AT528553A1 - Trennpapier sowie Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Trennpapier sowie Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Abstract
Bei einem Trennpapier bestehend aus einer wenigstens einseitig mit PVOH beschichte ten Trägerpapierschicht sowie einer wenigstens einseitigen Silikonbeschichtung, bei welchem die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht aus gebleichtem Kraftpa pier, das jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz als auch Hartholz mit einem Gesamt mahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR sowie Pro zesshilfsstoffen besteht, sowie sowohl einer wenigstens einseitig auf die mit PVOH beschich tete Seite der Trägerpapierschicht aufgebrachten Trennschicht, die aus 0,5 bis 5 g/m2 eines Sili kons besteht und wobei das wenigstens einseitig mit PVOH und Silikon beschichtete Trennpa pier eine Dichte zwischen 850 und 990 kg/m3, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m3 auf weist, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Trennpapiers.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Trennpapier bestehend aus einer wenigstens einseitig mit PVOH beschichteten Trägerpapierschicht sowie einer wenigstens einseitigen Silikonbeschichtung sowie auf ein Verfahren zur Herstellung eines Trennpapiers, bei welchem eine wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht wenigstens einseitig mit einer Silikonbeschichtung versehen wird.
[0002] Trennpapiere werden üblicherweise zum Schutz von Produkten oder Oberflächen oder aber auch zur Herstellung von besonders ausgestalteten flächigen Gebilden eingesetzt. Ein wesentliches Kennzeichen von Trennpapieren ist, dass sie wenigstens eine nicht-haftende Oberfläche bzw. eine antihaftbeschichtete Oberfläche aufweisen. Eine derartige nicht-haftende Oberfläche kann durch Beschichten oder Tränken eines Basispapiers mit verschiedensten Polymeren erreicht werden, wobei die Art der gewählten nicht-haftenden Oberfläche vom nachfolgend geplanten Einsatzzweck des Trennpapiers abhängt.
[0003] So sind sogenannte Release Liner bekannt, die als Trägermaterial für Selbstklebeetiketten oder auch als Trennpapiere in technischen Anwendungen, wie z.B. Klebebändern eingesetzt werden. Derartige Release Liner sind häufig aus Papieren mit einer Polymerbeschichtung aus PE oder PP hergestellt, wodurch sie nicht oder nur äußerst aufwendig rezyklierbar sind, da die Polymere nur mehr schwierig von dem Papier trennbar sind. Bekannt ist es auch, Silikone als Abtrennschichten (release layer) einzusetzen, wobei Silikone an sich nicht umweltschädlich sind, damit beschichtete Papiere aber meist nur in speziell dafür ausgerüsteten Anlagen und vor allem unter höherem Energieeintrag und Reinigungsaufwand der Fasern wieder rezykliert werden können.
[0004] Die KR 20230138197 A beschreibt ein rezyklierbares Trennpapier, welches auf beiden Seiten eines Trägerpapiers eine Beschichtung auf wässeriger Basis ebenso wie eine umweltfreundliche Trennschicht aufweist. Die umweltfreundliche Trennschicht ist hierbei aus einem PoIymer, wie einem Polydimethylsiloxan, einem wasserlöslichen Wachs oder Siliziumdioxid gebildet. Die Beschichtung auf wässeriger Basis kann hierbei eine acrylbasierte Beschichtung oder ein Ethylenvinylacetat oder eine Mischung daraus sein. Ein derartiges Trennpapier soll sich nun dadurch auszeichnen, dass das Trennpapier in Wasser abgebaut werden kann.
[0005] Aus der US 2023/0407145 A1 sind neben speziellen Silikon-Zusammensetzungen, die als Trennschicht einsetzbar sind auch Papiere bekanntgeworden, in welchem auf einem Basis- Papier, -Karton oder dgl. auch z.B. auf mit Polyolefinen beschichteten Papieren eine wie oben beschriebene Silikon-Zusammensetzung als Trennschicht beispielsweise mittels Walzbeschichten, Sprühbeschichten oder dgl. aufgebracht ist und das so beschichtete Papier oder der Karton anschließend aushärten gelassen wird.
[0006] Alle derzeit bekannten Trennpapiere sind, aufgrund des hohen Mahlgrades der ihnen zugrunde liegenden, die Trägerpapierschichten ausbildenden Pulpen nur unter Einsatz von hohen Energiemengen herstellbar und/oder wenden überdies nicht unbeträchtliche Mengen an Chemikalien für die Ausbildung der Trennschicht an, was immer dann, wenn aus ökologischen Gründen entweder ein günstig herzustellendes sowie gegebenenfalls zumindest teilweise rezy- klierbares Trägerpapier bereitgestellt werden soll, diese beschichteten Papiere nicht akzeptabel scheinen lässt bzw. bei einem versuchten Rezyklieren keinerlei Papierbestandteile erhalten werden können, die frei von den die Trennschicht ausbildenden Kunststoffmaterialien sind, da eine Abtrennung der Kunststoffanteile von den Papieranteilen nicht oder nur unter Anwendung äußerst aufwändiger Verfahren möglich ist.
[0007] Schließlich sind auch sogenannte „mehrfach beschichtete Kraft-Papiere“ (PCK Trennpapiere) bekannt, welche zwar theoretisch mit dem hierfür bekannten CEPI-Verfahren rezyklierbar sind, allerdings weisen diese Papiere einen Polymergehalt von mehr als 20 % auf, was jeden Versuch, den Papieranteil dieser Trennpapiere rückzugewinnen, wirtschaftlich nicht rentabel macht. Rückgewonnen kann von diesen Papieren lediglich ein Teil des Polymeranteils werden, weshalb sie aus dem Gesichtspunkt, dass heute aus Umweltgründen nahezu ausschließlich Pa-
piere mit einem möglichst niedrigen CO2-Fussabdruck gewünscht sind und von welchen überdies gewünscht ist, dass so viele Bestandteile des Papiers wie möglich nahezu vollständig rezykliert werden können oder sogar zur Gänze rezykliert werden können, nicht den Forderungen der modernen Industrie und des Marktes entsprechen.
[0008] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Trennpapier auf Basis eines Trägerpapiers mit hoher Festigkeit bereitzustellen, welches im Vergleich zu bekannten Trennpapieren einen verbesserten CO2-Fußabdruck aufweist und welches überdies einer Aufbereitung und Wiederverwertung zugeführt werden kann, ohne dass aufwändige und hohe Energiemengen erfordernde Rezyklierungsverfahren eingesetzt werden müssen.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Trennpapier im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht aus gebleichtem Kraftpapier, das jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz und aus Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR sowie Prozesshilfsstoffen besteht, sowie aus sowohl einer wenigstens einseitig auf die mit PVOH beschichtete Seite der Trägerpapierschicht aufgebrachten Trennschicht, die aus 0,5 bis 5 g/m? eines Silikons besteht und dass das wenigstens einseitig mit PVOH und Silikon beschichtete Trennpapier eine Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m*® aufweist. Indem gemäß der Erfindung die Trägerpapierschicht aus gebleichtem Kraftpapier bereitgestellt wird, welches jeweils zu wenigstens 30 Gew.- % aus Weichholz als auch aus Hartholz besteht und einen Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 38 °SR aufweist, gelingt es, eine Trägerpapierschicht bereitzustellen, die gute mechanische Eigenschaften hat, ausreichend kompakt bzw. fest ist und überdies aufgrund des Mahlgrads der darin enthaltenen Zellstoffe in jeweils einem mittleren Bereich der Schopper-Riegler-Skala mit einem relativ niedrigen Energieaufwand herstellbar ist. Indem weiterhin in der Trägerpapierschicht übliche Prozesshilfsstoffe, wie beispielsweise Stärke, Leimungsmittel oder auch Füllstoffe enthalten sind, kann als Trägerpapierschicht ein Sackkraftpapier oder jedes andere Verpackungspapier oder semi-transparentes Papier eingesetzt werden. Indem eine derartige Trägerpapierschicht weiterhin wenigstens einseitig mit PVOH beschichtet ist, wird ein Trägerpapier bereitgestellt, dessen Oberflächenporen mit PVOH verfüllt sind und das eine besonders glatte und homogene Oberfläche aufweist, welche nachfolgend mit extrem geringen Mengen von 0,5 bis 5 g/m? eines Silikons als Trennschicht beschichtet werden kann, da ein Eindringen des Silikons in die Oberflächenporen des Trägerpapiers nicht mehr zu befürchten ist. Diese geringen Mengen an Silikonen sind aus ökonomischer und ökologischer Sicht vorteilhaft. Sie ermöglichen eine günstige Herstellung des Trennpapiers, senken den CO2-Fußabdruck in Bezug auf bekannte Trennpapiere ab und ergeben überraschenderweise ein Trennpapier, das sowohl gute mechanische als auch Ablöseeigneschaften aufweist und überdies vollständig rezykliert werden kann.
[0010] Die Rezyklierbarkeit der Trennpapiere wird hierbei unter Anwendung des CEPI Rezyklierbarkeits- Testverfahren, Version 2, Oktober 2022 (Harmonized European laboratory test method to generate Parameters enabling the assessment of the recyclability of paper and board products in Standard paper and board recycling mills - Kurztitel: CEPI Recyclability Laboratory Test Method, Version 2, Oktober 2022, 15 Seiten, https://www.cepi.org) getestet.
[0011] Indem weiterhin das Trennpapier bestehend aus der mit PVOH beschichteten Trägerpapierschicht und der Silikon-Trennschicht eine Dichte zwischen 850 und 990 kg/m*® aufweist, gelingt es nicht nur, ein Papier mit besonders hoher Steifigkeit herzustellen, sondern auch ein sehr strapazierfähiges, kompaktes Trennpapier mit guten mechanischen Eigenschaften bereitzustellen, welches in verschiedensten Anwendungen, wie beispielsweise Abziehstreifen, welche beispielsweise als Ersatz für auf Glassine Papier basierenden Trennpapieren herangezogen werden können aber auch als Trennpapiere in beispielsweise Kondensatoren, Batterien oder dgl. mehr eingesetzt werden können. Gleichzeitig hat ein derartiges Trennpapier jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Trennpapieren, die bis zu 20 % Polymeranteil, insbesondere Silikonanteil aufweisen, einen besonders niedrigen Gehalt an Silikon, nämlich maximal 12,5 Gew.-%, wenn 5 g/m? auf einem fertigen Trennpapier mit einem Flächengewicht von 40 g/m? aufgebracht sind. In der Praxis werden die hohen Silikonmengen jedoch nur auf Papier mit Flächengewichten von über
80 g/m? aufgebracht, so dass durchschnittlich der Silikongehalt des Papiers bei maximal 6,5 Gew.-% liegt.
[0012] Da das Trägerpapier überdies mit sehr geringen Grammaturen aufgrund der Steifigkeit des Papiers hergestellt werden kann, wird eine nicht unbeträchtliche Materialeinsparung erzielt, was das Trägerpapier auch aufgrund des im Vergleich zu herkömmlichen Produkten verringerten Einsatzes des Naturmaterials Holz aus ökologischer und ökonomischer Sicht besonders vorteilhaft macht.
[0013] Die Rezyklierbarkeit des Trennpapiers wird überraschenderweise dadurch erreicht, dass zwischen die mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht und die Silikonschicht bei Einbringen eines derartigen Trennpapiers in ein polares Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser, das Wasser zwischen die Silikonschicht und dem Trägerpapier lateral eindringen kann, indem es die PVOHSchicht, welche wasserlöslich ist, auflöst und somit ein Entlaminieren des Trennpapiers bewirkt. Die in Wasser nicht lösliche Silikonschicht als Trennschicht kann von der gebildeten Suspension aus Wasser und den Trägerpapierbestandteilen rückgewonnen werden, die Suspension wiederum beispielsweise in die Papierherstellung rückgeführt werden, so dass ein vollständiges Rezyklieren des gesamten Trennpapiers erreicht werden kann.
[0014] Unter Gesamtmahlgrad wird der durchschnittliche Mahlgrad, der aus sämtlichen eingesetzten Pulpen wie Weichholz, Hartholz sowie gegebenenfalls weiteren Faserbestandteilen, wie Rezyklingholz bzw. Rejectmaterial zusammengesetzt ist, verstanden. Für seine Ermittlung werden die Mahlgrade der Einzelbestandteile herangezogen, diese mit ihrem prozentuellen Anteil in der Pulpe multipliziert, die ermittelten Werte der Einzelbestandteile addiert und durch 100 dividiert, wie dies durch die nachfolgende Formel ausgedrückt ist.
(AxX)+(BxY) 100
[0015] worin A die 1. Pulpe, B die 2. Pulpe, X der prozentuelle Gehalt der ersten Pulpe und Y der prozentuelle Gehalt der zweiten Pulpe ist. Die Formel kann durch Hinzufügen weiterer gegebenenfalls vorhandener Faserbestandteile und ihrer Prozentgehalte ergänzt werden.
= Gesamtmahlgrad
[0016] Im Zusammenhang mit dem vorliegenden Trennpapier ist jedenfalls die mit PVOH beschichtete Seite zusätzlich auch mit einer Silikonbeschichtung versehen. Lediglich je eine Beschichtung mit entweder PVOH oder Silikon auf zwei voneinander verschiedenen Seiten des Papiers ist nicht vorgesehen.
[0017] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Trennpapier so ausgebildet ist, dass die Trägerpapierschicht einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 28 °SR und 40 °SR, einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.% mit einem Mahlgrad zwischen 32° SR und 45 °SR sowie weiterhin Prozesshilfsstoffe wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe aufweist, kann einerseits der Energieverbrauch während der Herstellung weiter optimiert werden, da die die Trägerpapierschicht ausbildende Pulpe aufgrund des Mahlgrads im mittleren Bereich gut entwässerbar ist, ist der Energieverbrauch sowohl für das Mahlen als auch das Entwässern relativ niedrig, so dass bereits deshalb der Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zu auf hoch ausgemahlenen Glassine-Papieren basierenden Trennpapieren deutlich erniedrigt ist.
[0018] Derartige Pulpen mit einem Mahlgrad im mittleren Bereich sind gut und schnell entwässerbar, so dass der Energieaufwand für das Entwässern und Trocknen deutlich niedriger als bei vergleichbaren Glassine-Papieren ist. Sie führen überdies zu einem dichten und homogenen Trägerpapier mit guten mechanischen Eigenschaften, so dass beispielsweise das Flächengewicht niedrig, d.h. unter 130 g/m?®, vorzugsweise unter 100 g/m? bzw. größer als 40 g/m?®, gehalten werden kann, was ebenfalls den Gesamtenergieverbrauch verringert. Weiterhin erfordert ein derartiges homogenes Papier bei der nachfolgenden Beschichtung mit PVOH geringere Mengen an Beschichtungsmittel und ist somit nicht nur ökonomisch herstellbar, sondern insbesondere wird der CO2-Fussabdruck aufgrund der geringen erforderlichen Menge an PVOH dadurch deutlich
verbessert. Schließlich ist aufgrund des mittleren Mahlgrads der Zellstoffe ein derartiges Trägerpapier energetisch günstiger herzustellen als beispielsweise ein herkömmliches Glassine-Papier, welches bis dato als Trägerpapierschicht für Trennpapiere angewandt wurde. Die Transparentpapiere gemäß dem Stand der Technik benötigen üblicherweise sehr hohe Mahlgrade, was einen hohen Energieverbrauch sowohl für das Mahlen als auch für das nachfolgende Entwässern und Trocknen erfordert, wodurch derartige Transparentpapiere als Trägerpapiere nicht mehr zeitgemäß sind. Umso überraschender ist, dass die als Trägerpapier gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzten Papiere zumindest semitransparent sind, sodass bei Anwendung der Trägerpapiere gemäß der Erfindung sämtliche Vorteile, die der Einsatz von klassischen Transparentpapieren mit sich brachte, ebenfalls erreicht werden können.
[0019] Indem, wie dies einer Weiterbildung entspricht, die Massenleimungsmittel aus ASA, AKD, kationischer Stärke sowie Mischung davon gewählt sind, gelingt es, ein Papier herzustellen, welches möglichst wenig der verschiedenen Prozesshilfsstoffe enthält, insbesondere einen hohen Stärkeanteil im fertiggestellten Trennpapier enthält. Der Gesamtstärkeanteil in dem Papier erlaubt es weiterhin, die Dichte des Papiers zu vergleichmäßigen und somit überraschend homogene Eigenschaften des Träger- und auch Trennpapiers über die gesamte Breite einer Papiermaschine zu erreichen. Gleichzeitig ist das Papier deutlich energieeffizienter als Papiere gemäß dem Stand der Technik herzustellen.
[0020] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Trennpapier so ausgebildet ist, dass die Trägerpapierschicht ein in einem Hardnip-Kalander mit einer Linienlast zwischen 60 und 200 kN/m, vorzugsweise 80 bis 120 kN/m kalandriertes, vorzugsweise ein beidseitig kalandriertes Trägerpapier ist, gelingt es, eine besonders glatte Oberfläche der Trägerpapierschicht bereitzustellen, so dass bei einem nachfolgenden Beschichten der Trägerpapierschicht mit PVOH mit extrem geringe Mengen an PVOH zur Vergleichmäßigung der Oberflächenstruktur das Auslangen gefunden werden kann. Mit einer derartigen Maßnahme gelingt es somit nicht nur, die Glätte des Trennpapiers noch weiter zu verbessern, sondern insbesondere den Einsatz von Beschichtungsmitteln, welche beim Rezyklieren von der Papieroberfläche wiederum entfernt werden müssen, zu minimieren. Gleichzeitig weist überraschenderweise ein derartiges kalandriertes und mit PVOH beschichtetes Trägerpapier eine im Vergleich zu Glassine-Papieren zwar verringerte, jedoch immer noch deutlich erkennbare Transparenz auf, so dass ein auf einem derartigen Trägerpapier basierendes Trennpapier exakt gleich, wie beispielsweise auf Glassine-Papieren basierende Trennpapiere eingesetzt werden können.
[0021] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist das Trägerpapier so ausgebildet, dass es beidseitig mit Polyvinylalkohol beschichtet ist. Ein derartig beidseitig beschichtetes Papier hat identische Eigenschaften auf beiden Oberflächen, ist besonders glatt, weist eine gleichmäßig gute mechanische Stabilität, insbesondere deutlich verbesserte Stabilität im Vergleich zu herkömmlich als Trägerpapierschichten verwendeten Glassine-Papieren auf. Gleichzeitig hat ein derartiges Trägerpapier die guten Fasereigenschaften eines wenig vermahlenen Papiers, was bei einem Rezyklieren eines Papiers wiederum von Vorteil ist, da zu stark vermahlenes Papier beim Rezyklieren Nachteile, wie z.B. ein verschlechtertes Aufschlagvermögen zeigt und einen gegenüber wenig vermahlenen Papieren höheren Energieeintrag erfordert. Auch kann bei einem derart relativ gering vermahlenen Papier auf eine Quervernetzung der Fasern mit Glyoxal verzichtet werden, weshalb es nicht nur ökonomischer herstellbar ist, sondern insbesondere besser wasserlöslich ist und somit besser rezyklierbar ist als ein mit Glyoxal vernetztes Papier.
[0022] Um ein besonders stabiles und gleichzeitig rezyklierbares Trennpapier herzustellen, ist das erfindungsgemäße Trennpapier so ausgebildet, dass die mit beidseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht auf wenigstens einer Seite mit 0,7 bis 3 g/m®, vorzugsweise 1 bis 2 g/m? Silikon, vorzugsweise zweiseitig mit jeweils 0,7 bis 3 g/m®, vorzugsweise 1 bis 2 g/m* Silikon beschichtet ist. Ein derartiges mit zwei verschiedenen Beschichtungsmaterialien beschichtetes Trennpapier weist im Vergleich zu herkömmlichen Trennpapieren, insbesondere Glassine- Papieren, welche üblicherweise sehr geringe Mengen an Silikon in Bezug auf ihr Gesamtgewicht aufweisen, einen erhöhten Silikongehalt auf, bei Flächengewichten zwischen 40 und 150 g/m? werden hierbei maximale Mengen an Silikon von etwa 12 Gew.-% aufgebracht. Vorzugsweise
sind diese Mengen in Bezug auf das Flächengewicht deutlich unter 10 Gew.-%, vorzugsweise sogar unter 7 Gew.-%. Trotz des vergleichsweise höheren Silikongehalts sind derartige Papiere jedoch günstiger herstellbar, da der in Bezug auf Glassine-Papiere deutlich verringerte Mahlgrad des Papiers zu einer wesentlichen Energieeinsparung sowohl beim Mahlen aus auch Entwässern und Trocknen des Papiers führt, weshalb der geringfügig höhere Gehalt an Silikonen in der Beschichtung aus ökonomischen Gründen vernachlässigbar ist. Darüber hinaus sind jedoch ihre Eigenschaften als Trennpapier nicht im Vergleich zu mit geringeren Mengen an Silikon beschichteten Trennpapieren verschlechtert. Dies insbesondere deshalb, da durch das Aufbringen der ersten PVOH-Schicht die Poren in dem Papier verfüllt werden, die Oberfläche des Papiers geglättet wird, so dass die Mengen an Silikon für die Trennschicht für die Papiereigenschaften von untergeordneter Bedeutung sind.
[0023] Mit einer Silikonbeschichtung gemäß der Erfindung gelingt es einerseits, ein Papier mit guten mechanischen Eigenschaften bereitzustellen, welches durch einfaches Einweichen in Wasser rezykliert werden kann. Bei einem Rezyklieren wird hierbei die PVOH-Schicht, welche
[0024] auf der Oberfläche des Trägerpapiers ausgebildet ist, aufgelöst und die nicht wasserlösliche Silikonschicht schwimmt gesondert von der im Wasser quellenden Papierschicht auf und kann abgetrennt werden.
[0025] Ein derartiges rezyklingfähiges Trennpapier hat den immensen Vorteil, dass es aus Umweltgründen in seine einzelnen Bestandteile getrennt werden kann, wobei der Papierbestandteil als Rezyklingpapier wiederverwertet werden kann und der Silikonanteil gegebenenfalls wiederum aufbereitet werden kann, so dass der Gesamtenergieaufwand und Materialeinsatz bei der Herstellung und dem Rezyklieren im Vergleich zu herkömmlichen Trennpapieren auch bei der Wiederaufbereitung des Papiers im Vergleich zu herkömmlichen transparenten Papieren deutlich herabgesetzt werden kann. Die Rezyklingfähigkeit eines derartigen Trennpapiers kann hierbei mit Hilfe des zuvor genannten „CEPI Recyclability Laboratory Test-Verfahrens“ für Standard Rezykliervorrichtungen bestimmt werden.
[0026] Wie dies einem Fachmann bekannt ist, erhöht das Aufbringen eines Silikons auf Papier die Dichte des beschichteten Papiers, da das Silikon ebenso wie das direkt auf dem Trägerpapier aufgebrachte PVOH in die Hohlräume des Papiers eindringt bzw. eindringen kann und somit die Gesamtdichte des Papiers erhöht. Gemäß der Erfindung ist hierbei vorgesehen, dass das mit PVOH beschichtete Trägerpapier eine Dichte von nicht mehr als 980 kg/m®, vorzugsweise zwischen 830 kg/m? und 980 kg/m? aufweist. Derartige Papiere sind ausreichend dicht, um den Anforderungen eines Trennpapiers, insbesondere beim Abziehen von einer Oberfläche zu genügen und haben zusätzlich ausreichend gute mechanische Eigenschaften, so dass das Trennpapier beim Abziehen nicht reißt, obwohl die erfindungsgemäß gewählte Dichte deutlich niedriger ist als beispielsweise bei herkömmlichen Glassine-Papieren. Eine niedrigere Dichte wird im vorliegenden Fall durch die besseren mechanischen Eigenschaften der eingesetzten Fasern, insbesondere der niedrigeren Mahlgrade im Vergleich zu Glassine-Papieren wettgemacht, so dass das Papier insgesamt zwar eine relativ niedrige Dichte jedoch gleichzeitig gute mechanische Eigenschaften aufweist und somit weiterhin aufgrund des geringeren Energieverbrauchs bei der Herstellung, nämlich Mahlung, Entwässerung und Trocknung einen deutlich verbesserten CO2-Fussabdruck als herkömmliche als Trägerpapiere für Trennpapiere eingesetzte Glassine-Papiere aufweist. Aufgrund der zweifachen Beschichtung des Trennpapiers mit PVOH und Silikon kann überdies die Sillkonmenge optimiert werden, da durch das zuvor aufgebrachte PVOH die Oberflächenporen des Papiers verfüllt sind und nur mehr relativ geringe Mengen an Silikon eingesetzt werden müssen.
[0027] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Trennpapier so ausgebildet sein kann, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht ein Flächengewicht gemäß ISO 536 zwischen 40 und 130 g/m®, vorzugsweise 55 bis 110 g/m? aufweist, kann das Trennpapier gemäß der Erfindung in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt werden. So kann es als Abziehstreifen beispielsweise auf Schreibwaren wie Kuverts, Kleberrollen oder dgl. eingesetzt werden, in welchem Fall ein relativ niedriges Flächenge-
wicht genügt, jedoch kann es beispielsweise auch im Bereich von industriellen Produkten wie Futtersäcken, als Prozessliner für Fiber Composits, zur Kaschierung von Fiberdrums oder dgl. zum Einsatz gelangen, in welchem Fall es sich als günstig erwiesen hat, das Trennpapier mit einem höheren Flächengewicht bereitzustellen.
[0028] Die vorliegende Erfindung zielt weiterhin darauf ab, ein möglichst energieeffizientes Verfahren zur Herstellung eines möglichst vollständig rezyklierbaren Trennpapiers gemäß der Erfindung bereitzustellen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte aufweist:
a) Ausbilden von sowohl einer aus Weichholz bestehenden Kraftpulpe ebenso wie Ausbilden einer aus Hartholz bestehenden Kraftpulpe;
b) Unterwerfen der Pulpen einem Niederkonsistenzmahlen, vorzugsweise einem voneinander getrennten Niederkonsistenzmahlen in einem Refiner bzw. einer Mahlvorrichtung;
c) Vermischen der niederkonsistenzgemahlenen Pulpen derart, dass eine Pulpe gebildet wird, die jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz und aus Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR besteht, sowie Zusetzen von Prozesshilfsstoffen, wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe;
d) Entwässern der gebildeten gemischten Pulpe auf einem Sieb einer Papiermaschine und in einer Pressenpartie der Papiermaschine mit wenigstens 3 Presswalzen, gegebenenfalls unter Einsatz von Dampf oder Unterdrück;
e) wenigstens einseitiges Beschichten des gebildeten Blattes mit PVOH und gegebenenfalls Austragen des Blattes aus der Papiermaschine;
f) Kalandrieren des gebildeten Blattes mit einem Kalander, vorzugsweise einem Hard- nipKalander;
g) gegebenenfalls Bedrucken des gebildeten Blattes;
h) auf der mit PVOH beschichteten Seite des Blattes wenigstens einseitiges Beschichten mit einem Silikon; und
ij) Aushärten des Silikons und gegebenenfalls Trocknen des Blattes, wobei ein Trennpapier mit einer Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m® gebildet wird.
[0029] Mit einer derartigen Verfahrensführung gelingt es, eine Pulpe mit einem mittleren Mahlgrad bereitzustellen, so dass für das Mahlen der Pulpe ein relativ niedriger Energieaufwand erforderlich ist. Der Energieaufwand bei der Herstellung des Trennpapiers kann durch ein Entwässern einer derartigen Pulpe auf der Siebpartie der Papiermaschine weiter niedrig gehalten werden, da diese einerseits nur so stark ausgemahlen ist, dass die mechanischen Eigenschaften eines daraus hergestellten Papiers exzellent sind und andererseits jedoch noch nicht so weit ausgemahlen ist, dass das Entwässern der Pulpe auf Schwierigkeiten stoßen würde bzw. einen höheren Energie- und Zeitaufwand benötigen würde. Gleiches gilt für das nachfolgende Pressen und Trocknen eines derartig hergestellten Blattes, was ebenfalls ohne hohen Energieaufwand möglich ist. Beim Pressen in der Papiermaschine wird ein gebildetes Blatt weiter entwässert, wobei auch hier möglichst niedrige Drücke und/oder Temperaturen zum Einsatz gelangen, um den Energieaufwand für das Pressen und Trocknen des Blatts niedrig zu halten. Durch das wenigstens einseitige Beschichten eines gebildeten Blatts mit Polyvinylalkohol werden die Oberflächenunebenheiten des gebildeten Blatts vergleichmäßigt, die Poren mit Polyvinylalkohol aufgefüllt und somit, ohne dass besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen, wie Pressen des Trägerpapiers mit einer hohen Linienlast, ein wenigstens einseitig sehr glattes Papier hergestellt werden kann. Ein weiteres Glätten eines derartigen Papiers gelingt gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren, indem das Papier nach dem Beschichten mit PVOH zusätzlich kalandriert wird. Dadurch wird das PVOH dicht in die Faser des Papiers gepresst, so dass eine besonders homogene Oberfläche, die im Wesentlichen porenfrei ist, entsteht.
[0030] Indem schließlich auf die mit PVOH beschichtete Oberfläche eine Silikonschicht aufgebracht wird, kann das erfindungsgemäße Papier als Trennpapier verwendet werden, wobei ein derartiges Trennpapier sich dadurch auszeichnet, dass es vollständig rezykliert werden kann,
insbesondere kann die Silikonschicht von der Papierschicht vollständig getrennt werden. Diese kann gegebenenfalls einer gesonderten Weiterverarbeitung bzw. einem Recycling zugeführt werden. Beispielsweise kann der im Silikon enthaltene Katalysator, üblicherweise Platin, wiedergewonnen werden.
[0031] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird das Verfahren so geführt, dass eine gemischte Pulpe, die einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 30 °SR und 40 °SR und einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 32 °SR und 45 °SR aufweist, ausgebildet wird. Mit der gewählten Mischung aus Hart- und Weichholz gelingt es hierbei, insbesondere die Festigkeitswerte ebenso wie die Oberflächengüte eines aus dieser Mischung hergestellten Trägerpapiers optimal auf die jeweiligen Erfordernisse, wie z.B. Bedruckbarkeit, Reissfestigkeit usw. einzustellen.
[0032] Indem das Trennpapier in der Presspartie der Papiermaschine mit einer Mehrzahl von Presswalzen gepresst wird, welche verschiedene Linienlasten, wie z.B. kleiner 120 kN/m und maximal 800 kN/m aufweisen, ergibt sich eine sehr gute Entwässerung des Trägerpapiers, und gleichzeitig gelingt es mit einer derartigen Verfahrensführung, den Energieaufwand für das Entwässern des Trägerpapiers möglichst niedrig zu halten, so dass insgesamt der CO2-Fussabdruck des hergestellten Trennpapiers deutlich besser als bei herkömmlichen auf Glassine basierenden Papieren ist.
[0033] Indem weiterhin in der Schuhpresse ein Saugdruck im Bereich zwischen -300 und -600 mbar, vorzugsweise etwa -500 mbar auf die Papierbahn aufgebracht wird, wird eine weitere Verbesserung der Entwässerung erreicht. Gleichzeitig kann das Anwenden von relativ hohen Trocknungstemperaturen vermieden werden, wodurch sich bei einem deutlich niedrigeren Energieaufwand als bei Trennpapieren gemäß dem Stand der Technik eine zumindest gleich gute Entwässerung des Papiers ergibt.
[0034] Um eine besonders glatte Oberfläche zu erreichen, wird, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das mit PVOH beschichtete Trägerpapier weiterhin mit einer Linienlast zwischen 80 - 200 kN/m kalandriert, wobei das Kalandrieren vorzugsweise beidseitig vorgenommen wird, in welchem Fall beidseitig vollständig glattes Trägerpapier hergestellt werden kann. Mit einer derartigen Verfahrensführung wird weiterhin die PVOH-Beschichtung in die Poren und Oberflächenunebenheiten des Trägerpapiers gepresst, so dass keine offenen Poren oder Unebenheiten in der Papieroberfläche mehr vorhanden sind. Indem das Verfahren gemäß der Erfindung weiterhin vorsieht, dass eine Silikonbeschichtung erst nach der Fertigstellung des Trägerpapiers aufgebracht wird, insbesondere auf die mit PVOH beschichtete Oberfläche des Trägerpapiers sowie die weiterhin ggf. kalandrierte Oberfläche des Trägerpapiers, können in der Folge auch relativ große Mengen an Silikonbeschichtungsmaterial eingesetzt werden, da diese bei einer Rezyklierung des Papiers nahezu quantitativ wiedergewonnen werden können, was das Verfahren sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht deutlich besser als herkömmliche Verfahren macht.
[0035] Das erfindungsgemäße Verfahren kann hierbei auf einer herkömmlichen Papiermaschine mit Geschwindigkeiten zwischen 700 und 950 m/min hergestellt werden, wobei ein Papier mit Flächengewichten zwischen 40 und 130 g/m? hergestellt werden kann. Derartige Geschwindigkeiten sind im absolut durchschnittlichen Bereich einer Papiermaschine und erlauben es somit, die Maschine extrem ökonomisch zu betreiben, ohne dass Hochleistungseinheiten für die Herstellung des Trägerpapiers erforderlich sind.
[0036] Das Trennpapier gemäß der Erfindung kann somit auf einer herkömmlichen Papiermaschine unter Einsatz von gebleichten Pulpen, insbesondere mit niedrigen Flächengewichten und einer mittleren Dichte hergestellt werden, wobei der gesamte Energieaufwand für die Herstellung relativ niedrig ist. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen PVOH-Schicht zwischen der Trägerpapierschicht und der Silikontrennschicht gelingt es weiterhin, ein Trennpapier bereitzustellen, welches vollständig rezyklierbar ist, insbesondere deshalb rezyklierbar ist, da bei einem Rezyklieren beispielsweise durch Behandlung mit Wasser das Wasser lateral zwischen die Schichten des Trennpapiers und des Silikons eindringt, den Polyvinylalkohol auflöst und somit die Silikon-
schicht von der Papierschicht separiert. Überraschenderweise gelingt es durch das Vorsehen der PVOH-Schicht, ein Verklumpen der Fasern durch das als Beschichtung aufgebrachte Silikon zu verhindern, wodurch bei einem nachfolgenden Rezyklieren eine deutlich höhere Menge an rückgewonnen Fasern erreicht wird, da sie sauber von der aufgebrachten Silkonbeschichtung getrennt werden können und somit einer neuerlichen Verwendung zugeführt werden können. Folglich kann mit einer derartigen Vorgehensweise auch der Reject- Anteil an nicht unmittelbar wiederverwertbaren Fasern deutlich herabgesetzt werden.
[0037] Eine derartige Verfahrensführung ist einerseits sehr ökonomisch und andererseits ist sowohl die Herstellung als auch die Rezyklierung dieses Papier im Vergleich zu herkömmlichen Trennpapieren basierend auf Glassine-Papieren mit einem sehr geringen Energieaufwand möglich, so dass insgesamt der CO2-Fussabdruck eines derartigen Trennpapiers gegenüber herkömmlichen Produkten wesentlich verbessert ist.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Beispielen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0039] Beispiel 1: Verfahren zur Herstellung von zwei Trägerpapieren als Basis für die Trennpapiere gemäß der Erfindung
[0040] Prozessbeschreibung:
Ein Zellstoff bestehend zu 42 % aus Weichholz-Primärzellstoff wurde einer Niederkonsistenzmahlung unterworfen wird, wobei ein Mahlgrad des Weichholz-Zellstoffs von 40 °SR erhalten wird. Weiterhin wurden 58 % eines Hartholz-Primärzellstoffs eingesetzt, welcher einer Niederkonsistenzmahlung unterworfen wurde, bis ein Mahlgrad des Hartholz-Zellstoffes von 35 °SR erreicht wurde. Die Zellstoffe wurde vermischt, wobei die erhaltene Zellstoffmischung einen Gesamtmahlgrad von 37,1 °SR aufwies. Im Konstantteil der Papiermaschine wurde der pH- Wert auf 8,1 eingestellt und Hilfsstoffe wie folgt zudosiert: kationische Stärke wurde in einer Menge von 12 kg/t Papier atro zudosiert und als Massenleimungsmittel wurde Alkenylbernstein- säureanhydrid (ASA) in einer Menge von 2,5 kg/t Papier atro eingesetzt. Weiterhin wurde Calciumcarbonat als Füllstoff in einer Menge von 23 kg/t Papier atro zugesetzt. Die zwei unterschiedlichen Zellstoffarten konnten problemlos zu einer homogenen Mischung miteinander vermischt werden. Die Stärke, das Massenleimungsmittel sowie die Füllstoffe wurden zu der gemischten Pulpe zugesetzt. Die Konsistenz des Zellstoffs am Stoffauflauf wurde auf 0,3 % + 0,01% eingestellt. Die Entwässerung erfolgte auf der Siebpartie der Papiermaschine mit einem Top- und Bottomformer mit einer Siebgeschwindigkeit von 850 m/min, und in einer Pressenpartie mit drei Presswalzen und einer Schuhpresse, wobei der Liniendruck in den drei Nips 48 kN/m, 95 kN/m und 115 kN/m und in dem Nip der Schuhpresse 700 kN/m betrug.
[0041] Trotz des Einsatzes von Weichholz- und Hartholzfasern wurde ein Kraftpapier mit homogenen Eigenschaften und einer gleichmäßigen Oberfläche erhalten. Das Kraftpapier wurde anschließend vorgetrocknet, und in einer Beschichtungseinheit beidseitig mit je 1 g/m? PVOH beschichtet. Das mit PVOH beschichtete Papier wurde weiterhin in einem Hardnip-Kalander mit einer Linienlast von 110 kN/m und 85°C geglättet.
[0042] Das so hergestellte Trägerpapier hatte eine Grammatur nach ISO 536:2019 von 79 g/cm®, eine Dichte von 920 g/cm®. Das mit PVOH beschichtete Trägerpapier wurde in einem weiteren Schritt beidseitig zusätzlich mit einem Logo bedruckt und dann mittels Glättwalzenauftrag mit einer zweiten Beschichtung bestehend aus jeweils 3 g/m? Silikon versehen.
[0043] In einem Versuch wurde getestet, ob ein derartig hergestelltes Trennpapier rezyklierbar ist bzw. ob die nicht rezyklierbare Silikonbeschichtung von dem Trägerpapier getrennt werden kann. Zu diesem Zweck wurden unbedruckte Probeblätter (1. Probeblätter) aus dem sowohl mit PVOH als auch Silikon beschichteten Papier hergestellt und einem „CEPI Recyclability Laboratoriumstestverfahren", Version 2 - Oktober 2022 für Standard-Rezyklieranlagen ohne Druckfarben-Entferungstechnologie unterworfen. Hierfür wurden 50 g ofentrockene Papierblätter in 2 | eines 40 °C warmen Wassers für 10 Minuten bei 30.000 U/min behandelt. Danach wurde die Suspension auf 8 | verdünnt und für 5 Minuten in einem Verteiler homogenisiert. Aus der nicht
schäumenden Suspension wurden nach Fraktionierung mit einer 5 mm Platte wiederum Probeblätter (2. Probeblätter) geformt. 0,1 % der in der Suspension enthaltenen Feststoffe wurden auf der Siebplatte als Grobrückstand zurückgehalten.
[0044] In einem weiteren Versuch wurde der Prozentsatz an Rückstand nach einer identischen Behandlung wie oben beschrieben, bestimmt, jedoch nach Filtrieren durch eine Siebplatte mit 0,15 mm Schlitzen und aus der durch die Schlitze durchgetretenen Fraktion wurden wiederum Probeblätter geformt. Auf der Siebplatte mit 0,15 mm Schlitzen wurden 6,6 % der ursprünglich enthaltenen festen Anteile zurückgehalten. Der sogenannte Feinrückstand enthielt neben einzelnen Cellulosefasern auch Silikon und vorwiegend Druckfarbpartikel.
[0045] Aus den durch die Siebplatten durchgetretenen Fraktionen wurden neuerlich Probeblätter (3. Probeblätter) hergestellt und die drei verschiedenen Arten von Probeblättern wurden miteinander in Bezug auf ihre Homogenität verglichen. Am wenigsten homogen waren die 2. Probeblätter und den größten Grad an Homogenität hatten die 3. Probeblätter.
[0046] Für eine erste Abschätzung der Rezyklierbarkeit wurden die PTS-Schwellenwerte (PTSRH 021:2012 ) herangezogen. Die Gesamtmenge an Rückständen wurde evaluiert- sie beträgt im vorliegenden Fall 30,2 % und fällt somit in die mittlere Kategorie der PTS-Schwellenwerte von 20 - 50 % Gesamtrückstand. D.h. das Produkt ist rezyklierbar, jedoch sollten weitere Produktverbesserungen vorgenommen werden.
[0047] In einem zweiten Versuch wurde das Papier von Beispiel 1 hergestellt mit der Änderung, dass die erste Beschichtung mit PVOH verändert wurde. Es wurden beidseitig jeweils 3 g/m“ PVOH aufgebracht. Weitere Anderungen wurden an dem Papier nicht vorgenommen. Seine Dichte betrug 940 g/cm®. Auch aus diesem Papier wurden unbedruckte Probeblätter (1. Probeblätter), Probeblätter aus der Pulpe nach Durchtritt durch die 5 mm Löcher (2. Probeblätter) sowie Probeplatter aus der Pulpe nach Durchtritt durch die 0,15 mm Schlitze (3. Probeblätter) aus dem sowohl mit PVOH als auch Silikon beschichteten Papier hergestellt und einem „Cepi Recyclability Laboratoriumstestverfahren“, Version 2 - Oktober 2022 für Standard-Rezyklieranlagen ohne Druckfarben-Entfernungstechnologie unterworfen. In diesem Fall wurden 5,0 % der in der Suspension enthaltenen Feststoffe auf der Siebplatte als Grobrückstand zurückgehalten bzw. 14,7 % der ursprünglich enthaltenen festen Anteile auf der Siebplatte mit 0,15 mm Schlitzen zurückgehalten. Für die Abschätzung der Rezyklierbarkeit wurden wiederum die PTS- Schwellenwerte (PTS-RH 021:2012) herangezogen. Die Gesamtmenge an Rückständen betrug in dem zweiten Fall 19,7 %. Das zweite hergestellte Papier fällt somit in die Kategorie kleiner 20 % Gesamtrückstand, was gemäß PTS-RH 021:2012 ein rezyklierbares Papier darstellt. Das Papier gemäß der Erfindung ist somit aufgrund der zweifachen Beschichtung mit PVOH und Silikon rezyklierbar, was damit erklärbar ist, dass die PVOH Beschichtung wasserlöslich ist, bei den Rezykliertests Wasser zwischen die Silikonschicht und das Papier eindringt und das PVOH auflöst und somit bei einer Abtrennung über ein grobes Filter (5 mm Löcher) im Wesentlichen das gesamte immer noch als flächiges Polymer vorliegende, nicht wasserlösliche Silikon abgetrennt werden kann und das Papier selbst rezykliert werden kann. Auf diese Weise kann das vorliegende Trennpapier mit einem überraschend niedrigen Energieaufwand rezykliert werden. Gleichzeitig gelingt es mit dem Papier ein Trennpapier bereitzustellen, dessen Trägerpapier exzellente mechanische Eigenschaften aufweist, insbesondere eine hohe Festigkeit hat und gut abziehbar ist. Die im Vergleich zu herkömmlichen Glassine-Papieren geringere Dichte und Glätte kann durch die PVOH-Schicht ausgeglichen werden, so dass insgesamt der Energieaufwand bei der Herstellung des vorliegenden Trennpapiers im Vergleich zu auf Glassine basierenden Trennpapieren deutlich erniedrigt ist bei gleichzeitig ausreichend guten Abzieheigenschaften und verbesserten mechanischen Eigenschaften und Festigkeiten.
Patentansprüche
1. Trennpapier bestehend aus einer wenigstens einseitig mit PVOH beschichteten Trägerpapierschicht sowie einer wenigstens einseitigen Silikonbeschichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht aus gebleichtem Kraftpapier, das jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz als auch Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR sowie Prozesshilfsstoffen besteht, sowie sowohl einer wenigstens einseitig auf die mit PVOH beschichtete Seite der Trägerpapierschicht aufgebrachten Trennschicht, die aus 0,5 bis 5 g/m? eines Silikons besteht und dass das wenigstens einseitig mit PVOH und Silikon beschichtete Trennpapier eine Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m? aufweist.
2. Trennpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 28 °SR und 40 °SR, einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 32 °SR und 45 °SR sowie weiterhin Prozesshilfsstoffe wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe aufweist.
3. Trennpapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Massen-Leimungsmittel aus ASA, AKD, kationischer Stärke sowie Mischungen davon gewählt ist.
4. Trennpapier nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht ein in einem Hardnip-Kalander mit einer Linienlast zwischen 60 und 200 kN/m, vorzugsweise 80 bis 120 kN/m kalandriertes, vorzugsweise ein beidseitig kalandriertes Trägerpapier ist.
5. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht beidseitig mit PVOH beschichtet ist.
6. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede mit PVOH beschichtete Seite der Trägerpapierschicht 0,5 bis 10 g/m? PVOH aufweist.
7. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit beidseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht auf wenigstens einer Seite mit 0,7 bis 3 g/m®, vorzugsweise 1 bis 2 g/m? Silikon, vorzugsweise zweiseitig mit jeweils 0,7 bis 3 g/m?, vorzugsweise 1 bis 2 g/m* Silikon beschichtet ist.
8. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mit PVOH beschichtete Trägerpapier eine Dichte von größer 830 kg/m® und kleiner oder gleich 980 kg/m® aufweist.
9. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht ein Flächengewicht gemäß ISO 536 zwischen 40 und 130 g/m®, vorzugsweise 55 bis 110 g/m? aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Trennpapiers, bei welchem eine wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht wenigstens einseitig mit einer Silikonbeschichtung versehen wird, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte aufweist:
a) Ausbilden von sowohl einer aus Weichholz bestehenden Kraftpulpe ebenso wie Ausbilden einer aus Hartholz bestehenden Kraftpulpe;
b) Unterwerfen der Pulpen einem Niederkonsistenzmahlen, vorzugsweise einem voneinander getrennten Niederkonsistenzmahlen in einem Refiner;
c) Vermischen der niederkonsistenzgemahlenen Pulpen derart, dass eine Pulpe gebildet wird, die jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz als auch Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR besteht, sowie Zusetzen von Prozesshilfsstoffen, wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe;
d) Entwässern der gebildeten gemischten Pulpe auf einem Sieb einer Papiermaschine
und in einer Pressenpartie der Papiermaschine mit wenigstens 3 Presswalzen, gegebenenfalls unter Einsatz von Dampf und/oder Unterdrück;
e) wenigstens einseitiges Beschichten des gebildeten Blattes mit PVOH und gegebenenfalls Austragen des Blattes aus der Papiermaschine;
f) Kalandrieren des gebildeten Blattes mit einem Kalander, vorzugsweise einem Hardnip-Kalander;
g) gegebenenfalls Bedrucken des gebildeten Blattes;
h) auf der mit PVOH beschichteten Seite des Blattes wenigstens einseitiges Beschichten mit einem Silikon; und
ij) Aushärten des Silikons und gegebenenfalls Trocknen des Blattes, wobei ein Trennpapier mit einer Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m® gebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemischte Pulpe, die einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 30 °SR und 40 °SR und einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 32 °SR und 45 °SR aufweist, ausgebildet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Blatt in einer Pressenpartie der Papiermaschine mit zwei Presswalzen mit Linienlasten von kleiner 120 kN/m und in einer Schuhpresse mit einer Linienlast zwischen 500 und 800 kN/m entwässert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch wenigstens eine der Presswalzen, vorzugsweise durch die Schuhpressenwalze ein Saugdruck im Bereich zwischen -350 und -600 mbar, vorzugsweise etwa -500 mbar auf das gebildete Blatt ausgeübt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Blatt mit einer Linienlast zwischen 60 und 200 kN/m, vorzugsweise zwischen 80 bis 120 kN/m, vorzugsweise beidseitig kalandriert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Trägerpapierschicht mit einem Flächengewicht gemäß ISO 536:2011 zwischen 40 und 130 g/m?, vorzugsweise 55 bis 110 g/m? die Papiermaschine mit einer Geschwindigkeit zwischen 700 und 950 m/min betrieben wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte 9), h) und i) in einer gesonderten Beschichtungs- und gegebenenfalls Bedruckeinheit vorgenommen werden.
Hierzu kein Blatt Zeichnungen
Claims (16)
1. Trennpapier bestehend aus einer wenigstens einseitig mit PVOH beschichteten Trägerpapierschicht sowie einer wenigstens einseitigen Silikonbeschichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht aus gebleichtem Kraftpapier, das jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz als auch Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR sowie Prozesshilfsstoffen besteht, sowie sowohl einer wenigstens einseitig auf die mit PVOH beschichtete Seite der Trägerpapierschicht aufgebrachten Trennschicht, die aus 0,5 bis 5 g/m? eines Silikons besteht und dass das wenigstens einseitig mit PVOH und Silikon beschichtete Trennpapier eine Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m? aufweist.
2. Trennpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 28 °SR und 40 °SR, einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 32 °SR und 45 °SR sowie weiterhin Prozesshilfsstoffe wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe aufweist.
3. Trennpapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Massen-Leimungsmittel aus ASA, AKD, kationischer Stärke sowie Mischungen davon gewählt ist.
4. Trennpapier nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht ein in einem Hardnip-Kalander mit einer Linienlast zwischen 60 und 200 kN/m, vorzugsweise 80 bis 120 kN/m kalandriertes, vorzugsweise ein beidseitig kalandriertes Trägerpapier ist.
5. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerpapierschicht beidseitig mit PVOH beschichtet ist.
6. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede mit PVOH beschichtete Seite der Trägerpapierschicht 0,5 bis 10 g/m? PVOH aufweist.
7. Trennpapier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mit beidseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht auf wenigstens einer Seite mit 0,7 bis 3 g/m®, vorzugsweise 1 bis 2 g/m? Silikon, vorzugsweise zweiseitig mit jeweils 0,7 bis 3 g/m?®, vorzugsweise 1 bis 2 g/m? Silikon beschichtet ist.
8. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mit PVOH beschichtete Trägerpapier eine Dichte von größer 830 kg/m® und kleiner oder gleich 980 kg/m® aufweist.
9. Trennpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht ein Flächengewicht gemäß ISO 536 zwischen 40 und 130 g/m®, vorzugsweise 55 bis 110 g/m? aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Trennpapiers, bei welchem eine wenigstens einseitig mit PVOH beschichtete Trägerpapierschicht wenigstens einseitig mit einer Silikonbeschichtung versehen wird, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte aufweist:
a) Ausbilden von sowohl einer aus Weichholz bestehenden Kraftpulpe ebenso wie Ausbilden einer aus Hartholz bestehenden Kraftpulpe;
b) Unterwerfen der Pulpen einem Niederkonsistenzmahlen, vorzugsweise einem voneinander getrennten Niederkonsistenzmahlen in einem Refiner;
c) Vermischen der niederkonsistenzgemahlenen Pulpen derart, dass eine Pulpe gebildet wird, die jeweils wenigstens zu 30 Gew.-% aus Weichholz als auch Hartholz mit einem Gesamtmahlgrad zwischen 30 °SR und 42 °SR, vorzugsweise zwischen 33 °SR und 38 °SR besteht, sowie Zusetzen von Prozesshilfsstoffen, wie 0,5 bis 2,5 Gew.-% kationische Stärke, 0,1 bis 0,8 Gew.-% Massen-Leimungsmittel und gegebenenfalls bis zu 3 Gew.-% Füllstoffe;
d) Entwässern der gebildeten gemischten Pulpe auf einem Sieb einer Papiermaschine
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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AT 528 553 A1 2026-02-15
und in einer Pressenpartie der Papiermaschine mit wenigstens 3 Presswalzen, gegebenenfalls unter Einsatz von Dampf und/oder Unterdrück;
e) wenigstens einseitiges Beschichten des gebildeten Blattes mit PVOH und gegebenenfalls Austragen des Blattes aus der Papiermaschine;
f) Kalandrieren des gebildeten Blattes mit einem Kalander, vorzugsweise einem Hardnip- Kalander;
g) gegebenenfalls Bedrucken des gebildeten Blattes;
h) auf der mit PVOH beschichteten Seite des Blattes wenigstens einseitiges Beschichten mit einem Silikon; und
ij) Aushärten des Silikons und gegebenenfalls Trocknen des Blattes, wobei ein Trennpapier mit einer Dichte zwischen 850 und 990 kg/m®, vorzugsweise zwischen 900 und 970 kg/m® gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemischte Pulpe, die einen Hartholzanteil zwischen 30 und 70 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 30 °SR und 40 °SR und einen Weichholzanteil zwischen 30 und 50 Gew.-% mit einem Mahlgrad zwischen 32 °SR und 45 °SR aufweist, ausgebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Blatt in einer Pressenpartie der Papiermaschine mit zwei Presswalzen mit Linienlasten von kleiner 120 kN/m und in einer Schuhpresse mit einer Linienlast zwischen 500 und 800 kN/m entwässert wird.
Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch wenigstens eine der Presswalzen, vorzugsweise durch die Schuhpressenwalze ein Saugdruck im Bereich zwischen -350 und -600 mbar, vorzugsweise etwa -500 mbar auf das gebildete Blatt ausgeübt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Blatt mit einer Linienlast zwischen 60 und 200 kN/m, vorzugsweise zwischen 80 bis 120 kN/m, vorzugsweise beidseitig kalandriert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Trägerpapierschicht mit einem Flächengewicht gemäß ISO 536:2011 zwischen 40 und 130 g/m?, vorzugsweise 55 bis 110 g/m? die Papiermaschine mit einer Geschwindigkeit zwischen 700 und 950 m/min betrieben wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte 9), h) und i) in einer gesonderten Beschichtungs- und gegebenenfalls Bedruckeinheit vorgenommen werden.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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Applications Claiming Priority (1)
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| ATA50625/2024A AT528553A1 (de) | 2024-07-25 | 2024-07-25 | Trennpapier sowie Verfahren zur Herstellung desselben |
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