AT516210A2 - Dichtleistenhalter - Google Patents

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AT516210A2 ATA50655/2015A AT506552015A AT516210A2 AT 516210 A2 AT516210 A2 AT 516210A2 AT 506552015 A AT506552015 A AT 506552015A AT 516210 A2 AT516210 A2 AT 516210A2
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Abstract

Die Erfindung betrifft Dichtsysteme von Saugwalzen, welche im Inneren zumindest einen Saugkasten (4) aufweisen, welcher seitlich durch je ein Dichtleistensystem (1, 2) gegenüber dem Walzenmantel (3) abgedichtet ist und jedes Dichtleistensystem (1, 2) eine Dichtleiste (1.1, 2.1) umfasst welche in einem Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) eingesetzt ist wobei in zumindest einem Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) zumindest eine Schmiermittelzuführung integriert ist, wobei im Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) zumindest eine Öffnung (10) der Schmiermittelzuführung an eine Außenseite des Dichtleistenhalters (1.2, 2.2) verläuft, welche in Bewegungsrichtung des Walzenmantels (3) gesehen, vor der Dichtleiste (1.1, 2.1) liegt.

Description

Beschreibung
Die Erfindung betrifft Dichtleistenhalter für Saugwalzen.
Eine Saugwalze (suction roll), welche zur Entwässerung von Bahn¬material beispielsweise bei Papiermaschinen eingesetzt wird,weist einen mit Öffnungen versehenen Walzenmantel und im Innerenzumindest einen Saugkasten auf. Der Saugkasten ist ortsfest imInneren der Saugwalze montiert, wobei der mit Löchern verseheneWalzenmantel um den Saugkasten rotiert. Um den Saugkasten gegen¬über dem Walzenmantel abzudichten, weist dieser seitlich Dicht¬leisten auf, die das Innere des Saugkastens gegenüber dem rest¬lichen Volumen der Saugwalze abdichten und zwar in Längsrichtungder Saugwalze. In Umfangsrichtung der Saugwalze wird der Saug¬kasten an seinen beiden Enden durch Formatbegrenzer begrenzt undgegenüber dem Walzenmantel abgedichtet.
Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion bzw. beimBetrieb von Saugwalzen besteht in der Zuführung von Schmierwas¬ser zur Reduktion von Wärmeentwicklung und Verschleiß an derDichtleiste.
Aus der WO 2013167656 Al ist es bekannt, vor jeder verwendetenDichtleiste in der Saugwalze ein Spritzrohr anzubringen, wobeijedes Spritzrohr eine eigene Zuleitung aufweist. Selbiges istbereits aus der DE 1005825 B von 1957 bekannt. Nachteilig an derEinleitung vor der Dichtleiste durch zusätzliche Spritzrohresind der zusätzliche Platzbedarf in der Saugwalze und der erhöh¬te Montageaufwand. Nachteilig an den bekannten Saugrohren inner¬halb der Saugzone ist, dass diese zum einen die Saugzone ver¬kleinern und somit die Effizienz der Saugwalze reduzieren undzum anderen das in der Saugzone herrschende Vakuum eine be¬trächtliche Menge des Schmierwassers absaugt bevor dieses an dieDichtleiste gelangt.
Aus der WO 2013167656 Al ist es weiter bekannt, die Zuführungdes Schmiermittels in der Dichtleiste vorzusehen, was auch derWO2014026913 (Al) entnommen werden kann. Die Zuführung desSchmierwassers in der Dichtleiste ist aus mehreren Gründen nach¬teilig ist. Erstens ist die Friktionsfläche der Dichtleiste durch die Öffnungen der Schmierwasserzuführung reduziert, zwei¬tens verschleißen die Öffnungen der Schmierwasserzuführung zuse¬hends, drittens ist die als Verschleißteil konzipierte Dicht¬leiste in der Herstellung aufwendig und somit teurer, viertenswird auch der Halter selbst komplizierter, fünftens ist bei imDichtleistenhalter beweglichen Dichtleisten, wie sie nach demStand der Technik üblich sind, die Überleitung vom Dichtleisten-halter in die Dichtleiste schwierig, wodurch die Montage und Ab¬dichtung des Schmierwassersystems aufwendig ist, sechsten kanndie Schmiernut bzw. die Öffnungen in der Dichtleiste durch Ver¬unreinigungen, Fasern oder Chemikalien verschlossen werden, waseine lokale Erhöhung des Verschleißes und der Temperatur hervor-rufen würde, was wiederum zu einem Schaden an der Dichtleisteoder der Walze führen kann.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, dasEinbringen des Schmierwassers auf einfache Weise, platzsparendund zielgerichtet vorzunehmen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen als Verbesserung gegenüber demStand der Technik die Schmiermittelzuführung in den Dichtleis¬tenhalter zu integrieren.
Dadurch kann das Schmierwasser sehr nahe an der Friktionsfläche,also jener Fläche mit der die Dichtleiste am Walzenmantel reibt,eingebracht und der Platzbedarf gegenüber einem vor dem Dicht¬leistenhalter montierten Spritzrohr reduziert werden. Zudem kanndie Schmiermittelmenge durch die gezielte Einbringung nahe ander Dichtleiste reduziert werden, wodurch vorteilhaft der an¬sonsten enorme Wasserverbrauch der Dichtleiste gesenkt wird. Ge¬genüber einem Schmierwassersystem, welches in die Dichtleisteintegriert ist, ergeben sich unter anderem die Vorteile, dassdie Friktionsfläche nicht durch die Öffnungen der Schmierwasser¬zuführung reduziert ist und dass die Dichtleiste einen einfache¬ren Aufbau aufweist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht somit aus einer Saug¬walze, in deren Inneren ein Saugkasten angebracht ist, welcher seitlich durch Dichtleisten begrenzt ist. Zumindest einer Dicht¬leiste ist eine SchmierwasserZuführung zugeordnet, welchen in Lauf¬richtung gesehen vor der Dichtleiste Schmierflüssigkeit in Richtungder Innenseite des perforierten Mantels der Saugwalze einbringt,wobei die Schmierwasserzuführung in den Dichtleistenhalter inte¬griert ist. Jede Dichtleiste weist bevorzugt einen Aktuator auf,über den der Anstelldruck der Dichtleiste an die innere Mantelflä¬che der Saugwalze veränderbar ist. Die in Laufrichtung gesehenzweite, hintere Dichtleiste weist vorzugsweise zusätzlich einenzweiten Aktuator auf über welchen der Öffnungswinkel des Spalteszwischen Dichtleiste und Saugwalzenmantel veränderbar ist. Die inLaufrichtung gesehen zweite, hintere Dichtleiste weist bevorzugteinen elektroakustischen Wandler auf, welcher bevorzugt in den Hal¬ter der Dichtleiste integriert und somit vor Feuchtigkeit geschütztist. In den Dichtleisten sind bevorzugt Temperatursensoren ange¬bracht, welche neben der Temperaturmessung vorzugsweise auch zurVerschleißmessung dienen. Bevorzugt ist vorgesehen die Daten derSensoren in einem Miniserver zu verarbeiten und die Aktuatorendurch den Miniserver anzusteuern. Ein Miniserver ist eine miniatu¬risierte Datenverarbeitungsanlage mit Ein- und Ausgangsmodulen undMöglichkeiten zur digitalen Kommunikation insbesondere zur drahtlo¬sen Kommunikation mit Ein- und Ausgabegeräten und anderen Datenver¬arbeitungsanlagen eines Netzwerks.
Bevorzugt ist in der Schmiermittelzuführung oder in der zurSchmiermittelzuführung führenden Leitung ein Durchflusssensorvorhanden, welcher in Datenverbindung mit dem Miniserver ist, umdie Menge an eingesetztem Spritzwasser in Echtzeit zu überwachenbzw. zu messen. Die Durchflussmenge wird bevorzugt vom Miniser¬ver beispielsweise durch Verstellung zumindest eines Ventils ge¬regelt oder gesteuert.
In einem bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren wird vorge¬schlagen zum optimierten Einsatz von Schmierflüssigkeit die Tem¬peratur der Dichtleiste zu messen und den Schmierwassereinsatzbzw. die Schmierwassermenge in Abhängigkeit der gemessenen Tem¬peratur zu steuern bzw. zu regeln. Dazu kann die Temperatur aneinem oder mehreren Punkten der Dichtleiste gemessen werden und die über die Länge der Dichtleiste eingebrachte Schmierwasser¬menge in jedem Bereich der Dichtleiste einheitlich hoch sein.
Wird die Temperatur der Dichtleiste in mehreren Bereichen derDichtleiste gemessen, kann auch ein örtlicher Temperaturverlaufin der Dichtleiste erfasst werden. Vorteilhaft kann die einge¬brachte Schmiermittelmenge an einzelnen Bereichen des Längsver¬laufs der Dichtleiste getrennt gesteuert bzw. geregelt werden,sodass im Fall einer lokalen Hitzeentstehung in der Dichtleistenur im betroffenen Bereich Schmierwasser eingebracht wird. Dadurch das Einbringen von Schmierwasser auch an der Dichtleisteanhaftendes Material weggespült wird, kann auf durch solche Ver¬unreinigungen verursachte Temperaturerhöhungen reagiert werdenindem das anhaftende Material durch Erhöhung des Schmierwasser¬flusses weggespült wird.
Da die Wärme in der Dichtleiste durch Reibung an der innerenMantelfläche der Saugwalze entsteht und das Schmierwasser dieseReibung herabsetzt, kann so exakt die benötige Schmierwassermen¬ge eingebracht werden, welche nötig ist um die Reibung und somitden Verschleiß gering zu halten. Für das soeben beschriebene Verfahren ist es nötig, die Tempera¬tur der Dichtleiste zu erfassen, möglichst nahe an der Oberflä¬che, mit welcher die Dichtleiste an der inneren Mantelfläche derSaugwalze reibt. Dazu ist es vorteilhaft, den Temperatursensorim Inneren der Dichtleiste anzubringen, wie aus derDE 102007027688 Al bekannt. Die Distanz der Temperatursensorender DE 102007027688 Al zur besagten Oberfläche muss dabei sohoch sein, dass diese bis zum Erreichen des maximal zulässigenVerschleißes noch im Material der Dichtleiste integriert sind.
Als erfindungsgemäße Verbesserung wird vorgeschlagen, mehrereTemperatursensoren in die Dichtleiste zu integrieren, wobei die¬se Temperatursensoren in unterschiedlicher Tiefe in die Dicht¬leiste eingesetzt bzw. integriert sind. Besonders vorteilhaftist dabei, dass die Temperatursensoren auch zur Verschleißüber¬wachung bzw. Messung eingesetzt werden können. Dies erfolgtdadurch, dass die Temperatursensoren kaputt gehen, sobald diese nicht mehr vom Material der Dichtleiste geschützt sind und ander Saugwalze verschleißen.
Bevorzugt sind immer mehrere solcher in der Tiefe versetzt ange¬brachten Temperatursensoren in einer Sensoreinheit zusammenge-fasst, wobei bevorzugt über die Längsrichtung der Dichtleisteverteilt mehrere solche Sensoreinheiten angebracht sind. Dadurchkann der örtliche Temperaturverlauf in der Dichtleiste und derörtliche Verschleiß in der Dichtleiste überwacht werden, bzw.diese Daten an eine Steuerung oder Regelung übertragen werden.Beim Schmierwasser bzw. dem Schmiermittel kann es sich tatsäch¬lich um Wasser oder eine andere Flüssigkeit handeln, insbesonde¬re können dem Wasser weitere Flüssigkeiten oder Zusätze beige¬mengt sein.
Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. 1: Zeigt den Aufbau einer erfindungsgemäßen Dichtleiste mit erfindungsgemäßen Temperatursensoren mit Verschleißer¬kennung .
Fig. 2: zeigt schematisch ein beispielhaftes erfindungsgemäßes
Dichtleistensystem.
Fig. 3: zeigt schematisch ein beispielhaftes erfindungsgemäßes
Dichtleistensystem in geräuschminimierender Ausführung.
Fig. 4: Zeigt schematisch eine besonders bevorzugte erfindungs¬ gemäße Dichtvorrichtung einer Saugwalze.
Fig. 5: Zeigt schematisch einen beispielhaften erfindungsgemä¬ ßen Dichtleistenhalter mit Dichtleiste im Querschnitt.
Fig. 6: Zeigt schematisch einen weiteren beispielhaften erfin¬ dungsgemäßen Dichtleistenhalter mit Dichtleiste im Quer¬schnitt .
Fig. 7: Zeigt schematisch einen weiteren beispielhaften erfin¬ dungsgemäßen Dichtleistenhalter mit Dichtleiste im Quer¬schnitt .
Fig. 8: Zeigt schematisch einen weiteren beispielhaften erfin¬ dungsgemäßen Dichtleistenhalter mit Dichtleiste in Bewe¬gungsrichtung des Saugwalzenmantels gesehen von vorne.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Dichtleiste 1.1, 2.1 mit in¬tegrierten Temperatursensoren 6.1 gezeigt. In dieser besondersbevorzugten Ausführungsvariante sind in der Dichtleiste 1.1, 2.1mehren Sensoreinheiten 6 integriert, wobei jede Sensoreinheit 6vier Temperatursensoren 6.1 aufweist. Bezüglich der oberen Flä¬che, also der Reib- bzw. Friktionsfläche der Dichtleiste 1.1,2.1 weisen die Temperatursensoren 6.1 unterschiedliche Abständeauf. Der Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Temperatur¬sensoren 6.1 beträgt beispielsweise 2 mm. Die Sensoreinheitenbestehen aus einer Leiterplatte 6.4, Temperatursensoren 6.1, ei¬nem Mikrochip 6.2 mit integriertem Funkmodul und einer Stromver¬sorgung mittels Batterie 6.3. Durch die Anstellung der Dicht¬leiste 1.1, 2.1 an den rotierenden Walzenmantel 3 kommt es zuReibung und dadurch zu einem Temperaturanstieg an der Dichtleis¬te 1.1, 2.1. Diese Temperaturänderung bewirkt eine Widerstands¬änderung an den auf der Leiterplatte 6.4 positionierten Tempera¬tursensoren 6.1, wobei aus der dadurch verursachten Spannungsän¬derung durch den programmierten Mikrochip 6.2 die Temperatur er¬mittelt wird. Wird ein Temperatursensor 6.1 durchgeschliffen,also zerstört, kommt es zu einer Signalunterbrechung. Dadurchist der Mikrochip 6.2 in der Lage, durch die Signalunterbrechungder einzelnen Temperatursensoren 6.1 den genauen Dichtleisten-verschleiß zu berechnen.
Außerhalb der Saugwalze ist ein Miniserver mit Funkmodul positi¬oniert, der die Daten von den Sensoreinheiten 6 über Funk emp¬fängt. Der Miniserver ist vorzugsweise mit einem Netzwerk ver¬bunden und die Daten können über ein Ausgabegerät wie beispiels¬weise Computer, Tabletcomputer, Laptop oder Mobiltelefon visua-lisiert werden.
Die Dichtleiste 1.1, 2.1 weist zumindest eine Sensoreinheit 6auf, vorzugsweise weist die Dichtleiste 1.1, 2.1 mehrere Sen¬soreinheiten 6 auf, um die Temperatur an mehreren Punkten derDichtleiste 1.1, 2.1 messen zu können.
In Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Dicht leistensystem 1 ge¬zeigt, welches bevorzugt in Bewegungsrichtung des Walzenmantels 3 gesehen als erstes Dichtleistensystem 1 eines Saugkastens 4zum Einsatz kommt. Das Dichtleistensystem 1 besteht aus einerDichtleiste 1.1 welche in der Nut des Dichtleistenhalters 1.2beweglich aufgenommen ist. In der Nut befindet sich unterhalbder Dichtleiste 1.1 ein als Druckschlauch ausgebildeter Anstell¬schlauch 1.3. Vor der Dichtleiste 1.1 ist der Dichtleistenhalter1.2 mit einem Schmierwassersystem versehen, welches Sprühdüsen1.4 aufweist, über welche das Schmierwasser durch ein bevorzugtin den Dichtleistenhalter 1.2 integriertes Spritzrohr 1.5 einge¬bracht wird. In die Dichtleiste 1.1 ist bevorzugt zumindest eineSensoreinheit 6 integriert, bzw. eingesetzt. Über den Druck imAnstellschlauch 1.3 kann der Anstelldruck, mit welchem dieDichtleiste 1.1 gegen die Innenseite des Walzenmantels 3 ge¬drückt wird, verändert werden.
In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßes Dicht leistensystem 2 ge¬zeigt, welches bevorzugt in Bewegungsrichtung der Saugwalze ge¬sehen als zweites Dichtleistensystem 2 eines Saugkastens 4 zumEinsatz kommt. Das Dichtleistensystem 2 besteht aus einer Dicht¬leiste 2.1 welche entlang der unteren Vorderkante einen Stegaufweist, welcher in der Nut des Dichtleistenhalters 2.2 beweg¬lich aufgenommen ist. In der Nut befindet sich unterhalb desSteges der Dichtleiste 2.1 ein Anstellschlauch 2.3. Vor derDichtleiste 2.1 ist der Dichtleistenhalter 2.2 mit einemSchmierwassersystem versehen, welches Sprühdüsen 2.4 aufweist,über welche das Schmierwasser durch ein bevorzugt in den Dicht¬leistenhalter 2.2 integriertes Spritzrohr 2.5 eingebracht wird.In die Dichtleiste 2.1 ist bevorzugt zumindest eine Sensorein¬heit 6 integriert, bzw. eingesetzt. Über den Druck im Anstell¬schlauch 2.3 kann der Anstelldruck, mit welchem die Dichtleiste2.1 im vorderen Bereich gegen die Innenseite des Walzenmantels 3gedrückt wird, verändert werden. Die Dichtleiste 2.1 weist einegekrümmte obere Fläche auf, sodass die obere Fläche in ihremvorderen Bereich am Walzenmantel 3 anliegt und im hinteren Be¬reich mit dem Walzenmantel 3 einen sich allmählich vergrößerndenSpalt bildet. Die Breite dieses Spaltes kann durch eine höhen¬ verstellbare Leiste 2.7 verstellt werden, welche das hintere En¬de der Dichtleiste 2.1 nähere an den Walzenmantel 3 heran odervon diesem weg bewegen kann. Die höhenverstellbare Leiste 2.7ist entlang einer schräg nach oben verlaufenden Nut einer inLängsrichtung der Dichtleiste 2.1 verschiebbaren Leiste 2.6 ge¬führt. Die verschiebbaren Leiste 2.6 kann als Schlitten ausge¬führt sein, welcher durch eine vom Motor angetriebene Stellspin¬del in der Nut des Dichtleistenhalters 2.2 verschoben wird. EineLängsverschiebung der verschiebbaren Leiste 2.6 führt dazu, dassdie höhenverstellbare Leiste 2.7 entlang der Nut nach oben ver¬schoben wird. Es ist auch denkbar, die Leiste 2.6 feststehendauszuführen und durch Längsverschiebung der höhenverstellbarenLeiste 2.7 diese entlang der Nut in der Höhe zu verstellen. Daviele Möglichkeiten bestehen die Rotationsbewegung einesSchrittmotors in eine lineare Bewegung eines Stellglieds umzu¬wandeln, sei allgemein festgehalten, dass die Distanz des hinte¬ren Endes der Dichtleiste 2.1 zum Walzenmantel 3 durch einen Mo¬tor veränderbar und in der jeweiligen Position haltbar ist.
Im Dichtleistenhalter 2.2 ist bevorzugt ein symbolisch darge¬stellter Schallsensor 7 bzw. ein Tonabnehmer angebracht, welcherzur Messung des Geräuschpegels an bzw. nach der Dichtleiste 2.1dient. Das erfindungsgemäße Regelungsverfahren sieht vor, dassder Öffnungswinkel des Spalts zwischen Dichtleiste 2.1 und Wal¬zenmantel 3 derart geregelt wird, dass der Geräuschpegel auf einMinimum reduziert wird.
Als Verallgemeinerung kann festgehalten werden, dass anstelleder Druckschläuche 1.3, 2.3 auch andere nach dem Stand der Tech¬nik bekannte Verstellvorrichtungen an der Dichtleiste 1.1 unddem vorderen Bereich der Dichtleiste 2.1 eingesetzt werden kön¬nen. So können beispielsweise zusätzlich zu den DruckschläuchenKlemmvorrichtungen vorhanden sein, um die Dichtleiste temporäroder nach Erreichen eines stabilen, optimalen Betriebszustandsin ihrer Position zu fixieren. Außerdem kann wie aus derEP 0943729 Bl bekannt ein zusätzlicher Druckschlauch vorhandensein, welcher in entgegengesetzter Richtung zum ersten Druck¬ schlauch (Anstellschlauch) auf die Dichtleiste wirkt, um diesevom Walzenmantel „wegziehen" zu können.
Erfindungsgemäß ist es auch möglich, zur Verstellung der Dicht¬leiste 1.1 und des vorderen Bereichs der Dichtleiste 2.1 einenVerstellmechanismus vorzusehen, wie er am hinteren Bereich derDichtleiste 2.1 eingesetzt ist. Dabei kann auf den Einsatz einesAnstellschlauches verzichtet werden. Da im Gegensatz zum hinte¬ren Bereich der Dichtleiste 2.1, deren vorderer Bereich und dieDichtleiste 1.1 mit dem Walzenmantel 3 in Kontakt bringbar sind,ist es erforderlich den Anstelldruck Steuer- oder regelbar zugestalten. Der Anstelldruck kann dabei durch ein regelbares Hal¬temoment des Motors geregelt werden, oder indirekt durch ein fe¬derelastisches Element regelbar sein, welches sich zwischen demStellelement und der Dichtleiste befindet. Ist die Dichtleistebereits in Kontakt mit dem Walzenmantel kann über eine weitereVerstellung des Stellgliedes über das federelastische Elementeine mit zunehmender Verformung des federelastischen Elementszunehmende Kraft ausgeübt werden, mit welcher die Dichtleistegegen den Walzenmantel gepresst wird. Vorteilhaft ist, dass dasStellglied auch so positioniert werden kann, dass sich einschmaler Spalt zwischen Dichtleiste und Walzenmantel ergibt.
In Fig. 4 ist schematisch der Aufbau eines Saugkastens 4 mitzwei erfindungsgemäßen Dichtleistensystemen 1, 2 gezeigt. DieBewegungsrichtung des Walzenmantels 3 ist durch einen Pfeil an¬gedeutet. Das in Bewegungsrichtung gesehen vordere erste Dicht¬leistensystem 1 ist gemäß Fig. 2 ausgeführt, das in Bewegungs¬richtung gesehen hintere zweite Dichtleistensystem 2 ist gemäßFig. 3 ausgeführt. Wie in Fig. 4 erkennbar bilden die beidenDichtleistensysteme 1, 2 die seitliche Begrenzung des Saugkasten4. Im Inneren des Saugkastens 4 ergibt sich so ein gegenüber demrestlichen Inneren der Saugwalze abgedichteter Bereich 4.1.
Wie symbolisch dargestellt befindet sich im Inneren des Saugkas¬tens 4 ein Drucksensor 5 zur Messung des Unterdrucks bzw. Vaku¬ums im abgedichteten Bereich 4.1. Alternativ kann die Ermittlung des Unterdrucks im Saugkasten 4 auch in der bzw. durch die Vaku¬umpumpe erfolgen, welche zur Erzeugung des Vakuums im abgedich¬teten Bereich 4.1 dient.
Das erste Dichtleistensystem 1 weist eine Temperatursensorik 16zur Ermittlung der Temperatur der Dichtleiste 1.1 auf, welchebevorzugt als mehrere in die Dichtleiste 1.1 integrierte Sen¬soreinheiten 6 gemäß Fig. 1 ausgeführt ist.
Das zweite Dichtleistensystem 2 weist eine Temperatursensorik 26zur Ermittlung der Temperatur der Dichtleiste 2.1 auf, welchebevorzugt als mehrere in die Dichtleiste 2.1 integrierte Sen¬soreinheiten 6 gemäß Fig. 1 ausgeführt ist. Das zweite Dicht¬leistensystem 2 weist zudem einen Sensor zur Geräuscherfassungauf, welcher bevorzugt als ein in den Dichtleistenhalter 2.2 in¬tegrierter Schallsensor 7 ausgeführt ist.
Das erste Dichtleistensystem 1 weist einen Verstellmechanismuszur Positionsänderung der Dichtleiste 1.1 auf, welcher bevorzugteinen Anstellschlauch 1.3 umfasst. Über den Verstellmechanismusist der Anstelldruck der Dichtleiste 1.1 und/oder die Distanzzwischen Dichtleiste 1.1 und Walzenmantel 3 steuerbar und/oderregelbar. Das erste Dichtleistensystem 1 weist eine Schmierwas¬serzuführung auf, wobei die Menge an eingebrachtem Schmierwassersteuerbar und oder regelbar ist. Die Schmierwasserzuführung istvorzugsweise als ein in den Dichtleistenhalter 1.2 integriertesSpritzrohr 1.5 ausgeführt.
Das zweite Dichtleistensystem 2 weist einen Verstellmechanismuszur Positionsänderung des vorderen Bereichs der Dichtleiste 2.1auf, welcher bevorzugt einen Anstellschlauch 2.3 umfasst. Überden Verstellmechanismus sind der Anstelldruck des vorderen Be¬reichs der Dichtleiste 2.1 und/oder die Distanz zwischen demvorderen Bereich der Dichtleiste 2.1 und Walzenmantel 3 steuer¬bar und/oder regelbar. Das zweite Dichtleistensystem 2 weist ei¬nen zweiten Verstellmechanismus zur Positionsänderung des hinte¬ren Bereichs der Dichtleiste 2.1 auf, welcher bevorzugt einenSchrittmotor umfasst. Über den zweiten Verstellmechanismus istder Öffnungswinkel zwischen dem hinteren Bereich der Dichtleiste2.1 und dem Walzenmantel 3 steuerbar und/oder regelbar.
Das zweite Dichtleistensystem 2 weist eine Schmierwasserzufüh-rung auf, wobei die Menge an eingebrachtem Schmierwasser steuer¬bar und oder regelbar ist. Die Schmierwasserzuf ührung ist vor¬zugsweise als ein in den Dichtleistenhalter 2.2 integriertesSpritzrohr 2.5 ausgeführt.
Das erfindungsgemäße Regelungsverfahren besteht in einer erstenVariante in der Erfassung des Unterdrucks bzw. Vakuums im Saug¬kasten 4, wobei der Anstelldruck bzw. der Abstand zum Walzenman¬tel 3 der ersten Dichtleiste 1.1 und der Anstelldruck bzw. derAbstand zum Walzenmantel 3 des vorderen Bereichs der zweitenDichtleiste 2.1 so geregelt werden, dass sich jener minimale An¬stelldruck bzw. jener maximale Abstand einstellt, welcher zuläs¬sig ist, um das Vakuum in gewünschter Stärke im Inneren desSaugkastens 4 aufrecht zu halten. Der Anstelldruck bzw. der Ab¬stand kann dabei für beide Dichtleisten 1.1, 2.1 gemeinsam vari¬iert werden, beispielsweise indem die Druckschläuche 1.3, 2.3mit demselben Druck beaufschlagt werden.
Besonders vorteilhaft an diesem erfindungsgemäßen Regelungsver¬fahren ist, dass der Energiebedarf der Walze minimiert wird, damit einem minimalen Anstelldruck das Vakuum aufrecht gehaltenwird, woraus sich eine hohe Einsparung ergibt.
Es ist auch denkbar, den Anstelldruck bzw. der Abstand gegebe¬nenfalls unter Anwendung festlegbarer zusätzlicher Steuer-Vorschriften für beide Dichtleisten 1.1, 2.1 getrennt zu regeln,beispielsweise indem die stärker verschlissenen Leiste wenigerstark angepresst wird als die noch weniger verschlissene Leiste.
Vorzugsweise ist bei der ersten Variante des Regelungsverfahrenzudem eine Temperatursensorik 16, 26 zur Erfassung der Dicht¬leistentemperatur jeder Dichtleiste 1.1, 2.1 vorhanden. Die Men¬ge an eingesetztem Schmierwasser für Dichtleiste 1.1 wird dabeiin Abhängigkeit der Messwerte der Temperatursensorik 16 gesteu¬ert bzw. geregelt und die Menge an eingesetztem Schmierwasserfür Dichtleiste 2.1 wird dabei in Abhängigkeit der Messwerte derTemperatursensorik 26 gesteuert bzw. geregelt. Die Regelung der
Schmiermittelmenge in Abhängigkeit der Temperatur der Dichtleis¬te 1.1, 2.1 ist auch ohne die zuvor genannte Regelung des An¬stelldrucks einsetzbar bzw. vorteilhaft.
Besonders vorteilhaft an diesem erfindungsgemäßen Steuerungs-bzw. Regelungsverfahren ist, dass der Wasserbedarf minimiertwird und somit deutlich weniger Wasser verbraucht wird als mitkonventionellen Spritzrohren.
In Erweiterung der ersten Variante wird in der zweiten Varianteder erfindungsgemäßen Regelung zudem der Geräuschpegel nach bzw.am zweiten Dichtleistensystem 2 gemessen und in Abhängigkeit desMesswerts der Abstand des hinteren Bereichs der Dichtleiste 2.1zum Walzenmantel 3 und damit der Öffnungswinkel des Spalts zwi¬schen Dichtleiste 2.1 und Walzenmantel 3 geregelt, sodass sichein minimaler Geräuschpegel ergibt. Dieses Verfahren ist auchgetrennt von den zuvor beschriebenen Verfahren vorteilhaft an¬wendbar, da die Lärmentwicklung an konventionellen Dichtleistenbis zu 110 dBA betragen und somit gesundheitsgefährdend seinkann.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen alle Messwerte aller Sensoren aneinen Miniserver zu übermitteln, bevorzugt drahtlos, in welchemdie Regel- und Steuervorschriften abgespeichert sind, die gege¬benenfalls durch ein Programm oder einen Benutzer abgeändertwerden können. Der Miniserver ermittelt aus den Messwerten diebenötigten Stellgrößen zur Ansteuerung der Aktuatoren. Bevorzugtist der Miniserver mit einem Anzeige- und Eingabegerät verbun¬den, insbesondere drahtlos, um die Betriebsparameter anzuzeigen,bzw. um manuelle Änderungen zu erlauben.
Besonders vorteilhaft an der gegenständlichen Erfindung ist,dass das intelligente System zur Steuerung aller wesentlichenParameter innerhalb einer Saugwalze, welche zentral vorzugsweisedurch einen Miniserver überwacht und entweder vom System odervom Benutzer in Abhängigkeit zueinander verändert werden können,einen möglichst energieeffizienten und geräuscharmen Betrieb ge¬währleistet und eine vorbeugende Instandhaltung ermöglicht. Das
System basiert auf mit Sensoren ausgestatteten Bauteilen wieinsbesondere Dichtleiste, Druckschlauch, Dichtleistenhalter undSpritzrohr, welche vorzugsweise über Funk/WLAN konstant Informa¬tionen über den von außen nicht einseh- und/oder kontrollierba¬ren Prozess geben und liefern somit in einmaliger Form Informa¬tionen über den Betriebszustand der Saugwalze.
In den Fig. 5, 6 und 7 sind beispielhafte Schmiermittelzuführun¬gen gezeigten. Der Dichtleistenhalter 1.2 weist bei diesen Aus¬führungen mehrere Öffnungen 10 auf, welche beispielsweise inForm von Bohrungen vorliegen, die über die Längsrichtung desDichtleistenhalters 1.2 verteilt beabstandet zueinander angeord¬net sind. Die Bohrungen der Öffnungen 10 verlaufen derart, dasseine gedachte geradlinige Verlängerung dieser in den Eckbereichzwischen Dichtleiste 1.1, 2.1 und dem Walzenmantel 3 führt.
Wie in Fig. 5 dargestellt können die Öffnungen 10 eine gemeinsa¬me Zuführkanal 12 aufweisen, oder wie in Fig. 6 jeweils über ei¬nen eigenen Zuführkanal 13 mit Schmierwasser versorgt werden.
Wie in Fig. 5 dargestellt können die Zuführkanäle 12, 13 durchAusnehmungen im Berührungsbereich zweier aneinander anliegenderTeile des Dichtleistenhalters 1.2 gebildet sein, wozu am eigent¬lichen Dichtleistenhalter 1.2 ein Zuführteil 11 aufgesteckt oderangeschraubt wird. Wie in den Fig. 2-4 dargestellt ist, könnendie Ausnehmungen jeweils in Querschnittform eines Halbkreises imeigentlichen Dichtleistenhalter 1.2 und im Zuführteil 11 vorlie¬gen, sodass in diese ein Spritzrohr 1.5, 2.5 eingesetzt werdenkann. Am Spritzrohr 1.5, 2.5 sind bevorzugt kleinere Rohre ange¬bracht, welche in den Öffnungen 10 verlaufen und/oder am EndeSprühdüsen 1.4, 2.4 aufweisen.
Wenn die beiden Teile 1.2, 11 ausreichend dicht aneinander be¬festigt sind, kann auch der durch die beiden Ausnehmungen resul¬tierende Zuführkanal 12, 13 zum Zuleiten der Schmierflüssigkeitdienen.
Das Zuführteil 11 kann mit Hohlkammern ausgeführt sein, wobeidie Zuführung des Schmiermittels bis zu den Sprühdüsen 1.4, 2.4 oder den Öffnungen 10 ausschließlich im Zuführteil 11 erfolgenkann, wie in Fig. 6 dargestellt.
Wie in den Fig. 7 dargestellt ist, kann der Dichtleistenhalter1.2, 2.2 auch als ein einzelnes Bauteil ausgeführt sein, wobeider Dichtleistenhalter 1.2, 2.2 Zuführungen aufweist, beispiels¬weise eine oder mehrere Bohrungen in seiner Längsrichtung, wobeidie Öffnungen 10 durch normal zu diesen verlaufende Bohrungengebildet sind. Der Dichtleistenhalter 1.2, 2.2 kann vorteilhaftauch als Hohlprofil (beispielsweise stranggepresst oder extru¬diert) ausgeführt sein, wobei zumindest eine Kammer des Hohlpro¬fils zur Zuführung von Schmierwasser dient, wozu diese Kammerbevorzugt an einem Ende des Hohlprofils verschlossen ist und amanderen Ende an eine Zuleitung 14 angeschlossen ist und dasHohlprofil mit Öffnungen 10 versehen ist, die in zumindest eineals Zuführung genutzte Kammer des Hohlprofils führen. Die Kammerkann sich auch nur über einen Teilbereich der Länge der Öffnungdes Hohlprofils erstrecken, beispielsweise indem die Kammerdurch in die Öffnung eingesetzte Trennwände beidseitig begrenztwird. Der Anschluss der Zuleitung 14 kann durch eine Öffnung ineiner der Trennwände erfolgen oder durch eine Öffnung von derMantelfläche des Hohlprofils in die Kammer.
Besonders bevorzugt wird das Hohlprofil im Strangziehverfahren(auch Pultrusionsverfahren oder pultrudieren genannt) gefertigt,und ist somit ein faserverstärktes Kunststoffprofil.
Wie in den Fig. 5, 6 und 7 dargestellt, weist der Dichtleisten-halter 1.2, 2.2 an seiner dem Walzenmantel 3 zugewandten Seitebevorzugt einen zur Dichtleiste 1.1, 2.1 hin abschüssig verlau¬fenden Bereich auf, welcher mit der Dichtleiste 1.1, 2.1 zusam¬men eine Rinne bildet, über welche überschüssiges Schmierwasservorteilhaft auf kontrollierte Weise seitlich in Längsrichtungdes Dichtleistenhalters 1.2, 2.2 abfließen kann.
In Fig. 8 ist ein erfindungsgemäßer Dichtleistenhalter in Bewe¬gungsrichtung des Walzenmantels 3 gesehen von vorne dargestellt.Wie im linken Teil der Abbildung dargestellt, kann jeweils eineÖffnung 10 über einen eigenen Zuführkanal 13 versorgt werden, wobei jeder Zuführkanal 13 eine eigene Zuleitung 14 aufweist,deren Durchflussmenge vorzugsweise durch ein Ventil 15 gesteuertbzw. geregelt werden kann. Die Öffnungen 10 können in Längsrich¬tung des Dichtleistenhalters 1.2, 2.2 schlitzförmig verbreitertsein, damit der aus den Öffnungen 10 austretende Fluidstrahl ei¬nen größeren Längenbereich der Dichtleiste 1.1, 2.1 abdeckt.
Wie im rechten Teil der Abbildung dargestellt, können mehrereÖffnungen 10 aus einem gemeinsamen Zuführkanal 12 gespeist wer¬den, wobei der gemeinsame Zuführkanal 12 eine Zuleitung 14 auf¬weist, deren Durchflussmenge vorzugsweise durch ein Ventil 15gesteuert bzw. geregelt werden kann. Die Zuführkanäle 12, 13weisen zumindest eine Anschlussstelle für die Zuleitung 14 auf,wobei sich diese wie in Fig. 8 dargestellt bevorzugt an zumin¬dest einer der beiden Stirnseiten, bevorzugt an jener, an wel¬cher auch die übrigen Anschlüsse für die Druckschläuche bzw.elektrische Anschlüsse etc. sind, befindet. Weniger bevorzugtkann die Anschlussstelle auch an einer anderen Position desDichtleistenhalters 1.2, 2.2 erfolgen, beispielsweise an dessenVorderseite oder Unterseite.

Claims (16)

  1. Ansprüche 1. Dichtleistensystem für eine Saugwalze, welche im Inneren zu¬ mindest einen Saugkasten (4) aufweist, welcher seitlich durchje ein Dichtleistensystem (1, 2) gegenüber dem Walzenmantel (3) abgedichtet ist und jedes Dichtleistensystem (1, 2) eine Dichtleiste (1.1, 2.1) umfasst, welche in einem Dichtleisten¬halter (1.2, 2.2) eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) zumindest eine Schmiermittelzuführung integriert ist, wobei im Dicht¬leistenhalter (1.2, 2.2) zumindest eine Öffnung (10) der Schmiermittelzuführung an eine Außenseite des Dichtleisten-halters (1.2, 2.2) verläuft, welche in Bewegungsrichtung des Walzenmantels (3) gesehen, vor der Dichtleiste (1.1, 2.1) liegt.
  2. 2. Dichtleistensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelzuführung ein in den Dichtleistenhalter(1.2, 2.2) integriertes Spritzrohr (1.5, 2.5) aufweist, von welchem mehrere Öffnungen (10) an jene Außenseite des Dicht¬leistenhalters (1.2, 2.2) verlaufen, welche in Bewegungsrich¬tung des Walzenmantels (3) gesehen vor der Dichtleiste (1.1,2.1) liegt.
  3. 3. Dichtleistensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelzuführung durch zumindest eine imDichtleistenhalter (1.2, 2.2) vorgesehen Hohlkammer gebildet ist, von welcher mehrere Öffnungen (10) an jene Außenseitedes Dichtleistenhalters (1.2, 2.2) verlaufen, welche in Bewe¬gungsrichtung des Walzenmantels (3) gesehen vor der Dicht¬leiste (1.1, 2.1) liegt.
  4. 4. Dichtleistensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass der Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) ein Hohlprofil, insbe¬sondere ein Pultrusionsprofil ist, wobei zumindest eine Hohl¬kammer aus einer entlang der Längsrichtung durch das Profilverlaufenden Öffnung, oder einen Teilbereich dieser Öffnung,gebildet ist, wobei die Öffnung oder der Teilbereich der Öff¬nung an zumindest einem Ende verschlossen ist und einen An¬schluss zum Zuführen von Schmiermittel aufweist.
  5. 5. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass zumindest eine Öffnung (10) in Form ei¬ner Sprühdüse (1.4, 2.4) vorliegt.
  6. 6. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Öffnung (10) oder eineSprühdüse (1.4, 2.4) auf den durch den Walzenmantel (3) und die Dichtleiste (1.1, 2.1) gebildeten Spalt, bzw. deren vor¬derste Berührungslinie gerichtet ist.
  7. 7. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurchgekennzeichnet, dass mehrere Öffnungen (10) einen gemeinsamenZuführkanal (12) aufweisen.
  8. 8. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Öffnung (10) odereine erste Teilgruppe von Öffnungen (10) gegenüber zumindesteiner zweiten Öffnung (10) oder einer zweiten Teilgruppe vonÖffnungen (10), einen getrennten Zuführkanal (12, 13) auf¬ weist .
  9. 9. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) im Querschnitt gesehen zweiteilig aufgebaut ist, wobei der ersteTeil zur Aufnahme der Dicht leiste (1.1, 2.1) dient und der zweite Teil als Zuführteil (11) ausgebildet ist, der die Zu¬führkanäle (12, 13) aufweist, oder diese mit dem ersten Teil des Dichtleistenhalters (1.2, 2.2) an deren gemeinsamer Be¬ rührungsfläche bildet.
  10. 10. Dichtleistensystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil des Dicht leistenhalters (1.2, 2.2) und der Zuführteil (11) Ausnehmungen aufweisen, welche, wenn dasZuführteil (11) am ersten Teil montiert ist, aneinander an-liegen und zusammen die Zuführkanäle (12, 13) ausbilden.
  11. 11. Dichtleistensystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zuführkanälen (12, 13) eine Rohrleitung, insbe¬ sondere ein Spritzrohr (1.5, 2.5) eingesetzt ist.
  12. 12. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtleistenhalter (1.2, 2.2) anseiner dem Walzenmantel (3) zugewandten Seite bevorzugt einenzur Dichtleiste (1.1, 2.1) hin abschüssig verlaufenden Be¬ reich aufweist.
  13. 13. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der beiden Stirnseite desDichtleistenhalters (1.2, 2.2) für die Schmiermittelzufüh¬rung, oder für jeden Zuführkanal (12, 13) der Schmiermittel¬ zuführung, eine Zuleitung (14) angebracht ist.
  14. 14. Dichtleistensystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,dass jede Zuleitung (14) eine Vorrichtung zur Durchfluss-Steuerung oder Regelung, beispielsweise ein Ventil (15) auf¬weist.
  15. 15. Dichtleistensystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,dass die Vorrichtung zur Durchfluss-Steuerung oder Regelung,in Abhängigkeit der Dichtleistentemperatur regelbar ist.
  16. 16. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in der Dichtleiste (1.1, 2.1) mehrere Temperatursensoren integriert sind, welche in Längsrichtungder Dichtleiste (1.1, 2.1) zueinander beabstandet sind.
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