AT514823A1 - Bremsfangvorrichtung für eine Aufzugskabine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Bremsfangvorrichtung (1, 11, 15) für eine Aufzugskabine, wobei die Bremsfangvorrichtung (1, 11, 15) zumindest einen mit einer ortsfesten Schiene (2) in Kontakt bringbaren Bremsbacken (3, 4) aufweist, wobei die Bremsfangvorrichtung (1,11,15) zumindest zwei Bremsbacken (3,4) aufweist, die jeweils auf einem drehbar gelagerten Hebel (5, 6, 12, 13, 16, 17) angeordnet und gleichzeitig mitei¬nander gegenüberliegenden Seiten der ortsfesten Schiene (2) in Kontakt bringbar sind, sodass die ortsfeste Schiene (2) von den zwei Bremsbacken (3, 4) zangenartig eingeklemmt ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsfangvorrichtung für eine Aufzugskabine, wobei dieBremsfangvorrichtung zumindest einen, mit einer ortsfesten Schiene in Kontaktbringbaren Bremsbacken aufweist.
Eine Bremsfangvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der EP1733992A1bekannt geworden. Nachteilig an der bekannten Ausführungsform ist, dass zurRückstellung der Bremsfangvorrichtung bauartbedingt hohe Kräfte erforderlichsind. Die bekannte Bremsfangvorrichtung dient daher in erster Linie als Notbrem¬seinrichtung und ist für das Anhalten der Aufzugskabine in einer Station nicht gutgeeignet.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die oben genannten Nachteile desStands der Technik zu überwinden.
Diese Aufgabe wird mit einer Bremsfangvorrichtung der eingangs genannten Arterfindungsgemäß dadurch gelöst, dass sie zwei Bremsbacken aufweist, die je¬weils auf einem drehbar gelagerten Hebel angeordnet und gleichzeitig mit einan¬der gegenüberliegenden Seiten der ortsfesten Schiene in Kontakt bringbar sind,sodass die ortsfeste Schiene von den zwei Bremsbacken zangenartig einge¬klemmt wird.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass mit der Brems¬fangvorrichtung zwar sehr hohe Bremskräfte erzeugt werden können, die Brems¬fangvorrichtung sich aber auch sehr einfach wieder von der Schiene lösen lässt.Die erfindungsgemäße Bremsfangvorrichtung kann für unterschiedlichste Be¬triebszustände, beispielsweise zum Anhalten/Festhalten der Kabine und auch alsNotbremseinrichtung, verwendet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dasszwischen den Hebeln zumindest eine, auf beide Hebel wirkende Feder und zu¬mindest ein, auf die Hebel entgegen einer von der Feder erzeugten Kraft wirken¬des, schaltbares Rückhalteelement vorgesehen sind.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, welche sich durch eine hohe Ausfalls¬sicherheit und einen einfachen Aufbau auszeichnet, kann es vorgesehen sein,dass die von der zumindest einen Feder erzeugte Kraft, eine Schließbewegungder Bremsbacken aufeinander zu bewirkt.
Ein einfaches Rückstellen der Bremsfangvorrichtung aus einer Fangstellung ineine Freigabestellung lässt sich dadurch erreichen, dass durch das Rückhalteele¬ment eine Kraft erzeugbar ist, die eine Öffnungsbewegung der Bremsbacken von¬einander weg bewirkt. Hierbei können gemäß einer bevorzugten Variante der Er¬findung den Bremsbacken gegenüberliegende freie Enden der Hebel zur Rückstel¬lung der Bremsbacken aus einer Fangposition, in welcher die Bremsbacken ge¬schlossen sind und an der Schiene anliegen, in eine Freigabestellung, in welcherdie Bremsbacken geöffnet sind und außer Kontakt mit der Schiene stehen, entge¬gen der von der Feder erzeugten Kraft mittels des Rückhalteelements zueinanderbewegt werden.
Entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung, welche sich durch eine hoheBetriebssicherheit und einen einfachen Aufbau auszeichnet, kann es vorgesehensein, dass das zumindest eine Rückhalteelement mittels eines Auslösesignals de¬aktivierbar ist, wodurch die Bremsbacken durch die von der Feder erzeugten Kraftgegen einander gepresst sind. Diese Variante der Erfindung ermöglicht es, aufkomplizierte mechanische Auslöseeinheiten zu verzichten, da zur Auslösung derBremsfangvorrichtung lediglich ein (betriebssicheres) Auslösesignal erforderlichist. Daher eignet sich diese Variante der Erfindung auch besonders gut für einNachrüsten bestehender Aufzugsanlagen.
Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung kann das Rückhalteelement alsAktor ausgebildet sein, der durch das Auslösesignal betätigbar ist. Bei dem Aktorkann es sich beispielsweise um einen elektrischen, elektromechanischen, hydrau¬ lischen, pneumatischen, mechanischen oder hydropneumatischen Aktor handeln.Besonders bevorzugt ist das Rückhalteelement als pneumatischer Zylinder aus¬gebildet, der durch Belüften deaktiviert bzw. in einen kraftlosen Zustand geschaltetwerden kann.
Nach einer besonders günstigen Ausführungsform der Erfindung kann es vorge¬sehen sein, dass die Feder und das Rückhaltelement in Richtung der Bremsba¬cken betrachtet vor zumindest einem Drehpunkt der Hebel angeordnet sind, wobeidie Bremsbacken nach dem zumindest einem Drehpunkt angeordnet sind.
Die von dem Rückhaltelement zur Rückstellung der Bremsbacken aus einer Fang¬stellung in eine Freigabestellung aufzubringende Kraft bzw. die zur Fixierung derHebel in der Freigabestellung erforderliche Kraft lässt sich dadurch minimieren,dass das zumindest eine Rückhaltelement näher bei freien Ende der Hebel ange¬ordnet ist als die zumindest eine Feder.
Gemäß einer Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die zumin¬dest eine Feder und das zumindest eine Rückhalteelement auf unterschiedlichenSeiten der Hebel in Bezug auf zumindest einen Drehpunkt der Hebel angeordnetsind.
Eine gute Abstützung der Feder sowie eine gute Kraftübertragung von der Federauf die Hebel der Bremsfangvorrichtung lassen sich dadurch erzielen, dass diebeiden Hebel je zumindest eine Aufnahme für je einen Endbereich der zumindesteinen Feder aufweisen.
Gemäß einer Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Hebelum zwei unterschiedliche Drehpunkte drehbar gelagert sind.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die beiden Hebel umeinen gemeinsamen Drehpunkt drehbar gelagert sein und sich in dem Bereich desDrehpunktes kreuzen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgendenFiguren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine erste Variante einer erfindungsgemäße Bremsfangvorrichtung;
Fig. 2 eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Bremsfangvorrichtung;
Fig. 3 eine dritte Variante einer erfindungsgemäßen Bremsfangvorrichtung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausfüh¬rungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbe¬zeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthal¬tenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichenbzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die inder Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. aufdie unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese La¬geangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der erfindungs¬gemäßen Bremsfangvorrichtung, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Er¬findung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben einge¬schränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausfüh¬rungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit auf¬grund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung imKönnen des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den ge¬zeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich ei¬genständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kannder Beschreibung entnommen werden. Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind sozu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B.ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehendvon der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtli¬ che Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und endenbei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
Vor allem können die einzelnen in den Figuren gezeigten Ausführungen den Ge¬genstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbe¬züglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschrei¬bungen dieser Figuren zu entnehmen.
Gemäß Fig.1 kann eine Bremsfangvorrichtung 1 für eine Aufzugskabine zweiBremsbacken 3, 4 aufweisen, die jeweils auf einem drehbar gelagerten Hebel 5, 6angeordnet sind. Die beiden Bremsbacken 3, 4 können gleichzeitig mit einandergegenüberliegenden Seiten einer ortsfesten Schiene 2 in Kontakt gebracht werdenund die Schiene 2 zangenartig einklemmen. Bei der Schiene 2 kann es sich bei¬spielsweise um eine Führungsschiene für die Aufzugskabine handeln.
Die Stellung, in welcher die beiden Bremsbacken 3, 4 gegen die Schiene 2 ge¬presst sind und die Bremsfangvorrichtung 1 an dieser festsetzen, wird als Fang¬stellung bezeichnet. Während die Stellung, in welcher die Bremsbacken 3, 4 dieSchiene 2 freigeben und die Bremsfangvorrichtung 1 entlang der Schiene 2 ver¬schoben werden kann, als Freigabestellung bezeichnet wird. Um eine gegenseiti¬ge Behinderung der beiden Hebel 5, 6 bei einer kompakten Bauform der Brems¬fangvorrichtung 1 während ihrer Bewegung aus der Freigabestellung in die Fang¬stellung und umgekehrt zu verhindern, kann einer der beiden Hebel 4, 5 gekröpftausgebildet sein, sodass die beiden Hebel 3, 4 abschnittsweise nicht in einer ge¬meinsamen Ebene liegen. Bevorzugt greifen jedoch auch bei der soeben erwähn¬ten Ausführungsform die Bremsbacken 3, 4 einander in einer Ebene gegenüber¬liegend bzw. auf gleicher Höhe an die Schiene 2 an.
Zwischen den Hebeln 5, 6 können eine Feder 7 sowie ein Rückhalteelement 8angeordnet sein. Das Rückhalteelement 8 ist schaltbar ausgeführt und kann voneinem Zustand, in welchem es die Hebel 5, 6 entgegen der von der Feder 7 er¬zeugten auf die Hebel 5, 6 wirkenden Kraft hält, in einen Zustand geschalten wer¬den, in welchem es die Hebel 4, 5 frei gibt. Die beiden Hebel 5, 6 können Aufnah¬ men für je einen Endbereich der Feder 7 aufweisen, um eine gute Abstützung derFeder 7 zu gewährleisten.
Die von der Feder 7, welche beispielsweise als Druckfeder ausgeführt sein kann,erzeugte Kraft bewirkt eine Schließbewegung der Bremsbacken 3, 4 aufeinanderzu und presst die Bremsbacken 3, 4 in der Fangstellung seitlich gegen die Schie¬ne 2. Bevorzugterweise ist die Feder 7 als Tellerfederausgeführt. Allerdings kön¬nen auch andere Arten von Biegefedern oder auch Schraubenfedern zur Realisie¬rung der Erfindung zum Einsatz kommen. Auch ist die Verwendung von pneumati¬schen Federn möglich.
Durch das Rückhalteelement 8 kann auch eine Kraft erzeugt werden, die eine Öff¬nungsbewegung der Bremsbacken 3, 4 voneinander weg bewirkt, um die beidenBremsbacken 3,4 aus der Fangstellung wieder in die Freigabestellung zurückzu¬stellen. Zur Rückstellung der Bremsbacken 3, 4 können die den Bremsbacken 3, 4gegenüberliegenden freien Enden der Flebel 5, 6, entgegen der von der Feder 7erzeugten Kraft von dem Rückhalteelement 8 aufeinander zu bewegt werden.
Um die Bremsfangvorrichtung 1 aus der Freigabestellung wieder in die Fangstel¬lung zu bringen, kann das Rückhalteelement 8 durch ein Auslösesignals deakti¬viert werden, wodurch das Rückhalteelement 8 geöffnet bzw. kraftlos geschaltetwird, sodass die Bremsbacken 3, 4 durch die Feder 7 aufeinander zu bewegt undgegen die Schiene 2 gepresst werden können.
Das Auslösesignal kann beispielsweise von einem Geschwindigkeitssensor odereinem Sensor zur Erfassung eines Beladungsgewichtes der Aufzugskabine oderein Sensor zur Erfassung der Position der Aufzugskabine in einer Station, etc. er¬zeugt werden. Der Sensor zur Erzeugung des betriebssicheren Auslösesignalskann über eine Signalübertragungsstrecke, welche leitungsgebunden oder draht¬los ausgebildet sein kann, mit einer Aufzugssteuerung verbunden sein, beispiels¬weise einem entsprechend programmierten Signal- oder Mikroprozessor, die dasAuslösesignal generiert und an das Rückhalteelement 8 übermittelt.
Das Rückhaltelement 8 kann als Aktor ausgebildet sein, der durch das Auslöse-signal betätigt werden kann. So kann das Rückhaltelement 8 als Pneumatikzylin¬der ausgebildet sein, der die beiden freien, den Bremsbacken 3, 4 gegenüberlie¬genden Enden der Hebel 5, 6 in der Freigabestellung gegeneinander zieht. DurchBelüften des Pneumatikzylinders kann dieser kraftlos geschaltet werden und diebeiden den Bremszangen 3, 4 gegenüberliegenden Enden der Hebel 5, 6 könnenvon der Feder 7 auseinander gedrückt werden.
Das Rückhalteelement 8 kann aber auch als hydraulischer Spreizzylinder in Be¬reitschaft stehen und gehalten werden. Im Auslösefall wird der Spreizzylinder, derdie Bremszange geöffnet hält deaktiviert und die aus den Hebeln 4, 5 gebildeteZange presst über die Feder 7 die Bremsbacken 3, 4 beidseitig gegen die Schiene 2.
Alternativ oder zusätzlich zur Verwendung eines Pneumatikzylinders oder einesHydraulikzylinders als Rückhalteelement könnte beispielsweise auch ein Elektro-zylinder verwendet werden.
Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Erfindung können die Fe¬der 7 und das Rückhaltelement 8 in Richtung der Bremsbacken 3, 4 betrachtet vorden Drehpunkten 9, 10 der Hebel 5, 6 angeordnet sein. Das Rückhaltelement 8kann hierbei näher bei den freien Enden der Hebel 5, 6 angeordnet sein als diezumindest eine Feder 7. Durch die soeben erwähnte Anordnung lässt sich die fürdas Rückstellen in die Freigabestellung erforderliche Kraft des Rückhaltelementes8 gegenüber anderen möglichen Anordnungen verringern.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Bremsfangvorrichtung 11 kön¬nen die beiden Hebel 13, 14 um einen gemeinsamen Drehpunkt 14 drehbar gela¬gert sein und sich in dem Bereich des Drehpunktes 14 kreuzen. Kommt hierbei alsFeder 7 eine Druckfeder zum Einsatz so würde die Fangstellung dadurch einge¬nommen werden, dass das Rückhalteelement 8 die beiden freien, den Bremsba¬cken 3, 4 gegenüberliegenden Enden der Hebel 12, 13 entgegen der Kraft derFeder 7 zusammenpresst. Ein Deaktivieren des Rückhalteelementes 8 würdedann eine durch die Kraft der Feder 7 bewirkte Rückstellung der Bremsbacken 3, 4 in die Freigabestellung bewirken. Es ist jedoch auch möglich, bei der soebenbeschriebenen Anordnung der Feder 7, dass diese als Zugfeder ausgebildet ist. Indiesem Fall würde die von der Feder 7 erzeugte auf die beiden Bremsbacken 3, 4wirkende Kraft wieder in Richtung der Fangstellung wirken. Während das Rückhal¬teelement 8 die beiden freien, den Bremsbacken 3, 4 gegen überliegenden Endender Hebel 12, 13 in der Freigabestellung auseinander drücken würde. Wird dieFeder 7 dazu verwendet, die Bremsbacken 3, 4 in die Freigabestellung zu bringen,so kann diese wesentlich schwächer dimensioniert sein als in dem Fall, in wel¬chem sie dazu dient, die Bremsbacken 3, 4 gegen die Schiene 2 zu pressen.
Gemäß der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Bremsfangvorrichtung 15können die Hebel 16,17 so, wie es der in Fig. 1 gezeigten Variante der Fall ist,um zwei unterschiedliche Drehpunkte 19,18 drehbar gelagert sein. Im Unterschiedzu der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind jedoch die Feder 7 und dasRückhalteelement 8 in Bezug auf die Drehpunkte 18,19 auf unterschiedlichen Sei¬ten bzw. Abschnitten der Hebel 16,17 angeordnet. Das Rückhaltelement 8 unddie Feder 7 können vom prinzipiellen Aufbau wie unter Fig. 1 beschrieben ausge¬bildet sein. In Unterschied zu Fig. 1 erzeugt jedoch das Rückhalteelement 8 eineDruckkraft, um die beiden Bremsbacken 3, 4 auseinander zu drücken, wodurchdie Feder 7 komprimiert wird. Werden in der Ausführungsform nach Fig. 3 jedochdie Positionen der Feder 7 und des Rückhaltelementes 8 vertauscht, so kann alsFeder 7 anstelle einer Druckfeder vorteilhafterweis auch eine Zugfeder zum Ein¬satz kommen.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besserenVerständnis des Aufbaus .der erfindungsgemäßen Bremsfangvorrichtung diesebzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oderverkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenliste 1 Bremsfangvorrichtung 2 Schiene 3 Bremsbacken 4 Bremsbacken 5 Hebel 6 Hebel 7 Feder 8 Rückhalteelement 9 Drehpunkt 10 Drehpunkt 11 Bremsfangvorrichtung 12 Hebel 13 Hebel 14 Drehpunkt 15 Bremsfangvorrichtung 16 Hebel 17 Hebel 18 Drehpunkt 19 Drehpunkt
Claims (13)
- Patentansprüche 1. Bremsfangvorrichtung (1,11,15) für eine Aufzugskabine, wobei dieBremsfangvorrichtung (1,11,15) zumindest einen mit einer ortsfesten Schiene (2)in Kontakt bringbaren Bremsbacken (3, 4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dassdie Bremsfangvorrichtung (1,11,15) zumindest zwei Bremsbacken (3, 4) aufweist,die jeweils auf einem drehbar gelagerten Hebel (5, 6,12, 13 16,17) angeordnetund gleichzeitig mit einander gegenüberliegenden Seiten der ortsfesten Schiene(2) in Kontakt bringbar sind, sodass die ortsfeste Schiene (2) von den zweiBremsbacken (3,4) zangenartig eingeklemmt ist.
- 2. Bremsfangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dasszwischen den Hebeln (5, 6,13,14,16,17) zumindest eine, auf beide Hebel (5, 6,13,14,16,17) wirkende Feder (7) und zumindest ein, auf die Hebel (5, 6,12,13,16, 17) entgegen einer von der Feder (7) erzeugten Kraft wirkendes, schaltbaresRückhalteelement (8) vorgesehen sind.
- 3. Bremsfangvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie von der zumindest einen Feder (7) erzeugte Kraft, eine Schließbewegung derBremsbacken (3, 4) aufeinander zu bewirkt.
- 4. Bremsfangvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich¬net, dass durch das Rückhalteelement (8) eine Kraft erzeugbar ist, die eine Öff¬nungsbewegung der Bremsbacken (3, 4) voneinander weg bewirkt.
- 5. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch ge¬kennzeichnet, dass den Bremsbacken (3, 4) gegenüberliegende freie Enden derHebel (5, 6,12,13,16,17) zur Rückstellung der Bremsbacken (3, 4) aus einerFangposition, in welcher die Bremsbacken (3, 4) geschlossen sind und an derSchiene (2) anlegen, in eine Freigabestellung, in welcher die Bremsbacken (3, 4)geöffnet sind und außer Kontakt mit der Schiene (2) stehen, entgegen der von der Feder (7) erzeugten Kraft mittels des Rückhalteelements (8) zueinander bewegbarsind.
- 6. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch ge¬kennzeichnet, dass das zumindest eine Rückhalteelement (8) mittels eines Auslö-sesignals deaktivierbar ist, wodurch die Bremsbacken (3, 4) durch die von der Fe¬der (7) erzeugten Kraft gegen einander gepresst sind.
- 7. Bremsfangvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dassdas Rückhalteelement (8) als Aktor ausgebildet ist, der durch das Auslösesignalbetätigbar ist.
- 8. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die Feder (7) und das Rückhaltelement (8) in Richtung derBremsbacken (5, 6) betrachtet vor zumindest einem Drehpunkt (9, 10, 14) der hie¬bei (5, 6, 12, 13) angeordnet sind, wobei die Bremsbacken (3, 4) nach dem zu¬mindest einem Drehpunkt (9, 10, 14) angeordnet sind.
- 9. Bremsfangvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dassdas zumindest eine Rückhaltelement (8) näher bei freien Ende der Hebel (5, 6, 12,13) angeordnet ist als die zumindest eine Feder (7).
- 10. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die zumindest eine Feder (7) und das zumindest eine Rück¬halteelement (8) auf unterschiedlichen Seiten der Hebel (16, 17) in Bezug aufzumindest eines Drehpunkt (18, 19) der Hebel (16, 17) angeordnet sind.
- 11. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurchgekennzeichnet, dass die beiden Hebel (5, 6) je zumindest eine Aufnahme für jeeinen Endbereich der zumindest einen Feder (7) aufweisen.
- 12. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurchgekennzeichnet, dass die Hebel (5, 6, 16,17) um zwei unterschiedliche Drehpunk¬te (9, 10, 19,18) drehbar gelagert sind.
- 13. Bremsfangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurchgekennzeichnet, dass die beiden Hebel (13,14) um einen gemeinsamen Dreh¬punkt (14) drehbar gelagert sind und sich in dem Bereich des Drehpunktes (14)kreuzen.
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Effective date: 20160515 |