AT522862A1 - Verbundbodenbelag - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Verbundbodenbelag (1) aus mineralischem Granulat und einem Polymermaterial, welches mit einem Vlies (2, 3) versehen ist, das eine Porengröße von nicht mehr als 100 µm aufweist.
Description
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LBA1001PAT 1
02/12/2019 Österreichische Patentanmeldung Albert Leitner LBA1001PAT
Verbundbodenbelag
Die Erfindung betrifft einen Verbundbodenbelag gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein
Fahrbahnbankett oder einen Straßenbelag, der als ein solcher Verbundbodenbelag ausgebildet ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Aus dem Stand der Technik sind Verbundbodenbeläge für Freiflächen mit einem mineralischen Granulat bekannt, das mit einem Polymermaterial gebunden ist. Zusätzlich kann auch
Polymergranulat gebunden oder ungebunden vorgesehen sein.
Diese Beläge sind in der Regel porös ausgebildet, so dass sie Wasser durchleiten können. Da sich auf diesen Belägen keine Pfützen bilden, eignen sie sich hervorragend für öffentliche Plätze und
Sportanlagen.
Aus der gattungsbildenden EP 2 118 160 A1 bzw. der DE 10 2007 012 973 A1 ist eine wasserdurchlässiger Steinverbundformkörper bekannt, der aus 99 bis 65 Gewichtsprozent an Granulaten aus mineralischen Kunststoffen mit einer Korngröße von 0,5 bis 100 mm besteht und 1
bis 35 Gewichtsprozent eines Zweikomponenten-Polyurethanklebstoffs.
Aus der DE 20 2006 013 964 U1 ist es bekannt, das Füllmaterial einer Gabione mit Bindemitteln zu versetzen. Es kann ein Mauerwerk für Gebäude-Gabionensteinkorbgemäuer vorgesehen werden, wobei die Steine innerhalb des Gabionesteinkorbes eingerüttelt sind oder mit Füllmaterial oder
mittels Bindematerialien fest miteinander verbunden sind.
In der DE 20 2008 016 807 U1 ist ein offenporiger Formkörper beschrieben, in welchen auch
Glasfaser-Vliese integriert werden können. Aus der EP 018 639 A1 ist weiterhin ein Randstreifen für eine Straße bekannt, wobei der Grundkörper
des Banketts aus einem Gemenge aus Stein, Sanden, Humus und zahlreichen anderen Elementen
besteht, das von einer Schicht aus einem Geotextil umhüllt ist. Somit wird auf eine so stabile
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Vegetationsschicht abgezielt, dass sie auch bei Randstreifen von Straßen oder als Parkplätze
Anwendung finden kann, ohne dass Fahrzeuge auf dem Rasenbewuchs einsinken.
Die DE 41 30 768 C1 offenbart ein Trag- und Stützpolster für den Erd- und Straßenbau. Hierbei wird das Kernmaterial von einem Geotextil oder Wirrfaservlies umhüllt, wobei auch vorgeschlagen wird, innerhalb der Stützpolster Geotextilschichten vorzusehen, die über Teilbereiche des Querschnittes
verlaufen.
Der EP 1 464 756 A1 ist ein Aufbau für einen Spielplatz zu entnehmen, wobei der Schichtaufbau
durch Geotextillagen bewehrt wird.
Verbundbodenbeläge aus mineralischen Granulat und Polymermaterial stehe jedoch wegen des Polymaterials umwelttechnisch in der Kritik. Selbst bei gebundenem Polymaterial ist ein Abrieb nicht
vermeidbar, so dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt.
Andererseits haben diese Beläge erhebliche Vorteile in Wartung und Unterhalt im Vergleich zu herkömmlichen Schotter- oder Teerbelägen. Schotterbeläge versiegeln zwar die Oberfläche nicht, jedoch sind sie sehr wartungsintensiv. Teerbeläge versiegeln die Oberfläche wasserundurchlässig.
Gittersteine hingegen sind sehr aufwendig in der Verlegung.
AUFGABE UND LÖSUNG
Es besteht daher die Aufgabe, einen Verbundbodenbelag zu schaffen, welcher besser
umweltverträglich ist.
Die Aufgabe wird durch einen Verbundbodenbelag bzw. Polymerbodenbelag mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Erfindungsgemäß wird der poröse Verbundbodenbelag bzw. Polymerbelag mit einem Vlies mit einer Porenöffnung von nicht mehr als 100 um versehen, wobei das Vlies vorzugsweise zumindest an der Unterseite des Belags angeordnet ist. Hierdurch wird Feinstaub, einschließlich Mikroplastik, von Wasser durch den Belag hindurch zum Vlies geschwemmt und darin aufgehalten und gelangt somit
nicht in die Umwelt. Das Vlies dient somit als Filter zum Auffangen von Feinstaub. Wichtig ist, dass das Vlies eine Porengröße von nicht mehr als 100 wm aufweist. Sie kann auch noch
feiner ausgebildet sein und vorzugsweise nicht mehr als 50 um betragen, um sicher die Mikropartikel
und den Feinstaub zurück zu halten.
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LBA1001PAT 3
Bei der 0o.g. DE 20 2008 016 807 U1 wird das Glasfaservlies GV60 verwendet, das eine Porengröße
von 600 um (60g/m? entspricht ca. 600 um Porengröße) aufweist und somit nicht als Filter wirkt.
Bei der vorliegenden Erfindung kann der Belag nach seiner Lebensdauer entfernt und fachgerecht
entsorgt werden.
Insbesondere kann der Belag für Straßenbankette eingesetzt werden.
Der erfindungsgemäße Verbundbodenbelag kann zur Herstellung wasserdurchlässiger, offenporiger gebundener Fahrbankette sowie PKW-Abstellflächen und Rückhaltesystemen für Oberflächenentwässerungen (Mulden, Graben, Versickerungsbecken) der Fahrbahnen und
Abstellflächen verwendet werden.
Ein Straßenbankett ist gemäß RSV (= Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen) zwischen
0,50 m und 1,00 m breit. Die Bankettstärke beträgt meistens zumindest 8 cm.
Der Verbundbodenbelag kann auch als Sportbodenbelag, insbesondere Tennisplatzbelag oder Fußballplatzbelag, verwendet werden, wobei hierauf ein feinkörniges Granulat lose aufgebracht sein kann, um einem herkömmlichen Sandplatz zu entsprechen. Dieses Granulat kann ein Kunststoffgranulat oder Sandgranulat sein. Dies kann zu Kunststoffabrieb führen, welcher vom Vlies aufgefangen wird. Das grobkörnige Kunststoffgranulat wird bei Benutzung abgerieben, so dass feinkörnige Abrieb entsteht. Das Sandgranulat verursacht feinkörnigen Abrieb am
Verbundbodenbelag.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgenmäßen Verbundbodenbelags
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiels,
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LBA1001PAT 4
- Fig. 3 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags gemäß
einem vierten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags gemäß
einem fünften Ausführungsbeispiels,
- Fig. 6 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags gemäß
einem sechsten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 7 eine schematische Querschnittansicht eines Sickerbeckens mit einem erfindungsgemäßen
Verbundbodenbelag,
- Fig. 8 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags bei
Verwendung als Sportbodenbelag in einem Fußballplatz,
- Fig. 9 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags gemäß
einem siebten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 10 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags
gemäß einem achten Ausführungsbeispiels, und
- Fig. 11 eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags bei
Verwendung als Sportbodenbelag in einem Tennisplatz.
DETAILLERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Nachfolgend wird ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verbundbodenbelags 1 erläutert, das ein
Bankett bildet (Figur 1).
Der Verbundbodenbelag 1 ist aus einem mineralischen Granulat und einem Bindemittel ausgebildet. Das mineralische Granulat umfasst bspw. Kiese und/oder Splitter (Weich- und Hartgesteine wie z.B. Kalkgesteine, Diabas, Basalt, Gneis). Das mineralische Granulat kann aus einer Kornmischung 2/5
mm (d.h. eine Sieblinie zwischen 2 mm und 5 mm), 4/8 mm oder 8/16 mm bestehen, wobei
vorzugsweise ein Anteil an Feinkornmaterial bis 0,2 mm max. 10% des Massegewichts des Gesteins
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im Belag beträgt. Die Sieblinie wird individuell je nach Belastung und Anforderung des jeweiligen
Gewerks festgelegt.
Das Bindemittel kann aus 1-Komponenten- bzw. 2-Komponenten-Beschichtungsstoff bspw. auf Polyurethanbasis ausgebildet sein. Als Bindemittel sind jedoch auch andere Polymere, wie z.B. auf
Basis von Epoxy, Polyethen, Polypropylen, etc. geeignet.
Das Bindemittel beträgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwischen 3% und 5% Masseanteil. Der Masseanteil des Bindemittels sollte nicht größer als 10 % sein, um eine ausreichende Porosität des Verbundbelages sicher zu stellen. Je größer der Anteil des Bindemittels ist, desto geringer ist in der Regel die Porosität des Verbundbelags 1. Ist der Anteil des Bindemittels sehr gering, dann kann dies die Festigkeit des Verbundbelages beeinträchtigen. Daher ist es zweckmäßig einen Masseanteil des
Bindemittels am Verbundbelag von zumindest 1% und insbesondere zumindest 2% vorzusehen.
Als Filtermedium ist ein Filtervlies 2 vorgesehen.
Das Filtervlies ist vorzugsweise mit einem Mindestgewicht von 250 g/m? ausgebildet. Das Gewicht
des Filtervlieses kann auch wesentlich höher sein.
Das Filtervlies weist eine Porosität von maximal 100 um auf. Die Porosität kann auch kleiner sein und bspw. auf maximal 75 um oder 50 um 25 um oder 20 um beschränkt sein. Derartige Filtervliese sind
bei der Fa. Noravin erhältlich.
Die Porosität des Verbundmaterials ist um eine oder mehrere Größenordnungen größer als die des Filtervlieses. Hierdurch ist sichergestellt, dass Wasser in ausreichender Menge durch das
Verbundmaterial strömt und vom Filtervlies gefiltert wird.
Die Porengröße ist vorzugsweise > 10 um. Hierdurch wird eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit
sicher gestellt.
Das Filtervlies ist unter dem Verbundbelag 1, der ein Bankett bildet, verlegt und an den Flanken bis
zur Bankettoberfläche hochgezogen.
In der Figur 1 ist ersichtlich, dass der Verbundbodenbelag 1 neben dem Filtervlies 2 als auch optionale innenliegende Filtervliesabschnitte 3 aufweist. Diese innenliegende Filtervliesabschnitte 3 können mit anderen Porositäten als das Filtervlies 2 ausgebildet sein und so zum Grob- und
Feinfiltrieren dienen.
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Der Verbundbodenbelag 1 liegt auf einer ungebundenen Tragschicht 5 auf. Am Randbereich liegt er mit einem Randabschnitt auf einer gebundenen Tragschicht 6 (Asphalt ...) auf, welche sich horizontal mit dem Verbundbodenbelag auf Stoß angeordnet ist, wobei die Oberflächen fluchten bzw. einen stetigen Übergang bilden. An der zur gebundenen Tragschicht 6 gegenüberliegenden Seite des Verbundbodenbelags 1 schließt sich ein Oberboden 4 (z.B. Humus) an. Die Tragschicht 6 weist eine etwa horizontale Oberfläche auf. Der Verbundbodenbelag 2 ist mit seiner Oberfläche von der Tragschicht in Richtung zum Oberboden 4 geneigt. Die Neigung beträgt bspw. etwa 5° bis 10° gegenüber der Tragschicht 6. Der Oberboden kann die gleiche Neigung, noch stärker geneigt sein
oder aber auch weniger stark und sogar horizontal ausgebildet sein.
Die Breite des Verbundbodenbelags richtet sich nach den Vorgaben der RVS für Bankette.
Das Filtervlies 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel zumindest an der gesamten Unterseite des Verbundbodenbelags angeordnet und wie eine Wanne an den Stoßbereichen zu der Tragschicht 6 und dem Oberboden 4 hochgezogen und eingebaut. Das Filtervlies 2 bildet somit eine rinnenförmige
Wanne.
Die innenliegenden Filtervliesabschnitte 3 sind als streifenförmige Abschnitte ausgebildet, welche sich in Längsrichtung des Verbundbodenbelags erstrecken. Sie sind bspw. parallel zur Unterseite des
Verbundbodenbelags angeordnet.
Der Verbundbodenbelag 2 weist eine It. RVS eine Mindeststärke von 8 cm auf. Bei anderen
Anwendungen des Verbundbodenbelags kann die Mindeststärke jedoch auch geringer sein.
Die konkreten Ausführungen eines Bankettes sind abhängig von den Anforderungen der jeweiligen JDTV-Klassen, welche nach dem jeweiligen Verkehrsaufkommen (KFZ in 24 Std.) bestimmt werden.
Dementsprechend kann die Ausgestaltung des Verbundbodenbelags variieren.
Das Fahrbankett ist mit einer Neigung von etwa 5° bis 10° gegenüber der Fahrbahn ausgebildet und
weist eine
In den Figuren 2 bis 6 sind weitere Ausführungsbeispiele des Verbundbodenbelags 2 dargestellt, die dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel entsprechen, sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt oder in den Figuren gezeigt ist. Deshalb werden gleiche Teile nicht nochmals erläutert
und sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Diese weiteren Ausführungsbeispiele unterscheiden sich vor allem in der Anordnung der
innenliegenden Filtervliesabschnitte 3. Gemäß Figur 1 bis 4 sind jeweils mehrere streifenförmige
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Filtervliesabschnitte 3 vorgesehen, die in mehreren Ebenen (hier zwei Ebenen; grundsätzlich sind auch mehr Ebenen möglich) alternierend versetzt zueinander angeordnet sind. In der vertikalen Projektion sind die einzelnen Filtervliesabschnitte 3 vorzugsweise zueinander etwas überlappend angeordnet. Hierdurch wird eine flächige Abdeckung erzielt, ohne dass die Festigkeit des Verbundbodenbelags 1 zu sehr beeinträchtigt wird. Wie man anhand der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele erkennen kann, kann die Breite und die Anzahl der Filtervliesabschnitte 3
variieren.
Ein fünftes Ausführungsbeispiel (Figur 5) weist mehrere Filtervliesabschnitte 3 auf, welche schräg gegenüber der Unterseite bzw. der Oberseite des Verbundbodenbelags 1 angeordnet sind. Die Neigung der Filtervliesabschnitte 3 ist so, dass sie in die entgegengesetzte Richtung wie der Verbundbodenbelag 1 geneigt sind, wobei die Neigung steiler ist, wodurch sie einem innerhalb des Verbundbodenbelags 1 durch die Neigung desselben ablaufendem Wasser entgegenstehen und so
eine gewisse Rückhaltefunktion bewirken, welche die Filterwirkung verstärkt (Figur 5).
Bei einem sechsten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 sind ein erster und ein zweiter Abschnitt eines Verbundbodenbelags 1a, 1b vorgesehen. Der erste Verbundbodenabschnitt 1a bildet ein Bankett, das im Wesentlichen den oben erläuterten Ausführungsbeispielen entspricht. Dieser Verbundbodenabschnitt 1a weist mehrere Filtervliesabschnitte 3 auf, welche schräg gegenüber der Unterseite bzw. der Oberseite des Verbundbodenbelags 1 angeordnet sind. Die Neigung der Filtervliesabschnitte 3 ist so, dass sie in die gleiche Richtung wie der Verbundbodenbelag 1 geneigt sind, wobei die Neigung steiler ist, wodurch sie das Wasser zur Unterseite des Verbundbodenbelags 1a leiten. Der Verbundbodenabschnitt 1a kann auch ohne Filtervliesabschnitte 3 oder mit den oben
gezeigten Anordnungen der Filtervliesabschnitte 3 ausgebildet sein.
An der zur gebunden Tragschicht abgewandten Seite ist der zweite Verbundbodenabschnitt 1b mit Stoß zum ersten Verbundbodenabschnitt 1a angeordnet. Der zweite Verbundbodenabschnitt 1b bildet eine Sickermulde 7. Unterhalb beider Verbundbodenabschnitte ist jeweils ein Filtervlies 2 angeordnet, welche wannenartig an den Stirnseiten der Verbundbodenabschnitte 1a, 1b seitlich
hochgezogen sind.
Auch im zweiten Verbundbodenabschnitt 1b sind innenliegende Filtervliesabschnitte 3 angeordnet, welche streifenförmig sind und parallel zur Unterseite des Verbundbodenabschnittes 1b angeordnet sind. Diese innenliegenden Filtervliesabschnitte 3 können genauso wie diejenigen der oben
erläuterten Ausführungsbeispiele abgewandelt sein.
In der Figur 7 ist eine schematische Querschnittansicht eines Sickerbeckens 16 dargestellt, das mit
dem erfindungsgemäßen Verbundbodenbelag 1 versehen ist und ein Humus-Sandgemisch 8 darauf
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aufweist. Unter dem Belag ist eine wasserdurchlässige Schotterschicht 15 angeordnet. Der Verbundbodenbelag 1 dient als dauerhafter Filter. Hier kann es zweckmäßig sein, die Porosität des Verbundbodenbelags 1 gering auszubilden, so dass zudem eine gewisse Rückhaltefunktion bewirkt wird. Der Verbundbodenbelag 1 weist innenliegende Filtervliesabschnitte 3 auf, welche in zwei Ebenen zueinander versetzt angeordnet sind. Bei einer solchen lokal begrenzten Anwendung, wie einem Sickerbecken, bei welchem große Mengen an Wasser gefiltert werden, kann es auch zweckmäßig sein, mehrere Ebenen an innenliegenden Filtervliesabschnitten 3 vorzusehen. Vorzugsweise weisen die unterschiedlichen Ebenen an innenliegende Filtervliesabschnitte 3nach unten hin eine zunehmend geringere Porosität auf, so dass die oberen Ebenen zunächst das
Grobmaterial ausfiltern und die unteren Ebenen das zunehmend feinere Material filtern.
In der Figur 8 ist eine schematische Querschnittansicht des erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags 1 bei Verwendung in einem Fußballplatz ersichtlich, wobei auf den Verbundbodenbelag 1 eine dynamische Schicht 10 und weiter darauf ein Fußballplatz-Kunstrasen aufgesetzt sind. Unter dem Belag befindet sich genauso wie bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen eine ungebundene Tragschicht 5 sowie Abschnitte mit Kies 11 (Sieblinie vorzugsweise 16/32 mm) in welchen Drainagerohre 12 angeordnet sind. Die dynamische Schicht kann auch unterhalb des
Verbundbodenbelags 1 angeordnet sein oder vollständig weggelassen werden.
In den Figuren 9 und 10 sind jeweils zwei Varianten der ausgeformten Sickermulde 7 gemäß der Ausführungsform der Figur 6 dargestellt, die sich durch verschiedene Anordnungen des innenliegenden Filtervlieses 2 für Grob- und Feinfiltrierung unterscheiden (vgl. dazu die Figuren 2 bis 5). Bei der Ausführungsform nach Figur 9 bilden die innenliegenden Filtervliesabschnitte 3 im Querschnitt etwa V-förmige, sich vorzugsweise in Längsrichtung erstreckende Rinnen, welche sehr effizient Wasser filtern. Die der Ausführungsform nach Figur 10 sind die streifenförmigen,
innenliegenden Filtervliesabschnitte 3 horizontal ausgerichtet.
In der Figur 11 ist eine schematische Querschnittansicht des erfindungsgemäßen Verbundbodenbelags bei Verwendung in einem Tennisplatz ersichtlich, wobei auf den Belag eine Tragschicht 14 und weiter darauf eine dynamische Schicht 10 sowie die Tennisplatz-Deckschicht aufgesetzt sind. Unter dem Belag befindet sich genauso wie bei der in Figur 8 gezeigten
Ausführungsform Abschnitte mit Kies 11, in welchen jeweils ein Drainagerohr 12 angeordnet ist.
Der Verbundbodenbelag 1 kann jedoch auch die Deckschicht des Tennisplatzes bilden, wobei auf der Deckschicht lose Quarzsand und/oder Kunststoffgranulat aufgetragen sein kann. Je nach Untergrund kann der Unterbau mit oder ohne Drainagerohre ausgebildet sein. Bei einer solchen Ausführungsform ist vorzugsweise eine elastische, dynamische Schicht unterhalb des
Verbundbodenbelags 1 angeordnet, welche Stöße elastisch abfängt.
Allen oben erläuterten Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass sie zumindest ein Filtervlies 2 aufweisen, das vorzugsweise an der Unterseite des Verbundbodenbelags 1 und insbesondere
vollflächig bzgl. des Verbundbodenbelags angeordnet ist.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Verbundbodenbelag
2 Filtervlies
3 Innenliegender Filtervliesabschnitt für Grob- und Feinfiltrierung 4 Oberboden (Humus)
5 Ungebundene Tragschicht
6 Gebundene Tragschicht
7 Ausformung als Sickermulde
8 Humus-Sandgemisch
9 Kunstrasen Fußballplatz
10 dynamische Schicht
11 Kies
12 Drainagerohr
13 Deckschicht Tennisplatz
14 Tragschicht
15 Wasserdurchlässige Schotterschicht 16 Sickerbecken
Claims (10)
1. Verbundbodenbelag (1) aus Granulat und Polymermaterial, welcher mit einem Vlies (2, 3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Vlies (2, 3) eine Porengröße von nicht mehr als 100 um aufweist.
2. Verbundbodenbelag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Vlies (2) an der gesamten Unterseite des Verbundbodenbelags (1) angeordnet ist.
3. Verbundbodenbelag (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den durch den Verbundbodenbelag (1) ausgebildeten Körper zumindest ein Abschnitt des
Vlieses (2, 3) integriert ist.
4. Verbundbodenbelag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Porengröße des Vlieses (2, 3) kleiner als 75 um und insbesondere kleiner als 50 um ist.
5. Verbundbodenbelag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbundbodenbelag (1) mehrere Abschnitte des Vlieses aufweist.
6. Verbundbodenbelag (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
einige der Abschnitte (3) des Vlieses innenliegend im Verbundbodenbelag (1) angeordnet sind.
7. Verbundbodenbelag (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der mehreren Abschnitte des Vlieses mit unterschiedlicher Porosität
ausgebildet sind.
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8. Verbundbodenbelag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundbodenbelag (1) porös ist, wobei die Porengröße des Verbundbodenbelags mit
Ausnahme des Vlieses (2, 3) größer als 0,5 mm und insbesondere größer als 1 mm ist.
9. Verbundbodenbelag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat ein mineralisches Granulat ist, und/oder dass das Polymermaterial auf Basis von
Polyurethan, Epoxy, Polyethen, Polypropylen oder einen Gemisch davon ausgebildet ist.
10. Fahrbahnbankett oder Straßenbelag, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrbahnbankett oder der Straßenbelag als Verbundbodenbelag (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.
Priority Applications (6)
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