AT526384B1 - Anordnung aus Korpusschiene, Ladenschiene und Seitenzarge - Google Patents
Anordnung aus Korpusschiene, Ladenschiene und SeitenzargeInfo
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Abstract
Anordnung aus einer Korpusschiene (23) mit einem seitlichen Steg (28) zur Verbindung mit einem Möbelkorpus, einer Ladenschiene (6) mit einem parallel orientierten weiteren seitlichen Steg (30) und einer Seitenzarge (1), wobei die Seitenzarge (1) verschiebbar gelagert ist, wobei − die Seitenzarge (1) in einem an der Ladenschiene (6) befestigten Zustand zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg (28) und dem weiteren seitlichen Steg (30) angeordnet ist, wobei ein Blechprofil (2) der Seitenzarge (1) an einer Seitenfläche (8) des Blechprofils eine nutförmige Profilierung (9) umfasst, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden (7) aufzunehmen und in vertikaler Richtung nach unten abzustützen, und/oder − die der Ladenschiene (6) zugewandte Seitenfläche (8) des gebogenen Blechprofils (2) der Seitenzarge (1) in einem an der Ladenschiene (6) befestigten Zustand der Seitenzarge (1) zur Aufnahme des Behältnisbodens (7) zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg (28) und dem weiteren seitlichen Steg (30) angeordnet ist.
Description
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung aus wenigstens einer Korpusschiene mit wenigstens einem Befestigungssteg zur Anbindung an einen Möbelkorpus, wenigstens einer Ladenschiene und wenigstens einer Seitenzarge in Form einer Behältnisseitenwand, insbesondere Schubladenseitenwand, wobei die wenigstens eine Seitenzarge über die wenigstens eine Ladenschiene relativ zu der wenigstens einen Korpusschiene verschiebbar gelagert ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine ein Möbel mit wenigstens einer solchen Anordnung. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur zumindest partiellen Montage eines Behältnisses, insbesondere Schublade.
[0002] Eine solche Anordnung ist aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Hierbei wird die Seitenzarge über den Zargenhut auf einer von dem Zargenhut gesonderten Behältnisschiene angeordnet, wobei die Behältnisschiene wiederum an einer relativ zu einer Korpusschiene bewegbaren Ladenschiene angeordnet wird. Die Behältnisschiene agiert als Verbindungselement zu der Ladenschiene, wobei die Behältnisschiene zudem als Auflager für einen Behältnisboden fungiert und die Ladenschiene zumindest bereichsweise überdeckt.
[0003] Nachteilig am Stand der Technik ist, dass die Kombination aus Zargenhut und Behältnisschiene ein erhöhtes Materialaufkommen bedingt sowie die Fertigung und Montage der Behältnisschiene erfordert. Darüber hinaus ist die Anordnung mit der Behältnisschiene wenig kompakt sowie wirtschaftlich und ökologisch ineffizient. Zudem erfolgt über die Behältnisschiene bei Belastung der Anordnung eine Kraftübertragung auf die Seitenzarge, welche ein unerwünschtes Aufbiegen der Seitenzarge generiert. Weiters ist die Behältnisschiene nur bedingt als Auflager für einen Behältnisboden geeignet, da der Behältnisboden bei Belastung - wie durch darauf angeordnete Gegenstände - aufgrund der hohen Distanz zwischen benachbarten Behältnisschienen stark zum Durchbiegen tendiert.
[0004] Weitere solcher Anordnungen sind bereits aus den Schriften EP 0 613 640 A2 und CN 216984174 U bekannt.
[0005] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Anordnung, Möbel und Verfahren anzugeben, bei welchen die Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise behoben sind, und welche sich insbesondere durch eine reduzierte Anzahl an erforderlichen Bauteilen und/oder einem reduzierten Herstellungs-/Montageaufwand auszeichnen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Es ist demnach erfindungsgemäß vorgesehen, dass
- die wenigstens eine Seitenzarge in einem an der wenigstens einen Ladenschiene befestigten Zustand zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg und dem weiteren seitlichen Steg angeordnet ist, wobei ein Blechprofil der Seitenzarge an einer Seitenfläche des Blechprofils eine nutförmige Profilierung umfasst, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden aufzunehmen und im Gebrauchszustand der Anordnung in vertikaler Richtung nach unten abzustützen, und/oder
- die im Gebrauchszustand der Anordnung der wenigstens einen Ladenschiene zugewandte Seitenfläche des gebogenen Blechprofils der wenigstens einen Seitenzarge zur Aufnahme des Behältnisbodens in einem an der wenigstens einen Ladenschiene befestigten Zustand der wenigstens einen Seitenzarge zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg und dem weiteren seitlichen Steg angeordnet ist.
[0008] Dadurch wird es erst ermöglicht, dass vollständig auf eine Behältnisschiene verzichtet werden kann, welche als Verbindungsglied zwischen der wenigstens einen Seitenzarge und der Ladenschiene fungiert. Die wenigstens eine Seitenzarge - insbesondere die Seitenfläche (als Bauteilkomponente mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichteten und/oder durch eine Materialstärke voneinander beabstandeten Seitenebenen) des Blechprofils - kann durch die relative Positionierung zwischen der wenigstens einen Korpusschiene und der wenigstens einen Ladenschiene sowohl für die unmittelbare Anbindung eines Behältnisbodens als auch (beispiels-
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weise über den wenigstens einen Frontbeschlag) für die unmittelbare Koppelung mit der Ladenschiene agieren.
[0009] Zu den fertigungstechnischen und montagetechnischen Verbesserungen wie Materialersparnis, Bauteilreduktion, reduzierten Montageaufwand, Kostenersparnis et cetera kommt die positive Eigenschaft hinzu, dass die wenigstens eine Ladenschiene nicht durch eine Behältnisschiene im Gebrauchszustand nach oben hin verdeckt wird, sodass die wenigstens eine Ladenschiene als Auflager für den Behältnisboden dienen kann.
[0010] Im Allgemeinen kann zwischen der wenigstens einen Ladenschiene und der wenigstens einen Korpusschiene eine Mittelschiene für einen Vollauszug eines Behältnisses vorgesehen sein, wobei dies im Allgemeinen nicht erforderlich ist.
[0011] Mit den Begriffen Behältnisboden, Behältnisrückwand, Behältnisfront und dergleichen sind bevorzugt Bauteilkomponenten einer Schublade definiert, welche als Behältnis zusammen mit einem Möbelkorpus ein Möbel bildet.
[0012] Die Formulierung direkt kann synonym mit der Begrifflichkeit unmittelbar interpretiert werden, wobei mit anderen Worten keine Behältnisschiene an dem Blechprofil der wenigstens einen Seitenzarge angeordnet ist. Das heißt, ausgehend von dem Steg und/oder dem weiteren Steg ist in orthogonaler Richtung auf den Steg und/oder dem weiteren Steg keine Behältnisschiene, sondern das Blechprofil verortet.
[0013] Die Seitenfläche als integraler Bestandteil des Blechprofils, welche der wenigstens einen Ladenschiene zugewandt ist, stellt im Allgemeinen jene Seitenfläche dar, welche im Wesentlichen parallel zu einer der wenigstens einen Korpusschiene zugewandten Seitenfläche (welche im Allgemeinen beispielsweise einen Knick aufweisen kann) angeordnet ist.
[0014] Der Gebrauchszustand der Anordnung kann durch die Lage der Anordnung an einem Möbelkorpus definiert sein, wobei im Gebrauchszustand die Anordnung derart vorbereitet ist, um einen Behältnisboden, eine Behältnisfront und/oder eine Behältnisrückwand ohne weitere Montageschritte (wie der Montage einer Behältnisschiene) an der Anordnung zur Bildung eines Behältnisses wie einer Schublade zu befestigen. Vertikal von oben definiert daher einen Freiheitsgrad orthogonal zu einer Längserstreckung der wenigstens einen Seitenzarge in Richtung der Schwerkraft auf eine Anlagefläche der wenigstens einen Ladenschiene für den Behältnisboden.
[0015] Besonders vorteilhaft ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Kraftübertragung zwischen der wenigstens einen Ladenschiene und der wenigstens einen Seitenzarge und/oder innerhalb der wenigstens einen Seitenzarge. Im Stand der Technik wird unter Belastung der Anordnung eine Kraftübertragung über die zur Koppelung an der Ladenschiene und an der Seitenzarge angeordnete Behältnisschiene (auf welcher der Behältnisboden aufliegt) vermittelt, wodurch eine instabile mittelbare Verbindung bedingt ist. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung kann durch den Verzicht der Behältnisschiene eine Anordnung mit erhöhter Festigkeit/Stabilität bereitgestellt werden, da ein Kraftfluss zwischen der wenigstens einen Ladenschiene und der wenigstens einen Seitenzarge (sowie innerhalb der wenigstens einen Seitenzarge) besonders begünstigt wird und insbesondere Verformungen wie Aufquellen, Verbiegen und dergleichen (insbesondere durch eine direkte Kopplung mit dem Behältnisboden an dem Blechprofil) gehemmt werden.
[0016] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Möbel, insbesondere Schublade, mit wenigstens einem Möbelkorpus und wenigstens einer solchen Anordnung.
[0017] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur zumindest partiellen Montage eines Behältnisses, insbesondere Schublade, gekennzeichnet durch die folgenden, insbesondere in chronologischer Reihenfolge durchzuführenden, Verfahrensschritte: Wenigstens eine Seitenzarge wird bereitgestellt, wobei wenigstens ein Frontwandhalter und/oder wenigstens ein Rückwandhalter und gegebenenfalls wenigstens ein Stabilisierungselement in ein, vorzugsweise einstückiges, gebogenes Blechprofil der wenigstens einen Seitenzarge eingeschoben wird, und die wenigstens eine Seitenzarge wird an wenigstens einer Ladenschiene angeordnet, sodass die wenigstens eine Seitenzarge zumindest bereichsweise direkt zwischen ei-
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nem seitlichen Steg wenigstens einer Korpusschiene und einem im Wesentlichen parallel zu dem seitlichen Steg orientierten weiteren seitlichen Steg wenigstens einer Ladenschiene angeordnet ist, wobei eine im Gebrauchszustand der Anordnung der wenigstens einen Ladenschiene zugewandte Seitenfläche des Blechprofils zur Aufnahme eines Behältnisbodens direkt zwischen dem seitlichen Steg und dem weiteren seitlichen Steg angeordnet ist und/oder das Blechprofil an der Seitenfläche des Blechprofils eine nutförmige Profilierung zur Aufnahme des Behältnisbodens und zur Abstützung des Behältnisbodens im Gebrauchszustand des Behältnisses in vertikaler Richtung nach unten umfasst.
[0018] Auf eine Fertigung sowie eine Montage einer Behältnisschiene kann erfindungsgemäß verzichtet werden. Der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter umfasst bevorzugt Befestigungsmittel und/oder Öffnungen für Befestigungsmittel für eine Behältnisfront und/oder eine Behältnisrückwand, wobei die Befestigungsmittel beispielsweise in Form von Klemmvorrichtungen - besonders bevorzugt für Holzplatten - vorliegen können.
[0019] Die Merkmale der Vorrichtungsansprüche sind bei den Verfahrensansprüchen anwendbar und vice versa. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0020] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Seitenzarge wenigstens einen Frontwandhalter zur Anbindung einer Behältnisfront, wenigstens einen Rückwandhalter zur Anbindung einer Behältnisrückwand und/oder ein, vorzugsweise einstückiges, gebogenes Blechprofil in Form eines Zargenhuts zur Aufnahme wenigstens eines Rückwandhalters und/oder wenigstens eines Frontwandhalters umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter zumindest bereichsweise innerhalb des Blechprofils angeordnet ist.
[0021] Der Fachterminus Zargenhut ist derart auszulegen, dass dieser ein gebogenes Blechprofil zur Bildung einer Behältnisseitenwand definiert. Gebogen ist derart breit auszulegen, dass auch stoffschlüssig oder via Befestigungsmittel miteinander verbundene Blechteile abseits einer Behältnisschiene umfasst sind. Besonders bevorzugt ist das Blechprofil im Gebrauchszustand bereichsweise nach unten hin offen und/oder wird durch den wenigstens einen Frontwandhalter und/oder den wenigstens einen Rückwandhalter nach unten hin verschlossen.
[0022] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Ladenschiene eine im Wesentlichen orthogonal zu dem weiteren seitlichen Steg ausgerichtete, vorzugsweise an den weiteren seitlichen Steg angrenzende, Auflagefläche zur unmittelbaren Abstützung eines Behältnisboden im Gebrauchszustand der Anordnung umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Auflagefläche im Gebrauchszustand der Anordnung in vertikaler Richtung von oben, besonders bevorzugt zumindest bereichsweise und/oder im Bereich eines Kontaktierungsareals für den Behältnisboden, frei zugänglich ist.
[0023] Im Stand der Technik liegt der Behältnisboden auf der Behältnisschiene auf. Durch die Auflagefläche der Ladenschiene kann einerseits auf die Behältnisschiene verzichtet werden und es kann eine besonders stabile Abstützung des Behältnisbodens an der wenigstens einen Ladenschiene erfolgen.
[0024] In vertikaler Richtung von oben frei zugänglich meint, dass die wenigstens eine Ladenschiene nicht bereichsweise durch eine Behältnisschiene verdeckt ist. Im Allgemeinen können anderweitige Bauteilkomponenten - wie beispielsweise der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter - oberhalb der wenigstens einen Ladenschiene angeordnet sein. Im Bereich eines Kontaktierungsareals, welcher zum Beispiel zwischen dem wenigstens einen Frontwandhalter und dem wenigstens einen Rückwandhalter definiert werden kann, ist bevorzugt keine Abdeckung der wenigstens einen Ladenschiene vorgesehen.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass genau ein Blechprofil zur direkten Verbindung mit der Ladenschiene und/oder einem Behältnisboden vorgesehen ist.
[0026] Bevorzugt wird das genau eine Blechprofil ausschließlich durch den Zargenhut - insbe
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sondere ohne Behältnisschiene - gebildet.
[0027] Vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass das Blechprofil an der Seitenfläche des Blechprofils eine nutförmige Profilierung mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt umfasst, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden aufzunehmen.
[0028] Die Profilierung kann beispielsweise in Form von Biegungen in das Blechprofil eingebracht werden. Durch die Profilierung kann der Behältnisboden direkt an der wenigstens einen Seitenzarge angebunden werden, wobei die Profilierung ein Auflager für den Behältnisboden darstellen kann, sodass insbesondere keine mittelbare Verbindung zwischen Seitenzarge und Behältnisboden über eine Behältnisschiene erforderlich ist.
[0029] Als günstig hat sich erwiesen, dass in der Profilierung wenigstens ein Befestigungsmittel, vorzugsweise in Form wenigstens eines Widerhakens, besonders bevorzugt mit zwei Zacken, zur Verbindung des Behältnisbodens mit dem Blechprofil und/oder zur Sicherung des Behältnisbodens an dem Blechprofil umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das wenigstens eine Befestigungsmittel stoffschlüssig mit dem Blechprofil verbunden ist und/oder aus der Profilierung ausgestanzt ist und/oder quer in die Profilierung ragt.
[0030] Durch das wenigstens eine Befestigungsmittel kann ein unerwünschtes Lösen eines an der Seitenzarge angeordneten Behältnisbodens - und gegebenenfalls einer Behältnisrückwand gehemmt werden, sodass eine lagesichere Lokalisierung des Behältnisbodens unmittelbar an der Seitenzarge gewährleistet werden kann.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens ein Stabilisierungselement vorgesehen ist, welches, vorzugsweise in Längserstreckung der Seitenzarge mittig und/oder vollständig, zumindest bereichsweise innerhalb des Blechprofils zur Erhöhung einer Steifigkeit und/oder Festigkeit der Seitenzarge angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das wenigstens eine Stabilisierungselement über eine zu einer gegebenenfalls vorhandenen Profilierung des Blechprofils korrespondierenden Vertiefung des wenigstens einen Stabilisierungselements in das Blechprofil einschiebbar ist.
[0032] Durch das wenigstens eine Stabilisierungselement kann eine Formtreue der Seitenzarge unter Belastung - insbesondere bei langen Seitenzargen - erhöht werden, wobei unerwünschte Deformationen der Seitenzarge reduziert werden können. Über die Vertiefung wird eine Montage des wenigstens einen Stabilisierungselements erleichtert und eine sachgemäße Positionierung relativ zu der wenigstens einen Seitenzarge begünstigt.
[0033] Als vorteilhaft hat sich erwiesen, dass eine Breite des Blechprofils 2 zwischen 3 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 4 mm und 6 mm, liegt.
[0034] Erfindungsgemäß kann eine seitliche Ausdehnung des Blechprofils gegenüber Seitenzargen mit Behältnisschienen reduziert werden, da auf die Behältnisschiene verzichtet werden kann. Dadurch kann eine besonders kompakte Anordnung erwirkt werden, wobei beispielsweise mehr Stauraum in einem Behältnis mit einer solchen Anordnung oder bei selbigem Stauraum ein schmaleres Behältnis generiert werden kann.
[0035] Eine vorteilhafte Variante der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter im Wesentlichen aus Kunststoff und/oder Metall und/oder in Form eines Winkels zum Einschieben in das Blechprofil, vorzugsweise über eine zu einer gegebenenfalls vorhandenen Profilierung des Blechprofils korrespondierenden Vertiefung des wenigstens einen Frontwandhalters und/oder des wenigstens einen Rückwandhalters, ausgebildet ist.
[0036] Der Winkel kann als Bauteilkomponente in einer Ebene mit der Längserstreckung der wenigstens einen Seitenzarge und/oder orthogonal auf eine Ebene der Längserstreckung der wenigstens einen Seitenzarge gegeben sein. Dadurch kann Material eingespart werden und/oder eine Stabilität der wenigstens einen Seitenzarge erhöht werden und/oder eine Stabilität eines Behältnisses mit der Anordnung gesteigert werden.
[0037] Bevorzugt umfasst der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder der wenigstens eine 4117
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Rückwandhalter wenigstens ein Verbindungsmittel wie beispielsweise eine Schraube und/oder wenigstens eine Öffnung zur Anordnung wenigstens eines Verbindungsmittels wie beispielsweise eine Schraube.
[0038] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Blechprofil mit dem wenigstens einen Frontwandhalter und/oder mit dem wenigstens einen Rückwandhalter an zumindest einem Verbindungspunkt, vorzugsweise einer Vielzahl an Verbindungspunkten, verhalst ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Verhalsung an der Seitenfläche des Blechprofils und/oder an einer in einem Gebrauchszustand der Seitenzarge verorteten Unterseite des Blechprofils angeordnet ist.
[0039] Die wenigstens eine Verhalsung hat sich als besonders günstige Verbindung der wenigstens einen Seitenzarge - insbesondere bei metallischem Blechprofil und kunststoffartigem Frontwandhalter und/oder Rückwandhalter - erwiesen. Auf eine Schraub-, Niet-oder Nagelverbindung kann hierdurch verzichtet werden.
[0040] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Frontwandhalter und/oder das Blechprofil wenigstens eine Koppelvorrichtung zur unmittelbaren, vorzugsweise behältnisschienenlosen, Koppelung mit einer Ladenschiene umfasst und die wenigstens eine Seitenzarge durch die wenigstens eine Koppelvorrichtung unmittelbar durch Kontaktierung, vorzugsweise behältnisschienenlos, mit der wenigstens eine Ladenschiene gekoppelt ist.
[0041] Wenn die wenigstens eine Koppelvorrichtung direkt am Frontwandhalter oder dem Blechprofil angeordnet ist, kann auf eine mittelbare Verbindung mit der wenigstens einen Ladenschiene über eine Behältnisschiene verzichtet werden. Eine Kraftübertragung zwischen der wenigstens einen Seitenzarge und der wenigstens einen Ladenschiene erfolgt dadurch in vorteilhafter Weise.
[0042] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die Anordnung wenigstens einen Behältnisboden umfasst, welcher das Blechprofil direkt, vorzugsweise behältnisschienenlos und/oder über eine nutförmige Profilierung der Seitenfläche des Blechprofils zur Aufnahme des wenigstens einen Behältnisbodens, kontaktiert, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden an dem Blechprofil über wenigstens ein Befestigungsmittel gesichert ist.
[0043] Im Stand der Technik liegt der Behältnisboden auf der Behältnisschiene in einem schmalen Kontaktierungsbereich auf und ist kontaktlos zur Seitenzarge angeordnet, wobei durch die direkte Kontaktierung des wenigstens einen Behältnisbodens an der wenigstens einen Seitenzarge auf die Behältnisschiene verzichtet werden kann und zudem eine vereinfachte, sichere und/oder stabile Anbindung des wenigstens einen Behältnisbodens gewährleistet werden kann.
[0044] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Behältnisboden im Wesentlichen bündig zu der wenigstens einen Ladenschiene angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden flächig auf der wenigstens einen Ladenschiene aufliegt.
[0045] Liegt der wenigstens eine Behältnisboden flächig auf der wenigstens einen Ladenschiene auf, kann einem unerwünschten Durchbiegen des wenigstens einen Behältnisbodens durch das über die wenigstens eine Ladenschiene gebildete Auflager für den wenigstens einen Behältnisboden entgegengewirkt werden. Im Allgemeinen kann der wenigstens eine Behältnisboden auch mit Spiel zu der wenigstens einen Ladenschiene angeordnet sein, wobei beispielsweise eine Kontaktierung erst durch Belastung der Anordnung erfolgt.
[0046] Als günstig hat sich erwiesen, dass die Anordnung wenigstens eine Behältnisrückwand umfasst, welche an dem wenigstens einen Rückwandhalter angeordnet ist.
[0047] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Kraftübertragung bei, vorzugsweise vertikaler und/oder lateraler, Belastung der Anordnung in einem Gebrauchszustand der Anordnung unmittelbar, vorzugsweise behältnisschienenlos, zwischen der wenigstens einen Seitenzarge, vorzugsweise dem Blechprofil und/oder dem wenigstens einen Frontwandhalter und/oder dem wenigstens einen Rückwandhalter, und der wenigstens einen
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Ladenschiene vermittelbar ist.
[0048] Da erfindungsgemäß auf die Behältnisschiene verzichtet werden kann, wird eine laufzeitverlängernder Kraftfluss innerhalb der wenigstens einen Seitenzarge und/oder zwischen der wenigstens einen Seitenzarge und der wenigstens einen Ladenschiene bei Belastung der Anordnung ermöglicht.
[0049] Bevorzugt ist vorgesehen, dass wenigstens eine Ladenschiene über wenigstens eine Koppelvorrichtung des wenigstens einen Frontwandhalters und/oder des Blechprofils unmittelbar an der wenigstens einen Seitenzarge angeordnet wird.
[0050] Dadurch kann ein Montageprozess besonders effizient erfolgen.
[0051] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass wenigstens ein Behältnisboden, vorzugsweise über wenigstens eine nutförmige Profilierung des Blechprofils, unmittelbar an dem Blechprofil angeordnet wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden im Wesentlichen bündig relativ zu der wenigstens einen Ladenschiene angeordnet wird und/oder flächig auf der wenigstens einen Ladenschiene zur Anlage gebracht wird.
[0052] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die wenigstens eine Ladenschiene verfahrbar an wenigstens einer Korpusschiene angeordnet wird und/oder die wenigstens eine Korpusschiene an wenigstens einem Möbelkorpus angeordnet wird und/oder wenigstens eine Behältnisrückwand an der wenigstens einen Seitenzarge angeordnet wird und/oder wenigstens eine Behältnisfront an der wenigstens einen Seitenzarge angeordnet wird.
[0053] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0054] Fig. 1a, 1b eine Seitenzarge gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform für eine Anordnung in einer perspektivischen Explosionsdarstellung,
[0055] Fig. 2a, 2b die Seitenzarge gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1b mit bereits montiertem Frontwandhalter sowie vor und nach einem Einführen eines Rückwandhalters in ein Blechprofil der Seitenzarge in perspektivischer Ansicht,
[0056] Fig. 3a, 3b die Seitenzarge gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a im montierten Zustand in perspektivischer Ansicht variierender Blickwinkel mit Detailausschnitten im Bereich eines Befestigungsmittels und einer Verhalsung an einer Seitenfläche sowie einer Unterseite,
[0057] Fig. 4a, 4b ein Behältnis in Form einer Schublade gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mit einer Seitenzarge gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1b in perspektivischer Ansicht unterschiedlicher Blickrichtungen sowie einem Detailausschnitt im Bereich des Rückwandhalters,
[0058] Fig. 5 eine Anordnung aus einer Seitenzarge gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a, einer Ladenschiene und einer Korpusschiene in perspektivischer Ansicht mit einem vergrößerten Detailansicht im Bereich einer Koppelvorrichtung zwischen Frontwandhalter und Ladenschiene.
[0059] Fig. 1a und Fig. 1b zeigen Seitenzargen 1 in Form einer Behältnisseitenwand als Schubladenseitenwand ausgebildet in einem demontierten Zustand zur direkten Anbindung an einen Behältnisboden 7 sowie einer Ladenschiene 6 (siehe Fig. 5).
[0060] In Fig. 1a umfasst die Seitenzarge einen Zargenhut - gebildet aus einem einstückigen gebogenen Blechprofil 2 - zur Aufnahme eines Rückwandhalters 3 und eines Frontwandhalters 4, wobei der Frontwandhalter 4 dazu eingerichtet ist, mit einer Behältnisfront 24 verbunden zu werden, und der Rückwandhalter 3 dazu eingerichtet ist, mit einer Behältnisrückwand 25 verbunden zu werden.
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[0061] Der Frontwandhalter 4 der Seitenzarge 1 umfasst eine Koppelvorrichtung 5 zur unmittelbaren und behältnisschienenlosen Koppelung mit der Ladenschiene 6. Im Allgemeinen ist möglich, dass die Koppelvorrichtung 5 alternativ oder in Ergänzung an dem Blechprofil 2 angeordnet ist, wobei vorgesehen ist, dass keine mittelbare Koppelung zwischen der Ladenschiene 6 und der Seitenzarge 1 über eine zwischen der Seitenzarge und der Ladenschiene 6 angeordnete Behältnisschiene erfolgt.
[0062] Die Seitenzarge 1 umfasst ein Stabilisierungselement 14, welches in Längserstreckung 15 der Seitenzarge 1 mittig bereichsweise innerhalb des Blechprofils 2 zur Erhöhung einer Steifigkeit und Festigkeit der Seitenzarge 1 anordenbar ist. Im Allgemeinen kann auf das Stabilisierungselement 14 auch - insbesondere bei kurzen Längserstreckungen 15 der Seitenzarge 1 verzichtet werden.
[0063] Das Blechprofil 2 weist an einer Seitenfläche 8 des Blechprofils 2 eine nutförmige Profilierung 9 mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt 10 auf, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden 7 aufzunehmen (siehe Fig. 4a).
[0064] Das Stabilisierungselement 14 ist über eine zu der Profilierung 9 des Blechprofils 2 korrespondierenden Vertiefung 18 des Stabilisierungselements 14 in das Blechprofil 2 einschiebbar.
[0065] Fig. 1b zeigt eine Seitenzarge 1 ohne Stabilisierungselement 14, welche beispielsweise für niedrige Belastungen, oder geringe Längserstreckungen 15 genutzt werden kann.
[0066] In der Profilierung 9 ist eine Vielzahl an Befestigungsmitteln 11 angeordnet, wobei die Anzahl an Befestigungsmitteln 11 im Allgemeinen beliebig ist. Die Befestigungsmitteln 11 liegen in Form von Widerhaken 12 vor, wobei die Widerhaken 12 jeweils zwei Zacken 13 aufweisen und die Befestigungsmittel 11 zur Verbindung des Behältnisbodens 7 mit dem Blechprofil 2 und zur Sicherung des Behältnisbodens 7 an dem Blechprofil 2 geeignet sind.
[0067] Die Befestigungsmittel 11 sind stoffschlüssig mit dem Blechprofil 2 verbunden, aus der Profilierung 9 ausgestanzt und ragen quer in die Profilierung 9.
[0068] Der Frontwandhalter 4 und der Rückwandhalter 3 sind aus Kunststoff ausgebildet, wobei Befestigungsmittel für eine Behältnisrückwand 25 oder eine Behältnisfront 24 metallisch ausgebildet sind.
[0069] Der Frontwandhalter 4 und der Rückwandhalter 3 sind in Form eines Winkels 17 zum Einschieben in das Blechprofil 2 über eine zu der Profilierung 9 des Blechprofils 2 korrespondierenden Vertiefung 18 des Frontwandhalters 4 und des Rückwandhalters 3, ausgebildet.
[0070] Fig. 2a zeigt die Seitenzarge 1 im Montageverfahren, wobei der Frontwandhalter 4 bereits in das Blechprofil 2 eingeschoben wurde.
[0071] Fig. 2b unterscheidet sich von Fig. 2a lediglich dahingehend, dass auch der Rückwandhalter 3 im Zuge eines Montageprozessschrittes in das Blechprofil 2 der Seitenzarge 1 eingeschoben wurde.
[0072] Eine Breite 16 des Blechprofils 2 liegt zwischen 4 mm und 6 mm.
[0073] Fig. 3a zeigt die Seitenzarge 1 im vollständig montierten Zustand, wobei die Seitenzarge 1 bereit ist, um direkt mit der Ladenschiene 6 verbunden zu werden.
[0074] Das Blechprofil 2 ist mit dem Frontwandhalter 4 und mit dem Rückwandhalter 3 an einer Vielzahl an Verbindungspunkten 19 verhalst, wobei die Anzahl an Verbindungspunkte 19 im Allgemeinen beliebig ist.
[0075] Verhalsungen 20 sind an einer Seitenfläche 8 des Blechprofils 2 angeordnet.
[0076] Fig. 3b unterscheidet sich von Fig. 3a lediglich dahingehend, dass die Seitenzarge 1 aus geänderter Blickrichtung betrachtet wird.
[0077] Verhalsungen 20 sind an einer in einem Gebrauchszustand 21 der Seitenzarge 1 verorteten Unterseite 22 des Blechprofils 2 angeordnet. Im Allgemeinen ist möglich, eine Verhalsung
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Ss N
lediglich auf der Seitenfläche 8 oder der Unterseite 22 vorzusehen.
[0078] Fig. 4a zeigt ein Behältnis 29 in Form einer Schublade 31 für ein Möbel mit einem Möbelkorpus (in der Darstellung aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt) und wenigstens einer Anordnung aus Seitenzarge 1, Ladenschiene 6 und Korpusschiene 23, wobei die Ladenschiene 6 durch den Behältnisboden 7 verdeckt ist.
[0079] Der Behältnisboden 7 kontaktiert das Blechprofil 2 direkt und behältnisschienenlos über die nutförmige Profilierung 9 der Seitenfläche 8 des Blechprofils 2 zur Aufnahme des Behältnisbodens 7. Der Behältnisboden 7 ist an dem Blechprofil 2 über die Befestigungsmittel 11 gesichert, wobei genau ein Blechprofil 2 zur unmittelbaren Verbindung mit der Ladenschiene 6 und dem Behältnisboden 7 vorgesehen ist.
[0080] Eine Behältnisfront 24 ist schematisch in gestrichelter Linienausführung angedeutet.
[0081] Der Behältnisboden 7 ist bündig zu der Ladenschiene 6 angeordnet, wobei der Behältnisboden 7 flächig auf der Ladenschiene 6 aufliegt.
[0082] Fig. 4b unterscheidet sich von Fig. 4a lediglich durch die Ansicht aus einem geänderten Blickwinkel. Im vergrößerten Detailausschnitt ist ersichtlich, dass die Behältnisrückwand 25 an dem Rückwandhalter 3 angeordnet ist.
[0083] Fig. 5 zeigt eine Anordnung aus der Korpusschiene 23 mit einem seitlichen Steg 28 zur Verbindung der Korpusschiene 23 mit einem Möbelkorpus, einer quaderförmigen Ladenschiene 6 mit einem im Gebrauchszustand 21 der Anordnung parallel zu dem seitlichen Steg 28 orientierten weiteren seitlichen Steg 30 und wenigstens einer Seitenzarge 1 in Form der Behältnisseitenwand als Schubladenseitenwand ausgebildet.
[0084] Die Ladenschiene 6 umfasst eine orthogonal zu dem weiteren seitlichen Steg 30 ausgerichtete und an den weiteren seitlichen Steg 30 angrenzende Auflagefläche 34 zur unmittelbaren Abstützung des Behältnisboden 7 im Gebrauchszustand 21 der Anordnung. Im Gebrauchszustand 21 der Anordnung ist die Auflagefläche 34 in vertikaler Richtung 35 von oben und insbesondere im Bereich eines Kontaktierungsareals für den Behältnisboden 7 frei zugänglich.
[0085] Durch die Koppelvorrichtung 5 ist die Seitenzarge 1 unmittelbar durch Kontaktierung und behältnisschienenlos mit der Ladenschiene 6 gekoppelt.
[0086] Die Seitenzarge 1 ist über die Ladenschiene 6 relativ zu der wenigstens einen Korpusschiene 23 verschiebbar gelagert, wobei eine Mittelschiene 32 zur Gewährleistung eines Vollauszugs der Schublade 31 vorgesehen ist. Die Mittelschiene 32 ist im Allgemeinen jedoch nicht zwingend erforderlich.
[0087] Die Seitenzarge umfasst den Frontwandhalter 4 zur Anbindung der Behältnisfront 24, den Rückwandhalter 3 zur Anbindung der Behältnisrückwand 25 und das einstückige, gebogene Blechprofil 2 in Form eines Zargenhuts zur Aufnahme des Rückwandhalters 3 und des Frontwandhalters 4, wobei der Frontwandhalter 4 vollständig und der Rückwandhalter 3 bereichsweise innerhalb des Blechprofils 2 angeordnet sind.
[0088] Die im Gebrauchszustand 21 der Anordnung der Ladenschiene 6 zugewandte Seitenfläche 8 des Blechprofils 2 der Seitenzarge 1 ist in dem an der Ladenschiene 6 befestigten Zustand bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg 28 und dem weiteren seitlichen Steg 30 - in orthogonaler Richtung auf den seitlichen Steg 28 oder den weiteren seitlichen Steg 30 - angeordnet.
[0089] Im Detailausschnitt ist die Koppelung zwischen der Seitenzarge 1 und der Ladenschiene 6 vergrößert dargestellt, wobei die Koppelvorrichtung 5 des Frontwandhalters 4 (oder gegebenenfalls des Blechprofils 2) in eine zu der Koppelvorrichtung 5 korrespondierende Koppeleinrichtung 33 in Form einer Aussparung oder Nut der Ladenschiene 6 eingreift.
[0090] Die Koppelvorrichtung 5 umfasst eine abgestufte Kontur, welche einen Koppelvorgang oder einen Entkoppelungsvorgang zwischen Seitenzarge 1 und Ladenschiene 6 begünstigt.
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[0091] Die Seitenzarge 1 ist direkt zwischen dem seitlichen Steg 28 der Korpusschiene 23 zur Verbindung der Korpusschiene 23 mit dem Behältnis 29 und dem parallel dazu angeordneten weiteren seitlichen Steg 30 der Ladenschiene 6 angeordnet.
[0092] Eine Kraftübertragung bei vertikaler oder lateraler Belastung der Anordnung in dem Gebrauchszustand 21 der Anordnung ist unmittelbar und behältnisschienenlos zwischen der Seitenzarge 1 und der Ladenschiene 6 vermittelbar.
[0093] Ein Verfahren zur zumindest partiellen Montage eines Behältnisses 29 - wie der Schublade 31 - kann wie folgt exemplarisch (ohne zwingenden chronologischen Zusammenhang) dargestellt werden:
- die Seitenzarge 1 wird bereitgestellt, wobei der Frontwandhalter 4 und der Rückwandhalter 3 und das Stabilisierungselement 14 in das einstückige, gebogene Blechprofil 2 der Seitenzarge 1 eingeschoben wird
- die Seitenzarge 1 oder eine im Gebrauchszustand 21 der Anordnung der Ladenschiene 6 zugewandte Seitenfläche 8 des Blechprofils 2 wird an der Ladenschiene 6 angeordnet, sodass die Seitenzarge 1 bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg 28 der Korpusschiene 23 und dem parallel zu dem seitlichen Steg 28 orientierten weiteren seitlichen Steg 30 der Ladenschiene 6 angeordnet ist
- die Ladenschiene 6 wird verfahrbar an der Korpusschiene 23 angeordnet
- die Korpusschiene 23 wird an dem Möbelkorpus angeordnet
- der Behältnisboden 7 wird über die nutförmige Profilierung 9 des Blechprofils 2 unmittelbar an dem Blechprofil 2 angeordnet, wobei der Behältnisboden 7 bündig relativ zu der Ladenschiene 6 angeordnet und flächig auf der Ladenschiene 6 zur Anlage gebracht wird
- die Behältnisrückwand 25 wird an der Seitenzarge 1 angeordnet
- die Behältnisfront 24 wird an der Seitenzarge 1 angeordnet
Claims (1)
- x bes AT 526 384 B1 2026-01-15Ss NPatentansprüche1. Anordnung aus wenigstens einer Korpusschiene (23) mit einem seitlichen Steg (28) zur Verbindung der wenigstens einen Korpusschiene (23) mit einem Möbelkorpus, wenigstens einer, insbesondere quaderförmigen, Ladenschiene (6) mit einem im Gebrauchszustand (21) der Anordnung im Wesentlichen parallel zu dem seitlichen Steg (28) orientierten weiteren seitlichen Steg (30) und wenigstens einer Seitenzarge (1) in Form einer Behältnisseitenwand, insbesondere Schubladenseitenwand, wobei die wenigstens eine Seitenzarge (1) über die wenigstens eine Ladenschiene (6) relativ zu der wenigstens einen Korpusschiene (23) verschiebbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass- die wenigstens eine Seitenzarge (1) in einem an der wenigstens einen Ladenschiene (6) befestigten Zustand zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg (28) und dem weiteren seitlichen Steg (30) angeordnet ist, wobei ein Blechprofil (2) der Seitenzarge (1) an einer Seitenfläche (8) des Blechprofils eine nutförmige Profilierung (9) umfasst, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden (7) aufzunehmen und im Gebrauchszustand (21) der Anordnung in vertikaler Richtung nach unten abzustützen, und/oder- die im Gebrauchszustand (21) der Anordnung der wenigstens einen Ladenschiene (6) zugewandte Seitenfläche (8) des gebogenen Blechprofils (2) der wenigstens einen Seitenzarge (1) zur Aufnahme des Behältnisbodens (7) in einem an der wenigstens einen Ladenschiene (6) befestigten Zustand der wenigstens einen Seitenzarge (1) zumindest bereichsweise direkt zwischen dem seitlichen Steg (28) und dem weiteren seitlichen Steg (30) angeordnet ist.2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine Seitenzarge (1) wenigstens einen Frontwandhalter (4) zur Anbindung einer Behältnisfront (24), wenigstens einen Rückwandhalter (3) zur Anbindung einer Behältnisrückwand (25) und/oder ein, vorzugsweise einstückiges, gebogenes Blechprofil (2) in Form eines Zargenhuts zur Aufnahme wenigstens eines Rückwandhalters (3) und/oder wenigstens eines Frontwandhalters (4) umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Frontwandhalter (4) und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter (3) zumindest bereichsweise innerhalb des Blechprofils (2) angeordnet ist.3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Ladenschiene (6) eine im Wesentlichen orthogonal zu dem weiteren seitlichen Steg (30) ausgerichtete, vorzugsweise an den weiteren seitlichen Steg (30) angrenzende, Auflagefläche (34) zur unmittelbaren Abstützung eines Behältnisbodens (7) im Gebrauchszustand (21) der Anordnung umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Auflagefläche (34) im Gebrauchszustand (21) der Anordnung in vertikaler Richtung (35) von oben, besonders bevorzugt zumindest bereichsweise und/oder im Bereich eines Kontaktierungsareals für den Behältnisboden (7), frei zugänglich ist.4. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei genau ein Blechprofil (2) zur direkten Verbindung mit der Ladenschiene (6) und/oder einem Behältnisboden (7) vorgesehen ist.5. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Blechprofil (2) an der Seitenfläche (8) des Blechprofils (2) eine nutförmige Profilierung (9) mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt (10) umfasst, welche dazu ausgebildet ist, einen Behältnisboden (7) aufzunehmen.6. Anordnung nach Anspruch 5, wobei in der Profilierung (9) wenigstens ein Befestigungsmittel (11), vorzugsweise in Form wenigstens eines Widerhakens (12), besonders bevorzugt mit zwei Zacken (13), zur Verbindung des Behältnisbodens (7) mit dem Blechprofil (2) und/oder zur Sicherung des Behältnisbodens (7) an dem Blechprofil (2) umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das wenigstens eine Befestigungsmittel (11) stoffschlüssig mit dem Blechprofil (2) verbunden ist und/oder aus der Profilierung (9) ausgestanzt ist und/oder quer in die Profilierung (9) ragt.10.11.12.13.14.15.16.AT 526 384 B1 2026-01-15Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Stabilisierungselement (14) vorgesehen ist, welches, vorzugsweise in Längserstreckung (15) der Seitenzarge (1) mittig und/oder vollständig, zumindest bereichsweise innerhalb des Blechprofils (2) zur Erhöhung einer Steifigkeit und/oder Festigkeit der Seitenzarge (1) angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das wenigstens eine Stabilisierungselement (14) über eine zu einer gegebenenfalls vorhandenen Profilierung (9) des Blechprofils (2) korrespondierenden Vertiefung (18) des wenigstens einen Stabilisierungselements (14) in das Blechprofil (2) einschiebbar ist.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Breite (16) des Blechprofils (2) zwischen 3 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 4 mm und 6 mm, liegt.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Frontwandhalter (4) und/oder der wenigstens eine Rückwandhalter (3) im Wesentlichen aus Kunststoff und/oder Metall und/oder in Form eines Winkels (17) zum Einschieben in das Blechprofil (2), vorzugsweise über eine zu einer gegebenenfalls vorhandenen Profilierung (9) des Blechprofils (2) korrespondierenden Vertiefung (18) des wenigstens einen Frontwandhalters (4) und/oder des wenigstens einen Rückwandhalters (3), ausgebildet ist.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Blechprofil (2) mit dem wenigstens einen Frontwandhalter (4) und/oder mit dem wenigstens einen Rückwandhalter (3) an zumindest einem Verbindungspunkt (19), vorzugsweise einer Vielzahl an Verbindungspunkten (19), verhalst ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Verhalsung (20) an der Seitenfläche (8) des Blechprofils (2) und/oder an einer in einem Gebrauchszustand (21) der Seitenzarge (1) verorteten Unterseite (22) des Blechprofils (2) angeordnet ist.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Frontwandhalter (4) und/oder das Blechprofil (2) wenigstens eine Koppelvorrichtung (5) zur unmittelbaren, vorzugsweise behältnisschienenlosen, Koppelung mit einer Ladenschiene (6) umfasst und die wenigstens eine Seitenzarge (1) durch die wenigstens eine Koppelvorrichtung (5) unmittelbar durch Kontaktierung, vorzugsweise behältnisschienenlos, mit der wenigstens eine Ladenschiene (6) gekoppelt ist.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnung wenigstens einen Behältnisboden (7) umfasst, welcher das Blechprofil (2) direkt, vorzugsweise behältnisschienenlos und/oder über eine nutförmige Profilierung (9) der Seitenfläche (8) des Blechprofils (2) zur Aufnahme des wenigstens einen Behältnisbodens (7), kontaktiert, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden (7) an dem Blechprofil (2) über wenigstens ein Befestigungsmittel (11) gesichert ist.Anordnung nach Anspruch 12, wobei der wenigstens eine Behältnisboden (7) im Wesentlichen bündig zu der wenigstens einen Ladenschiene (6) angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden (7) flächig auf der wenigstens einen Ladenschiene (6) aufliegt.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnung wenigstens eine Behältnisrückwand (25) umfasst, welche an dem wenigstens einen Rückwandhalter (3) angeordnet ist.Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Kraftübertragung bei, vorzugsweise vertikaler und/oder lateraler, Belastung der Anordnung in einem Gebrauchszustand (21) der Anordnung unmittelbar, vorzugsweise behältnisschienenlos, zwischen der wenigstens einen Seitenzarge (1), vorzugsweise dem Blechprofil (2) und/oder dem wenigstens einen Frontwandhalter (4) und/oder dem wenigstens einen Rückwandhalter (3), und der wenigstens einen Ladenschiene (6) vermittelbar ist.Möbel, insbesondere Schublade (31), mit wenigstens einem Möbelkorpus und wenigstens einer Anordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche.x bes AT 526 384 B1 2026-01-15Ss N17. Verfahren zur zumindest partiellen Montage eines Behältnisses (29), insbesondere Schublade (31), gekennzeichnet durch die folgenden, insbesondere in chronologischer Reihenfolge durchzuführenden, Verfahrensschritte:- wenigstens eine Seitenzarge (1) wird bereitgestellt, wobei wenigstens ein Frontwandhalter (4) und/oder wenigstens ein Rückwandhalter (3) und gegebenenfalls wenigstens ein Stabilisierungselement (14) in ein, vorzugsweise einstückiges, gebogenes Blechprofil (2) der wenigstens einen Seitenzarge (1) eingeschoben wird, und- die wenigstens eine Seitenzarge (1) wird an wenigstens einer Ladenschiene (6) angeordnet, sodass die wenigstens eine Seitenzarge (1) zumindest bereichsweise direkt zwischen einem seitlichen Steg (28) wenigstens einer Korpusschiene (23) und einem im Wesentlichen parallel zu dem seitlichen Steg (28) orientierten weiteren seitlichen Steg (30) wenigstens einer Ladenschiene (6) angeordnet ist, wobei eine im Gebrauchszustand (21) der Anordnung der wenigstens einen Ladenschiene (6) zugewandte Seitenfläche (8) des Blechprofils (2) zur Aufnahme eines Behältnisbodens (7) direkt zwischen dem seitlichen Steg (28) und dem weiteren seitlichen Steg (30) angeordnet ist und/oder das Blechprofil (2) an der Seitenfläche (8) des Blechprofils (2) eine nutförmige Profilierung (9) zur Aufnahme des Behältnisbodens (7) und zur Abstützung des Behältnisbodens (7) im Gebrauchszustand (21) des Behältnisses (29) in vertikaler Richtung nach unten umfasst.18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei wenigstens eine Ladenschiene (6) über wenigstens eine Koppelvorrichtung (5) des wenigstens einen Frontwandhalters (4) und/oder des Blechprofils (2) unmittelbar an der wenigstens einen Seitenzarge (1) angeordnet wird.19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, wobei wenigstens ein Behältnisboden (7), vorzugsweise über wenigstens eine nutförmige Profilierung (9) des Blechprofils (2), unmittelbar an dem Blechprofil (2) angeordnet wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Behältnisboden (7) im Wesentlichen bündig relativ zu der wenigstens einen Ladenschiene (6) angeordnet wird und/oder flächig auf der wenigstens einen Ladenschiene (6) zur Anlage gebracht wird.20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, wobei- die wenigstens eine Ladenschiene (6) verfahrbar an wenigstens einer Korpusschiene (23) angeordnet wird und/oder- die wenigstens eine Korpusschiene (23) an wenigstens einem Möbelkorpus angeordnet wird und/oder- wenigstens eine Behältnisrückwand (25) an der wenigstens einen Seitenzarge (1) angeordnet wird und/oder- wenigstens eine Behältnisfront (24) an der wenigstens einen Seitenzarge (1) angeordnet wird.Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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