AT528036B1 - Mehrteiliges Rad - Google Patents
Mehrteiliges RadInfo
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- AT528036B1 AT528036B1 ATA50168/2024A AT501682024A AT528036B1 AT 528036 B1 AT528036 B1 AT 528036B1 AT 501682024 A AT501682024 A AT 501682024A AT 528036 B1 AT528036 B1 AT 528036B1
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Abstract
Felge mit Reifen (1) umfassend einen ersten Felgenteil (2) und einen zweiten Felgenteil (3), welche Felgenteile (2, 3) eine erste Öffnung (5) beziehungsweise zweite Öffnung (6) zur drehbaren Lagerung um eine Radachse (4) umfassen, wobei die Felgenteile (2, 3) unter Ausbildung einer einzigen Radachse (4) in einem veränderbaren Felgenabstand (7) angeordnet sind, wobeider erste Felgenteil (2) zumindest einen sich in Richtung der Radachse (4) erstreckenden Vorsprung (8) umfasst, welcher Vorsprung (8) in eine Ausnehmung (9) in dem zweiten Felgenteil (3) einbringbar ist, wobei ein Sperrelement (11) durch ein Drehen des ersten Felgenelementes um die Radachse (4) und relativ zu dem zweiten Felgenelement mit dem zweiten Felgenelement in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (8) oder zwischen freien Ende (10) und angeschlossenen Ende (10) des Vorsprunges ein in tangentialer Richtung zur Radachse (4) orientiertes Sperrelement (11) umfasst und das Sperrelement (11) in eine in einer Speiche angeordnete Sperrelementausnehmung einbringbar ist. wobei der Vorsprung (8) am freien Ende (10) oder zwischen freien Ende (10) und angeschlossenen Ende (10) des Vorsprunges ein in tangentialer Richtung zur Radachse (4) orientiertes Sperrelement (11) umfasst, welches Sperrelement (11) mit dem zweiten Felgenteil (3) in Eingriff bringbar ist.
Description
[0001] Die hier offenbarte Erfindung betrifft eine Felge nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die hier offenbarte Erfindung betrifft eine Felge mit Reifen, welche Felge einen ersten Felgenteil und einen zweiten Felgenteil umfasst. Die Felgenteile weisen bei einer Ansicht normal auf diese einen für einen kreisrunden Reifen passenden, üblicher Weise ebenso kreisrunden Querschnitt auf. Der erste Felgenteilumfasst eine konzentrisch angeordnete erste Öffnung. Der zweite Felgenteil umfasst eine konzentrisch angeordnete zweite Öffnung. Die Öffnungen dienen der drehbaren Lagerung der Felgenteile um eine Radachse.
[0003] Die Felgenteile können so zusammengeführt werden, dass sich eine einzige Radachse durch die erste Öffnung und durch die zweite Öffnung erstreckt. Die Felgenteile können in einem in Richtung der Radachse gemessenen Felgenabstand größer oder gleich Null zueinander angeordnet sein.
[0004] Es sind die Felgenteile entlang der Radachse zueinander verschiebbar, sofern die relative Verschiebung zueinander nicht durch ein unten beschriebenes Sperrelement gesperrt ist.
[0005] Es ist aus DE7834277U1 eine zweiteilige Felge mit einem Bajonettverschluss bekannt, welcher Bajonettverschluss in einer Ebene der Felge parallel zu der Lauffläche des angeordnet ist. Diese Anordnung ist für den Benutzer nachteilig, weil der Benutzer den ordnungsgemäßen Verbund über das geschlossene Bajonettverschluss nicht kontrollieren kann.
[0006] US2219156 offenbart keinen Vorsprung mit einem zwischen dem freien und geschlossenen Ende des Vorsprunges angeordnetem Sperrelement (siehe u.a. Figur 4 von US2219156). Es wird in US2219156 weiters das Sperrelement 14 des ersten Felgenteils an der angewandten Seite des zweiten Felgenteils und nicht in einer Sperrelementausnehmung einer Speiche des zweiten Felgenteils durch Relativdrehen der Felgenteile angeordnet.
[0007] US20100107946 offenbart keine Vorsprünge mit Sperrelementen, welche Sperrelemente jeweils zwischen dem angeschlossenen Ende und dem freien Ende des Vorsprunges angeordnet sind.
[90008] In DE20118566, Figur 2 ist gezeigt, dass die Vorsprünge 332, 331 des einen Felgenteils 31 und die Vorsprünge 341, 342 des Felgenringes 32in den Reifen angeordnet werden. Sämtliche Vorsprünge sind in den Felgenkränzen 314, 322 angeordnet und können somit nicht in durch die Speichen ausgebildete Ausnehmungen eingebracht werden.
[0009] US20170274989 offenbart keinen Vorsprung mit einem zwischen dem freien und geschlossenen Ende des Vorsprunges angeordnetem Sperrelement (siehe u.a. Figur 4 von US20170274989). Es wird in US20170274989 nicht in einer Sperrelementausnehmung einer Speiche des zweiten Felgenteils durch Relativdrehen der Felgenteile angeordnet.
[0010] US1541445, Figur 2 zeigt einen Vorsprung und eine Sperrelement, die in dem Felgenkranz und somit nicht im Speichenbereich angeordnet werden.
[0011] Die hier offenbarte Erfindung stellt sich die erste Aufgabe die Felgenteile austauschbar zu gestalten.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese erste Aufgabe durch den Anspruch 1 gelöst.
[0013] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass der erste Felgenteil in einem ersten Speichenbereich zumindest einen sich in Richtung der Radachse erstreckenden Vorsprung umfasst,
welcher Vorsprung in eine Ausnehmung in dem zweiten Felgenteil einbringbar ist,
wobei der Vorsprung am freien Ende oder zwischen freien Ende und angeschlossenem Ende des Vorsprunges ein Sperrelement umfasst, welches Sperrelement mit dem zweiten Felgenteil in Eingriff bringbar ist.
[0014] Der Vorsprung ist im Speichenbereich und/oder im Felgenhorn und/oder Felgenflanke an-
geordnet. Der Speichenbereich, im Besonderen der äußere Speichenbereich ist von einem Benutzer einsehbar. Der Benutzer kann kontrollieren, ob die durch das in die Ausnehmung eingebrachte Sperrelement hergestellte Verbindung sich gelöst hat.
[0015] Der am erste Felgenteil angeschlossene Vorsprung umfasst ein freies Ende und ein angeschlossenes Ende, an welchem angeschlossenen Ende der Vorsprung mit dem Felgenteil verbunden ist.
[0016] Die durch das Einbringen des Sperrelementes in die Ausnehmung hergestellte Verbindung ist lösbar. Der Benutzer kann beispielsweise durch ein Verkleben des Sperrelementes in die Ausnehmung die Verbindung nicht lösbar gestalten. Das Sperrelement kann gegen Öffnen gesichert sein.
[0017] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass der Vorsprung sich radial oder tangential zu der ersten Radachse erstreckt.
[0018] Der Vorsprung kann die Form eines Quaders aufweisen. Der Quader kann von einer durch die Speichen definierten Speichenoberfläche vorspringen und sich hierbei in einer zu der Radachse radialen oder tangentialen und longitudinalen Richtung erstrecken.
[0019] Der Vorsprung kann von der Felgenflanke oder vom Felgenhorn sich in radialer oder tangentialer Richtung und longitudinaler Richtung zu der ersten Radachse erstrecken.
[0020] Der Vorsprung ist zu dem zweiten Felgenteil vorspringend orientiert, um in eine in dem zweiten Felgenteil angeordneten Ausnehmung eingebracht zu werden.
[0021] Die Ausnehmung ist so ausgebildet, dass der Vorsprung und das Sperrelement in die Ausnehmung eingebracht werden kann.
[0022] Es kann das Sperrelement ein separates Element sein. Das Sperrelement kann einstückig mit dem Vorsprung ausgebildet sein.
[0023] Die erfindungsgemäße Felge zeichnet sich dadurch aus, dass das am freien Ende des Vorsprunges oder zwischen dem freien Ende und dem angeschlossenen Ende des Vorsprunges angeordnete Sperrelement durch ein Drehen des ersten Felgenelementes um die Radachse und relativ zu dem zweiten Felgenelement mit dem zweiten Felgenelement in Eingriff bringbar ist.
[0024] Es wird in der nachstehenden Figurenbeschreibung eine mögliche Ausführungsform der Ausbildung des Vorsprunges und des Sperrelementes sowie der Ausnehmung diskutiert.
[0025] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass der Vorsprung in eine durch eine Speiche oder durch zwei Speichen definierte Ausnehmung einbringbar ist.
[0026] Die Ausnehmung kann in einer Speiche ausgebildet sein. Der zwischen zwei Speichen liegende Hohlraum kann als eine Ausnehmung angesehen werden.
[0027] Die erfindungsgemäße Felge zeichnet sich dadurch aus, dass das Sperrelement in eine in einer Speiche angeordnete Sperrelementausnehmung des zweiten Felgenteils einbringbar ist oder
[0028] Die hier offenbarte Erfindung stellt sich auch der zweiten Aufgabe einen Reifen aus Vollgummi austauschen zu können. Nach dem Stand der Technik wiesen Reifen aus Vollgummi für Kickboards und ähnliche Fahrzeuge eine sehr geringe Elastizität auf und können aus diesem Grund nicht auf eine Felge gestülpt werden. Ein Reifen nach dem Stand der Technik wird auf bestehende einteilige Felgen aufgespritzt oder aufgegossen. Ein angenützter oder nicht mehr zu gebrauchender Reifen hat zur Folge, dass die nach dem Stand der Technik hergestellte, untrennbare Kombination aus Felge und Felge entsorgt werden muss. Es ist insbesondere ein Recycling nicht möglich, weil eine Kombination aus Rad und Felge mehrere Werkstoffe umfasst.
[0029] Es können die Felgenteile durch das Einbringen des Sperrelementes in die Sperrelementausnehmung gegeneinander gepresst werden. Es kann beispielsweise das Sperrelement eine zu der Radachse rechtwinkelig angeordnete erste Kontaktfläche und die Sperrelementausnehmung eine zu der Radachse geneigte zweite Kontaktfläche (oder umgekehrt) umfassen, sodass
durch das Einbringen des Sperrelementes in die Sperrelementausnehmung eine größer werdende Vorspannkraft erzeugt wird, mit welcher Vorspannkraft die Felgenteile gegeneinander gepresst werden.
[0030] Es kann das Sperrelement und die Sperrelementausnehmung eine lösbare Rastverbindung aufweisen. Durch das Einbringen des Sperrelementes in die Sperrelementausnehmung wird das Sperrelement zu der Sperrelementausnehmung eingerastet.
[0031] Die hier offenbarte Erfindung stellt sich die Aufgabe, dass ein Reifen von der Felge abnehmbar ist und so nur der abgenützte Reifen durch einen neuen Reifen ausgetauscht werden kann.
[0032] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass die Felgenteile eine erste Reifenklemmfläche und eine zweite Reifenklemmfläche umfassen, wobei der Reifen mit den Reifenklemmflächen gehalten oder geklemmt wird.
[0033] Wie eingangs erläutert umfasst die erfindungsgemäße Felge zumindest zwei Felgenteile, welche Felgenteile durch eine lösbare Verbindung verbunden sind. Es kann ein Zwischenelement zwischen den Felgenteilen angeordnet sein. Die verbundenen Felgenteile halten den Reifen formschlüssig und/oder klemmend. Durch ein Lösen der die Felgenteile haltenden Verbindung und nach einem Auseinanderbewegen der Felgenteile kann der abgenützte Reifen durch einen neuen Reifen ersetzt werden. Anschließend kann die erfindungsgemäße Felge wieder zusammengesetzt werden.
[0034] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass die Reifenklemmflächen zu einer Spiegelachse spiegelgleich ausgebildet sind, welche Spiegelachse in einem rechten Winkel zu der Radachse orientiert ist.
[0035] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass ein weiteres Sperrelement ein Drehen des ersten Felgenelementes relativ zu dem zweiten Felgenelement unterbindet.
[0036] Die erfindungsgemäße Felge kann sich dadurch auszeichnen, dass der Reifen zumindest eine Reifenausnehmung und zumindest ein Felgenteil zumindest einen Reifenaufnahmevorsprung umfasst,
welcher Reifenaufnahmevorsprung in die Reifenausnehmung in Eingriff gebracht wird.
[0037] Die Reifenausnehmung und der Reifenaufnahmevorsprung dienen der weiteren Aufnahme des Reifens durch zumindest einen Felgenteil. Es können die Reifenausnehmung als sich in der Reifenwand radial erstreckende Ausnehmungen ausgebildet sein, in welche Reifenausnehmungen ebenso radial ausgebildete Reifenaufnahmevorsprünge eingebracht werden. In einer vorteilhaften Weise umfasst der Reifen an beiden, die Felgenteile kontaktierenden Reifenseiten zumindest eine Reifenausnehmung und die Felgenteile passende Reifenaufnahmevorsprünge.
[0038] Die Erfindung wird anhand der folgenden, in den Figuren dargestellten Ausführungsformen ergänzend erläutert:
[0039] Fig. 1 zeigt eine Explosionszeichnung einer Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Felge,
[0040] Fig. 2 zeigt eine weitere Ansicht der in der Figur 1 dargestellten Felge,
[0041] Fig. 3 zeigt eine Explosionszeichnung einer weiteren Ausführungsform,
[0042] Fig. 4 zeigt ein Schnittbild der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform.
[0043] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen zeigen lediglich mögliche Ausführungsformen, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf diese speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander und eine Kombination einer Ausführungsform mit der oben angeführten allgemeinen Beschreibung möglich sind. Diese weiteren möglichen Kombinationen müssen nicht explizit erwähnt sein, da diese weiteren möglichen Kombinationen aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegen.
In den Figuren sind die folgenden Elemente durch die vorangestellten Bezugszeichen gekennzeichnet:
1 Reifen
2 erster Felgenteil
3 zweiter Felgenteil
4 Radachse
5 erste Öffnung
6 zweite Öffnung
7 Felgenabstand
8 Vorsprung
9 Ausnehmung
10 freies Ende Vorsprung
11 Sperrelement
12 Sperrelementausnehmung 13 erste Reifenklemmfläche 14 zweite Reifenklemmfläche 15 Pfeile Zusammenführen
16 Spiegelachse
17 Reifenausnehmung
18 Reifenaufnahmevorsprung [0044] Die Figur 1 zeigt eine Felge mit einem Reifen 1. Die Felge umfasst einen ersten Felgenteil 2 und einen zweiten Felgenteil 3. [0045] Die Figur 2 zeigt eine Ansicht des zweiten Felgenteils 3.
[0046] Der erste Felgenteil 2 weist eine kreisrunde erste Flächenerstreckung auf, welche FIlächenerstreckung in einem Winkel von 90 Grad zu der einen Radachse 4 orientiert ist. Der zweite Felgenteil 3 weist hierzu gleichsam eine kreisrunde zweite Flächenerstreckung auf, welche zweite Flächenerstreckung in einem Winkel von 90 Grad zu der Radachse 4 orientiert ist. Die Radachse 4 erstreckt sich durch eine im Zentrum des ersten Felgenteils 2 angeordnete erste Öffnung 5 und eine im Zentrum des zweiten Felgenteils 3 angeordnete zweite Öffnung 6.
[0047] Der erste Felgenteil 2 ist durch die erste Öffnung 5 und der zweite Felgenteil 3 ist durch die zweite Offnung 6 drehbar an der Radachse 4 gelagert.
[0048] Der erste Felgenteil 2 und der zweite Felgenteil 3 sind in einem Felgenabstand 7 anordenbar. Der Felgenabstand 7 ist — bei keiner aufrechten Verbindung der Felgenteile 2, 3 — durch das mögliche Verschieben der Felgenteile 2, 3 zueinander veränderbar. Es ist der Felgenabstand 7 in der Figur 1 symblisch eingetragen. Der Felgenabstand 7 kann bei zusammengefügten Felgenteilen 2, 3 gleich Null betragen.
[0049] Der erste Felgenteil 2 umfasst zumindest einen sich in Richtung der Radachse 4 erstreckenden Vorsprung 8. Der Vorsprung 8 ist in auf der Seite des ersten Felgenteils 2 angeordnet,
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welche Seite dem zweiten Felgenteil 3 zugewandt ist.
[0050] Der zweite Felgenteil 3 umfasst eine Ausnehmung 9 in der zweiten Flächenerstreckung. Es ist die Ausnehmung 9 so ausgebildet, dass der Vorsprung 8 in die Ausnehmung 9 eingebracht werden kann.
[0051] Die in der Figur 1 gezeigte Ausführungsform umfasst mehrere Vorsprünge 8 und mehrere Ausnehmungen 9. Es sind in den Figuren nur eine Auswahl der Vorsprünge 8 und der Ausnehmungen 9 mit einem Bezugszeichen gekennzeichnet, um die UÜbersichtlichkeit der Figuren zu wahren.
[0052] Es ist zwischen dem freien Ende 10 und dem angeschlossenen Ende des Vorsprunges 8 ein Sperrelement 11 angeordnet.
[0053] Die in der Figur 1 gezeigte Ausführungsform ist derartig ausgebildet, dass das Sperrelement 11 auf der Seite des zweiten Felgenelementes 3, welche Seite zu dem ersten Felgenelement 2 angeordnet wird, mit dem zweiten Felgenteil 3 in Eingriff gebracht wird.
[0054] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform wird das Sperrelement 11 durch das Einbringen des Vorsprunges 8 in die Ausnehmung 9 an der Seite des zweiten Felgenteils 3, welche Seite von dem ersten Felgenteil 2 abgewandt ist, angeordnet. Durch ein Drehen des ersten Felgenteiles 2 um die Radachse 4 (hier beispielsweise im Uhrzeigersinn) und relativ zu dem zweiten Felgenteil 3 wird das Sperrelement 11 mit dem zweiten Felgenteil 3 in Eingriff bringbar ist. Das so gestellte Sperrelement 11 erstreckt sich parallel zu der dem ersten Felgenteil 2 abgewandten Seite des zweiten Felgenteils 3 und stellt so eine Verbindung zwischen dem ersten Felgenteil 2 und dem zweiten Felgenteil 3 her.
[0055] Diese Verbindung unterbindet ein Bewegen der Felgenteile 2, 3 relativ zu einander und in Richtung der Radachse 4.
[0056] Die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform umfasst in einer vorteilhaften Weise mehrere Vorsprünge 8. Jeweils ein Vorsprung 8 ist von der Seite des ersten Felgenteils 2, welche Seite dem zweiten Felgenteil 3 zugewandt ist, vorspringend angeordnet. Es sind die Vorsprünge 8 radial um die Radachse 4 an der dem zweiten Felgenteil 3 zugewandten Seite des ersten Felgenteils 3 angeordnet.
[0057] Es ist jedem Vorsprung 8 des ersten Felgenteils 2 eine passende Ausnehmung 9 in dem zweiten Felgenteil 3 zugewiesen. Durch die hier dargestellte vorteilhafte Ausbildung der Vorsprünge 8 und der Ausnehmungen 9 mit gleichen Querschnitten, kann jeder Vorsprung 8 in jede Ausnehmung 9 eingebracht werden.
[0058] Die Ausnehmung 9 kann als eine solche in einer als Scheibe ausgebildeten zweiten Felgenteil 3 oder in einer Speiche des zweiten Felgenteils 3 ausgebildet sein. Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform mit einem ansprechenden Design, bei welcher Ausführungsform die Ausnehmung 9 als eine durch zwei angrenzende Speichen definierte Ausnehmung ausgebildet ist.
[0059] Es ist oben erwähnt, dass das Sperrelement 11 zu einer dem ersten Felgenteil 2 abgewandten Seite des zweiten Felgenteils 3 gestellt wird. Diese Seite, mit welcher Seite das Sperrelement 11 mit einer Sperrelementfläche in Eingriff gebracht wird, ist im Besonderen als eine Sperrelementausnehmung 12 in einer Speiche des zweiten Felgenteils 3 ausgebildet.
[0060] Die obige Figurenbeschreibung betrifft die erste Aufgabenstellung der Erfindung.
[0061] Die Felgenteile 2, 3 umfassen zur Lösung der zweiten Aufgabenstellung eine erste Reifenklemmfläche 13 und eine zweite Reifenklemmfläche 14. Es wird der Reifen 1 durch die Reifenklemmflächen 13, 14 gehalten oder nach Aufbringung einer Vorspannkraft kliemmend gehalten. Der Reifen 1 wird durch Zusammenführen der Felgenteile 2, 3 (siehe Pfeile 15) und Verbinden der Felgenteile 2, 3 durch das Sperrelement 11 von den Felgenteilen 2, 3 aufgenommen. Der Reifen 1 und die Felgenteile 2, 3 sind hierdurch zu der Radachse 4 sowie um die Radachse 4 drehbar gelagert. Es kann hierzu die Kombination aus Felgenteilen 2, 3 und Reifen 1 auf die Radachse 4 aufgesteckt werden.
[0062] Es kann die erwähnte Kombination auch von der Radachse 4 abgenommen werden. Es kann die Verbindung der Felgenteile 2, 3 gelöst werden und so der Reifen 1 von den Felgenteilen 2, 3 freigeben werden. Es kann so ein abgenützter Reifen entnommen werden und durch einen neuen Reifen ersetzt werden.
[0063] Der Reifen 1 wird bei der Herstellung der Aufnahme durch die Felgenteile — abgesehen von einer etwaigen Klemmung — nicht oder nur geringfügig deformiert. Dies erlaubt die Aufnahme eines Reifens 1 mit einer hohen Steifigkeit, welche Steifigkeit beispielsweise bei Rollern, Inlineskates, Kickboards und dergleichen üblich ist.
[0064] Es können die Reifenklemmflächen 13, 14 zu einer Spiegelachse 16 oder Spiegelfläche spiegelgleich ausgebildet sind, welche Spiegelachse 16 in einem rechten Winkel zu der Radachse 4 orientiert ist.
[0065] Die Felgenteile 2, 3 umfassen in einer vorteilhaften Weise ein weiteres Sperrelement 19, welche weiteres Sperrelement 19 ein Drehen des ersten Felgenelementes relativ zu dem zweiten Felgenelement unterbindet. Es wird durch das weitere Sperrelement 19 die Verbindung der Felgenteile 2, 3 gesichert.
[0066] Die Figur 3 zeigt eine Explosionszeichnung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kombination von Felge und Reifen 1. Ergänzend zu den Merkmalen der in der Figur 1 und in der Figur 2 dargestellten und oben beschriebenen Ausführungsform umfasst bei der in der Figur 3 gezeigten Ausführungsform der Reifen 1 zumindest eine Reifenausnehmung 17 und zumindest ein Felgenteil 2, 3 einen Reifenaufnahmevorsprung 18, welcher Reifenaufnahmevorsprung 18 mit der Reifenausnehmung 17 in Eingriff gebracht wird. Durch die Reifenausnehmung 17 und den Reifenaufnahmevorsprung 18 wird der Reifen 1 ergänzend zu den oben beschriebenen Mitteln gehalten. Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform umfasst in einer vorteilhaften Weise mehrere radial am Reifen 1 angeordnete Reifenausnehmungen 17 und radial an den Felgenteilen 2, 3 angeordnete Reifenaufnahmevorsprünge 18.
[0067] Die Figur 4 zeigt ein Schnittbild der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform.
Claims (7)
1. Felge mit Reifen (1) umfassend einen ersten Felgenteil (2) und einen zweiten Felgenteil (3), welche Felgenteile (2, 3) eine erste Öffnung (5) beziehungsweise zweite Öffnung (6) zur drehbaren Lagerung um eine Radachse (4) umfassen, wobei die Felgenteile (2, 3) unter Ausbildung einer einzigen Radachse (4) in einem veränderbaren Felgenabstand (7) angeordnet sind, der erste Felgenteil (2) zumindest einen sich in Richtung der Radachse (4) erstreckenden Vorsprung (8) umfasst, welcher Vorsprung (8) in eine Ausnehmung (9) in dem zweiten Felgenteil (3) einbringbar ist, wobei der Vorsprung (8) zwischen freien Ende (10) und angeschlossenen Ende (10) des Vorsprunges ein in tangentialer Richtung zur Radachse (4) orientiertes Sperrelement (11) umfasst, welches Sperrelement (11) mit dem zweiten Felgenteil (3) in Eingriff bringbar ist, wobei das Sperrelement (11) durch ein Drehen des ersten Felgenelementes um die Radachse (4) und relativ zu dem zweiten Felgenelement mit dem zweiten Felgenelement in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (11) in eine in einer Speiche des zweiten Felgenteils (2) angeordnete Sperrelementausnehmung (12) einbringbar ist.
2. Felge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (8) sich radial oder tangential zu der ersten Radachse (4) erstreckt.
3. Felge nach einem der Ansprüche 1 bis 2,dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (8) in eine durch eine Speiche oder durch zwei Speichen definierte Ausnehmung (9) einbringbar ist.
4. Felge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Felgenteile (2, 3) eine erste Reifenklemmfläche (13) und eine zweite Reifenklemmfläche (14) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifen (1) mit den Reifenklemmflächen (13, 14) gehalten oder geklemmt wird.
5. Felge mit Reifen (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reifenklemmflächen (13, 14) zu einer Spiegelachse (16) spiegelgleich ausgebildet sind, welche Spiegelachse (16) in einem rechten Winkel zu der Radachse (4) orientiert ist.
6. Felge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Sperrelement ein Drehen des ersten Felgenelementes relativ zu dem zweiten Felgenelement unterbindet.
7. Felge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifen (1) zumindest eine Reifenausnehmung (17) und zumindest ein Felgenteil (2, 3) zumindest einen Reifenaufnahmevorsprung (18) umfasst, welcher Reifenaufnahmevorsprung (18) in die Reifenausnehmung (17) in Eingriff gebracht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
719
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