AT523721A4 - Vorrichtung zum Schleifen von Klingen - Google Patents

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AT523721A4
AT523721A4 ATA50615/2020A AT506152020A AT523721A4 AT 523721 A4 AT523721 A4 AT 523721A4 AT 506152020 A AT506152020 A AT 506152020A AT 523721 A4 AT523721 A4 AT 523721A4
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Hackl Alexander
Pöchinger Ing Lukas
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Katocut Og
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Abstract

Eine Vorrichtung zum Schleifen von Klingen (1) umfasst eine Basis (2) mit einem Schleifmittel (3), einen einerends an einem Träger (5) um eine Schwenkachse (6) schwenkverstellbar gelagerten Arm (7) mit wenigstens zwei über eine Gelenkachse (8) gelenkig miteinander verbundenen Teilarmen (9, 10) und eine andernends des Arms (7) vorgesehene Linearführung (11) für eine Führungsstange (12), wobei die Schwenkachse (6), die Gelenkachse (8) und eine Führungsachse (13) der Linearführung (11) zueinander parallel und quer zu einer Schleifebene (14) stehen, die von dem auf der Basis (2) aufruhenden Schleifmittel (3) bestimmt ist, und einen Klingenhalter (15), der an einem Unterschenkel (16) eines, mit seinem Oberschenkel (17) basisseitig der Linearführung (11) an der Führungsstange (12) angesetzten, Knies (18) befestigt ist. Um vorteilhafte Schleifverhältnisse zu schaffen ist der Klingenhalter (15) gegenüber dem an der Führungsstange (12) angeordneten Knie (18) um eine Unterschenkellängsachse (19) frei drehbar gelagert.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schleifen von Klingen umfassend eine Basis mit einem Schleifmittel, einen einerends an einem Träger um eine Schwenkachse schwenkverstellbar gelagerten Arm mit wenigstens zwei über eine Gelenkachse gelenkig miteinander verbundenen Teilarmen und eine andernends des Arms vorgesehene Linearführung für eine Führungsstange, wobei die Schwenkachse, die Gelenkachse und die Führungsachse der Linearführung zueinander parallel und quer zu einer Schleifebene stehen, die von dem der Basis zugeordneten Schleifmittel bestimmt ist, und einen Klingenhalter, der an einem Unterschenkel eines, mit seinem Oberschenkel basisseitig der Linearführung an der Führungsstange angesetzten, Knies befestigt ist.
Mit diesen Vorrichtungen können diverse Klingen unter einem bestimmten Anstellwinkel über ein Schleifmittel geführt werden. Als Schleifmittel können Naturund Synthetikschärfmedien, hier insbesondere Banksteine, Diamantschleifplatten, Schruppsteine, Schleifsteine, Abziehsteine u. dgl., verwendet werden. Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der US 2860459 A, der US 2435671 A und der US 2165929 A bekannt. Aufgrund des langsamen kalten Schliffes lässt sich grundsätzlich ein sehr sauberes Schliffbild erzielen ohne das Gefüge des Stahls und
damit seine Eigenschaften zu verändern.
Damit können gängige scharfe Werkzeuge wie Meißel und Messer mit gerader Klingenform leicht in einem vorbestimmten Winkel über das Schleifmittel geführt werden. Mit diesen bekannten Vorrichtungen lassen sich Klingen mit geraden Schneiden mit einem exakten Schneidwinkel versehen. Werden allerdings Klingen mit in einer Schneidebene gebogener Schneide, wie übliche Küchenmesser,
Schärfe aufweisen.
Im Haushalts- und Fleischereibereich werden zum Schärfen von Messern unter anderem heute oft zwei unter einem Schneidwinkel zueinander an einem Träger angeordnete Hartmetallschaber mit geraden Schaberklingen verwendet. Bei ordnungsgemäßer Führung der Klinge durch die Vorrichtung kann zwar der Schneidwinkel annähernd konstant gehalten werden, allerdings tragen derartige Schaber nicht nur übermäßig Klingenmaterial ab, sondern hinterlassen auch eine äußerst mangelhafte Schneidengeometrie, die unter dem Mikroskop einer Art
Wellenschliff gleichkommt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, mit der eine Klinge von einem Schneidenansatz bis zu einem Schneidenende bei ordnungsgemäßer Anwendung mit einem konstanten
Schneidwinkel versehen werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Klingenhalter gegenüber dem an der Führungsstange angeordneten Knie um eine Unterschenkellängsachse frei drehbar gelagert ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt damit einen Freiheitsgrad mehr als die bekannten Vorrichtungen der eingangs geschilderten Art, womit eine Vorrichtung zum Schleifen von Klingen geschaffen wird, mit der eine Klinge von einem Schneidenansatz bis zu einem Schneidenende mit konstantem Schneidwinkel
versehen werden kann und das nach kurzer Zeit auch von einer im Schleifen
Die Vorrichtung ermöglicht ein Schärfen von industriell und manuell gefertigten Messern mit glattem Schliff, also keinem Wellenschliff, mit beliebigen, geeigneten Schärfmedien, die zumindest im Idealfall eine Schleifebene ausbilden. Je nach gewähltem Schleifmittel bzw. gewählter Körnung lassen sich vom Vorschliff bis zum Feinschliff alle Arbeitsgänge abdecken. Aufgrund des geführten Schleifvorgangs auf Banksteinen erfolgt kein heißer Spanabtrag, wodurch sich die Lebensdauer eines Messers um ein Vielfaches erhöht und das Gefüge eines gehärteten Stahles nicht verändert wird und vollständig erhalten bleibt. Die zu schärfenden Klingen können aus beliebigem Material bestehen, wie insbesondere Stahl, Keramik od. dgl.
Mit einer geeigneten Wahl des Kniewinkels in Abhängigkeit der zu schärfenden Klinge kann jede Klinge mit seiner geeigneten Schneide reproduzierbar ausgestattet
werden.
Um einfache Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, kann der Unterschenkel eine um die Unterschenkellängsachse frei drehbar gelagerte Unterschenkelachse aufnehmen, die fußseitig den Klingenhalter trägt. Insbesondere ist die Unterschenkellängsachse frei drehbar aber axial im Unterschenkel des Knies gehalten.
Damit je nach zu schärfender Klinge bei Bedarf rasch unterschiedlichste Klingenhalter eingesetzt werden können, wird vorgeschlagen, dass der Klingenhalter, insbesondere über eine Schraubverbindung, lösbar an der Unterschenkelachse angreift. Es kann aber auch jede andere geeignete lösbare
Kupplung vorgesehen sein. Um das Knie rasch wechseln zu können kann das Knie
Soll der Kniewinkel am Knie selbst einstellbar sein, kann das Knie ein Oberschenkel und Unterschenkel gelenkig miteinander verbindendes Kniegelenk sein, das gegebenenfalls in verschiedenen Winkelstellungen verrastbar ist.
Um den Kniewinkel eines Kniegelenks in weiten Bereichen fein einstellen zu können kann Führungsstangenseitig des Kniegelenks ein führungsachsenparalleler Lineartrieb mit einer Führungshülse vorgesehen sein, an die eine Koppel angesetzt ist, die zur Einstellung eines Kniewinkels andernends am Unterschenkel angreift. Damit kann der Kniewinkel stufenlos eingestellt werden, insbesondere wenn die axiale Lage der Führungshülse auf der Führungsstange mittels Kiemmschrauben od. dgl. festlegbar ist.
Um eine Klinge mit definierter, insbesondere geringer Anstellkraft über das Schleifmittel führen zu können, kann ein Gewichtausgleich vorgesehen werden. Dazu kann der Führungsstange auf der dem Knie gegenüberliegenden Seite der Linearführung eine Stützfeder zugeordnet sein, die zwischen dem Teilarm mit der Linearführung und einem an einem in Führungsachsenrichtung verstellbaren Anschlag gespannt ist. Eine Klinge kann mit der Führungsstange entlang der Linearführung gegen das Schleifmittel angestellt und mit dem Arm über das Schleifmittel geführt werden. Die Stützfeder hebt dabei die Klinge je nach Einstellung mit entsprechender Kraft von der Schleiffläche ab. Der nötige Schleifdruck wird dann von der schleifenden Person manuell vorgegeben.
Der Träger kann eine von der Basis aufragende Hauptsäule sein, deren Hauptachse parallel zur Führungsachse der Führungsstange ist. Es können gegebenenfalls unterschiedliche Anschlagpunkte für die Hauptsäule auf der Basis vorgesehen sein, um die Vorrichtung beispielsweise auf einen Rechtshänder gleichermaßen wie auf
einen Linkshänder einstellen zu können.
Besonders vorteilhaft ist es für einen unkomplizierten Klingenwechsel allerdings, wenn der Klingenhalter wenigstens einem Haltemagnet zum Halten einer Klinge an
der Haltefläche aufweist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Schleifen von Klingen in Schrägansicht in einer Arbeitsstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 in einer anderen Arbeitsstellung,
Fig. 3 ein vergrößertes Detail der Gewichtsentlastung der Führungsstange im teilgeschnittenen Querschnitt und
Fig. 4 ein vergrößertes Detail der Führungsstange mit Kniegelenk und Klingenhalter im teilgeschnittenen Querschnitt.
Die Vorrichtung zum Schleifen von Klingen 1 umfasst eine Basis 2 mit einem Schleifmittel 3, einem in einer Aufnahme 4 abgelegten Bankstein, einen einerends an einem Träger 5 um eine Schwenkachse 6 schwenkverstellbar gelagerten Arm 7 mit wenigstens zwei über eine Gelenkachse 8 gelenkig miteinander verbundenen Teilarmen 9, 10 und eine andernends des Arms 7 vorgesehene Linearführung 11 für eine Führungsstange 12, wobei die Schwenkachse 6, die Gelenkachse 8 und eine Führungsachse 13 der Linearführung 11 zueinander parallel und quer zu einer Schleifebene 14 stehen, die von dem auf der Basis 2 aufruhenden Schleifmittel 3 bestimmt ist, und einen Klingenhalter 15, der an einem Unterschenkel 16 eines, mit seinem Oberschenkel 17 basisseitig der Linearführung 11 an der Führungsstange
12 angesetzten, Knies 18, im Ausführungsbeispiel ein Kniegelenk, befestigt ist. Die
Die Schwenkachse 6, die Gelenkachse 8 und die Führungsachse 13 stehen
senkrecht auf die Basis 2.
Der Klingenhalter 15 ist gegenüber dem an der Führungsstange 12 angeordneten Knie 18 um eine Unterschenkellängsachse 19 frei drehbar gelagert, womit der Anstellwinkel der Klinge 1 auf dem Schleifmittel 3 im Bereich einer gebogenen Schneidenspitze derart angeglichen werden kann, dass der Schneidwinkel über die Schneidenlänge konstant bleibt.
Der Unterschenkel 16 nimmt eine um die Unterschenkellängsachse 19 frei drehbar gelagerte Unterschenkelachse 20 auf, die fußseitig den Klingenhalter trägt. Die Unterschenkelachse 20 ist frei drehbar aber axial gesichert im Unterschenkel 16 des Knies 18 gehalten. Im vorliegenden Fall ist ein Gleitlager skizziert, es ist aber jede geeignete Lagerung möglich. Der Klingenhalter 15 greift über eine Schraubverbindung 21 lösbar an der Unterschenkelachse an. Um ein Festziehen und Lösen der Schraubverbindung zu gestatten ist die Unterschenkelachse mit Ansatzflächen 22 für ein Werkzeug ausgestattet. Das Knie 18 greift ebenfalls über eine Schraubverbindung 21 lösbar an der Führungsstange 12 an.
Das Knie 18 ein Kniegelenk ist, wobei führungsstangenseitig des Kniegelenks ein führungsachsenparalleler Lineartrieb mit einer Führungshülse 23 vorgesehen ist, an die eine Koppel 24 angesetzt ist, die zur Einstellung eines Kniewinkels andernends am Unterschenkel 16 angreift. Zur Einstellung und Fixierung des Kniewinkels sind auf der Führungsstange zwei Rändelmuttern 25, eine unterhalb und die andere Oberhalb der Führungshülse 23 vorgesehen, zwischen denen die Führungshülse 23
an der gewünschten Position geklemmt werden kann.
Der Führungsstange 12 ist auf der dem Knie 18 gegenüberliegenden Seite der Linearführung 11 eine Stützfeder 26 zugeordnet ist, die zwischen dem Teilarm 10
Der Klingenhalter 15 bildet eine senkrecht auf die Unterschenkellängsachse 19 stehende Haltefläche 28 für eine Klingenflanke und einen in Richtung der Unterschenkellängsachse 19 über die Haltefläche 28 vorragenden Anschlag 29 für einen Klingenrücken aus. Der Klingenhalter 15 ist zudem mit wenigstens einem
Haltemagnet 30 zum Halten einer Klinge an der Haltefläche ausgestattet.
Die Schwenkachse 6 und die Gelenkachse 8 weisen vorzugsweise Präzisionskugellager auf, um welche die Teilarme 9, 10 schwenbar gelagert sind.
Die Klinge 1 kann im Klingenhalter 15 um 180° gewendet werden werden, um das Bearbeiten der zweiten Seite der Klinge 1 mit dem selben Klingenhalter 15 zu
ermöglichen.

Claims (1)

  1. (43388) HEL
    Patentansprüche
    1. Vorrichtung zum Schleifen von Klingen (1) umfassend eine Basis (2) mit einem Schleifmittel (3), einen einerends an einem Träger (5) um eine Schwenkachse (6) schwenkverstellbar gelagerten Arm (7) mit wenigstens zwei über eine Gelenkachse (8) gelenkig miteinander verbundenen Teilarmen (9, 10) und eine andernends des Arms (7) vorgesehene Linearführung (11) für eine Führungsstange (12), wobei die Schwenkachse (6), die Gelenkachse (8) und eine Führungsachse (13) der Linearführung (11) zueinander parallel und quer zu einer Schleifebene (14) stehen, die von dem auf der Basis (2) aufruhenden Schleifmittel (3) bestimmt ist, und einen Klingenhalter (15), der an einem Unterschenkel (16) eines, mit seinem Oberschenkel (17) basisseitig der Linearführung (11) an der Führungsstange (12) angesetzten, Knies (18) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (15) gegenüber dem an der Führungsstange (12) angeordneten Knie
    (18) um eine Unterschenkellängsachse (19) frei drehbar gelagert ist.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschenkel (16) eine um die Unterschenkellängsachse (19) frei drehbar gelagerte Unterschenkelachse (20) aufnimmt, die fußseitig den Klingenhalter (15)
    trägt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (15) insbesondere über eine Schraubverbindung lösbar an der Unterschenkelachse (2) angreift.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Knie (18) über eine Schraubverbindung lösbar an der Führungsstange (12) angreift.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsstangenseitig des Kniegelenks ein führungsachsenparalleler Lineartrieb mit einer Führungshülse (23) vorgesehen ist, an die eine Koppel (24) angesetzt ist,
    die zur Einstellung eines Kniewinkels andernends am Unterschenkel (16) angreift.
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsstange (12) auf der dem Knie (18) gegenüberliegenden Seite der Linearführung (11) eine Stützfeder (26) zugeordnet ist, die zwischen dem Teilarm (10) mit der Linearführung (11) und einem an einem in Führungsachsenrichtung
    verstellbaren Anschlag (27) gespannt ist.
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (5) eine von der Basis (2) aufragende Hauptsäule ist, deren
    Hauptachse parallel zur Führungsachse (13) der Führungsstange (12) ist.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (15) wenigstens eine senkrecht auf die Unterschenkellängsachse (19) stehende Haltefläche (28) für eine Klingenflanke und einen in Richtung der Unterschenkellängsachse (19) über die Haltefläche (28) vorragenden Anschlag (29) für einen Klingenrücken ausbildet.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (15) mit wenigstens einem Haltemagnet (30) zum Halten einer Klinge
    an der Haltefläche (28) ausgestattet ist.
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