AT514810B1 - Schwimmend gelagerte Abstützrolle - Google Patents
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Abstract
Schubladenausziehvorrichtung (10), umfassend eine Korpusschiene mit einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung an einem Möbelkorpus, eine an einer Schublade (11) zu befestigende Ladenschiene (1), welche relativ zur Korpusschiene (3) verfahrbar gelagert ist, eine Mittelschiene (2), welche zwischen der Korpusschiene (3) und der Ladenschiene (1) verfahrbar gelagert ist, wobei die Mittelschiene einen dem Befestigungsabschnitt zugewandten Seitensteg aufweist, wobei ein Lager (6) mit zumindest einer Abstützrolle (5) vorgesehen ist, über welche die Ladenschiene (1) an der Korpusschiene (3) abstützbar ist, wobei die zumindest eine Abstützrolle (5) über das Lager (6) höhenbeweglich gelagert ist, die Abstützrolle (5) zwischen dem Seitensteg (14) der Mittelschiene (2) und dem Befestigungsabschnitt (15) der Korpusschiene (3) angeordnet ist, wobei die Korpusschiene (3) eine Rampe (7) aufweist.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Schubladenausziehvorrichtung, umfassend: eine Korpus¬schiene mit einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung an einem Möbelkorpus, eine an einerSchublade zu befestigende Ladenschiene, welche relativ zur Korpusschiene verfahrbar gelagertist, eine Mittelschiene, welche zwischen der Korpusschiene und der Ladenschiene verfahrbargelagert ist, wobei die Mittelschiene einen dem Befestigungsabschnitt zugewandten Seitenstegaufweist.
[0002] Schubladenausziehvorrichtungen ähnlicher Art zählen bereits zum Stand der Technikund werden beispielsweise in der DE20306212 U1 gezeigt. Bei herkömmlichen Schubladen¬ausziehvorrichtungen kann das Problem bestehen, dass die Wälzkörper durch die permanenteinwirkenden Kräfte, wie beispielsweise dem Gewicht einer befüllten Schublade, belastet wer¬den und daraus resultierend die Wälzkörper deformiert werden können. Vor allem im geschlos¬senen Zustand der Schubladenausziehvorrichtung kann die Krafteinwirkung auf die Wälzkörpernoch höher sein, als während dem Ausziehvorgang der Schublade. Durch den Einbau vonAbstützrollen können die Wälzkörper in den Laufwägen, welche die einzelnen Schienen derSchubladenausziehvorrichtung verfahrbar zueinander lagern, in einer durch die Position derAbstützrolle festgelegten Stellung der Schublade entlastet werden. Die Abstützrollen sind stabi¬ler und oft auch in ihren Dimensionen stärker ausgeführt als die Wälzkörper. Bei Abnützung undDeformation der Wälzkörper sinkt die Schublade aufgrund des daraus resultierenden Spiels unddes Gewichtes der Schublade in der Schubladenausziehführung ab und das Fugenbild derFrontblende der Schublade wird negativ beeinträchtigt.
[0003] Es sind typische Schubladenausziehvorrichtungen bekannt, welche an einem vorderenEndbereich der Mittelschiene oder Ladenschiene angeordnet eine Innenrolle aufweisen. DieseInnenrolle ist dafür vorgesehen, dass die Ladenschiene bzw. die damit verbundenen Schubladeim geschlossenen Zustand abgestützt wird. Durch diese Innenrolle werden die Wälzkörper,beispielsweise als lastübertragende Rollen ausgeformt, welche zwischen den Schienen zurÜbertragung der Last der Schublade verfahrbar gelagert sind, vom Gewicht der Schubladeentlastet und folglich vor Deformation geschützt. Im Weiteren bewirkt diese Innenrolle, dass dieSchublade im Schließzustand leicht angehoben wird und eine unerwünschte Absenkung derSchublade verhindert. Somit können die horizontal verlaufenden Fugen zwischen den Front¬blenden von übereinander angeordneten Schubladen eines Schrankes eine konstante Breiteaufweisen, sodass das von außen sichtbare Fugenbild auch optisch ansprechend ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schubladenausziehvorrichtung dereingangs erwähnten Gattung mit einer Bauweise anzugeben, welche eine Entlastung der Wälz¬körper realisiert, sobald diese sich in die Schublade in ihre geschlossene Endlage bewegt [0005] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Dadurch, dass die Korpusschiene eine Rampe aufweist, wird die zumindest eine Ab¬stützrolle, welche sich höhenbeweglich zwischen dem Seitensteg der Mittelschiene und demBefestigungsabschnitt der Korpusschiene befindet, beim Schließen der Schublade durch dieRampe gegen die Ladenschiene gedrückt. Somit wird der Abstand zwischen der Ladenschieneund der Korpusschiene vergrößert und die dazwischen befindliche Mittelschiene mitsamt denWälzkörpern wird entlastet.
[0007] Die im Stand der Technik gezeigte Schubladenausziehführung weist keine Rampe auf.Ein kontrolliertes Anheben der Schubladenausziehführung wird erreicht, indem die Abstützrollegegen die Kante der Ladenschiene fährt. Das Aufsteigen der Ladenschiene erfolgt somit abruptund nicht gedämpft wie bei einer Auffahrt auf eine Rampe. Auch wenn mehrere Abstützrollenhintereinander auf einer Wippe angeordnet sind, um den Übergang sanfter zu gestalten, benö¬tigt man zumindest zwei hintereinander angeordnete Rollen und somit mehr Platz in der Schub¬ladenausziehvorrichtung. Durch die Verwendung einer Rampe und deren Zusammenwirken miteiner höhenbeweglichen Abstützrolle wird platzsparend mit einem einfachen Mittel ein Entlasten der Wälzkörper und ein Anheben der Schublade erreicht. Die Ausgestaltung der Rampe an derKorpusschiene hat den Vorteil, dass die Korpusschiene - im Vergleich zu den anderen Lauf¬schienen wie z.B. die Ladenschiene oder Mittelschiene - größer dimensioniert ist und somitmehr Freiraum zur Ausgestaltung der Rampe bildet als beispielsweise die Ladenschiene. DieLadenschiene und Mittelschiene müssen im Vergleich zur Korpusschiene kompakt gebautwerden, da diese oft ineinander greifen und entweder neben oder unter der Schublade Platzfinden müssen. Die Abstützrolle kommt nur zum Einsatz, wenn sie die Rampe erreicht und wirddurch ihre höhenbewegliche Lagerung bei fehlendem Kontakt zur Rampe komplett entlastet,was zu einer langen Lebensdauer der Abstützrolle beiträgt und Laufgeräusche beim Bewegender Schublade reduziert. Weiters wird die Abstützrolle schonend über die stetig ansteigendeRampe geführt, nicht abrupt über eine Kante oder eine steile Abschrägung. Dies führt zusätzlichzu einer verbesserten Laufruhe der Schublade. Zusätzlich ist die Verwendung der Rampe zu¬sammen mit der höhenbeweglichen Abstützolle im Vergleich zu anderen Systemen ein einfa¬ches Mittel, drei Schienen (Korpusschiene, Mittelschiene, Ladenschiene) in einer vorherbe¬stimmten Stellung voneinander so zu beabstanden, dass die Wälzkörper entlastet sind. AndereSysteme erlauben es nur, zwei Schienen (Korpusschiene und Ladenschiene) voneinanderabzustützen.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteran-sprüchen angegeben.
[0009] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Abstützrolle an der Mittelschiene, vor¬zugsweise am Seitensteg der Mittelschiene, gelagert wird. Mit anderen Worten wird die Abstütz¬rolle nicht im inneren Bereich der Mittelschiene oder Laufschiene befestigt, sondern kann amflächig ausgebildeten Seitensteg der Mittelschiene gelagert werden.
[0010] Es ist weiters vorgesehen, dass der Seitensteg der Mittelschiene parallel zum Befesti¬gungsabschnitt der Korpusschiene verläuft. Durch die Anordnung einer zwischen Mittelschieneund Korpusschiene verlaufenden Abstützrolle, kann nun in Kombination mit einer zusätzlichenInnenrolle, die beispielsweise in der Ladenschiene oder Mittelschiene angebracht wird, dieAufgabe des Hebens und Stützens der Schienen auf die Innenrolle und Abstützrolle aufgeteiltwerden. So kann beispielsweise die seitlich an der Mittelschiene angebrachte Abstützrolle dieAufgabe des Anhebens der Mittelschiene und der Ladenschiene über die Korpusschiene unddie in der Mittelschiene angebrachte Innenrolle, welche aus dem Stand der Technik bekannt ist,die Funktion des Abstützens der Mittelschiene und Ladenschiene über die Korpusschiene über¬nehmen.
[0011] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Abstützrolle alleinstehend die Funktiondes Hebens und auch des Stützens übernehmen. Die einfache Bauweise ergibt sich durch dieAnordnung der Abstützrolle, welche sich auf einem Lager befindet. Dieses Lager ist starr amSeitensteg der Mittelschiene befestigt. Der Seitensteg ist ein flächiger Bereich eines Formprofi¬les, welches als Mittelschiene agiert. Die Abstützrolle läuft dann in einem Bereich zwischendiesem Seitensteg und dem Befestigungsabschnitt der Korpusschiene, welche ebenfalls eineausgeprägte Fläche eines Formprofils ist. In Einbaulage dieser Schubladenausziehvorrichtungbefinden sich diese zwei Flächen, der Befestigungsabschnitt und der Seitensteg, in vertikalerPosition parallel zueinander.
[0012] Betrachtet man die Abstützrolle in axialer Projektion, so befindet sich diese zumindestmit der Hälfte ihrer Kreisfläche in der unteren Hälfte des Seitensteges, ragt auch über die Un-terkante der Mittelschiene hinaus.
[0013] Das für die Abstützrolle vorgesehen Lager weist eine Ausnehmung auf, in welcher dieAbstützrolle begrenzt höhenbeweglich gelagert ist. Die Breite dieser Ausnehmung ist größer alsder Durchmesser des Aufnahmeabschnittes der Abstützrolle. Somit ist die Abstützrolle in dieserAusnehmung geführt, weist jedoch ein deutliches Spiel auf.
[0014] Diese Ausnehmung kann man in detaillierter Betrachtungsweise über zwei Längserstre¬ckungen definieren. Die erste Längserstreckung ist eine Schräge gegenüber der Horizontalen und die zweite Längserstreckung eine Abweichende zur Vertikalen. Somit ergibt sich eine Aus¬nehmung, auf welche die Abstützrolle schräg von unten nach oben verfahren kann.
[0015] Auf der Korpusschiene befindet sich eine Rampe. Diese Rampe ist mit drei Abschnittendefinierbar. Einem Auffahrtsbereich, einem Laufbereich und einem Abfahrtsbereich. Wird nundie Schubladenausziehvorrichtung eingefahren, wird die lose gelagerte Abstützrolle über denAuffahrbereich der Rampe nach oben bewegt, fährt dann über den Laufbereich, kann je nachAusführungsbeispiel in weiterer Folge über den Abfahrbereich wieder entlastet werden.
[0016] Die Ladenschiene weist eine rechtwinklig zum Seitensteg ausgeprägte Lauffläche auf.Diese Lauffläche arbeitet zusammen mit der Abstützrolle ab dem Moment, wo diese auf dieRampe auffährt. So wird die Ladenschiene angehoben und gegebenenfalls auch abgestützt.Verfährt die Abstützrolle zwischen dieser Lauffläche und der Rampe, ist diese trotzdem nochhorizontal beweglich, da wie bereits oben beschrieben die Breite der Ausnehmung größer ist alsder Durchmesser des Aufnahmebereiches der Rolle. Somit ergeben sich eine achsfreie Lage¬rung und der daraus resultierende Vorteil geringerer wirkender Laufkräfte an der Abstützrolle.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der in denFiguren gezeigten Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigen: [0018] Fig. 1a - 1c einen Teil der Schubladenausziehvorrichtung in der Seitenansicht mit einer Detailzeichnung des Wirkbereiches der Abstützrolle in der Vorder¬ansicht [0019] Fig. 2 eine Schubladenausziehvorrichtung im zerlegten Zustand in der Schräg¬ ansicht [0020] Fig. 3a - 3b eine Detailzeichnung des Lagers und der Abstützrolle mit einer Schnitt¬ zeichnung der Abstützrolle auf dem Lager und eine Schrägansicht im ein¬gelegten sowie ausgebauten Zustand der Abstützrolle [0021] Fig. 4a-4c eine Schubladenausziehvorrichtung in der Seitenansicht als mögliches
Ausführungsbeispiel einer Kombination von Abstützrolle und Innenrolle [0022] Fig. 5 eine Schubladenausziehvorrichtung Schrägansicht als mögliches Ausfüh¬ rungsbeispiel - Kombination aus Innenrolle mit Abstützrolle [0023] Fig. 6a - 6c eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens von Innenrolle und
Abstützrolle zusammen mit den einzelnen Schienen und der Rampe [0024] Fig. 7a - 7b eine schematische Darstellung der Abstützrolle mit einer Vorderansicht und einer Seitenansicht [0025] Die Figur 1a zeigt eine Schubladenausziehvorrichtung 10 im ausgefahrenen Zustand.Man sieht im oberen Bereich die Ladenschiene 1, darunter den Seitensteg 14 zugehörig zurMittelschiene 2 und die Rampe 12 auf der Korpusschiene 3. Die Abstützrolle 5 befindet sich aufdem Lager 6, welches mit dem Seitensteg 14 zugehörig zur Mittelschiene 2 fest verbunden ist.In der darunter sichtbaren Detailzeichnung, Bezug nehmend auf die Abstützrolle 5 bzw. oben inder Seitenansicht erkennt man, dass die Abstützrolle 5 sich in einem Bereich vor der Rampe 12befindet und somit lose in ihrer Ausnehmung 19 liegen bleibt. Somit gibt es kein Zusammenwir¬ken zwischen Rampe 12, Abstützrolle 5 und der Lauffläche 8 an der Ladenschiene 1. DieSchienen gleiten so auf ihren Wälzkörpern 7 und 9 und die Abstützrolle 5 bleibt unbelastet.
[0026] Die Figur 1b zeigt, wie sich die Abstützrolle 5 nun am Auffahrtsbereich der Rampe 12,während des Schließvorganges der Schubladenausziehvorrichtung 10, in ihrer Ausnehmung 19nach oben bewegt und Kontakt zur Lauffläche 8 an der Ladenschiene 1 herstellt. In diesemBereich beginnt sich nun die Mittelschiene 2 und die Ladenschiene 1 nicht mehr rein von denWälzkörpern 7 und 9 abzustützen, sondern auch von der Abstützrolle 5. In der Detailzeichnungkann man erkennen, wie sich der Spalt zwischen der Korpusschiene 3 und der Mittelschiene 2vergrößert, da diese angehoben und abgestützt wird.
[0027] Die Figur 1c zeigt eine Schubladenausziehvorrichtung im eingefahrenen Zustand, wobei sich nun die Abstützrolle 5 auf der Lauffläche der Rampe 12 befindet. An diesem höchstenBereich der Rampe 12 wird nun die Mittelschiene 2 und die Laufschiene 1 von der Abstützrolle 5 gehoben und gestützt und die Wälzkörper 7 und 9 können entlastet werden.
[0028] In der Figur 2 sieht man in einer Schrägansicht eine zerlegte Schubladenausziehvorrich-tung 10, gebildet aus der Korpusschiene 3, welche einen Befestigungsabschnitt 15 aufweist.Dieser Befestigungsabschnitt 15 bildet eine Vertikale, sobald die Schubladenausziehvorrichtungin Einbauposition ist. Mit diesem Befestigungsabschnitt 15 wird die Korpusschiene mit demMöbelkorpus verbunden und trägt somit die gesamte Einheit der Schubladenausziehvorrichtung10. Auf der Korpusschiene 3 befindet sich der Wälzkörper 7, auf welchen in weiterer Folge dieMittelschiene 2 in Längsrichtung verschiebbar angeordnet ist. Auf der Mittelschiene 2 befindensich die Wälzkörper 9, welche zusammenwirkend mit der Ladenschiene 1 ein Verschieben inLängsachse der Schubladenausziehvorrichtung 10 ermöglichen. Hier wird nun auch als zusätz¬liches Anwendungsbeispiel die Kombination aus Abstützrolle 5 und Innenrolle 4 angezeigt,wobei sich die Innenrolle 4 mit einem Innenlager 20 im Endbereich der Ladenschiene 1 befin¬det.
[0029] Die Figur 3a zeigt auf der linken Seite die Abstützrolle 5 und das Lager 6. Der gezeigteVertikalschnitt A/A verdeutlicht den Abstand zwischen der Rolle 5 und dem Lager 6. Hier siehtman, dass der Aufnahmebereich der Abstützrolle 5 in seinem Durchmesser kleiner ist, als dieBreite der Ausnehmung 19. Dies verdeutlicht, dass es sich hier um eine achslose Rolle handelt,welche sich durch geringe Laufkräfte auszeichnet.
[0030] Die Figur 3b zeigt einmal eine eingebaute und eine ausgebaute Abstützrolle 5 mit Lager 6 und der Ausnehmung 19. Die Ausnehmung 19 ist schräg ausgebildet um eine Bewegung derAbstützrolle 5 nach oben und unten gewährleisten zu können.
[0031] Die Figur 4 a zeigt eine Kombination aus Abstützrolle 5 und Innenrolle 4. Zusammenwir¬kend mit der Ladenschiene 1, der Mittelschiene 2 und der Korpusschiene 3. Die Abstützrolle 5befindet sich noch nicht im angehobenen Zustand durch die Rampe 12. Dies bedeutet, dass dieSchubladenausziehvorrichtung sich in einem teilweise ausgefahrenen Zustand befindet und dieLadenschiene 1 bzw. die Mittelschiene 2 sich auf ihren Wälzkörpern 7 und 9 bewegen.
[0032] Die Figur 4b zeigt, wie sich die Abstützrolle 5 auf der Rampe 12 befindet und die Mittel¬schiene 2 bzw. die Ladenschiene 1 angehoben wird. Die Innenrolle 4 auf ihrem Innenlager 20ist in diesem Bereich noch frei und nimmt noch keine Last auf.
[0033] Die Figur 4c zeigt nun wie sich die Abstützrolle 5 auf der Rampe 12 auf dem Abfahrtsbe¬reich befindet. Nun hat die Innenrolle 4 die Funktion der Außenrolle 5 übernommen und stütztdie Ladenschiene 1 an ihrer Stützfläche 18 von der Korpusschiene 3 mit ihrer Lauffläche 17 ab.Die Abstützrolle 5 kann in diesem Bereich bereits völlig entlastet sein, während die Innenrolle 4die gesamte Belastung aufnehmen kann.
[0034] Die Figur 5 zeigt eine Schrägansicht des Ausführungsbeispieles Innenrolle 4 in Kombi¬nation mit Außenrolle 5 im ausgefahrenen Zustand, bevor die Abstützrolle 5 auf die Rampeauffährt und die Innenrolle 4 Kontakt zur Lauffläche 17 der Korpusschiene 3 aufnimmt.
[0035] Die Figur 6a zeigt das bereits vorhin erwähnte Anwendungsbeispiel einer Kombinationaus Innenrolle 4 und Abstützrolle 5 auf der Schubladenausziehvorrichtung 10. In dieser sche¬matischen Darstellung sieht man, wie sich die Abstützrolle 5 außerhalb des Wirkbereichs derRampe 12 befindet und auch die Innenrolle 4 außerhalb des Wirkbereichs der Lauffläche 17 ist.
[0036] Die Figur 6b zeigt schematisch, wie sich die Abstützrolle 5 auf der Rampe befindet, dieMittelschiene 2 und Ladenschiene 1 anhebt und die Innenrolle 4 zusammen mit der Lauffläche17 und der Stützfläche 18 wirkt. Hier wird nun die Aufgabe des Stützens und Hebens der Ab¬stützrolle 5 abgegeben an die Innenrolle 4, welche kurz zuvor durch die Abstützrolle 5 angeho¬ben wurde.
[0037] Die Figur 6c zeigt schematisch, wie sich nun die Abstützrolle 5 unbelastet im Abfahrtsbe¬reich der Rampe 12 befindet und die Innenrolle 4 die Haltefunktion übernimmt.
[0038] Die Figur 7a zeigt eine schematische Detailansicht der Abstützrolle 5 in Auszugsrichtungder Schubladenausziehvorrichtung 10 im ausgefahrenen Zustand. Ein Pfeil A zeigt die Projekti¬onsrichtung der Figur 7b an.
[0039] Die Figur 7b zeigt eine schematische Detailansicht der Abstützrolle 5 in Projektion A. DieProjektion A zeigt die Abstützrolle geteilt in zwei Flächen F1 und F2. Die Fläche F2 wird indieser Abbildung durch die Mittelschiene 2 verdeckt, unter der Unterkante 21 ist die Fläche F1der Abstützrolle 5 sichtbar. Die Fläche F1 beträgt im ausgefahrenen Zustand der Schubladen¬ausziehvorrichtung 10 mindestens 20% der projizierten Kreisfläche der Abstützrolle 5. Mindes¬tens die Hälfte der Kreisfläche der Abstützrolle 5 liegt, genannt als Fläche F2, im Bereich desSeitenstegs 14 der Mittelschiene 2.
Claims (15)
- Patentansprüche 1. Schubladenausziehvorrichtung (10), umfassend: - eine Korpusschiene mit einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung an einem Möbel¬korpus, - eine an einer Schublade (11) zu befestigende Ladenschiene (1), welche relativ zur Kor¬pusschiene (3) verfahrbar gelagert ist, - eine Mittelschiene (2), welche zwischen der Korpusschiene (3) und der Ladenschiene(1) verfahrbar gelagert ist, wobei die Mittelschiene einen dem Befestigungsabschnitt zu¬gewandten Seitensteg aufweist, wobei - ein Lager (6) mit zumindest einer Abstützrolle (5) vorgesehen ist, über welche die La¬denschiene (1) an der Korpusschiene (3) abstützbar ist, wobei die zumindest eine Ab¬stützrolle (5) über das Lager (6) höhenbeweglich gelagert ist, - die Abstützrolle (5) zwischen dem Seitensteg (14) der Mittelschiene (2) und dem Befes¬tigungsabschnitt (15) der Korpusschiene (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,dass die Korpusschiene (3) eine Rampe (7) aufweist.
- 2. Schubladenausziehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dasLager (6) an der Mittelschiene (2), vorzugsweise am Seitensteg (14) der Mittelschiene (2),gelagert ist.
- 3. Schubladenausziehvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dassder Seitensteg (14) der Mittelschiene (2) parallel zum Befestigungsabschnitt (15) der Kor¬pusschiene (3) verläuft.
- 4. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass der Seitensteg (14) der Mittelschiene (2) und der Befestigungsab¬schnitt (15) der Korpusschiene (3) in Einbaulage der Schubladenausziehvorrichtung (10)im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Flächen sind.
- 5. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass der Seitensteg (14) der Mittelschiene (2) und der Befestigungsab¬schnitt (15) der Korpusschiene (3) in der Längsrichtung ausgebildete - vorzugsweise zu¬mindest abschnittsweise ebene - Flächen eines Formprofils sind.
- 6. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass sich die horizontale, axiale Projektion der Abstützrolle (5) im ausge¬fahrenen Zustand der Schubladenausziehvorrichtung (10) mit mindestens der Hälfte ihrerKreisfläche (F2) in der unteren Hälfte des Seitensteges (14) der Mittelschiene (2) befindet,wobei die Abstützrolle dabei zum Teil über die Unterkante der Mittelschiene (2) hinausragt.
- 7. Schubladenausziehvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich diehorizontale, axiale Projektion der Abstützrolle (5) im ausgefahrenen Zustand der Schubla¬denausziehvorrichtung (10) mit mindestens 20% ihrer Kreisfläche (F1) unter einer Unter-kante (21) der Mittelschiene (2) befindet.
- 8. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass das Lager (6), eine vorzugsweise u-förmige Ausnehmung (19) auf¬weist, entlang der die Abstützrolle (5) begrenzt höhenbeweglich gelagert ist.
- 9. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Schienen (1,2, 3), der Schubladenausziehvorrichtung (10) eineerste Längserstreckung und die Ausnehmung (19) des Lagers (6) eine zweite Längserstre¬ckung aufweisen, wobei die zweite Längserstreckung sowohl schräg gegenüber der Hori¬zontalen als auch abweichend zur Vertikalen verläuft.
- 10. Schubladenausziehvorrichtung, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Ladenschiene (1) eine rechtwinklig zum Seitensteg (14) ausge¬prägte Lauffläche (17) aufweist.
- 11. Schubladenausziehvorrichtung, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Abstützrolle (5) beim Schließen der Schubladenausziehvorrich¬tung (10) über die Rampe (7) anhebbar ist.
- 12. Schubladenausziehvorrichtung, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Ladenschiene (1) über ihre Lauffläche (17) durch das Anhebender Abstützrolle (5) anhebbar ist.
- 13. Schubladenausziehvorrichtung, nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die, aufdie Rampe (7) aufgefahrene und die Ladenschiene (1) anhebende, Abstützrolle (5) in derHorizontalen lose in der Ausnehmung (19) bewegbar ist.
- 14. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass das Lager (6) an der Mittelschiene (2) starr befestigt ist.
- 15. Schubladenausziehvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass die Abstützrolle (5) zumindest teilweise aus Kunststoff und/oderMetall hergestellt ist. Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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