AT524807A2 - Balkon- oder Terrassenelement mit einer Entwässerungseinrichtung, Entwässerungseinrichtung für ein solches Balkon- oder Terrassenelement sowie Herstellungsverfahren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Balkon- oder Terrassenelement mit oder aus einer Betonplatte und einer Entwässerungseinrichtung (1), die einen Rohrabschnitt (10), der sich durch die Betonplatte erstreckt, und einen Rinnenabschnitt (20) aufweist, der sich entlang einer Oberfläche der Betonplatte erstreckt und mit dem Rohrabschnitt (10) fest verbunden ist, wobei der Rinnenabschnitt (20) in die Betonplatte eingebettet und in der Betonplatte formschlüssig verankert ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Entwässerungseinrichtung für ein solches Balkon- oder Terrassenelement sowie ein Herstellungsverfahren.
Description
Die Erfindung betrifft ein Balkon- oder Terrassenelement mit oder aus einer Betonplatte und einer Entwässerungseinrichtung. Ferner betrifft die Erfindung eine Entwässerungseinrichtung für ein Balkon- oder
Terrassenelement sowie ein Herstellungsverfahren.
Balkon- oder Terrassenplatten werden üblicherweise werksseitig als Betonfertigteile vorgefertigt. Um eine Entwässerung des Betonfertigteils zu ermöglichen, ist es bislang üblich, eine Entwässerungsrinne direkt in die Balkon- oder Terrassenplatte einzugießen. Dazu wird im Herstellungsprozess eine Verschalung, beispielsweise aus Holz eingelegt, so dass beim Gießen des Betons ein Raum innerhalb der Verschalung nicht mit Beton befüllt wird. Sobald der Beton ausgehärtet ist, wird die Verschalung
entfernt, so dass eine betongegossene Rinne verbleibt.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Ablaufrohre direkt in eine Betonplatte einzugießen. DE 2 351 200 Al zeigt beispielsweise ein solches Ablaufrohr, das in eine Balkonplatte eingegossen ist. Da sich das Ablaufrohr durch die gesamte Betonplatte hindurch erstreckt, ist eine Verankerung des Ablaufrohrs einfach herstellbar. Der Zulauf zu dem Ablaufrohr erfolgt jedoch weiterhin entweder über ein Gefälle in der Betonplatte oder über eine Rinne. Sowohl die Herstellung eins Gefälles, als auch die Bildung einer Rille sind bei der Herstellung von Betonfertigteilen jedoch
aufwändig.
Die bekannten Betonrinnen, die durch eine Verschalung im Herstellungsprozess erzeugt werden und im Wesentlichen eine Vertiefung im ausgehärteten Beton bilden, haben neben der
aufwändigen Herstellung den weiteren Nachteil, dass das
Entwässerungsleistung führen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht folglich darin, ein Balkon- oder Terrassenelement anzugeben, das einfach herzustellen ist und eine verbesserte, dauerhafte Entwässerungsleistung bietet. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, eine Entwässerungseinrichtung für ein solches Balkon- oder Terrassenelement sowie ein
Herstellungsverfahren anzugeben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe im Hinblick auf das Balkon- oder Terrassenelement durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1, im Hinblick auf die Entwässerungseinrichtung durch den Gegenstand des Patentanspruchs 9 und im Hinblick auf das Herstellungsverfahren durch den Gegenstand des
Patentanspruchs 10 gelöst.
Konkret beruht die Erfindung auf dem Gedanken, ein Balkonoder Terrassenelement mit oder aus einer Betonplatte und einer Entwässerungseinrichtung anzugeben, wobei die Entwässerungseinrichtung einen Rohrabschnitt und einen Rinnenabschnitt aufweist. Der Rohrabschnitt erstreckt sich durch die Betonplatte hindurch. Der Rinnenabschnitt erstreckt sich entlang einer Oberfläche der Betonplatte und
ist mit dem Rohrabschnitt fest verbunden, wobei der
Betonplatte formschlüssig verankert ist.
Das erfindungsgemäße Balkon- oder Terrassenelement kann die Betonplatte und die Entwässerungseinrichtung aufweisen, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass weitere Bauteile das Balkon- oder Terrassenelement bilden. Es ist allerdings auch möglich, dass das Balkon- oder Terrassenelement aus der Betonplatte und der Entwässerungseinrichtung, insbesondere nur aus diesen beiden Bauteilen bzw. Baugruppen, besteht. Das Balkon- oder Terrassenelement kann in allen Fällen ein Betonfertigbauteil bilden, insbesondere eine
Fertigbetonplatte mit integrierter Entwässerungseinrichtung.
Die Erfindung geht auf die Idee zurück, eine zunächst separate Entwässerungseinrichtung vorzusehen, die unmittelbar im Prozess des Betongießens in die Betonplatte eingebracht wird. Die Entwässerungseinrichtung wird auf diese Weise integraler Bestandteil des Balkon- oder Terrassenelements. So kann bei der Herstellung auf eine aufwändige Verschalung zur Freihaltung einer Betonrinne verzichtet werden. Der Arbeitsaufwand wird dadurch erheblich reduziert, da lediglich die Entwässerungseinrichtung in die Außenverschalung der Betonplatte eingesetzt wird, bevor der Beton in die Außenverschalung gegossen wird. Der Rinnenabschnitt wird dabei formschlüssig mit der Betonplatte verbunden und sichert so dauerhaft eine gute Entwässerung. Da der Rinnenabschnitt nach dem Aushärten des Betons in der Betonplatte verbleibt, werden Nachbearbeitungsschritte nach dem Gießen des Betons vermieden. Im Stand der Technik ist es bislang so, dass nach dem Aushärten des Betons die Verschalung für die Beton-Entwässerungsrinne entfernt werden muss. Dieser Arbeitsschritt entfällt, wodurch sich die
Herstellungskosten für das erfindungsgemäße Balkon- oder
reduzieren.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Rinnenabschnitt eine U-förmige Querschnittskontur mit einem Boden und zwei Schenkeln aufweist, wobei an den Schenkeln jeweils wenigstens ein Verankerungselement zur formschlüssigen Einbettung in die Betonplatte angeordnet ist. Die Entwässerungseinrichtung ist vorzugsweise so in der Betonplatte ausgerichtet, dass der Boden des Rinnenabschnitts parallel zu einer Oberfläche der Betonplatte verläuft. Die Schenkel können im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Boden ausgerichtet sein. Die an den Schenkeln angeordneten Verankerungselemente dringen vorzugsweise tief in die Betonplatte ein, wodurch sich eine sichere Befestigung der Entwässerungseinrichtung in der Betonplatte ergibt. Insofern sorgen die Verankerungselemente für eine feste Verbindung zwischen dem Rinnenabschnitt und der Betonplatte, die sich anderweitig nicht einstellen würde, da Beton und beispielsweise Edelstahl keine
Verbindung miteinander eingehen.
Konkret kann das Verankerungselement durch einen Flansch mit Durchgangsöffnungen gebildet sein, wobei das Material der Betonplatte die Durchgangsöffnungen zur formschlüssigen Verankerung durchdringt. Mit anderen Worten fließt der Beton zum Gießen der Betonplatte zwischen die Durchgangsöffnungen und bildet so nach dem Aushärten eine feste Struktur, die den Flansch formschlüssig hält. Zusätzlich liegt eine kraftschlüssige Haltekomponente vor, die Jedoch im Vergleich
zum Formschluss vernachlässigbar ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, dass der Rinnenabschnitt, insbesondere
gebogen ist.
Der Rohrabschnitt ist mit dem Boden des Rinnenabschnitts vorzugsweise fest, insbesondere unl6ösbar, verbunden. Die Verbindung kann beispielsweise durch eine Schweißnaht erfolgen. Ebenso ist eine einstückige Verbindung bzw. eine monolithische Ausbildung von Rohrabschnitt und Rinnenabschnitt denkbar. Auch daraus ergibt sich eine
besonders gute Dichtigkeit der Entwässerungseinrichtung.
Der Rohrabschnitt kann außerdem ein Hülsrohr und ein Innenrohr aufweisen, wobei das Innenrohr einen Anschlussstutzen für eine Rohrmuffe eines Rohrleitungssystems aufweist. Das Hülsrohr umgibt somit das Innenrohr und schützt es vor Verschmutzung während des Herstellungsverfahrens. Beim Gießen des Betons der Betonplatte wird somit das Hülsrohr vom Beton umschlossen, wobei das Hülsrohr gleichzeitig verhindert, dass flüssiger Beton an das Innenrohr gelangt. Somit bleibt das Innenrohr frei und kann gut zum Anschluss von Rohrmuffen genutzt werden, um das Balkon- oder Terrassenelement zur weiteren Bewässerung beispielsweise mit einem Rohrleitungssystem zu
verbinden.
Die Entwässerungseinrichtung kann bei der Erfindung außerdem
einen Rost aufweisen, der formschlüssig in den
Rinnenabschnitt einsetzbar ist. Der Rost deckt somit den
Betonplatte fluchtet.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Entwässerungseinrichtung, insbesondere zumindest der Rohrabschnitt und der Rinnenabschnitt, aus Metall gebildet sind. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Edelstahl als Material für die Entwässerungseinrichtung, insbesondere den Rohrabschnitt und den Rinnenabschnitt. Der Rost weist vorzugsweise
dasselbe Material wie der Rinnenabschnitt auf.
Gemäß einem nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist eine Entwässerungseinrichtung für ein Balkon- oder Terrassenelement, insbesondere für ein zuvor beschriebenes Balkon- oder Terrassenelement, vorgesehen, wobei die Entwässerungseinrichtung einen Rohrabschnitt und einen Rinnenabschnitt aufweist, und wobei der Rinnenabschnitt Verankerungselemente mit Durchgangsöffnungen zur formschlüssigen Einbettung in eine Betonplatte des Balkon-
oder Terrassenelements aufweist.
Entwässerungseinrichtung.
Ein weiterer nebengeordneter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Balkon- oder
Terrassenelements, insbesondere eines zuvor beschriebenen Balkon- oder Terrassenelements. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird
- eine Verschalung zum Gießen einer Betonplatte bereitgestellt;
- eine Entwässerungseinrichtung, insbesondere eine zuvor beschriebene Entwässerungseinrichtung, in die Verschalung so eingelegt, dass ein Rohrabschnitt der Entwässerungseinrichtung über die Verschalung vorsteht; und
- Beton in die Verschalung so eingegossen, dass der Beton mit Verankerungselementen der Entwässerungseinrichtung
beim Aushärten eine formschlüssige Verbindung eingeht.
Mit dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren werden Beton- und Terrassenplatten bereitgestellt, die eine gute Entwässerungsleistung erreichen, deren Entwässerungseinrichtung einen Rinnenabschnitt aufweist, der durch einen Rost abdeckbar ist, um eine Bodengleichheit auf der Beton- oder Terrassenplatte herzustellen und die auf zusätzliche Verschalungen und entsprechende Arbeitsschritte verzichtet. Der Herstellungsprozess wird damit
kosteneffizient verbessert.
Um zu verhindern, dass beim Gießen von Beton in den
Rohrabschnitt Beton eindringt, kann vorgesehen, dass vor dem
werden.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Entwässerungseinrichtung für ein erfindungsgemäßes Beton- oder Terrassenelement nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel; und
Fig. 2 eine Schnittansicht der Entwässerungseinrichtung gemäß Fig. 1 entlang der Längsachse des Rohrabschnitts;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Entwässerungseinrichtung nach Fig. 3 von unten, wobei das Hülsrohr ausgeblendet ist;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer Entwässerungseinrichtung für ein erfindungsgemäßes Beton- oder Terrassenelement nach einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei der Rohrabschnitt mit einer Schalungsglocke versehen
ist; und
der Schalungsglocke.
In Fig. 1 ist eine Entwässerungseinrichtung 1 gezeigt, die einen Rohrabschnitt 10 und einen Rinnenabschnitt 20 aufweist. Der Rohrabschnitt 10 und der Rinnenabschnitt 20 sind fest miteinander verbunden. Der Rohrabschnitt 10 ist an einem Längsende des Rinnenabschnitts 20 angeordnet. Eine andere Anordnung ist je nach Anwendungsfall möglich. Beispielsweise kann der Rohrabschnitt 10 auch in einem
mittleren Bereich des Rinnenabschnitts 20 angeordnet sein.
Der Rinnenabschnitt 20 weist, wie in Fig. 2 erkennbar ist, einen Boden 21 und zwei Schenkel 22 auf. Insofern bildet der Rinnenabschnitt 20 eine U-förmige Querschnittskontur. Die Schenkel 22 erstrecken sich dabei im Wesentlichen
rechtwinklig zum Boden 21.
In Fig. 2 ist auch erkennbar, dass die Schenkel 22 einen oberen Abschnitt aufweist, der durch eine Faltung des den Rinnenabschnitt 20 bildenden Blechs doppelwandig ausgebildet
ist.
Etwa auf mittlerer Höhe der Schenkel 22 ist das Blech, das den Rinnenabschnitt 20 bildet, winklig nach außen gebogen. Der winklig nach außen gebogene Abschnitt bildet ein Verankerungselement 23 bzw. einen Flansch 24, Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der spitze Winkel zwischen dem Schenkel 22 und dem Verankerungselement 23 bzw. Flansch 24 vorzugsweise weniger als 45°, insbesondere 30°. Andere Winkel sind möglich. Jedenfalls ist vorgesehen, dass
ein spitzer Winkel zwischen dem Schenkel 22 und dem
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Verankerungselement 23 bzw. Flansch 24 besteht, der kleiner
als 90° ist.
In Fig. 1 wiederum ist gut erkennbar, dass der Flansch 24 mehrere Durchgangsöffnungen 25 aufweist. Die Durchgangsöffnungen 25 sind regelmäßig über die gesamte Länge des Flansches 24 ausgebildet. Vorzugsweise umfassen die Durchgangsöffnungen 25 Jeweils eine rechteckige
Öffnungskontur.
Der Flansch 24 mit den Durchgangsöffnungen 25 dient zur Verankerung der Entwässerungseinrichtung 1 in einer Betonplatte. Die Herstellung der Betonplatte erfolgt üblicherweise durch Bildung einer Verschalung, die meist aus Holz gestaltet ist, wobei anschließend die Verschalung mit Beton ausgegossen wird. Gegebenenfalls können zuvor Stahlarmierungen in die Verschalung eingebracht werden, die
beim Gießen des Betons eingegossen werden.
Zusätzlich wird eine Entwässerungseinrichtung gemäß Fig. 1 in die Verschalung eingelegt. Beim Eingießen des Betons fließt der flüssige Beton somit um die Entwässerungseinrichtung 1 herum und durchdringt dabei die Durchgangsöffnungen 25 im Flansch 24. Sobald der Beton ausgehärtet ist, ergibt sich daraus eine formschlüssige feste Verbindung zwischen der Entwässerungseinrichtung und der Betonplatte. Dabei wird die Entwässerungseinrichtung vorzugsweise so angeordnet, dass der Rohrabschnitt 10 die Betonplatte vollständig durchdringt und der Rinnenabschnitt 20 so in der Betonplatte angeordnet ist, dass die oberen Ränder der Schenkel 22 flächenbündig zu einer Oberfläche der
Betonplatte ausgerichtet sind.
In Fig. 1 ist ebenfalls gut erkennbar, dass der Entwässerungsabschnitt durch zwei Roste abgedeckt ist. Eine andere Anzahl von Rosten ist ebenfalls möglich. Die Roste sind, wie Fig. 2 zeigt, formschlüssig in den Rinnenabschnitt 20 eingelegt. Vorzugsweise sind die Roste so gestaltet, dass sie flächenbündig mit den oberen Kanten der Schenkel 22 abschließen. An den Längsenden des Rinnenabschnitts können
außerdem Abschlussplatten 26 angebracht sein.
In der Querschnittsansicht gemäß Fig. 2 ist erkennbar, dass der Rohrabschnitt ein Hülsrohr 11 und ein Innenrohr 12 aufweist. Das Innenrohr 12 ist deutlich kürzer als das Hülsrohr 11. Das Hülsrohr 11 durchdringt somit die Betonplatte vollständig und kann beispielsweise auch unten über die Betonplatte vorstehen. Das Hülsrohr 11 ist vorzugsweise mit dem Rinnenabschnitt 20 verschweißt und kann nach dem Eingießen und ggf. Aushärten des Betons auf die Dicke der Betonplatte zurückgeschnitten werden.
Das Innenrohr 12 bildet einen Anschlussstutzen 13, der einen konisch zulaufenden Rand umfasst. Das Hülsrohr 11 schützt
das Innenrohr 12 beim Gießen des Betons für die Betonplatte.
Fig. 3 zeigt die Entwässerungseinrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht von unten, wobei das Hülsrohr 11 ausgeblendet wurde, so dass der Anschlussstutzen 13 gut zu erkennen ist. Der Anschlussstutzen 13 dient dazu, eine Rohrmuffe eines Rohrleitungssystems aufzunehmen. So kann die Entwässerungseinrichtung der Betonplatte gut mit einer entsprechenden Drainagevorrichtung oder Ähnlichem verbunden
werden. Anstelle eines Hülsrohrs 11 kann einen
Entwässerungseinrichtung 1 auch nur das Innenrohr 12
aufweisen. Um eine solche Entwässerungseinrichtung 1 mit der
Betonplatte vergießen zu können, kann eine Schalungsglocke 14 eingesetzt werden. Fig. 4 zeigt eine Entwässerungseinrichtung 1, bei welcher der Rohrabschnitt 10 vor dem Gießen des Betons für die Betonplatte mit einer Schalungsglocke 14 abgedeckt ist. Die Schalungsglocke 14 weist, wie die Schnittansicht gemäß Fig. 5 verdeutlicht, eine konische Außenkontur auf, die sich in Richtung des Rinnenabschnitts 20 verjüngt. Die Schalungsglocke 14 umgreift das Innenrohr 12 vollständig und liegt auf dem Rinnenabschnitt 20 auf. Beim Gießen des Betons für die Betonplatte wird die Schalungsglocke 14 vom Beton umschlossen, wobei ein oberer Greifabschnitt 15 der Schalungsglocke 14 frei bleibt. An diesem Greifabschnitt 15 kann die Schalungsglocke gegriffen und nach dem Aushärten des Betons entfernt werden. Die konische Form der Schalungsglocke 14 erleichtert dabei das Lösen der
Schalungsglocke 14 aus der Betonplatte.
1 Entwässerungseinrichtung 10 Rohrabschnitt
11 Hülsrohr
12 Innenrohr
13 Anschlussstutzen
14 Schalungsglocke
15 Greifabschnitt
20 Rinnenabschnitt
21 Boden
22 Schenkel
23 Verankerungselement 24 Flansch
25 Durchgangsöffnung 26 Abschlussplatte
30 Rost
Innsbruck, am 03. März 2022
13
Claims (1)
- PatentansprücheBalkon- oder Terrassenelement mit oder aus einer Betonplatte und einer Entwässerungseinrichtung (1), die einen Rohrabschnitt (10), der sich durch die Betonplatte erstreckt, und einen Rinnenabschnitt (20) aufweist, der sich entlang einer Oberfläche der Betonplatte erstreckt und mit dem Rohrabschnitt (10) fest verbunden ist, wobei der Rinnenabschnitt (20) in die Betonplatte eingebettetund in der Betonplatte formschlüssig verankert ist.Balkon- oder Terrassenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenabschnitt (20) eine Uförmige Querschnittskontur mit einem Boden (21) und zwei Schenkeln (22) aufweist, wobei an den Schenkeln (22) Jeweils wenigstens ein Verankerungselement (23) zur formschlüssigen Einbettung in die Betonplatte angeordnetist.Balkon- oder Terrassenelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement durch einen Flansch (24) mit Durchgangsöffnungen (25) gebildet ist, wobei das Material der Betonplatte die Durchgangsöffnungen (25) zur formschlüssigen Verankerungdurchdringt.Balkon- oder Terrassenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenabschnitt (20), insbesondere einschließlich dessen Verankerungselemente (23), einstückig alsBlechteil ausgebildet ist.insbesondere unlösbar, verbunden ist.Balkon- oder Terrassenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrabschnitt (10) ein Hülsrohr (11) und ein Innenrohr (12) aufweist, wobei das Innenrohr (12) einen Anschlussstutzen (13) für eine Rohrmuffe einesRohrleitungssystems aufweist.Balkon- oder Terrassenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungseinrichtung (1) einen Rost (30) aufweist, der formschlüssig in den Rinnenabschnitt (20)einsetzbar ist.Balkon- oder Terrassenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungseinrichtung (1), insbesondere zumindest der Rohrabschnitt (10) und der Rinnenabschnitt (20), ausMetall, vorzugsweise aus Edelstahl, gebildet sind.Entwässerungseinrichtung (1) für ein Balkon- oder Terrassenelement, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Rohrabschnitt (10) und einem Rinnenabschnitt (20), wobei der Rinnenabschnitt (20) Verankerungselemente mit Durchgangsöffnungen (25) zur formschlüssigen Einbettung in eine Betonplatte desBalkon- oder Terrassenelements aufweist.- eine Verschalung zum Gießen einer Betonplatte bereitgestellt wird;- eine Entwässerungseinrichtung (1), insbesondere nach Anspruch 9, in die Verschalung so eingelegt wird, dass ein Rohrabschnitt (10) der Entwässerungseinrichtung (1) über die Verschalung vorsteht;- Beton in die Verschalung so eingegossen wird, dass der Beton mit Verankerungselementen (23) der Entwässerungseinrichtung (1) beim Aushärten eineformschlüssige Verbindung eingeht.11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Eingießen des Betons als Verschalung ein Hülsrohr (11) oder eine Schalungsglocke (14) an dem Rohrabschnitt(10) angeordnet wird.12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hülsrohr (11) nach dem Eingießen des Betons auf dieDicke der Betonplatte zugeschnitten wird.13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungsglocke (14) nach dem Eingießen, insbesondere nach dem Aushärten, des Betons entnommen wird.14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Entnehmen der Schalungsglocke (14) einMuffenrohr an den Rohrabschnitt (10) angeschlossen wird.Innsbruck, am 03. März 2022
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2022
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