AT516427A1 - Bremsvorrichtung für Skiroller, Rollski oder Skier - Google Patents

Bremsvorrichtung für Skiroller, Rollski oder Skier Download PDF

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Abstract

Eine mit dem Bein, der Wade oder dem Unterschenkel (23) bedienbare Bremsvorrichtung für Skiroller bzw. Rollskier oder Skier, die am Schuh (17) um eine quer oder annähernd quer zur Laufrichtung verlaufende Drehachse schwenkbar montiert oder montierbar ist und bei Betätigung durch Zurückdrücken des Unterschenkels (23) einen Bremsvorgang einleitet, wobei die Bremsvorrichtung einen zangenartigen Bügel (1) mit Gelenkszähnen (2a, 2b) aufweist, die zur gelenkigen Montage der Bremsvorrichtung am Schuh (17) ohne zusätzlich erforderliche Schuhverbindungseinrichtungen dienen.

Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine mit dem Bein, Wade oder Unterschenkel (in Folge kurz"Unterschenkel" genannt) bedienbare Bremsvorrichtung für Skiroller, Rollski oder Skier, dieam Schuh (17), an einer quer oder annähernd quer zur Laufrichtung verlaufenden Drehachsemontiert oder montierbar ist und bei Betätigung durch Zurückdrücken des Unterschenkelseinen Bremsvorgang einleitet. Skiroller, Rollskier oder Skier werden immer für beide Beineverwendet, also als Paar. Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung kann je nach Bedarfentweder nur für ein Bein oder ebenfalls für beide Beine vorgesehen werden. DieseAnmeldung beschreibt jedoch immer nur eine Bremsvorrichtung und kann sowohl fürLanglauf-Trainingsroller, Tourengeher-Trainingsroller oder sonstige Fortbewegungsgeräteauf Rollen oder Skier (in Folge kurz "Rollski" genannt) Verwendung finden.
Aus der DE 202011109438 Ul ist eine Bremsvorrichtung mit speziell umgebautem Schuhbekannt, die bereits am Schuh des Benutzers an einer quer zur Laufrichtung verlaufendenGelenksachse drehbar fixiert oder fixierbar ist. Der Nachteil bei dieser Lösung ist, dass dieseBremsvorrichtung eine am Schuh des Benutzers angebrachte oder anbrlngbareAnlenkvorrichtung zur Anlenkung der Bremsvorrichtung erfordert und somit nicht dieMöglichkeit besteht, diese Bremsvorrichtung an bereits bestehende oder handelsüblicheSchischuhe, ohne speziellen Umbau oder Anbringung einer eigenenSchuhverbindungseinrichtung anbauen zu können. Außerdem wird diese Bremsvorrichtungüber die Unterschenkelmanschette permanent über den gänzlichenUnterschenkelbewegungsweg mit bewegt, die jedoch wegen der abweichendenBremsvorrichtungsanlenkachse zur Sprunggelenksbewegungsachse, sich am Unterschenkelauf- und ab-bewegt und so am Unterschenkel permanent scheuert. Durch das permanent volle Bewegen der Bremsvorrichtung wird auch das Gelenk an derBremsvorrichtungsanlenkachse intensiver beansprucht.
Aus DE 202009011587 Ul ist eine nachrüstbare Wadenbremsvorrichtung bekannt, diejedoch nur jeweils an das Sportgerät montierbar Ist und nicht an den Schischuh des Nutzers.
Aus DE 202011050177 Ul ist eine beinbetätigbare Skirollerbremse bekannt, die amRollskirahmen angelenkt ist. Der Nachteil bei diesem System ist, dass das Gewicht derBremse sich am Rollski befindet und dadurch die Gewichtsverteilung am Rollski ungünstigist, da auch bei Rollskiern ein Gewichtsausgleich zwischen Vorder- und Hintergestell, ähnlichwie bei Langlaufskiern, vorteilhaft ist.
Rollskier verfügen bekanntlich oft auch über Kotschützer, die jedoch jeweils immer direkt amRollski fixiert sind. Speziell der Kotschützer am Hinterrad verursacht auch zusätzlich einungünstiges Gewichtsverhältnis am Rollski
Diverse Cross Skates verfügen ebenfalls über Waden-Bremsvorrichtungen, die entweder amSchuh oder Rahmen, an einer quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Glenksachse angelenktsind. Rollskier können im Gegensatz zu Skiern zum Abbremsen nur schwer oder überhauptnicht quer zur Fahrtrichtung gestemmt werden. Auch bei Langlaufskiern ist es oft im tieferenSchnee schwierig, diese zum Abbremsen quer stellen zu können, daher ist es denkbar, dieseBremsvorrichtung auch In Verbindung mit Skier zum Einsatz zu bringen.
Es gibt Rollskier mit Bindungssystemen, auf denen der Schuh des Nutzers entweder nur imZehen- oder Fuß-Ballenbereich am Rollski lösbar oder fix fixiert ist und die fixe Variante, beider der Schuh zusätzlich auch im Fersenbereich fixiert ist. Als dritte Variante gibt es dannnoch die variable Lösung, bei der die Ferse fixier- oder lösbar ist. Zum besseren Verständnisbenenne ich die Bindungsvariante mit freier Ferse "fersenfreie Bindung", die völlig fixe
Variante "fersenfixe Bindung" und die umschaltbare Variante "fersenvariable Bindung". Mitder fersenfreien Bindung ist immer auch gleich die endsperrte Einstellung derfersenvariablen Bindung gemeint.
Fersenfixe Bindungen finden meist bei Rollskier im Cross Skatebereich Verwendung, da derNutzer mehr Standsicherheit gegen unkontrolliertes nach Vorne kippen verfügbar hat.Klassisches Langlaufen oder Tourengehen kann jedoch mit fersenfixen Bindungen, aufRollskiern, nicht zufriedenstellend nachgeahmt werden. Skating ist zwar mit fersenfixenBindungen annähernd möglich, ist jedoch auch erst mit fersenfreien Bindungen auf Rollskierals runde und dynamische Langlauf-Skatingbewegung nachahmbar.
Speziell bei Rollskiern mit fersenfreien Bindungen werden Bremsvorrichtungen, die amRollski angelenkt sind als störender empfunden, als bei Rollskiern mit fersenfixen Bindungen.Das ist der Grund, warum die Bremsvorrichtungen in Verbindung mit fersenfreien Bindungenvorwiegend am Schuh angelenkt werden.
Ideal ist es, wenn die Anlenkung der Bremsvorrichtung an einer quer oder annähernd querzur Laufrichtung verlaufenden Gelenksachse erfolgt, die sich möglichst nahe an derGelenksachse vom Sprunggelenk des Nutzers befindet. In diesem Fall ist zur Bedienung derBremse eine Wadenmanschette um den Unterschenkel zweckmäßig, da bei Bewegungen imSprunggelenk die Wadenmanschette sich zum Unterschenkel immer in annähernd gleicherHöhe mit bewegt und so nicht am Unterschenkel scheuert. In dieser Ausführung kann dieWadenmanschette auch zugleich die seitliche Abstützung des Nutzers im Schuhunterstützen.
Handelsübliche Langlauf-, Touren-, Sport-, Freizeit- oder Schischuhe (in Folge kurz "Schuhe"genannt) verfügen nicht über ausreichende Stabilität im Sprunggelenkbereich, um in der Nähe der Sprunggelenksgelenksachse ein nachrüstbares Bremssystem an einer quer zurLaufrichtung verlaufenden Gelenksachse anlenken zu können. Die Anlenkung einerBremsvorrichtung kann daher bei handelsüblichen Schuhen nur im Sohlenbereich erfolgenund aus dem bisher bekannten Stand der Technik auch nur nach speziellem Umbau einessolchen Schuh's. Außerdem ist es bei dieser Anlenk-Gelenksachsenabweichung zurSprunggelenksgelenksachse problematisch, wenn die Bremsvorrichtung mit einerWadenmanschette über den gänzlichen Unterschenkelbewegungsweg mit bewegt wird, weilbei dieser Gelenksachsenabweichung die Wadenmanschette sich zum Unterschenkelerheblich auf· und ab-bewegt. Damit an Schuhen nachrüstbare Bremsvorrichtungenüberhaupt erfolgreich Verwendung finden können, ist es notwendig, dass eineBremsvorrichtung auch, ohne vorherigen Umbau am Schuh, montierbar ist. Damit nach einerMontage die Bremsbacke dann auch sauber auf das zu bremsende Bad greift, ist eszusätzlich hilfreich, wenn die Bremsvorrichtung, ohne vorbehandelten Schuh, an individuellpassenden Punkten, bei angeschnalltem Schuh in der Bindung des Rollski's, fixierbar ist.
Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung ist daher als Zange, Spange, Zwinge oder sonstigesselbsttragendes Gestell (in Folge kurz "Zange" genannt) ausgeführt und mit mindestens 2spitzen Zähnen und/oder sonstigem am Schuh gelenkig fixierbaren Element ausgestattet, dienach dem Festzwicken der Zange am Schuh auch zusätzlich am Schuh mit Schrauben odersonstigen Fixierelementen zusätzlich fixierbar sind. Sowohl Bremsbacke,Bremsvorrichtungsstreben und Unterschenkel-Kontaktteil sind an der Zange fix oderverstellbar fixierbar angebaut. So ist die gesamte Bremsvorrichtung an der Zange aufgebautund mit den 2 spitzen Zähnen kann die gesamte Bremsvorrichtung an beliebigen Stellen aneinen Schuh gezwickt werden. Damit die Zähne am Schuh ausreichend Halt finden, könnendie entsprechenden Zahnangriffspunkte am Schuh thermisch, mit Lochaale oder Bohrer nachgebessert werden. Mit dieser Konstruktion braucht die Bremsvorrichtung nicht miteiner Wadenmanschette am Unterschenkel befestigt werden. So hat dann auch derUnterschenkel mit der Bremsvorrichtung keinen permanenten Kontakt. Ein elastischesElement zieht die Bremsvorrichtung nur so weit zum Schuh, dass die Bremsbacke sich imausgebremsten Zustand, nur bis knapp über dem zu bremsenden Rad, abhebt. Die Zangewird dazu entweder so knapp am Schuh montiert, dass diese Zange mit einem elastischenElement nur begrenzt zum Schuh gezogen oder gehalten werden kann, oder dieBremsvorrichtung ist mit einem entsprechend einstellbaren Bremsvorrichtungsanschlagausgestattet, der kurz nach dem Abheben der Bremsbacke vom Hinterrad dann an denSchuh stoßt. Die begrenzte Beweglichkeit der Bremsvorrichtung hat den Vorteil, dass dieBremsvorrichtung immer nur beim Bremsvorgang oder eventuell beim Heben der Ferse kurzKontakt mit dem Unterschenkel hat und so ein permanentes Scheuern am Unterschenkelunmöglich ist. Auch die Anlenkgelenkpunkte der Zähne am Schuh sind dadurch wenigerVerschleiß ausgesetzt.
Eine minimale Elastizität der Zange hat den Vorteil, dass konische Zähne sich nacheventuellem Materialverschleiß zum Schuh nachstellen und dadurch die Anlenkung überlange Zeit permanent spielfrei bleibt.
Zum Abbremsen eines Rollski s kann die Bremsbacke auch als Bremsklotz ausgeführt sein,der beim Bremsvorgang durch Zurückdrücken des Unterschenkels Bodenkontakt bekommtund somit abbremst.
Wenn schon die Bremsvorrichtung am Schuh montiert ist, ist es naheliegend, dass man ander Bremsvorrichtung auch die Kotschützer montiert oder gleich die Bremsbacke alsKotschützer ausführt oder einen an der Bremsbacke fixierbaren Kotschützer vorsieht. Ein
Kotschützer am Hinterrad wäre in Verbindung mit einer Bremsvorrichtung ohnehin im Wegund die Gewichtsaufteilung am Rollski ist mit einem am Rollski montierten Kotschützer nichtvorteilhaft. Eine Kotschützermontage dagegen am Schuh ist vorteilhaft, weil ein Gewicht amSchuh nicht so störend empfunden wird, wie Gewicht am Hintergestell eines Rollski's, wenndieser über eine fersenfreie Bindung verfügt.
Fig. 1 zeigt die Bremsvorrichtung von leicht schräg oben.
Fig. 2 bis 5 zeigen die Bremsvorrichtung in unterschiedlichen Betriebssituationen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich erstreckt sich die Zange (1) von den verstellbaren Zähnen (2aund2b) bis nach hinten über die Bremsbacke (5) zur hinteren Strebenverschraubung (9). DieBremsbacke (5) und der Bremsvorrichtungsanschlag (3) sind mit mindestens einerBremsvorrichtungsverschraubung (6) oder sonstigem Fixierelement zusammengehalten.Diese Konstruktion ermöglicht, dass die Bremsbacke (5) als simples Winkelprofil ausgeführtwerden kann. Die Bremsbacke (5) kann auch als mindestens ein Bremsklotz ausgeführt sein,der beim Bremsvorgang durch Bodenkontakt abbremst. Oder die Bremsbacke (5) ist für denEinsatz auf Skiern als Kralle ausgeführt, die beim Bremsvorgang durch Kratzen im Schneeoder auf Eis die Fahrt sicher abbremst.
Der Bremsvorrichtungsanschlag (3) ist idealerweise mit einem Langloch versehen, damit mitdiesem Anschlag der Bewegungsweg der Zange (1) am Schuh des Nutzers definierbar ist, daes ausreicht, wenn sich die Bremsbacke (5) im ungebremsten Zustand nur minimal vomHinterrad des Rollski's abhebt. Damit die Bremsbacke (5) im ungebremsten Zustand vomHinterrad abgehoben wird, wird die Bremsvorrichtung mit einem elastischen Element (4)federnd zum Schuh des Nutzers gehalten. Der Bremsvorrichtungsanschlag (3) wird bei sehreng am Schuh montierter Bremsvorrichtung nicht benötigt und kann daher eventuell auch weggelassen werden. Die Verstellbarkeit der Zähne (2a und 2b) muss nicht unbedingtbeidseitig möglich sein und kann auch über eine Schnellspannvorrichtung gewährleistetwerden oder es wird die Zange (1) als mindestens eine Schnellspannspange oder Zwingeausgeführt. Das hätte den Vorteil, dass die Bremsvorrichtung rasch vollständig an- undabbaubar wäre. Die Zange (1) kann minimal elastisch ausgeführt sein, denn bei eventuellemMaterialverschleiß zwischen den kegeligen Zähnen und dem Schuh, stellt sich dadurch dieVerbindung zwischen Bremsvorrichtung und Schuh selbständig nach und so bleibt diegelenkige Anlenkung der Bremsvorrichtung zum Schuh (17) länger spielfrei.
Zur verstellbaren Fixierung des Kontaktteiles (12) an der Zange (1) dient eine 3-Punkt-Konstruktion mit Streben und Langlöchern oder anstatt der Langlöcher mit mehrerenLöchern nebeneinander. Die seitlichen Streben (8a und 8b) sind am oberen Ende mit Stell-Langlöchern (11) ausgestattet und mit dem unteren Ende mit der Zange (1) verbunden. DieHauptstrebe (7) ist am unteren Ende über die hintere Strebenverschraubung (9) odersonstigem Verbindungselement mit der Zange fix oder annähernd fix verbunden. Am oberenEnde der Hauptstrebe (7) ist über die Kontaktteilverbindung (10) oder sonstigesVerbindungselement der Kontaktteil (12) fix oder beweglich angebaut. Zwischen unteremund oberem Ende der Hauptstrebe (7) treffen die seitlichen Streben (8a und 8b) an dieHauptstrebe (7) und sind an dieser Stelle mit der Hauptstrebe (7) über mindestens einerSchraube, Splint oder Schnellspanner (14) oder sonstigem Verbindungselement verstellbaroder fix verbunden. Zusätzliche Stelllöcher (15) oder Langiöcher ermöglichen einen nochweiteren Verstellweg beim Einstellen der Kontaktteilposition zum Unterschenkel desNutzers. Ob die seitlichen Streben (8a und 8b) hinten und die Hauptstrebe (7) vorderhalb ander Zange (1) angebaut sind oder umgekehrt hat auf die Funktionsweise derBremsvorrichtung keinen Einfluss. Mit dieser oder ähnlicher 3-Punkt-Konstruktion der
Kontaktteilhalterung besteht nicht nur die Möglichkeit den Kontaktteil zum Unterschenkeldes Nutzer in Laufrichtung entsprechend zu positionieren, sondern auch quer zurLaufrichtung, damit beim Bremsvorgang dann der Unterschenkel immer mittig auf denKontaktteil (12) trifft. Ob sich die Stell-Langlöcher an den seitlichen Streben (8a und 8b) amoberen Ende oder/und unteren Ende befinden, oder/und an der Hauptstrebe, ist für einewirkungsvolle Einstellfunktion der Kontaktteilposition irrrelevant. Das elastische Element (4)kann auch als Gummiband, Zug- Druck- oder Blattfeder unter, über, vor oder hinter derBremsvorrichtung zum Schuh ausgeführt sein. Das elastische Element braucht nur den Zweckerfüllen, dass die Bremsvorrichtung federnd zum Schuh gehalten wird. Wird das elastischeElement (4a) über den Schuh gespannt, ist es wichtig, dass dieses an der Bremsvorrichtungzumindest an einer Stelle lösbar fixiert oder ineinander an mindestens einer Stelle Lösbarverbunden ist. Komfortabler ist jedoch eine an der Zange (1) angebaute Blattfeder (4b), diesich neben der Schuhsohle (18) unterhalb des Schuh's (17) ungefähr in Laufrichtungerstreckt und mit etwas Vorspannung an der Schuhunterseite anliegt und dadurch dieBremsvorrichtung federnd zum Schuh(17) hält. Das hat den Vorteil, dass das Ein- undAussteigen des Nutzers in den Schuh (17) durch die Bremsvorrichtung in keinster Weisebeeinträchtigt wird.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die Zange (1) mit den Zähnen (2) an der Schuhsohle (18) desSchuh's (17), an einer quer oder ungefähr quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Gelenksachsebegrenzt gelenkig angelenkt und wird mit dem elastischen Element (4), in diesem Beispielmit der Blattfeder (4b), federnd zum Schuh (17) gehalten. Der Schuh (17) ist amRollskirahmen (19) mit einer fersenfreien Bindung am Zehengelenk (24) an einer quer zurLaufrichtung verlaufenden Gelenksachse gelenkig oder begrenzt gelenkig angelenkt. DerKontaktteil (12) berührt, bei vorgeneigtem Unterschenkel (23) und Kontakt der Schuhsohle (18) mit dem Rollskirahmen (19), weder den Unterschenkel (23) noch den Schuh (17). DieBremsbacke (5) ist dabei vom Hinterrad (20) des Rollskirahmens (19) nur leicht abgehoben,da die Zange (1) oder der Bremsvorrichtungsanschlag (3) an den Schuh (17) stößt.
Damit auf eventuell verschmutzen Untergründen der Nutzer nicht mit Schmutz bespritztwird, können auch Kotschützer montiert werden. Der Kotschützer (22) hält den Schmutz undWasser vom Vorderrad (21) ab und ist am Rollskirahmen (19) montiert. Der Kotschützer (16)für das Hinterrad (20) ist an der Bremsbacke montiert, wobei der Kotschützer auch zugleichdie Bremsbacke sein kann. Der Kotschützer für das Hinterrad (20) kann auch direkt am Schuh(17) des Nutzers oder an der Bremsvorrichtung montiert oder montierbar sein.
Flg. 3 zeigt Fig. 2 mit zurückgeneigtem Unterschenkel (23) und mit elastischem Element (4a).Dabei wird über den Kontaktteil (12) mit dem Unterschenkel (23) die Federkraft deselastischen Elementes (4a) überwunden und so die Bremsbacke (5) auf das Hinterrad (20)gedrückt und abgebremst. Damit generell mit Wadenbremsen hervorragendeBremswirkungen erzielt werden können, ist es ohnehin notwendig, dass bei einemBremsvorgang das Körpergewicht des Nutzers auf die Ferse verlagert wird, Daher brauchtbei fersenfreien Bindungen, auch bei Bremsungen die Ferse des Schuh's (17) nicht amRollskirahmen (19) fixiert werden.
Fig. 4 zeigt Fig. 3 mit abgehobener Schuhsohle (18) vom Rollskirahmen (19). Speziell beimSkatingschritt kann es Vorkommen, dass der Unterschenkel (23) die Bremsvorrichtung überden Kontaktteil (12) noch weiter nach hinten drückt als bei einer normalen Bremsung-sieheFig. 3. Mit "Hl" wird ein Punkt am Unterschenkel definiert, bis wohin sich im Extremfall derKontaktteil (12) am Unterschenkel bewegt, damit der Unterschied zu "H2" in Fig. 5erkennbar gemacht werden kann.
Fig. 5 zeigt Fig. 2 mit einer zusätzlichen, nur strichliert angedeuteten Bremsvorrichtung mitnur andeutungsweise anliegendem Kontaktteil (12) und mit elastischem Element (4a). Mitdieser Figur wird die andere Extrem position des Unterschenkels (23) dargestellt, um zuzeigen, wie weit "H2" von "Hl" (Fig. 4) abweichen würde, würde die Anlenkgelenkigkeit derBremsvorrichtung am Schuh (17) nicht auf ein Minimum begrenzt. Der Höhenunterschiedzwischen "Hl" und "H2" beträgt erfahrungsgemäß durchschnittlich 20 mm. Das sollverdeutlichen, dass eine permanente Mitführung der Bremsvorrichtung über eineWadenmanschette mit dem Unterschenkel tatsächlich problematisch wäre. Daher ist derKontaktteil (12) anstatt einer Wadenmanschette, sowohl bezüglich Bedienkomfort beimAnziehen des Schuh's (17) als auch wegen der überwiegend kontaktlosenBewegungsmöglichkeit des Unterschenkels (23), vorteilhaft.

Claims (10)

  1. ANSPRÜCHE 1. Eine mit dem Bein, Wade oder Unterschenkel (in Folge kurz "Unterschenkel"genannt) bedienbare Bremsvorrichtung für Skiroller, Rollski oder Skier, die am Schuh(17), an einer quer oder annähernd quer zur Laufrichtung verlaufenden Drehachsemontiert oder montierbar ist und bei Betätigung durch Zurückdrücken desUnterschenkels einen Bremsvorgang einleitet, dadurch gekennzeichnet, dass dieBremsvorrichtung als Zange (1) ausgeführt ist, die über Gelenkszähne (2a und 2b)verfügt, die zur gelenkigen Montage der Bremsvorrichtung an einem Schuh (17),ohne zusätzlich erforderliche Schuhverbindungseinrichtung, dient.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung amSchuh (17) nur begrenzt gelenkig angelenkt wird und somit nicht die volle Bewegungdes Unterschenkels mitmacht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass dieGelenkigkeitsbegrenzung der Bremsvorrichtung zum Schuh (17) mittelsBremshebelanschlag (3) verstellbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die am Schuh montierteBremsvorrichtung auch zugleich als Kotschützer (16) für das Hinterrad (20)ausgeführt oder ausführbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass dieBremsvorrichtung mit mindestens einem elastischen Element (4) oder sonstigemelastischen Element zum Schuh (17) gehalten wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zange (1) minimalelastisch ausgeführt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass sich eine an derZange (1) angebaute Blattfeder (4b), neben der Schuhsohle (18), ungefähr inLaufrichtung erstreckt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacke (5)als Bremsklotz ausgeführt ist, der beim Bremsvorgang durch Bodenkontakt abbremst.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacke (5)als Kralle ausgeführt ist, die beim Einsatz auf Skiern beim Bremsvorgang durchKratzen im Schnee oder auf Eis die Fahrt abbremst.
  10. 10. Bindungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass auch,wenn ein oder mehr Ansprüche nicht zutreffen, der Erfindungsgegenstand trotzdemfür die zutreffenden Ansprüche den Patentschutz behält.
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