AT528496B1 - Anschlussprofil - Google Patents
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- AT528496B1 AT528496B1 ATA50113/2025A AT501132025A AT528496B1 AT 528496 B1 AT528496 B1 AT 528496B1 AT 501132025 A AT501132025 A AT 501132025A AT 528496 B1 AT528496 B1 AT 528496B1
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B1/00—Border constructions of openings in walls, floors, or ceilings; Frames to be rigidly mounted in such openings
- E06B1/62—Tightening or covering joints between the border of openings and the frame or between contiguous frames
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- E06B2001/624—Tightening or covering joints between the border of openings and the frame or between contiguous frames with parts to be embedded in the stucco layer or otherwise linked to this layer
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Anschlussprofil (100) für an Putz (10) angrenzende Bauteile, insbesondere für Fenster- oder Türstöcke sowie Rollladenelemente, mit einem Putzschenkel (120) und einem Dichtschenkel (110), der bauteilseitige Befestigungsmittel (20) aufweist, wobei der Dichtschenkel (110) zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) am Bauteil mit dem Putzschenkel (120) verbunden ist, und wobei der Putzschenkel (120) einen im Wesentlichen senkrecht zum Dichtschenkel (110) ausgerichteten Einputzsteg (121), sowie eine Putzleiste (122) mit einer Putzabzugskante (123) und/oder Putzabzugsfläche (125) aufweist, wobei der Dichtschenkel (110) und der Putzschenkel (120) zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) einen Aufnahmeraum (170) bilden, in welchem ein erstes Dichtmittel (180) angeordnet ist, das den Dichtschenkel (110) mit dem Putzschenkel (120) verbindet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass in dem Aufnahmeraum (170) ein zweites Dichtmittel (190) angeordnet ist, das den Aufnahmeraum (170) gegen die Umgebung abdichtet, wenn sich in Einbaulage der Putzschenkel (120) aufgrund von Relativbewegungen vom Dichtschenkel (110) und/oder vom Bauwerk zumindest teilweise löst.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Anschlussprofil für an Putz angrenzende Bauteile, insbesondere für Fenster- oder Türstöcke sowie Rollladenelemente, mit einem Putzschenkel und einem Dichtschenkel, der bauteilseitige Befestigungsmittel aufweist, wobei der Dichtschenkel zumindest während der Montage des Anschlussprofils am Bauteil mit dem Putzschenkel verbunden ist, und wobei der Putzschenkel einen im Wesentlichen senkrecht zum Dichtschenkel ausgerichteten Einputzsteg, sowie eine Putzleiste mit einer Putzabzugskante und/oder Putzabzugsfläche aufweist, wobei der Dichtschenkel und der Putzschenkel zumindest während der Montage des Anschlussprofils einen im Wesentlichen geschlossenen Aufnahmeraum bilden, in welchem ein erstes Dichtmittel angeordnet ist, das den Dichtschenkel mit dem Putzschenkel verbindet.
[0002] Eine wesentliche Aufgabe von derartigen Anschlussprofilen ist es, das dahinterliegende Mauerwerk bzw. die zwischen Mauerwerk und Anschlussprofil angeordnete Dämmung gegen eindringende Feuchtigkeit aus der Umgebung zu schützen. Aufgrund von Relativbewegungen im Bauwerk können sich die Abstände zwischen Putzschenkel und Dichtschenkel vergrößern, sodass in den darin entstehenden Hohlräumen insbesondere Wasser eindringen kann.
[0003] In der EP 4 446 551 A1 wird daher ein Anschlussprofil der eingangs erwähnten Art offenbart, bei dem ein Anschlussprofil vorgesehen ist, bei dem zwischen Dichtschenkel und Putzschenkel zumindest während der Montage des Anschlussprofils ein im Wesentlichen geschlossener Aufnahmeraum ausgebildet ist, in dem ein flansch- oder schlaufenförmiges Dichtmittel aus einem Material mit im Vergleich zum Dichtschenkel bzw. Putzschenkel höherer Elastizität angeordnet ist.
[0004] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, das in der EP 4 446 551 A1 beschriebene Anschlussprofil dahingehend weiter zu verbessern, dass ein stärkerer Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit in das Anschlussprofil und in der Folge in das Mauerwerk gegeben ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Anschlussprofil der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass in dem Aufnahmeraum ein zweites Dichtmittel vorgesehen ist, das den Aufnahmeraum gegen die Umgebung abdichtet, wenn sich in Einbaulage der Putzschenkel aufgrund von Relativbewegungen vom Dichtschenkel und/oder vom Bauwerk zumindest teilweise löst. Damit bildet dieses zweite Dichtmittel eine erste Dichtebene gegenüber der Umgebung aus und dichtet den Aufnahmeraum ab. Sobald die Bauwerksbewegung dazu führt, dass diese erste Dichtebene nicht mehr zuverlässig abdichtet, übernimmt das in dem Aufnahmeraum angeordnete erste Dichtmittel diese Aufgabe als zweite, weitere Dichtebene, die den Dichtschenkel mit dem Putzschenkel verbindet. Diese zweite Dichtebene ist dabei zwischen dem Mauerwerk und der ersten Dichtebene angeordnet.
[90006] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das zweite Dichtmittel als Dichtlippe ausgeführt ist, wobei dieses zweite Dichtmittel vorzugsweise aus einem zum Putzschenkel weicher ausgeführten Material mit höherer Elastizität, wie beispielsweise TPE oder Weich-PVC, gefertigt ist. Es ist dabei besonders bevorzugt an dem Dichtschenkel beispielsweise mittels Koextrusion angeformt und damit unlösbar befestigt. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Dichtlippe aus einem flexiblen Material gefertigt ist, wobei ein Ende dieser Dichtlippe an den Dichtschenkel befestigt ist, während ein zweites, freies Ende an einer Innenfläche des Putzschenkels anliegt. Sobald aufgrund von Relativbewegungen im Mauerwerk der Abstand zwischen Putzschenkel und Dichtschenkel zunimmt, gleitet das freie Ende entlang der Innenfläche des Putzschenkels und verschließt weiterhin den Aufnahmeraum.
[90007] Wenn dieser Abstand derartig groß ist, dass die Länge des erfindungsgemäßen zweiten Dichtmittels nicht ausreicht, um diesen Abstand zuverlässig gegen die Umgebung abzudichten, fungiert das erste Dichtmittel, das bevorzugt als eine am Dichtschenkel einerseits und am Putzschenkel andererseits befestigte Dichtschlaufe ausgeführt ist, die zumindest während der Montage gefaltet im Aufnahmeraum angeordnet ist, als Abdichtung gegenüber der Umgebung. Dieses erste Dichtmittel ist hierbei besonders bevorzugt aus einem Material mit im Vergleich zum Dichtschenkel bzw. Putzschenkel höherer Elastizität, beispielsweise TPE oder Weich- PVC gefertigt,
was ein Auseinanderfalten dieser Dichtschlaufe und damit die Ausbildung einer zuverlässigen Dichtebene gegenüber der Umgebung erleichtert.
[90008] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen Dichtschenkel und Putzschenkel ein Verbindungselement angeordnet ist, das zumindest während der Montage des Anschlussprofils den Dichtschenkel und den Putzschenkel miteinander verbindet. Dieses Verbindungselement fungiert bevorzugt als zusätzliches Dichtmittel, wobei es in einer besonders einfach und kostengünstig der herzustellenden Ausführung der Erfindung als Dichtband, beispielsweise als Polyethylen-Dichtband ausgebildet ist.
[0009] Alternativ hierzu weist das Verbindungselement einen Verbindungssteg auf, der am Dichtschenkel oder am Putzschenkel bevorzugt durch Koextrusion befestigt ist, und mit dem jeweils anderen Schenkel mittels einer Nut/Feder-Verbindung - vorzugsweise in Profillängsrichtung beweglich - verbunden ist. Ein derartiges Verbindungselement hat den Vorteil, dass es zumindest während der Lagerung und der Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils den Dichtschenkel und den Putzschenkel zuverlässig verbindet und damit insbesondere die Montage erleichtert.
[0010] Die Nut/Feder-Verbindung Verbindung kann hierbei derart ausgestaltet sein, dass der Verbindungssteg im Querschnitt H-förmig ausgebildet ist, und eine Ausnehmung für eine am Dichtschenkel oder am Putzschenkel angeordnete Feder aufweist. Alternativ hierzu ist in einer anderen Ausführung der Erfindung der Verbindungssteg im Querschnitt T-förmig ausgebildet, der zumindest während der Montage des Anschlussprofils in eine am Putzschenkel oder am Dichtschenkel angeordneten Nutaufnahme eingreift.
[0011] Ebenso kann vorgesehen sein, dass dieser Verbindungssteg im Wesentlichen F-förmig oder L-förmig ausgebildet ist und in entsprechenden Nutaufnahmen entweder am Putzschenkel oder am Dichtschenkel eingreift.
[0012] Besonders bevorzugt verfügt das erfindungsgemäße Anschlussprofil über einen im Bereich der Putzabzugskante der Putzleiste angeordneten, abtrennbaren Schutzschenkel, nach dessen Abtrennung eine unabhängige 3D-Beweglichkeit zwischen Dichtschenkel und Putzschenkel gewährleistet ist.
[0013] Zur Abtrennung des Schutzschenkels ist besonders bevorzugt eine Abrisseinrichtung vorgesehen, die den Schutzschenkel zumindest mit dem Putzschenkel verbindet.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine Variante der Erfindung, bei der die Abrisseinrichtung als Doppelabriss ausgebildet ist, die den Schutzschenkel sowohl mit dem Putzschenkel als auch mit dem Dichtschenkel verbindet, wobei der Doppelabriss beispielsweise einen V-förmigen oder Tförmigen Querschnitt aufweisen kann. Ein derartiger Doppelabriss schützt insbesondere den dahinterliegenden Aufnahmeraum und insbesondere das erfindungsgemäße zweite Dichtmittel vor Beschädigungen während der Lagerung und/oder Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils.
[0015] Das erfindungsgemäße Anschlussprofil hat bevorzugt an dem Einputzsteg, vorzugsweise mithilfe eines koextrudierten Haltestreifens, ein Armierungsgewebe angeordnet.
[0016] Das erfindungsgemäße Anschlussprofil hat sich insbesondere zur Verwendung als Fenster- oder Türanschlussprofil (FAP) bewährt, wobei bei dieser Ausführungsform der Dichtschenkel bauteilseitig ein Klebeband zur Befestigung am Bauteil aufweist.
[0017] Alternativ hierzu ist das erfindungsgemäße Anschlussprofil als Rollladenanschlussprofil (RAP) insbesondere dann geeignet, wenn der Dichtschenkel bauteilseitig einen senkrecht zum Dichtschenkel abstehenden Dichtsteg mit einem Klebeband aufweist.
[0018] Im Folgenden wird anhand von nicht-einschränkenden Ausführungsbeispielen mit zugehörigen Figuren die Erfindung erläutert. Darin zeigen jeweils in einer Schnittdarstellung
[0019] Fig. 1A: eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils während der Montage,
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[0020] Fig. 1B: das Anschlussprofil aus Fig. 1A nach Abtrennung des Schutzschenkels,
[0021] Fig. 2A: eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils während der Montage,
[0022] Fig. 2B: das Anschlussprofil aus Fig. 2A nach Abtrennung des Schutzschenkels, [0023] Fig. 3: eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils, [0024] Fig. 4: eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils, [0025] Fig. 5: eine fünfte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils, [0026] Fig. 6: eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils, [0027] Fig. 7: eine siebente Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils, [0028] Fig. 8: eine achte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils,
[0029] Fig. 9A: eine neunte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlussprofils während der Montage, und
[0030] Fig. 9B: das erfindungsgemäße Anschlussprofil aus Fig. 9A bei Ablösung des Putzschenkels vom Bauteil.
[0031] Das in der Fig. 1A dargestellte Anschlussprofil 100 ist insbesondere für den Anschluss von Fenstern oder Türen vorgesehen und weist hierfür einen Dichtschenkel 110 für an Putz 10 angrenzende Bauteile auf, der beispielsweise mittels eines Doppelklebebands 20 an dem Bauteil lagefixiert ist. Gegenüberliegend zum Dichtschenkel 110 ist ein Putzschenkel 120 vorgesehen, dessen im Wesentlichen senkrecht zum Dichtschenkel 110 abstehender Einputzsteg 121 mit einem Armierungsgewebe 130 beispielsweise verschweißt oder auf andere an sich bekannte Weise am Einputzsteg 121 befestigt ist.
[0032] Des Weiteren weist der Putzschenkel 120 eine Putzleiste 122 mit einer Putzabzugskante 123 auf, wobei der Dichtschenkel 110 mit der Putzabzugskante 123 über einen in Wesentlichen V-förmigen Doppelabriss 140 in Verbindung steht. Ein derartig V-förmig ausgebildeter Doppelabriss 140 gewährleistet eine besondere einfache Ablösung des Schutzschenkels 150 nach der Montage und dem Einputzen des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100.
[0033] An diesem Doppelabriss 140 ist ein abtrennbarer Schutzschenkel 150 angeordnet, der zumindest bis zum Abschluss der Montage- bzw. Verputzarbeiten den Dichtschenkel 110 mit dem Putzschenkel 120 verbindet. Der Schutzschenkel 150 weist hierfür ein doppelseitiges Klebeband 151 auf, mit dessen Hilfe beispielsweise Abdeckfolien fixiert werden können, um das Bauteil, beispielsweise das Fenster oder die Tür, vor Verunreinigungen oder Beschädigungen während der Montage- und Verputzarbeiten zu schützen.
[0034] Zwischen dem Dichtschenkel 110 und dem Putzschenkel 120 ist auf der dem Doppelabriss 140 entgegengesetzten Seite des Dichtschenkels 110 ein Verbindungselement 160 vorgesehen, das im vorliegenden Beispiel als ein Verbindungssteg 161 ausgebildet ist, der bevorzugt am Dichtschenkel 110 mittels Koextrusion befestigt ist, und einen im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt aufweist.
[0035] Dieses Verbindungselement 160 hat die Aufgabe, den Dichtschenkel 110 mit dem Putzschenkel 120 zumindest während der Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 zu verbinden. Eine am Dichtschenkel 110 angeordnete Feder 111 ragt hierfür in eine dem Dichtschenkel 110 zugewandte Ausnehmung 162 des Verbindungsstegs 161 und sorgt so für eine formschlüssige Verbindung zwischen Dichtschenkel 110 und Putzschenkel 120. Der Verbindungssteg 161 ist hierbei aus einem weich eingestellten Extrudat, beispielsweise WeichPVC/PTE hergestellt. Damit fungiert der Verbindungssteg 161 bei dieser Ausführung der Erfindung als zusätzliche Abdichtung gegenüber dem sich dahinter befindlichen Mauerwerk bzw. dessen Dämmung. Alternativ hierzu kann die Feder 111 auch an dem Putzschenkel 120 angeordnet sein, während der Verbindungssteg 161 des Verbindungselements 160 an dem Dichtschenkel 110 befestigt ist.
[0036] Zwischen dem Verbindungselement 160, dem Dichtschenkel 110 und der Putzleiste 122 befindet sich ein Aufnahmeraum 170, der auf der einen Seite durch das Verbindungselement 160 und auf der anderen Seite durch den Doppelabriss 140 zumindest während der Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 verschlossen ist.
[0037] In diesem Aufnahmeraum 170 ist ein erstes Dichtmittel 180, das als Dichtschlaufe aus einem elastischen Material ausgebildet ist, angeordnet. Diese Dichtschlaufe ist mit der Putzleiste 122 sowie mit dem Dichtschenkel 110 unlösbar verbunden.
[0038] Des Weiteren ist innerhalb des Aufnahmeraums 170 ein zweites Dichtmittel 190 vorgesehen, das als elastische, flexible Dichtlippe ausgebildet ist, die in dem Schutzschenkel 150 zugewandten Endbereich des Dichtschenkels 110 befestigt ist und an der Innenseite 122A der Putzleiste 122 gleitend anliegt. Hierbei schützt der flexible V-förmige Doppelabriss 140 das zweite Dichtmittel 190 während der Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100.
[0039] Nach Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 und den abschließenden Putzarbeiten wird durch Abtrennen des Schutzschenkels 150 der Aufnahmeraum 170 geöffnet, wodurch eine unabhängige 3D-Beweglichkeit zwischen Dichtschenkel 110 und Putzschenkel 120 gewährleistet ist. Kleinere Relativbewegungen werden durch das flexible Verbindungselement 160 kompensiert, während bei größeren Relativbewegungen die Feder 111 des Dichtschenkels 110 aus dem Verbindungssteg 161 heraustritt (Fig. 1B). Hierbei wird der Aufnahmeraum 170 durch die Dichtlippe, nämlich das zweite Dichtmittel 190 gegen die Umwelt abgedichtet, die weiterhin an der Innenseite 122A der Putzleiste 122 anliegt. Damit wird auch insbesondere Wassereintritt in den Aufnahmeraum 170 verhindert. Wenn sich der Abstand zwischen Dichtschenkel 110 und Putzschenkel 120 weiter vergrößert, sodass das zweite Dichtmittel 190 nicht mehr ausreicht, um den Abstand zwischen der Oberfläche des Dichtschenkels 110 und der Putzabzugskante 123 zuverlässig abzudichten, ist durch die Dichtschlaufe, dem ersten Dichtmittel 180, weiterhin eine zuverlässige Abdichtung gegenüber dem Mauerwerk und einer gegebenenfalls darauf befindlichen Dämmung gewährleistet.
[0040] Das in den Figs. 2A und 2B dargestellte Anschlussprofil 100 weist im Wesentlichen einen gleichartigen Aufbau und Wirkungsweise wie das Anschlussprofil 100 aus den Figs. 1A und 1B auf. Es ist insbesondere für die Verwendung in Verbindung mit Rollläden bzw. Rollladenführungsschienen vorgesehen.
[0041] Hierfür weist es einen bauteilseitig vom Dichtschenkel 110 senkrecht zum Dichtschenkel 110 abstehenden Dichtsteg 112 auf, an dem ein Befestigungsmittel, beispielsweise ein doppelseitiges Klebeband 20 zur Lagefixierung am Bauteil vorgesehen ist. Ein weiterer Unterschied zu dem Anschlussprofil 100 aus den Figuren 1A und 1B besteht darin, dass der Doppelabriss 140 als T-förmigen Verdickung ausgebildet ist, die die Putzleiste 122 mit dem Dichtschenkel 110 zumindest während der Montage verbindet.
[0042] Das in der Fig. 3 gezeigte Anschlussprofil 100 unterscheidet sich von dem in den Figuren 2A und 2B dargestellten Rollladenanschlussprofil 100 lediglich durch den V- förmigen Doppelabriss 140.
[0043] Eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Fensteranschluss- oder Türrahmenprofils 100 kann der Fig. 4 entnommen werden. Dieses Anschlussprofil 100 verfügt über ein Verbindungselement 160, das bei dieser Ausführung der Erfindung als Dichtband, beispielsweise ein Polyethylen-Dichtband ausgebildet ist. An der Putzleiste 122 befindet sich ein einfacher Abriss 141 für den Schutzschenkel 150, der an der Putzabzugskante 123 der Putzleiste 122 befestigt ist. Über diesen einfachen Abriss 141 wird der Schutzschenkel 150 nach Beendigung der Montage- und/oder Verputzarbeiten vom Anschlussprofil 100 entfernt.
[0044] Bei dieser Ausführung der Erfindung ist der Aufnahmeraum 170 durch das Verbindungselement 160 sowie dem zweiten Dichtmittel 190 gebildet. Dieses zweite Dichtmittel 190 ist erneut als Dichtlippe ausgebildet und an dem Dichtschenkel 110 befestigt. Das obere Ende 190A der Dichtlippe liegt an der dem Putz 10 abgewandten Unterseite 122A der Putzleiste 122 an und verhindert so ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Aufnahmeraum 170. Erneut ist auch ein
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erstes Dichtmittel 180 in Form einer Dichtschlaufe, die an dem Dichtschenkel 110 sowie an der Putzleiste 122 befestigt ist, als zusätzliche Abdichtung zwischen Verbindungselement 160 und zweiten Dichtmittel 190 vorgesehen.
[0045] In der Fig. 5 ist eine weitere Ausführung gemäß der Erfindung gezeigt, bei der das Verbindungselement 160 an dem Dichtschenkel 110 als Profilleiste 161 mit T-förmigem Querschnitt aus weichem extrudiertem Material angeformt ist. Diese Profilleiste 161 greift in eine Nutaufnahme 124 des Putzschenkels 120 ein und schließt damit den Aufnahmeraum 170 an der dem Schutzschenkel 150 abgewandten Seite ab. Auf der dem Schutzschenkel 150 zugewandten Seite des Aufnahmeraums 170 ist ein zweites Dichtmittel 190 als Dichtlippe vorgesehen, dessen Ende 190A an der Innenseite 122A der Putzleiste 122 gleitend anliegt. Ein erstes Dichtmittel 180 in Form einer Dichtschlaufe ist zwischen Verbindungselement 160 und zweiten Dichtmittel 190 im Aufnahmeraum 170 angeordnet.
[0046] Die in der Fig. 6 dargestellte Ausführung des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 weist ein Verbindungselement 160, das hier als weich extrudierter Verbindungssteg 161 mit einem Kopfteil 163 aus Hart-PVC realisiert ist, auf, wobei der Kopfteil 163 in eine Nutaufnahme 124 des Putzschenkels 120 eingreift. An der Unterseite 122A der Putzleiste 122 ist eine zweite Nutaufnahme 124A vorgesehen, in die das zweite Dichtmittel 190 mit einem Kopfteil 190A hineinragt. Mit seinem Mittelteil 190B verschließt das zweite Dichtmittel 190 den Aufnahmeraum 170. Das erste Dichtmittel 180 ist hierbei mit einem ersten Ende im Bereich dieser zweiten Nutaufnahme 124A und sein zweites Ende an dem Dichtschenkel 110 - bevorzugt mittels Koextrusion - befestigt.
[0047] Das in der Fig. 7 dargestellte Anschlussprofil 100 unterscheidet sich von dem in der Fig. 6 diskutierten Anschlussprofil dadurch, dass das als Dichtlippen ausgebildete zweite Dichtmittel 190 einen dem Kopfteil 190A abgewandten Endbereich 190C aufweist, der als zusätzliche Dichtlippe gegenüber dem Bauteil fungiert.
[0048] Das erste Dichtmittel 180, das innerhalb des Aufnahmeraums 170 zwischen dem Verbindungselement 160 und dem zweiten Dichtmittel 190 angeordnet ist, verbindet den Dichtschenkel 110 mit dem Putzschenkel 120, wobei es an der Putzleiste 122 im Bereich der zweiten Nutaufnahme 124A befestigt ist.
[0049] In der Fig. 8 ist ein Anschlussprofil 100 mit im Wesentlichen gleichen Aufbau wie das in der Fig. 7 dargestellte Anschlussprofil. Es unterscheidet sich durch das Verbindungselement 160, bei dem ein im Wesentlichen T-förmiger Verbindungssteg 161, der an dem Putzschenkel 120 angeordnetist, in eine Nutaufnahme 113, die auf dem Dichtschenkel 110 angeordnet ist, eingreift.
[0050] In den Figuren 9A und 9B ist eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 gezeigt, bei dem der Putzschenkel 120 einen im Wesentlichen rechteckigen Aufnahmeraum 170 ausbildet. Der Putzschenkel 120 weist hierfür eine im Wesentlichen horizontal und damit normal zum Einputzsteg 121 verlaufende Putzleiste 122 auf, an die eine Putzabzugsfläche 125 vertikal anschließt. Diese Putzabzugsfläche 125 mündet in einen horizontal verlaufenden Anschlussbereich 126, der in Einbaulage des Anschlussprofils 100 auf dem Bauteil aufliegt und mittels Doppelklebeband befestigt ist.
[0051] Innerhalb des Aufnahmeraums 170 ist ein Dichtschenkel 110 derart angeordnet, dass er zur Gänze im Aufnahmeraum 170 aufgenommen ist, wenn der Putzschenkel 120 auf dem Bauteil angeordnet ist. Hierbei ist der Dichtschenkel 110 ebenfalls mittels Doppelklebeband 20 auf dem Bauteil lagefixiert.
[0052] Das erste Dichtmittel 180 in Form einer Dichtschlaufe verbindet hierbei den Dichtschenkel 110 mit dem Putzschenkel 120, wobei die Dichtschlaufe an dem Putzschenkel 120 in dessen Anschlussbereich 126 beispielsweise mittels Extrusion angeformt ist. Des Weiteren ist ein zweites Dichtmittel 190 in Form einer Dichtlippe vorgesehen, das ebenfalls auf dem Dichtschenkel 110 angeordnet ist.
[0053] Sobald sich nach der Montage des erfindungsgemäßen Anschlussprofils 100 der Putzschenkel 120 aufgrund von Relativbewegungen vom Bauwerk ablöst, ist eine doppelte Abdich-
tung gegen Umwelteinflüsse von außen durch das erste Dichtmittel 180 in Form einer Dichtschlaufe sowie durch das zweite Dichtmittel 190 in Form einer Dichtlippe gewährleistet.
Claims (14)
1. Anschlussprofil (100) für an Putz (10) angrenzende Bauteile, insbesondere für Fenster- oder Türstöcke sowie Rollladenelemente, mit einem Putzschenkel (120) und einem Dichtschenkel (110), der bauteilseitige Befestigungsmittel (20) aufweist, wobei der Dichtschenkel (110) zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) am Bauteil mit dem Putzschenkel (120) verbunden ist, und wobei der Putzschenkel (120) einen im Wesentlichen senkrecht zum Dichtschenkel (110) ausgerichteten Einputzsteg (121), sowie eine Putzleiste (122) mit einer Putzabzugskante (123) und/oder Putzabzugsfläche (125) aufweist, wobei der Dichtschenkel (110) und der Putzschenkel (120) zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) einen im Wesentlichen geschlossenen Aufnahmeraum (170) bilden, in welchem ein erstes Dichtmittel (180) angeordnet ist, das den Dichtschenkel (110) mit dem Putzschenkei (120) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufnahmeraum (170) ein zweites Dichtmittel (190) angeordnet ist, das den Aufnahmeraum (170) gegen die Umgebung abdichtet, wenn sich in Einbaulage der Putzschenkel (120) aufgrund von Relativbewegungen vom Dichtschenkel (110) und/oder vom Bauwerk zumindest teilweise löst.
2. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Dichtmittel (190) als Dichtlippe, vorzugsweise aus TPE oder Weich-PVC, gefertigt, ausgeführt ist.
3. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Dichtmittel (190) an dem Dichtschenkel (110) beispielsweise mittels Koextrusion angeformt ist.
4. Anschlussprofil (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dichtmittel (180) als eine am Dichtschenkel (110) einerseits und am Putzschenkel (120) andererseits befestigte Dichtschlaufe ausgeführt ist, die zumindest während der Montage gefaltet im Aufnahmeraum (170) angeordnet ist.
5. Anschlussprofil (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Dichtschenkel (110) und Putzschenkel (120) ein Verbindungselement (160) angeordnet ist, das zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) den Dichtschenkei (110) und den Putzschenkel (120) miteinander verbindet, und vorzugsweise aus einem im Vergleich zum Dichtschenkel (110) bzw. Putzschenkel (120) weich eingestellten Extrudat besteht.
6. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (160) einen Verbindungssteg (161) aufweist, der am Dichtschenkel (110) oder am Putzschenkel (120) bevorzugt durch Koextrusion befestigt ist, und mit dem jeweils anderen Schenkel (120, 110) mittels einer Nut (124) / Feder (111)-Verbindung - vorzugsweise in Profillängsrichtung beweglich - verbunden ist.
7. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (161) im Querschnitt H-förmig ausgebildet ist, und eine Ausnehmung (162) für eine am Dichtschenkel (110) oder am Putzschenkel (120) angeordnete Feder (111) aufweist.
8. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (161) im Querschnitt T-förmig ausgebildet ist, und zumindest während der Montage des Anschlussprofils (100) in eine am Putzschenkel (120) und/oder am Dichtschenkel (110) angeordnete Nutaufnahme (124) eingreift.
9. Anschlussprofil (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Bereich der Putzabzugskante (123) der Putzleiste (122) angeordneter, abtrennbarer Schutzschenkel (150) vorgesehen ist, nach dessen Abtrennung eine unabhängige 3D-Beweglichkeit zwischen vorzugsweise Dichtschenkel (110) und Putzschenkel (120) gewährleistet ist.
10. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abtrennung des Schutzschenkels (150) eine Abrisseinrichtung (140, 141) vorgesehen ist, die den Schutzschenkel (150) zumindest mit dem Putzschenkel (120) verbindet.
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11. Anschlussprofil (100) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrisseinrichtung als Doppelabriss (140) ausgebildet ist, die den Schutzschenkel (150) sowohl mit dem Putzschenkel (120) als auch mit dem Dichtschenkel verbindet, wobei der Doppelabriss (140) einen V-förmigen oder T-förmigen Querschnitt aufweist.
12. Anschlussprofil (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Einputzsteg (121), vorzugsweise mit Hilfe eines koextrudierten Haltestreifens, ein Armierungsgewebe (130) befestigt ist.
13. Verwendung eines Anschlussprofils (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Fensteroder Türanschlussprofil (FAP), wobei der Dichtschenkel (110) bauteilseitig ein Klebeband (20) aufweist.
14. Verwendung eines Anschlussprofils (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Rollladenanschlussprofil (RAP), wobei der Dichtschenkel (110) bauteilseitig einen senkrecht vom Dichtschenkel (110) abstehenden Dichtsteg (112) mit einem Klebeband (20) aufweist.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50113/2025A AT528496B1 (de) | 2025-02-19 | 2025-02-19 | Anschlussprofil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50113/2025A AT528496B1 (de) | 2025-02-19 | 2025-02-19 | Anschlussprofil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528496A4 AT528496A4 (de) | 2026-02-15 |
| AT528496B1 true AT528496B1 (de) | 2026-02-15 |
Family
ID=98774645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50113/2025A AT528496B1 (de) | 2025-02-19 | 2025-02-19 | Anschlussprofil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT528496B1 (de) |
-
2025
- 2025-02-19 AT ATA50113/2025A patent/AT528496B1/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT528496A4 (de) | 2026-02-15 |
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