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Vorrichtung zum genauen Einschiessen von Gewehren.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum genauen Einschiessen von Gewehren, vermittelst deren man die Treffergruppe einer beliebigen Anzahl von Schüssen auf einer senk-
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erhält, in der sie beim Handschiessen aus demselben Gewehr durch beste Schützen erhalten werden würde.
Dieser grundsätzlich sehr wichtigen, bis jetzt nicht gelösten Forderung wird in der Weise genügt, dass das einzuschiessende Gewehr nicht wie bei den gegenwärtig gebräuchlichen
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Ergebnis einer solchen Schiessweise äussert sich darin, dass die sogenannte Derivation der Seelenachse des Gewehrs, bei gewisser, genau bestimmter Schwerpunktslage des Gewehrs, vollkommen übereinstimmend mit jener ist. die überhaupt dem gewöhnlichen Handschiessen entspricht, und
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Einzelheiten der Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus drei Teilen, und zwar : a) aus einem tischartigen, auf ver Füssen ruhenden Ständer aus Holz, dessen Unterteil einen vierwandigen, von oben ofenpn Kasten bildet, der zum Zweck grösserer Standfestigkeit
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b) aus der auf der Tischplatte des Ständers befindlichen Vorrichtung, die die Bestimmung hat, dem einzuschiesscnden Gewehr einerseits die richtige Lage zu sichern. andererseits die genaue Zielrichtung zu geben und c) aus einem besonderen Zubehörstück des Gewehrs, einer Art Gewehrstütze, die in Fig. 6 dargestellt ist und die Möglichkeit bietet, die Eigenart eines jeden Gewehrs genau so zur Er-
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werden kann.
Der wesentlichste Teil der Erfindung, die Gewehrstütze, besteht aus einem sich elastisch
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lichen der beiden Schenkel des Bügels zwei einander gegenüberliegende Ansatzstücke 2 derart angenietet, dass sie sich mit ihren hervorragenden Seite@flächen an die Seitenrippen des Gewehrschaftes und die Seitenränder des Visierfusses dicht anlegen, sobald die beiden Schenkel zusammen-
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Eine besonders wichtige Rolle bei der Gewlit tze spielt die am Schliessdecke ! 3 befindliche Belaatungsacheibe 7, die ein genau bestimmtM'ewiéht hat. Sie dient zur Festlegung des Schwerpunktes des mit der Gewehrstütze versehenen Gewehrs in derselben Lage in bezug auf die Seelenachse des letzteren, bei der das Gewehr im Augenblick des Abfeuerns denselben Derivations- winkel erfährt, der beim Handschiessen in Erscheinung tritt. Infolgedessen wird auch die übereinstimmende Lage des mittleren Treffpunktes jeder Schussgarbe in bezug auf den Zielpunkt erreicht werden. Die Grösse des Gewichtes der bezeichneten Belastungsscheibe wird auf empirische Weise durch ein parallel ausgeführtes Probeschiessen ermittelt und für sämtliche Gewehrstützen festgestellt.
Ein mit der beschriebenen Gewehrstütze versehenes Gewehr erhält sofort eine vollständig standfeste Lage, wenn es auf eine wagerechte Tischplatte so aufgelegt wird, dass es sich ausser den zwei Stützpunkten, die ihm die Gewehrstütze bietet, noch auf irgend einen dritten Punkt des Unterteils seines Kolbens stützt. Wenn dasselbe Gewehr auf irgend einer wagerechten Plattform so aufgestellt wird, dass sein Kolben mehr oder weniger über die Kante der Plattform herausragt, muss es seinen Neigungswinkel schon durch Vor-oder Rückschieben infolge der geneigten Richtung des Unterteils des Kolbens ändern, ohne seine Standfestigkeit zu verlieren.
Da das so armierte und sich auf drei Punkten stützende Gewehr gleichzeitig nach rechts oder links, unbeschadet seiner Standfestigkeit, gedreht werden kann, so ist es auch sehr leicht, seiner Ziellinie eine beliebige vollkommen gleichbleibende Richtung zu geben und es in der gewählten Richtung abzufeuern. Auf diese Weise wäre es möglich, bei jeder Wiederholung des scharfen Zielens jedes
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holung des scharfen Zielens und die damit verbundenen Ungenauigkeiten auszuschliessen, dient die auf der Tischplatte des Holzständers befindliche Vorrichtung, deren Konstruktion folgende ist :
Auf der wagerechten Tischplatte 8 des Ständers, die die Form eines ebenen, aus vier Randbrettern hergestellten Rahmens besitzt, ruht unbeweglich eine eiserne, schwellenförmige, ebene Grundplatte 9, deren Seitenrippen nach unten gewendet sind.
Auf den Querleisten 10, die in gewissem Abstand auf der ebenen Fläche der Grundplatte angenietet sind. ruht eine entsprechende gleiche Schwellenplatte 11, deren Rippen entgegengesetzt nach oben gekehrt sind und daher eine parallel begrenzte, ebene Bahn bilden, in der ein geradliniges Gleiten der Fussenden der oben beschriebenen Gewehrstütze in der senkrechten Zielebene des Gewehres stattfindet. Die feste Lage des Gewehrs in dieser Ebene wird dadurch erzielt, dass sich der schief geneigte Unterteil seines Kolbens in die Öffnung eines rechtwinkligen Ausschnittes 12 senkt, der in den nach oben
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hat die obere Hehwellenplatte einen Drehpunkt in dem senkrechten Bolzen 14. der im Kreuzungspunkte der Mittellinie der Grundplatte mit den Querleisten 10 fest angebracht ist.
Die Drehung der oberen Schwellenplatte in beschränkter Bogenweite wird durch entsprechende Drehung
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Zur genauen Begrenzung der Weite des Vorschiebens der Gewehrstütze in der Gleitbahn der Oberplatte ist eine an ihrem Boden liegende Querschwelle 16 angeordnet, die mit zwei parallelen Führungsbolzcn 17 versehen ist, die die parallelen Rippen des unbeweglichen Quersteges 18 durchdringen, die bewegliche Querlagerung der bezeichneten Schwelle sichern. Die Verschiebung
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die Gewehrstütze leicht gegen die hervorstehenden Köpfe der Stellschrauben 25, die im Körper der Schwelle festsitzen, geschoben werden.
Mit Rücksicht darauf, dass das regelrechte Zielen und ein treffsicheres Schiessen im hohen Grade durch die wagerechte Stellung des Visierkammes bedingt wird, ist auf der ebenen Bodenfläche der oberen Schwellenplatte in der Nähe ihres Drehpunktes die Libelle 26 angebracht, die aus zwei sich kreuzenden Wasserwagen besteht und die wagerechte Lage der Gleitbahn der Vorrichtung einzustellen bestimmt ist.
Da jedoch die Erfahrung gezeigt hat, dass die wagerechte
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Zur Prüfung der wagerechten Stellung des Vi8ierklmmes eines jeden einzuschiessenden Gewehre wird eine besondere Waaserwage (Libelle) verwendet, die durch die in den Seitenwänden les Gewehratätzenbügela befindliche Öffnung 27 so eingesteckt wird, dass sie mit ihrer Grundfläche mf der oberen Fläche des Visierfusses frei aufliegen kann.
Die Herstellung der wagerechten Lage ler Querrichtung dieser Fläche twird durch dìe entsprechende Hebung des Stützpunktes der einen und gleichzeitige Senkung des Stützpunktes der anderen Fusssohle der Gewehrstutze bewirkt, was durch Querverschiebung einer auf dem Boden der Gleitbahn liegenden Platte 28, deren seitliche Ränder keilförmig gestaltet sind, erreicht werden kann (Fig. 8). Diese Verschiebung der Fussplatte 28 wird durch Anordnung einer Schraubenspindel 29 erzielt, die im Oberteil des die Querschwelle 16 umhüllenden Gehäuses 30 (Fig. 7) so angebracht ist, dass durch ihre mit den Fingern zu bewirkende Drehung die Verschiebung sowohl des Gehäuses als auch der mit dem Körper des letzteren durch Schrauben verbundenen Stützplatte hervorgerufen werden kann.
Bei Benutzung der Vorrichtung ist vor allem darauf zu achten, dass jedes einzuschiessende Gewehr fest und unverrückbar an der betreffenden Stelle in der Öffnung des Bügels der Gewehrstütze eingeklemmt wird. Mit Rücksicht auf die nicht vollkommen gleiche Grösse der Gewehrschäfte muss die Höhe der Öffnung des Bügels eine gewisse Erweiterung besitzen, die durch Einsetzen halbrunder Keile 31 ausgefüllt wird, wodurch ein dichtes Anziehen der sich berührenden Flächen ermöglicht wird.
Nach erfolgter Wagerechtstellung des Ständers der Vorrichtung und seiner Belastung durch Füllung des Kastens mit Sand wird das mit der Gewehrstütze versehene Gewehr in der entsprechenden mittleren Lage auf der Gleitbahn der Vorrichtung aufgestellt und auf den Zielpunkt einer in üblicher Entfernung befindlichen Scheibe nach vorhergehender Beseitigung des etwa wahrgenommenen"Verkantens"scharf gezielt. wobei die Höhenrichtung durch den Anstoss der Füsse der Gewehrstütze an die bewegliche Querschwelle und die seitlichen
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Weise genau eingestellte Zielrichtung wird durch gleichmässiges Anziehen der beiden seitlichen Stellschrauben festgelegt, das Gewehr mit fünf Patronen geladen und ohne Wiederholúng des Zielens fünfmal abgefeuert.
Sobald dies geschehen ist, wird der mittlere Treffpunkt mit einer farbigen kreisrunden Scheibe markiert, und die Stellung des tomes einfach durch dessen seitliche Verschiebung auf die alte ungeändert gebilebene senkrechte Zielebene korrigiert. wobei die Wiederholung des Zielens nur in derselben senkrechten Treffebene stattfinden darf, was durch einfaches Zurückziehen des Gewechres erreicht wird. In bezug auf die Korrektur der Höhenabmessung des Kornes ist zu bemerken. dass diese gleichzeitig durch den zum Vorschein gekommenen Abstand des mittleren Treffpunktes von dem Zielpunkte auf bekannte Weise ermittelt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum genauen Einschliessen von Gewehren. dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzuschiessende Gewehr mit einer abnehmbaren, sich rachenförmig ausspreizenden Gewehrstütze von bestimmter Höhe versehen wird, die das Gewehr an der Stelle seines Visierfusses gleichförmig und unverrückbar fest einklemmt, ihm bei Aufstellung auf einer wagerechten ebenen Grundplatte drei feste, symmetrisch zu seiner Seelenachse liegende, die Stetigkeit seiner Lage bei jeder Zielrichtung sichernde Stützpunkte verleiht und mit Hilfe einer Zusatzbelastung die Schwerpunktslage des Gewehres so zu regeln gestattet. dass dessen Seelenachse dieselbe Derivation im Augenblick des Abfeuerns erleidet wie beim üblichen Handschiessen.