AT521509A4 - Vorrichtung zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten Download PDFInfo
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Abstract
Vorrichtung zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten (21), insbesondere Europaletten, mit einem Gestell, das gegenüberliegende Seitenteile (1, 2) und an einer Vorderseite eine Einschiebeöffnung (5) aufweist, durch die der Stapel in eine Einschieberichtung (12) in einen zwischen den Seitenteilen (1, 2) liegenden Aufnahmeraum (6) einschiebbar ist. ln einem hinteren Bereich des Aufnahmeraums (6) ist beidseitig des Aufnahmeraums (6) jeweils eine um eine vertikale Drehachse (15) drehbar gelagerte Welle (14) angeordnet ist, an der in der Höhe beabstandete Längs-Ausrichtteile (17) zum Zusammenwirken mit einer jeweiligen der Transportpaletten (21) festgelegt sind. Die Längs-Ausrichtteile (17) weisen jeweils einen Anlaufarm (18) und einen Vorschubarm (19) auf, wobei eine jeweilige der beiden Wellen (14) durch Anlaufen einer der Transportpaletten (21) an den Anlaufarm (18) einer der Längs-Ausrichtteile (17) um die Drehachse (15) verdrehbar ist und im Stapel zurückgesetzt angeordnete Transportpaletten (21) von den durch die Drehung der beiden Wellen (14) um die Drehachsen (15) gedrehten Vorschubarmen (19) vorschiebbar sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten, insbesondere Europaletten, mit einem Gestell, das gegenüberliegende Seitenteile und an einer Vorderseite eine Einschiebeöffnung aufweist, durch die der Stapel in eine Einschieberichtung in einen zwischen den Seitenteilen liegenden Aufnahmeraum einschiebbar ist.
Wenn leere Transportpaletten transportiert werden müssen, beispielsweise für deren Rücktransport zu einem Händler mittels eines LKW, werden diese gestapelt. Die gebildeten Stapel müssen relativ genau ausgerichtet sein. Wenn die Ausrichtung mittels eines Gabelstaplers durchgeführt wird, ist dies eine mühsame Aufgabe.
Eine sehr häufig eingesetzte Transportpalette ist die Europoolpalette, welche meist als Europalette bezeichnet wird.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt geworden, die zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten, insbesondere Europaletten dienen. Bei einer vorbekannten Vorrichtung der eingangs genannten Art sind Ausrichtwände der Vorrichtung durch hydraulische Aktuatoren verschiebbar. Eine Ausbildung einer Vorrichtung in dieser Weise ist allerdings sehr aufwendig.
Bekannt sind im Weiteren trichterartige Palettenstapel-Richtgestelle. Der Palettenstapel wird von oben her mittels eines Gabelstaplers einertrichterartigen Öffnung des Richtgestelles zugeführt und in das Richtgestell abgelassen und anschließend wieder angehoben, um nach oben aus dem Richtgestell herausgenommen zu werden. Eine solche Zuführung von oben her ist allerdings vom Arbeitsablauf her relativ aufwendig. Außerdem kann es zu einem Verklemmen der Transportpaletten im Richtgestell kommen.
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Aufgabe der Erfindung ist es eine vorteilhafte Vorrichtung der eingangs genannten
Art bereitzustellen, mit welcher Stapel von Transportpaletten, insbesondere
Europaletten, in einfacher Weise ausgerichtet werden können. Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Vorrichtung mit dem Merkmal des Anspruchs 1.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist im hinteren Bereich des Aufnahmeraums des Gestells beidseitig des Aufnahmeraums jeweils eine Welle angeordnet, die um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert ist. Die Welle trägt in der Höhe beabstandete Längs-Ausrichtteile, die jeweils zum Zusammenwirken mit einer der Transportpaletten dienen. Die Längs-Ausrichtteile weisen jeweils einen Anlaufarm und einen Vorschubarm auf. Durch Anlaufen einer vordersten der Transportpaletten des in den Aufnahmeraum des Gestells eingeschobenen Stapels an den Anlaufarm eines der Längs-Ausrichtteile ist eine jeweilige der beiden Wellen um ihre Drehachse verdrehbar. Im Stapel zurückgesetzt angeordnete Transportpaletten sind von den durch die Drehung der beiden Wellen um die Drehachsen gedrehten Vorschubarmen vorschiebbar.
Durch die Wellen mit den daran drehfest angeordneten Längs-Ausrichtteilen erfolgt somit eine Ausrichtung des Stapels bezogen auf die Einschieberichtung des Stapels.
Zur Ausrichtung des Stapels bezogen auf die Richtung rechtwinkelig zur Einschieberichtung ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass an den beiden Seitenwänden des Gestells trichterförmig zusammenlaufende QuerAusrichtabschnitte angeordnet sind. Diese stehen zur Einschieberichtung in einem Winkel von weniger als 5°, vorzugsweise weniger als 3°. An den QuerAusrichtabschnitten sind vorteilhafterweise Rollen zum Zusammenwirken mit Längsseiten der Transportpaletten drehbar gelagert.
Um eine effektive Ausrichtung bezogen auf die Einschieberichtung zu ermöglichen ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass der Vorschubarm eines jeweiligen LängsAusrichtteils länger als der Anlaufarm des Längs-Ausrichtteils ist.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein jeweiliger Anlaufarm eine Anlaufkante zum Zusammenwirken mit einer anlaufenden Transportpalette und ein jeweiliger Vorschubarm eine Schubkante zum Zusammenwirken mit einer vorzuschiebenden Transportpalette aufweist, wobei die Vorschubkante über ihren gesamten Verlauf mit der Anlaufkante über deren gesamten Verlauf einen Winkel von weniger als 150° einschließt.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausbildung der Längs-Ausrichtteile werden diese von Teilen von kreisförmigen Scheiben gebildet, von denen jeweils ein entsprechender Abschnitt ausgeschnitten ist, wobei die Schnittkanten die Anlaufkante und die Schubkante ausbilden. Die Anbringung an der jeweiligen Welle erfolgt dann günstigerweise exzentrisch zum Kreismittelpunkt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine Schrägsicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 ein vergrößertes Detail A von Fig. 1;
Fig. 3 und 4 eine Draufsicht und eine Seitenansicht der Vorrichtung;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie BB von Fig. 4;
Fig. 6 eine Explosionsdarstellung;
Fig. 7, 8 und 9 eine Schrägsicht, eine Draufsicht und eine Seitenansicht eines auszurichtenden Stapels von Transportpaletten in Form von Europaletten;
Fig. 10, 11 und 12 eine Schrägsicht, Draufsicht und Seitenansicht der Vorrichtung mit dem auszurichtenden Stapel, der bis zum Anschlag der am weitesten vorne liegenden der Transportpaletten an die Anlaufarme der zugeordneten LängsAusrichtteile in den Aufnahmeraum eingeschoben ist;
Fig. 13 einen Schnitt entlang der Linie CC von Fig. 12;
Fig. 14 ein vergrößertes Detail D von Fig. 13;
Fig. 15 bis 17 Darstellungen entsprechend den Fig. 10 bis 12 im vollständig
4/19 eingeschobenen Zustand des Stapels;
Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie EE von Fig. 17;
Fig. 19 ein vergrößertes Detail F von Fig. 18.
Die Figuren weisen unterschiedliche Maßstäbe auf.
Em Ausfuhrungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung wird im Folgenden anhand der Fig. 1 bis 19 erläutert. Die Vorrichtung weist ein Gestell auf, welches auf dem Untergrund abgestellt ist. Das Gestell besitzt gegenüberliegende Seitenteile 1,
2. An einer Rückseite der Vorrichtung sind die Seitenteile 1, 2 durch Querholme 3, 4 miteinander verbunden, wodurch ein in Draufsicht gesehen U-förmiger Rahmen ausgebildet wird. An einer Vorderseite weist das Gestell eine Einschiebeöffnung 5 auf. Durch diese kann ein Stapel von Transportpaletten 21, wie weiter unten genauer erläutert, in eine Einschieberichtung 12 in einen zwischen den Seitenteilen 1, 2 liegenden Aufnahmeraum 6 des Gestells eingeschoben werden.
An den beiden Seitenteilen 1, 2 ist jeweils ein Quer-Ausrichtabschnitt 7, 8 angeordnet. An den Quer-Ausrichtabschnitten 7, 8 sind Rollen 9 um vertikale Achsen drehbar gelagert. Die Rollen 9 dienen zum Zusammenwirken mit Längsseiten der Transportpaletten 21 des in den Aufnahmeraum 6 eingeschobenen Stapels.
Die dem Aufnahmeraum 6 zugewandten Vorderseiten der Rollen 9 liegen bei jedem der Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8 in einer gemeinsamen Ebene 10, 11. Diese Ebenen 10, 11 sind in Fig. 5 mit gestrichelten Linien eingezeichnet. Die QuerAusnchtabschnitte 7, 8 laufen (in Draufsicht entsprechend Fig. 5 gesehen) bezogen auf die Richtung der Einschieberichtung 12 zur Rückseite des Gestells hin trichterförmig zusammen. Das Gleiche gilt für die Ebenen 10, 11. Der mit der Einschieberichtung 12 jeweils eingeschlossene Winkel 13 der QuerAusrichtabschnitte 7, 8 bzw. Ebenen 10,11 beträgt weniger als 5°, vorzugsweise weniger als 3°.
Die Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8 könnten auch gebogen verlaufen, entsprechend könnten die Vorderseiten der Rollen 9 auf einer gebogen verlaufenden Fläche
5/19 • · · · · · · · ·· ···· liegen. Die Tangenten an diesen gebogenen Verlauf würden (in Draufsicht entsprechend Fig. 5 gesehen) zumindest über einen hinteren Teilabschnitt der QuerAusrichtabschnitte 7, 8 Winkel von weniger als 5°, vorzugsweise weniger als 3° mit der Einschieberichtung 12 einschließen.
Die Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8 können einen oberen und einen unteren Holm 25, 26 aufweisen, die an einem oberen und einem unteren Holm 27, 28 des jeweiligen Seitenteils 1, 2 festgelegt sind und zwischen denen die Rollen 9 drehbar gelagert sind. Zwischen den aufeinanderfolgenden Rollen 9 können zwischen dem oberen und dem unteren Holm des jeweiligen Quer-Ausrichtabschnitts 7, 8 Verstärkungsholme 29 verlaufen.
Bezogen auf die Einschieberichtung 12 vor den Quer-Ausrichtabschnitten 7, 8 sind Einlaufabschnitte 22, 23 angeordnet. Deren vordere Enden bilden die Einschiebeöffnung 5 des Gestells. Die Einlaufabschnitte 22, 23 laufen zur Rückseite des Gestells hin trichterförmig zusammen, und zwar unter einem wesentlich größeren Winkel zur Einschieberichtung 12 als die Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8. Der Winkel 24 (vgl. Fig. 3) eines jeweiligen Einlaufabschnitts 22, 23 zur Einschieberichtung 12 liegt vorzugsweise im Bereich von 20° bis 40°, im Ausführungsbeispiel bei etwa 30°.
Die Einlaufabschnitte 22, 23 werden im Ausführungsbeispiel von Metallplatten mit abgewinkelten oberen und unteren Randteilen gebildet.
Die Einlaufabschnitte 22, 23 erleichtern das Einschieben eines auszurichtenden Stapels von Transportpaletten in den Aufnahmeraum 6 des Gestells.
In den Bereichen der hinteren Enden der Seitenteile 1, 2 ist an diesen jeweils eine Welle 14 drehbar gelagert, und zwar jeweils um eine vertikale Drehachse 15. Zur Lagerung der Wellen 14 können an den Seitenteilen 1, 2 (z.B. an horizontalen Holmen) Lagerungskloben 16 befestigt sein, welche die jeweilige Welle 14 drehbar lagern.
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An den Wellen 14 sind jeweils eine Mehrzahl von Längs-Ausrichtteilen 17 drehfest festgelegt. Beispielsweise weist ein jeweiliges Längs-Ausrichtteil 17 hierzu eine von der jeweiligen Welle 14 durchsetzte Öffnung auf und ist an der Welle 14 angeschweißt.
Der vertikale Abstand der aufeinanderfolgenden, an einer jeweiligen der Wellen 14 angebrachten Längs-Ausrichtteile 17 entspricht der Höhe der einzelnen Transportpaletten des auszurichtenden Stapels. Im Fall von Europaletten beträgt der Abstand zwischen den einzelnen Längs-Ausrichtteilen 17 jeweils 14,4 cm.
Die Längs-Ausrichtteile weisen jeweils einen Anlaufarm auf. Im Ausführungsbeispiel sind der Anlaufarm 18 und der Vorschubarm 19 Abschnitte einer Scheibe, aus welcher ein jeweiliges Längs-Ausrichtteil 17 ausgebildet ist. Hierzu wird von einer kreisförmigen Scheibe ein Abschnitt ausgeschnitten und der verbleibende Teil der Scheibe wird exzentrisch (=versetzt zum Kreismittelpunkt der Scheibe) an der jeweiligen Welle 14 angebracht. Dadurch ist der Vorschubarm 19 länger als der Anlaufarm 18.
Ein jeweiliger Anlaufarm 18 weist eine Anlaufkante 18a auf. Im Bereich der Anlaufkante 18a kann eine jeweilige Transportpalette an den Anlaufarm 18 anlaufen. Ein jeweiliger Vorschubarm 19 weist eine Schubkante 19a auf. Im Bereich der Schubkante 19a kann der Vorschubarm 19 mit einer jeweiligen Transportpalette Zusammenwirken. Die Anlaufkante 18a und die Schubkante 19a schließen einen Winkel 20 (eingezeichnet in Fig. 14) ein, der weniger als 150° beträgt. Im Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel 20 etwa 125°.
Die Funktionsweise der Vorrichtung wird im Folgenden anhand der Fig. 7 bis 19 erläutert.
Die Fig. 7-9 zeigen einen auszurichtenden Stapel von Transportpaletten 21. Die Transportpaletten sind alle gleichartig ausgebildet. Insbesondere sind die
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Transportpaletten in Form von Europaletten ausgebildet, mit den Eigenschaften entsprechend der Norm EN13698-1. Solche Europaletten weisen ein Oberdeck und ein Unterdeck auf. Das Oberdeck wird von längs verlaufenden Deckbrettem 21a und von unterhalb der Deckbretter 21a verlaufenden Querbrettern 21b gebildet. Das Unterdeck wird von längs verlaufenden Bodenbrettern 21c gebildet, welche zwei randseitige und ein mittleres Bodenbrett umfassen. Zwischen den Querbrettern 21b und den Bodenbrettern 21c sind Klötze 21 d angeordnet, die den Abstand zwischen den Querbrettern 21b und den Bodenbrettern 21c vorgeben.
Die Länge, Breite und Höhe der in Form von Europaletten ausgebildeten Transportpaletten betragen 120cm, 80cm und 14,4cm.
Um einen Stapel von Transportpaletten 21 auszurichten, wird dieser Stapel mit Hilfe eines Gabelstaplers durch die Einschiebeöffnung 5 in den Aufnahmeraum 6 eingeschoben. Die Längsausrichtung der Transportpaletten 21 liegt hierbei in Richtung der Einschieberichtung 12. Beim Einschieben des Stapels in den Aufnahmeraum 6 erfolgt zuerst eine Ausrichtung des Stapels bezogen auf die Richtung rechtwinkelig zur Einschieberichtung 12. Diese Ausrichtung erfolgt durch die Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8 bzw. die an diesen angeordneten Rollen 9. Die hintersten Rollen 9 der beiden gegenüberliegenden Quer-Ausrichtabschnitte 7, 8 weisen einen rechtwinkelig zur Einschieberichtung 12 gemessenen Abstand voneinander auf, der nur geringfügig größer ist wie die in diese Richtung gemessene Breite der Transportpaletten 21. Wenn die Transportpaletten 21 in Form von Europaletten ausgebildet sind, liegt dieser Abstand vorzugsweise im Bereich von 80,5 cm bis 82 cm.
Die Ausrichtung des Stapels bezogen auf die Einschieberichtung 12 erfolgt durch die Längs-Ausrichtteile 17. Beim Einschieben des Stapels gelangt die bezogen auf die Einschieberichtung 12 am weitesten vorne liegende der Transportpaletten 21 als erstes in Eingriff mit den an den beiden Wellen 14 angeordneten, dieser Transportpalette zugeordneten Längs-Ausrichtteilen. Und zwar laufen die beiden seitlichen, vorne liegenden Klötze 21d dieser Transportpalette 21 an die
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Anlaufkanten 18a der Anlaufarme 18 dieser Längs-Ausrichtteile 17 an. Dieser Zustand ist in den Fig. 10-14 dargestellt. Die am weitesten vorne liegende Transportpalette 21 ist hier die unterhalb der Schnittebene liegende Transportpalette.
Beim weiteren Einschieben des Stapels werden somit die Wellen 14 um ihre Drehachsen 15 gedreht. Dadurch kommen die Schubkanten 19a der Vorschubarme 19 der den weiter hinten liegenden Transportpaletten 21 zugeordneten LängsAusrichtteile 17 in Anlage mit den seitlichen vorderen Klötzen 21 d dieser anderen Transportpaletten 21, und zwar im Bereich der Rückseiten dieser Klötze 21 d. Durch die Drehung der Wellen 14 und damit der Längs-Ausrichtteile 17 werden die weiter hinten liegenden Transportpaletten 21 von den Vorschubarmen 19 der zugeordneten Längs-Ausrichtteile 17 gegenüber der am weitesten vorne liegenden Transportpalette 21 vorgeschoben. Der Endzustand ist in den Fig. 15-19 dargestellt. In diesem Endzustand liegen die seitlichen vorderen Klötze 21 d aller Paletten sowohl an den Anlaufkanten 18a der Anlaufarme 18 an (im Bereich der Vorderseiten bzw. der an den Vorderseiten angeordneten Fasen dieser Klötze 21 d), als auch an den Schubkanten 19a der Vorschubarme 19 (und zwar im Bereich der Rückseiten dieser Klötze 21 d). Dies ist am besten aus Fig. 18 und 19 ersichtlich. Ein weiteres Vorschieben des Stapels ist dadurch blockiert.
In der Folge kann der ausgerichtete Stapel zurückgezogen werden, bis er aus der Einschiebeöffnung 5 aus der Vorrichtung herausgezogen ist.
Um die Wellen 14 wieder in die Ausgangslagen zurückzudrehen, können Rückstellfedern vorgesehen sein, welche die Wellen 14 zurückdrehen, wobei die Anfangslage durch Anschläge definiert ist (nicht dargestellt in den Figuren).
Unterschiedliche Modifikationen des gezeigten Ausführungsbeispiels sind denkbar und möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So könnten beispielsweise die Längs-Ausrichtteile 17 anders ausgebildet sein. Der Anlaufarm 18 und der Vorschubarm 19 könnten hierbei auch von separaten Teilen gebildet
9/19 • · · · ··· · · · ♦·*· werden, die einzeln an der jeweiligen Welle 14 befestigt sind, gegebenenfalls auch in leicht unterschiedlichen Höhen.
Eine jeweilige Anlaufkante 18a und/oder eine jeweilige Schubkante 19a könnte auch gebogen ausgebildet sein. Der Winkel, den die Anlaufkanten 18a an einer Stelle ihres Verlaufs mit einer Stelle des Verlaufs der Schubkante einschließt, wäre dann durch die Tangenten an diese Stellen der Anlaufkante und Schubkante definiert.
Auch Stapel von anderer Weise ausgebildeten Transportpaletten können durch eine in erfindungsgemäßer Weise ausgebildete Vorrichtung ausgerichtet werden, beispielsweise sogenannte „Düsseldorfer Paletten oder „Industrie-Paletten. Die Vorrichtung ist in ihrer Dimensionierung an den entsprechenden Palettentyp entsprechend anzupassen.
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Legende zu den Hinweisziffern:
| 1 | Seitenteil | 23 | Einlaufabschnitt |
| 2 | Seitenteil | 24 | Winkel |
| 3 | Querholm | 25 | Holm |
| 4 | Querholm | 26 | Holm |
| 5 | Einschiebeöffnung | 27 | Holm |
| 6 | Aufnahmeraum | 28 | Holm |
| 7 | Quer-Ausrichtabschnitt | 29 | Verstärkungsholm |
| 8 | Quer-Ausrichtabschnitt | ||
| 9 | Rolle | ||
| 10 | Ebene | ||
| 11 | Ebene | ||
| 12 | Einschieberichtung | ||
| 13 | Winkel | ||
| 14 | Welle | ||
| 15 | Drehachse | ||
| 16 | Lagerungsklob | ||
| 17 | Lä n gs-Ausri chtte i I | ||
| 18 | Anlaufarm | ||
| 18a | An lauf kante | ||
| 19 | Vorschubarm | ||
| 19a | Schubkante | ||
| 20 | Winkel | ||
| 21 | Transportpalette | ||
| 21a | Deckbrett | ||
| 21b | Querbrett | ||
| 21c | Bodenbrett | ||
| 21d | Klotz | ||
| 22 | Einlaufabschnitt |
11/19 ····*·· · · ·
Patentanwälte :..::
Hofmann & Fechner Dr. Thomas Fechner
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I www.vpat.at
29402/33/ss
20190228
Claims (9)
- Patentansprüche1. Vorrichtung zum Ausrichten von Stapeln von Transportpaletten (21), insbesondere Europaletten, mit einem Gestell, das gegenüberliegende Seitenteile (1, 2) und an einer Vorderseite eine Einschiebeöffnung (5) aufweist, durch die der Stapel in eine Einschieberichtung (12) in einen zwischen den Seitenteilen (1, 2) liegenden Aufnahmeraum (6) einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem hinteren Bereich des Aufnahmeraums (6) beidseitig des Aufnahmeraums (6) jeweils eine um eine vertikale Drehachse (15) drehbar gelagerte Welle (14) angeordnet ist, an der zum Zusammenwirken mit einer jeweiligen der Transportpaletten (21) in der Höhe beabstandete Längs-Ausrichtteile (17) festgelegt sind, die jeweils einen Anlaufarm (18) und einen Vorschubarm (19) aufweisen, wobei eine jeweilige der beiden Wellen (14) durch Anlaufen einer der Transportpaletten (21) an den Anlaufarm (18) einer der Längs-Ausrichtteile (17) um die Drehachse (15) verdrehbar ist und im Stapel zurückgesetzt angeordnete Transportpaletten (21) von den durch die Drehung der beiden Wellen (14) um die Drehachsen (15) gedrehten Vorschubarmen (19) vorschiebbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (14) an den beiden Seitenteilen (1,2) drehbar gelagert sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubarm (19) eines jeweiligen Längs-Ausrichtteils (17) länger als der Anlaufarm (18) des Längs-Ausrichtteils (17) ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Anlaufarm (18) eine Anlaufkante (18a) zum Zusammenwirken mit einer anlaufenden Transportpalette (21) und ein jeweiliger Vorschubarm (19)12/19 ί 1?2 eine Schubkante (19a) zum Zusammenwirken mit einer vorzuschiebenden Transportpalette (21) aufweist, wobei die Vorschubkante (19a) über ihren gesamten Verlauf mit der Anlaufkante (18a) über deren gesamten Verlauf einen Winkel von weniger als 150° einschließt.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliges Längs-Ausrichtteil (17) von einem Teil einer kreisförmigen Scheibe gebildet wird, von welcher ein Abschnitt ausgeschnitten ist und die exzentrisch an der jeweiligen Welle (14) angebracht ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Seitenteilen (1,2) trichterförmig zusammenlaufende QuerAusrichtabschnitte (7, 8) angeordnet sind, welche jeweils mit der Einschieberichtung (12) einen Winkel von weniger als 5°, vorzugsweise weniger als 3° einschließen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den QuerAusrichtabschnitten (7, 8) Rollen (9) zum Zusammenwirken mit Längsseiten der Transportpaletten (21) um vertikale Achsen drehbar gelagert sind.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell von vorderen Abschnitten der Seitenteile gebildete, trichterförmig zusammenlaufende Einlaufabschnitte (22, 23) aufweist, zwischen deren vorderen Enden die Einschiebeöffnung (5) des Gestells liegt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufabschnitte (22, 23) mit der Einschieberichtung (12) einen Winkel einschließen, der im Bereich von 20° bis 40° liegt.
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|---|---|
| AT521509B1 (de) | 2020-02-15 |
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