AT524400A1 - Schallabsorbierende Lamelle - Google Patents

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Abstract

Es wird eine schallabsorbierende Lamelle aus einer vertikal abhängbaren, an der Oberfläche thermisch verfestigten Vliesplatte (1) mit im Bereich der in der abgehängten Lage oberen Stirnseite (2) vorgesehenen, über deren Länge verteilten Befestigungselementen beschrieben. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass die Befestigungselemente einen in die obere Stirnseite (2) eingesetzten Anker (4) mit einer Einhängeaufnahme (5) aufweisen, die in einer stirnseitigen Aussparung (6) der Vliesplatte (1) beidseitig freigestellt ist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine schallabsorbierende Lamelle aus einer vertikal abhängbaren, an der Oberfläche thermisch verfestigten Vliesplatte mit im Bereich der in der abgehängten Lage oberen Stirnseite vorgesehenen, über deren Länge
verteilten Befestigungselementen.
Um auch als Baffel bekannte, schallabsorbierende Lamellen zu einer von einer Rohdecke abgehängten, schallabsorbierenden Decke fügen zu können, ist es bekannt, eine von der Rohdecke abgehängte Unterkonstruktion vorzusehen, die deckenparallele Seile oder Schienen aufweist, an denen die einzelnen Lamellen befestigt werden. Zu diesem Zweck sind die Lamellen auf ihrer in der abgehängten Lage oberen Stirnseite mit Beschlägen in Form von vorstehenden Haken zum Aufhängen auf den Seilen oder in Form von Führungsaufnahmen für die Schienen versehen. Unabhängig von der Art dieser Beschläge stellt sich die Forderung nach einer ausreichend zugfesten Verbindung zwischen den Beschlägen und den Lamellen. Eine solche zugfeste Verbindung ist jedoch bei Lamellen aus Vliesplatten, die lediglich eine thermisch verfestigte Oberfläche aufweisen, um gute Eigenschaften zur Schallabsorption sicherstellen zu können, schwierig zu erreichen, wenn die Lamellen nicht mit einem die Vliesplatten aufnehmenden Rahmen ausgerüstet werden, an dem diese Beschläge beispielsweise angeschraubt oder angeschweißt werden können. Solche Rahmen erhöhen allerdings das
Lamellengewicht erheblich.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, schallabsorbierende Lamellen aus
Vliesplatten mit einer thermisch verfestigten Oberfläche so auszugestalten, dass sie
Unterkonstruktion aufgehängt werden können.
Ausgehend von einer schallabsorbierenden Lamelle der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Befestigungselemente einen in die obere Stirnseite eingesetzten Anker mit einer Einhängeaufnahme aufweisen, die in einer stimseitigen Aussparung der Vliesplatte beidseitig freigestellt
ist.
Die in der oberen Stirnseite der Vliesplatte eingesetzten Anker bedingen einerseits eine Randversteifung der Vliesplatte und schaffen anderseits die Voraussetzung für eine werkzeuglose, verdeckte Befestigung durch die Einhängeaufnahmen im Bereich stirnseitigen Aussparungen der Vliesplatte, weil durch die dadurch gewährleistete, freie Zugänglichkeit von beiden Seite der Einhängeaufnahmen
Befestigungshaken in diese Einhängeaufnahmen eingehängt werden können.
Als Anker können Ankerplatten zum Einsatz kommen, die in stirnseitige Schlitze der Vliesplatte eingeklebt sind und im Bereich der stirnseitigen Aussparung ein Einhängeloch als Einhängeaufnahme aufweisen. Über die in einer ausreichenden Größe zur Verfügung stehenden Klebeflächen kann eine zuverlässige Lastabtragung von der Lamelle auf die Unterkonstruktion gewährleistet werden. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich in diesem Zusammenhang, wenn die stirnseitigen Schlitze in der Vliesplatte die Ankerplatten vollständig aufnehmen, weil in diesem Fall die der Lamelle zugehörigen Befestigungselemente nicht über die Kontur der Vliesplatte vorstehen. Dies bedeutet einerseits, dass diese Befestigungselemente das optische Erscheinungsbild der Lamellen nicht beeinträchtigen können und dass anderseits eine Beschädigungsgefahr für die Lamellen durch Befestigungselemente bei der Handhabung und beim Transport
mehrerer Lamellen ausgeschlossen werden kann.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsmöglichkeit der Anker besteht darin, die Anker als Schraubwendeln auszubilden, die in erwärmtem Zustand in die obere Stirnseite
der Vliesplatte eingedreht werden und einen Einhängehaken als Einhängeaufnahme
mittels Befestigungshaken, die in die Einhängehaken eingehängt werden.
Eine von einer Rohdecke abgehängte Decke aus erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Lamellen zeichnet sich dadurch aus, dass die schallabsorbierenden Lamellen an Gleitern aufgehängt sind, die entlang abgehängter Schienen einer Unterkonstruktion verschiebbar gelagert sind und durch die Einhängeaufnahmen der Anker geführte Befestigungshaken aufweisen. Die Aufhängung der schallabsorbierenden Lamellen an Gleitern, die in oder auf Schienen verschiebbar gelagert sind, erlaubt nicht nur eine Lamellenverlagerung entlang der Schienen, sondern sichert auch eine spannungsfreie Aufhängung der Lamellen aufgrund eines freien Ausgleichs der durch die Gleiter gegebenen Aufhängepunkte in Verbindung mit dem Einhängespiel der Befestigungshaken in
den Einhängeaufnahmen der Anker.
Vorteilhafte Handhabungsbedingungen ergeben sich, wenn die Gleiter einen in einer hinterschnittenen Längsnut der Schienen geführten Drahtbügel aufweisen, der mit einem aus der Längsnut vorstehenden Schenkel den Befestigungshaken bildet und sich mit einem gegenüberliegenden Klemmschenkel am Boden der Längsnut abstützt. Mit dem am Nutboden federnd anliegenden Klemmschenkel der einstückig aus einem Federstahldraht geformten Gleiter wird die jeweilige Gleiterlage in Bezug auf die den Gleiter aufnehmende Schiene kraftschlüssig festgelegt und kann daher
auch ohne Werkzeugeinsatz wieder geändert werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße schallabsorbierende Lamelle in einer Seitenansicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie Ill-III der Fig. 2,
Fig. 4 eine stirnseitige Draufsicht auf die Lamelle ausschnittsweise im Bereich einer Ankerplatte in einem größeren Maßstab und
Fig.5 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer Ausführungsvariante.
Eine erfindungsgemäße schallabsorbierende Lamelle umfasst eine Vliesplatte 1 aus thermoplastischen Kunststofffasern, die im Bereich der Plattenoberfläche thermisch verfestigt sind, sodass trotz der dadurch erreichten Formstabilität eine gute Schallabsorption sichergestellt werden kann. Zum vertikalen Abhängen weist diese Vliesplatte 1 auf der in Bezug auf die Gebrauchslage oberen Stirnseite 2 in Lamellenlängsrichtung verlaufende Schlitze 3 auf, in die Anker 4 in Form einer Ankerplatte 4a eingeklebt sind. Die Ankerplatten 4a, die vorzugsweise mit der Stirnseite 2 der Vliesplatte 1 bündig abschließen, sind mit einer Einhängeaufnahme 5 versehen, die sich im Bereich einer stirnseitigen, beispielsweise durch eine Ausfräsung hergestellten Aussparung 6 der Vliesplatte 1 befindet. Die als Einhängeloch 5a ausgebildete Einhängeaufnahme 5 ist somit zum Einführen eines
Befestigungshakens 7 von beiden Seiten frei zugänglich.
Mithilfe von in die Einhängelöcher 5a einhängbaren Befestigungshaken 7 lassen sich die schallabsorbierenden Lamellen in einfacher Weise von einer Rohdecke vertikal abhängend befestigen, insbesondere auf einer Unterkonstruktion, die Seile
oder Schienen zum Aufhängen der Lamellen umfasst.
In den Fig. 2 und 3 ist eine Unterkonstruktion mit Schienen 8 dargestellt, die mithilfe von Abhängern 9 an einer Rohdecke montiert sind und quer zu den schallabsorbierenden Lamellen verlaufen. Die Schienen 8 sind mit hinterschnittenen Längsnuten 10 ausgebildet, in denen Gleiter 11 verschiebbar gelagert sind, die die
Befestigungshaken 7 tragen. Der gegenseitige Abstand der in Längsrichtung der
der Gleiter 11 verändert werden.
Die Gleiter 11 können vorteilhaft aus einem in der hinterschnittenen Längsnut 10 geführten Drahtbügel 12 aus Federstahl geformt sein, wobei das eine Ende dieses Drahtbügels 12 durch einen aus der Längsnut 10 vorstehenden Schenkel 13 verlängert ist, der an seinem freien Ende den Befestigungshaken 7 bildet. Auf der gegenüberliegenden Seite ist an den Drahtbügel 12 ein Klemmschenkel 14 angeformt, der sich mit Vorspannung an den Boden 15 der Längsnut 10 anlegt. Der dadurch bedingte Kraftschluss zwischen der Schiene 8 und den Gleitern 11 sichert die jeweilige Verschiebelage der Gleiter 11, ohne die Verschiebbarkeit zu
gefährden.
Die Ausführungsform nach der Fig. 5 unterscheidet sich von den Lamellen nach den Fig. 1 bis 4 lediglich durch die Ausbildung der Anker 4. Die Anker 4 weisen nämlich nicht Plattenform auf, sondern sind als Schraubwendel 4b ausgeführt, die in einem erwärmten Zustand in die Stirnseite 2 der Vliesplatte 1 eingedreht wird, um aufgrund der thermoplastischen Eigenschaften der Vliesfasern einen sicheren Halt der Anker 4 in der Vliesplatte 1 zu erreichen. Der die Einhängeaufnahme 5 bildende Einhängehaken 5b am Ende der Schraubwendeln 4b kommt nach dem Eindrehen in die Stirnseite 2 der Vliesplatte 1 im Bereich der Aussparung 6 zu liegen und ist
daher zum Einhängen eines Befestigungshakens 7 von beiden Seiten frei zugängig.

Claims (1)

  1. (43581) II
    Patentansprüche
    1. Schallabsorbierende Lamelle aus einer vertikal abhängbaren, an der Oberfläche thermisch verfestigten Vliesplatte (1) mit im Bereich der in der abgehängten Lage oberen Stirnseite (2) vorgesehenen, über deren Länge verteilten Befestigungselementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente einen in die obere Stirnseite (2) eingesetzten Anker (4) mit einer Einhängeaufnahme (5) aufweisen, die in einer stirnseitigen Aussparung (6) der Vliesplatte (1) beidseitig
    freigestellt ist.
    2. Schallabsorbierende Lamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anker (4) eine in einen stirnseitigen Schlitz (3) der Vliesplatte (1) eingeklebte Ankerplatte (4a) mit einem Einhängeloch (5a) als Einhängeaufnahme (5) bilden.
    3. Schallabsorbierende Lamelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Schlitze (3) in der Vliesplatte (1) die Ankerplatten (4a)
    vollständig aufnehmen.
    4. Schallabsorbierende Lamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anker (4) eine in erwärmtem Zustand in die obere Stirnseite (2) eingedrehte Schraubwendel (4b) mit einem Einhängehaken (5b) als
    Einhängeaufnahme (5) bilden.
    5. Schallabsorbierende Lamelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Ausnehmung (6) den Einhängehaken (5b) vollständig
    aufnimmt.
    aufweisen.
    7. Abgehängte Decke nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleiter (11) einen in einer hinterschnittenen Längsnut (10) der Schienen (8) geführten Drahtbügel (12) aufweisen, der mit einem aus der Längsnut (8) vorstehenden Schenkel (13) den Befestigungshaken (7) bildet und sich mit einem gegenüberliegenden Klemmschenkel (14) am Boden (15) der Längsnut (10)
    abstützt.
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Non-Patent Citations (1)

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Title
Knauf AMF GmbH & Co. KG. AMF THERMATEX Produktkatalog. Juli 2020, [online], [aufgefunden am 2021-06-08]. Aufgefunden auf <https://www.knaufamf.com/wmv/?id=15345>. *

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