AT528197A4 - Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug - Google Patents
Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und SchienenfahrzeugInfo
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- AT528197A4 AT528197A4 ATA50628/2024A AT506282024A AT528197A4 AT 528197 A4 AT528197 A4 AT 528197A4 AT 506282024 A AT506282024 A AT 506282024A AT 528197 A4 AT528197 A4 AT 528197A4
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk mit einem Fahrwerksrahmen (2), umfassend zumindest zwei Längsträger und zwei Querträger, mit zumindest drei Radsätzen sowie mit zumindest drei Antriebsanordnungen, wobei eine erste Antriebsanordnung (11) mit einem ersten Querträger (5) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung mit einem ersten Radsatz (8) gekoppelt ist. Es wird vorgeschlagen, dass eine zweite Antriebsanordnung (12) und eine dritte Antriebsanordnung (13) mit einem zweiten Querträger (6) verbunden sind, wobei zur Drehmomentübertragung die zweite Antriebsanordnung (12) mit einem zweiten Radsatz (9) und die dritte Antriebsanordnung (13) mit einem dritten Radsatz (10) gekoppelt ist, wobei der erste Querträger (5) und der zweite Querträger (6) die einzigen Fahrwerksrahmenteile sind, über welche die beiden Längsträger miteinander querverbunden sind, und wobei der erste Querträger (5) und der zweite Querträger (6) in Richtung einer Fahrwerksmitte versetzt angeordnet sind. Dadurch kann auf Fahrwerksrahmen-Kopfträger verzichtet werden.
Description
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Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, mit einem Fahrwerksrahmen umfassend zumindest einen ersten Längsträger, einen zweiten Längsträger, einen ersten Querträger und einen zweiten Querträger, mit zumindest einem ersten Radsatz, einem zweiten Radsatz und einem dritten Radsatz, welche drehbar mit dem Fahrwerksrahmen gekoppelt sind sowie mit zumindest einer ersten Antriebsanordnung umfassend einen ersten Motor und ein erstes Getriebe, einer zweiten Antriebsanordnung umfassend einen zweiten Motor und ein zweites Getriebe und einer dritten Antriebsanordnung umfassend einen dritten Motor und ein drittes Getriebe, wobei die erste Antriebsanordnung mit dem ersten Querträger verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem ersten Motor über das erste Getriebe auf den ersten
Radsatz mit dem ersten Radsatz gekoppelt ist.
Auf Fahrwerke für Schienenfahrzeuge wirken häufig starke mechanische Belastungen. Beispielsweise können eine Gleisgeometrie und Gleislagefehler etc. zu diesen Belastungen beitragen. Darüber hinaus können hohe, auf die Fahrwerke wirkende Gewichtskräfte (z.B. aufgrund einer Beladung eines Schienenfahrzeugs) zu hohen Radsatzlasten führen. In diesem Zusammenhang sind eine Robustheit sowie eine aufwandsarme Wart- und Instandhaltbarkeit
der Fahrwerke bedeutsam.
Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die EP 4 082 866 A1 bekannt, in welcher ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug mit drei Radsätzen beschrieben ist. Das Fahrwerk weist einen Fahrwerksrahmen mit zwei Längsträgern, zwei Querträgern sowie zwei Kopfträgern auf. Ein erster Motor des Fahrwerks ist mit einem ersten Kopfträger des Fahrwerksrahmens verbunden, ein zweiter Motor des Fahrwerks mit einem ersten Querträger des Fahrwerksrahmens und ein dritter Motor des Fahrwerks mit einem zweiten Kopfträger des Fahrwerksrahmens. Ein erster Radsatz, der erste Motor sowie ein erstes Getriebe des Fahrwerks sind dem ersten Kopfträger und dem ersten Querträger zwischengeordnet, ein zweiter Radsatz, der zweite Motor sowie ein zweites Getriebe des Fahrwerks sind dem ersten Querträger und einem zweiten Querträger des Fahrwerksrahmens zwischengeordnet und ein dritter Radsatz, der dritte Motor und ein drittes Getriebe des Fahrwerks sind dem zweiten
Querträger und dem zweiten Kopfträger zwischengeordnet.
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Ferner zeigt die EP 3 060 449 A1 ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug mit drei Radsätzen, wobei zwischen Radsatzlagergehäusen des Fahrwerks und einem Fahrwerksrahmen Primärfedern angeordnet sind. Erste Federkonstanten von ersten Primärfedern an Fahrwerksenden sind größer als zweite Federkonstanten von zweiten Primärfedern in
Fahrwerksmitte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik
weiterentwickeltes Fahrwerk von hoher Robustheit und dennoch moderater Masse anzugeben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst mit einem Fahrwerk gemäß Anspruch 1, bei dem die zweite Antriebsanordnung mit dem zweiten Querträger verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem zweiten Motor über das zweite Getriebe auf den zweiten Radsatz mit dem zweiten Radsatz gekoppelt ist und die dritte Antriebsanordnung mit dem zweiten Querträger verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem dritten Motor über das dritte Getriebe auf den dritten Radsatz mit dem dritten Radsatz gekoppelt ist, wobei der erste Querträger und der zweite Querträger die einzigen Teile des Fahrwerksrahmens sind, über welche der erste Längsträger und der zweite Längsträger miteinander querverbunden sind, und wobei der erste Querträger von einem ersten Fahrwerksende in Richtung einer Fahrwerksmitte versetzt angeordnet ist und der zweite Querträger von einem zweiten Fahrwerksende in Richtung der Fahrwerksmitte versetzt angeordnet ist.
Durch diese Maßnahme kann auf Kopfträger des Fahrwerksrahmens in Bereichen des ersten Fahrwerksendes (z.B. einer Fahrwerksvorderseite) und des zweiten Fahrwerksendes (z.B. einer Fahrwerksrückseite) verzichtet werden, wodurch eine Massenreduktion des Fahrwerks erzielt wird. Ferner können, aufgrund von Verbindungen der zweiten Antriebsanordnung und der dritten Antriebsanordnung mit dem zweiten Querträger, von der zweiten Antriebsanordnung und der dritten Antriebsanordnung in den Fahrwerksrahmen eingeleitete, durch Motordrehmomente verursachte Vertikalkräfte einander zumindest teilweise kompensieren, wodurch eine mechanische Entlastung des Fahrwerksrahmens bewirkt werden kann. Durch die Massenreduktion und die Entlastung können Komponenten des Fahrwerks (beispielsweise Elastomer-Metallkomponenten etc.) in einer Weise dimensioniert werden oder kann eine Anzahl der Komponenten in einer Weise ausgewählt werden, dass die Massenreduktion verstärkt und/oder ein Wartungs- und/oder Instandhaltungsaufwand verringert wird. Beispielsweise können aufgrund eines Verzichts auf Kopfträger, welche hohe, Fahrwerkskomponenten mechanisch belastende Massen des Fahrwerks, verursachen können, Radsatzführungsvorrichtungen an dem ersten Radsatz und/oder an dem dritten Radsatz als
Schwingenführungsvorrichtungen ausgebildet sein etc.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Fahrwerks ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Im Zusammenhang mit einer platzsparenden Konsumation eines vorhandenen Bauraumbudgets kann es beispielsweise günstig sein, wenn der zweite Radsatz und die zweite Antriebsanordnung zwischen dem ersten Querträger und dem zweiten Querträger angeordnet
sind.
Eine konstruktiv einfache und in einer Wartung und/oder Instandhaltung aufwandsarme Lösung zum Antreiben des Fahrwerks erhält man, wenn zumindest die erste Antriebsanordnung als
Tatzlagerantriebsanordnung ausgebildet ist.
Ein Ausgleich von Relativbewegungen zwischen der ersten Antriebsanordnung und dem Fahrwerksrahmen wird ermöglicht, wenn zumindest die erste Antriebsanordnung über zumindest ein Pendel mit dem ersten Querträger verbunden ist.
Durch diese Maßnahme können beispielsweise Elastomer-Motorlager, welche sich aufgrund der Relativbewegungen stark verformen können, vermieden werden. Dadurch kann ein
Motorlagerverschleiß reduziert werden.
Eine konstruktiv einfache Lösung zur Wagenkasten-Längsmitnahme wird erreicht, wenn der erste Querträger eine Ausnehmung für einen Tauchzapfen zur Längsmitnahme eines mit dem Fahrwerk verbindbaren Wagenkastens aufweist.
Dadurch kann beispielsweise auf eine Wagenkasten-Längsmitnahme mittels Zug-Druckstangen oder mittels einer Tiefzuganienkungsvorrichtung etc., wie sie aus mechanischen Gründen bei
Fahrwerken mit drei Radsätzen häufig eingesetzt werden, verzichtet werden.
Eine hohe Laufstabilität des Fahrwerks sowie eine moderate Belastung einer Bahninfrastruktur werden erzielt, wenn zur Radsatzführung des zweiten Radsatzes eine parallel zu einer Fahrwerkslängsachse ausgerichtete Lenkeranordnung mit dem zweiten Radsatz und dem Fahrwerksrahmen gekoppelt ist, wobei zwischen dem zweiten Radsatz und dem
Fahrwerksrahmen eine erste Primärfederanordnung angeordnet ist. Aus Gründen einer stabilen Fahrdynamik und einer mechanischen Entlastung eines Gleises
kann es auch hilfreich sein, wenn zur Radsatzführung zumindest des ersten Radsatzes eine
erste Schwingenanordnung mit dem ersten Radsatz und dem Fahrwerksrahmen gekoppelt ist,
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wobei zwischen dem ersten Radsatz und dem Fahrwerksrahmen eine zweite
Primärfederanordnung angeordnet ist.
Im Hinblick auf einen moderaten Platzbedarf einer Bremsanordnung in dem Fahrwerk ist es vorteilhaft, wenn mit dem Fahrwerksrahmen eine einseitig auf zumindest einen Radsatz aus dem ersten Radsatz, dem zweiten Radsatz und dem dritten Radsatz wirkende
Klotzbremsanordnung verbunden ist.
Ein Ausgleich von Relativbewegungen zwischen dem zweiten Radsatz und dem Fahrwerksrahmen durch die Klotzbremsanordnung wird ermöglicht, wenn die Klotzbremsanordnung zumindest einen auf den zweiten Radsatz wirkenden, quer zu einer Fahrwerkslängsachse beweglich gelagerten Bremsklotz aufweist.
Der Bremsklotz kann beispielsweise mittels eines mit dem Fahrwerksrahmen verbundenen
ersten Doppelklotzbremsaktuators betätigt werden etc.
Das Fahrwerk kann gebremst und darüber hinaus im Stand gegen Abrollen und Abrutschen gesichert werden, wenn die Klotzbremsanordnung zumindest einen auf den ersten Radsatz wirkenden Bremsaktuator mit einer Federspeicherparkbremseinrichtung aufweist.
Der Bremsaktuator kann beispielsweise als zweiter Doppelklotzbremsaktuator ausgeführt sein
etc.
Eine Einleitung eines Kühlfluids in die erste Antriebsanordnung, die zweite Antriebsanordnung und die dritte Antriebsanordnung über eine einzige Fahrwerksseite wird ermöglicht, wenn die erste Antriebsanordnung eine erste Kühlöffnung aufweist, die zweite Antriebsanordnung eine zweite Kühlöffnung aufweist und die dritte Antriebsanordnung eine dritte Kühlöffnung aufweist, wobei die erste Kühlöffnung und die zweite Kühlöffnung auf einer ersten Fahrwerksseite angeordnet sind und die dritte Kühlöffnung auf einer der ersten Fahrwerkseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Fahrwerkseite angeordnet ist, und wobei die dritte Antriebsanordnung mit einem Fluidkanal zur Kühlfluidführung von der dritten Kühlöffnung auf der zweiten Fahrwerksseite zu der ersten Fahrwerksseite verbunden ist.
Durch diese Maßnahme kann beispielsweise ein Aggregat zur Versorgung der ersten Antriebsanordnung, der zweiten Antriebsanordnung und der dritten Antriebsanordnung mit Kühlfluid kompakt und mit geometrisch sowie strömungstechnisch einfacher Fluidführung
ausgeführt sein.
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Ein erfolgversprechendes Anwendungsgebiet für das erfindungsgemäße Fahrwerk kann mit einem Schienenfahrzeug mit zumindest einem erfindungsgemäßen Fahrwerk erschlossen werden.
Ein Einsatz des Schienenfahrzeugs kann beispielsweise in Bahnnetzen empfehlenswert sein, in welchen regelmäßig besonders große Frachtvolumina oder besonders hohe Zahlen an Passagieren befördert werden, in welchen Umgebungs- und/oder Infrastrukturbedingungen das Schienenfahrzeug stark belasten und/oder in welchen eine aufwandsarme Wartung und/oder Instandhaltung bedeutsam ist etc. Für solche Bahnnetze weisen das erfindungsgemäße Fahrwerk aufgrund seiner Konstruktionseigenschaften und somit das Schienenfahrzeug eine
hohe Eignung auf.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt beispielhaft:
Fig. 1: Einen Schrägriss eines Ausschnitts aus einer beispielhaften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs mit einem Wagenkasten sowie mit
einer beispielhaften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fahrwerks
mit drei Radsätzen und ohne Kopfträger.
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Fig. 1 zeigt einen Schrägriss eines Ausschnitts aus einer beispielhaften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs mit einem Wagenkasten 1 sowie mit einer beispielhaften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fahrwerks mit drei Radsätzen
und ohne Kopfträger.
Das Fahrwerk weist einen Fahrwerksrahmen 2 umfassend einen ersten Längsträger 3, einen zweiten Längsträger 4, einen ersten Querträger 5 und einen zweiten Querträger 6 auf. Der erste Längsträger 3 und der zweite Längsträger 4 sind parallel zu einer Fahrwerkslängsachse 7 ausgerichtet, der erste Querträger 5 und der zweite Querträger 6 quer zu der Fahrwerkslängsachse 7.
Das Fahrwerk umfasst ferner einen ersten Radsatz 8, einen zweiten Radsatz 9 und einen dritten Radsatz 10, welche um Radsatzlängsachsen drehbar mit dem Fahrwerksrahmen 2 gekoppelt sind.
Darüber hinaus weist das Fahrwerk eine erste Antriebsanordnung 11 umfassend einen elektrischen ersten Motor und ein erstes Getriebe, eine zweite Antriebsanordnung 12 umfassend einen elektrischen zweiten Motor und ein zweites Getriebe und eine dritte Antriebsanordnung 13 umfassend einen elektrischen dritten Motor und ein drittes Getriebe auf. Die erste Antriebsanordnung 11, die zweite Antriebsanordnung 12 und die dritte Antriebsanordnung 13 sind als Tatzlagerantriebsanordnungen ausgebildet. Folglich ist der erste Motor über eine eine erste Radsatzwelle des ersten Radsatzes 8 ummantelnde, erste Hohlwelle an dem ersten Radsatz 8 abgestützt, ist der zweite Motor über eine eine zweite Radsatzwelle des zweiten Radsatzes 9 ummantelnde, zweite Hohlwelle an dem zweiten Radsatz 9 abgestützt und ist der dritte Motor über eine eine dritte Radsatzwelle des dritten Radsatzes 10 ummantelnde, dritte Hohlwelle an dem dritten Radsatz 10 abgestützt.
Das erste Getriebe, das zweite Getriebe und das dritte Getriebe sind als Stirnradgetriebe
ausgeführt.
Der erste Motor der ersten Antriebsanordnung 11 ist über ein vertikal ausgerichtetes Pendel 14 mit dem ersten Querträger 5 verbunden, wobei die erste Antriebsanordnung 11 zur Drehmomentübertragung von dem ersten Motor über das erste Getriebe auf den ersten Radsatz 8 mit dem ersten Radsatz 8 gekoppelt ist.
Die zweite Antriebsanordnung 12 und die dritte Antriebsanordnung 13 sind mit dem zweiten Querträger 6 nach jenem verbindungstechnischen Prinzip, nach welchem die erste Antriebsanordnung 11 mit dem ersten Querträger 5 verbunden ist, verbunden.
Die zweite Antriebsanordnung 12 ist zur Drehmomentübertragung von dem zweiten Motor über
das zweite Getriebe auf den zweiten Radsatz 9 mit dem zweiten Radsatz 9 gekoppelt. Die dritte
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Antriebsanordnung 13 ist zur Drehmomentübertragung von dem dritten Motor über das dritte Getriebe auf den dritten Radsatz 10 mit dem dritten Radsatz 10 gekoppelt.
Der dritte Radsatz 10 und die dritte Antriebsanordnung 13 sind bezüglich des zweiten Radsatzes 9 und der zweiten Antriebsanordnung 12 um 180 ° um eine Hochachse gedreht
ausgerichtet.
Da der Fahrwerksrahmen 2 keine Kopfträger umfasst, sind der erste Querträger 5 und der zweite Querträger 6 die einzigen Teile des Fahrwerksrahmens 2, über welche der erste Längsträger 3 und der zweite Längsträger 4 miteinander querverbunden sind.
Der zweite Radsatz 9 und die zweite Antriebsanordnung 12 sind zwischen dem ersten Querträger 5 und dem zweiten Querträger 6 angeordnet.
Der erste Querträger 5 ist von einem ersten Fahrwerksende (einer Fahrwerksvorderseite) in Richtung einer Fahrwerksmitte versetzt angeordnet, der zweite Querträger 6 ist von einem zweiten Fahrwerksende (einer Fahrwerksrückseite) in Richtung der Fahrwerksmitte versetzt angeordnet.
Der erste Radsatz 8 und die erste Antriebsanordnung 11 sind im Bereich des ersten Fahrwerksendes zwischen dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger 4 angeordnet, der dritte Radsatz 10 und die dritte Antriebsanordnung 13 sind im Bereich des zweiten Fahrwerksendes zwischen dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger 4
angeordnet.
Der erste Querträger 5 weist eine vertikale Ausnehmung 15 für einen Tauchzapfen zur Längsmitnahme des mit dem Fahrwerk verbundenen Wagenkastens 1 auf. In der Ausnehmung 15 sind zwei Längsmitnahmepuffer in einer Weise angeordnet, dass sie Bewegungen des Tauchzapfens in Richtung der Fahrwerkslängsachse 7 begrenzen können. Der Tauchzapfen kann Beschleunigungs- und Bremskräfte in und gegen eine Fahrtrichtung des
Schienenfahrzeugs zwischen dem Fahrwerk und dem Wagenkasten 1 übertragen.
Zur Radsatzführung des zweiten Radsatzes 9 ist eine parallel zu der Fahrwerkslängsachse 7 ausgerichtete Lenkeranordnung 16 mit dem zweiten Radsatz 9 und dem Fahrwerksrahmen 2 gekoppelt, wobei zwischen dem zweiten Radsatz 9 und dem Fahrwerksrahmen 2 eine erste Primärfederanordnung 17 angeordnet ist. Die Lenkeranordnung 16 umfasst zwei Lenker, wobei in Bereichen des ersten Längsträgers 3 und des zweiten Längsträgers 4 jeweils ein Lenker angeordnet ist. Die erste Primärfederanordnung 17 umfasst vier Stahlschraubenfedern, wobei in Bereichen des ersten Längsträgers 3 und des zweiten Längsträgers 4 jeweils zwei
Stahlschraubenfedern angeordnet sind.
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Zur Radsatzführung des ersten Radsatzes 8 ist eine erste Schwingenanordnung 20 mit dem ersten Radsatz 8 und dem Fahrwerksrahmen 2 gekoppelt, zur Radsatzführung des dritten Radsatzes 10 ist eine zweite Schwingenanordnung 21 mit dem dritten Radsatz 10 und dem Fahrwerksrahmen 2 gekoppelt. Die erste Schwingenanordnung 20 und die zweite Schwingenanordnung 21 weisen jeweils zwei Schwingarme auf, wobei in Bereichen des ersten Längsträgers 3 und des zweiten Längsträgers 4 jeweils zwei Schwingarme angeordnet sind. Zwischen dem ersten Radsatz 8 und dem Fahrwerksrahmen 2 ist eine zweite Primärfederanordnung 18 angeordnet, zwischen dem dritten Radsatz 10 und dem Fahrwerksrahmen 2 ist eine dritte Primärfederanordnung 19 angeordnet.
Die zweite Primärfederanordnung 18 und die dritte Primärfederanordnung 19 weisen jeweils zwei Stahlschraubenfedern auf, wobei in Bereichen des ersten Längsträgers 3 und des zweiten
Längsträgers 4 jeweils zwei Stahlschraubenfedern angeordnet sind.
Mit dem Fahrwerksrahmen 2 ist eine als Stahlschraubenfederanordnung ausgeführte Sekundärfederanordnung 22 verbunden. Die Sekundärfederanordnung 22 weist sechs Stahlschraubenfedern auf, wobei auf dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger 4
jeweils drei Stahlschraubenfedern angeordnet sind.
Mit dem Fahrwerksrahmen 2 ist ferner eine einseitig auf den ersten Radsatz 8, den zweiten Radsatz 9 und den dritten Radsatz 10 wirkende Klotzbremsanordnung verbunden. Ein erster Doppelklotzbremsaktuator 23 der Klotzbremsanordnung für eine Bremsung des ersten Radsatzes 8 ist mit dem ersten Querträger 5 verbunden, ein zweiter Doppelklotzbremsaktuator 24 der Klotzbremsanordnung für eine Bremsung des zweiten Radsatzes 9 und ein dritter Doppelklotzbremsaktuator 25 der Klotzbremsanordnung für eine Bremsung des dritten Radsatzes 10 sind mit dem zweiten Querträger 6 verbunden.
Der erste Doppelklotzbremsaktuator 23, der zweite Doppelklotzbremsaktuator 24 und der dritte Doppelklotzbremsaktuator 25, welche als pneumatische Bremsaktuatoren ausgebildet sind, sind im Bereich des ersten Längsträgers 3 angeordnet. Im Bereich des zweiten Längsträgers 4 sind keine Bremsaktuatoren angeordnet.
Die Klotzbremsanordnung weist auf den zweiten Radsatz 9 wirkende, mittels Federn quer zu der Fahrwerkslängsachse 7 beweglich gelagerte Bremsklötze auf, welche mit dem zweiten Doppelklotzbremsaktuator 24 gekoppelt sind.
Der erste Doppelklotzbremsaktuator 23, welcher auf den ersten Radsatz 8 wirkt, und der dritte Doppelklotzbremsaktuator 25, welcher auf den dritten Radsatz 10 wirkt, weisen
Federspeicherparkbremseinrichtungen auf.
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Die erste Antriebsanordnung 11 weist eine erste Kühlöffnung 26 auf, die zweite Antriebsanordnung 12 weist eine zweite Kühlöffnung 27 auf und die dritte Antriebsanordnung 13 weist eine dritte Kühlöffnung auf. Die erste Kühlöffnung 26 und die zweite Kühlöffnung 27 sind auf einer ersten Fahrwerksseite im Bereich des zweiten Längsträgers 4 angeordnet und die dritte Kühlöffnung ist auf einer der ersten Fahrwerkseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Fahrwerkseite im Bereich des ersten Längsträgers 3 angeordnet.
Die dritte Antriebsanordnung 13 ist mit einem Fluidkanal 28 zur Kühlfluidführung von der dritten Kühlöffnung auf der zweiten Fahrwerksseite zu der ersten Fahrwerksseite verbunden, wobei der Fluidkanal 28 oberhalb der dritten Antriebsanordnung 13 angeordnet ist und auf der ersten Fahrwerksseite eine mit der dritten Kühlöffnung verbundene Kanalöffnung 29 aufweist.
Der Fluidkanal 28 ist als Luftkanal ausgebildet, das Kühlfluid ist Luft. Erfindungsgemäß sind
jedoch auch andere Kühlfluide denkbar.
Das Fahrwerk weist ferner eine Reibungsbeeinflussungseinrichtung 30 mit vier Reibungsbeeinflussungsvorrichtungen für den ersten Radsatz 8 und den dritten Radatz 10 auf, wobei in Bereichen des ersten Radsatzes 8 und des dritten Radsatzes 10 an jedem Ende des ersten Längsträgers 3 und des zweiten Längsträgers 4 eine als Sandungs- und Radlaufflächenschmiervorrichtung ausgeführte Reibungsbeeinflussungsvorrichtung mit einem Radsatzlagergehäuse verbunden ist.
Zum Einstieg in den und zum Ausstieg aus dem Wagenkasten 1 ist ferner mit dem zweiten Längsträger 4 im Bereich des ersten Radsatzes 8 eine erste Trittleiter 31 verbunden und ist mit dem ersten Längsträger 3 im Bereich des ersten Radsatzes 8 eine weitere Trittleiter verbunden. Ferner ist zwischen Radsatzlagergehäusen des ersten Radsatzes 8 und des dritten Radsatzes 10 eine Primärdämpferanordnung 32 mit vier Primärdämpfern angeordnet, wobei in Bereichen des ersten Längsträgers 3 und des zweiten Längsträgers 4 jeweils zwei Primärdämpfer angeordnet sind.
Das Fahrwerk weist ferner eine sekundäre Vertikaldämpferanordnung 33 mit zwei Vertikaldämpfern sowie eine sekundäre Querdämpferanordnung 34 mit zwei Querdämpfern auf, wobei mit dem ersten Längsträger 3 im Bereich des zweiten Querträgers 6 und mit dem zweiten Längsträger 4 im Bereich des ersten Querträgers 5 jeweils ein Vertikaldämpfer verbunden ist und wobei mit dem ersten Längsträger 3 im Bereich des ersten Querträgers 5 und mit dem zweiten Längsträger 4 im Bereich des zweiten Querträgers 6 jeweils ein Querdämpfer verbunden ist. In Bereichen der Querdämpfer ist eine Erdungsanordnung 35 mit zwei Erdungskabeln angeordnet, wobei mit dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger
4 jeweils ein Erdungskabel verbunden ist.
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In Bereichen der Sekundärfederanordnung 22 sind weiterhin eine Vertikalanschlagsanordnung 36 mit zwei Vertikalanschlägen und eine Queranschlagsanordnung 37 mit zwei Queranschlägen angeordnet, wobei mit dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger 4 jeweils ein Vertikalanschlag und jeweils ein Queranschlag verbunden ist. Darüber hinaus ist in Bereichen des ersten Radsatzes 8 und des dritten Radsatzes 10 eine Rotationsanschlagsanordnung 38 mit vier Rotationsanschlägen angeordnet, wobei mit dem ersten Längsträger 3 und dem zweiten Längsträger 4 jeweils zwei Rotationsanschläge
verbunden sind.
Weiterhin weist das Fahrwerk eine Schutzleiteranordnung 39 auf, wobei mit der ersten Hohlwelle des ersten Radsatzes 8, der zweiten Hohlwelle des zweiten Radsatzes 9 und der dritten Hohlwelle des dritten Radsatzes 10 jeweils ein als Kohleschleifstück ausgebildeter
Schutzleiter verbunden ist.
Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht eines bestimmten Begriffes sind Personen mit
männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechteridentität mit umfasst.
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Bezugszeichenliste
1 Wagenkasten
2 Fahrwerksrahmen
3 Erster Längsträger
4 Zweiter Längsträger
5 Erster Querträger
6 Zweiter Querträger
7 Fahrwerkslängsachse
8 Erster Radsatz
9 Zweiter Radsatz
10 Dritter Radsatz
11 Erste Antriebsanordnung
12 Zweite Antriebsanordnung
13 Dritte Antriebsanordnung
14 Pendel
15 Ausnehmung
16 Lenkeranordnung
17 Erste Primärfederanordnung
18 Zweite Primärfederanordnung 19 Dritte Primärfederanordnung
20 Erste Schwingenanordnung
21 Zweite Schwingenanordnung
22 Sekundärfederanordnung
23 Erster Doppelklotzbremsaktuator 24 Zweiter Doppelklotzbremsaktuator 25 Dritter Doppelklotzbremsaktuator 26 Erste Kühlöffnung
27 Zweite Kühlöffnung
28 Fluidkanal
29 Kanalöffnung
30 Reibungsbeeinflussungseinrichtung 31 Erste Trittleiter
32 Primärdämpferanordnung
33 Vertikaldämpferanordnung
34 Querdämpferanordnung
35 Erdungsanordnung
36 Vertikalanschlagsanordnung 37 Queranschlagsanordnung
38 Rotationsanschlagsanordnung
39 Schutzleiteranordnung
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Patentansprüche
1. Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, mit einem Fahrwerksrahmen (2) umfassend zumindest einen ersten Längsträger (3), einen zweiten Längsträger (4), einen ersten Querträger (5) und einen zweiten Querträger (6), mit zumindest einem ersten Radsatz (8), einem zweiten Radsatz (9) und einem dritten Radsatz (10), welche drehbar mit dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt sind sowie mit zumindest einer ersten Antriebsanordnung (11) umfassend einen ersten Motor und ein erstes Getriebe, einer zweiten Antriebsanordnung (12) umfassend einen zweiten Motor und ein zweites Getriebe und einer dritten Antriebsanordnung (13) umfassend einen dritten Motor und ein drittes Getriebe, wobei die erste Antriebsanordnung (11) mit dem ersten Querträger (5) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem ersten Motor über das erste Getriebe auf den ersten Radsatz (8) mit dem ersten Radsatz (8) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Antriebsanordnung (12) mit dem zweiten Querträger (6) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem zweiten Motor über das zweite Getriebe auf den zweiten Radsatz (9) mit dem zweiten Radsatz (9) gekoppelt ist und die dritte Antriebsanordnung (13) mit dem zweiten Querträger (6) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem dritten Motor über das dritte Getriebe auf den dritten Radsatz (10) mit dem dritten Radsatz (10) gekoppelt ist, wobei der erste Querträger (5) und der zweite Querträger (6) die einzigen Teile des Fahrwerksrahmens (2) sind, über welche der erste Längsträger (3) und der zweite Längsträger (4) miteinander querverbunden sind, und wobei der erste Querträger (5) von einem ersten Fahrwerksende in Richtung einer Fahrwerksmitte versetzt angeordnet ist und der zweite Querträger (6) von einem zweiten Fahrwerksende in Richtung der Fahrwerksmitte
versetzt angeordnet ist.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Radsatz (9) und die zweite Antriebsanordnung (12) zwischen dem ersten Querträger (5) und dem
zweiten Querträger (6) angeordnet sind.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die erste
Antriebsanordnung (11) als Tatzlagerantriebsanordnung ausgebildet ist. 4. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest die erste Antriebsanordnung (11) über zumindest ein Pendel (14) mit dem
ersten Querträger (5) verbunden ist.
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5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Querträger (5) eine Ausnehmung (15) für einen Tauchzapfen zur Längsmitnahme eines
mit dem Fahrwerk verbindbaren Wagenkastens (1) aufweist.
6. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Radsatzführung des zweiten Radsatzes (9) eine parallel zu einer Fahrwerkslängsachse (7) ausgerichtete Lenkeranordnung (16) mit dem zweiten Radsatz (9) und dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt ist, wobei zwischen dem zweiten Radsatz (9) und dem
Fahrwerksrahmen (2) eine erste Primärfederanordnung (17) angeordnet ist.
7. Fahrwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Primärfederanordnung (17) vier Schraubenfedern umfasst.
8. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Radsatzführung zumindest des ersten Radsatzes (8) eine erste Schwingenanordnung (20) mit dem ersten Radsatz (8) und dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt ist, wobei zwischen dem ersten Radsatz (8) und dem Fahrwerksrahmen (2) eine zweite
Primärfederanordnung (18) angeordnet ist.
9. Fahrwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite
Primärfederanordnung (18) zwei Schraubenfedern umfasst.
10. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Fahrwerksrahmen (2) eine als Schraubenfederanordnung ausgeführte
Sekundärfederanordnung (22) verbunden ist.
11. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Fahrwerksrahmen (2) eine einseitig auf zumindest einen Radsatz aus dem ersten Radsatz (8), dem zweiten Radsatz (9) und dem dritten Radsatz (10) wirkende
Klotzbremsanordnung verbunden ist. 12. Fahrwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klotzbremsanordnung
zumindest einen auf den zweiten Radsatz (9) wirkenden, quer zu einer
Fahrwerkslängsachse (7) beweglich gelagerten Bremsklotz aufweist.
13. Fahrwerk nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klotzbremsanordnung zumindest einen auf den ersten Radsatz (8) wirkenden
Bremsaktuator mit einer Federspeicherparkbremseinrichtung aufweist.
5 14. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Antriebsanordnung (11) eine erste Kühlöffnung (26) aufweist, die zweite Antriebsanordnung (12) eine zweite Kühlöffnung (27) aufweist und die dritte Antriebsanordnung (13) eine dritte Kühlöffnung aufweist, wobei die erste Kühlöffnung (26) und die zweite Kühlöffnung (27) auf einer ersten Fahrwerksseite angeordnet sind
10 und die dritte Kühlöffnung auf einer der ersten Fahrwerkseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Fahrwerkseite angeordnet ist, und wobei die dritte Antriebsanordnung (13) mit einem Fluidkanal (28) zur Kühlfluidführung von der dritten
Kühlöffnung auf der zweiten Fahrwerksseite zu der ersten Fahrwerksseite verbunden ist.
15 15. Schienenfahrzeug mit zumindest einem Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
Claims (15)
1. Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, mit einem Fahrwerksrahmen (2) umfassend zumindest einen ersten Längsträger (3), einen zweiten Längsträger (4), einen ersten Querträger (5) und einen zweiten Querträger (6), mit zumindest einem ersten Radsatz (8), einem zweiten Radsatz (9) und einem dritten Radsatz (10), welche drehbar mit dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt sind sowie mit zumindest einer ersten Antriebsanordnung (11) umfassend einen ersten Motor und ein erstes Getriebe, einer zweiten Antriebsanordnung (12) umfassend einen zweiten Motor und ein zweites Getriebe und einer dritten Antriebsanordnung (13) umfassend einen dritten Motor und ein drittes Getriebe, wobei die erste Antriebsanordnung (11) mit dem ersten Querträger (5) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem ersten Motor über das erste Getriebe auf den ersten Radsatz (8) mit dem ersten Radsatz (8) gekoppelt ist, wobei die zweite Antriebsanordnung (12) mit dem zweiten Querträger (6) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem zweiten Motor über das zweite Getriebe auf den zweiten Radsatz (9) mit dem zweiten Radsatz (9) gekoppelt ist und die dritte Antriebsanordnung (13) mit dem zweiten Querträger (6) verbunden ist und zur Drehmomentübertragung von dem dritten Motor über das dritte Getriebe auf den dritten Radsatz (10) mit dem dritten Radsatz (10) gekoppelt ist, und wobei der erste Querträger (5) von einem ersten Fahrwerksende in Richtung einer Fahrwerksmitte versetzt angeordnet ist und der zweite Querträger (6) von einem zweiten Fahrwerksende in Richtung der Fahrwerksmitte versetzt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Querträger (5) und der zweite Querträger (6) die einzigen Teile des Fahrwerksrahmens (2) sind, über welche der erste Längsträger (3) und der zweite
Längsträger (4) miteinander querverbunden sind.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Radsatz (9) und die zweite Antriebsanordnung (12) zwischen dem ersten Querträger (5) und dem
zweiten Querträger (6) angeordnet sind.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die erste
Antriebsanordnung (11) als Tatzlagerantriebsanordnung ausgebildet ist.
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4. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die erste Antriebsanordnung (11) über zumindest ein Pendel (14) mit dem
ersten Querträger (5) verbunden ist.
5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Querträger (5) eine Ausnehmung (15) für einen Tauchzapfen zur Längsmitnahme eines
mit dem Fahrwerk verbindbaren Wagenkastens (1) aufweist.
6. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Radsatzführung des zweiten Radsatzes (9) eine parallel zu einer Fahrwerkslängsachse (7) ausgerichtete Lenkeranordnung (16) mit dem zweiten Radsatz (9) und dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt ist, wobei zwischen dem zweiten Radsatz (9) und dem
Fahrwerksrahmen (2) eine erste Primärfederanordnung (17) angeordnet ist.
7. Fahrwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Primärfederanordnung (17) vier Schraubenfedern umfasst.
8. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Radsatzführung zumindest des ersten Radsatzes (8) eine erste Schwingenanordnung (20) mit dem ersten Radsatz (8) und dem Fahrwerksrahmen (2) gekoppelt ist, wobei zwischen dem ersten Radsatz (8) und dem Fahrwerksrahmen (2) eine zweite
Primärfederanordnung (18) angeordnet ist.
9. Fahrwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite
Primärfederanordnung (18) zwei Schraubenfedern umfasst.
10. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Fahrwerksrahmen (2) eine als Schraubenfederanordnung ausgeführte
Sekundärfederanordnung (22) verbunden ist.
11. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Fahrwerksrahmen (2) eine einseitig auf zumindest einen Radsatz aus dem ersten Radsatz (8), dem zweiten Radsatz (9) und dem dritten Radsatz (10) wirkende
Klotzbremsanordnung verbunden ist.
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12. Fahrwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klotzbremsanordnung zumindest einen auf den zweiten Radsatz (9) wirkenden, quer zu einer
Fahrwerkslängsachse (7) beweglich gelagerten Bremsklotz aufweist.
13. Fahrwerk nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klotzbremsanordnung zumindest einen auf den ersten Radsatz (8) wirkenden
Bremsaktuator mit einer Federspeicherparkbremseinrichtung aufweist.
14. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Antriebsanordnung (11) eine erste Kühlöffnung (26) aufweist, die zweite Antriebsanordnung (12) eine zweite Kühlöffnung (27) aufweist und die dritte Antriebsanordnung (13) eine dritte Kühlöffnung aufweist, wobei die erste Kühlöffnung (26) und die zweite Kühlöffnung (27) auf einer ersten Fahrwerksseite angeordnet sind und die dritte Kühlöffnung auf einer der ersten Fahrwerkseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Fahrwerkseite angeordnet ist, und wobei die dritte Antriebsanordnung (13) mit einem Fluidkanal (28) zur Kühlfluidführung von der dritten
Kühlöffnung auf der zweiten Fahrwerksseite zu der ersten Fahrwerksseite verbunden ist.
15. Schienenfahrzeug mit zumindest einem Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
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| ATA50628/2024A AT528197B1 (de) | 2024-07-26 | 2024-07-26 | Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug |
| PCT/EP2025/066738 WO2026021744A1 (de) | 2024-07-26 | 2025-06-16 | Fahrwerk für ein schienenfahrzeug und schienenfahrzeug |
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|---|---|---|---|
| ATA50628/2024A AT528197B1 (de) | 2024-07-26 | 2024-07-26 | Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug |
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|---|---|
| AT528197A4 true AT528197A4 (de) | 2025-11-15 |
| AT528197B1 AT528197B1 (de) | 2025-11-15 |
Family
ID=96261159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50628/2024A AT528197B1 (de) | 2024-07-26 | 2024-07-26 | Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug |
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- 2024-07-26 AT ATA50628/2024A patent/AT528197B1/de active
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