AT527528A1 - Austragvorrichtung für Schüttgut - Google Patents

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AT527528A1
AT527528A1 ATA50710/2023A AT507102023A AT527528A1 AT 527528 A1 AT527528 A1 AT 527528A1 AT 507102023 A AT507102023 A AT 507102023A AT 527528 A1 AT527528 A1 AT 527528A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Austrags-Vorrichtung (1) zum Komprimieren und Austra- gen von bedingt rieselfähigem Schüttgut in eine Austragsrichtung (2), umfassend einen von einem Gehäuse (4) gebildeten Förderkanal (5), wobei das Gehäuse (4) eine erste ebene Wandung (8) und eine, der ersten ebenen Wandung (8) gegenüberliegende zweite ebene Wandung (9) aufweist, wobei die ebenen Wandungen (8, 9) jeweils einen Neigungswinkel (11, 12) relativ zur Austragsrichtung (2) auf- weisen, sodass der Förderkanal (5) in Austragsrichtung (2) verjüngend ausgebildet ist. Weiters ist eine, der ersten ebenen Wandung (8) innerhalb des Förderka- nals (5) nächstliegende und um eine erste Drehachse (15) drehbare erste Reib- scheibe (13) mit einer, der ersten ebenen Wandung (8) abgewandten ersten Reibfläche (14) vorgesehen ist und eine, der zweiten ebenen Wandung (9) innerhalb des Förderkanals (5) nächstliegende und um eine zweite Drehachse (18) drehbare zweite Reibscheibe (16) mit einer, der zweiten ebenen Wandung (9) abgewandten zweiten Reibfläche (17) vorgesehen, wobei die Reibscheiben (13, 16) mit wenigs- tens einem ersten Antriebsmotor (19) antreibbar gekoppelt sind, sodass beim Antreiben der Reibscheiben (13, 16) Mahlgut bzw. Schüttgut mittels der Reibflächen (14, 17) komprimierbar und in Austragsrichtung (2) austragbar ist. Weiters betrifft die Erfindung noch ein Verfahren zur Bestimmung der Brückenbildung von Schütt- gut.

Description

dingt rieselfähigem Schüttgut.
In der Kunststoffindustrie und Kunststoffaufbereitung kann es notwendig sein, dass Mahlgut oder Schüttgut einem Prozess bzw. eine Materialstrom beigemengt wird, welches Mahlgut oder Schüttgut idealerweise auch vorverdichtet sein kann. Beispielsweise kann aus einem Speicherbehältnis mittels einer Austrags-Vorrichtung Mahlgut oder Schüttgut komprimiert bzw. vorverdichtet werden, um dieses dann auszutragen und dadurch in entsprechenden Mengen in den Materialstrom eines Extruders oder auch bei anderen Prozessabschnitten der Kunststofferzeu-
gung in Materialströme beizumengen.
Aus EP1637824 B1 und EP3628611 A1 sind Vorrichtung zum Ausbringen und Dosieren von Mahlgut oder Schüttgut bekannt. Als Austragungs-Vorrichtung findet dabei eine Vorrichtung umfassend eine Zellenradschleuse bzw. ein Zellenrad Verwendung. Insbesondere bei nicht rieselfähigem Mahlgut oder feingranularem und nur bedingt rieselfähigem Schüttgut, welche als Zusatzstoffe bei der Kunststofferzeugung bzw. -aufbereitung Verwendung finden können, kann es dabei zum Verklemmen von Material, zum Auftreten von Materialagglomerationen oder zu undefinierten Materialdichten bzw. Schüttgutdichten durch prinzipbedingtes bereichsweisen Komprimieren des Schüttgutes kommen, was sich auf die Prozesssicherheit und -genauigkeit bei der Kunststofferzeugung bzw. -aufbereitung nachteilig
auswirkt.
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reitung verbessert sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Austrags-Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst. Die erfindungsgemäße Austrags-Vorrichtung zum Komprimieren und Austragen von nicht bzw. schwer rieselfähigem Mahlgut bzw. von feingranularem und/oder bedingt rieselfähigem Schüttgut in eine Austragsrichtung aus einem Speicher bzw. Silo, umfasst einen abschnittsweise von einem Gehäuse gebildeten Förderkanal mit einem Einlaufbereich und einem Austragsbereich, wobei das Gehäuse eine erste ebene Wandung und eine, der ersten ebenen Wandung entlang einer Normalrichtung relativ zur Austragsrichtung gegenüberliegende zweite ebene Wandung aufweist, wobei die erste ebene Wandung einen ersten Neigungswinkel relativ zur Austragsrichtung aus einem Bereich umfassend -1° bis 60°, insbesondere -5° bis -45°, und die zweite ebene Wandung einen zweiten Neigungswinkel relativ zur Austragsrichtung aus einem Bereich umfassend 1° bis 60°, insbesondere 5° bis 45°, aufweist, sodass der Förderkanal in Austragsrichtung
verjüngend ausgebildet ist.
Weiters ist eine, der ersten ebenen Wandung innerhalb des Förderkanals nächstliegende und drehbar gelagerte, insbesondere kreisrunde erste Reibscheibe mit einer, der ersten ebenen Wandung abgewandten ersten Reibfläche vorgesehen bzw. ausgebildet und eine, der zweiten ebenen Wandung innerhalb des Förderkanals nächstliegende und drehbar gelagerte, insbesondere kreisrunde zweite Reibscheibe mit einer, der zweiten ebenen Wandung abgewandten zweiten Reibfläche vorgesehen bzw. ausgebildet. Die erste Reibfläche ist im Wesentlichen parallel zur ersten ebenen Wandung ausgerichtet und die zweite Reibfläche ist im Wesentlichen parallel zur zweiten ebenen Wandung ausgerichtet. Die erste Reibscheibe ist um eine, relativ zur ersten ebenen Wandung im Wesentlichen normal ausgerich-
tete erste Drehachse und die zweite Reibscheibe ist um eine, relativ zur zweiten
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ist.
Durch die flächige und vorzugsweise kreisrunde Ausgestaltung der jeweiligen Reibfläche und eine entsprechende Dimensionierung der Reibflächen sowie des Förderkanals wird dabei die Brückenbildung zwischen den Partikeln bzw. Teilchen des Schüttgutes begünstigt, sodass das Schüttgut durch die, über Reibung an den Reibflächen eingebrachte Rotationsenergie der Reibscheiben im Zusammenwirken mit dem sich verjüngenden Förderkanal komprimiert und aus der AustragsVorrichtung ausgetragen wird, um das Schüttgut in komprimierter Form einem weiteren Prozess bereitstellen zu können. Durch die erfindungsgemäße einfache Ausgestaltung der Austrags-Vorrichtung werden weitestgehend ein bereichsweises Agglomerieren des Schüttgutes und damit Bereiche mit undefinierter bzw. unerwünscht erhöhter Dichte vermieden, sodass entsprechend der Rotationsgeschwindigkeit der Reibscheiben in Verbindung mit der Ausgestaltungsform des Förderkanals je Eigenschaften des Schüttgutes eine prozesssichere und prozessgenaue, im Sinne der Dosierung des Schüttgutes, Austragung des Schüttgutes gewährleis-
tet ist.
Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die erste Reibscheibe mit dem wenigstens einen ersten Antriebsmotor antreibbar gekoppelt ist und die zweite Reibscheibe mit einem zweiten Antriebsmotor antreibbar gekoppelt ist. Dadurch kann die Drehbewegung der ersten Reibscheibe und der zweiten Reibscheibe individuell geregelt bzw. gesteuert werden. Dadurch kann die Dosierung bzw. auch das Komprimieren des Schüttgutes bedarfsgerecht gere-
gelt bzw. gesteuert werden.
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hung derselben relativ zur Antriebsachse eine Schwenkbewegung.
Die Austrags-Vorrichtung ist im Betrieb derselben zwangsweise an einen Speicher oder Silo für Schüttgut in Austragsrichtung anschließend positioniert, wobei die Austragsrichtung vorzugsweise in Vertikalrichtung verlaufend ist, sodass Schüttgut durch die darauf wirkende Schwerkraft aus dem Speicher in die Austrags-Vorrichtung nachsackt. Durch den sich vom Einlaufbereich zum Austragsbereich verjüngenden Förderkanal und die Rotation der runden Reibflächen der Reibscheiben wird Schüttgut einerseits in den Abschnitten der runden Reibflächen, die entsprechend der Rotation der Reibscheiben im Wesentlichen entgegen der Austragsrichtung bewegt werden, verdichtet bzw. komprimiert und andererseits in den Abschnitten der runden Reibflächen, die entsprechend der Rotation der Reibschei-
ben im Wesentlichen entlang der Austragsrichtung bewegt werden, zum Austrags-
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sert.
Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die erste Reibscheibe und die zweite Reibscheibe jeweils mittels eines Kugelflansches an der Antriebswelle mit jeweils zugehö6öriger Kugelpfanne der Reibscheiben gelagert sind und mittels eines Mitnehmer-Organs in Wirkverbindung mit einem Anlauf-Element zur Übertragung von Drehmoment mit der Antriebswelle antreibbar gekoppelt sind. Alternativ zum Kugelflansch in Verbindung mit einem Mitnehmer-Organ in Kombination mit einem Anlauf-Element ist dabei auch eine Ausgestaltung der drehmomentübertragenden Verbindung bei gleichzeitiger Schwenkbarkeit der Reibscheiben eine Vielkeilwelle, eine Bogenzahnkupplung oder eine einfache Nut-Feder-Verbindung mit entsprechenden Freiheitsgraden für die Schwenkbewegung der Reibscheiben denkbar.
Jedenfalls wird durch die vorgeschlagene Verbindung gewährleistet, dass ein
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getragen werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass zwischen einer ebenen Wandung und einer dazu nächstliegenden Reibscheibe jeweils eine Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung vorgesehen bzw. ausgebildet ist. Dadurch wird auf einfache Weise ein Anlaufen der Reibscheiben an der jeweils nächstliegenden ebenen Wand verhindert und die Reibscheiben sind in Axialrichtung bezüglich deren jeweiligen Drehachsen gelagert. Dadurch wird ein notwendiges Drehmoment für das Rotieren der Reibscheiben minimiert, was einerseits zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit der Austrags-Vorrichtung führt und andererseits den Gleichlauf der Rotation der Reibscheiben verbessert, sodass eine zielgerichtete Komprimierung und Austra-
gung des Schüttgutes ermöglicht ist.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass, die jeweilige Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung als Anlaufring und mit der zugehörigen Reibscheibe als Gleitpaarung ausgebildet ist, wobei der jeweilige Anlaufring aus dem weicheren Material der Gleitpaarung gebildet ist. Dadurch ergibt sich eine satte Auflage der Reibscheiben auf dem jeweiligen Anlaufring, was die Laufruhe der sich im Betrieb der AustragsVorrichtung drehenden Reibscheiben verbessert und dadurch wiederum eine ziel-
gerichtete Komprimierung und Austragung des Schüttgutes ermöglicht ist.
Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die jeweilige Rollenbzw. Gleitlagereinrichtung in einem, dem Austragsbereich nächstliegenden Abschnitt einen, in eine Umfangsrichtung der Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung verlaufenden radialen Durchbruch aufweist, sodass in den Raum zwischen jeweiliger Reibscheibe und nächstliegender ebener Wandung unerwünscht eindringendes Schüttgut abführbar ist. In den Raum, welcher zwischen einer Reibscheibe und
der jeweils nächstliegenden ebenen Wandung zwangsweise durch das Vorsehen
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und jeweiliger nächstliegender ebene Wandung zu begünstigen.
Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn das Gehäuse im Einlaufbereich jeweils ein, an der ersten ebenen Wandung und der zweiten ebenen Wandung positionsfixiertes Ableitblech aufweist, wobei die erste Reibscheibe und die zweite Reibscheibe vom jeweiligen Ableitblech in Austragsrichtung abschnittsweise überdeckt sind. Die Ableitbleche können dabei vorzugsweise die jeweilige gesamte Breitseite der Reibscheiben in einer Projektion auf den Grundriss der AustragsVorrichtung überdecken. Weiters können die Ableitbleche vorzugsweise derart ausgestaltet sein, dass diese eine Form aufweisen, die der Bogenform der Reibscheiben folgt, wodurch die jeweilige Reibscheibe in Austragsrichtung vollständig von dem jeweiligen Ableitblech abgedeckt ist. Dadurch wird das Eindringen von Schüttgut in den Raum zwischen Reibscheibe und jeweils nächstliegender ebene Wandung weitestgehend unterbunden. Somit sind abermals die Wirksamkeit und Prozesssicherheit der Austrags-Vorrichtung verbessert, wie dies bereits vorherge-
hende beschrieben wurde.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die erste ebene Wandung und die zweite ebene Wandung in einem jeweiligen Überdeckungsbereich der ersten Reibscheibe bzw. der zweiten Reibscheibe Durchbrüche, also hin zum jeweiligen Raum zwischen Reibscheibe und jeweiliger nächstliegender ebenen Wandung,
aufweisen, wobei die Durchbrüche mit einer Gas-Versorgungseinrichtung zum
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sind.
Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass zwischen der ersten Reibscheibe und der zweiten Reibscheibe wenigstens eine, mit der Antriebswelle drehbeweglich gekoppelte und insbesondere kreisrunde weitere Reibscheibe mit gegenüberliegenden Reibflächen vorgesehen ist, wobei die Reibflächen normal zur Antriebsdrehachse ausgerichtet sind. Für die Komprimierung und Austragung des Schüttgutes ist eine Brückenbildung des Schüttgutes zwischen zwei nächstliegenden Reibflächen notwendig. Je nach Eigenschaften des Schüttgutes kann der maximal mögliche Abstand zwischen zwei nächstliegenden Reibflächen, der noch eine Brückenbildung des Schüttgutes erlaubt, variieren. Falls der Förderkanal für einen hohen Durchsatz an Schüttgut ausgelegt ist, kann es vorkommen, dass der Abstand in Richtung der Normalrichtung zwischen der ersten Reibfläche und der zweiten Reibfläche zu groß für eine hinreichende Brückenbildung des Schüttgutes ist. Durch Vorsehen des weiteren Reibrades kann diesem Umstand entgegengewirkt werden und ein hoher Durchsatz bzw. eine hohe Austragungsrate an Schüttgut mit der Austrags-Vorrichtung erreicht werden, wobei gleichzeitig die Brückenbildung des Schüttgutes für eine Komprimierung
und prozesssichere Austragung des Schüttgutes weiterhin erreichbar ist.
Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Reibscheiben ausgehend von der jeweiligen Reibfläche mehrere über die jeweilige Reibfläche verteilt angeord-
nete Kavitäten aufweisen. Unter Kavitäten sind dabei beispielsweise Eintiefungen,
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Kavitäten erhöht ist.
Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn am Gehäuse positionsfixiert ein sich zwischen zwei bzw. sich Jeweils zwischen zwei Reibscheiben erstreckendes Abschabelement ausgebildet ist, sodass eine Mitnahme von Mahlgut bzw. Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben entgegen der Austragsrichtung verhinderbar ist. Das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement kann sich zwischen zwei nächstliegenden Reibscheiben erstreckt bzw. den Abstand zwischen jeweils zwei nächstliegenden Reibscheiben überspannt bzw. überbrücken. Das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement kann sich ausgehend vom Gehäuse in Richtung des Förderkanals und vorzugsweise auch in Richtung des Einlaufbereiches erstrecken. Dabei kann das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement als ein Blech oder ein, in Richtung oder in Richtung entgegen der Austragsrichtung aufgewölbtes Blech ausgebildet sein. Dadurch wird das Verfrachten von Schüttgut mittels der Reibscheiben entgegen der Austragsrichtung unterbunden. Bei entsprechender gewölbter Ausgestaltung eines Abschabelementes kann weiters die Komprimierung des Schüttgutes bzw. die durch Drehung der Reibscheiben bedingte Verfrachtung des Schüttgutes innerhalb des Förderkanals gelenkt werden. Dadurch kann auf
einfach Weise eine definierte Kompression des Schüttgutes eingestellt werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement als ein, den Abstand in Normalrichtung zwischen zwei Reibscheiben überbrückendes Blech ausgebildet ist, wobei das Abschabelement bzw.
das jeweilige Abschabelement einen Winkel relativ zur Austragungsrichtung aus
einem Bereich umfassend 5° bis 90°, insbesondere 10° bis 60°, aufweist. Dabei
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kann das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement auch nur abschnittweise eine Winkel relativ zur Austragsrichtung aus einem Bereich umfassend 5° bis 90°, insbesondere 10° bis 60°, aufweisen. Das Abschabelement bzw. das jeweilige Abschabelement kann weiters, ausgehend vom Gehäuse bis zur Lage der jeweiligen Drehachse der Reibscheiben oder bis zur Lage der Antriebsdrehachse vorstehend bzw. vorstoßend ausgebildet sein, wobei das Abschabelement auf derjenigen Seite des Gehäuses positionsfixiert ausgebildet ist, sodass mittels des Abschabelements bzw. des jeweiligen Abschabelements eine Mitnahme von Mahlgut bzw. Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben entgegen der Austragsrichtung verhin-
derbar ist.
Durch das Vorsehen und die vorhergehend beschriebene Ausgestaltung des Abschabelements bzw. des jeweilige Abschabelements wird dabei nicht nur eine Mitnahme von Mahlgut bzw. von Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben entgegen der Austragsrichtung verhindert, sondern das Schüttgut wird weiters auch noch durch Förderung in Richtung des Abschabelements bzw. des jeweilige Abschabelements mittels der sich drehenden Reibscheiben komprimiert. Es ist dabei zu beachten, dass zwischen Abschabelement bzw. zwischen jeweiligem Abschabelement und nächstliegender Reibscheibe ein Spalt vorgesehen ist, um das Anlaufen der Reibscheiben am Abscha-
belement zu verhindern.
Die Erfindung betrifft weiters noch ein Verfahren zur Quantifizierung bzw. Bestimmung der Brückenbildung von Schüttgut, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte umfasst:
- Bereitstellen einer Austrags-Vorrichtung umfassend
-- einen, von einem Gehäuse gebildeten Förderkanal, wobei das Gehäuse eine erste Wandung und eine, der ersten Wandung gegenüberliegende zweite Wandung aufweist, wobei die Wandungen jeweils einen Neigungswinkel relativ zur Austragsrichtung aufweisen, sodass der Förderkanal in Austragsrichtung verjüngend ausgebildet ist,
-- eine, der ersten ebenen Wandung innerhalb des Förderkanals nächstliegende
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und um eine erste Drehachse drehbare erste Reibscheibe mit einer, der ersten ebenen Wandung abgewandten ersten Reibfläche,
-- eine, der zweiten ebenen Wandung innerhalb des Förderkanals nächstliegende und um eine zweite Drehachse drehbare zweite Reibscheibe mit einer, der zweiten ebenen Wandung abgewandten zweiten Reibfläche,
- - - wobei die erste Reibscheibe mit einem ersten Antriebsmotor antreibbar gekoppelt ist und die zweite Reibscheibe mit einem zweiten Antriebsmotor antreibbar gekoppelt ist, und
-- eine mit dem ersten Antriebsmotor und dem zweiten Antriebsmotor gekoppelte Steuer- bzw. Regelvorrichtung; und
- Befüllen des Förderkanals (5) mit Schüttgut;
Das Verfahren ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass der erste Antriebsmotor die erste Reibscheibe mit einem vordefinierten ersten Drehmoment und einer vordefinierten ersten Drehzahl entsprechend einer Vorgabe der Steuer- bzw. Regelvorrichtung antreibt, wobei der zweite Antriebsmotor nicht angetrieben wird und am zweiten Antriebsmotor ein, von der zweiten Reibscheibe und über das Brücken des Schüttgutes innerhalb des Förderkanals von der ersten Reibscheibe übertragenes zweites Drehmoment und eine zweite Drehzahl mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung gemessen und/oder erfasst werden, sodass mittels der Steuerbzw. Regelvorrichtung ein Referenzwert für die Brückenbildung des Schüttgutes
ermittelt wird.
Der Vorteil des gegenständlichen Verfahrens ist, dass das Brücken des Schüttgutes auf einfache Weise quantifizierbar ist. Dadurch ist ermöglicht, dass Materialeigenschaften des Schüttgutes auf direkte Weise mittels der Austrags-Vorrichtung bestimmbar sind, welche Materialeigenschaften in weiterer Folge auch zum Einstellen der Betriebs- bzw. Prozessparameter beim Verwenden der Austrags-Vorrichtung zum Komprimieren und Austragen des Schüttgutes verwendbar sind. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass bei einem Wechsel des Schüttgutes oder bei Verwendung eines Schüttgutes mit bislang unbekannten Materialeigenschaften eine rasche und einfache Aufnahme des Betriebes mittels der Austrags-Vorrich-
tung ermöglicht ist.
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Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 einen Aufriss einer mögliche ersten Ausgestaltungsform der AustragsVorrichtung; Fig. 2 einen Aufriss einer möglichen zweiten Ausgestaltungsform der Austra-
gungs-Vorrichtung;
Fig. 3 einen weiteren Aufriss eines Ausschnittes einer möglichen dritten Aus-
gestaltungsform der Austrags-Vorrichtung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lage-
angaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In der Fig. 1 ist ein Aufriss einer möglichen ersten Ausgestaltungsform der Austrags-Vorrichtung 1 in schematischer und stark vereinfachter Darstellung gezeigt, wobei die Austrags-Vorrichtung 1 zum Komprimieren und Austragen von nicht bzw. schwer rieselfähigem Mahlgut bzw. feingranularem und/oder bedingt rieselfähigem Schüttgut in eine Austragsrichtung 2 aus einem Speicher bzw. Silo 3 vorgesehen ist. Die Austrags-Vorrichtung 1 kann einen wenigstens abschnittsweise von einem Gehäuse 4 gebildeten Förderkanal 5 mit einem Einlaufbereich 6 und einem Austragsbereich 7 aufweisen. Das Gehäuse 4 kann dabei eine erste ebene Wandung 8 und eine zweite ebene Wandung 9 aufweisen, wobei die zweite ebene Wandung 8 der ersten ebenen Wandung 9 in einer Normalrichtung 10 relativ zur
Austragsrichtung 2 gegenüberliegend angeordnet sein kann. Weiters kann die
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erste ebene Wandung 8 einen ersten Neigungswinkel 11 relativ zur Austragsrichtung 2 aus einem Bereich umfassend -1° bis -60°, insbesondere -5° bis -45°, und die zweite ebene Wandung 9 einen zweiten Neigungswinkel 12 relativ zur Austragsrichtung 2 aus einem Bereich umfassend 1° bis 60°, insbesondere 5° bis 45°, aufweisen, sodass der Förderkanal 5, der abschnittsweise von der ersten ebenen Wandung 8 und der zweiten ebenen Wandung 9 ausgebildet ist, sich in Austrags-
richtung 2 verjüngend ausgebildet sein kann.
Die Austrags-Vorrichtung 1 kann weiters noch eine erste Reibscheibe 13 aufweisen, welche erste Reibscheibe 13 vorzugsweise kreisrund ausgebildet ist und innerhalb des Förderkanals 5 und der ersten ebenen Wandung 8 nächstliegend positioniert ist. Die erste Reibscheibe 13 kann dabei drehbar gelagert sein bzw. gegenüber dem Gehäuse 4 drehbar sein und eine erste Reibfläche 14 aufweisen, welche erste Reibfläche 14 der ersten ebenen Wandung 8 abgewandt und somit dem Förderkanal 5 zugewandt ist. Die erste, vorzugsweise kreisrund ausgebildete
Reibscheibe 13 ist dabei um eine erste Drehachse 15 drehbar.
Die Austrags-Vorrichtung 1 kann weiters noch eine zweite Reibscheibe 16 aufweisen, welche zweite Reibscheibe 16 vorzugsweise kreisrund ausgebildet ist und innerhalb des Förderkanals 5 und der zweiten ebenen Wandung 9 nächstliegend positioniert ist. Die zweite Reibscheibe 16 kann dabei drehbar gelagert sein bzw. gegenüber dem Gehäuse 4 drehbar sein und eine zweite Reibfläche 17 aufweisen, welche zweite Reibfläche 17 der ersten zweiten Wandung 9 abgewandt und somit dem Förderkanal 5 zugewandt ist. Die zweite, vorzugsweise kreisrund aus-
gebildete Reibscheibe 16 ist dabei um eine zweite Drehachse 18 drehbar.
Die erste Drehachse 15 ist dabei vorzugsweise normal zur ersten ebenen Wandung 8 ausgerichtet und die zweite Drehachse 18 ist dabei vorzugsweise normal zur zweiten ebenen Wandung 9 ausgerichtet. Die somit drehbare erste Reibscheibe 13 kann somit eine im Wesentlichen idente Neigung wie die erste ebene Wandung 8 aufweisen. Die somit drehbare zweite Reibscheibe 16 kann eine im
Wesentlichen idente Neigung wie die zweite ebene Wandung 9 aufweisen.
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Die erste Reibscheibe 13 und die zweite Reibscheibe 16 können mittels wenigstens eines ersten Antriebsmotors 19 antreibbar bzw. drehantreibbar gekoppelt sein, sodass sich die Reibscheiben 13 bzw. 16 im Betrieb der Austrags-Vorrichtung 1 drehen bzw. ein Drehmoment, das mittels des wenigstens einen ersten Antriebsmotors 19 bereitgestellt wird, übertragen wird, sodass sich die Reibscheiben 13 bzw. 16 drehen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die erste Reibscheibe 13 mittels des wenigstens einen ersten Antriebsmotors 19 und die zweite Reibscheibe 16 mittels eines zweiten Antriebsmotors 20 antreibbar bzw. drehban-
treibbar gekoppelt ist.
Die Austrags-Vorrichtung 1 kann vorzugsweise derart positioniert und orientiert werden, dass die Austragsrichtung 2 in Vertikalrichtung verläuft. Dadurch kann im Betrieb der Austrags-Vorrichtung 1 aus dem Silo 3 darin enthaltenes Schüttgut in die Austrags-Vorrichtung 1 nachdrängen bzw. durch Schwerkraft nachsacken. Werden die Reibscheiben 13 bzw. 16 angetrieben, sodass sich diese drehen, wird das Schüttgut mittels der Reibscheiben 13 bzw. 16 komprimiert und in Austragsrichtung 2 ausgetragen. Dabei kann der Förderkanal 5 derart ausgebildet sein, dass das zu fördernde Schüttgut zwischen den Reibscheiben 13 bzw. 16 eine durch die innere Reibung der Partikel des Schüttgutes bedingte Brückenbildung aufweist. Somit wird die Komprimierung des Schüttgutes verbessert. Es kann auch vorgesehen sein, dass der erste Antriebsmotor 19 und der zweite Antriebsmotor 20 mittels einer Steuer- bzw. Regelvorrichtung derart ansteuerbar sind, dass Verklemmungen oder Agglomerationen im Schüttgut durch entsprechende Drehbewegungen der Antriebsmotoren 19, 20 bzw. durch das damit verbundene Zusammenwirken der Reibscheiben 13, 16 mit dem Schüttgut auflockerbar bzw. auflösbar sind. Es ist dabei beispielhaft denkbar, dass die Drehrichtungen der Antriebsmotoren 19, 20 zweitversetzt und gegensinnig ausgeführt werden, um Ver-
klemmungen auflösen zu können.
Weiters kann es auch denkbar vorteilhaft sein, wenn die Austrags-Vorrichtung 1 noch weitere Reibscheiben (nicht dargestellt) umfasst, welche weiteren Reibscheiben in Austragsrichtung 2 unterhalb der Reibscheiben 13, 16 angeordnet sein kön-
nen. Dadurch kann die Brückenbildung des Schüttgutes verbessert werden oder
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auch, nach vorhergehender Komprimierung mittels der Reibscheiben 13, 16 eine Auflockerung des Schüttgutes mittels der weiteren Reibscheiben bewirkt werden. Somit kann das Schüttgut einerseits komprimiert und in Austragsrichtung 2 gefördert werden, wobei andererseits mittels der weiteren Reibscheiben die Rieselfähigkeit des Schüttgutes wiederhergestellt wird bzw. verbessert wird. Durch die Anordnung der weitern Reibscheiben können beispielsweise auch noch flachere Neigungswinkel 11, 12 realisiert werden, da das Schüttgut mittels der Reibscheiben 13, 16 als auch mittels der weiteren Reibscheiben verdichtet werden kann. Dies ist naturgemäß in Austragsrichtung 2 mit einer Vielzahl an weiteren Reibscheiben
fortsetzbar.
Als eine alternative Ausgestaltungsform ist es auch noch denkbar, dass die Reibscheiben 13, 16 in Vertiefungen bzw. in Nieschen (nicht dargestellt) in den ebenen Wandungen 8, 9 positioniert bzw. angeordnet sind. Dadurch kann beispielsweise auf einfache Weise vermieden werden, dass sich Schüttgut zwischen den ebenen Wandungen 8, 9 und den Reibescheiben 13, 16 anhäuft. Auch wird dadurch eine abrupte Umlenkung des Schüttgutes im Übergangsbereich zwischen den ebenen
Wandungen 8, 9 und den Reibscheiben 13, 16 vermieden.
Jedenfalls kann die vorhergehend erwähnte Steuer- bzw. Regelvorrichtung dazu eingerichtet sein, die Antriebsmotoren 19 bzw. 20 derart anzusteuern, dass mittels der Drehzahl der Reibscheiben 13, 16 die Kompression und die Fördermenge des
Schüttgutes einstellbar ist.
Mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung kann weiters noch ein Verfahren zur Bestimmung der Brückenbildung des Schüttgutes durchgeführt werden. Dabei kann beispielsweise der erste Antriebsmotor 19 die erste Reibscheibe 13 mit einem vordefinierten ersten Drehmoment und einer vordefinierten ersten Drehzahl antreiben, wobei der zweite Antriebsmotor 20 nicht angetrieben wird und am zweiten Antriebsmotor 20 ein, von der zweiten Reibscheibe 16 und über das Brücken des Schüttgutes von der ersten Reibscheibe 13 übertragenes zweites Drehmoment und eine zweite Drehzahl gemessen werden. So kann auf das Brücken des Schüttgutes zwischen der ersten Reibscheibe 13 und der zweiten Reibscheibe 16
rückgeschlossen werden. Dadurch kann mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung
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ein Referenzwert für die Brückenbildung des Schüttgutes ermittelt werden, um in weiterer Folge die Komprimierung und die Fördermenge des Schüttgutes im Be-
trieb der Austrags-Vorrichtung 1 einstellen bzw. adaptieren zu können.
In der Fig. 2 ist ein Aufriss einer möglichen zweiten und gegebenenfalls eigenständige Ausgestaltungsform der Austragungs-Vorrichtung 1 gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fig. 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen bzw. Bezug genommen. Die in Fig. 2 gezeigte Austrags-Vorrichtung 1 kann wiederum ein Gehäuse 4 mit einer ersten ebenen Wandung 8 und einer zweiten ebenen Wandung 9 aufweisen, die wiederum einen ersten Neigungswinkel 11 bzw. einen zweiten Neigungswinkel 12, wie vorhergehend beschrieben, aufweisen können. Weiters weist die AustragsVorrichtung wiederum eine erste Reibscheibe 13 und eine zweite Reibscheibe 16
auf.
Unterscheidend zu der möglichen ersten Ausführungsform der Austrags-Vorrichtung 1, kann die Austrags-Vorrichtung 1, wie in Fig. 2 dargestellt, eine Antriebswelle 21 mit einer Antriebsdrehachse 22 aufweisen, wobei die Antriebswelle 21 mit dem Antriebsmotor 19 drehbeweglich bzw. drehmomentübertragend gekoppelt sein kann. Weiters können die erste Reibscheibe 13 und die zweite Reibscheibe 16 jeweils mit der Antriebswelle 21 drehbeweglich gekoppelt bzw. drehbeweglich verbunden sein, wobei die erste Reibscheibe 13 und die zweite Reibscheibe 16 jeweils derart mit der Antriebswelle 21 gekoppelt sind bzw. daran gelagert sind, sodass die Reibscheiben 13, 16 relativ zur Antriebsdrehachse 22 schwenkbar sind, sodass die Reibscheiben 13, 16 jederzeit wenigstens annähernd parallel zu deren nächstliegender ebener Wandung 8 bzw. 9 ausgerichtet sind, wobei die Reibscheiben 13, 16 weiterhin um deren Drehachsen 15, 18 drehbar sind und vorzugsweise schlupflos der Drehbewegung der Antriebswelle 21 folgen. Somit sind die Reibscheiben 13, 16 mit deren jeweils nächstliegender ebenen Wandung 8 bzw. 9 schwenkbar wirkverbunden gekoppelt, da die Schwenkbewegung der Reibscheiben 13, 16 relativ zur Antriebsdrehachse 22 durch entsprechendes Anliegen der
Reibscheiben 13, 16 an der jeweiligen nächstliegenden ebenen Wandung 8 bzw.
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9 oder unter Zwischenschaltung eines Koppelelementes, wie beispielsweise einer Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung 23, bei Drehung der Reibscheiben 13, 16 einge-
leitet wird.
Um diese Schwenkbewegung der Reibscheiben 13, 16 relativ zur Antriebsdrehachse 22 bei gleichzeitiger Drehmomentübertragung mittels der Antriebswelle 21 zu gewährleisten, kann eine Reibscheibe 13 bzw. 16 mit der Antriebswelle 21 jeweils mittels eines Kugelflansches 24 und zugehö6öriger Kugelpfanne der jeweiligen Reibscheibe 13 bzw. 16 schwenkbar gelagert sein, wobei weiters ein Drehmoment von der Antriebswelle 21 auf die jeweilige Reibscheibe 13, 16 mittels eines Mitnehmer-Organs 26 in Wirkverbindung mit einem Anlauf-Element 27 übertragbar ist. Denkbare Ausgestaltungsformen dieser Wirkverbindung zur Übertragung von Drehmoment bei gleichzeitiger Schwenkbarkeit der Reibscheiben 13 bzw. 16 sind beispielsweise eine Vielkeilwelle mit entsprechendem Gegenprofil, eine Bogenzahnkupplungs-Verbindung oder eine einfache Drehmomentübertragung mittels
einer Paarung aus einer Nut und einer zugehörigen Anlaufflanke.
Wie bereits vorhergehend angeführt, kann zwischen der jeweiligen Reibscheibe 13 bzw. 16 und der dazu nächstliegenden ebenen Wandung 8 bzw. 9 eine Rollenbzw. Gleitlagereinrichtung 23 vorgesehen sein. Im Speziellen kann die Rollenbzw. Gleitlagereinrichtung 23 von einem Anlaufring 28 gebildet sein, wobei der Anlaufring 28 mit der jeweils zugehörigen Reibscheibe 13 bzw. 16 eine Gleitpaarung ausbildet, wobei der jeweilige Anlaufring 28 als Verschleißteil austauschbar ausgebildet sein kann und somit aus dem weicheren Material der Gleitpaarung gebildet sein kann. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung 23 als Axialrollenlager ausgebildet ist, wobei die jeweilige
Reibscheibe 13, 16 am, Ihr zugeordneten Axialrollenlager abrollt.
Die Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung 23 kann in einem, dem Austragsbereich 7
nächstliegendem Abschnitt einen, sich in Umfangsrichtung der Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung 23 erstreckenden radialen Durchbruch 30 aufweisen, sodass aus dem Raum zwischen Reibscheibe 13 bzw. 16 und jeweils nächstliegender ebener
Wandung 8 bzw. 9 unerwünscht eindringendes Schüttgut abführbar ist.
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Um eben dieses unerwünschte Eindringen von Schüttgut in den Raum zwischen Reibscheibe 13 bzw. 16 und nächstliegender ebener Wandung 8 bzw. 9 nach Möglichkeit weitestgehend zu unterbinden, kann das Gehäuse 4 im Einlaufbereich 6 jeweils ein, an der ersten ebenen Wandung 8 und der zweiten ebenen Wandung 9 positionsfixiertes Ableitblech 29 aufweist, wobei die erste Reibscheibe 13 und die zweite Reibscheibe 16 vom jeweiligen Ableitblech 29 in Austragsrichtung 2 abschnittsweise überdeckt sind. Dabei kann vorgesehen sein, dass das jeweilige Ableitblech 29 eine Form aufweist, die der vorzugsweisen kreisrunden Form der Reibscheiben 13 16 folgt, sodass eine vollständige Abschirmung der Reibscheiben 13 16 in Austragsrichtung 2 bzw. bei entsprechender Anordnung der Austrags-Vorrichtung 1 in Vertikalrichtung gewährleistet ist. Alternativ oder auch zusätzlich dazu kann, wie vorhergehend ausgeführt, vorgesehen sein, dass die Reibscheiben 13 16 und demnach auch die jeweilige Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung 23 in einer Vertiefung bzw. einer Niesche der jeweiligen ebene Wandungen 8, 9
positioniert sind.
Um das Eindringen von Schüttgut in den Raum zwischen Reibscheibe 13 bzw. 16 und jeweils nächstliegender ebener Wandung 8 bzw. 9 möglichst zu verhindern, kann weiters noch vorgesehen sein, dass die erste ebene Wandung 8 und die zweite ebene Wandung 9 in einem jeweiligen Überdeckungsbereich mit der ersten Reibscheibe 13 bzw. mit der zweiten Reibscheibe 16 Durchbrüche 31 aufweisen, wobei die Durchbrüche 31 mit einer Gas-Versorgungseinrichtung zum Einbringen von Gas mit Überdruck relativ zum Umgebungsdruck pneumatisch gekoppelt sein können. So kann der Raum zwischen Reibscheibe 13 bzw. 16 und nächstliegender ebener Wandung 8 bzw. 9, also der jeweilige Überdeckungsbereich, gespült werden, wobei vorteilhafterweise auch Gas oder trockene Luft zum Aufmischen
oder Trocknen des Schüttgutes eingebracht werden kann.
Wie in Fig. 2 ersichtlich, kann weiters noch zwischen der ersten Reibscheibe 13 und der zweiten Reibscheibe 16 wenigstens eine, mit der Antriebswelle 21 drehbeweglich gekoppelte weitere Reibscheibe 32 mit sich gegenüberliegenden weite-
ren Reibflächen 33 vorgesehen sein, wobei die weiteren Reibflächen 33 normal
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zur Antriebsdrehachse 22 ausgerichtet sein können. Entsprechend der Eigenschaften des auszutragenden Schüttgutes, insbesondere betreffend dessen Rieselfähigkeit, kann dadurch der Abstand zwischen der ersten Reibscheibe 13, der wenigstens einen weiteren Reibscheibe 32 und der zweiten Reibscheibe 16 derart gewählt werden, dass zwischen den Reibflächen 14 und 33 bzw. zwischen den Reibflächen 17 und 33 jeweils die Brückenbildung des Schüttgutes ermöglicht ist,
sodass Schüttgut vorteilhaft komprimiert werden kann und austragbar ist.
Um die Brückenbildung des Schüttgutes weiter zu verbessen, können die Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 ausgehend von deren jeweiliger Reibfläche 14, 17 bzw. 33 über die jeweilige Reibfläche 14, 17 bzw. 33 verteilte Kavitäten 34 aufweisen. Derartige Kavitäten 34 können beispielsweise als Sacklochbohrungen, als konische Sacklochbohrungen, als Dellen oder Dimples oder als Rillen, Riefen bzw. Schlitze ausgebildet sein. Durch die, auf der jeweiligen Reibfläche 14, 17 bzw. 33 verteilten Kavitäten 34 kann somit die Reibwirkung der Reibflächen 14, 17 bzw. 33 erhöht werden, wodurch die Brückenbildung des Schüttgutes verbessert wird und das Schüttgut auf vorteilhafte Weise mittel der in Betrieb befindlichen Austrags-
Vorrichtung 1 komprimierbar und austragbar ist.
In der Fig. 3 ist ein Aufriss eines Ausschnittes einer möglichen dritten und gegebenenfalls eigenständigen Ausgestaltungsform der Austrags-Vorrichtung 1 in stark vereinfachter und schematischer Darstellung gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und Fig. 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen bzw. Bezug genommen. In Fig. 3 ist ein Teilausschnitt des Gehäuses 4 erkennbar, welcher Teilausschnitt unter anderem in Verbindung mit der ersten ebenen Wandung 8 (nicht gezeigt) und der zweiten ebenen Wandung 9 (nicht gezeigt) den Förderkanal 5 ausbildet, welcher Förderkanal 5, wie vorhergehend beschrieben, einen Einlaufbereich 6 und einen Austragsbereich 7 aufweisen kann. Weiters ist in der Fig. 3 die zweite Reibscheibe 16 dargestellt, welche, bei im Betrieb befindlicher Austrags-Vorrichtung 1 um die zweite Drehachse 18 in eine Rotationsrichtung 36 rotiert. Die Austrags-Vorrichtung
1 kann, wie aus einer Zusammenschau der Fig. 3 mit Fig. 2 ersichtlich, weiters noch
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ein Abschabelement 35 bzw. jeweils ein Abschabelement 35 zwischen jeweils zwei Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 umfassen, wobei sich das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 zwischen zwei nächstliegenden Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 erstreckt bzw. den Abstand zwischen jeweils zwei nächstliegenden Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 überspannen kann. Das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 kann dabei am Gehäuse 4 positionsfixiert sein und kann sich ausgehend vom Gehäuse 4 in Richtung des Förderkanals 5 und vorzugsweise auch in Richtung des Einlaufbereiches 6 erstrecken. Dabei kann das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 als ein Blech oder ein, in Richtung oder in Richtung entgegen der Austragsrichtung 2 aufgewölbtes Blech ausgebildet sein, wobei das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 abschnittweise eine Winkel 37 relativ zur Austragsrichtung 2 aus einem Bereich umfassend 5° bis 90°, insbesondere 10° bis 60°, aufweisen kann. Das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 kann weiters, ausgehend vom Gehäuse 4 bis zur Lage der jeweiligen Drehachse 15, 18 oder bis zur Lage der Antriebsdrehachse 22 vorstehend bzw. vorstoßend ausgebildet sein, wobei das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 auf derjenigen Seite des Gehäuses 4 positionsfixiert ausgebildet ist, sodass mittels des Abschabelements 35 bzw. des jeweiligen Abschabelements 35 eine Mitnahme von Mahlgut bzw. Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung 1 bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 entgegen der Austragsrichtung 2 verhinderbar ist. Es ist auch noch eine Ausführungsform denkbar vorteilhaft, bei welcher das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 zwar weiterhin am Gehäuses 4 positionsfixiert ist, jedoch auch weiters noch, beispielsweise mittele eines Gelenkes oder einer entsprechenden Lagerung, in dessen Winkel 37 verstellbar ist, oder zumindest abschnittsweise verstellbar ist. Es ist auch denkbar, dass das Abschabelement 35 bzw. das jeweilige Abschabelement 35 in dessen Positionierung entsprechend der Eigenschaften des Schüttgutes variabel einstellbar ist, sodass der Winkel 37 variabel ist.
Durch das Vorsehen und die vorhergehend beschriebene Ausgestaltung des Abschabelements 35 bzw. des jeweilige Abschabelements 35 wird dabei nicht nur eine
Mitnahme von Mahlgut bzw. von Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung
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1 bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 entgegen der Austragsrichtung 2 verhindert, sondern das Schüttgut wird weiters auch noch durch Förderung in Richtung des Abschabelements 35 bzw. des jeweilige Abschabelements 35 mittels der sich drehenden Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 komprimiert. Es ist dabei zu beachten, dass zwischen Abschabelement 35 bzw. zwischen jeweiligem Abschabelement 35 und nächstliegender Reibscheibe 13, 16 bzw. 32 ein Spalt vorgesehen ist, um das Anlaufen der Reibscheiben 13, 16 bzw. 32 am Abschabelement
35 zu verhindern.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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Bezugszeichenliste
Austrags-Vorrichtung Austragsrichtung
Silo
Gehäuse
Förderkanal Einlaufbereich Austragsbereich
Erste ebene Wandung Zweite ebene Wandung Normalrichtung
Erster Neigungswinkel Zweiter Neigungswinkel Erste Reibscheibe Erste Reibfläche
Erste Drehachse Zweite Reibscheibe Zweite Reibfläche Zweite Drehachse Erster Antriebsmotor zweiter Antriebsmotor Antriebswelle Antriebsdrehachse Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung
Kugelflansch Kugelpfanne Mitnehmer-Organ Anlauf-Element Anlaufring
Ableitblech
30 31 32 33 34 35 36 37
Radialer Durchbruch Durchbruch
Weitere Reibscheibe Weitere Reibflächen Kavitäten Abschabelement Rotationsrichtung Winkel
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Claims (14)

Patentansprüche
1. Austrags-Vorrichtung (1) zum Komprimieren und Austragen von nicht bzw. schwer rieselfähigem Mahlgut bzw. feingranularem und/oder bedingt rieselfähigem Schüttgut in eine Austragsrichtung (2) aus einem Speicher bzw. Silo (3), umfassend einen abschnittsweise von einem Gehäuse (4) gebildeten Förderkanal (5) mit einem Einlaufbereich (6) und einem Austragsbereich (7), wobei das Gehäuse (4) eine erste ebene Wandung (8) und eine, der ersten ebenen Wandung (8) entlang einer Normalrichtung (10) relativ zur Austragsrichtung (2) gegenüberliegende zweite ebene Wandung (9) aufweist, wobei die erste ebene Wandung (8) einen ersten Neigungswinkel (11) relativ zur Austragsrichtung (2) aus einem Bereich umfassend -1° bis -60°, insbesondere -5° bis -45°, und die zweite ebene Wandung (9) einen zweiten Neigungswinkel (12) relativ zur Austragsrichtung (2) aus einem Bereich umfassend 1° bis 60°, insbesondere 5° bis 45°, aufweist, sodass der Förderkanal (5) in Austragsrichtung (2) verjüngend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
eine, der ersten ebenen Wandung (8) innerhalb des Förderkanals (5) nächstliegende und drehbar gelagerte erste Reibscheibe (13) mit einer, der ersten ebenen Wandung (8) abgewandten ersten Reibfläche (14) vorgesehen ist und eine, der zweiten ebenen Wandung (9) innerhalb des Förderkanals (5) nächstliegende und drehbar gelagerte zweite Reibscheibe (16) mit einer, der zweiten ebenen Wandung (9) abgewandten zweiten Reibfläche (17) vorgesehen ist,
wobei die erste Reibscheibe (13) um eine, relativ zur ersten ebenen Wandung (8) normal ausgerichtete erste Drehachse (15) und die zweite Reibscheibe (16) um eine, relativ zur zweiten ebenen Wandung (9) normal ausgerichtete zweite Drehachse (18) drehbar sind und mit wenigstens einem ersten Antriebsmotor (19) antreibbar gekoppelt sind, sodass beim Antreiben der ersten Reibscheibe (13) und der zweiten Reibscheibe (16) mittels des wenigstens einen ersten Antriebsmotors (19) Mahlgut bzw. Schüttgut mittels der Reibflächen (14, 17) komprimierbar und in
Austragsrichtung (2) austragbar ist.
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2. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reibscheibe (13) mit dem wenigstens einen Antriebsmotor (19) antreibbar gekoppelt ist und die zweite Reibscheibe (16) mit einem zweiten An-
triebsmotor (20) antreibbar gekoppelt ist.
3. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine, die erste ebene Wandung (8) und die zweite ebene Wandung (9) entlang der Normalrichtung (10) durchdringende Antriebswelle (21) mit einer Antriebsdrehachse (22) ausgebildet ist,
- wobei die Antriebswelle (21) mit dem ersten Antriebsmotor (19) drehbeweglich gekoppelt ist, und
- wobei die erste Reibscheibe (13) und die zweite Reibscheibe (16) jeweils mit der Antriebswelle (21) drehbeweglich gekoppelt sind und jeweils relativ zur Antriebsdrehachse (22) schwenkbar gelagert sind, wobei die erste Reibscheibe (13) mit der ersten ebenen Wandung (8) schwenkbar wirkverbunden gekoppelt ist und die zweite Reibscheibe (16) mit der zweiten ebenen Wandung (9) schwenkbar wirk-
verbunden gekoppelt ist.
4. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reibscheibe (13) und die zweite Reibscheibe (16) jeweils mittels eines Kugelflansches (24) an der Antriebswelle (21) mit jeweils zugehöriger Kugelpfanne (25) der Reibscheiben (13, 16) gelagert sind und mittels eines MitnehmerOrgans (26) in Wirkverbindung mit einem Anlauf-Element (27) zur Übertragung
von Drehmoment mit der Antriebswelle (21) antreibbar gekoppelt sind.
5. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer ebenen Wandung (8, 9) und einer dazu nächstliegenden Reibscheibe (13, 16) jeweils eine Rollen- bzw. Gleitlager-
einrichtung (23) vorgesehen bzw. ausgebildet ist.
6. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass, die jeweilige Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung (23) als Anlaufring (28) und
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mit der zugehörigen Reibscheibe (13, 16) als Gleitpaarung ausgebildet ist, wobei der jeweilige Anlaufring (28) aus dem weicheren Material der Gleitpaarung gebildet ist.
7. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Rollen- bzw. Gleitlagereinrichtung (23) in einem, dem Austragsbereich (7) nächstliegenden Abschnitt einen, in eine Umfangsrichtung der Rollen-
bzw. Gleitlagereinrichtung (23) verlaufenden radialen Durchbruch (30) aufweist.
8. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) im Einlaufbereich (6) jeweils ein, zur ersten ebenen Wandung (8) und zur zweiten ebenen Wandung (9) positionsfixiertes Ableitblech (29) aufweist, wobei die erste Reibscheibe (13) und die zweite Reibscheibe (16) vom jeweiligen Ableitblech (29) in Austragsrichtung (2) ab-
schnittsweise überdeckt sind.
9. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste ebene Wandung (8) und die zweite ebene Wandung (9) in einem jeweiligen Überdeckungsbereich der ersten Reibscheibe (13) bzw. der zweiten Reibscheibe (16) Durchbrüche (31) aufweisen, wobei die Durchbrüche (31) mit einer Gas-Versorgungseinrichtung zum Einbringen von Gas
mit Überdruck relativ zum Umgebungsdruck pneumatisch gekoppelt sind.
10. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Reibscheibe (13) und der zweiten Reibscheibe (16) wenigstens eine, mit der Antriebswelle (21) drehbeweglich gekoppelte weitere Reibscheibe (32) mit gegenüberliegenden weiteren Reibflächen (33) vorgesehen ist, wobei die weiteren Reibflächen (33) normal zur An-
triebsdrehachse (22) ausgerichtet sind.
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11. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheiben (13, 16 bzw. 32) ausgehend von der jeweiligen Reibfläche (14, 17 bzw. 33) mehrere über die jeweilige Reibfläche
(14, 17 bzw. 33) verteilt angeordnete Kavitäten (34) aufweisen.
12. Austrags-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (4) positionsfixiert ein sich zwischen zwei bzw. sich jeweils zwischen zwei Reibscheiben (13, 16 bzw. 32) erstreckendes Abschabelement (35) ausgebildet ist, sodass eine Mitnahme von Mahlgut bzw. Schüttgut bei angetriebener Austrags-Vorrichtung (1) bzw. bei jeweils sich drehenden Reibscheiben (13, 16 bzw. 32) entgegen der Austragsrichtung (2) ver-
hinderbar ist.
13. Austrags-Vorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschabelement (35) bzw. das jeweilige Abschabelement (35) als ein, den Abstand in Normalrichtung (10) zwischen zwei Reibscheiben (13, 16 bzw. 32) überbrückendes Blech oder Bauteil ausgebildet ist, wobei das Abschabelement (35) bzw. das jeweilige Abschabelement (35) im Wesentlichen einen Winkel (37) relativ zur Austragsrichtung (2) aus einem Bereich umfassend 5° bis 90°, insbe-
sondere 10° bis 60°, aufweist.
14. Verfahren zur Quantifizierung bzw. Bestimmung der Brückenbildung von Schüttgut umfassen die folgenden Verfahrensschritte:
- Bereitstellen einer Austrags-Vorrichtung (1) umfassend
-- einen, von einem Gehäuse (4) gebildeten Förderkanal (5), wobei das Gehäuse (4) eine erste Wandung (8) und eine, der ersten Wandung (8) gegenüberliegende zweite Wandung (9) aufweist, wobei die Wandungen (8, 9) jeweils einen Neigungswinkel (11, 12) relativ zur Austragsrichtung (2) aufweisen, sodass der Förderkanal (5) in Austragsrichtung (2) verjüngend ausgebildet ist,
-- eine, der ersten ebenen Wandung (8) innerhalb des Förderkanals (5) nächstliegende und um eine erste Drehachse (15) drehbare erste Reibscheibe (13) mit einer, der ersten ebenen Wandung (8) abgewandten ersten Reibfläche (14),
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-- eine, der zweiten ebenen Wandung (9) innerhalb des Förderkanals (5) nächstliegende und um eine zweite Drehachse (18) drehbare zweite Reibscheibe (16) mit einer, der zweiten ebenen Wandung (9) abgewandten zweiten Reibfläche (17), - - - wobei die erste Reibscheibe (13) mit einem ersten Antriebsmotor (19) antreibbar gekoppelt ist und die zweite Reibscheibe (16) mit einem zweiten Antriebsmotor (20) antreibbar gekoppelt ist, und
-- eine mit dem ersten Antriebsmotor (19) und dem zweiten Antriebsmotor (20) gekoppelte Steuer- bzw. Regelvorrichtung; und
- Befüllen des Förderkanals (5) mit Schüttgut;
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Antriebsmotor (19) die erste Reibscheibe (13) mit einem vordefinierten ersten Drehmoment und einer vordefinierten ersten Drehzahl entsprechend einer Vorgabe der Steuer- bzw. Regelvorrichtung antreibt, wobei der zweite Antriebsmotor (20) nicht angetrieben wird und am zweiten Antriebsmotor (20) ein, von der zweiten Reibscheibe (16) und über das Brücken des Schüttgutes innerhalb des Förderkanals (5) von der ersten Reibscheibe (13) übertragenes zweites Drehmoment und eine zweite Drehzahl mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung gemessen und erfasst werden, sodass mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung ein Re-
ferenzwert für die Brückenbildung des Schüttgutes ermittelt wird.
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