AT521840B1 - Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform Download PDF

Info

Publication number
AT521840B1
AT521840B1 ATA50950/2018A AT509502018A AT521840B1 AT 521840 B1 AT521840 B1 AT 521840B1 AT 509502018 A AT509502018 A AT 509502018A AT 521840 B1 AT521840 B1 AT 521840B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
molding compound
precast concrete
concrete
mold
mold cavity
Prior art date
Application number
ATA50950/2018A
Other languages
English (en)
Other versions
AT521840A1 (de
Inventor
Filzmoser Franz
Wimmer Gerold
Original Assignee
Franz Filzmoser Mag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Franz Filzmoser Mag filed Critical Franz Filzmoser Mag
Priority to ATA50950/2018A priority Critical patent/AT521840B1/de
Priority to PL19817119.1T priority patent/PL3877126T3/pl
Priority to PCT/AT2019/060373 priority patent/WO2020093078A1/de
Priority to EP19817119.1A priority patent/EP3877126B1/de
Publication of AT521840A1 publication Critical patent/AT521840A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT521840B1 publication Critical patent/AT521840B1/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/0002Auxiliary parts or elements of the mould
    • B28B7/0014Fastening means for mould parts, e.g. for attaching mould walls on mould tables; Mould clamps
    • B28B7/002Fastening means for mould parts, e.g. for attaching mould walls on mould tables; Mould clamps using magnets
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/34Moulds, cores, or mandrels of special material, e.g. destructible materials
    • B28B7/342Moulds, cores, or mandrels of special material, e.g. destructible materials which are at least partially destroyed, e.g. broken, molten, before demoulding; Moulding surfaces or spaces shaped by, or in, the ground, or sand or soil, whether bound or not; Cores consisting at least mainly of sand or soil, whether bound or not
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/34Moulds, cores, or mandrels of special material, e.g. destructible materials
    • B28B7/346Manufacture of moulds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/34Moulds, cores, or mandrels of special material, e.g. destructible materials
    • B28B7/348Moulds, cores, or mandrels of special material, e.g. destructible materials of plastic material or rubber
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/36Linings or coatings, e.g. removable, absorbent linings, permanent anti-stick coatings; Linings becoming a non-permanent layer of the moulded article
    • B28B7/364Linings or coatings, e.g. removable, absorbent linings, permanent anti-stick coatings; Linings becoming a non-permanent layer of the moulded article of plastic material or rubber

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds, Cores, Or Mandrels (AREA)

Abstract

Es wird ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe von Gussformen (6) beschrieben. Um ein Verfahren dahingehend zu verbessern, dass Betonfertigteile trotz wechselnder, komplexer Geometrien zeiteffizient produziert werden können und dabei der anfallende Industrieabfall verringert wird, wird vorgeschlagen, dass eine durch Begrenzungselemente (1) definierte Grundform (2) bis zu einer Formnesthöhe (h), die kleiner als die Höhe des Betonfertigteils ist, mit einer verflüssigten Formmasse (3) verfüllt wird, wonach das Formnest (4) aus der ausgehärteten Formmasse (3) modelliert wird, bevor die Grundform (2) mit dem darin angeordneten Formnest (4) mit Beton (5) ausgefüllt und nach Härtung des Betons (5) das Formnest (4) auf Schmelztemperatur der Formmasse (3) gebracht und abgeschmolzen wird, wobei die Begrenzungselemente (1) aus einer Formmasse (3) gebildet sind und nach Härtung des Betons (5) ebenfalls abgeschmolzen werden.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe von Gussformen.
[0002] In der US20100117248A1 wird ein Verfahren zum Gießen von Beton oder betonähnlichen Elementen mit Hilfe einer Gussform offenbart, wobei die Gussform aus einem einfach verformbaren beziehungsweise bearbeitbaren Material besteht. Durch entsprechende Bearbeitungsschritte können auch amorphe Gussformen ausgestaltet werden, deren Flexibilität hinsichtlich der Geometrie konventionelle Schalungskonzepte aus Holz oder dergleichen überragen. Aus dem Stand der Technik sind zur Bearbeitung solch amorpher Gussformen Sägen, Fräsen oder ähnliche spanende Verfahren manueller oder automatisierter Natur bekannt. Bei großen zu entfernenden Volumen ist der Bearbeitungsaufwand allerdings recht hoch, weswegen bisher bekannte Verfahren zum Gießen amorpher Strukturen in großindustriellen Prozessen kaum zum Einsatz kommen. Da bei komplexen Gussteilen eine Trennung der Gussform von dem Gussteil meist nur unter Zerstörung der Gussform erfolgen kann, entsteht vor allem bei der Erzeugung von Massengütern eine beträchtliche Menge an Industrieabfall. Darüber hinaus kann nur eine begrenzte Anzahl von unterschiedlichen Gussformen für einen großindustriellen Einsatz auf Lager gehalten werden.
[0003] EP0313048A2 und DE3603527A1 beschreiben ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit einer Gussform. Dabei wird eine aus beispielsweise Metall gefertigte Grundform mit einer Formmasse verfüllt, welche nach Aushärtung mit einer Bearbeitungsmaschine modelliert wird. Der modellierte Bereich der Formmasse wird anschließend mit Beton verfüllt, wonach das Betonfertigteil nach Aushärtung aus der Gussform gehoben wird. Analog zu dem aus der US20100117248A1 bekannten Verfahren auf, ergibt sich auch hier der Nachteil, eines erheblichen Bearbeitungsaufwandes bei großen zu entfernenden Volumina.
[0004] JP2001105420A offenbart ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform. Hierzu wird eine Grundform mit einer Formmasse verfüllt, wonach die ausgehärtete Formmasse aus der Grundform genommen wird, modelliert und nach erneutem Einsetzen in die Grundform mit Beton befüllt wird. Das Herausnehmen, Bearbeitung und wieder Einfügen der ausgehärteten Formmasse bedingt einen erhöhten Zeitaufwand, sodass ein solches Verfahren für die Produktion von Massengütern unvorteilhaft ist.
[0005] Aus der WO2014127426A1 ist ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform bekannt, wobei die Gussform mit Hilfe eines 3D-Druckverfahrens hergestellt wird. Zwar können dadurch geometrisch komplexe Gussformen erzeugt werden, allerdings bedingt das 3D-Druckverfahren wiederum einen beträchtlichen Zeitaufwand.
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass Betonfertigteile trotz wechselnder, komplexer Geometrien zeiteffizient produziert werden können und dabei der anfallende Industrieabfall verringert wird.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass eine durch Begrenzungselemente definierte Grundform bis zu einer Formnesthöhe, die kleiner als die Höhe des Betonfertigteils ist, mit einer verflüssigten Formmasse verfüllt wird, wonach das Formnest aus der ausgehärteten Formmasse modelliert wird, bevor die Grundform mit dem darin angeordneten Formnest mit Beton ausgefüllt und nach Härtung des Betons das Formnest auf Schmelztemperatur der Formmasse gebracht und abgeschmolzen wird, wobei die Begrenzungselemente aus einer Formmasse gebildet sind und nach Härtung des Betons ebenfalls abgeschmolzen werden. Um den Herstellungsprozess des Betonfertigteils zeitoptimiert auszugestalten, findet die Formgebung der Gussform in wenigstens drei Schritten statt. Zuerst wird auf einem Formgrund, wie zum Beispiel einem Fertigungstisch, durch Begrenzungselemente eine dem Betongussteil entsprechende Grundform eingefasst, wobei das so umfasste Volumen proportional größer als das Volumen des Betongussteils sein muss. Anschließend wird die Grundform mit der verflüssigten Formmasse verfüllt und zwar nur soweit, bis eine definierten Formnesthöhe erreicht ist. Das Verfüllen kann in
besonders einfacher Weise durch Gießen von verflüssigter Formmasse erfolgen, es sind aber auch andere materialauftragende Verfahren möglich. Als Formnesthöhe wird im Sinne der Erfindung die Höhe jenes Volumens verstanden, in das ausgehend von einem sich bis zu den Begrenzungselementen erstreckenden Sockel ein oder mehrere Vorsprünge des zu gießenden Betonfertigteils ragen. In einem weiteren Schritt kann der die Grundform bis zur Formnesthöhe ausfüllende, ausgehärtete Formkörper modelliert werden, wobei entweder ein Materialabtrag, beispielsweise durch automatisiertes Fräsen, als auch Materialauftrag, beispielsweise durch additives Auftragen von Formmasse erfolgen kann. Damit ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass die zeitintensiven Modellierungsprozesse auf ein möglichst geringes Bearbeitungsvolumen reduziert werden können, was die gesamte Bearbeitungsdauer deutlich verringert. Nach Abschluss dieses Schrittes wird die Grundform mit dem darin angeordneten Formnest mit einer Betonmasse ausgegossen, wonach diese aushärtet. Um schließlich das Betonfertigteil aus der Grundform zu I6sen, wird das Formnest auf Schmelztemperatur gebracht, also auf eine Temperatur, die höher als der Schmelzpunkt der eingesetzten Formmasse liegt. Die auf diese Weise verflüssigte Formmasse kann dann abfließen und für ein neues Formnest wiederverwendet werden, indem dieses beispielsweise in eine neue Grundform gegossen wird. Als Formmasse können verschiedene niedrig schmelzende Materialien, wie zum Beispiel Wachs, Polymere, vor allem Thermoplaste oder andere für den Fachmann in naheliegender Weise einsetzbare Materialien eingesetzt werden, wobei die jeweilige Schmelztemperatur der Formmasse höher als die beim Härtungsprozess entstehende Maximaltemperatur sein muss.
[0008] Um nicht nur das Formnest, sondern die gesamte Gussform rückstandslos abtrennen und wiederverwerten zu können, wird vorgeschlagen, dass die Begrenzungselemente aus einer Formmasse gebildet sind und nach Härtung des Betons ebenfalls abgeschmolzen werden. Die für die Begrenzungselemente verwendete Formmasse kann der für das Formnest verwendeten Formmasse ident sein, oder sich hinsichtlich chemischer oder physikalischer Eigenschaften vom Formnest unterscheiden. Um ein Anschmelzen der Begrenzungselemente beim Gießverfahren des Formnestes zu verhindern, kann es beispielsweise gewünscht sein, dass die Schmelztemperatur der Begrenzungselemente über der Schmelztemperatur des Formnestes liegt. Hinzu kommt der Vorteil, dass durch die Verwendung der Formmasse als Begrenzungselemente eine höhere Flexibilität bei der Ausgestaltung der gesamten Gussform erreicht werden kann. So können sowohl das Formnest als auch die Begrenzungselemente durch idente Trenn- oder Umformverfahren bzw. mittels identer additiver Verfahren modelliert werden.
[0009] Um den Härtungsprozess des Betons gezielt steuern und so die Eigenschaften des Betonfertigteils beeinflussen zu können, wird vorgeschlagen, dass die Aushärtung in einer Härtekammer durchgeführt wird, wobei die Härtetemperatur unter der Schmelztemperatur der Formmasse liegt. Die Wärmeübertragung von der Härtekammer an den Beton kann dabei sowohl durch Wärmestrahlung und Konvektion externer Heizelemente erfolgen, als auch durch direkten Kontakt induktiver Heizelemente. Die dafür eingesetzten Temperatureinstellungen müssen dabei so ausgewählt werden, dass ein vorzeitiges Abschmelzen der Gussform vermieden wird. Wird in der Härtekammer ein Temperaturniveau erzeugt, das nur knapp unterhalb der Schmelztemperatur der Formmasse ist, muss nach ausreichender Aushärtezeit in Folge der exothermen Kristallisationsreaktion des Betons nur wenig zusätzliche Energie für ein vollständiges Abschmelzen der aus der Formmasse bestehenden Gussform aufgebracht werden, was ein energieeffizientes Recyclen ermöglicht. Hierzu können in einer besonders praktischen Ausführung der Härtekammer Auffangbecken für die abschmelzende Formmasse angeordnet sein.
[0010] Sind Fertigbetonteile besonders groß dimensioniert, so ergeben sich große Massen für die eingesetzten Schalungsvorrichtungen. Um diese dennoch exakt und ergonomisch ausrichten zu können, wird eine Schalungsvorrichtung zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens vorgeschlagen, die ein Begrenzungselement aus einer ausgehärteten Formmasse aufweist, in das ein Anker mit einem nach außen ragenden Angriffspunkt eingegossen ist. So können die Schalungsvorrichtungen mit Hilfe von Lasthebevorrichtungen manö6vriert und ausgerichtet werden. Um die Stabilität der Begrenzungselemente und damit der Schalungsvorrichtungen insgesamt zu erhöhen, können die Ankerflunken als Bewehrungen ausgebildet sein.
[0011] Aufwändige Schalungsvorrichtungen weisen in der Regel eine Vielzahl an Begrenzungselementen auf, die formschlüssig miteinander und mit dem Formgrund, beispielsweise über Schraubsysteme verbunden werden müssen. Nachteilig ist daran allerdings, dass dabei die Begrenzungselemente und der Formgrund durch die Schraubverbindungselemente bereits vorgeschädigt werden, sodass ein Nachjustieren der Verbindung und somit der Grundformgeometrie nur begrenzt möglich ist.
[0012] Um daher ein problemloses Verbinden und Nachjustieren der Grundformgeometrie zu ermöglichen, empfiehlt es sich, in einer vorteilhaften Ausführungsform einen an das Begrenzungselement angeschlossenen Träger, der mit einem Magneten zur Positionierung der Schalungsvorrichtung auf einem Formgrund lösbar verbunden ist, einzusetzen. Dadurch wird bei beispielsweise zumindest teilweise ferromagnetischem Formgrund auf einfache Weise eine vom Formenbauer vorgegebene Anordnung der Schalungsvorrichtung auf dem Formgrund, sowie ein einfaches Nachjustieren der dabei gebildeten Grundformgeometrie ermöglicht. Besonders günstige Bedingungen ergeben sich beispielsweise, wenn der Magnet als Elektromagnet ausgeführt ist. Wird ein Begrenzungselement irrtümlich an einer falschen Position angeordnet, so kann durch Abschalten des Elektromagneten der Kraftschluss aufgehoben werden, was zu einem leichten Lösen des besagten Elements führt und ein einfaches Nachjustieren der dabei gebildeten Grundformgeometrie ermöglicht.
[0013] Der Anschluss des Magneten an den Träger kann durch für den Fachmann naheliegende Befestigungsmechanismen erfolgen. Beispielsweise können Magnete über eine Nut-Feder-Verbindung an dem auf dem Begrenzungselement befestigten Träger fixiert werden. Um ein unbeabsichtigtes Trennen der lösbaren Verbindung zwischen dem Träger und dem Magneten zu verhindern, erweist es sich als besonders günstig, wenn die Nut schräg nach unten in Richtung Formgrund ausgebildet ist, sodass ein Lösen der Nut-Feder-Verbindung nur durch Anheben des Magneten möglich ist. Die Befestigung des Trägers selbst am Begrenzungselement kann dabei durch von dem Träger ausgebildete Dornenfortsätze, die in das Begrenzungselement ragen, oder über einen Bügel, der das Begrenzungselement zumindest teilweise umgreift, erfolgen, wobei grundsätzlich auch andere für den Fachmann bekannte Umsetzungen denkbar sind.
[0014] Um den Assemblierungsaufwand bei der Anbringung des Magneten möglichst gering zu halten, kann der Magnet in das Begrenzungselement eingegossen sein. Dies hat den Vorteil, dass weniger Bauteile für die Schalungsvorrichtung benötigt werden, die nach dem Abschmelzen der Begrenzungselemente eingesammelt und gereinigt werden müssen. Zudem kann bei geeigneter Ausrichtung der Magnetpole ein falsches Anordnen der Begrenzungselemente in Folge des Auftretens einer abstoßenden Kraft verhindert werden, während bei korrekter Zuordnung ein geführter Zusammenschluss induziert wird.
[0015] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
[0016] Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrundeliegenden Gussform,
[0017] Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung mit modelliertem Formnest im gefüllten Zustand und
[0018] Fig. 3 eine Draufsicht auf eine durch erfindungsgemäße Begrenzungselemente gebildete Grundform.
[0019] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine durch Begrenzungselementen 1 definierte Grundform 2 bis zu einer Formnesthöhe h mit einer verflüssigten Formmasse 3 verfüllt, wie dies in Fig. 1 zu erkennen ist.
[0020] Durch den nur begrenzten Auftrag der Formmasse 3 wird das zu modellierende Bearbeitungsvolumen kleingehalten und daher können die zur Ausgestaltung des in Fig. 2 gezeigten Formnests 4 eingesetzten Modellierungsverfahren zeitschonend durchgeführt werden. Die Modellierung kann dabei in einem Trenn- oder Umformverfahren oder gemäß einigen Ausführungsvarianten auch mittels eines additiven Verfahrens geschehen. Nach Beendigung dieses Prozess-
schrittes wird die Grundform 2 mit dem darin angeordneten Formnest 4 mit einer Betonmasse 5 ausgegossen, wonach die Betonmasse 5 aushärtet. Dabei bildet die Grundform 2 gemeinsam mit dem Formnest 4 die Gussform 6. Das Formnest 4 kann aufgrund der niedrigen Schmelztemperatur der eingesetzten Formmasse 3 energieschonend abgeschmolzen werden, was ein einfaches Lösen des Betonfertigteils von der Gussform 6 und ein Wiederverwerten der Formmasse 3 für ein neues Formnest 4 ermöglicht. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens können Wachse, Polymere, vor allem Thermoplaste, oder andere für den Fachmann in naheliegender Weise einsetzbare Materialien als Formmasse 3 dienen.
[0021] Wie in den Fig. 1 und Fig. 2 zu sehen ist, können auch die die Grundform 2 bildenden Begrenzungselemente 1 aus einer Formmasse 3 gebildet sein, wodurch eine Wiederverwertung der kompletten Gussform 6 gewährleistet wird. So können nach Aushärtung des Betonfertigteils sowohl die Begrenzungselemente 1 als auch das auf Schmelztemperatur gebrachte Formnest 4 abfließen und die geschmolzene Formmasse 3 gesammelt werden. Neben einer vollständigen Wiederverwertung der Gussform 6 ergibt sich zusätzlich der Vorteil einer besonders flexiblen Gestaltbarkeit der Randbereiche 7 der Gussform 6. So können die Randbereiche 7 ident zum Formnest 4 modelliert werden, wenn eine etwaige Modellierungsvorrichtung oder zumindest deren Werkzeugkopf beweglich ausgeführt ist.
[0022] Für ein Justieren besonders schwerer Begrenzungselemente 1 mit Hilfe von Lasthebevorrichtungen können Anker 8 mit einem aus den Begrenzungselementen 1 herausragenden Angriffspunkt 9 in selbige eingegossen werden. In einer besonders vorteilhaften Ausführung können dabei die Ankerflunken 10 im Sinne einer Bewehrung ausgeführt werden, wodurch den Begrenzungselementen 1 eine höhere Stabilität gegeben wird.
[0023] In einer praktischen Ausgestaltung der Gussform 6 können, wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, an die Begrenzungselemente 1 mit einem Magneten 11 verbundene Träger 14 zur Fixierung der Begrenzungselemente 1 mit dem Formgrund 12 angeordnet sein. Der zumindest teilweise ferromagnetische Formgrund 12 kann beispielsweise durch einen Fertigungstisch gebildet sein. Die Befestigung zwischen dem Magneten 11 und dem Träger 14 kann dabei über eine lösbare Nut-Feder-Verbindung erfolgen, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn die Nut schräg nach unten in Richtung Formgrund 12 ausgebildet ist, sodass ein Lösen der Nut-Feder-Verbindung nur durch Anheben des Magneten 11 möglich ist. Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, kann der Träger 14 Dornenfortsätze ausbilden, die in das Begrenzungselement 11 ragen, wobei natürlich auch andere für den Fachmann bekannte Umsetzungen zur Befestigung des Trägers 14 an das Begrenzungselemente 1 möglich sind.
[0024] In einer alternativen Ausgestaltungsform können Magnete 11 in die Begrenzungselemente 1 eingegossen sein, wodurch sowohl ein Kraftschluss der Begrenzungselemente 1 untereinander, als auch mit dem zumindest teilweise ferromagnetischen Formgrund 12 erreicht werden kann. Zudem kommt der Vorteil, dass bei richtiger Polung der Magnete 11 ein falsches Zusammenfügen der Begrenzungselemente 1 verhindert wird.
[0025] Sind die Magnete 11 als Elektromagnete ausgeführt, kann zudem bei falscher Ausrichtung auf dem Formgrund 12 durch Abschalten der Elektromagnete 11 ein Kraftschluss zwischen dem Formgrund 12 und den Begrenzungselementen 1 aufgehoben werden, wodurch ein problemloses Nachjustieren begünstigt wird.
[0026] In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine durch erfindungsgemäße Begrenzungselemente 1 gebildete Grundform 2 dargestellt. Alternativ oder zusätzlich zu den Magneten 11 können zur Verbindung der Begrenzungselemente 1 Winkelbeschläge 13 vorgesehen sein.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine durch Begrenzungselemente (1) definierte Grundform (2) bis zu einer Formnesthöhe (h), die kleiner als die Höhe des Betonfertigteils ist, mit einer verflüssigten Formmasse (3) verfüllt wird, wonach das Formnest (4) aus der ausgehärteten Formmasse (3) modelliert wird, bevor die Grundform (2) mit dem darin angeordneten Formnest (4) mit Beton (5) ausgefüllt und nach Härtung des Betons (5) das Formnest (4) auf Schmelztemperatur der Formmasse (3) gebracht und abgeschmolzen wird, wobei die Begrenzungselemente (1) aus einer Formmasse (3) gebildet sind und nach Härtung des Betons (5) ebenfalls abgeschmolzen werden.
2, Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aushärtung in einer Härtekammer durchgeführt wird, wobei die Härtetemperatur unter der Schmelztemperatur der Formmasse (3) liegt.
3. Schalungsvorrichtung zur Durchführung eines Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Begrenzungselement (1) aus einer ausgehärteten Formmasse (3), in das ein Anker (8) mit einem nach außen ragenden Angriffspunkt (9) eingegossen ist.
4. Schalungsvorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen an das Begrenzungselement (1) angeschlossenen Träger, der mit einem Magneten (11) zur Positionierung der Schalungsvorrichtung auf einem Formgrund (12) lösbar verbunden ist.
5. Schalungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (11) in das Begrenzungselement (1) eingegossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ATA50950/2018A 2018-11-06 2018-11-06 Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform AT521840B1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50950/2018A AT521840B1 (de) 2018-11-06 2018-11-06 Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform
PL19817119.1T PL3877126T3 (pl) 2018-11-06 2019-11-05 Sposób wytwarzania prefabrykowanych elementów betonowych za pomocą formy odlewniczej
PCT/AT2019/060373 WO2020093078A1 (de) 2018-11-06 2019-11-05 Verfahren zur herstellung von betonfertigteilen mit hilfe einer gussform
EP19817119.1A EP3877126B1 (de) 2018-11-06 2019-11-05 Verfahren zur herstellung von betonfertigteilen mit hilfe einer gussform

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50950/2018A AT521840B1 (de) 2018-11-06 2018-11-06 Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT521840A1 AT521840A1 (de) 2020-05-15
AT521840B1 true AT521840B1 (de) 2021-04-15

Family

ID=70610653

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
ATA50950/2018A AT521840B1 (de) 2018-11-06 2018-11-06 Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP3877126B1 (de)
AT (1) AT521840B1 (de)
PL (1) PL3877126T3 (de)
WO (1) WO2020093078A1 (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0071895A2 (de) * 1981-08-04 1983-02-16 Státni vyzkumny ustav materiálu Kunststofform zum Abgiessen von Probewürfeln aus Beton
DE3603527A1 (de) * 1985-02-13 1986-08-14 MNK-Rakennus OY, Tampere Verfahren zur herstellung von gussformen
EP0313048A2 (de) * 1987-10-22 1989-04-26 Klaus Dittmann Verfahren zur automatischen Herstellung von Sonderteilen aus Beton oder Stahlbeton
JP2001105420A (ja) * 1999-10-08 2001-04-17 Maeda Seikan Kk コンクリート製品の製造方法
WO2014127426A1 (en) * 2013-02-21 2014-08-28 Laing O'rourke Australia Pty Limited Method for casting a construction element

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2516191B2 (ja) * 1992-08-20 1996-07-10 勝也 平岡 コンクリ―ト製品の脱型方法
AU2008253382A1 (en) 2007-05-18 2008-11-27 Newton Concrete Aps Amorphous formwork
DE102007063561A1 (de) * 2007-12-30 2009-07-09 Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Verfahren und Anordnung zur Erstellung von Bauwerken
EP3180173B1 (de) * 2014-08-15 2021-04-07 Laing O'Rourke Australia Pty Limited Verfahren zur herstellung eines verbundkonstruktionselements

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0071895A2 (de) * 1981-08-04 1983-02-16 Státni vyzkumny ustav materiálu Kunststofform zum Abgiessen von Probewürfeln aus Beton
DE3603527A1 (de) * 1985-02-13 1986-08-14 MNK-Rakennus OY, Tampere Verfahren zur herstellung von gussformen
EP0313048A2 (de) * 1987-10-22 1989-04-26 Klaus Dittmann Verfahren zur automatischen Herstellung von Sonderteilen aus Beton oder Stahlbeton
JP2001105420A (ja) * 1999-10-08 2001-04-17 Maeda Seikan Kk コンクリート製品の製造方法
WO2014127426A1 (en) * 2013-02-21 2014-08-28 Laing O'rourke Australia Pty Limited Method for casting a construction element

Also Published As

Publication number Publication date
EP3877126C0 (de) 2023-06-07
WO2020093078A1 (de) 2020-05-14
PL3877126T3 (pl) 2023-09-18
EP3877126B1 (de) 2023-06-07
EP3877126A1 (de) 2021-09-15
AT521840A1 (de) 2020-05-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008001498B3 (de) Verfahren und Umformvorrichtung zur Herstellung eines Faserverbundbauteils für die Luft- und Raumfahrt
EP3147094A2 (de) Schalform für mauerscheibe
DE3714581C2 (de) Vorrichtung zum lagerichtigen Anordnen vorgefertigter Bewehrungen in Stahlbetonelementdeckenplatten
EP2416933B1 (de) Schalung für ein als bahnschwelle ausgestaltetes präzisions-betonteil
AT521840B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit Hilfe einer Gussform
EP1981667B1 (de) VERFAHREN ZUM MONTIEREN EINER GIEßFORM ZUM GIEßEN EINES GUSSTEILS AUS EINER METALLSCHMELZE
DE2605687C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sandformen
AT506402B1 (de) Halteelement zum anbringen von schalungselementen
EP2316625B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Form für die Fertigung von Schachtbodenstücken
WO2018065584A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum bearbeiten eines werkstücks
DE60118299T2 (de) Verfahren zur herstellung von platten oder tafeln aus einem materialkonglomerat auf betonbasis, vorteilhafterweise für schwimmende böden sowie durch ein solches verfahren hergestellte platte oder tafel
WO2012131058A1 (de) Kopplungsvorrichtung für eine gerinnenegativform und vorrichtung zur herstellung von schachtbodenteilen
DE2124227C2 (de) Verfahren zum Aufbringen von Kunststoff-Ankernoppen auf die Rückseite von großflächigen Auskleidungsplatten aus Kunststoff
DE102017216654A1 (de) Ausrichten und Fixieren eines Werkstücks für ein Weiterbearbeiten mittels eines additiven Herstellungsverfahrens
EP3616806B1 (de) Verfahren zur herstellung eines modellformkernrohlings, eines modellformkerns und einer feingussform sowie ein giessverfahren zur herstellung eines gussteils mit einer hohlraumstruktur
EP2694261B1 (de) Vorrichtung zum verbinden zweier teile einer negativform zur herstellung von schachtbodenteilen aus beton
DE102006042910A1 (de) Betonschwellenherstellung mit Einlegeformteil
DE202018106169U1 (de) Einrichtung zur Stabilisierung der Stirnseiten von Betonfertigteilen
EP2314433B1 (de) Negativform zur Herstellung eines ein Gerinne aufweisenden Schachtunterteils sowie Verfahren zur Herstellung eines derartigen Schachtunterteils
DE102018132235B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer Gussform
DE1964166A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formen
DE811265C (de) Zusammengesetzte Formplatte fuer Giessereien und Verfahren zur Herstellung
DE102005039148A1 (de) Verfahren zur Material abtragenden Bearbeitung von Werkstücken
DE967562C (de) Zwei- oder mehrteilige Giessform zur Herstellung von ausschmelzbaren Modellen
EP3124697A1 (de) Einrichtung zum einsetzen in einen bauteil aus einer aushärtbaren mörtelartigen masse

Legal Events

Date Code Title Description
MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20241106