AT524171A1 - Bidirektionaler Hoch-Tiefsetzsteller mit konstantem Strom am Ein- und Ausgang - Google Patents

Bidirektionaler Hoch-Tiefsetzsteller mit konstantem Strom am Ein- und Ausgang Download PDF

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Abstract

Bidirektionaler Gleichspannungswandler mit hoch- und tiefsetzendem Verhalten und konstantem Strom am Eingang und am Ausgang, bestehend aus einem ersten aktiven Schalter (S1) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, einem zweiten aktiven Schalter (S2) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, die jeweils einen strombidirektionalen Schalter bilden, einem ersten (C1) und einem zweiten Kondensator (C2), einer ersten (L1) und einer zweiten Spule (L2), mit zwei Klemmenpaaren (1 & 2 und 3 & 4) zum Anschalten von Spannungen oder Lasten. Die Schaltverluste des Konverters können durch Parallelschalten von kleinen Kondensatoren zu den aktiven Schaltern und entsprechender Ansteuerung und die Durchlassverluste durch synchrone Gleichrichtung reduziert werden. Der Konverter kann zum Koppeln von Gleichspannungsnetzen, zum Laden und Entladen von Batterien und Superkaps, zum Antrieb von Gleichstrommaschinen und Aktuatoren verwendet werden.

Description

Die Erfindung betrifft einen bidirektionalen Gleichspannungswandler, bestehend aus einem ersten aktiven Schalter (S;) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, einem zweiten aktiven Schalter (S;) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, die jeweils einen strombidirektionalen Schalter bilden, einem ersten (C:) und einem zweiten Kondensator (C,), einer ersten (L;) und einer zweiten Spule (L2), einer ersten positiven (1) und einer zweiten negativen (2) Eingangsklemme, an denen die Eingangsspannung (U:) oder eine Last angeschlossen ist und einer ersten negativen (3) und einer zweiten positiven Ausgangsklemme (4), an denen die Last (R) oder die
Ausgangsspannung (U2) angeschlossen wird.
Die Funktion wird im eingeschwungenen Zustand bei kontinuierlichem Betrieb, mit idealen Bauelementen und Energieflussrichtung von U; zu U; erklärt. Betrachtet man das Schaltbild Fig. 1, so erkennt man, dass der Mittelwert der Spannung an C; gleich der Eingangsspannung ist und dass der
Mittelwert der Spannung an C, gleich der Summe von Eingangs- und Ausgangsspannung ist U =U, U =U+U, .
Aus der Gleichheit der Spannungszeitflächen an L> Ued =|-UCz +Ucil(l-d)=|-U, -U, +Uc[(l-d)
ergibt sich
= Ay. 1-d
Die Spannung an der Spule L; ist, wenn der Kondensator Ci entsprechend groß gewählt wird und
daher nur geringe Schwankungen der Spannung aufweist, praktisch null.
Der Strom durch den Kondensator C; setzt sich immer aus der Differenz der Spulenströme zusammen ie =
Daraus folgt, dass die Mittelwerte der Ströme durch L; und L, gleich groß sein müssen In=In,
Aus dem Ladungsgleichgewicht an C; ergibt sich
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In=11n = TZ 1Ast .
Die Figur (Fig. 1) zeigt den Konverter beispielhaft mit MOSFETs gezeichnet. Natürlich eignet sich die Schaltung auch für IGBTs und für auf neue Technologien (z.B. SiC oder GaN) beruhende Schalter. Von besonderem Interesse ist die Tatsache, dass der Strom sowohl auf der Seite der Eingangsklemmen (1,
2) wie auf der Seite der Ausgangsklemmen (3, 4) konstant ist.
Weiters ist die Bidirektionalität von großer Bedeutung. So kann der Energiefluss von U1 nach U, erfolgen oder von U, nach U;. Damit kann man auch zwei Gleichstromnetze miteinander koppeln oder auf der zweiten Seite (Klemmen 3, 4) Batterien oder Superkaps als Last anschließen und diese laden oder entladen. Die Bidirektionalität ermöglicht auch bei Anschluss einer Gleichstrommaschine
einen Zweiquadrantenbetrieb derselben. Die Anwendung des Konverters in DC Mikrogrids ist daher
sinnvoll,
Selbst wenn nur eine Energieflussrichtung notwendig ist, z. B. bei Solargeneratoren oder Brennstoffzellen, können durch Parallelschaltung des aktiven Schalters zur leitenden Diode, wenn der Spannungsabfall am Schalter geringer ist als an der Diode, die Leitverluste reduziert werden. Dies ist besonders bei der Verwendung von MOSFETs, die ja ein ohmsches Verhalten im Leitzustand aufweisen, der Fall, Auch kann man dann die Schaltverluste reduzieren, da man durch Parallelschaltung von Kondensatoren zu den aktiven Schaltern und entsprechender Ansteuerung ein
Schalten der aktiven Schalter bei null oder bei geringen Spannungen erzielen kann.
Neben der Bidirektionalität wird die hohe Flexibilität des Konverters noch durch das
Spannungsübersetzungsverhältnis, das in beiden Energieflussrichtungen sowohl Hoch- als auch
Tiefsetzen ermöglicht, erreicht.
Die Aufgabe einen bidirektionalen Gleichspannungswandler mit hoch- und tiefsetzendem Verhalten und konstantem Strom am Eingang und am Ausgang zu erzielen, wird erfindungsgemäß dadurch bewerkstelligt, dass der positive Anschluss des ersten aktiven Schalters (S;) an die positive Eingangsklemme (1) und den ersten Anschluss des ersten Kondensators (C1) geschaltet ist, der negative Anschluss des ersten aktiven Schalters (Sı) an den positiven Anschluss des zweiten aktiven Schalters (S2) und den ersten Anschluss der zweiten Spule (L2) geschaltet ist, der erste Anschluss der ersten Spule (L1) an den zweiten Anschluss der zweiten Spule (L2) und den zweiten Anschluss des ersten Kondensators (C;) geschaltet ist, der zweite Anschluss der ersten Spule (L;) an die negative
Eingangsklemme (2) und die positive Ausgangskliemme (4) geschaltet ist, und dass der erste
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Anschluss des zweiten aktiven Schalters (S2) und die negative Ausgangsklemme (3) geschaltet ist.
Um den Einfluss der Induktivität der Zuleitung zu vermeiden wird zwischen der ersten (1) und der
zweiten Eingangsklemme (2) ein Kondensator (Cın) geschaltet.
Um weitere störende parasitäre Induktivitäten zu vermeiden wird die Serienschaltung des ersten (S;)
und des zweiten aktiven Schalters (S2) jeweils in Form eines Halbbrückenmoduls verschaltet.
Die Kondensatoren werden durch Elektrolytkondensatoren mit parallel liegenden Folien- oder
Keramikkondensatoren oder nur durch Folien- oder Keramikkondensatoren realisiert.
Bei Energieflussrichtung von den Eingangsklemmen (1, 2) zu den Ausgangsklemmen (3, 4) wird nur
der erste aktive Schalter (S;) getaktet und der zweite (S2) bleibt gesperrt.
Bei Energieflussrichtung von den Ausgangsklemmen (3, 4) zu den Eingangsklemmen (1, 2) wird nur
der zweite aktive Schalter (S2) getaktet und der erste aktive Schalter (S;) bleibt gesperrt.
Um die Durchlassverluste des Konverters zu vermeiden und auch um den Konverter im kontinuierlichen Mode zu betreiben, wird der erste aktive Schalter (S1) getaktet und der zweite aktive
Schalter (S;) invertiert getaktet.
Um die Schaltverluste des Konverters zu vermeiden werden parallel zu den aktiven Schaltern (S;, Sı)
Kondensatoren zum Erzielen des Schaltens bei null geschaltet.
Der bidirektionale Gleichspannungswandler mit hoch- und tiefsetzendem Verhalten und konstantem Strom am Eingang und am Ausgang, wird zum Koppeln von Gleichspannungsnetzen, zum Laden und
Entladen von Batterien und Superkaps, zum Antrieb von Gleichstrommaschinen und Aktuatoren
verwendet.
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Claims (1)

1. Gleichspannungswandler, bestehend aus einem ersten aktiven Schalter (S;) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, einem zweiten aktiven Schalter (S2) mit Treiberstufe und antiparallel geschalteter Diode, die jeweils einen strombidirektionalen Schalter bilden, einem ersten (C,) und einem zweiten Kondensator (C,), einer ersten (L;) und einer zweiten Spule (L2), einer ersten positiven (1) und einer zweiten negativen (2) Eingangsklemme, an denen die Eingangsspannung (U:) oder eine Last angeschlossen ist und einer ersten negativen (3) und einer zweiten positiven Ausgangsklemme (4), an denen die Last {R) oder die Ausgangsspannung (U2) angeschlossen wird dadurch gekennzeichnet, dass der positive Anschluss des ersten aktiven Schalters (Sı) an die positive Eingangsklemme (1) und den ersten Anschluss des ersten Kondensators (C1) geschaltet ist, der negative Anschluss des ersten aktiven Schalters (S;) an den positiven Anschluss des zweiten aktiven Schalters (S;) und den ersten Anschluss der zweiten Spule (L2) geschaltet ist, der erste Anschluss der ersten Spule (L;) an den zweiten Anschluss der zweiten Spule (L2) und den zweiten Anschluss des ersten Kondensators (C1) geschaltet ist, der zweite Anschluss der ersten Spule (L;) an die negative Eingangsklemme (2) und die positive Ausgangsklemme (4) geschaltet ist, und dass der erste Anschluss des zweiten Kondensators (C,) an den positiven Anschluss des ersten aktiven Schalters (S1) geschaltet ist und dass der zweite Anschluss des zweiten Kondensators (C2) an den negativen Anschluss des zweiten aktiven Schalters (S2) und die negative Ausgangsklemme (3) geschaltet ist.
2. Gleichspannungswandler gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten (1) und der zweiten Eingangsklemme (2) ein Kondensator (Cın) geschaltet ist.
3. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Serienschaltung des ersten (S;) und des zweiten aktiven Schalters (S,) jeweils in Form eines Halbbrückenmoduls verschaltet ist.
4. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoren durch Elektrolytkondensatoren mit parallel liegenden Folien- oder Keramikkondensatoren oder durch Folien- oder Keramikkondensatoren realisiert sind.
5. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass bei Energieflussrichtung von den Eingangsklemmen (1, 2) zu den Ausgangsklemmen (3, 4) nur der erste aktive Schalter (S;) getaktet wird und der zweite (S;) gesperrt bleibt.
6. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass bei Energieflussrichtung von den Ausgangsklemmen (3, 4) zu den Eingangsklemmen (1, 2) nur
der zweite aktive Schalter (S2) getaktet wird und der erste aktive Schalter (S;) gesperrt bleibt.
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8. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu den aktiven Schaltern (S2, Sı) Kondensatoren zum Erzielen des Schaltens bei null geschaltet sind.
9. Gleichspannungswandler gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass er zum Koppeln von Gleichspannungsnetzen, zum Laden und Entladen von Batterien und
Superkaps, zum Antrieb von Gleichstrommaschinen und Aktuatoren verwendet wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
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