshubs vorgesehen, wobei dieAntriebsvorrichtung ein Anschlagteil 17 und eine Antriebswelle 18 umfasst, undwobei die Antriebsvorrichtung eine Bewegung des angesprochenenBetätigungselementes 23 (vgl. Fig. 2) in eine Bewegung des Kolbens 16 in derFluidkammer 15 umsetzt. Auf diese Weise wird eine Dämpfwirkung erzeugt. Mittelseiner Rückstellfeder 28 wird sichergestellt, dass der Kolben 16 nach erfolgtemDämpfungshub wieder in seine Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Zwischen demersten Gehäuseabschnitt 3 und der Antriebswelle 18 ist eine weitere Dichtung 27angeordnet. Mittels eines Deckels 26 wird weiterhin ein Spiel der Antriebswelle 18 inRichtung ihrer Längsachse unterbunden.
Die Fig. 4a und 4b zeigen zwei Betriebsstellungen der Dämpfvorrichtung 1 in einerQuerschnittsansicht. In der Betriebsstellung gemäß der Fig. 4a befindet sich derKolben 16 in einer Ausgangsstellung für einen Dämpfungshub. Der Kolben 16 ist imgezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet und umfasst einen Innenkolbenund eine am Innenkolben angeordnete Hülse. Zum Beaufschlagen des Kolbens 16 ist ein bewegbar gelagertes Antriebsteil 17 mit einem Hebelarm vorgesehen, wobeider Hebelarm mit einem Gehäuseabschnitt des Kolbens 16 zusammenwirkt. DasAntriebsteil 17 ist über die Antriebswelle 18 mit dem in Fig. 2 gezeigtenBetätigungselement 23 bewegungsgekoppelt, sodass eine Verdrehung desBetätigungselements 23 eine Verdrehung des Antriebsteils 17 bewirkt. BeimDämpfungshub wird also das Antriebsteil 17 um die Drehachse 18 verschwenkt,wobei der Hebelarm des Antriebsteils 17 den Kolben in die Fluidkammer 15hineindrückt. Die dabei erreichte Maximalstellung ist in der Fig. 4b dargestellt. Nacherfolgtem Dämpfungshub ist der Kolben 16 durch die Kraft der Rückstellfeder 28wieder in eine für den nächsten Dämpfungshub vorgesehene Bereitschaftsstellungrückstellbar.
Anhand der Abfolge der Fig. 5a bis 5e sei das Verfahren zur Herstellung derDämpfvorrichtung skizziert: In einem ersten Verfahrensschritt wird ein kreisförmigerDichtungsring 5 bereitgestellt, der aus einem elastischen Material, vorzugsweise ausNitrilkautschuk, besteht. Dieser Dichtungsring 5 wird in weiterer Folge mittels einerDehnungsvorrichtung 24 in eine von einer Kreisform abweichende Form mit einerausschließlich positiven Krümmung gedehnt (vgl. Fig. 5b und 5c), wobei dieDehnungsvorrichtung 24 z.B. aus zwei halbzylinderförmigen Bauteilen 29 und 30bestehen kann, die sich in einer ersten Betriebsstellung (siehe Fig. 5b) zu einemvollständigen Zylinder ergänzen und in einer zweiten Betriebsstellung voneinanderbeabstandet sind (siehe Fig. 5c). Die Dehnungsform des Dichtungsrings 5 nacherfolgter Dehnung mittels der Dehnungsvorrichtung 24 ist in der Fig. 5d dargestellt.Auf die Details dieser Form wird anhand der Fig. 7a näher eingegangen. In einemdritten Verfahrensschritt wird der gedehnte Dichtungsring 5 an einer Gegenform 6,welche im Querschnitt einen der Dehnungsform des Dichtungsrings 5entsprechenden Umriss aufweist, gehaltert, wobei die Gegenform 6 an einem erstenGehäuseabschnitt 3 eines Dämpfergehäuses angeordnet ist (vgl. Fig. 5e).Abschließend wird der erste Gehäuseabschnitt 3 mit einem zweitenGehäuseabschnitt zusammengefügt und zwar derart, dass der Dichtungsring 5zwischen den beiden Gehäuseabschnitten angeordnet ist.
Die Fig. 6a und 6b zeigen den ersten Gehäuseabschnitt 3 des Dämpfergehäuses ineiner Vorderansicht und zwar im Falle der Fig. 6a ohne und im Falle der Fig. 6b mitDichtungsring 5.
Zur besseren Veranschaulichung der Anordnung aus Gegenform 6 undDichtungsring 5 wurden in der Fig. 7a im Vergleich zu der Fig. 6b alle übrigenBauteile weggelassen. Anhand dieser Darstellungsart ist gut erkennbar, dass dieGegenform 6, an welcher der Dichtungsring 5 gehaltert ist, im Querschnitt einen voneiner Kreisform abweichenden Umriss mit einer ausschließlich positiven Krümmungaufweist.
Zur Veranschaulichung der Tatsache, dass es sich, bezogen auf den Dichtungsring 5bzw. vom Dichtungsring 5 aus gesehen, um eine positive Krümmung handelt, wurdeim unteren Abschnitt der Gegenform 6 eine Tangente 31 durch einen Punkt 32eingezeichnet. Bewegt man diesen Punkt 32 samt der dazugehörigen Tangente 31von links nach rechts (s. Pfeil 33), so dreht sich die Tangente 31 entgegen desUhrzeigersinns und zwar in jedem Punkt des Umrisses der Gegenform 6, das heißtder Umriss der Gegenform 6 weist im Querschnitt ausschließlich eine positiveKrümmung auf.
Bei der in der Fig. 7a gezeigten Ausführungsform der Gegenform 6 weist der Umrissder Gegenform 6 darüber hinaus zwei Symmetrieachsen 7 und 8 auf. Weiterhin lässtsich der Umriss der Gegenform 6 auch in zwei gegenüberliegend angeordnete,konvexe Abschnitte 9 und 10 mit einem ersten Krümmungsradius unterteilen, dieüber zwei dazwischen liegende konvexe Abschnitte 11 und 12, die einen zweiten,von dem ersten Krümmungsradius abweichenden Krümmungsradius aufweisen,verbunden sind. Und schließlich ist der Umriss der Gegenform 6 in Richtung seinergrößten Erstreckung 13 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in etwa zweimal sogroß wie in Richtung seiner kleinsten Erstreckung 14. Es handelt sich bei derDarstellung zwar um eine maßstabsgetreue Darstellung, absolut gesehen ist derUmriss der Gegenform 6 in Richtung seiner größten Erstreckung in Realitätallerdings in etwa 9 mm groß.
Wie ebenfalls anhand der Fig. 7a erkennbar ist, liegt der Dichtungsring 5 passgenauan der Gegenform 6 an, das heißt, dass nirgendwo ein Spiel vorhanden ist, welchesdie eingangs beschriebenen Probleme verursachen könnte. Im Vergleich dazu zeigtdie Fig. 7b den Stand der Technik, bei welchem der Dichtungsring 5 auf eineGegenform 34 in Form eines Langlochs aufgebracht ist. Wie anhand desvergrößerten Ausschnitts erkennbar ist, weist der Dichtungsring 5 an den geradenTeilstücken der Gegenform 34 ein signifikantes Spiel 35 auf.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass ein kreisförmiger Dehnungsring,der in zwei entgegengesetzte Richtungen auseinandergezogen wird, natürlich imGrenzfall auch irgendwann gerade Teilstücke aufweist. Wann dieser Grenzfallerreicht wird, hängt sehr stark von der Materialbeschaffenheit des Dichtungsrings ab.
Die Dehnungsform des Dichtungsrings bei der gegenständlichen Erfindung ist imZwischenbereich zwischen der reinen Kreisform und der im Grenzfall erreichtenForm mit geraden Teilstücken anzusiedeln.
Innsbruck, am 28. Juni 2013

Claims (12)

  1. Patentansprüche: 1. Dämpfvorrichtung (1) für bewegbare Möbelteile (2) mit einemDämpfergehäuse, welches wenigstens zwei Gehäuseabschnitte (3, 4)umfasst, zwischen denen wenigstens ein Dichtungsring (5) angeordnet ist,wobei einer der beiden Gehäuseabschnitte (3) eine Gegenform (6) zurHalterung des Dichtungsrings (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass dieGegenform (6) im Querschnitt einen von einer Kreisform abweichendenUmriss mit einer ausschließlich positiven Krümmung aufweist.
  2. 2. Dämpfvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass derUmriss der Gegenform (6) wenigstens eine Symmetrieachse (7, 8),vorzugsweise genau zwei Symmetrieachsen, aufweist.
  3. 3. Dämpfvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dassder Umriss der Gegenform (6) zwei konvexe Abschnitte (9,10) mit einemersten Krümmungsradius aufweist, die über zwei konvexe Abschnitte (11, 12)mit einem zweiten, von dem ersten Krümmungsradius abweichendenKrümmungsradius verbunden sind.
  4. 4. Dämpfvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, dass der Umriss der Gegenform (6) in Richtung seinergrößten Erstreckung (13) 1,5- bis 2,5-mal, vorzugsweise in etwa 2-mal, sogroß ist wie in Richtung seiner kleinsten Erstreckung (14).
  5. 5. Dämpfvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass der Umriss der Gegenform (6) in Richtung seinergrößten Erstreckung (13) 7,5 bis 10,5 mm, vorzugsweise in etwa 9 mm, großist.
  6. 6. Dämpfvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchgekennzeichnet, dass der Dichtungsring (5) im Wesentlichen ausNitrilkautschuk besteht.
  7. 7. Dämpfvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurchgekennzeichnet, dass die Gegenform (6) wenigstens einen nutförmigenAbschnitt und/oder wenigstens eine Kulissenbahn aufweist.
  8. 8. Dämpfvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurchgekennzeichnet, dass im Dämpfergehäuse wenigstens eine Fluidkammer (15)mit wenigstens einem in der Fluidkammer (15), vorzugsweise linear,verschiebbar gelagerten Kolben (16) ausgebildet ist, und dass eineAntriebsvorrichtung (17,18) zum Verschieben des Kolbens (16) während desDämpfungshubs vorgesehen ist.
  9. 9. Möbelbeschlag (19) mit wenigstens einer Dämpfvorrichtung (1) nach einemder Ansprüche 1 bis 8 zum Dämpfen einer Bewegung des Möbelbeschlags (19).
  10. 10. Möbelbeschlag (19) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass derMöbelbeschlag (19) als Möbelscharnier ausgebildet ist, wobei dasMöbelscharnier einen Scharniertopf (20) aufweist, welcher über wenigstenseinen Gelenkhebel (21) mit einem Scharnierarm (22) verbunden ist, undwobei die Dämpfvorrichtung (1) im oder am Scharniertopf (20) angeordnet ist.
  11. 11. Möbelbeschlag (19) nach Anspruch 10, wobei im Dämpfergehäusewenigstens eine Fluidkammer (15) mit wenigstens einem in der Fluidkammer (15), vorzugsweise linear, verschiebbar gelagerten Kolben (16) ausgebildetist, und wobei eine Antriebsvorrichtung (17,18) zum Verschieben desKolbens (16) während des Dämpfungshubs vorgesehen ist, dadurchgekennzeichnet, dass durch den Gelenkhebel (21) ein am Scharniertopf (20)bewegbar gelagertes Betätigungselement (23) beaufschlagbar ist, und dass das Betätigungselement (23) mit der Antriebsvorrichtung (17,18) zumVerschieden des Kolbens (16) bewegungsgekoppelt ist.
  12. 12. Verfahren zur Herstellung einer Dämpfvorrichtung (1) nach einem derAnsprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: - Bereitstellen wenigstens eines kreisförmigen Dichtungsrings (5), - Dehnen des Dichtungsrings (5) in eine von einer Kreisformabweichende Form mit einer ausschließlich positiven Krümmung mittelseiner Dehnungsvorrichtung (24), - Haltern des gedehnten Dichtungsrings (5) an einer Gegenform (6),welche im Querschnitt einen der Dehnungsform des Dichtungsrings (5)entsprechenden Umriss aufweist, wobei die Gegenform (6) an einemersten Gehäuseabschnitt (3) eines Dämpfergehäuses angeordnet ist,und - Zusammenfügen des ersten Gehäuseabschnitts (3) mit einem zweitenGehäuseabschnitt (4), wobei der Dichtungsring (5) zwischen denbeiden Gehäuseabschnitten (3, 4) angeordnet ist.
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