AT514946A4 - Vorrichtung zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe, mit einer Absaugkanüle (2) und einem damit über einen Schlauch (3) verbundenen Sammelbehälter (4), an welchem Schlauch (3) eine Schlauchpumpe (5) anordenbar ist. Zur Ermöglichung der Portionierung des entnommenen Fettgewebes unter sterilen Bedingungen ohne Notwendigkeit eines sterilen Raumes ist der Sammelbehälter (4) über ein Verbindungselement (6) mit einem Absperrorgan (7) mit einem Flüssigkeitsbehälter (8) zur Aufnahme einer sich vom Fettgewebe im Sammelbehälter (4) schwerkraftsbedingt absetzenden Flüssigkeit verbunden, und der Sammelbehälter (4) über weitere Verbindungselemente (6) mit zumindest einem Portionierbehälter (9) verbunden, wobei die Absaugkanüle (2), der Schlauch (3), der Sammelbehälter (4), der Flüssigkeitsbehälter (8), der zumindest eine Portionierbehälter (9) sowie die Verbindungselemente (6) fluiddicht miteinander zu einem sterilen geschlossenen System verbunden und in einer sterilen Verpackung (10) angeordnet sind.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme und Portio-nierung von Fettgewebe, mit einer Absaugkanüle und einem damitüber einen Schlauch verbundenen Sammelbehälter, an welchemSchlauch eine Schlauchpumpe anordenbar ist.
In jüngster Zeit werden Anstrengungen unternommen aus FettgewebeStammzellen zu gewinnen, welche zukünftig für verschiedenste An¬wendungen eingesetzt werden sollen. Beispielsweise können Stamm-zellen für kosmetische Zwecke, aber auch zur Unterstützung derBehandlung von Gelenkserkrankungen oder für die Therapie vonHerz- oder Gefäßerkrankungen, eingesetzt werden. Die Gewinnungadulter Stammzellen aus dem Knochenmark oder der Nabelschnur istrelativ aufwendig und für den Patienten belastend, weshalb An¬strengungen unternommen werden, die Stammzellen aus Fettgewebezu gewinnen.
Beispielsweise beschreibt die EP 2,380,970 Al ein Verfahren undeine Vorrichtung zur Gewinnung von Stammzellen aus verschiedenenGewebsarten, beispielsweise auch aus Fettgewebe.
Die Behandlung von Gefäßerkrankungen mittels Stammzellen wirdbeispielsweise in der EP 2,348,103 A2 beschrieben. Auch zur Un¬terstützung der Wundheilung werden gemäß der EP 2,332,555 A2Stammzellen eingesetzt.
Bekannte Verfahren zur Entnahme von Fettgewebe sind meist rechtaufwendig, da die Fettabsaugung unter sterilen Bedingungen er¬folgen muss, wenn das Fettgewebe zur Stammzellengewinnung einge¬setzt werden soll.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffungeiner oben genannten Vorrichtung zur Entnahme und Portionierungvon Fettgewebe, durch welche zumindest ein Teil des entnommenenFettgewebes für eine spätere Weiterverwendung, insbesondere dieGewinnung von Stammzellen, verwendet werden kann. Die Vorrich¬tung soll möglichst einfach und kostengünstig als Einwegproduktausgebildet sein. Zusätzliche Maßnahmen wie die Zurverfügung¬stellung eines sterilen Raumes oder Reinraumes sollen entfallen.Nachteile bekannter Vorrichtungen sollen vermieden oder zumin¬dest reduziert werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine oben genannte Vorrichtung,wobei der Sammelbehälter über ein Verbindungselement mit einemAbsperrorgan mit einem Flüssigkeitsbehälter zur Aufnahme einersich vom Fettgewebe im Sammelbehälter schwerkraftsbedingt abset¬zenden Flüssigkeit verbunden ist, und der Sammelbehälter überweitere Verbindungselemente mit zumindest einem Portionierbehäl¬ter verbunden ist, wobei die Absaugkanüle, der Schlauch, derSammelbehälter, der Flüssigkeitsbehälter, der zumindest einePortionierbehälter sowie die Verbindungselemente fluiddicht mit¬einander zu einem sterilen geschlossenen System verbunden und ineiner sterilen Verpackung angeordnet sind. Die gegenständlicheVorrichtung ist durch ein steril verpacktes, steriles, geschlos¬senes System gekennzeichnet, welches die Entnahme und Portionie-rung von Fettgewebe unter sterilen Bedingungen gewährleistet.Ohne die Notwendigkeit eines sterilen Raumes oder Reinraumeskann somit unter Verwendung der Vorrichtung die Portionierunggewünschter Mengen an Fettgewebe erfolgen und diese Portionender weiteren Verwertung zugeführt werden. Insbesondere könnendie abgefüllten Fettgewebsportionen zur Stammzellengewinnung undLagerung bei entsprechend niedrigen Temperaturen verwendet wer¬den. Die Vorrichtung ist durch relativ einfache Komponenten zu¬sammensetzbar, die vor der Verpackung durch entsprechendeMaßnahmen, beispielsweise Sterilisation, Desinfektion, Pasteuri¬sierung, Erhitzen, chemische Anwendungen, oder Anwendung vonGammastrahlen entkeimt werden.
Um bei einer Fettabsaugung eine hinreichende Menge an Fettgewebefür spätere Weiterverarbeitung, insbesondere Stammzellengewin-nung, sammeln zu können, sind mehrere, vorzugsweise drei bisfünf, Portionierbehälter vorgesehen. Die Menge der Portionierbe¬hälter und auch deren Größe wird an die jeweiligen Anforderungenentsprechend angepasst. In einem Entnahmeset können mehreregleich große Portionierbehälter, oder auch Portionierbehältermit unterschiedlichem Volumen, angeordnet sein.
Der Sammelbehälter kann über ein Verbindungselement mit einemAbsperrorgan mit einem Überschussbehälter verbunden sein, inwelchen Überschussbehälter nach Befüllung aller Portionierbehäl¬ter überschüssiges Fettgewebe übertragen werden kann.
In einfachster Weise ist zumindest ein Verbindungselement durchzumindest ein Schlauchstück und zumindest ein Verbindungsstückgebildet, welches zumindest eine Schlauchstück und welches zu¬mindest eine Verbindungsstück miteinander fluiddicht verbunden,vorzugsweise verklebt oder verschweißt ist. Durch die fluiddich¬te Verbindung der Komponenten wird ein steriles, geschlossenesSystem erzielt, in welches keine Keime von außen eindringen kön¬nen. Somit ist es bei Verwendung dieses geschlossenen, sterilenSystems nicht erforderlich, einen sterilen Raum oder Reinraumfür die Fettabsaugung zu verwenden.
Die Absperrorgane können durch Schlauchklemmen oder Magnetven¬tile gebildet sein. Schlauchklemmen eignen sich für einfache ma¬nuell betätigbare Entnahmevorrichtungen, wohingegen bei derVerwendung von Magnetventilen eine automatische oder teilautoma¬tische Entnahme und Portionierung des Fettgewebes stattfindenkann.
Im Falle der Verwendung von Magnetventilen ist vorzugsweise je¬des Magnetventil mit einer Steuerungsvorrichtung verbunden, wel¬che Steuerungsvorrichtung weiters mit der Schlauchpumpeverbindbar ist. Somit kann über die Steuerrungsvorrichtung eineautomatische bzw. teilautomatische Entnahme und Portionierungdes Fettgewebes stattfinden, indem die Steuerungsvorrichtung dieAktivierung und Deaktivierung der Schlauchpumpe und deren Dreh¬richtung und das Öffnen und Schließen der Magnetventile nach ei¬nem vorgegebenen Zeitablauf steuert. Dementsprechend wird beider Entnahme des Fettgewebes die Schlauchpumpe so aktiviert,dass eine Beförderung des Fettgewebes von der Absaugkanüle inden Sammelbehälter bewerkstelligt werden kann. Nach Abschlussder Fettabsaugung wird eine vorgegebene Zeitspanne gewartet, so-dass sich die im Fettgewebe befindliche Flüssigkeit absetzenkann und in den Flüssigkeitsbehälter befördert werden kann. Da¬nach wird die Drehrichtung der Schlauchpumpe umgekehrt, sodassdas Fettgewebe vom Sammelbehälter in die Portionierbehälter be¬fördert werden kann. Allfälliger Überschuss an Fettgewebe kannin einen allenfalls vorhandenen Überschussbehälter befördertwerden. Nach der Portionierung des Fettgewebes in die einzelnenPortionierbehälter werden diese dicht verschlossen, beispiels¬ weise verschweißt, und der weiteren Verarbeitung zugeführt. Dieanderen Komponenten der Entnahmevorrichtung können danach ent¬sorgt werden.
Der Sammelbehälter und bzw. oder der Flüssigkeitsbehälter undbzw. oder der zumindest eine Portionierbehälter und bzw. oderder Überschussbehälter ist bzw. sind vorzugsweise durch einenflexiblen Kunststoffbeutel gebildet. Derartige flexible Kunst¬stoffbeutel, wie sie auch beim Blutspenden eingesetzt werden,sind besonders günstig herstellbar.
Am Sammelbehälter und bzw. oder zumindest an einem Portionierbe¬hälter kann zumindest eine Zugabe- und/oder Entnahmeöffnung an¬geordnet sein. Über derartige Zugabe- und/oder
Entnahmeöffnungen, welche beispielsweise an den flexiblen Kunst¬stoffbeuteln angeschweisst werden, können bestimmte Substanzenzugegeben werden, oder Proben für bestimmte Untersuchungen ent¬nommen werden.
Die Zugabe- und/oder Entnahmeöffnung kann durch einen ver¬schließbaren Anschluss, beispielsweise einen bei medizinischenAnwendungen üblichen und genormten Luer-Lock-Anschluss, gebildet sein.
Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Zugabe- und/oder Ent¬nahmeöffnung auch durch eine Durchstechmembran gebildet sein,wie sie bei Behältern für Impfstoffe üblich ist.
Am Sammelbehälter und bzw. oder am Flüssigkeitsbehälter und bzw.oder an dem zumindest einen Portionierbehälter und bzw. oder amÜberschussbehälter ist zumindest eine Aufhängeöffnung angeord¬net. Dadurch kann die Handhabung erleichtert werden, indem dieverschiedenen Behälter der Entnahmevorrichtung auf eine entspre¬chende Halterung aufgehängt werden können.
Wenn eine Haltevorrichtung zur lösbaren Befestigung zumindestdes Sammelbehälters und bzw. oder des Flüssigkeitsbehälters undbzw. oder des zumindest einen Portionierbehälters und bzw. oderdes Überschussbehälters vorgesehen ist, kann die Handhabung beider Entnahme und Portionierung des Fettgewebes auch weiter un¬ terstützt werden. Die Haltevorrichtung kann im einfachsten Falldurch ein mit einem entsprechenden Standfuß verbundenes Gestängemit einer entsprechenden Anzahl von Haken einfach ausgeführtsein. Auch komplexere Ausführungsformen, allenfalls mit elektri¬schen und elektromechanischen Komponenten, sind ebenfalls denk¬bar .
Die Haltevorrichtung ist vorzugsweise zur Befestigung des Sam¬melbehälters oberhalb des Flüssigkeitsbehälters ausgebildet, so-dass eine Trennung des Flüssigkeitsanteils im Fettgewebe und einTransport vom Sammelbehälter in den Flüssigkeitsbehälter unterAusnützung der Schwerkraft erfolgen kann.
Der Sammelbehälter kann beispielsweise ein Fassungsvermögen von500ml bis 2000ml aufweisen. Für die üblichen Anwendungen wirdein solches Volumen für den Sammelbehälter ausreichen. Natürlichsind aber Sammelbehälter mit einem größeren Volumen auch denk¬bar .
Der zumindest eine Portionierbehälter weist beispielsweise einFassungsvermögen von 10ml bis 200ml auf. Dieses Volumen hat sichfür die Gewinnung von Stammzellen aus dem Fettgewebe als geeig¬net erwiesen. Sofern andere Verarbeitungen geplant sind, könnennatürlich auch andere Größen für die Portionierbehälter vorgese¬hen werden.
Am Sammelbehälter und bzw. oder Flüssigkeitsbehälter und bzw.oder zumindest an einem Portionierbehälter und bzw. oder Über¬schussbehälter ist vorzugsweise ein Etikett angeordnet. Durchderartige Etiketten, welche vorzugsweise durch Aufkleben an diejeweiligen Behälter angebracht werden, ist eine eindeutige Zu¬ordnung zum jeweiligen Patienten möglich. Am Etikett kann derName des Patienten oder auch ein den Patienten repräsentierenderCode, beispielsweise Barcode, angeordnet sein.
Die sterile Verpackung ist vorzugsweise werkzeuglos öffenbarausgebildet, um eine rasche Entnahme der Vorrichtung vor derFettgewebsentnahme zu ermöglichen. Beispielsweise kann die ste¬rile Verpackung eine Aufreißlasche oder Aufreißkerbe oder der¬gleichen aufweisen.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläut-rert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ausführungsform einer sterilen Vorrich¬tung zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe in ei¬ner entsprechenden Verpackung;
Fig. 2 eine Vorrichtung zur Entnahme und Portionierung von Fett¬gewebe gemäß Fig. 1 bei der Anwendung mit optionalerSteuerung;
Fig. 3 eine Detailansicht auf zwei Portionierbehälter der Vor¬richtung zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebemit unterschiedlichen Absperrorganen; und
Fig. 4 eine Detailansicht auf einen Portionierbehälter nach Ver¬schluss desselben.
Fig. 1 zeigt eine schematische Ausführungsform einer sterilenVorrichtung 1 zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe. Über eine an sich bekannte Absaugkanüle 2, welche eine oder meh¬rere seitliche Öffnungen aufweist, wird das subkutane Fettgewebeabgesaugt. Zu diesem Zweck wird an einem Schlauch 3 zwischen derAbsaugkanüle 2 und einem Sammelbehälter 4 eine Schlauchpumpe 5,bzw. Schlauchquetschpumpe (nicht dargestellt) angeordnet, welchedas abgesaugte Fettgewebe von der Absaugkanüle 2 in den Sammel¬behälter 4 befördert. Vor dem Sammelbehälter 4 kann ein Absper¬rorgan 7 angeordnet sein. Der Sammelbehälter 4 ist über einVerbindungselement 6 und ein Absperrorgan 7 mit einem Flüssig¬keitsbehälter 8 verbunden. In diesen Flüssigkeitsbehälter 8 wirddie sich vom Fettgewebe im Sammelbehälter 4 schwerkraftsbedingtabsetzende Flüssigkeit abgeleitet, bis im Sammelbehälter 4 rei¬nes Fettgewebe verbleibt. Zur Portionierung des Fettgewebes sindnun über weitere Verbindungselemente 6 und entsprechende Absper¬rorgane 7 mehrere Portionierbehälter 9 verbunden. Nach der Ent¬nahme des Fettgewebes wird die am Schlauch 3 angeordneteSchlauchpumpe 5 (nicht dargestellt) in ihrer Drehrichtung umge¬kehrt, sodass das Fettgewebe vom Sammelbehälter 4 sukzessive indie Portionierbehälter 9 befördert werden kann. Sobald der je¬ weilige Portionierbehälter 9 mit einer ausreichenden Menge anFettgewebe gefüllt wurde, wird das zugehörige Absperrorgan 7 ge¬schlossen. Sobald der letzte Portionierbehälter 9 mit Fettgewebegefüllt wurde und das zugehörige Absperrorgan 7 geschlossen wur¬de, kann allenfalls überschüssiges Fettgewebe in einen Über¬schussbehälter 11 transportiert werden. Auch dieserÜberschussbehälter 11 ist über ein entsprechendes Verbindungs¬element 6 und ein Absperrorgan 7 mit dem Sammelbehälter 4 ver¬bunden .
Die notwendigen Komponenten der Vorrichtung 1 zur Entnahme undPortionierung von Fettgewebe, nämlich die Absaugkanüle 2, derSchlauch 3, der Sammelbehälter 4, der Flüssigkeitsbehälter 8,der zumindest eine Portionierbehälter 9, allenfalls der Über¬schussbehälter 11 und die jeweiligen Verbindungselemente 6 undAbsperrorgane 7 sind fluiddicht miteinander zu einem sterilen,geschlossenen System verbunden, und in einer sterilen Verpackung10 angeordnet. Dadurch kann unter Verwendung der Vorrichtung 1Fettgewebe unter sterilen Bedingungen entnommen und portioniertwerden, ohne dass der Raum, in welchem die Fettgewebsentnahmevorgenommen wird, selbst steril sein oder ein Reinraum verwendetwerden muss.
Die Anzahl der Portionierbehälter 9 wird an die jeweiligen Gege¬benheiten angepasst. Beispielsweise können in der Vorrichtung 1drei bis fünf, jedoch auch mehr, Portionierbehälter 9 vorgesehensein. Die Verbindungselemente 6 sind im einfachsten Fall durchentsprechende Schlauchstücke 12 und Verbindungsstücke 13 gebil¬det, wie anhand der Detailzeichnung in Figur 3 näher erläutert.
Am Sammelbehälter 4 und bzw. oder an dem zumindest einen Portio¬nierbehälter 9 kann eine Zugabe- und/oder Entnahmeöffnung 18 an¬geordnet sein, über die Fettgewebe entnommen, oder bestimmteStoffe zugegeben werden können. Diese Zugabe- und/oder Entnahme¬öffnung 18, welche beispielsweise mit dem jeweiligen Behälterverschweißt wird, kann durch einen verschließbaren Anschluss,beispielsweise einen Luer-Lock-Anschluss, oder eine Durchstech¬membran gebildet sein.
Um die Behälter aufhängen zu können, sind am Sammelbehälter 4 und bzw. oder am Flüssigkeitsbehälter 8 und bzw. oder an dem zu¬mindest einen Portionierbehälter 9 und bzw. oder am Überschuss¬behälter 11 entsprechende Aufhängeöffnungen 19 angeordnet. Für eine entsprechende Zuordnung des Patienten zum entnommenenund portionierten Fettgewebe sind entsprechende Etiketten 21 mitentsprechenden Informationen am Sammelbehälter 4 und bzw. oderFlüssigkeitsbehälter 8 und bzw. oder Portionierbehälter und bzw.oder Überschussbehälter 11 angeordnet. Die Etiketten 21, insbe¬sondere Klebeetiketten, können bereits an den Behältern angeord¬net sein, oder vor der Entnahme des Fettgewebes an dieentsprechenden Behälter aufgeklebt werden.
Die sterile Verpackung 10 sämtlicher Komponenten der Vorrichtung1 zur Entnahme und Portionierung des Fettgewebes ist vorzugswei¬se werkzeuglos öffenbar, indem eine entsprechende Aufreißlascheoder Aufreißkerbe enthalten ist.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung 1 zur Entnahme und Portionierungvon Fettgewebe gemäß Fig. 1 bei der Anwendung. Nach Öffnung dersterilen Verpackung 10 werden die Komponenten der Vorrichtung 1an einer entsprechenden Haltevorrichtung 20 befestigt, und dieSchlauchpumpe 5 montiert. Bei einer rein mechanischen Anwendungwerden nach der Absaugung des Fettgewebes die Absperrorgane 7manuell bedient und die Trennung des Flüssigkeitsanteils imFettgewebe im Sammelbehälter 4 in den Flüssikeitsbehälter 8 undschließlich nach Umkehrung der Schlauchpumpe die Portionierungendes Fettgewebes in die Portionierbehälter 9 und allenfalls inden Überschussbehälter 11 vorgenommen. Nach dem Befüllen derPortionierbehälter 9 mit Fettgewebe und nach dem Schließen derden Portionierbehältern 9 zugeordneten Absperrorgane 7 werdendie Portionierbehälter 9 fluiddicht verschlossen und der weite¬ren Verwertung, beispielsweise Kühlung oder Stammzellengewin¬nung, zugeführt.
Bei einer automatischen oder teilautomatischen Anwendung könnenbeispielsweise Magnetventile als Absperrorgane 7 verwendet wer¬den, welche so wie die Schlauchpumpe 5 mit einer entsprechendenSteuerungsvorrichtung 16 verbunden sind. Die Steuerungsvorrich¬tung 16 betätigt die Schlauchpumpe 5 und die entsprechenden Ab- sperrorgane 7 nach einem vorgegebenen Zeitmuster, sodass dieEntnahme und Portionierung des Fettgewebes unterstützt werdenkann. Mit der Steuerungsvorrichtung 16 kann eine Bedienungsein¬heit, beispielsweise ein Computer, verbunden sein.
In Fig. 3 ist eine Detailansicht zweier Portionierbehälter 9 derVorrichtung 1 zur Entnahme und Portionierung von Fettgewebe dar¬gestellt. Die Portionierbehälter 9 sind vorzugsweise durch fle¬xible Kunststoffbeutel 17 gebildet und über entsprechendeVerbindungselemente 6 mit dem Sammelbehälter 4 (nicht darge¬stellt) verbunden. Die Verbindungselemente 6 können durchSchlauchstücke 12 und Verbindungsstücke 13, beispielsweise T-Stücke oder Y-Stücke, gebildet sein, die miteinander fluiddichtverbunden werden und vorzugsweise verklebt oder verschweißt wer¬den. Die Absperrorgane 7 können durch manuell betätigbareSchlauchklemmen 14 oder automatisch betätigbare Magnetventile 15gebildet sein.
Schließlich zeigt Fig. 4 eine Detailansicht auf einen Portio¬nierbehälter 9 nach Verschluss desselben. Nach dem Befüllen desPortionierbehälters 9 mit dem Fettgewebe wird das zugeordneteAbsperrorgan 7 betätigt und danach der Portionierbehälter 9fluiddicht verschlossen, beispielsweise durch die Anordnung ei¬ner Schweißnaht 22 an dem mit dem Portionierbehälter 9 verbunde¬nen Schlauchstück. Danach kann das Schlauchstück unterhalb derSchweißnaht 22 abgetrennt werden und der gefüllte und verschlos¬sene Portionierbehälter 9 der weiteren Verwertung, beispielswei¬se Stammzellengewinnung oder Kühlung, zugeführt werden.
Die beschriebene Vorrichtung 1 zur Entnahme und Portionierungvon Fettgewebe zeichnet sich durch besondere Einfachheit undkostengünstige Herstellbarkeit aus und ermöglicht die Portionie¬rung von Fettgewebe für die weitere Verwertung desselben, insbe¬sondere für die Gewinnung von adulten Stammzellen aus demFettgwebe.

Claims (18)

  1. Patentansprüche; 1. Vorrichtung (1) zur Entnahme und Portionierung von Fettgewe¬be, mit einer Absaugkanüle (2) und einem damit über einenSchlauch (3) verbundenen Sammelbehälter (4), an welchem Schlauch(3) eine Schlauchpumpe (5) anordenbar ist, dadurch gekennzeich¬net, dass der Sammelbehälter (4) über ein Verbindungselement (6)mit einem Absperrorgan (7) mit einem Flüssigkeitsbehälter (8)zur Aufnahme einer sich vom Fettgewebe im Sammelbehälter (4)schwerkraftsbedingt absetzenden Flüssigkeit verbunden ist, unddass der Sammelbehälter (3) über weitere Verbindungselemente (6)mit zumindest einem Portionierbehälter (9) verbunden ist, wobeidie Absaugkanüle (2), der Schlauch (3), der Sammelbehälter (4),der Flüssigkeitsbehälter (8), der zumindest eine Portionierbe¬hälter (9) sowie die Verbindungselemente (6) fluiddicht mitein¬ander zu einem sterilen geschlossenen System verbunden und ineiner sterilen Verpackung (10) angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassmehrere, vorzugsweise drei bis fünf, Portionierbehälter (9) vor¬gesehen sind.
  3. 3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬net, dass der Sammelbehälter (4) über ein Verbindungselement (6)mit einem Absperrorgan (7) mit einem Überschussbehälter (11)verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge¬kennzeichnet, dass zumindest ein Verbindungselement (6) durchzumindest ein Schlauchstück (12) und zumindest ein Verbindungs¬stück (13) gebildet ist, welches zumindest eine Schlauchstück(12) und welches zumindest eine Verbindungsstück (13) miteinan¬der fluiddicht verbunden, vorzugsweise verklebt oder verschweißtist.
  5. 5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge¬kennzeichnet, dass zumindest ein Absperrorgan (7) durch eineSchlauchklemme (14) gebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass zumindest ein Absperrorgan (7) durch ein Ma¬gnetventil (15) gebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dassjedes Magnetventil (15) mit einer Steuerungsvorrichtung (16)verbunden ist, welche Steuerungsvorrichtung (16) mit derSchlauchpumpe (5) verbindbar ist.
  8. 8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge¬kennzeichnet, dass der Sammelbehälter (4) und bzw. oder derFlüssigkeitsbehälter (8) und bzw. oder der zumindest eine Por¬tionierbehälter (9) und bzw. oder der Überschussbehälter (11)durch flexible Kunststoffbeutel (17) gebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge¬kennzeichnet, dass am Sammelbehälter (4) und bzw. oder zumindesteinen Portionierbehälter (9) zumindest eine Zugabe- und/oderEntnahmeöffnung (18) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,dass die Zugabe- und/oder Entnahmeöffnung (18) durch einen ver¬schließbaren Anschluss gebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn¬zeichnet, dass die Zugabe- und/oder Entnahmeöffnung (18) durcheine Durchstechmembran gebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurchgekennzeichnet, dass am Sammelbehälter (4) und bzw. oder amFlüssigkeitsbehälter (8) und bzw. oder an dem zumindest einenPortionierbehälter (9) und bzw. oder am Überschussbehälter (11)zumindest eine Aufhängeöffnung (19) angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurchgekennzeichnet, dass eine Haltevorrichtung (20) zur lösbaren Be¬festigung zumindest des Sammelbehälters (4) und bzw. oder desFlüssigkeitsbehälters (8) und bzw. oder des zumindest einen Por¬tionierbehälters (9) und bzw. oder des Überschussbehälters (11)vorgesehen ist.
  14. 14. Vorrichtung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,dass die Haltevorrichtung (20) zur Befestigung des Sammelbehäl¬ters (4) oberhalb des Flüssigkeitsbehälters (8) ausgebildet ist.
  15. 15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurchgekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (4) ein Fassungsvermögenvon 500ml bis 2000ml aufweist.
  16. 16. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurchgekennzeichnet, dass der zumindest eine Portionierbehälter (9)ein Fassungsvermögen von 10ml bis 200ml aufweist.
  17. 17. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurchgekennzeichnet, dass am Sammelbehälter (4) und bzw. oder Flüs¬sigkeitsbehälter (8) und bzw. oder zumindest an einem Portio¬nierbehälter (9) und bzw. oder Überschussbehälter (11) einEtikett (21) angeordnet ist.
  18. 18. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurchgekennzeichnet, dass die sterile Verpackung (10) werkzeuglos öf¬fenbar ausgebildet ist.
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