AT517422A1 - Vorrichtung zum Herstellen von Werkstücken - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Herstellen von Werkstücken mittels Gießens einer Metallschmelze in Formen (2), wobei die Vorrichtung einen Rundtisch (3) aufweist, wobei die Vorrichtung (1) mehrere Formenträger (4) für die Formen (2) aufweist die auf dem Rundtisch (3) angeordnet sind, wobei die Formenträger (3) zumindest in einer radialen Richtung des Rundtisches (3) auf dem Rundtisch (3) verschiebbar gelagert sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Werkstücken, wobei die Vorrichtung zumindest eine Gießstation zum Einbringen einer Metallschmelze in Formen aufweist, wobei die Vorrichtung einen Rundtisch aufweist.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der DE 3422121 A1 bekannt geworden. Bei der bekannten Vorrichtung sind Formen entlang der Peripherie eines Rundtischs angeordnet. Jede der Formen ist hierbei Teil einer Einrichtung zum Gegendruckgießen. Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist unter anderem, dass eine Manipulation der Formen nur eingeschränkt möglich ist und die Formen nicht auf einfache Weise von dem Rundtisch ein- und ausgeschleust werden können. Auch ist es von Nachteil, dass die Stückzahl, die mit der Vorrichtung in einer vorgegebenen Zeit hergestellt werden kann, bauartbe-dingt stark limitiert ist.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die oben genannten Nachteile des Stands der Technik zu überwinden.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungs-gemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung mehrere Formenträger für die Formen aufweist die auf dem Rundtisch angeordnet sind, wobei die Formenträger in einer radialen Richtung des Rundtisches auf dem Rundtisch verschiebbar gelagert sind. Durch die radiale Verschiebbarkeit der Formenträger können Formen, wel-che von den Formenträgern gehalten werden, auf einfache Weise auf dem Rundtisch manipuliert werden. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung ein einfaches Ein- und Ausschleusen der Formen.
Eine Ausführungsform, die sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus-zeichnet, besteht darin, dass die Formenträger in Führungen des Rundtisches radial zu dem Rundtisch verschiebbar sind.
Nach einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Führungen zumindest bis zu einem äußeren Randbereich des Rundtisches verlaufen und die Formen durch radiales Verschieben der Formen-träger in den Fiihrungen von dem Rundtisch ausschleusbar sind.
Die Produktivität der Vorrichtung lässt sich dadurch steigern, dass um den Rundtisch Bearbeitungsstationen, insbesondere zum Gießen einer Schmelze in die Formen und/oder Reinigen der Formen und/oder zur Entnahme der Werkstücke und/oder zur Entnahme der Formen, angeordnet sind. Hierbei kann der Rundtisch mittels eines Antriebes um eine Achse verdrehbar sein, sodass die Formenträger durch eine Rotation des Rundtisches zwischen den Bearbeitungsstationen verla-gerbar sind.
Gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung, welche sich durch eine besonders große Wirtschaftlichkeit auszeichnet, kann es vorgesehen sein, dass sie mehrere Gießstationen zum Einbringen der Metallschmelze in die Formen auf-weist, wobei die Anzahl der Gießstationen kleiner ist als die Anzahl der auf dem Rundtisch angeordneten Formenträger.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung, können die Gießstationen Gießlöffel aufweisen, wobei die Anzahl der Gießlöffel größer sein kann als die Anzahl der Gießstationen. Diese Variante der Erfindung ermöglicht auch ein gleichzeitiges Einbringen von Schmelze an unterschiedlichen Stellen der Form.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausfüh-rungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbe-zeichnungen versehen werden, wobei die in dergesamten Beschreibung enthal-tenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Gemäß Fig. 1 weist eine Vorrichtung 1 zum Herstellen von Werkstücken mittels Einbringens einer Metallschmelze in Formen 2 einen Rundtisch 3 auf. Auf dem Rundtisch 3 sind mehrere Formenträger 4 angeordnet, in welchen die Formen 2 auf dem Rundtisch 3 gehalten sind. Die Formenträger 4 sind auf dem Rundtisch 3 in radialer Richtung des Rundtisches 3 verschiebbargelagert. Hierzu können die Formenträger 4 in bzw. an entsprechenden in Führungen 5 des Rundtisches 3 angeordnet werden. Die Führungen 5, die beispielsweise als Fiihrungsschienen ausgebildet sein können, können zumindest bis zu einem äußeren Randbereich des Rundtisches 2 verlaufen, sodass die Formen 2 durch radiales Verschieben der Formenträger 4 in den Führungen 5 von dem Rundtisch 3 ausschleusbar sind. In der dargestellten Ausführungsform stehen die Führungen 5 etwas überden Rand des Rundtisches 3 über.
Die Formenträger 4 können einen Oberteil und einen Unterteil aufweisen. Die Form 2 selbst kann als Kokille mit einem Oberteil und einem Unterteil ausgebildet sein. In dem Oberteil des Formenträgers 4, kann der Oberteil der Form 2 und auf dem Unterteil des Formenträgers ein Unterteil der Form 2 angeordnet sein. Der Oberteil des Formenträgers 4 kann hierbei gabelförmig ausgebildet sein. Durch eine vertikale Bewegung des Oberteils des Formenträgers 4 kann die Form 2 bzw. die Kokille geöffnet werden und ist beispielsweise fiir eine Reinigung zugänglich.
Urn den Rundtisch 3 und außerhalb des Rundtisches 3 können Bearbeitungsstati-onen angeordnet sein. In der dargestellten Ausführungsform sind eine Gießstation 6 zum Umgießen einer Schmelze in die Formen 2 und eine Entnahmestation 7 vorgesehen. Zum Befiillen der Formen 2 kann die entsprechende Form 2 durch
Drehung des Rundtisches 3 vor der Gießstation 6 positioniert und durch Verschie-ben in radialer Richtung des Rundtisches 3 in die Gießstation 6 eingeführt werden.
Der Rundtisch 3 ist mittels eines Antriebes um eine Achse verdrehbar, sodass die Formenträger 4 durch eine Rotation des Rundtisches 3 zwischen den Bearbei-tungsstationen verlagerbar sind. So wird nach Befüllen der Form 2 bzw. der Kokil-le in der Gießstation 6 mit der Schmelze die befüllte Form 2 wieder auf den Rundtisch 3 geschoben und durch eine Drehung des Rundtisches 3 in Richtung einer Entnahmestation 7 weitergedreht. Die Drehung des Rundtisches 3 ist hierbei so getaktet, dass nach Weitertransport der befüllten Form 2 eine noch nicht befüllte Form 2 vor der Gießstation 6 zu liegen kommt. Der Transport der befüllten Form 2 von der Gießstation 6 zu der Entnahmestation 7 erfolgt vorzugsweise in zwei Tak-ten. Während des Transportes der befüllten Form 2 von der Gießstation 6 zu der Entnahmestation 7 erfolgt eine Abkühlung und Verfestigung bzw. Erstarrung der Metallschmelze in der Form 2. In der Entnahmestation 7 wird die Form 2 geöffnet und das Werkstück aus der Form 2 entnommen, auf ein Transportmittel 12, bei-spielsweise ein Förderband, gelegt und abtransportiert.
Zusätzlich zu den dargestellten Bearbeitungsstationen können weitere hier nicht gezeigte Bearbeitungsstationen vorgesehen sein, beispielsweise zum Reinigen der Formen 2.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, können die Formen 2 bzw. Kokillen nicht nur von dem Rundtisch 3 ausgeschleust sondern auch auf diesen eingeschleust werden. Dies ermöglicht eine Steigerung der Produktivität, da bereits zum Befiillen mit Schmelze vorbereitete Kokillen eingeschleust werden können und somit die Reini-gung der Kokillen und Vorbereitung der Kokillen für das Befiillen mit Schmelze von dem Gießprozess entkoppelt sind. Bei einer vorteilhaften Variante der Erfindung können aber auch mehrere Gießstationen 6 um den Rundtisch 3 angeordnet sein, wobei jedoch die Anzahl der Gießstationen 6 kleiner als die Anzahl der Formen-träger 4 ist, um eine mit einem Gießen zeitgleiche Entnahme einer bereits befiill-ten Form 2 in der Entnahmestation 7 Oder ein Ausschleusen einer bereits befiillten Form zu ermöglichen und somit den Flerstellungsprozess kontinuierlich betreiben zu können.
Weiters können die Gießstationen 6 Gießlöffel aufweisen, wobei die Anzahl der Gießlöffel größer ist als die Anzahl der Gießstationen 6. Gemäß dieser Ausfüh-rungsform kann jede Gießstation mehr als einen Gießlöffel, mit dem die Schmelze in die Formen 2 gegossen wird, aufweisen. Hierdurch ist es beispielsweise mög-lich, Metallschmelze an unterschiedlichen Stellen in die Form 2 einzugießen. Auch können Metallschmelzen unterschiedlicher Zusammensetzung an unterschiedlichen Stellen in die Form 2 eingegossen werden.
Bezugszeichenliste 1 Vorrichtung 2 Form 3 Rundtisch 4 Formenträger 5 Führungen 6 Gießstation 7 Entnahmestation
Claims (7)
- Patentansprüche1. Vorrichtung (1) zum Herstellen von Werkstücken, wobei die Vorrichtung zumindest eine Gießstation (6) zum Einbringen einer Metallschmelze in Formen (2) aufweist, wobei die Vorrichtung einen Rundtisch (3) aufweist, dadurch gekenn-zeichnet, dass die Vorrichtung (1) mehrere Formenträger (4) für die Formen (2) aufweist die auf dem Rundtisch (3) angeordnet sind, wobei die Formenträger (3) zumindest in einer radialen Richtung des Rundtisches (3) auf dem Rundtisch (3) verschiebbar gelagert sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die For-menträger (4) in Führungen (5) des Rundtisches (3) radial zu dem Rundtisch (3) verschiebbar sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Füh-rungen (5) zumindest bis zu einem äußeren Randbereich des Rundtisches (2) ver-laufen und die Formen (2) durch radiales Verschieben der Formenträger (4) in den Führungen (5) von dem Rundtisch (3) ausschleusbar sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass urn den Rundtisch (3) Bearbeitungsstationen, insbesondere zum einbringen einer Schmelze in die Formen (2) und/oder Reinigen der Formen und/oder zur Entnahme der Werkstücke und/oder zur Entnahme der Formen, angeordnet sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rundtisch (3) mittels eines Antriebes urn eine Achse verdrehbar ist, sodass die Formen-träger (4) durch eine Rotation des Rundtisches (3) zwischen den Bearbeitungsstationen verlagerbar sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 Oder 5, dadurch gekenn-zeichnet, dass sie mehrere Gießstationen (6) zum Einbringen der Metallschmelze in die Formen aufweist, wobei die Anzahl der Gießstationen (6) kleiner ist als die Anzahl derauf dem Rundtisch (3) angeordneten Formenträger (4).
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gieß-stationen (6) Gießlöffel aufweisen, wobei die Anzahl der Gießlöffel größer ist als die Anzahl der Gießstationen (6).
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