AT514565A4 - Ofen mit einer einen Brennraum bildenden Brennkammer - Google Patents
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Abstract
Ofen mit einer einen Brennraum (6) bildenden Brennkammer (2) und mit einem um eine Schwenkachse (24) schwenkbaren Rost (3), welcher Rost (3) in einer Betriebsstellung eine Rostöffnung (4) der Brennkammer (2) abdeckt, wobei eine vom Rost (3) gebildete Brennfläche (5) den Brennraum (6) an einer Seite begrenzt, wobei mit dem Rost (3) zumindest ein, in der Betriebsstellung von dem Rost (3) ausgehend in den Brennraum (6) ragendes, vorzugsweise längliches, Räumungselement (26) verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Ofen mit einer einen Brennraumbildenden Brennkammer und mit einem um eine Schwenkachseschwenkbaren Rost, welcher Rost in einer Betriebsstellung eineRostöffnung der Brennkammer abdeckt, wobei eine vom Rostgebildete Brennfläche den Brennraum an einer Seite begrenzt.
Insbesondere betrifft die Erfindung einen Pelletofen zurVerbrennung von Pellets, vorzugsweise Holzpellets, wobei dieBrennkammer durch einen Brenntopf gebildet ist.
Die Betriebsstellung ist dabei jene Stellung des Rosts, welcheer während eines Verbrennungsvorgangs typischer Weise einnimmt,und mit Brennfläche ist eine von den Rostelementen, z.B.Roststäben oder einem Rostgitter, in der Betriebsstellunggebildete Fläche innerhalb der Brennkammer bezeichnet, oberhalbderer das Brenngut gehalten wird. Dementsprechend ist dieBrennfläche im Allgemeinen gleich oder kleiner als dieOberfläche bzw. eine Oberseite des Rosts. Die Brennfläche kann,muss aber nicht in der Betriebsstellung in einer Ebene mit derRostöffnung liegen; beispielsweise wäre eine im Vergleich zurRostöffnung nach innen in die Brennkammer versetzte Brennflächedenkbar und möglich. Dementsprechend wird die Rostöffnung auchdann vom Rost abgedeckt, wenn der gesamte Rost in derRostöffnung angeordnet ist, d.h. unabhängig von der Form oderAnordnung des Rosts oder der Brennfläche deckt der Rost dieRostöffnung immer dann ab, wenn er geeignet ist, Brenngut in derBrennkammer zu halten bzw. ein Austreten des Brennguts durch dieRostöffnung in der Betriebsstellung im Wesentlichen zuverhindern. Beispielsweise verhindert der Rost bei einemPelletofen in der Betriebsstellung ein Austreten von Pellets ausdem Brennraum und ermöglicht zugleich eine Luftzufuhr in denBrennraum durch den Rost.
Ein derartiger Ofen ist bereits aus der AT 505 382 Bl bekannt,welche einen Ofen für die Verfeuerung von Holzpellets zeigt,wobei der Boden des Brennraums durch einen um eine waagrechtangeordnete Schwenkachse verschwenkbaren Drehtellerrost gebildetist.
Allgemein sind Öfen mit verschwenkbaren Rosten oder Rostteilenauch aus der CN 201110570 Y und aus der JP 52101256 U bekannt,in denen jeweils zwei Schwenkachsen für zwei getrennte Rostteilevorgesehen sind.
Die bekannten, schwenkbaren Roste sind somit geeignet, Ascheoder Pelletreste, welche im Betrieb, d.h. während dereigentlichen Verbrennung, nicht durch den Rost gefallen sind,durch Schwenken des Rosts bzw. der Rostteile abzuwerfen.Allerdings kann das Schwenken des Rosts im Brennraumverbleibende Verbrennungsrückstände, insbesondere so genannte„Brücken" aus Asche und Schlacke, Aschekuchen bzw. andereverfestigte oder an einer Wand der Brennkammer haftendeRückstände nicht entfernen. Diese Verbrennungsrückstände bzw.Abfälle können in der Folge zu Betriebsstörungen führen oderzumindest die Effizienz des Ofens senken.
Bei dem in der US 2,184,292 A gezeigten Ofen sind auf einem RostVorsprünge bzw. Zähne zum Aufbrechen eines Aschekuchensvorgesehen. Allerdings sind diese Zähne auf einzeln drehbarenRoststangen angeordnet, welche zum Aufbrechen rotiert werdenmüssen. Ein Kippen bzw. Schwenken des Rosts selbst ist hiernicht vorgesehen, so dass größere Verbrennungsrückstände nichtvom Rost abgeworfen werden können. Darüber hinaus ist derMechanismus verhältnismäßig aufwendig in der Herstellung und imBetrieb und zudem fehleranfällig.
Gegenüber den bekannten Rosten ist es Aufgabe der Erfindung,einen Rost vorzuschlagen, mit dem im Brennraum verbleibende,verfestigte oder haftende Verbrennungsrückstände beimVerschwenken des Rosts auf einfache, nichtsdestoweniger sichereWeise entfernt werden können.
Diese Aufgabe wird bei einem Ofen der eingangs angeführten Artdadurch gelöst, dass mit dem Rost zumindest ein, in derBetriebsstellung von dem Rost ausgehend in den Brennraumragendes, vorzugsweise längliches, Räumungselement verbundenist. Das Räumungselement wird dementsprechend beim Schwenken desRosts gemeinsam mit dem Rost verschwenkt, so dass zur Entfernung von verfestigten Verbrennungsrückständen keine zusätzlichenbeweglichen Teile, insbesondere kein zusätzlicher Antrieb oderähnliches, erforderlich sind bzw. ist. Insbesondere zerstört dasRäumungselement beim Schwenken des Rosts von derBetriebsstellung in eine Offenstellung die so genannten„Brücken" (weshalb es auch als „Brückenbrecher" bezeichnet wird)und reinigt den Brennraum, wobei die vom Räumungselement aus derBrennkammer gelösten Bruchstücke bzw. Rückstände durch denverschwenkten, geöffneten Rost abgeführt werden können. Für eine effektive Räumung großer Teile des Brennraums ist esvorteilhaft, wenn die Schwenkachse im Wesentlichen seitlichneben der Rostöffnung verläuft und das Räumungselement imWesentlichen an einem der Schwenkachse benachbarten Rand derBrennfläche mit dem Rost verbunden ist. Dadurch, dass dieSchwenkachse seitlich neben der Rostöffnung verläuft, kann beimAufschwenken im Wesentlichen die gesamte Rostöffnung freigegeben werden, so dass auch große Rückstände aus derBrennkammer entfernt werden können. Durch das von einer Seitebeim Schwenken des Rosts durch den Brennraum bewegteRäumungselement werden die oberhalb des Rosts in der Brennkammerentstandenen Rückstände zusätzlich aus dem Brennraum befördertund anschließend vom Rost abgeworfen.
Vorteilhafter Weise ist die Form und Abmessung desRäumungselements so gewählt, dass das Räumungselement bei einerVerschwenkung des Rosts um die Schwenkachse einen Teil derRostöffnung überstreicht. Somit kann insbesondere ein im Betriebdirekt oberhalb des Rosts gebildeter Aschekuchen gründlichentfernt werden. Die Form und Abmessung ist dabei an denBrennraum, d.h. insbesondere an die Abmessungen der Brennkammer,anzupassen. Neben der grundsätzlich länglichen Form, z.B. in derArt einer Stange oder eines Balkens, welche vor allem den vomRäumungselement im Brennraum eingenommenen Platz gering hält,ist es günstig, wenn das Räumungselement im Wesentlichen so langist, dass es beim Übergang von der Betriebsstellung in dieOffenstellung des Rosts annähernd die gesamte Rostöffnungüberstreicht. Demgemäß ragt das Räumungselement ungefähr so weitin den Brennraum, dass es beim Verschwenken des Rosts annähernd bis zu einer der Schwenkachse gegenüber liegenden Seitenwand derBrennkammer reicht. Eine optimale Wirkung des Räumungselementskann erzielt werden, wenn die Form der Brennkammer auf dieBewegung des Räumungselements abgestimmt ist, beispielsweise miteiner teilweise zylindrischen Seitenwand, so dass dasRäumungselement im Wesentlichen den gesamten Brennraum erreichtund überstreichen kann.
Wenn das Räumungselement in der Betriebsstellung des Rosts imWesentlichen parallel zu einer Seitenwand der Brennkammerangeordnet ist, können etwaige Verbindungen vonVerbrennungsrückständen mit der betreffenden Seitenwand in dendurch das Räumungselement verdeckten Abschnitten vermiedenwerden. Zudem wird bei dieser Anordnung der Brennraum durch dasRäumungselement vorteilhafter Weise kaum eingeschränkt, und dasRäumungselement stellt kaum eine Einschränkung für dasverwendbare Brenngut dar.
Zur gründlichen Reinigung der Brennkammer und zur Entfernungauch kleinerer, nur in Teilen des Brennraums gebildeter Brückenist es günstig, wenn mit dem Rost mehrere, in der Art einesKamms nebeneinander und parallel angeordnete Räumungselementeverbunden sind.
Es hat sich außerdem als vorteilhaft herausgestellt, wenn derRost in der Betriebsstellung im Wesentlichen parallele Roststäbeaufweist, welche die Brennfläche des Rosts definieren, wobeizumindest ein Teil der Roststäbe relativ zur Brennflächebeweglich, insbesondere aus der Brennfläche kippbar, ist. Somitkönnen durch eine Bewegung der Roststäbe etwaige im Rost oderzwischen dem Rost und dem Räumungselement fest gesetzteVerbrennungsrückstände gelockert, gelöst und abgeworfen werden.Die Bezeichnung als Roststab soll auf eine im Wesentlichenlängliche Form der Rostelemente hindeuten und bedeutet keineEinschränkung für den Querschnitt der Rostelemente. Insbesonderesind neben runden auch im Querschnitt dreieckige und viereckigeRoststäbe oder auch Roststäbe mit einem komplizierteren Profil,etwa einem T oder H-Profil, denkbar.
Ein einfacher Aufbau des Rostes kann erzielt werden, wenn diebeweglichen Roststäbe über eine Kippachse mit dem Rost bzw. mitden übrigen Roststäben verbunden sind, welche Kippachse parallelzur Schwenkachse und versetzt zu dem Räumungselement angeordnetist, wobei die beweglichen Roststäbe vorzugsweise verschiebbarauf der Kippachse gelagert sind. Durch eine versetzte Anordnungbezüglich des Räumungselements wird sichergestellt, dass diebeweglichen Roststäbe auch am Räumungselement haftendeVerbrennungsrückstände entfernen können. Eine verschiebbareLagerung ermöglicht neben der Kippbewegung eine relativeVerschiebung der Roststäbe, so dass auf diese Weise etwaigeVerbindungen, die eine Kippbewegung blockieren, durch dieVerschiebung aufgebrochen werden können.
Im Zusammenhang mit den beweglichen Roststäben ist es besondersgünstig, wenn diese mit einem Mitnahmehebel verbunden sind,welcher eingerichtet ist, um beim Verschwenken des Rosts miteinem bezüglich der Brennkammer fest angeordneten Halteelementzur Bewegung der beweglichen Roststäbe zusammenzuwirken, wobeidas Halteelement eingerichtet ist, den Mitnahmehebel beimAufklappen gegenüber dem Rost zurück zu halten. Auf diese Weisewerden die beweglichen Roststäbe beim Schwenken des Rosts vonder Betriebsstellung in der Offenstellung automatisch in Bezugauf die übrigen Roststäben und das Räumungselement bewegt, d.h.gekippt und gegebenenfalls verschoben, ohne dass dafür eineigener Antrieb erforderlich wäre. Insbesondere kann dieseRelativbewegung ruckartig erfolgen, wenn der Rost unter demGewicht der auf dem Rost befindlichen Verbrennungsrückständenach unten fällt, beispielsweise wenn eine den Rost in derBetriebsstellung haltende Arretierung gelöst wird, und im Fallendes Rosts, d.h. nachdem der Rost bereits ein Stück weitverschwenkt ist, der Mitnahmehebel abrupt auf das Halteelementaufschlägt.
Die Reinigung des Brennraums und des Rosts beim Verschwenken desRosts ist besonders wirkungsvoll, wenn der Rost einen Boden derBrennkammer bildet, wobei die Brennfläche in derBetriebsstellung im Wesentlichen waagrecht ist. Bei dieserAnordnung sammeln sich etwaige Rückstände bevorzugt direkt am
Rost bzw. oberhalb der Brennfläche und sind somit für dasRäumungselement optimal erreichbar.
Um den Betrieb des Ofens samt der beschriebenen Räumung bzw.Reinigung vollständig automatisieren zu können, was beibekannten Öfen, bei denen der Brennraum nur durch einenmanuellen Eingriff gereinigt werden konnte, nicht möglich ist,ist es günstig, wenn zumindest eine Bewegung des Rost um dieSchwenkachse mittels eines Antriebs, vorzugsweise einesElektromotors, steuerbar ist. Der Antrieb ist vor allem zumSchließen des Rosts nach erfolgter Räumung nützlich, d.h. wennder Rost aus der Offenstellung zurück in der Betriebsstellunggebracht wird, kann aber auch die Räumung zusätzlichunterstützen und beispielsweise wiederholte Schwenkvorgänge desRosts zur gründlichen Reinigung ausführen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von besonders bevorzugtenAusführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt seinsoll, und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch weitererläutert. In den Zeichnungen zeigen dabei im Einzelnen:
Fig. 1 eine schaubildliche, schematische Ansicht einesPelletofens mit einem schwenkbaren Rost in einerBetriebsStellung;
Fig. 2 den Pelletofen gemäß Fig. 1 in einer Vorderansicht;
Fig. 3 den Pelletofen gemäß Fig. 1 in einer Schnittansichtgemäß der Linie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht des Pelletofens gemäßFig. 1 in einer Offenstellung des Rosts;
Fig. 5 den Pelletofen gemäß Fig. 4 in einer seitlichenPerspektive;
Fig. 6 einen Detail-Ausschnitt des Rosts gemäß Kreis VI inFig. 5 in demgegenüber größerem Maßstab;
Fig. 7 den Pelletofen gemäß Fig. 4 in einer Schnittansichtentsprechend der Linie III-III in Fig. 2; und
Fig. 8 einen Detail-Ausschnitt des Rosts gemäß Kreis VIII inFig. 7 in demgegenüber größerem Maßstab;
In Fig. 1 ist ein Pelletofen 1 mit einer Brennkammer 2 in Formeines Brenntopfs gezeigt. Unterhalb der Brennkammer 2 ist ein
Rost 3 angeordnet, welcher in der in Fig. 1 dargestelltenBetriebsstellung die Unterseite der Brennkammer 2 bzw. eineRostöffnung 4 (vgl. Fig. 4 und 7) der Brennkammer 2 abdeckt.Wenn die Rostöffnung 4 durch den Rost 3 abgedeckt ist, begrenztder Rost 3 bzw. eine Brennfläche 5 (vgl. Fig. 3) des Rosts 3gemeinsam mit der Brennkammer 2 einen Brennraum 6, so dass einim Brennraum 6 aufgenommenes Brenngut (nicht gezeigt) durch denRost 3 in der Brennkammer 2 gehalten wird. In dem gezeigtenAusführungsbeispiel entspricht die Rostöffnung 4 etwa derGrundfläche des Brennraums 6, wobei der Rost 3 in derBetriebsstellung einen im Wesentlichen waagrechten Boden desBrennraums 6 bildet.
Die Brennkammer 2 weist eine im Wesentlichen rechteckigeGrundfläche mit abgerundeten Ecken auf. An der Unterseite undOberseite der Brennkammer 2 ist jeweils ein Ringkragen 7, 8vorgesehen, wobei eine Mantel 9 der Brennkammer 2 durch zwei anden kürzeren Seiten ineinander greifende Mantelstücke 10gebildet ist. Die Mantelstücke 10 werden dementsprechend amunteren und oberen Rand von den sie umgebenden Ringkrägen 7, 8zusammen gehalten und sind mit den Ringkrägen 7, 8 zur Bildungder Brennkammer 2 verbunden, beispielsweise verschweißt. DerMantel 9 der Brennkammer 2 weist in einem oberen Bereich, einStück unterhalb des oberen Ringkragens 8, Luftlöcher 11 auf,durch welche ein Luftzug in dem Brennraum 6 ermöglicht wird.
Der Rost 3 liegt an der Unterseite der Brennkammer 2 an undschließt mit dem Mantel 9 ab. Der Rost 3 weist mehrereRostelemente in Form von im Wesentlichen parallel nebeneinanderangeordneten Roststäben 12 auf. In der Betriebsstellungdefinieren die Oberseiten der Roststäbe 12 eine im Wesentlichendurchgängige Fläche, welche nur durch die Abstände zwischen denRoststäben 12 unterbrochen ist; insbesondere liegen dieRoststäbe 12 in einer Ebene. Die Brennfläche ist dabei jenerTeil der im Wesentlichen durchgängigen Fläche, welcher in derBetriebsstellung innerhalb der Brennkammer 2 angeordnet ist undsomit den Brennraum begrenzt. Die Roststäbe 12 sind zumindestdurch eine Kippachse 13 verbunden, welche orthogonal zu denRoststäben 12 angeordnet ist, wobei ein Teil der Roststäbe 14 (vgl. Fig. 4) kippbar und verschiebbar auf der Kippachse 12gelagert ist. Die übrigen, festen Roststäbe 15 sind mit einerQuerstange 16 verbunden, auf der die beweglichen Roststäbe 14 inder Betriebsstellung aufliegen.
Die beweglichen Roststäbe 14 sind außerdem von einerMitnahmestange 17 durchsetzt, welche auch einen rechteckigenQuerschnitt aufweisen kann und dementsprechend auch drehfest mitden beweglichen Roststäben 14 verbunden sein kann. DieMitnahmestange 17 ragt seitlich über den Rost 3 hinaus, wobeimit den beiden vorstehenden Enden der Mitnahmestange 17 jeweilsein Mitnahmehebel 18 drehfest verbunden ist. Die Mitnahmehebel 18 stehen senkrecht oder in einem variablen Winkel auf den Rost3 und in der Betriebsstellung seitlich neben der Brennkammer 2über den Rost 3 hinaus. Zur einfachen Montage ist derMitnahmehebel 18 auf die Mitnahmestange 17 aufgesteckt und miteiner Fixierschraube 18' (vgl. Fig. 4) gesichert.
Parallel zu den Roststäben 12 ist an beiden Seiten des Rosts 3,d.h. neben den äußersten Roststäben 12, jeweils eine Roststütze 19 mit der Kippachse 13 und der Querstange 16 verbunden. DieRoststützen 18 halten die Roststäbe 12 in einem Abstand voneiner unterhalb der Roststäbe 12, d.h. auf einer der Brennkammer2 gegenüber liegenden Seite, angeordneten Rostplatte 20. DieRostplatte 20 ist parallel zur Brennfläche 5 angeordnet undüberragt den Rost 3 nach allen vier Seiten, so dass diese auchals Dichtplatte zu einer Aschebox (nicht gezeigt) hin verwendetwerden kann.
Oberhalb der Rostplatte 20 sind seitlich des Rosts 3 bzw. derBrennkammer 2 zwei, jeweils einem der Mitnahmehebel 18zugeordnete, Halteelemente 21 angeordnet. Die Halteelemente 21sind beispielsweise mit einer Außenwand (nicht gezeigt) desOfens verbunden, so dass sie in Bezug auf die Brennkammer 2unbeweglich bzw. fest angeordnet sind und bei einem Schwenkendes Rosts 3 (vgl. Fig. 4) mit den Mitnahmehebeln 18Zusammenwirken.
Der weitere Aufbau des Rosts 3 ist insbesondere in den Fig. 2 und 3 ersichtlich, welche ebenfalls die in Fig. 1 dargestellteBetriebsstellung der Anordnung zeigen. Die Rostplatte 20 ist anihrer der Brennkammer 2 abgewandten Unterseite über zwei fixeoder gefederte Verbindungselemente 22 mit einer Trägerstruktur23 verbunden. Die Trägerstruktur 23 ist an einer Schwenkachse 24schwenkbar gelagert und weist Führungen 25, 26 auf, die für dieBetätigung des Rosts 3 mittels einer zwischen den Führungen 25, 26 laufenden Rolle (nicht gezeigt) eingerichtet sind, wobei dieRolle vorzugsweise mit einem Antrieb, z.B. einem Elektromotor,verbunden ist.
In Fig. 3 ist außerdem ein vom Rost 3 ausgehend senkrecht in denBrennraum 6 bzw. in die Brennkammer 2 ragendes Räumungselement 27 gezeigt. Das Räumungselement 27 ist im Wesentlichenbalkenförmig und in der Betriebsstellung parallel zur durch einMantelstück 10 gebildeten Seitenwand 10' der Brennkammer 2angeordnet, wobei es an der Seitenwand 10' im Wesentlichenanliegt. Dementsprechend ist das Räumungselement 27 am Rand derdurch die Brennkammer 2 begrenzten Brennfläche 5 angeordnet. DasRäumungselement 27 erstreckt sich über etwas mehr als die halbeHöhe des Brennraums 6.
Aus der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Betriebsstellung kann derRost 3 um die Schwenkachse 24 in die in den Fig. 4 bis 8dargestellte Offenstellung verschwenkt werden. Beispielsweisekann der Rost 3 durch Betätigung des Handgriffs 25 oder durcheinen mit der Schwenkachse 24 verbundenen Antrieb, z.B. in Formeines Elektromotors (nicht gezeigt), verschwenkt, d.h. sowohlgeöffnet als auch geschlossen werden.
Beim Öffnen des Rosts 3, d.h. beim Übergang von derBetriebsstellung in die Offenstellung, wird der Rost 3 von derBrennkammer 2 nach unten verschwenkt, wobei die Räumungselemente27 der Bewegung des Rosts 3 folgen. Dementsprechend werden dieRäumungselemente 27 von der Seitenwand 10' der Brennkammer 2, ander sie in der Betriebsstellung im Wesentlichen anliegen, wegund durch den Brennraum 6 geschwenkt, so dass etwaige imBrennraum 6 verbleibende Verbrennungsrückstände, welche nichtbereits durch die Schwerkraft dem Rost 3 folgen, mitgenommen werden können. Insbesondere können sich im Inneren derBrennkammer 2 bildende Brücken zwischen den Wänden derBrennkammer 2 zerstört und die Bruchstücke somit abtransportiertwerden.
Unmittelbar vor der Offenstellung, d.h. wenn der Schwenkwinkeldes Rosts 3 beinahe der Offenstellung entspricht, berühren dieMitnahmehebel 18 jeweils das zugeordnete Halteelement 21. Da dieHalteelemente 21 der Schwenkbewegung nicht folgen, werden dieMitnahmehebel 18 in einem Auflagebereich 28 an einem derMitnahmestange 17 gegenüber liegenden Ende der Mitnahmehebel 18von den Halteelementen 21 zurückgehalten. Da die Mitnahmehebel18 über die Mitnahmestange 17 mit den beweglichen Roststäben 14verbunden sind, welche bis dahin auf der Querstange 16aufliegen, folgen die beweglichen Roststäbe 14 entsprechendihrer verschiebbaren und kippbaren Lagerung auf der Kippachse 13der Bewegung der Mitnahmehebel 18. Dabei ist die Verschiebungder beweglichen Roststäbe 14 durch die Abmessungen des Langlochs29 (vgl. Fig. 8) in den beweglichen Roststäben 14, welches dieKippachse 13 umgibt, begrenzt. In korrespondierender Weise istauch die Kippbewegung durch die Abmessungen einer Ausnehmung 30in den beweglichen Roststäben 14, in der die Querachse 16desRosts 3 aufgenommen ist, begrenzt. Die Offenstellung entsprichtsomit einer maximalen Verschwenkung des Rosts 3, welche durchdie Position der Halteelemente 21 und die Lagerung derbeweglichen Roststäben 14 begrenzt ist.
Wie insbesondere in Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, werden durchdas Verkippen der beweglichen Roststäbe 14 unter Einwirkung derHalteelemente 21 die beweglichen Roststäbe 14 bezüglich derfesten Roststäbe 15 verkippt, wobei die beweglichen Roststäbe 14von der Querstange 16 abgehoben werden und somit die Brennfläche5 aufgebrochen bzw. aufgelöst wird. Etwaige zwischen denbeweglichen Roststäben 14 und den festen Roststäben 15 gehalteneoder eingeklemmte Verbrennungsrückstände, ein an den festen oderden beweglichen Roststäben 15, 14 haftender Aschekuchen odersonstige Reste des Brennguts (im Folgenden kurz als Abfällebezeichnet), können somit vom Rost 3 gelöst und über dengeschwenkten Rost 3 bzw. die geschwenkte Rostplatte 20 abtransportiert werden. Insbesondere können auch zwischen denRäumungselementen 27 gehaltene oder daran haftende Abfälleabgelöst werden, da die beweglichen Roststäbe 14 sich von untenzwischen die Räumungselemente 27 schieben bzw. seitlich derRäumungselemente 27 hervortreten. Um eine seitliche Verschiebungder beweglichen Roststäbe 14 entlang der Kipp- oder Querachse13, 16 zu vermeiden bzw. um einen Abstand zwischen denbeweglichen Roststäben 14 und den jeweils benachbarten festenoder beweglichen Roststäben 12 zu erzielen, sind zwischen denRoststäben 12 entlang der Querachse 16 und/oder entlang derKippachse 13 im Wesentlichen runde Abstandscheiben 31,31'angeordnet. Der Durchmesser der Abstandscheiben 31 auf derQuerachse 16 ist vorzugsweise größer als der Durchmesser derAusnehmung 30, um ein Überspringen der Abstandscheiben 31 zuverhindern.
In Fig. 7 und 8 ist die Relativbewegung der beweglichenRoststäbe 14 im Detail dargestellt. Insbesondere ist hierersichtlich, dass die beweglichen Roststäbe 14 in derOffenstellung bezüglich der Kippachse 13 entlang des Langlochs29 in Richtung der Schwenkachse 24 verschoben sind. Da dasLangloch 29 einen von der Schwenkachse 24 weg zur Oberseite derRoststäbe 12 ansteigenden Verlauf aufweist, werden diebeweglichen Roststäbe 14 im Bereich der Kippachse 13 aus derBrennfläche 5 nach unten verschoben. Zugleich wird das in derBetriebsstellung auf der Querachse 16 aufliegende Ende derbeweglichen Roststäbe 14 von der Querachse 16 in Richtung derHalteelemente 21 abgehoben, wobei die Querachse 16 in derAusnehmung 30 nach unten wandert. Somit werden die beweglichenRoststäbe 14 im Bereich der Querachse 16 aus der Brennfläche 5nach oben verschoben.
Beim Schließen des Rosts 3, d.h. beim Übergang aus derOffenstellung in die Betriebsstellung, lassen sich die nach obengekippten Roststäbe 14 beim Abdecken der Rostöffnung 4 derBrennkammer 2 zurück zur Auflage auf der Querachse 16 und ineine Ebene mit den festen Roststäben 15 schieben, so dasssämtliche Roststäbe 12 wieder eine gemeinsame Brennflächebilden. Beim Schließvorgang werden die Mitnahmehebel 18 von je einem weiteren Halteelement (nicht dargestellt) und somit diebeweglichen Roststäbe 14, durch die Mitnahmestange 17, entlangdes Langloches 29 wieder zurück in die Ausgangslage geschoben.
Entsprechend den obigen Erläuterungen zu den Figuren können beider hier dargestellten bevorzugten Ausführungsform eineserfindungsgemäßen Ofens insgesamt vier Reinigungsfunktionen mitnur einem einzelnen Antrieb betätigt werden: erstens wird derRost 3 in an sich bekannter Weise abgeschwenkt; zweitens werdendie beweglichen Roststäbe 14 verschoben und durch den Verlaufdes Langlochs 29 wird eine Seite der beweglichen Roststäbe 14aus der Brennfläche 5 nach unten (zur Rostplatte 20) gezogen;drittens werden die beweglichen Roststäbe 14 um die Kippachse 13verkippt und eine Seite der beweglichen Roststäbe 14 aus derBrennfläche 5 nach oben (in Richtung des Brennraums 6)geschoben; und viertens werden die Räumungselemente 27 durch denBrennraum 6 geführt.
Selbstverständlich sind für den Fachmann andere Ausführungen undModifikationen der Räumungselemente 27 im Rahmen dervorliegenden Erfindung analog möglich. Insbesondere könnenSchneiden- bzw. Zinken-artige oder aber auch flächigeRäumungselemente vorgesehen sein, welche weniger die Funktionvon Brückenbrechern und mehr die Funktion von Schaufeln erfüllenund eingerichtet sind, um den Brennraum 6 von Abfällen frei zuschaufeln. Ebenfalls analog könnten die Räumungselemente so mitder Brennkammer abgestimmt sein, dass sie in derBetriebsstellung in einer Seitenwand der Brennkammer versenktsind, so dass eine Einschränkung des Brennraums gänzlichvermieden wird. Weiters wäre es auch im Rahmen der Erfindung,die Räumungselemente oder einen Teil der Räumungselemente aufbeweglichen Roststäben anzuordnen.
Claims (10)
- Ansprüche 1. Ofen mit einer einen Brennraum (6) bildenden Brennkammer (2) und mit einem um eine Schwenkachse (24) schwenkbaren Rost (3) , welcher Rost (3) in einer Betriebsstellung eine Rostöffnung (4) der Brennkammer (2) abdeckt, wobei eine vom Rost (3)gebildete Brennfläche (5) den Brennraum (6) an einer Seitebegrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Rost (3)zumindest ein, in der Betriebsstellung von dem Rost (3)ausgehend in den Brennraum (6) ragendes, vorzugsweiselängliches, Räumungselement (27) verbunden ist.
- 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieSchwenkachse (24) im Wesentlichen seitlich neben der Rostöffnung (4) verläuft und das Räumungselement (27) im Wesentlichen aneinem der Schwenkachse (24) benachbarten Rand der Brennfläche (5) mit dem Rost (3) verbunden ist.
- 3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie Form und Abmessung des Räumungselements (27) so gewählt ist,dass das Räumungselement (27) bei einer Verschwenkung des Rosts(3) um die Schwenkachse (24) einen Teil der Rostöffnung (4)überstreicht.
- 4. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, dass das Räumungselement (27) in derBetriebsstellung des Rosts (3) im Wesentlichen parallel zu einerSeitenwand (10') der Brennkammer (2) angeordnet ist.
- 5. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass mit dem Rost (3) mehrere, in der Art einesKamms nebeneinander und parallel angeordnete Räumungselemente(27) verbunden sind.
- 6. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchgekennzeichnet, dass der Rost (3) in der Betriebsstellung imWesentlichen parallele Roststäbe (12) aufweist, welche dieBrennfläche (5) des Rosts (3) definieren, wobei zumindest einTeil der Roststäbe (12) relativ zur Brennfläche (5) beweglich, i nchoQnnHpTP ;=n i q Hör· Rronnf 1 äohd l R \ V -i ^ r i o +-
- 7. Ofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass diebeweglichen Roststäbe (14) über eine Kippachse (13) mit dem Rost(3) verbunden sind, welche Kippachse (13) parallel zurSchwenkachse (24) und versetzt zu dem Räumungselement (27)angeordnet ist, wobei die beweglichen Roststäbe (14)vorzugsweise verschiebbar auf der Kippachse (13) gelagert sind.
- 8. Ofen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dassdie beweglichen Roststäbe (14) mit einem Mitnahmehebel (18)verbunden sind, welcher eingerichtet ist, um beim Verschwenkendes Rosts (3) mit einem bezüglich der Brennkammer (2) festangeordneten Halteelement (21) zur Bewegung der beweglichenRoststäbe (14) zusammen zu wirken, wobei das Halteelement (21)eingerichtet ist, den Mitnahmehebel (18) beim Aufklappengegenüber dem Rost (3) zurück zu halten.
- 9. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurchgekennzeichnet, dass der Rost (3) einen Boden der Brennkammer (2) bildet, wobei die Brennfläche (5) in der Betriebsstellung imWesentlichen waagrecht ist.
- 10. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass zumindest eine Bewegung des Rost (3) um dieSchwenkachse (24) mittels eines Antriebs, vorzugsweise einesElektromotors, steuerbar ist.
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