AT528236B1 - Biegemaschine mit energiesparendem Antrieb - Google Patents

Biegemaschine mit energiesparendem Antrieb

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AT528236B1
AT528236B1 ATA50330/2024A AT503302024A AT528236B1 AT 528236 B1 AT528236 B1 AT 528236B1 AT 503302024 A AT503302024 A AT 503302024A AT 528236 B1 AT528236 B1 AT 528236B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Biegemaschine (1) zur Fertigung von Werkstücken aus Blech durch Umformen in einem Biegevorgang oder einem Abkantvorgang. Diese umfasst ein Maschinengestell (3), sowie einen dazu relativ verlagerbaren Pressbalken (4), der mittels eines ersten Hydraulikzylinders (5) und mittels eines, zum ersten Hydraulikzylinder (5) im Wesentlichen parallel ausgerichteten zweiten Hydraulikzylinders (6) verlagerbar ist, wobei der erste Hydraulikzylinder (5) und der zweite Hydraulikzylinder (6) mit einer gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) wirkverbunden sind. Die gemeinsame Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) umfasst eine einzige Hydraulikpumpe (7), die mit einem Servomotor (8) antreibbar ist und wobei der Servomotor (8) mit einem rückspeisefähigen Servoregler (9) steuer- bzw. regelbar ist.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Biegemaschine umfassend ein Maschinengestell und einen Pressbalken, der mittels zwei Hydraulikzylindern relativ zum Maschinengestell verlagerbar ist, wobei die Hydraulikzylinder mit einer gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung wirkverbunden bzw. hydraulisch gekoppelt sind.
[0002] Bei einem klassischen Antriebssystem für Biegemaschinen werden die beiden Hydraulikzylinder mit je einem Proportional-Wegeventil bzw. Proportionalventil geregelt. Die hydraulische Antriebsenergie liefert ein zentraler Drehstromasynchronmotor, welcher üblicherweise mit konstanter Drehzahl den Hydraulikdruck bereitstellt und so, im Betrieb der Biegemaschine, im Dauerbetrieb läuft. Der somit ständig laufende Drehstromasynchronmotor liefert deutlich mehr Energie als im Betrieb der Biegemaschine benötigt wird. Die nicht benötigte Energie wird dabei in Wärme umgewandelt, wodurch sich unter anderem die Öltemperatur erhöht.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist weiters auch noch ein Antriebskonzept bekannt, bei welchem die Motordrehzahl des Drehstromasynchronmotor eines vorhergehend beschriebenen Antriebssystems mittels eines Frequenzumrichters an die jeweiligen Erfordernisse der Hydraulikzylinder angepasst wird. Dadurch kann Energie eingespart werden. Dieses Antriebskonzept hat jedoch den Nachteil, dass hydraulische Energie bzw. Bewegungsenergie der Hydraulikzylinder jedenfalls in Wärme umgewandelt wird, obgleich Teile dieser Energie rückgewinnbar wären.
[0004] Weiters ist es aus dem Stand der Technik bereits bekannt, dass die hydraulische Energie für die Hydraulikzylinder von je einem Servomotor je Hydraulikzylinder bereitgestellt wird. Dieses Antriebskonzept bietet Vorteile gegenüber den zuvor genannten. Jedoch bringt es auch den Nachteil, dass mitunter der regelungstechnische Aufwand erhöht ist und die Anzahl an einzelnen Anlagenkomponenten der Biegemaschine erhöht ist.
[0005] Weiters offenbaren US6240758B1, JP200775846A, DE102020000862A1 und DE102011084799A1 und gattungsgemäße Pressen. Insbesondere in letzteres Schriftstück beschäftigt sich mit dem Problem, die Nachteile der elastischen Rückstellung im unteren Totpunkt des Pressbalkens zu verbessern. Dabei wird als Lösung eine präzise Steuerung der Drucklast des Hydrauliksystems vorgeschlagen, um dadurch die Energieverluste durch elastische Rückstellungen und plötzliche Druckentlastungen zu minimieren. Jedenfalls hat diese Lösung weiterhin den Nachteil, dass der Energieeintrag für die elastische Verformung nicht rückgewinnbar ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels der die Energieeffizienz einer Biegemaschine verbessert ist, wobei ferner der regelungstechnische und wirtschaftliche Aufwand nicht erhöht wird.
[9007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Biegemaschine zur Fertigung von Werkstücken aus Blech durch Umformen in einem Biegevorgang oder einem Abkantvorgang umfasst ein Maschinengestell und einen, relativ zum Maschinengestell verlagerbaren Pressbalken, wobei der Pressbalken mittels eines ersten Hydraulikzylinders und mittels eines, zum ersten Hydraulikzylinder im Wesentlichen parallel ausgerichteten zweiten Hydraulikzylinders verlagerbar ist, wobei der erste Hydraulikzylinder und der zweite Hydraulikzylinder mit einer gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung wirkverbunden bzw. damit hydraulisch gekoppelt sind, wobei die gemeinsame HydraulikVersorgungsvorrichtung eine einzige Hydraulikopumpe umfasst, wobei die einzige Hydraulikpumpe mit einem einzigen Servomotor antreibbar ist und wobei der Servomotor mit einem Servoregler steuer- bzw. regelbar ist.
[0009] Unter wirkverbunden bzw. hydraulisch gekoppelt ist in diesem Zusammenhang insbesondere zu verstehen, dass die hydraulische Antriebs- bzw. Bewegungsenergie zum Antrieb der Hydraulikzylinder von der Hydraulik-Versorgungsvorrichtung bereitgestellt wird.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird nicht nur eine präzise Regelung der Hyd-
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raulikzylinder ermöglicht, sonders weiters auch noch die Energieeffizienz der Biegemaschine gegenüber bekannten Antriebssystemen aus dem Stand der Technik verbessert, wobei gleichzeitig die Komplexität der Regelung und die Anzahl der Einzelkomponenten einer Biegemaschine nicht erhöht sind.
[0011] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn der erste Hydraulikzylinder und der zweite Hydraulikzylinder jeweils unter Zwischenschaltung eines Proportional-Wegeventils mit der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung wirkverbunden ist. Durch diese bauliche Vereinfachung ist hydraulische Energie jedenfalls gleichzeitig und voneinander unabhängig an beiden Hydraulikzylindern mittels der Hydraulik-Versorgungsvorrichtung bereitstellbar.
[0012] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Servomotor mittels des Servoreglers im Zusammenwirken mit einer Steuer- bzw. Regelvorrichtung bedarfsgesteuert und/oder abrufgesteuert ist. Somit kann auf einfache Weise Energie eingespart werden, da der Servomotor durch Antrieb der Hydraulikpumpe nur bedarfsgesteuert hydraulische Energie bereitstellt. Der Servoregler kann dabei derart ausgebildet sein, dass dieser auf Grund einer Signalumwandlung der, von der Steuerbzw. Regelvorrichtung empfangenen Signale, den Servomotor antreibt oder entsprechende Steuerungen oder Regelungen des Servomotors vornimmt bzw. bedingt. Somit wird der Servomotor präzise geregelt und Leerlaufverluste werden minimiert bzw. gänzlich vermeidbar.
[0013] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der Servoregler ein rückspeisefähiger bzw. regenerativer Servoregler ist, wobei der Servomotor im Speziellen generatorisch bzw. rückspeisefähig betreibbar ist. Ein rückspeisefähiger Servoregler, auch regenerativer Servoregler genannt, ist eine spezielle Art von Servoregler, der die vom Servomotor zurückgespeiste Energie beispielsweise in ein Versorgungsnetz zurückspeisen kann oder gegebenenfalls die zurückgespeiste Energie wenigstens zwischenzeitlich zwischenspeichern kann. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Servoregler, der die überschüssige Energie in Wärme umwandelt und dadurch verloren gehen lässt, kann ein rückspeisefähige Regler diese Energie somit beispielsweise auch wiederverwenden. Dadurch wird Energie eingespart und es werden Betriebskosten reduziert. Insbesondere kann ein rückspeisefähiger Servoregler beispielsweise dann eingesetzt werden, wenn die Bewegungsrichtung eines Servomotors häufig wechselt, wie dies im Speziellen bei einer Biegemaschine der erfindungsgemäßen Ausgestaltung vorkommen kann und worauf nachfolgend noch hingewiesen wird.
[0014] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass der rückspeisefähige Servoregler wenigstens einen Zwischenkreiskondensator zum Speichern von Energie umfasst, wobei der wenigstens eine Zwischenkreiskondensator im Speziellen mit einer Gleichrichtereinheit und/oder mit einer Wechselrichtereinheit des rückspeisefähigen Servoreglers zur Energiebereitstellung für den Servomotor wirkverbunden ist. Dadurch wird der Servoregler speicherfähig und rückgewonnene Energie aus dem Biegevorgang kann so zwischengespeichert werden und wiederverwendet werden. Bei einem Biegevorgang wird der Pressbalken mittels der Hydraulikzylindern relativ zum Maschinengestell und in Richtung eines Presstisches verlagert, wobei zwischen Pressbalken und Presstisch ein Werkstück positioniert ist, welches Werkstück durch den Pressvorgang plastisch verformt wird. Bei einem derartigen Pressvorgang oder analog auch bei einem Abkantvorgang oder Biegepressvorgang wird das Werkstück jedoch auch innerhalb gewisser Grenzen elastisch verformt. So werden bei einer derartigen Bearbeitung eines Werkstücks auch Maschinenkomponenten der Biegemaschine elastisch verformt, wie etwa der Presstisch und der Pressbalken. Diese elastischen Verformungen und auch die im Hydrauliköl gespeicherte Druckenergie kann bei abermaligem Anheben des Pressbalkens nach der Verformung des Werkstücks wenigstens teilweise rückgewonnen werden, indem beispielsweise die Energie des durch die Hydraulikbpumpe rückströmenden Hydrauliköls durch einen generatorischen Betrieb des Servomotors mittels des rückspeisefähigen Servoreglers im wenigstens einen Zwischenkreiskondensator zwischengespeichert wird.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung kann auch noch vorgesehen sein, dass der Servomotor in einem generatorischen Betrieb in Wirkverbindung mit dem rückspeisefähigen Servoregler, im Speziellen mittels der Steuer- bzw. Regelvorrichtung, zur Ansteuerung einer Drehzahlrampe, ins-
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besondere einer stetigen Drehzahlrampe, regelbar bzw. ausgebildet ist. Dadurch kann die Dekompressionsphase, also diejenige Phase eines Pressvorganges, wenn das Werkstück verformt ist und der Pressbalken gelüftet oder wieder angehoben wird, stetig im Verlauf gestaltet werden, sodass ein Rückfedern der elastisch verformten Bauteilkomponenten der Biegemaschine als auch ein stetiger Abbau des hydraulischen Druckes auf vorteilhafte Weise mittels des rückspeisefähigen Servoreglers rückgespeist werden kann. Dies bringt gegenüber einer Ausgestaltungsform, bei welcher die Dekompressionsphase rein über die Proportional-Regelventile eingeleitet wird, den weiteren Vorteil, dass die Dekompressionsphase relativ dazu sanfter und stetig einleitbar ist und so auch noch die Bediensicherheit der Biegemaschine verbessert.
[0016] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn der Servoregler mit Hilfsaggregaten der Biegemaschine in WMirkverbindung ist, wobei die Hilfsaggregate durch im wenigstens einen Zwischenkreiskondensator gespeicherte Energie elektrisch versorgbar sind. Dadurch kann die Energieeffizienz der Biegemaschine weiter verbessert werden.
[0017] Alternativ oder auch zusätzlich zu vorhergehend beschriebenen Maßnahmen kann auch noch vorgesehen sein, dass die Hydraulik-Versorgungsvorrichtung einen hydraulischen Druckspeicher zum Zwischenspeichern von hydraulischer Druckenergie umfasst. Dadurch kann die Energieeffizient der Biegemaschine weiter verbessert werden.
[0018] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass mehr als zwei Hydraulikzylinder mittels der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung wirkverbunden sind. Somit ist die erfindungsgemäße Biegemaschine nicht auf eine Ausführungsform mit zwei Hydraulikzylindern beschränkt. Weiters kann ein weiterer Hydraulikzylinder beispielsweise derart vorteilhaft platziert werden, dass von diesem weiteren Hydraulikzylinder in der Dekompressionsphase ein hoher Anteil der elastischen Verformung des Pressbalkens aufnehmbar und somit deren Energie vom rückspeisefähigen Servomotor zwischenspeicherbar ist. Zu diesem Zweck kann ein weiterer Hydraulikzylinder beispielsweise im Wesentlichen parallel zu den beiden anderen Hydraulikzylindern und bezüglich des Pressbalkens mittig positioniert sein.
[0019] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0020] Es zeigen in stark vereinfachter, schematischer Darstellung: [0021] Fig. 1 eine Biegemaschine; [0022] Fig. 2 eine mögliche Ausgestaltungsform einer Hydraulik-Versorgungsvorrichtung.
[0023] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0024] In Fig. 1 ist eine Biegemaschine 1 in stark vereinfachter und schematischer Darstellung gezeigt. In der Fig. 2 ist eine mögliche und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform einer Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 in schematischer Darstellung gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fig. 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, werden im Nachfolgenden beide Darstellungen beschrieben, wobei diese Beschreibung in einer Zusammenschau der Fig. 1 und Fig. 2 zu lesen und zu verstehen ist.
[0025] Die Biegemaschine 1 ist zur Fertigung von Werkstücken aus Blech durch Umformen in einem Biegevorgang oder einem Abkantvorgang ausgebildet. Zu diesem Zweck umfasst die Biegemaschine 1 wenigstens ein Maschinengestell 3 und einen, relativ zum Maschinengestell 3 verlagerbaren Pressbalken 4 wobei der Pressbalken 4 mittels eines ersten Hydraulikzylinders 5 und mittels eines, zum ersten Hydraulikzylinder 5 im Wesentlichen parallel ausgerichteten zweiten
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Hydraulikzylinders 6 verlagerbar ist, wobei der erste Hydraulikzylinder 5 und der zweite Hydraulikzylinder 6 mit einer gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 wirkverbunden sind. Die gemeinsame Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 umfasst eine einzige Hydraulikpumpe 7, wobei die einzige Hydraulikpumpe 7 mit einem Servomotor 8 antreibbar ist und wobei der Servomotor 8 mit einem Servoregler 9 steuer- bzw. regelbar ist. Es ist als nicht vorgesehen, dass jeder der Hydraulikzylinder 5, 6 von einem jeweiligen Servomotor und einer zugehörigen Hydraulikpunkte versorgbar sind. Vielmehr sind beide Hydraulikzylinder 5, 6 mit der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 gekoppelt, wobei die gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 auch eine einzige Hydraulikpumpe 7 und einen einzigen damit gekoppelten Servomotor 8 umfasst. Der Servoregler 9 kann zur Bereitstellung von elektrischer Energie mit einem Versorgungsnetz 11 gekoppelt sein.
[0026] Es kann auch noch vorgesehen sein, dass der erste Hydraulikzylinder 5 und der zweite Hydraulikzylinder 6 jeweils unter Zwischenschaltung eines Proportional-Wegeventils 10 mit der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 wirkverbunden ist. Jedenfalls kann der Servomotor 8 mittels des Servoreglers 9 im Zusammenwirken mit einer Steuer- bzw. Regelvorrichtung 12 bedarfsgesteuert und/oder abrufgesteuert sein.
[0027] Beim Biegevorgang eines Werkstücks können elastische Verformungen an den Komponenten der Biegemaschine 1 auftreten. Weiters weisen die Hydraulikkomponenten der HydraulikVersorgungsvorrichtung 2 der Biegemaschine 1 bei einem Biegevorgang gespeicherte Druckenergie auf. Um wenigstens Teile dieser Energieformen rückgewinnen zu können, kann vorgesehen sein, dass der Servoregler 9 ein rückspeisefähiger bzw. regenerativer Servoregler 9 ist, wobei der Servomotor 8 im Speziellen generatorisch bzw. rückspeisefähig betreibbar ist. In diesem Zusammenhang oder als alternative Erweiterung dazu kann es zweckmäßig sein, wenn der rückspeisefähige Servoregler 9 wenigstens einen Zwischenkreiskondensator 13 zum Speichern von Energie umfasst, wobei der wenigstens eine Zwischenkreiskondensator 13 im Speziellen mit einer Gleichrichtereinheit 14 und/oder mit einer Wechselrichtereinheit 15 des rückspeisefähigen Servoreglers 9 zur Energiebereitstellung für den Servomotor 8 wirkverbunden ist. Um die Energierückgewinnung noch weiter verbessern zu können, kann alternativ auch noch vorgesehen sein, dass der Servomotor 8 in einem generatorischen Betrieb in Wirkverbindung mit dem rückspeisefähigen Servoregler 9 zur Ansteuerung einer Drehzahlrampe, insbesondere einer stetigen Drehzahlrampe, regelbar bzw. ausgebildet ist. Die dadurch rückgewinnbare und zwischenspeicherbare Energie kann so weiter genutzt werden. Beispielsweise kann alternativ auch vorgesehen sein, dass der Servoregler 9 mit Hilfsaggregaten 16 der Biegemaschine 1 in WMirkverbindung ist, wobei die Hilfsaggregate 16 durch im wenigstens einen Zwischenkreiskondensator 13 gespeicherte Energie elektrisch versorgbar sind.
[0028] Als weitere sinnvolle Alternative kann auch noch vorgesehen sein, dass die HydraulikVersorgungsvorrichtung 2 einen hydraulischen Druckspeicher 17 zum Zwischenspeichern von hydraulischer Druckenergie umfasst.
[0029] Jedenfalls ist diese mögliche Ausführung der Erfindung nicht darauf beschränkt, dass ausschließlich zwei Hydraulikzylinder 5, 6 vorgesehen sind. Es kann alternativ auch noch vorgesehen sein, dass mehr als zwei Hydraulikzylinder 6 mittels der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung 2 wirkverbunden sind.
[0030] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Biegemaschine
2 Hydraulik-Versorgungsvorrichtung
3 Maschinengestell
4 Pressbalken
5 Erster Hydraulikzylinder
6 Zweiter Hydraulikzylinder
7 Hydraulikpumpe
8 Servomotor
9 Servoregler
10 Proportional-Wegeventil
11 Versorgungsnetz
12 Steuer- bzw. Regelvorrichtung
13 Zwischenkreiskondensator
14 Gleichrichtereinheit
15 Wechselrichtereinheit
16 Hilfsaggregat
17 Hydraulischer Druckspeicher

Claims (7)

Patentansprüche
1. Biegemaschine (1) zur Fertigung von Werkstücken aus Blech durch Umformen in einem Biegevorgang oder einem Abkantvorgang, umfassend ein Maschinengestell (3) und einen, relativ zum Maschinengestell (3) verlagerbaren Pressbalken (4), wobei der Pressbalken (4) mittels eines ersten Hydraulikzylinders (5) und mittels eines, zum ersten Hydraulikzylinder (5) im Wesentlichen parallel ausgerichteten zweiten Hydraulikzylinders (6) verlagerbar ist, wobei der erste Hydraulikzylinder (5) und der zweite Hydraulikzylinder (6) mit einer gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) wirkverbunden sind, wobei die gemeinsame Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) eine Hydraulikopumpe (7) umfasst, wobei die Hydraulikopumpe (7) mit einem Servomotor (8) antreibbar ist und wobei der Servomotor (8) mit einem Servoregler (9) steuer- bzw. regelbar ist, wobei der Servoregler (9) ein rückspeisefähiger bzw. regenerativer Servoregler (9) ist, wobei der Servomotor (8) im Speziellen generatorisch bzw. rückspeisefähig betreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikpumpe (7) die einzige Hydraulikpumpe (7) der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) ist und dass der Servomotor (8) in einem generatorischen Betrieb in Wirkverbindung mit dem rückspeisefähigen Servoregler (9) zur Ansteuerung einer Drehzahlrampe, insbesondere einer stetigen Drehzahlrampe, regelbar bzw. ausgebildet ist.
2. Biegemaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Hydraulikzylinder (5) und der zweite Hydraulikzylinder (6) jeweils unter Zwischenschaltung eines Proportional-Wegeventils (10) mit der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) wirkverbunden ist.
3. Biegemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Servomotor (8) mittels des Servoreglers (9) im Zusammenwirken mit einer Steuerbzw. Regelvorrichtung (12) bedarfsgesteuert und/oder abrufgesteuert ist.
4. Biegemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der rückspeisefähige Servoregler (9) wenigstens einen Zwischenkreiskondensator (13) zum Speichern von Energie umfasst, wobei der wenigstens eine Zwischenkreiskondensator (13) im Speziellen mit einer Gleichrichtereinheit (14) und/oder mit einer Wechselrichtereinheit (15) des rückspeisefähigen Servoreglers (9) zur Energiebereitstellung für den Servomotor (8) wirkverbunden ist.
5. Biegemaschine (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Servoregler (9) mit Hilfsaggregaten (16) der Biegemaschine (1) in WMirkverbindung ist, wobei die Hilfsaggregate (16) durch im wenigstens einen Zwischenkreiskondensator (13) gespeicherte Energie elektrisch versorgbar sind.
6. Biegemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) einen hydraulischen Druckspeicher (17) zum Zwischenspeichern von hydraulischer Druckenergie umfasst.
7. Biegemaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Hydraulikzylinder (6) mittels der gemeinsamen Hydraulik-Versorgungsvorrichtung (2) wirkverbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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