AT521343B1 - Tauchflosse - Google Patents
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Abstract
Tauchflosse (10) zur Fortbewegung in Wasser, umfassend - ein Schuhteil (100) zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, und - ein Flossenteil (200), welches zwei Stege (210) und ein an den Stegen (210) befestigtes Flossenblatt (220) aufweist, wobei die Stege (210) beidseitig einer Medianebene (M) der Tauchflosse (10) angeordnet sind und jeweils dorsale und plantare Kanten (250, 251) in Querrichtung der Stege (210) und distale und proximale Enden (260, 261) in Längsrichtung der Stege (210) aufweisen, und - Befestigungseinrichtungen (300) zur Befestigung der Stege (210) an dem Schuhteil (100), zumindest eine Steg (210) zur Medianebene (M) der Tauchflosse (10) geneigt ist, sodass die dorsalen Kanten (250) der Stege (210) einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten (251) der Stege (210) zueinander, wobei die Stege (210) so ausgebildet sind, dass sie sich bei einer äußeren Krafteinwirkung auf das Flossenteil (200) in plantarer Richtung zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene (M) der Tauchflosse (10) zueinander elastisch verformen.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Tauchflosse zur Fortbewegung in Wasser, umfassend - ein Schuhteil zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, und
- ein Flossenteil, welches zwei Stege und ein an den Stegen befestigtes Flossenblatt aufweist, wobei die Stege beidseitig einer Medianebene der Tauchflosse angeordnet sind und jeweils dorsale und plantare Kanten in Querrichtung der Stege und distale und proximale Enden in Längsrichtung der Stege aufweisen, und
- Befestigungseinrichtungen zur Befestigung der Stege an dem Schuhteil.
[0002] Tauchflossen sind in der Regel dazu vorgesehen, eine gewisse Mobilität und Geschwindigkeit eines Benutzers bzw. Tauchers im Wasser zu ermöglichen, bei gleichzeitiger Reduzierung der dafür aufzuwendenden Energie bzw. Kraft des Tauchers.
[0003] Die WO 2000/062868 A zeigt eine Schwimmflosse, welche auch außerhalb des Wassers zum Gehen verwendet werden kann, indem der Flossenteil mit Hilfe einer Verschwenkvorrichtung nach oben geklappt werden kann. Es sind keine Maßnahmen beschrieben, mit denen der Vortrieb beim Schwimmen verbessert werden kann.
[0004] Aus der US 5,813,889 A beschreibt eine Schwimmflosse mit Stegen, die parallel zueinander ausgerichtet sind.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine verbesserte Tauchflosse bereitzustellen, die es mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand ermöglicht, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest ein Steg zur Medianebene der Tauchflosse geneigt ist, sodass die dorsalen Kanten der Stege einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten der Stege zueinander, wobei die Stege so ausgebildet sind, dass sie sich bei einer äußeren Krafteinwirkung auf das Flossenteil in plantarer Richtung zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene der Tauchflosse zueinander elastisch verformen.
[0007] Dies erhöht die Geschwindigkeit, die ein Taucher mit gegebenem Kraftaufwand erreichen kann. Daneben wird auch Manövrierfähigkeit des Tauchers im Wasser verbessert, wobei sich der Taucher auch einfacher rückwärts bewegen kann, d.h. durch einen verminderten Kraftaufwand.
[0008] Die anatomischen Lagebezeichnungen, wie „dorsal“ und „plantar“, welche dem Fachmann im Allgemeinen bekannt sind, beziehen sich auf die Tauchflosse bzw. auf den in der Tauchflosse aufgenommenen Fuß eines Benutzers bzw. Tauchers.
[0009] Es sei angemerkt, dass eine „Medianebene“ einen Spezialfall einer sogenannten „Sagittalebene“ darstellt, wobei eine Sagittalebene eine sich von oben (dorsal) nach unten (plantar) und hinten (proximal) nach vorne (distal) erstreckende Ebene bezeichnet. Eine Medianebene ist eine Sagittalebene, die durch die Körpermitte verläuft und den Körper quasi in eine rechte und linke Hälfte aufteilt, wobei angemerkt sei, dass - bezogen auf die vorliegende Anmeldung - die Medianebene keine Symmetrieebene darstellt, da ein Fuß eines Benutzer nicht symmetrisch ist und dadurch das Schuhteil in seinen Ausführungen nicht symmetrisch aufgebaut sein muss, um den Fuß eines Benutzers aufzunehmen. In diesem Zusammenhang ist unter „Körper“ bzw. „Körpermitte“ die Tauchflosse gemeint.
[0010] Es kann jedoch vorgesehen sein, dass das Schuhteil symmetrisch aufgebaut ist.
[0011] Es kann vorgesehen sein, dass die Tauchflosse um ihre Medianebene symmetrisch aufgebaut ist.
[0012] Vorteilhafterweise können die dorsalen Kanten beider Stege zur Medianebene der Tauchflosse zueinander geneigt sind, sodass die dorsalen Kanten einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten der Stege zueinander.
[0013] Die Stege sind flächig ausgebildet, wobei die Stege derart geneigt an dem Schuhteil angeordnet sind, dass - wie bereits erwähnt - die dorsalen Kanten der Stege über die Länge der Stege näher zueinander beabstandet sind als die plantaren Kanten der Stege zueinander über die Länge der Stege.
[0014] Im Allgemeinen bewegt sich ein Benutzer bzw. Taucher mit Tauchflossen im Wasser fort, indem er einen Beinschlag in Richtung einer Schlagrichtung vornimmt, welche Schlagrichtung im Wesentlichen in plantarer Richtung erfolgt bzw. in Gegenrichtung zur gewünschten Fortbewegungsrichtung. Bei jedem Beinschlag in Schlagrichtung wird eine Vorwärtsbewegung des Tauchers erzielt, wobei zur erneuten Ausführung eines Beinschlages in Schlagrichtung das entsprechende Bein und dadurch auch die Tauchflosse entgegen der Schlagrichtung gezogen werden müssen.
[0015] Bei einem Ausholen des Benutzers zu einem erneuten Beinschlag in Richtung der Schlagrichtung übt das Wasser als Widerstand gegen die Bewegung gegen die Schlagrichtung eine Kraft in plantarer Richtung aus, wobei sich dabei die Stege aufgrund der angewinkelten Anordnung der Stege an dem Schuhteil zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene der Tauchfloss zueinander elastisch verformen. Durch das Verformen der Stege in Richtung der Medianebene der Tauchflosse verformt sich auch das Flossenblatt, wobei die Fläche des Flossenblattes in einer Ruheposition der Tauchflosse im Wesentlichen zwischen den Stegen gespannt und eben ausgebildet ist, und beim oben erwähnten Verformen der Stege gekrümmt ist.
[0016] Aufgrund der gekrümmten Fläche des Flossenblattes ist auch ein „Rückwärtsschwimmen“ mit der Tauchflosse möglich.
[0017] Durch dieses elastische Verformen der Stege, werden die Stege gewissermaßen vorgespannt und wirken beim erneuten Beinschlag in Richtung der Schlagrichtung als sich entspannende mechanische Feder, wobei die dabei resultierende Rückstellkraft den Kraftaufwand des Tauchers zur Vorwärtsbewegung erheblich reduziert.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass die dorsalen Kanten in Querrichtung der Stege um einen Winkel von 10° bis 60°, vorzugsweise 20° bis 50°, vorzugsweise 30° bis 50°, insbesondere um 45°, zur Medianebene geneigt sind.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Steg, vorzugsweise jeder Steg, aus zumindest einer ersten und einer zweiten Schicht gebildet ist, wobei die zweite Schicht kürzer ist als die erste Schicht.
[0020] Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Steg aus weiteren Schichten gebildet ist, beispielsweise drei oder vier Schichten. Dabei kann vorgesehen sein, dass jede Schicht eine unterschiedliche Länge aufweist.
[0021] Vorzugsweise weist die zweite Schicht maximal eine Länge von bis zu 2/3 der Länge der ersten Schicht auf, insbesondere maximal bis zu 1/3 der Länge der ersten Schicht.
[0022] Aufgrund der zwei Schichten, welche eine unterschiedliche Länge aufweisen, lässt sich der weiter oben erwähnte Federeffekt verstärken bzw. man kann diesen entsprechend anpassen.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass die erste und/oder zweite Schicht in Richtung des distalen Endes eines Steges verjüngt ist.
[0024] Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Schicht stärker verjüngt ist als die erste Schicht.
[0025] Aufgrund der Verjüngung lässt sich der oben erwähnte Federeffekt weiter verbessern bzw. anpassen.
[0026] Falls zumindest ein Steg aus mehreren Schichten gebildet ist, beispielsweise aus drei oder vier, kann jede Schichte einen unterschiedlichen Grad einer Verjüngung aufweisen.
[0027] Es kann vorgesehen sein, dass die erste und die zweite Schicht mittels eines Klebemittels miteinander verbunden sind.
[0028] Dies hat den Vorteil, dass die Stege insgesamt ein leichteres Gewicht aufweisen, als bei
spielweise eine Verbindung der Schichten mittels Schrauben oder Ähnliches.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass die Stege aus Glasfaser, Karbonfaser oder Bambuslaminat hergestellt sind. Es ist klar, dass die zuvor genannten Materialien als Verbundwerkstoffe angesehen werden, wobei die Verbundwerkstoffe als Fasermaterial mit einer Harzmatrix ausgebildet ist, beispielsweise ein Glasfasergewebe mit einem Epoxid- oder ähnlichen Harzen.
[0030] Es kann vorgesehen sein, dass die distalen Enden der Stege einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die proximalen Enden der Stege zueinander.
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass das Flossenblatt aus einem Polyestergewebe oder Nylongewebe, insbesondere aus Dacron, hergestellt ist.
[0032] Es kann vorgesehen sein, dass an einem distalen Endabschnitt zumindest eines Steges, vorzugsweise an jedem Steg, zumindest ein Erweiterungselement angeordnet ist, welches eingerichtet ist, die Ausdehnung des Steges in Querrichtung zu erweitern, vorzugsweise in plantarer Richtung.
[0033] Diese Erweiterungselemente leiten den Wasserstrom ins Zentrum des Flossenblattes. Sie vergrößern einerseits das Flossenblatt andererseits spannen sie die Stege vor während einer Bewegung gegen die Schlagrichtung.
[0034] Es kann vorgesehen sein, dass die Erweiterungselemente einen Abstand zu dem entsprechenden Steg aufweisen, wobei der Abstand vorzugsweise 5 bis 15 mm, insbesondere 10 mm, beträgt.
[0035] Dadurch wird gewährleistet, dass Wasser zwischen dem Erweiterungselement und dem Steg durchströmen kann, wodurch eine effektivere Vorwärtsbewegung erzielt wird.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass das Schuhteil aus Polyamid oder Polypropylen hergestellt ist.
[0037] Es kann vorgesehen sein, dass das Flossenblatt nur mit den Stegen verbunden ist. Aufgrund der dadurch entstehenden Öffnung zwischen Flossenblatt und Schuhteil dient die proximale Kante des Flossenblattes (die Kante, welche dem Schuhteil zugewandt ist) als Anströmkante für das Wasser, insbesondere bei einer Bewegung der Tauchflosse gegen die Schlagrichtung (Bewegung in dorsaler Richtung). Dadurch wird der Kraftaufwand des Tauchers bzw. Benutzers vermindert, wodurch eine verbesserte Vorwärtsbewegung im Wasser erzielt wird.
[0038] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von beispielhaften Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt
[0039] Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Tauchflosse, [0040] Fig. 2 eine Explosionsansicht der Tauchflosse aus Fig. 1, [0041] Fig. 3 einen Querschnittsansicht entlang des Schnittes A-A der Tauchflosse aus Fig. 1,
[0042] Fig. 4 eine Seitenansicht eines Steges der Tauchflosse aus Fig. 1, wobei der Steg eine erste und eine zweite Schicht aufweist,
[0043] Fig. 5 eine Vorderansicht des Steges aus Fig. 4, und [0044] Fig. 6 schematische Bewegungsabläufe der Tauchflosse in Wasser.
[0045] Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Tauchflosse 10 zur Fortbewegung eines Benutzers bzw. Tauchers in Wasser, wobei die Tauchflosse 10 ein Schuhteil 100 zur Aufnahme eines Fußes des Benutzers, ein Flossenteil 200, welches zwei Stege 210 und ein an den Stegen 210 befestigtes Flossenblatt 220 aufweist, wobei die Stege 210 beidseitig einer Medianebene M der Tauchflosse 10 angeordnet sind und jeweils dorsale und plantare Kanten 250, 251 in Querrichtung der Stege 210 und distale und proximale Enden 260, 261 in Längsrichtung der Stege 210 aufweisen, wobei die distalen Enden 260 der Stege 210 einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die proximalen Enden 261 der Stege 210 zueinander, und Befestigungseinrichtungen 300 zur Befestigung der Stege 210 an dem Schuhteil 100.
[0046] Ferner ist an den Stegen 210 jeweils an einem distalen Endabschnitt 262 des Steges 210 ein Erweiterungselement 400 angeordnet, welches eingerichtet ist, die Ausdehnung des entsprechenden Steges 210 in Querrichtung zu erweitern - in dem gezeigten Beispiel eine Erweiterung in plantarer Richtung. Die Erweiterungselemente 400 weisen dabei einen Abstand zu dem entsprechenden Steg 210 auf und liegen nicht unmittelbar an dem Steg 210 an, wobei der Abstand in der gezeigten Ausführungsform 10 mm beträgt.
[0047] Wie in Fig. 2 deutlicher zu sehen, umfassen die Stege 210 an ihren proximalen Enden 261 jeweils eine Nut bzw. Auskerbung 310, welche zu einem in den Figuren nicht sichtbaren Anschlag in einer für die Befestigung der Stege 210 vorgesehenen Aufnahmeöffnungen 320 des Schuhteils 100 vorgesehen ist. Ferner umfassen die Stege 210 jeweils eine erste Befestigungsausnehmung 330 und die Aufnahmeöffnungen 320 des Schuhteils 100 jeweils zwei zweite Befestigungsöffnungen 340.
[0048] Zur Befestigung der Stege 210 an dem Schuhteil 100 werden die Stege 210 in die Aufnahmeöffnungen 320 des Schuhteils 100 eingesteckt, wobei die Auskerbung 310 der Stege 210 an dem Anschlag innerhalb der Aufnahmeöffnungen 320 anschlägt und dadurch die erste Befestigungsausnehmung 330 der Stege 210 und die zwei zweiten Befestigungsöffnungen 340 der Aufnahmeöffnungen 320 derart überlappen, dass diese einen Bolzen oder eine Schraube 350 zur bewegungsfesten Fixierung der Stege 210 an dem Schuhteil 100 aufnehmen können.
[0049] Wie Fig. 3 im Detail zeigt, sind die dorsalen Kanten 250 der Stege 210 jeweils zur Medianebene M der Tauchflosse 10 zueinander um einen Winkel ß geneigt sind, sodass die dorsalen Kanten 250 einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten 251 der Stege 210 zueinander, wobei sich die Stege 210 bei einer äußeren Krafteinwirkung auf das Flossenteil 200 in plantarer Richtung, zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene M der Tauchflosse 10 zueinander elastisch verformen. Die dorsalen Kanten 250 in Querrichtung der Stege 210 sind in der in den Figuren gezeigten Ausführungsform um einen Winkel ß von 45° zur Medianebene M geneigt.
[0050] Jeder Steg 210 ist in dem gezeigten Beispiel aus einer ersten und einer zweiten Schicht 211, 212 gebildet, wobei die zweite Schicht 212 kürzer ist als die erste Schicht 211, und wobei die erste und die zweite Schicht 211, 212 mittels eines Klebemittels 213 miteinander verbunden sind, wie in Fig. 4 zu sehen ist. Die erste und die zweite Schicht 211, 212 sind jeweils in Richtung des distalen Endes 260 eines Steges 210 verjüngt, wobei die zweite Schicht 212 stärker verjüngt ist als die erste Schicht 211, wie in Fig. 5 zu sehen ist. Die Schichten 211, 212 der Stege können hierbei aus Glasfaser, Karbonfaser oder Bambuslaminat hergestellt sein.
[0051] Fig. 6 zeigt schematische Bewegungsabläufe der Tauchflosse während einer Aufwärtsbewegung (eine Bewegung gegen die Schlagrichtung), einer darauffolgenden Abwärtsbewegung (eine Bewegung in die Schlagrichtung) und einer erneuten Aufwärtsbewegung (eine Bewegung gegen die Schlagrichtung).
[0052] Die erste Aufwärtsbewegung der Tauchflosse in Fig. 6 zeigt ein Ausholen des Benutzers zu einem Beinschlag in Richtung der Schlagrichtung, wobei die Tauchflosse dabei gegen die Schlagrichtung bewegt werden muss, wobei das Wasser als Widerstand gegen die Bewegung gegen die Schlagrichtung eine Kraft in plantarer Richtung ausübt, wobei sich dabei die Stege aufgrund der angewinkelten Anordnung der Stege an dem Schuhteil zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene der Tauchfloss zueinander elastisch verformen, was in der ersten Bewegungsabfolge zu sehen ist. Durch das Verformen der Stege in Richtung der Medianebene der Tauchflosse verformt sich auch das Flossenblatt, wobei die Fläche des Flossenblattes in einer Ruheposition der Tauchflosse im Wesentlichen zwischen den Stegen gespannt und eben ausgebildet ist, und beim oben erwähnten Verformen der Stege gekrümmt ist. Aufgrund einer so gekrümmten Fläche des Flossenblattes ist auch ein „Rückwärtsschwimmen“ mit der Tauchflosse möglich.
[0053] Durch dieses elastische Verformen der Stege, werden die Stege gewissermaßen vorgespannt und wirken beim erneuten Beinschlag in Richtung der Schlagrichtung als sich entspan-
nende mechanische Feder, wobei die dabei resultierende Rückstellkraft den Kraftaufwand des Tauchers zur Vorwärtsbewegung erheblich reduziert. Ein solcher Bewegungsablauf ist in der Abwärtsbewegung in Fig. 6 dargestellt.
BEZUGSZEICHENLISTE
Tauchflosse... 10 Schuhteil... 100 Flossenteil... 200 Stege... 210 Flossenblatt... 220 Dorsale Kanten... 250 Plantare Kanten... 251 Distales Ende... 260 Proximales Ende... 261 Distaler Endabschnitt... 262 Befestigungseinrichtung... 300 Nut/Auskerbung... 310 Aufnahmeöffnung... 320 Erste Befestigungsöffnung... 330 Zweite Befestigungsöffnung... 340 Bolzen/Schraube... 350 Erweiterungselement... 400 Medianebene... M Winkel... ß
Claims (10)
- Patentansprüche 1. Tauchflosse (10) zur Fortbewegung in Wasser, umfassend - ein Schuhteil (100) zur Aufnahme eines Fußes eines Benutzers, und- ein Flossenteil (200), welches zwei Stege (210) und ein an den Stegen (210) befestigtes Flossenblatt (220) aufweist, wobei die Stege (210) beidseitig einer Medianebene (M) der Tauchflosse (10) angeordnet sind und jeweils dorsale und plantare Kanten (250, 251) in Querrichtung der Stege (210) und distale und proximale Enden (260, 261) in Längsrichtung der Stege (210) aufweisen, und- Befestigungseinrichtungen (300) zur Befestigung der Stege (210) an dem Schuhteil (100), dadurch gekennzeichnet, dasszumindest ein Steg (210) zur Medianebene (M) der Tauchflosse (10) geneigt ist, sodass die dorsalen Kanten (250) der Stege (210) einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten (251) der Stege (210) zueinander, wobei die Stege (210) so ausgebildet sind, dass sie sich bei einer äußeren Krafteinwirkung auf das Flossenteil (200) in plantarer Richtung zumindest abschnittsweise in Richtung der Medianebene (M) der Tauchflosse (10) zueinander elastisch verformen.
- 2. Tauchflosse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dorsalen Kanten (250) beider Stege (210) zur Medianebene (M) der Tauchflosse (10) zueinander geneigt sind, sodass die dorsalen Kanten (250) einen geringeren Abstand zueinander aufweisen als die plantaren Kanten (251) der Stege (210) zueinander.
- 3. Tauchflosse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (210) in Querrichtung um einen Winkel (ß) von 10° bis 60°, vorzugsweise 20° bis 50°, vorzugsweise 30° bis 50°, insbesondere um 45°, zur Medianebene (M) geneigt sind.
- 4. Tauchflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Steg (210), vorzugsweise jeder Steg (210), aus zumindest einer ersten und einer zweiten Schicht (211, 212) gebildet ist, wobei die zweite Schicht (212) kürzer ist als die erste Schicht (211).
- 5. Tauchflosse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Schicht (211, 212) in Richtung des distalen Endes (260) eines Steges (210) verjüngt ist, wobei vorzugsweise die zweite Schicht (212) stärker verjüngt ist als die erste Schicht (211).
- 6. Tauchflosse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Schicht (211, 212) mittels eines Klebemittels (213) miteinander verbunden sind.
- 7. Tauchflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (210) aus Glasfaser, Karbonfaser oder Bambuslaminat hergestellt sind.
- 8. Tauchflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die distalen Enden (260) der Stege (210) einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die proximalen Enden (261) der Stege (210) zueinander.
- 9. Tauchflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem distalen Endabschnitt (262) zumindest eines Steges (210), vorzugsweise an jedem Steg (210), zumindest ein Erweiterungselement (400) angeordnet ist, welches eingerichtet ist, die Ausdehnung des Steges (210) in Querrichtung zu erweitern, vorzugsweise in plantarer Richtung.
- 10. Tauchflosse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterungselemente (400) einen Abstand zu dem entsprechenden Steg (210) aufweisen, wobei der Abstand vorzugsweise 5 bis 15 mm, insbesondere 10 mm, beträgt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (4)
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| EP20714144.1A EP3938061B1 (de) | 2019-03-13 | 2020-03-13 | Tauchflosse |
| US17/437,146 US20220203173A1 (en) | 2019-03-13 | 2020-03-13 | Diving Flipper |
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| AT521343A2 AT521343A2 (de) | 2019-12-15 |
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