AT520655A1 - Sarg - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Sarg mit Sargkörper (1), Einlegewanne (2) und Deckel (3), welche aus Zuschnitten von Wellpappe durch Falten hergestellt sind, wobei an den Oberkanten der Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) über Biegekanten verbundene Faltabschnitte (5) ausgebildet sind, welche im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet sind, und wobei in den Längsseitenflächen (4) sowie den Faltabschnitten (5) jeweils mehrere Öffnungen (6,7) angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten und der Aufnahme von Verbindungselementen dienen. Die Oberkanten (8) der Längsseitenflächen (9) der Einlegewanne (2) sind im zusammengebauten Zustand zwischen den jeweiligen Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) und den mit diesen verbundenen Faltabschnitten (5) angeordnet, wobei die Längsseitenflächen (9) der Einlegewanne (2) Öffnungen (10) aufweisen, welche mit den entsprechenden Öffnungen (6,7) in den Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) und in den verbundenen Faltabschnitten (5) fluchten und dem Durchtritt der Verbindungselemente dienen. Der Sargkörper (1) weist eine Wellenlaufrichtung der Wellpappe auf, welche um 90° verdreht zur Wellenlaufrichtung der Wellpappe der Einlegewanne (2) ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Aufrichten eines derartigen Sargs.
Description
Die Erfindung betrifft einen Sarg mit Sargkörper, Einlegewanne und Deckel, wobei der Sargkörper, die Einlegewanne und der
Deckel aus Zuschnitten von Wellpappe durch Falten hergestellt sind, und wobei an den Oberkanten der Längsseitenflächen des
Sargkörpers über Biegekanten verbundene Faltabschnitte ausge bildet sind, welche im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet sind, und wobei ferner in den Längsseitenflächen sowie den damit verbundenen Faltabschnitten jeweils mehrere Öffnungen angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten und der Aufnahme von Verbindungselementen dienen.
Ein aus Wellpappe faltbarer Sarg ist beispielsweise aus der US 2012/0042488 A1 bekannt. Dieser Sarg umfasst einen faltbaren
Sargkörper, eine mehrschichtige Bodenfläche, eine Einlegewanne sowie einen Deckel und eventuelle Applikationsteile an den
Stirnseiten. In der Praxis werden derartige Särge nur in gerin gem Umfang vorwiegend bei Feuerbestattungen eingesetzt. Obwohl Särge aus Wellpappe sowohl aus ökologischer als auch aus ökono mischer Sicht viele Vorteile bringen, gibt es auch einige Nach teile. So müssen derartige Särge oft kompliziert gefaltet werden und bestehen aus vielen Einzelteilen, damit die notwendige Stabilität gewährleistet ist. Die Särge werden aus wirtschaftlicher und lagertechnischer Sicht zumeist als Zuschnitte geliefert und müssen vom entsprechenden Bestattungsunternehmer dann vor der Verwendung aufgerichtet werden. Der oftmals komplizierte Aufbau bedeutet erhöhten Arbeitsaufwand beim Bestatter, weshalb dann klassische Modelle, die fertig geliefert werden, bevorzugt werden.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es folglich, diese Nachteile zu beseitigen und einen Sarg auf Wellpappe zu schaffen, welcher besonders einfach aufgebaut ist und dabei gleichzeitig die gewohnte Stabilität von klassischen Särgen aufweist. Es soll für den Bestatter auch ohne Studium von komplizierten Aufbauanleitungen möglich sein, den entsprechenden Sarg aus wenigen Zuschnitten rasch aufzubauen.
Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst, dass die Oberkanten der Längsseitenflächen der Einlege- wanne im zusammengebauten Zustand zwischen den jeweiligen Längsseitenflächen des Sargkörpers und den mit diesen Längsseitenflächen verbundenen Faltabschnitten angeordnet sind, wobei die Längsseitenflächen der Einlegewanne Öffnungen aufweisen, welche mit den entsprechenden Öffnungen in den Längsseitenflächen des Sargkörpers und in den verbundenen Faltabschnitten fluchten und dem Durchtritt der Verbindungselemente dienen, und dass der Sargkörper eine Wellenlaufrichtung der Wellpappe aufweist, welche um 90° verdreht zur Wellenlaufrichtung der Wellpappe der Einlegewanne ist. Durch diesen Aufbau kann sowohl der Sargkörper als auch die Einlegewanne aus einem sehr einfachen Zuschnitt gefertigt werden. Durch das Ineinandergreifen der Längsseitenflächen der Einlegewanne zwischen den Längsseitenflächen und Faltabschnitten des Sargkörpers und der gemeinsamen Verbindung über die Verbindungselemente ist der Sarg besonders stabil und dabei sehr einfach zusammenzubauen. Die Stabilität ergibt sich einerseits durch die quer zueinander verlaufenden Wellenlaufrichtungen von Sargkörper und Einlegewanne und andererseits durch die günstige Anordnung der Längsseitenflächen, da es nicht nur über die Verbindungselemente sondern auch über die gesamte Oberkante der Längsseitenflächen der Einlegewanne zu Kraftübertragungen zwischen den beiden Bauteilen kommt.
Dabei ist es bei einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Wellenlaufrichtung des Sargkörpers in Längsrichtung verläuft, d.h. dass die Wellenkämme und -täler der Wellpappe im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Sargkörpers angeordnet sind, und dass die Wellenlaufrichtung der Einlagewanne entsprechend in Querrichtung verläuft. Auf diese Weise kann die Außenseite des Sargkörpers hinsichtlich der sichtbaren Seiten der Biegekanten des Zuschnitts optisch ansprechenden ausgestaltet werden, wodurch ein entsprechend hergestellter und an der Außenseite bedruckter Sarg auch für Erdbestattungen eingesetzt werden kann.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass zwischen den an einer Bodenfläche des Sargkörpers über Biegekanten angeordneten Längsseitenflächen und den ebenfalls über Biegekanten mit der Bodenfläche verbundenen Stirnseiten flächen Verbindungsabschnitte angeformt sind, welche an den
Ecken die jeweilige Stirnseitenfläche mit der jeweils benachbarten Längsseitenfläche verbinden, wobei jeder Verbindungsabschnitt eine weitere Biegekante aufweist, welche sich schräg vom Eckpunkt, an dem sich die Bodenfläche mit der jeweiligen Längsseitenfläche und Stirnseitenfläche schneidet, weg erstreckt, wodurch beim Aufrichten des Sargkörpers durch die
Verbindungsabschnitte ein nach innen gefalteter Zwickel ausbildbar ist, und dass im Transportzustand des Zuschnitts für den Sargkörper die Stirnseitenflächen jeweils auf die Bodenfläche und die Verbindungsabschnitte auf die jeweiligen Längsseitenflächen gefaltet sind, und dass ferner der Abschnitt des jeweiligen Verbindungsabschnitts, welcher zwischen der Biegekante zur jeweiligen Längsseitenfläche und der schräg verlaufenden Biegekante liegt, mit der zugehörigen Längsseitenfläche verbunden, vorzugsweise geklammert oder verklebt ist. Durch das Vorkonfektionieren der Zuschnitte, indem die Stirnseitenflächen und
Verbindungsabschnitte auf den restlichen Zuschnitt geklappt und an den entsprechenden Abschnitten mit diesem verbunden werden, kann der Zuschnitt sehr platzsparend, beispielsweise in gestapelter Form auf einer Palette transportiert werden. Zusätzlich ist das Aufrichten des Sargs besonders einfach, da sich beim Auffalten der Längsseitenflächen die über den Verbindungsabschnitt verbundenen Stirnseitenflächen automatisch mit aufrichten. Der mit den Längsseitenflächen verbundene Abschnitt des jeweiligen Verbindungsabschnitts legt sich dabei beim
Aufrichten parallel an die Längsseitenflächen an, wodurch im
Anschluss auch die Einlegewanne problemlos eingesetzt werden kann.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass die Zuschnitte für die
Einlegewanne und den Deckel ebenso wie der Sargkörper jeweils eine Bodenfläche aufweisen, an welcher über Biegekanten Längs seitenflächen und Stirnseitenflächen verbunden sind, und dass zwischen Stirnseitenflächen und Längsseitenflächen jeweils über
Biegekanten verbundene Verbindungsabschnitte zur Ausbildung eines Zwickels beim Aufrichten vorgesehen sind. Dadurch sind alle Zuschnitte im Wesentlichen gleich einfach aufzurichten, wobei jeweils das Aufrichten von zwei Seiten automatisch das
Aufrichten der beiden anderen Seiten bedingt.
Es ist dabei ein weiteres vorteilhaftes Merkmal, dass die Längsseitenflächen des Deckels Öffnungen aufweisen, welche im zusammengebauten Zustand des Sargs mit den Öffnungen an den Längsseitenflächen des Sargkörpers fluchten, wodurch auch der Deckel über die Verbindungselemente fixierbar ist. Auf diese Weise wird der gesamte aufgerichtete Sarg nur durch die wenigen seitlichen Verbindungselemente zusammengehalten.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass an den Oberkanten der Stirnseitenflächen des Deckels zumindest jeweils ein über Biegekanten verbundener Faltabschnitt ausgebildet ist, welcher im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet ist. Es kann entweder ein einfacher Faltabschnitt vorgesehen sein oder ein Faltabschnitt, welcher über eine weitere Biegekante doppelt auf die Stirnseitenfläche zurück gefaltet werden kann. Die einfache Ausführungsform kann günstig für Feuerbestattungen eingesetzt werden, wobei der Deckel dann auch an den Stirnseitenflächen noch über Verbindungselemente mit dem Sargkörper verbunden werden muss. Bei einer Ausgestaltung des Faltabschnitts mit einer weiteren Biegekante, kommt es beim doppelten Zurückfalten des Faltabschnitts zu einer ausreichenden Stabilität der Stirnseitenflächen des Deckels, wodurch diese einfach so auf den Sargkörper überstülpt werden können und keine weiteren Verbindungselemente benötigen.
Ein zusätzliches vorteilhaftes Merkmal ist es, dass im Deckel im aufgebauten Zustand Querverstrebungen zur Stabilisierung angeordnet sind, wobei die Querverstrebungen beispielsweise aus
Holzleisten oder aus wabenförmiger Pappe gebildet sind. Insbe sondere wenn der Sarg für Erdbestattungen eingesetzt werden soll, kann der Deckel zusätzlich durch einsetzbare Querver strebungen stabilisiert werden, um beim Eingraben auch dem hohen Erddruck eine Zeit lang standzuhalten, was für den Verwesungsprozess von Vorteil ist.
Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein sehr einfaches Aufrichten der Zuschnitte für den Sarg zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes Verfahren gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es folgende Schritte umfasst: - Platzieren eines Aufstellrahmens, welcher eine rechteckige
Vertiefung aufweist, deren Umriss im Wesentlichen der Längen und der Anordnung der Oberkanten der Längsseitenflächen und der Oberkanten der Stirnseitenflächen des Sargkörpers im aufgerichteten Zustand entspricht, - Anordnen des im Transportzustand befindlichen Zuschnitts für den Sargkörper auf dem Aufstellrahmen sodass die Bodenfläche über der Vertiefung zum Liegen kommt, - Eindrücken der Bodenfläche in die Vertiefung des Aufstell rahmens, wodurch die Längsseitenflächen und die Stirnseiten flächen durch den Aufstellrahmen automatisch aufgerichtet werden, - Platzieren des Zuschnitts für die Einlegewanne im Inneren des
Sargkörpers, wodurch ebenfalls die Längsseitenflächen und Stirnseitenflächen der Einlegewanne automatisch aufgerichtet werden. Durch den Aufstellrahmen kann der Bestatter die einzelnen
Zuschnitte besonders einfach aufrichten, da diese nur auf den
Rahmen gelegt und in die Vertiefung eingedrückt werden müssen.
Die Längsseitenflächen und Stirnseitenflächen richten sich dabei durch die Ränder des Aufstellrahmens und die Verbindungsabschnitte automatisch auf.
Die Erfindung wird nun in größerem Detail anhand von Ausfüh rungsbeispielen sowie mit Hilfe der beiliegenden Figuren beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 einen Zuschnitt für einen Sargkörper eines erfindungs gemäßen Sargs,
Fig. 2 einen Zuschnitt für eine Einlegewanne eines erfindungs gemäßen Sargs,
Fig. 3 einen Zuschnitt für eine mögliche Ausführungsform eines
Deckels und
Fig. 4 einen Zuschnitt für eine alternative Ausführungsform eines Deckels.
In der Fig. 1 ist ein möglicher Zuschnitt für einen Sargkörper 1 eines erfindungsgemäßen Sargs dargestellt. Der Zuschnitt ist dabei besonders einfach aufgebaut und umfasst über Biegekanten verbundene Abschnitte von Wellpappe. Mit einer längsgestreckten Bodenfläche 11 sind jeweils über Biegekanten verbundene Längsseitenflächen 4 sowie Stirnseitenflächen 12 verbunden. An den Oberkanten der Längsseitenflächen 4 sind ferner ebenfalls über Biegekanten mit diesen verbundene Faltabschnitte 5 vorgesehen. Auch an den Stirnseitenflächen 12 können an den Oberkanten weitere Faltabschnitte vorgesehen sein. An den Längsseiten flächen 4 befinden sich ferner mehrere Öffnungen 6, die im auf gerichteten Zustand mit entsprechenden Öffnungen 7 an den Falt abschnitten 5 fluchten und durch welche Verbindungselemente, beispielsweise Nieten, Schrauben, Klammern etc., eingesetzt werden können. Die Verbindungselemente können dabei an den
Außenseiten auch mit Handgriffen versehen sein.
Zwischen den Längsseitenflächen 4 und den Stirnseitenflächen 12 sind Verbindungsabschnitte 13 vorgesehen, welche über Biege kanten mit den Seitenkanten der Längsseitenflächen 4 sowie der
Stirnseitenflächen 12 verbunden sind. Ausgehend vom Kreuzungs punkt zwischen Bodenfläche 11, jeweiliger Längsseitenfläche 4 und benachbarter Stirnseitenfläche 12 erstreckt sich ferner im betreffenden Verbindungsabschnitt 13 eine schräg verlaufende
Biegekante 14, die beim Aufrichten des Zuschnitts zum Zusammen falten des Verbindungsabschnitts 13 dient, wodurch dieser einen
Zwickel in den Ecken des Sargkörpers 1 ausbildet. Für den Transportzustand wird der Zuschnitt derart vorkonfektioniert, dass die Stirnseitenflächen 12 gemeinsam mit den beiden jeweils benachbarten Verbindungsabschnitten 13 auf die Bodenfläche 11 bzw. die Längsseitenflächen 4 gefaltet werden. Zusätzlich wird der Abschnitt 15 der Verbindungsabschnitte 13, welcher zwischen der Biegekante 16 zu den Längsseitenflächen 4 und der schräg verlaufenden Biegekante 14 liegt, mit der jeweiligen Längsseitenfläche verbunden, auf welche er im Transportzustand gefaltet ist. Dies bedingt, dass beim Aufrichten des Zuschnitts der ausgebildete Zwickel nicht diagonal in das Innere des Sarg körpers 1 ragt, sondern sich parallel zur jeweiligen Längs seitenfläche 4 erstreckt.
In Fig. 2 ist ein Zuschnitt der Einlegewanne 2 dargestellt.
Dieser weist eine Bodenfläche 17 auf, an welcher über Biege kanten verbundene Längsseitenflächen 9 und Stirnseitenflächen 21 angeordnet sind. Zwischen Längsseitenflächen 9 und Stirnseitenflächen 21 befinden sich Verbindungsabschnitte 23, welche ähnlich zu dem Zuschnitt für den Sargkörper 1 ausgebildet sind, und mit jeweiligen Biegekanten mit den Stirnseitenflächen 21 und Längsseitenflächen 9 verbunden sind und beim Aufrichten einen
Zwickel ausbilden.
Die Einlegewanne 2 kann auf der Innenseite mit einer flüssig keitsundurchlässigen Schicht versehen sein, und dient einerseits dazu, eventuell auftretende Flüssigkeiten im Inneren des Sargs zu halten, sowie die Gesamtstabilität des Sargs zu unterstützen. Dies erfolgt durch die Ausgestaltung der Längsseitenflächen 9, welche mit ihren Oberkanten 8 bis an die Oberkanten der Längsseitenflächen 4 des Sargkörpers 1 heranreichen und zwischen diesen und den über Biegekanten verbundenen und nach Innen gefalteten Faltabschnitten 5 gehalten sind. In den Längsseiten flächen 9 der Einlegewanne 2 sind deshalb auch Öffnungen 10 vorgesehen, welche mit den Öffnungen 6,7 der Längsseitenflächen 4 und Faltabschnitte 5 des Sargkörpers 1 fluchten. Sargkörper 1 und Einlegewanne 2 können somit mit den gleichen Verbindungselementen verbunden werden.
Durch die um 90° versetzte Wellenlaufrichtung der Wellpappe von
Sargkörper 1 und Einlegewanne 2 ergibt sich somit eine sehr stabile Konstruktion des aufgerichteten Sargs, wobei die Kräfte, welche insbesondere beim Tragen des Sargs auftreten und zu ungleichmäßigen Belastungen führen, über die gesamten Oberkanten der Längsseitenflächen sowie über die Verbindungselemente auf die beiden Bauteile Sargkörper 1 und Einlegewanne 2 verteilt werden.
Fig. 3 zeigt eine erste mögliche Ausführungsform eines
Zuschnitts für einen Deckel 3. Dieser weist ebenso wie die
Zuschnitte für den Sargkörper 1 und die Einlegewanne 2 eine
Bodenfläche 18, sowie daran über Biegekanten verbundene Längs seitenflächen 20 und Stirnseitenflächen 22 auf. Zwischen Längs seitenflächen 20 und Stirnseitenflächen 22 befinden sich wieder
Verbindungsabschnitte 24 zur Ausbildung des Zwickels, welche ebenfalls über Biegekanten mit den jeweils benachbarten Längs seitenflächen 20 und Stirnseitenflächen 22 verbunden sind. An den Längsseitenflächen 20 befinden sich Öffnungen 25, die eben falls mit den Öffnungen 6,7 im Sargkörper 1 und den Öffnungen 10 der Einlegewanne 2 fluchten, wenn der Deckel 3 auf den Sargkörper 1 aufgesetzt ist.
An der Stirnseitenfläche 22 des Deckels 3 befindet sich ferner ein über eine Biegekante mit dieser verbundener Faltabschnitt 19. In der in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist dieser Faltabschnitt 19 besonders einfach ausgebildet, wodurch der im zusammengebauten Zustand nach innen gefaltete Falt abschnitt 19 zusätzlich über Verbindungselemente gesichert werden sollte, welche in entsprechende Öffnungen 26 einsetzbar sind.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Zuschnitts für einen Deckel 3 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform weist der Faltabschnitt 19 eine weitere parallel zur Biegekante zur Stirnseitenfläche 22 verlaufende Biegekante auf, wodurch der Falt abschnitt doppelt auf die Stirnseitenfläche 22 zurückgefaltet werden kann und somit auch ohne weitere Sicherung durch Verbin dungselemente ausreichende Stabilität gewährleistet, wodurch die äußere Fläche optisch ansprechender ausgestaltet werden kann.
Claims (8)
1. Sarg mit Sargkörper (1), Einlegewanne (2) und Deckel (3), wobei der Sargkörper (1), die Einlegewanne (2) und der Deckel (3) aus Zuschnitten von Wellpappe durch Falten hergestellt sind, und wobei an den Oberkanten der Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) über Biegekanten verbundene Faltabschnitte (5) ausgebildet sind, welche im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet sind, und wobei ferner in den Längsseitenflächen (4) sowie den damit verbundenen Faltabschnitten (5) jeweils mehrere Öffnungen (6,7) angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten und der Aufnahme von Verbindungselementen dienen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkanten (8) der Längsseitenflächen (9) der Einlegewanne (2) im zusammengebauten Zustand zwischen den jeweiligen Längs seitenflächen (4) des Sargkörpers (1) und den mit diesen Längsseitenflächen (4) verbundenen Faltabschnitten (5) angeordnet sind, wobei die Längsseitenflächen (9) der Einlegewanne (2) Öffnungen (10) aufweisen, welche mit den entsprechenden Öffnungen (6,7) in den Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) und in den verbundenen Falt abschnitten (5) fluchten und dem Durchtritt der Verbindungselemente dienen, und dass der Sargkörper (1) eine Wellenlaufrichtung der Wellpappe aufweist, welche um 90° verdreht zur Wellenlaufrichtung der Wellpappe der Einlege-wanne (2) ist.
2. Sarg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlaufrichtung des Sargkörpers (1) in Längsrichtung verläuft, d.h. dass die Wellenkämme und -täler der Wellpappe im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Sarg körpers (1) angeordnet sind, und dass die Wellenlaufrich tung der Einlagewanne (2) entsprechend in Querrichtung verläuft.
3. Sarg nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den an einer Bodenfläche (11) des Sargkörpers (1) über Biegekanten angeordneten Längsseitenflächen (4) und den ebenfalls über Biegekanten mit der Bodenfläche (11) verbundenen Stirnseitenflächen (12) Verbindungsabschnitte (13) angeformt sind, welche an den Ecken die jeweilige Stirnseitenfläche (12) mit der jeweils benachbarten Längsseitenfläche (4) verbinden, wobei jeder Verbindungsabschnitt (13) eine weitere Biegekante (14) aufweist, welche sich schräg vom Eckpunkt, an dem sich die Bodenfläche (11) mit der jeweiligen Längsseitenfläche (4) und Stirnseitenfläche (12) schneidet, weg erstreckt, wodurch beim Aufrichten des Sargkörpers (1) durch die Verbindungsabschnitte (13) ein nach innen gefalteter Zwickel ausbildbar ist, und dass im Transportzustand des Zuschnitts für den Sargkörper (1) die Stirnseitenflächen (12) jeweils auf die Bodenfläche (11) und die Verbindungsabschnitte (13) auf die jeweiligen Längsseitenflächen (4) gefaltet sind, und dass ferner der Abschnitt (15) des jeweiligen Verbindungsabschnitts (13), welcher zwischen der Biegekante (16) zur jeweiligen Längsseitenfläche (4) und der schräg verlaufenden Biegekante (14) liegt, mit der zugehörigen Längsseitenfläche (2) verbunden, vorzugsweise geklammert oder verklebt ist.
4. Sarg nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte für die Einlegewanne (2) und den Deckel (3) ebenso wie der Sargkörper (1) jeweils eine Bodenfläche (17,18) aufweisen, an welcher über Biegekanten Längsseitenflächen (9,20) und Stirnseitenflächen (21,22) verbunden sind, und dass zwischen Stirnseitenflächen (21,22) und Längsseitenflächen (9,20) jeweils über Biegekanten verbundene Verbindungsabschnitte (23,24) zur Ausbildung eines Zwickels beim Aufrichten vorgesehen sind.
5. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseitenflächen (20) des Deckels (3) Öffnungen (25) aufweisen, welche im zusammengebauten Zustand des Sargs mit den Öffnungen (6,7) an den Längsseitenflächen (4) des Sargkörpers (1) fluchten, wodurch auch der Deckel (3) über die Verbindungselemente fixierbar ist.
6. Sarg nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Oberkanten der Stirnseitenflächen (22) des Deckels (3) zumindest jeweils ein über Biegekanten verbundener Faltabschnitt (19) ausgebildet ist, welcher im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet ist.
7. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckel (3) im aufgebauten Zustand Querverstrebungen zur Stabilisierung angeordnet sind, wobei die Querverstrebungen beispielsweise aus Holzleisten oder aus wabenförmiger Pappe gebildet sind.
8. Verfahren zum Aufrichten eines Sargs gemäß einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Schritte umfasst: - Platzieren eines Aufstellrahmens, welcher eine rechteckige Vertiefung aufweist, deren Umriss im Wesentlichen der Längen und der Anordnung der Oberkanten der Längs seitenflächen (4) und der Oberkanten der Stirnseitenflächen (12) des Sargkörpers (1) im aufgerichteten Zustand entspricht, - Anordnen des im Transportzustand befindlichen Zuschnitts für den Sargkörper (1) auf dem Aufstellrahmen sodass die Bodenfläche (11) über der Vertiefung zum Liegen kommt, - Eindrücken der Bodenfläche (11) in die Vertiefung des Aufstellrahmens, wodurch die Längsseitenflächen (4) und die Stirnseitenflächen (12) durch den Aufstellrahmen automa tisch aufgerichtet werden, - Platzieren des Zuschnitts für die Einlegewanne (2) im Inneren des Sargkörpers (1), wodurch ebenfalls die Längsseitenflächen (9) und Stirnseitenflächen (21) der Einlege-wanne (2) automatisch aufgerichtet werden.
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|---|---|---|---|
| REJ | Rejection |
Effective date: 20251015 |