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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befestigung von Unterkonstruktionen beliebigen Materials, bevorzugt jedoch von Holzlatten oder Metallprofilen, zur nachträglichen Verkleidung einer Decke oder Wand, durch zum Beispiel eine abgehängte Decke oder Vorsatzschale, gebildet durch einen etwa U-förmig gebogenen Abstandsbügel, an dessen beiden parallelen Schenkeln die zu beabstandeten Verkleidungselemente über eine Holzlatte oder ein Metallprofil befestigt werden, wobei weiters im Bereich einer Basisplatte zwischen den beiden Schenkeln wenigstens eine Befestigungsausnehmung ausgebildet ist, um eine ortsfeste Verankerung mit dem tragenden Verankerungsgrund zu ermöglichen.
Ausführungen dieser Art sind unter anderem aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 83 10 266. 3 bekannt.
Herkömmliche derartige Vorrichtungen werden in einer Reihe und in einem bestimmten Abstand zueinander am tragenden Verankerungsgrund ortsfest befestigt.
Üblicherweise sind Abstandsbügel der genannten Art so ausgebildet, dass die Befestigungsausnehmung in ihrer Basisplatte entweder die Form eines Langlochs aufweist, welches es ermöglicht, innerhalb gewisser Toleranzen eine oder gegebenenfalls auch mehrere Befestigungsmittel anzubringen, oder aber als einfache Bohrung ausgebildet ist.
Einfache Bohrungen haben den Nachteil, dass die Position der Löcher bzw. der Dübel im Verankerungsgrund exakt stimmen müssen, da ein Verschieben quer zum Verlauf der Längsrichtung der Unterkonstruktion nicht mehr möglich ist.
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Sollte aber zum Beispiel eine Vormontage der Bügel an der Unterkonstruktion erfolgen, sind Abstandsbügel bekannt, an welchen seitlich der Basisplatte ausserhalb der Schenkel Laschen mit zusätzlichen Befestigungsausnehmungen angeordnet sind. Hierdurch ist es möglich, an die in diesen Laschen ausgebildeten Befestigungsausnehmungen heranzukommen, auch wenn der Bereich des U-Bodens nur schwer zugänglich ist.
Lösungen dieser Art haben den erheblichen Nachteil, dass der für die Ausbildung der Laschen notwendige Materialbedarf auf Kosten der Stabilität des gesamten Bauteiles geht. Weiters wird der Bügel durch das notwendige Vor- bzw. Freistanzen zusätzlich geschwächt.
Eine Verwendung bei Wandverkleidungen ist deshalb kaum möglich.
Ausführungen dieser Art sind unter anderem aus der Patentanmeldung DE 42 34 648 Al (ident mit dem Gebrauchsmuster DE 92 00 731U) bekannt.
Zwischen den beiden parallelen Schenkeln des Abstandsbügels verläuft also die Unterkonstruktion (bevorzugt Holzlatten oder Metallprofile). Die Schenkel umgreifen demnach die Seitenflächen der Unterkonstruktion, welche beliebig weit bzw. hoch in den Bügel einschiebbar ist.
Die Schenkel weisen eine Mehrzahl von Befestigungsausnehmungen auf, um eventuelle Unregelmässigkeiten des tragenden Verankerungsgrundes auszugleichen.
Je nach den individuellen Gegebenheiten und Erfordernissen wird mit Befestigungsmitteln wie Nägel, Schrauben oder Nieten der Abstandsbügel mit der Unterkonstruktion verbunden.
In der Regel sind die Schenkel solcher Vorrichtungen mit Sollknick- beziehungsweise Sollbruchstellen versehen, um deren Länge anzupassen, so dass die Enden der Schenkel nicht nach unten über die an den Abstandsbügeln fixierte Unterkonstruktion hinausragen, da dadurch die üblicherweise nachfolgende Montage der Verkleidungselemente an der Unterkonstruktion behindert werden würde.
Sind Sollknickstellen dieser Art über die gesamte Länge der beiden parallelen Schenkel angebracht, schwächen sie den Abstandsbügel wesentlich. Dies führt oftmals zum unbeabsichtigten Verbiegen desselben.
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Häufig ist es erwünscht, dass in dem zwischen dem Verankerungsgrund und den Verkleidungselementen gebildeten Hohlraum Dämmstoffplatten, -matten oder dergleichen als Isoliermittel eingebracht werden.
Um bei der Montage der Isoliermittel, insbesondere bei der Anordnung an Gebäudedecken das selbständige Herunterrutschen des Dämmstoffs zu vermeiden, sind Abstandsbügel bekannt, an deren Schenkel Krallen angeformt sind, die über die Aussenfläche der Schenkel vorragen. Dadurch ist zumindest vorläufig der Dämmstoff in seiner Lage gesichert, bis durch das Anbringen der Unterkonstruktion und der Verkleidungselemente das Herabrutschen endgültig verhindert wird.
Das für die Ausbildung der Krallen notwendige Vor- bzw. Freistanzen sowie der Materialanteil der Kralle selbst schwächen die beiden Schenkel zusätzlich.
Ausführungen dieser Art sind unter anderem aus dem Schutzrecht DE 295 04 310 U1 bekannt.
Um im heutigen modernen Wohnbau den Schallschutzanforderungen gerecht zu werden, sind Abstandsbügel bekannt, welche durch ihre spezielle, ausgebauchte Ausbildung im Übergangsbereich zwischen Basisplatte und Schenkel die auftretenden Schwingungen nicht statisch, wie dies bei normalen Umbügen der Fall ist, sondern absorbierend bzw. schwingungsdämpfend an den angrenzenden Bauteil weitergeben.
Eine weitere Ausführungsvariante stellt das Einbringen von Kunststoffen (bevorzugt Gummi oder andere schwingungsdämpfende Materialien) zwischen der Basisplatte und dem Verankerungsgrund dar.
Durch diese zusätzlichen Bauteile ist der Material- sowie der Montageaufwand höher.
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Die eingangs genannten Detaillösungen konnten durch die nachstehenden Umstände nicht in einer einzigen Ausführungsvariante verwirklicht werden. Vielmehr stellt jede Einzellösung für sich ein eigenes Produkt dar.
Die zum Erreichen der beabsichtigten Vorteile getroffenen Massnahmen gehen vielfach auf Kosten der Festigkeit und der Stabilität. Speziell im Deckenbereich sind die meist genormten Mindestanforderungen nur durch erhöhten Aufwand zu erreichen..
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass alle bekannten Vorzüge verschiedener Lösungsansätze, in einer anderen, optimierten und sinnvollen Ausführungsform, sowie die weiteren neuen Detaillösungen in einem Produkt vereint sind, und darüber hinaus die Festigkeit beziehungsweise die Tragfähigkeit des Abstandsbügels entscheidend erhöht wird.
Dadurch werden alle logistischen und verwaltungstechnischen Kosten aufeinen Bauteil minimiert, aber dabei dessen Verwendbarkeit noch erweitert.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass grundsätzlich alle Befestigungsdurchbrüche zur Montage direkt in der Bodenplatte des Abstandsbügels angeordnet sind. Dadurch werden die über die beiden Schenkel eingebrachten Kräfte direkt in den tragenden Verankerungsgrund abgeleitet ohne den Abstandsbügel zu schwächen.
Weiters sind alle Durchbrüche zur Verschraubung als Langloch ausgebildet und mit speziellen Prägungen versehen. Die Langlochform erlaubt, dass die Position der Löcher bzw. der Dübel des Verankerungsgrunds nicht exakt stimmen muss, da ein Verschieben normal zum Verlauf der Unterkonstruktion innerhalb gewisser Toleranzen noch möglich ist.
Die speziellen Prägungen gewährleisten selbst bei der Verwendung von Senkkopfschrauben (z. B. Spanplattenschrauben) optimalen Halt.
Die am Übergangsbereich zwischen Bodenplatte und den seitlichen Schenkeln angeordneten Durchbrüche sind als tiefgezogene Öse ausgebildet, um die Schenkel keinesfalls zu schwächen, sondern gegebenenfalls noch zu verstärken. Diese Durchbrüche erlauben eine ungehinderte Montage des Abstandsbügels selbst bei eventuell vormontierter Unterkonstruktion (Schiene, Holzlatte).
Durch die oben erwähnte vorteilhafte Ausbildung ist der Abstandsbügel bereits um vieles stabiler. Zusätzlich sind in der Bodenplatte beidseitig der Befestigungsdurchbrüche durchgängige Versteifungssicken vorgesehen, die die Tragfähigkeit und Verwindungssteifigkeit des gesamten Abstandsbügels nochmals deutlich verbessern.
Die Schenkel weisen eine Mehrzahl von Befestigungslöchern auf, um eventuelle Unregelmässigkeiten des tragenden Verankerungsgrundes auszugleichen.
Zusätzlich sind eine Reihe von Langlöchern vorgesehen, die eine Vormontage der Unterkonstruktion erlauben, jedoch vor dem endgültigen Fixieren, zum Beispiel mittels Schraube, ein Einnivellieren der Unterkonstruktion innerhalb gewisser Toleranzen noch zulassen.
Je nach den individuellen Gegebenheiten und Erfordernissen wird danach mit Befestigungsmitteln wie Nägel, Schrauben oder Nieten der Abstandsbügel mit der Unterkonstruktion dauerhaft verbunden.
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Die Enden der beiden Schenkel sind mit einigen Sollknick- beziehungsweise Sollbruchstellen versehen, um deren Länge so anzupassen, dass die Enden der Schenkel nicht über die an den Abstandsbügeln fixierte Unterkonstruktion hinausragen, sollte diese höher in den Abstandsbügel eingeschoben werden müssen. Die überstehenden Schenkel würden die üblicherweise nachfolgende Montage der Verkleidungselemente an der Unterkonstruktion behindern.
Diese Sollknickstellen sind nur am Ende, im Anschluss an die beiden seitlich auslaufenden Versteifungssicken angeordnet. Dadurch bleibt auch bei der maximal möglichen Distanz zwischen Bodenplatte und Unterkonstruktion ausreichende Stabilität der gesamten Konstruktion gewahrt.
Im anderen Extremfall, wenn also die Unterkonstruktion weiter nach innen bzw. oben geschoben werden müsste als die Sollknickstellen ein Wegbiegen der Schenkel erlauben, kommt einfach der nächst kleinere Abstandsbügel zum Einsatz.
Um bei der eventuell nachfolgenden Montage von Isoliermitteln, also Dämmstoffplatten,-matten oder dergleichen, insbesondere bei der Anordnung an Gebäudedecken das selbständige Herunterrutschen des Dämmstoffs zu vermeiden, sind im Anschluss an die beiden seitlich auslaufenden Versteifungssicken Haltezähne bzw.
Haltesägezähne vorgesehen. Diese begünstigen einerseits in Abstimmung mit den Sollknickstellen ein Umbiegen der Schenkel.
Andererseits ist zumindest vorläufig der Dämmstoff in seiner Lage gesichert, bis durch das Anbringen der Unterkonstruktion und der Verkleidungselemente das Herabrutschen endgültig verhindert wird.
Um das Montieren des Dämmstoffes zu erleichtern, sind die Enden der beiden Schenkel im wesentlichen spitz ausgebildet, so dass sie sich leichter durch das Dämmstoffinaterial drücken lassen, da die Spitzen das Material aufschneiden und teilweise verdrängen.
Nach der Verdrängung des Dämmstoffes möchte dieser in seine ursprüngliche Form zurückkehren, und bleibt dadurch an den Haltesägezähnen hängen.
Durch die spezielle, ausgebauchte Ausbildung im Übergangsbereich zwischen Basisplatte und Schenkel der Abstandsbügel werden die möglicherweise auftretenden Schwingungen nicht statisch, wie dies bei normalen Umbügen der Fall ist, sondern absorbierend bzw. schwingungsdämpfend an den angrenzenden Bauteil weitergeben.
Diese Art der Ausbauchung stellt eine kostengünstige, aber dennoch zufriedenstellende Lösung dar.
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Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben.
Dabei zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemässen Abstandsbügel in perspektivischer Darstellung,
Blickrichtung von Oben
Fig. 2 einen erfindungsgemässen Abstandsbügel in perspektivischer Darstellung,
Blickrichtung von Unten, mit eingeschobener Unterkonstruktion.
Fig. 3 einen erfindungsgemässen Abstandsbügel, an der Decke montiert, in Vorderansicht
Fig. 4 einen erfindungsgemässen Abstandsbügel, an der Decke montiert, in Seitenansicht Der erfmdungsgemässe Abstandsbügel (1) wird grundsätzlich in einer Reihe entlang der Unterkonstruktion (15) und in einem bestimmten Abstand zueinander am Verankerungsgrund (13) dauerhaft befestigt. Die Anzahl sowie die Position der einzelnen Befestigungspunkte beziehungsweise Abstandsbügel (1) ist nach den Vorgaben der Verkleidungselementehersteller festzulegen.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Abstandsbügel (1) in perspektivischer Darstellung, Blickrichtung von Oben.
Speziell in dieser Darstellung sind die als Langloch ausgeführten Befestigungsdurchbrüche (2) sehr gut sichtbar. Speziell diese Langlochform erlaubt, dass die
Position der Befestigungslöcher bzw. der Dübel des Verankerungsgrunds (13) nicht exakt stimmen müssen, da ein Verschieben des Abstandsbügel (1) normal zum Verlauf der Unterkonstruktion (15) innerhalb gewisser Toleranzen noch möglich ist.
Weiters ist dargestellt, dass sich die Befestigungsdurchbrüche (2) zwischen den
Versteifungssicken (3) und direkt im Bereich der Bodenplatte (16) befinden.
Die Versteifungssicken (3) selbst erstrecken sich über die gesamte Länge der
Bodenplatte (16), um dem Abstandsbügel (1) somit in jeder Montagesituation ausreichend
Stabilität zu verleihen.
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Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemässen Abstandsbügel (1) in perspektivischer Darstellung, Blickrichtung von Unten, mit eingeschobener Unterkonstruktion (15).
Sollen die Befestigungsdurchbrüche (2) durch die eventuell bereits erfolgte Vormontage der Unterkonstruktion (15) nicht wie üblich zwischen den beiden Schenkeln (7) zugänglich sein, so erlauben die in der Ausbauchung (8) angeordneten Durchbrüche (9) dennoch die ungehinderte Montage des Abstandsbügels (1).
Um die Stabilität des gesamten Abstandsbügels (1) weiter zu erhöhen, sind die Durchbrüche (9) als tiefgezogene Öse (11) ausgeformt.
Weiters zeigt Fig. 2 die speziellen Prägungen (12), welche selbst bei der Verwendung von Senkkopfschrauben (z. B. Spanplattenschrauben) optimalen Halt gewährleisten, da sie ein Aufweiten der Befestigungsdurchbrüche (2), und somit das Durchrutschen der Befestigungsschraube zuverlässig vermeiden.
In beiden Schenkeln (7) befinden sich eine Reihe von Langlöchern (5), durch welche eine Fixierung der Unterkonstruktion (15) am Abstandsbügel (1) mittels Schraube möglich ist.
Dies geschieht vorteilhafterweise nur bei den am Ende der Unterkonstruktion (15) gelegenen Abstandsbügeln (1). Dadurch ist vor der endgültigen Montage durch Befestigungslöcher (4) das Ausrichten der Unterkonstruktion (15) über die Länge des Langloches (5) noch möglich.
Die beiden Schenkel (7) weisen weiters eine Mehrzahl von Befestigungslöchern (4) auf.
Je nach der endgültigen Lage der Unterkonstruktion (15) wird durch sie mittels geeigneter Befestigungsmittel (14) die Unterkonstruktion (15) an allen Abstandsbügeln (1) befestigt.
Die geringfügigen Stabilitätseinbussen durch die Vielzahl der Durchbrüche (4,5) wird durch die Anordnung der seitlichen Versteifungssicken (10) mehr als ausreichend kompensiert.
Sollte die Unterkonstruktion (15) so hoch zwischen die beiden Schenkel (7) eingeschoben werden müssen, dass die beiden Schenkel (7) über die Unterkonstruktion hinausragen, werden diese an den dafür vorgesehenen Sollknickstellen (6) um die üblicherweise nachfolgende Montage der Verkleidungselemente (18) nicht zu behindern.
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Fig. 3 zeigt einen erfindungsgemässen Abstandsbügel, an der Decke montiert, in Vorderansicht. Die über die Verkleidungselemente (18) eingebrachten Schwingungen werden durch die Ausbauchungen (8) absorbierend bzw. gedämpft in den Verankerungsgrund (13) weitergeleitet.
Werden Dämmstoffplatten,-matten oder dergleichen eingesetzt, sind im Anschluss an die beiden seitlich auslaufenden Versteifungssicken (10) Haltezähne (17) vorgesehen.
Dadurch ist zumindest vorläufig der Dämmstoff in seiner Lage gesichert, bis durch das Anbringen der Unterkonstruktion (15) und der Verkleidungselemente (18) das Herabrutschen endgültig verhindert wird.
Um das Montieren des Dämmstoffes zu erleichtern, sind die Enden der beiden Schenkel (7) im wesentlichen spitz ausgebildet, so dass sie sich leichter durch das Gewebe des Dämmstoffes drücken lassen, da die Spitzen (19) das Gewebe aufschneiden.