AT528580A4 - Trocknereinheit zur Trocknung von Kunststoffgranulat - Google Patents
Trocknereinheit zur Trocknung von KunststoffgranulatInfo
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Abstract
Trocknereinheit (1) zur Trocknung von Kunststoffgranulat (2) in einem, vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter (3), wobei die Trocknereinheit (1) - ein Druckluftleitungssystem (4) mit einem Drucklufteinlass (5) zur Aufnahme von Druckluft und mit einem Druckluftauslass (6) zur Weitergabe der Druckluft in den Granulatbehälter (3), - ein Umluftleitungssystem (7) mit einem Umlufteinlass (8) zur Aufnahme von Umluft aus dem Granulatbehälter (3) und mit einem Umluftauslass (9) zur Weitergabe der Umluft in den Granulatbehälter (3) und - eine im Umluftleitungssystem (7) angeordnete Umluftheizung (10) zur Erwärmung der Umluft umfasst, wobei die Trocknereinheit (1) als vom Granulatbehälter (3) unabhängig transportierbare Einheit ausgebildet ist.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trocknereinheit zur Trocknung von Kunststoffgranulat in einem, vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter, wobei die Trocknereinheit
- ein Druckluftleitungssystem mit einem Drucklufteinlass zur Aufnahme von Druckluft und mit einem Druckluftauslass zur Weitergabe der Druckluft in den Granulatbehälter,
- ein Umluftleitungssystem mit einem Umlufteinlass zur Aufnahme von Umluft aus dem Granulatbehälter und mit einem Umluftauslass zur Weitergabe der Umluft in den Granulatbehälter und
- eine im Umluftleitungssystem angeordnete Umluftheizung zur Erwärmung der Umluft
umfasst.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Granulattrocknungssystem mit einer derartigen Trocknereinheit und ein Verfahren zur Herstellung eines Granulattrocknungssystems.
[0003] Trocknereinheiten dieser Art werden zum Trocknen von Kunststoffgranulat verwendet, bevor das Kunststoffgranulat einem Plastifizierungsprozess für ein Formgebungsverfahren wie z.B. Spritzgießen, Spritzpressen, Pressen, Extrusion oder Blasformen, unterzogen wird. Für derartige Formgebungsverfahren, insbesondere für Extrusionsblasformen, ist der Trockenheitsgrad und daher die Trocknungsleistung der Trocknereinheit ausschlaggebend für die Qualität der herzustellenden Formteile. Zur Erreichung der erforderlichen Trockenheit ist es vorteilhaft, das im Granulatbehälter eines Granulattrocknungssystems enthaltene Kunststoffgranulat mittels einer Kombination aus Druckluft und der als Umluft rückgeführten Abluft des Granulatbehälters zuzuführen. Somit kann unabhängig von der Umgebungsluftfeuchtigkeit eine hohe Trocknungsleistung erzielt werden.
Nachteilig ist bei derartigen Granulattrocknungssystemen, dass sie speziell für eine spezifische Formgebungsmaschine, insbesondere Extrusionsblasformmaschine, konzipiert und konstruiert sind und ihre Herstellung einen erheblichen Aufwand mit sich bringt. Des Weiteren nehmen die Trocknungseinheiten dieser Systeme häufig sehr viel Platz ein, was insbesondere bei bestehenden betriebsseitigen räumlichen Gegebenheiten ungünstig sein kann. Ältere oder alternative bekannte Granulattrocknungssysteme, bei welchen die Trocknung entweder nur mittels Druckluftzufuhr oder nur mittels Umluftzufuhr bewirkt wird, können aus Platzgründen häufig nicht verbessert werden.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine zum Stand der Technik verbesserte Trocknereinheit bereitzustellen, welche einfach handzuhaben und nachzurüsten ist und insbesondere eine Plug-and-Play Lösung für die Trocknung von Kunststoffgranulat mittels Granulatbehälter bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, nämlich mit einer eingangs genannten Trocknereinheit, wobei die Trocknereinheit als vom Granulatbehälter unabhängig transportierbare Einheit ausgebildet ist.
[0006] Ein erster großer Vorteil der Erfindung ist, dass die Trocknereinheit eine vollständige und selbständig funktionierende Einheit darstellt, welche grundsätzlich in Kombination mit jedem beliebigen Granulatbehälter verwendet werden kann. D.h. die Trocknereinheit ist grundsätzlich mit jedem Granulatbehälter kompatibel und in ein bestehendes Granulattrocknungssystem integrierbar, sodass sie einfach nachgerüstet und auch ausgetauscht werden kann.
[0007] Die Trocknereinheit kann besonders vorteilhaft mit einem Granulatbehälter mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern und vorzugsweise bis zu 10000 Litern verwendet werden. Bei einer derartigen Verwendung kann der Energieverbrauch der Trocknereinheit drastisch, d.h. um bis zu 50%, verringert werden.
[0008] Die Trocknereinheit ist grundsätzlich dazu geeignet, alle Kunststoffe, d.h. insbesondere sowohl hygroskopisches und/oder nicht-hygroskopisches Kunststoffgranulat, zu trocknen. Sie ist insbesondere dazu geeignet, hygroskopisches Polyethylenterephthalat (PET) zu trocknen.
[0009] Die Trocknereinheit ist insbesondere dazu geeignet, Kunststoffgranulat in einem vollstän
dig verschließbaren zylinder- und trichterförmigen Granulatbehälter mit einer in Betriebsstellung vertikal ausgerichteten Rotationssymmetrieachse zu trocknen, wobei der Granulatbehälter in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters oben eine Oberseite und unten eine Unterseite aufweist.
[0010] Der Granulatbehälter weist vorzugsweise eine Granulatzufuhröffnung zur Zugabe von ungetrocknetem Kunststoffgranulat auf, wobei die Granulatzufuhröffnung insbesondere an der Oberseite des Granulatbehälters angeordnet ist.
[0011] Der Granulatbehälter weist vorzugsweise eine Granulatabgabeöffnung zur Abgabe von getrocknetem Kunststoffgranulat auf, wobei die Granulatabgabeöffnung vorzugsweise an der Unterseite des Granulatbehälters angeordnet ist.
[0012] D.h. insbesondere, dass der Granulatbehälter dazu ausgebildet ist, dass das darin enthaltene Kunststoffgranulat von oben nach unten wandert und dabei getrocknet wird, bis es nach einer Verweilzeit im Granulatbehälter von z.B. ca. vier Stunden aboder weitergegeben wird oder auf einer bestimmten Temperatur gehalten wird.
[0013] Das Druckluftleitungssystem kann als Primärluftsystem und die Druckluft als Primärluft bezeichnet werden.
[0014] Das Druckleitungssystem der Trocknereinheit ist insbesondere geeignet, Druckluft von Drücken von bis zu 10 bar aufzunehmen.
[0015] Das Umluftleitungssystem kann als Sekundärluftsystem und die Umluft als Sekundärluft bezeichnet werden.
[0016] Das Umluftleitungssystem der Trocknereinheit ist zur Aufnahme von Umluft, d.h. Abluft, aus dem Granulatbehälter ausgebildet.
[0017] Die Abluft entweicht aus dem Granulatbehälter insbesondere aus einer Abluftöffnung an der Oberseite des Granulatbehälters.
[0018] Besonders bevorzugt weist das Granulattrocknungssystem eine an die Abluftöffnung und an den Umlufteinlass angeschlossene Abluftleitung auf, welche dazu ausgebildet ist, dass die Abluft als Umluft in das Umluftleitungssystem der Trocknereinheit gelangt, wobei die Umluft insbesondere abgesaugt wird.
[0019] Die Oberseite des Granulatbehälters, insbesondere die Abluftöffnung, kann mit einem Staubfilter zur Filterung der Abluft und/oder mit einem Wasserabscheider ausgestattet sein.
[0020] Die vom Granulatbehälter unabhängige Transportierbarkeit der Trocknereinheit ist vorzugsweise auch dahingehend zu verstehen, dass die Trocknereinheit vom Granulatbehälter einfach separierbar ist und vor allem auch zu Zwecken der Wartung an andere Örtlichkeiten einfach transportierbar ist, um z.B. in einer Spezialwerkstatt repariert und/oder gewartet werden zu können.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0022] Die Umluftheizung kann einen oder mehrere elektrische Heizkörper aufweisen.
[0023] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Trocknereinheit zum fluidischen und/ oder mechanischen Verbinden mit dem Granulatbehälter ausgebildet ist.
[0024] Vorzugsweise sind der Druckluftauslass, der Umluftauslass und der Umlufteinlass mit dem Granulatbehälter lösbar verbindbar. So wird ein einfaches Anschließen und/oder Aschließen der Trocknereinheit an bzw. vom Granulatbehälter ermöglicht, wodurch die Trocknereinheit einfach an einen bestehenden Granulatbehälter nachgerüstet werden kann und/oder bei einem Defekt oder zur Wartung ersetzt oder vorübergehend ausgetauscht werden kann.
[0025] Die Umluft weist am Umluftauslass der Trocknereinheit vorzugsweise einen Druck von ca. 0,5 bar auf.
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[0026] Unter einer fluidischen Verbindung ist insbesondere eine Verbindung zur Ermöglichung eines Fluidübergangs zwischen zwei Komponenten zu verstehen, wobei nicht zwingend eine mechanische Verbindung erforderlich ist.
[0027] Zur mechanischen Verbindung können z.B. Verbindungmittel wie Schrauben, Nieten, Bolzen und/oder auch Bajonettsysteme Einsatz finden. Denkbar sind grundsätzlich auch Schweißverbindungen.
[0028] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Trocknereinheit selbsttragend ausgebildet ist. Selbsttragend heißt insbesondere, dass der Granulatbehälter der Last der Trocknereinheit nicht ausgesetzt ist. Dies erlaubt z.B. eine universale Kompatibilität mit bestehenden Granulatbehältern, sollten diese z.B. nicht zum Tragen weiterer Komponenten ausgelegt sein.
[0029] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Trocknereinheit ein Gehäuse aufweist, innerhalb welchem das Druckluftleitungssystem und das Umluftleitungssystem angeordnet sind, insbesondere wobei das Gehäuse zur Tragfähigkeit der Trocknereinheit beitragen kann und/oder auch einen Sichtschutz auf die Trocknereinheit bieten kann.
[0030] Es kann vorgesehen sein, dass die Trocknereinheit eine Tragkonstruktion wie z.B. einen Rahmen aufweist, innerhalb welcher das Druckluftleitungssystem und das Umluftleitungssystem angeordnet sind, vorzugsweise wobei die Tragkonstruktion zur Tragfähigkeit der Trocknereinheit beitragen kann.
[0031] Vorzugsweise weist oder weisen das Gehäuse und/oder eine umhüllende Außenkontur der Tragkonstruktion ein Volumen von zwischen 0,5 und 5,0 m®, vorzugsweise von zwischen 1,0 und 2,0 m®, auf. Somit kann eine besonders kompakte Ausbildung der Trocknereinheit gewährleistet werden.
[0032] Die Trocknereinheit, insbesondere das Gehäuse und/oder die Tragkonstruktion, kann eine Signallampe zum Anzeigen eines Betriebszustands der Trocknereinheit aufweisen.
[0033] Die Trocknereinheit kann als Einheit auf einem Boden und/oder auf einem Tragelement abstellbar ausgebildet sein, insbesondere sodass der Granulatbehälter nicht zusätzlich belastet wird.
[0034] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Trocknereinheit dazu ausgebildet ist, das Kunststoffgranulat im Granulatbehälter bei einem Taupunkt von zwischen -70°C und +10°C und/oder bei einer Luftfeuchtigkeit von zwischen 0,1% und 99% zu trocknen, insbesondere wobei der Granulatbehälter einen Granulatdurchsatz von mindestens 40 kg/h, insbesondere von mindestens 50 kg/h, aufweist. So kann eine ausreichende Trockenheit des Kunststoffgranulats erreicht werden, um qualitativ hochwertige Formteile zu erzeugen.
[0035] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Druckluftleitungssystem eine, insbesondere elektrische, Druckluftheizung zur Erwärmung der Druckluft umfasst.
[0036] Die Druckluftheizung kann ein, zwei, drei, vier oder mehrere Heizungselemente aufweisen.
[0037] Vorzugsweise ist die Druckluftheizung zur Erwärmung der Druckluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet. Handelt es sich beispielsweise um PET-Kunststoff, so wird die Druckluft vorzugsweise auf ca. 180°C erwärmt.
[0038] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass der Drucklufteinlass des Druckluftsystems zur Druckluftaufnahme von einem bestehenden Druckluftsystem und/oder Druckluftkompressor ausgebildet ist. So kann ein bestehendes betriebsseitiges Druckluftsystem und/oder ein bestehender betriebsseitiger Druckluftkompressor vorteilhafterweise auch für den Betrieb der Trocknereinheit verwendet werden.
[0039] Es ist auch denkbar, dass die Trocknereinheit selbst einen Druckluftkompressor umfasst. [0040] Es ist weiters denkbar, dass eine Abwärme aus dem Druckluftkompressor zum Trocknen innerhalb des Druckluftleitungssystems und/oder des Umluftleitungssystems zur Trocknung des
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Kunststoffgranulats verwendet wird.
[0041] Es kann vorgesehen sein, dass stromabwärts des Drucklufteinlasses und vorzugsweise stromaufwärts der Druckluftheizung eine Drucklufttrocknungsvorrichtung zur Trocknung und/oder Erwärmung der Druckluft angeordnet ist. Dies kann z.B. vorteilhaft sein, wenn eine betriebsseitig vorhandene Druckluft besonders feucht ist oder wenn besonders hohe Anforderungen an die Trockenheit gestellt werden.
[0042] Es bevorzugt vorgesehen, dass die Umluftheizung zur Erwärmung der Umluft auf 160 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist. Handelt es sich beispielsweise um PET- Kunststoff, so wird die Umluft vorzugsweise auf ca. 180°C erwärmt.
[0043] Die Umluftheizung weist vorzugsweise drei Heizungselemente auf, kann aber auch ein Heizungselement, zwei, vier oder mehr Heizungselemente umfassen.
[0044] In manchen Ausführungsbeispielen der Trocknereinheit sind der Druckluftauslass und der Umluftauslass getrennt voneinander angeordnet, sodass die Umluft und die Druckluft getrennt voneinander weitergebbar sind.
[0045] In anderen Ausführungsbeispielen mündet der Druckluftauslass in den Umluftauslass, sodass die Druckluft und die Umluft gemeinsam weitergebbar sind.
[0046] Es kann vorgesehen sein, dass das Druckluftleitungssystem stromabwärts des Drucklufteinlasses und vorzugsweise stromaufwärts der Druckluftheizung ein Magnetventil und/oder einen Druckminderer und/oder ein Proportionalventil zur Einstellung eines Drucks und/oder eines Durchflusses der Druckluft aufweist. Dadurch kann z.B. eine flexible Druckluftsteuerung ermöglicht werden.
[0047] Das Magnetventil kann insbesondere dem Öffnen und Schließen des Drucklufteinlasses dienen.
[0048] Der Druckminderer dient insbesondere der Minderung des Drucks der Druckluft, insbesondere auf einen Wert von 0 bar, sodass vorzugsweise ein Taupunkt von ca. -20°C im Granulatbehälter erzielbar ist.
[0049] Das Proportionalventil kann mechanisch oder elektrisch betrieben sein und ist insbesondere dafür vorgesehen, den Druckluft-Durchfluss auf einen im Wesentlichen konstanten Wert zu halten.
[0050] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Umluftleitungssystem stromaufwärts der Umluftheizung einen Radiallüfter zur Ansaugung der Umluft und/oder einen Luftfilter zur Filterung der Umluft aufweist.
[0051] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Trocknereinheit, insbesondere das Druckluftleitungssystem und das Umluftleitungssystem, neben dem und/oder beabstandet vom Granulatbehälter anordenbar oder angeordnet ist.
[0052] Die Trocknereinheit kann auch andere Komponenten aufweisen. Beispiele anderer Komponenten sind Dichtungen zur Vermeidung von ungewünschtem Umluft- und/oder Druckluftaustritt, Wärmeisolierungen zur Isolierung der Druckluftleitungs- und/oder Umluftleitungssysteme und Sensoren wie z.B. Temperatur- und/oder Luftfeuchtesensoren.
[0053] Weiters kann die Trocknereinheit eine Steuer- oder Regeleinheit aufweisen, insbesondere welche dazu konfiguriert ist, die die Temperatur und/oder den Taupunkt der Umluft und/oder Druckluft, z.B. im Druckluftleitungssystem und/oder Umluftleitungssystem und/oder im Granulatbehälter, variabel zu steuern oder zu regeln.
[0054] Schutz wird auch begehrt für ein Granulattrocknungssystem umfassend eine erfindungsgemäße Trocknereinheit und einen, insbesondere zylinder- und trichterförmigen und/oder mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter mit einer in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters an einer Behälteroberseite angeordneten Granulatzufuhröffnung und einer in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite angeordnete Granu-
latabgabeöffnung, wobei der Druckluftauslass und der Umluftauslass der Trocknereinheit mit dem Granulatbehälter fluidverbunden und vorzugsweise mechanisch verbunden sind.
[0055] In einem Betriebszustand des Granulattrocknungssystems ist und/oder wird der Granulatbehälter über die Granulatzufuhröffnung mit Kunststoffgranulat gefüllt, wobei das Kunststoffgranulat nach erfolgter Trocknung mittels der Trocknereinheit durch die Granulatabgabeöffnung, z.B. an eine Extrusionsblasformmaschine, weitergegeben wird.
[0056] Der Granulatbehälter ist vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt.
[0057] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass das Granulattrocknungssystem eine an dem Umluftauslass der Trocknereinheit angeschlossene Umluftleitung mit einer Umluftabgabeöffnung aufweist, wobei die Umluftabgabeöffnung innerhalb des Granulatbehälters und im im Betriebszustand des Granulatbehälters unteren Drittel, vorzugsweise im unteren Viertel, des Granulatbehälters angeordnet ist und vorzugsweise dazu ausgebildet ist, die Umluft nach unten abzugeben. So kann die erwärmte Umluft günstigerweise von unten nach oben durch das Kunststoffgranulat strömen und dabei das Kunststoffgranulat trocknen.
[0058] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass das Granulattrocknungssystem eine an den Druckluftauslass der Trocknereinheit angeschlossene Druckluftleitung mit einer Druckluftabgabeöffnung zur direkten oder indirekten Abgabe der Druckluft in den Granulatbehälter aufweist.
[0059] Vorzugsweise ist die Druckluftabgabeöffnung innerhalb des Granulatbehälters und im im Betriebszustand des Granulatbehälters unteren Viertel, vorzugsweise im unteren Fünftel, des Granulatbehälters angeordnet und vorzugsweise dazu ausgebildet ist, die Druckluft nach unten abzugeben. So kann die erwärmte Druckluft günstigerweise von unten nach oben durch das Kunststoffgranulat strömen und dabei das Kunststoffgranulat trocknen.
[0060] Es ist auch möglich, dass die Druckluftabgabeöffnung außerhalb des Granulatbehälters in die Umluftleitung mündet. So kann die Druckluft gemeinsam und vermischt mit der Umluft in den Granulatbehälter abgegeben werden.
[0061] Es kann vorgesehen sein, dass das Granulattrocknungssystem einen Druckluftkompressor umfasst, welcher an den Drucklufteinlass der Trocknereinheit angeschlossen ist.
[0062] Eine erfindungsgemäße Trocknereinheit kann auch bei bereits bekannten Ausführungsformen von Granulatbehältern des Standes der Technik ihren Einsatz finden und nachträglich installiert werden.
[0063] Schutz wird auch begehrt für ein Verfahren zur Herstellung eines Granulattrocknungssystems, insbesondere eines erfindungsgemäßen Granulattrocknungssystems, umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines, insbesondere zylinder- und trichterförmigen, Granulatbehälters umfassend eine in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters an einer Behälteroberseite angeordnete Granulatzufuhröffnung, eine in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite angeordnete Granulatabgabeöffnung, eine an der Behälteroberseite angeordnete Abluftöffnung zur Abgabe von durch eine Trocknung des Kunststoffgranulats erhaltene Abluft;
- Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit;
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen der Abluftöffnung des Granulatbehälters und dem Umlufteinlass der Trocknereinheit und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Umluftauslass der Trocknereinheit und dem Granulatbehälter und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Druckluftauslass der Trocknereinheit und dem Granulatbehälter.
[0064] Die aus dem Granulatbehälter abgegebene Abluft entspricht der durch die Trocknereinheit geführte Umluft.
[0065] Es ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass zur Umrüstung eines bestehenden Granulattrocknungssystems vor dem Herstellen der genannten fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindungen bestehende und mit dem Granulatbehälter verbundene Trocknungskompo-
nenten abgebaut werden.
[0066] D.h. insbesondere, dass bestehende Anschlüsse eines Umluftsystems und eines Druck-
luftsystems abgeschlossen werden und dann neue direkte und/oder indirekte Verbindungen
- zwischen der Abluftöffnung des Granulatbehälters und dem Umlufteinlass der Trocknereinheit und
- zwischen dem Umluftauslass der Trocknereinheit und dem Granulatbehälter und
- zwischen dem Druckluftauslass der Trocknereinheit und dem Granulatbehälter
hergestellt werden.
[0067] Im Wesentlichen kann so ein, z.B. veraltetes, betriebsseitig bestehendes Granulattrocknungssystem mit einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit nachgerüstet und/oder ein erfindungsgemäßes Granulattrocknungssystem hergestellt werden.
[0068] Weitere Vorteile und Einzelheiten vorteilhafter Varianten der Erfindung ergeben sich aus den Figuren sowie der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
[0069] Fig. 1-2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit, [0070] Fig. 3 eine erste Variante eines Granulattrocknungssystems,
[0071] Fig. 4 eine zweite Variante eines Granulattrocknungssystems,
[0072] Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit und [0073] Fig. 6 eine dritte Variante eines Granulattrocknungssystems.
[0074] Bei den folgenden Beschreibung der in den folgenden Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele der Trocknereinheit 1 und des Granulattrocknungssystems 19 wird zur Vermeidung von Wiederholungen jeweils vorrangig auf die Unterschiede der weiteren Ausführungsbeispiele zum jeweils ersten Ausführungsbeispiel eingegangen. Die Beschreibung des jeweils ersten Ausführungsbeispiels gilt soweit anwendbar auch für die jeweils nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele.
[0075] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit 1 zur Trocknung von Kunststoffgranulat 2 in einem Granulatbehälter 3, wobei die Trocknereinheit 1
- ein Druckluftleitungssystem 4 mit einem Drucklufteinlass 5 zur Aufnahme von Druckluft und mit einem Druckluftauslass 6 zur Weitergabe der Druckluft in den Granulatbehälter 3,
- ein Umluftleitungssystem 7 mit einem Umlufteinlass 8 zur Aufnahme von Umluft aus dem Granulatbehälter 3 und mit einem Umluftauslass 9 zur Weitergabe der Umluft in den Granulatbehälter 3 und
- eine im Umluftleitungssystem 7 angeordnete Umluftheizung 10 zur Erwärmung der Umluft
umfasst, wobei die Trocknereinheit 1 als vom Granulatbehälter 3 unabhängig transportierbare
Einheit ausgebildet ist.
[0076] Besonders bevorzugt ist die Trocknereinheit 1 auch selbsttragend ausgebildet.
[0077] Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das Druckluftleitungssystem 4 eine, insbesondere elektrische, Druckluftheizung 13 auf, insbesondere welche zur Erwärmung der Druckluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist.
[0078] Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das Druckluftleitungssystem 4 stromabwärts des Drucklufteinlasses 5 und vorzugsweise stromaufwärts der Druckluftheizung 13 ein Magnetventil 14 und/oder einen Druckminderer 15 und/oder ein Proportionalventil 16 zur Einstellung eines Drucks und/oder eines Durchflusses der Druckluft auf.
[0079] Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das Umluftleitungssystem 7 stromaufwärts der Umluftheizung 10 einen Radiallüfter 17 zur Ansaugung der Umluft und/oder einen Luftfilter 18 zur Filterung der Umluft auf.
[0080] Die Fig. 2 zeigt eine weitere Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels. Hier ist gezeigt, dass das Druckluftleitungssystem 4 einen Drucklufteinlass 5, ein Magnetventil 14, einen Druck-
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minderer 15, ein Proportionalventil 16, eine Druckluftheizung 13 und einen Druckluftauslass 6 aufweist, wobei die Druckluft das System in dieser Reihenfolge durchströmt. Die Pfeile stellen dabei die Strömungsrichtung der Umluft bzw. Drucklust beim Eintritt und Austritt aus der Trocknereinheit 1 dar.
[0081] Weiters ist gezeigt, dass das Umluftleitungssystem 7 einen Umlufteinlass 8, einen Luftfilter 18, einen Radiallüfter 17, eine Umluftheizung 10 mit drei Heizelementen und einen Umluftauslass 9 aufweist, wobei die Umluft das System in dieser Reihenfolge durchströmt.
[0082] Die Umluftheizung 10 ist insbesondere zur Erwärmung der Umluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet.
[0083] Bei diesem ersten Ausführungsbeispiel sind der Druckluftauslass 6 und der Umluftauslass 9 getrennt voneinander angeordnet.
[0084] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Drucklufteinlass 5 zur Druckluftaufnahme von einem bestehenden Druckluftsystem und/oder Druckluftkompressor ausgebildet.
[0085] Es kann auch sein, dass die Trocknereinheit 1 selbst einen Druckluftkompressor umfasst.
[0086] Die Fig. 3 zeigt eine erste Variante eines Granulattrocknungssystems 19 mit einem, insbesondere zylinder- und trichterförmigen und/oder mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter 3 und einer damit fluidisch und indirekt mechanisch verbundenen Trocknereinheit 1 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels (Fig. 1 und 2), insbesondere wobei die Trocknereinheit 1 zum fluidischen und/oder mechanischen, insbesondere lösbaren, Verbinden mit dem Granulatbehälter 3 ausgebildet ist.
[0087] Der Granulatbehälter 3 des Granulattrocknungssystem 19 weist eine in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters 3 an einer Behälteroberseite 20 angeordnete Granulatzufuhröffnung 21 und eine in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite 22 angeordnete GranulatabgabeÖffnung 23 auf.
[0088] Der Druckluftauslass 6 und der Umluftauslass 9 der Trocknereinheit 1 sind mit dem Granulatbehälter 3 fluidisch und vorzugsweise mechanisch verbunden.
[0089] Insbesondere sind der Druckluftauslass 6, der Umluftauslass 9 und der Umlufteinlass 8 direkt und/oder indirekt mit dem Granulatbehälter 3 verbindbar oder verbunden.
[0090] Die Trocknereinheit 1 ist insbesondere dazu ausgelegt, Kunststoffgranulat 2 in einem Granulatbehälter 3 mit einem Granulatdurchsatz von mindestens 40 kg/h, insbesondere von mindestens 50 kg/h, zu trocknen.
[0091] Bei diesem Ausführungsbeispiel weist die Trocknereinheit 1 ein Gehäuse 11 und/oder eine Tragkonstruktion 12 auf, innerhalb welchem oder welchen das Druckluftleitungssystem 4 und das Umluftleitungssystem 7 angeordnet sind.
[0092] Bei dieser bevorzugten Variante weist das Granulattrocknungssystem 19 eine an dem Umluftauslass 9 der Trocknereinheit 3 angeschlossene Umluftleitung 24 mit einer UmluftabgabeÖffnung 25 auf, wobei die Umluftabgabeöffnung 25 innerhalb des Granulatbehälters 3 und im im Betriebszustand des Granulatbehälters 3 unteren Drittel, vorzugsweise im unteren Viertel, des Granulatbehälters 3 angeordnet ist und vorzugsweise die Umluft nach unten abgibt.
[0093] Bei dieser Variante weist das Granulattrocknungssystem 19 eine an den Druckluftauslass 6 der Trocknereinheit 3 angeschlossene Druckluftleitung 26 mit einer Druckluftabgabeöffnung 27 zur direkten oder indirekten Abgabe der Druckluft in den Granulatbehälter 3 auf.
[0094] Bei dieser Variante mündet die Druckluftabgabeöffnung 27 außerhalb des Granulatbehälters 3 in die Umluftleitung 24.
[0095] Bei dieser Variante weist das Granulattrocknungssystem 19 eine an die Abluftöffnung 28 des Granulatbehälters 3 angeschlossene Abluftleitung 29 auf, über welche die Abluft als Umluft durch den Umlufteinlass 6 der Trocknereinheit 3 in das Umluftleitungssystem 7 der Trocknereinheit 1 gelangt, insbesondere angesaugt wird.
[0096] Ein derartiges Granulattrocknungssystem 19 kann mittels der folgenden Verfahrensschritte hergestellt werden:
- Bereitstellen eines, insbesondere zylinder- und trichterförmigen, Granulatbehälters 3 umfassend eine in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters 3 an einer Behälteroberseite 20 angeordnete Granulatzufuhröffnung 21, eine in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite 22 angeordnete Granulatabgabeöffnung 23, eine an der Behälteroberseite 20 angeordnete Abluftöffnung 28 zur Abgabe von durch eine Trocknung des Kunststoffgranulats erhaltene Abluft;
- Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit 1;
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen der Abluftöffnung 28 des Granulatbehälters 3 und dem Umlufteinlass 8 der Trocknereinheit 1 und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Umluftauslass 9 der Trocknereinheit 1 und dem Granulatbehälter 3 und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Druckluftauslass 6 der Trocknereinheit 1 und dem Granulatbehälter 3.
[0097] Für die Umrüstung eines bestehenden Granulattrocknungssystems auf ein erfindungsge-
mäßes Granulattrocknungssystem 19 ist es bevorzugt vorgesehen, dass vor dem Herstellen der
fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindungen
- zwischen der Abluftöffnung 28 des Granulatbehälters 3 und dem Umlufteinlass 8 der Trocknereinheit 1,
- zwischen dem Umluftauslass 9 der Trocknereinheit 1 und dem Granulatbehälter 3 und
- zwischen dem Druckluftauslass 6 der Trocknereinheit 1 und dem Granulatbehälter 3
bestehende und mit dem Granulatbehälter 3 verbundene Trocknungskomponenten abgebaut
werden.
[0098] Die Fig. 4 zeigt eine zweite Variante eines Granulattrocknungssystems 19 mit einer Trocknereinheit 1 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels (Fig. 1 und 2).
[0099] Bei dieser Variante ist die Druckluftabgabeöffnung 27 innerhalb des Granulatbehälters 3 und im im Betriebszustand des Granulatbehälters 3 unteren Viertel, vorzugsweise im unteren Fünftel, des Granulatbehälters 3 angeordnet, insbesondere wobei die Druckluft nach unten abgegeben wird.
[00100] Die Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknereinheit 1, welches sich vom ersten Ausführungsbeispiel insbesondere darin unterscheidet, dass der Druckluftauslass 6 in den Umluftauslass 9 mündet, sodass die Druckluft und die Umluft gemeinsam weitergebbar sind.
[00101] Die Fig. 6 zeigt eine dritte Variante eines Granulattrocknungssystems 19 mit einer Trocknereinheit gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels (Fig. 5).
[00102] Hier wird die Druckluft gemischt mit der Umluft über die Umluftleitung 24 in den Granulatbehälter 3 abgegeben. Eine Druckluftleitung 26 entfällt somit.
Patentansprüche
1. Trocknereinheit (1) zur Trocknung von Kunststoffgranulat (2) in einem, vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter (3), wobei die Trocknereinheit (1)
- ein Druckluftleitungssystem (4) mit einem Drucklufteinlass (5) zur Aufnahme von Druckluft und mit einem Druckluftauslass (6) zur Weitergabe der Druckluft in den Granulatbehälter (3),
- ein Umluftleitungssystem (7) mit einem Umlufteinlass (8) zur Aufnahme von Umluft aus dem Granulatbehälter (3) und mit einem Umluftauslass (9) zur Weitergabe der Umluft in den Granulatbehälter (3) und
- eine im Umluftleitungssystem (7) angeordnete Umluftheizung (10) zur Erwärmung der Umluft
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknereinheit (1) als vom Granulatbehälter (3) unabhängig transportierbare Einheit ausgebildet ist.
2. Trocknereinheit (1) nach Anspruch 1, wobei die Trocknereinheit (1) zum fluidischen und/oder mechanischen, insbesondere lösbaren, Verbinden mit dem Granulatbehälter (3) ausgebildet ist, insbesondere wobei der Druckluftauslass (6), der Umluftauslass (9) und der Umlufteinlass (8) mit dem Granulatbehälter (3) verbindbar sind.
3. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) selbsttragend ausgebildet ist.
4. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) ein Gehäuse (11) und/oder eine Tragkonstruktion (12) umfasst, worin das Druckluftleitungssystem (4) und das Umluftleitungssystem (7) angeordnet sind, vorzugsweise wobei das Gehäuse (11) und/oder eine umhüllende Außenkontur der Tragkonstruktion (12) ein Volumen von zwischen 0,5 und 5,0 m*®*, vorzugsweise von zwischen 1,0 und 2,0 m®, aufweist oder aufweisen.
5. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) dazu ausgebildet ist, das Kunststoffgranulat (2) im Granulatbehälter (3) bei einem Taupunkt von zwischen -70°C und +10°C zu trocknen, insbesondere wobei der Granulatbehälter (3) einen Granulatdurchsatz von mindestens 40 kg/h, insbesondere von mindestens 50 kg/h, aufweist.
6. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckluftleitungssystem (4) eine, insbesondere elektrische, Druckluftheizung (13) umfasst, insbesondere welche zur Erwärmung der Druckluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist.
7. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucklufteinlass (5) zur Druckluftaufnahme von einem bestehenden Druckluftsystem und/oder Druckluftkompressor ausgebildet ist und/oder wobei die Trocknereinheit (1) den Druckluftkompressor umfasst.
8. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umluftheizung (10) drei Heizungselemente umfasst und/oder zur Erwärmung der Umluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist.
9. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Druckluftauslass (6) und der Umluftauslass (9) getrennt voneinander angeordnet sind und/oder wobei der Druckluftauslass (6) in den Umluftauslass (9) mündet, sodass die Druckluft und die Umluft gemeinsam weitergebbar sind.
10. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckluftleitungssystem (4) stromabwärts des Drucklufteinlasses (5) und vorzugsweise stromaufwärts der Druckluftheizung (13) ein Magnetventil (14) und/oder einen Druckminderer (15) und/oder
11.
12.
13.
14.
15.
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ein Proportionalventil (16) zur Einstellung eines Drucks und/oder eines Durchflusses der Druckluft aufweist.
Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Umluftleitungssystem (7) stromaufwärts der Umluftheizung (10) einen Radiallüfter (17) zur Ansaugung der Umluft und/oder einen Luftfilter (18) zur Filterung der Umluft aufweist.
Granulattrocknungssystem (19) umfassend eine Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einen, insbesondere zylinder- und trichterförmigen und/oder mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter (3) mit einer in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters (3) an einer Behälteroberseite (20) angeordneten Granulatzufuhröffnung (21) und einer in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite (22) angeordneten Granulatabgabeöffnung (23), wobei der Druckluftauslass (6) und der Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) mit dem Granulatbehälter (3) fluidverbunden und vorzugsweise mechanisch verbunden sind.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 12, wobei das Granulattrocknungssystem (19) eine an dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (3) angeschlossene Umluftleitung (24) mit einer Umluftabgabeöffnung (25) aufweist, wobei die Umluftabgabeöffnung (25) innerhalb des Granulatbehälters (3) und im im Betriebszustand des Granulatbehälters (3) unteren Drittel, vorzugsweise im unteren Viertel, des Granulatbehälters (3) angeordnet ist und vorzugsweise die Umluft nach unten abgibt.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 12 oder 13, wobei das Granulattrocknungssystem (19) eine an den Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (3) angeschlossene Druckluftleitung (26) mit einer Druckluftabgabeöffnung (27) zur direkten oder indirekten Abgabe der Druckluft in den Granulatbehälter (3) aufweist.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 14, wobei die Druckluftabgabeöffnung (27) innerhalb des Granulatbehälters (3) und im im Betriebszustand des Granulatbehälters (3) unteren Viertel, vorzugsweise im unteren Fünftel, des Granulatbehälters (3) angeordnet ist und vorzugsweise die Druckluft nach unten abgibt.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 14, wobei die Druckluftabgabeöffnung (27) außerhalb des Granulatbehälters (3) in die Umluftleitung (24) mündet.
Verfahren zur Herstellung eines Granulattrocknungssystems (19), insbesondere nach einem der Ansprüche 12 bis 16, umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines, insbesondere zylinder- und trichterförmigen, Granulatbehälters (3) umfassend eine in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters (3) an einer Behälteroberseite (20) angeordnete Granulatzufuhröffnung (21), eine in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite (22) angeordnete Granulatabgabeöffnung (23), eine an der Behälteroberseite (20) angeordnete Abluftöffnung (28) zur Abgabe von durch eine Trocknung des Kunststoffgranulats erhaltene Abluft;
- Bereitstellen einer Trocknereinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11;
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen der Abluftöffnung (28) des Granulatbehälters (3) und dem Umlufteinlass (8) der Trocknereinheit (1) und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3) und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3).
Verfahren nach Anspruch 17, wobei zur Umrüstung eines bestehenden Granulattrocknungssystems vor dem Herstellen der fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindungen
- zwischen der Abluftöffnung (28) des Granulatbehälters (3) und dem Umlufteinlass (8) der Trocknereinheit (1),
- zwischen dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3)
und
- zwischen dem Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3)
bestehende und mit dem Granulatbehälter (3) verbundene Trocknungskomponenten abgebaut werden.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Trocknereinheit (1) zur Trocknung von Kunststoffgranulat (2), welches sich in einem, vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter (3) befindet, wobei die Trocknereinheit (1)
- ein Druckluftleitungssystem (4) mit einem Drucklufteinlass (5) zur Aufnahme von Druckluft und mit einem Druckluftauslass (6) zur Weitergabe der Druckluft in den Granulatbehälter (3),
- ein Umluftleitungssystem (7) mit einem Umlufteinlass (8) zur Aufnahme von Umluft aus dem Granulatbehälter (3) und mit einem Umluftauslass (9) zur Weitergabe der Umluft in den Granulatbehälter (3) und
- eine im Umluftleitungssystem (7) angeordnete Umluftheizung (10) zur Erwärmung der Umluft
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknereinheit (1) als vom Granulatbehälter (3) unabhängig transportierbare Einheit ausgebildet ist.
2. Trocknereinheit (1) nach Anspruch 1, wobei die Trocknereinheit (1) zum fluidischen und/oder mechanischen, insbesondere lösbaren, Verbinden mit dem Granulatbehälter (3) ausgebildet ist, insbesondere wobei der Druckluftauslass (6), der Umluftauslass (9) und der Umlufteinlass (8) mit dem Granulatbehälter (3) verbindbar sind.
3. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) selbsttragend ausgebildet ist.
4. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) ein Gehäuse (11) und/oder eine Tragkonstruktion (12) umfasst, worin das Druckluftleitungssystem (4) und das Umluftleitungssystem (7) angeordnet sind, vorzugsweise wobei das Gehäuse (11) und/oder eine umhüllende Außenkontur der Tragkonstruktion (12) ein Volumen von zwischen 0,5 und 5,0 m*®*, vorzugsweise von zwischen 1,0 und 2,0 m®, aufweist oder aufweisen.
5. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trocknereinheit (1) dazu ausgebildet ist, das Kunststoffgranulat (2) im Granulatbehälter (3) bei einem Taupunkt von zwischen -70°C und +10°C zu trocknen, insbesondere wobei der Granulatbehälter (3) einen Granulatdurchsatz von mindestens 40 kg/h, insbesondere von mindestens 50 kg/h, aufweist.
6. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckluftleitungssystem (4) eine, insbesondere elektrische, Druckluftheizung (13) umfasst, insbesondere welche zur Erwärmung der Druckluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist.
7. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucklufteinlass (5) zur Druckluftaufnahme von einem bestehenden Druckluftsystem und/oder Druckluftkompressor ausgebildet ist und/oder wobei die Trocknereinheit (1) den Druckluftkompressor umfasst.
8. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umluftheizung (10) drei Heizungselemente umfasst und/oder zur Erwärmung der Umluft auf 160 - 200°C, besonders bevorzugt auf 170 — 190°C, ausgebildet ist.
9. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Druckluftauslass (6) und der Umluftauslass (9) getrennt voneinander angeordnet sind und/oder wobei der Druckluftauslass (6) in den Umluftauslass (9) mündet, sodass die Druckluft und die Umluft gemeinsam weitergebbar sind.
10. Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckluftleitungssystem (4) stromabwärts des Drucklufteinlasses (5) und vorzugsweise stromaufwärts der Druckluftheizung (13) ein Magnetventil (14) und/oder einen Druckminderer (15) und/oder
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
11.
12.
13.
14.
15.
16.
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ein Proportionalventil (16) zur Einstellung eines Drucks und/oder eines Durchflusses der Druckluft aufweist.
Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Umluftleitungssystem (7) stromaufwärts der Umluftheizung (10) einen Radiallüfter (17) zur Ansaugung der Umluft und/oder einen Luftfilter (18) zur Filterung der Umluft aufweist.
Granulattrocknungssystem (19) umfassend eine Trocknereinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einen, insbesondere zylinder- und trichterförmigen und/oder mit einem Fassungsvermögen von zumindest 100 Litern ausgestatteten, Granulatbehälter (3) mit einer in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters (3) an einer Behälteroberseite (20) angeordneten Granulatzufuhröffnung (21) und einer in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite (22) angeordneten Granulatabgabeöffnung (23), wobei der Druckluftauslass (6) und der Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) mit dem Granulatbehälter (3) fluidverbunden und vorzugsweise mechanisch verbunden sind.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 12, wobei das Granulattrocknungssystem (19) eine an dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (3) angeschlossene Umluftleitung (24) mit einer Umluftabgabeöffnung (25) aufweist, wobei die Umluftabgabeöffnung (25) innerhalb des Granulatbehälters (3) und im im Betriebszustand des Granulatbehälters (3) unteren Drittel, vorzugsweise im unteren Viertel, des Granulatbehälters (3) angeordnet ist und vorzugsweise die Umluft nach unten abgibt.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 12 oder 13, wobei das Granulattrocknungssystem (19) eine an den Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (3) angeschlossene Druckluftleitung (26) mit einer Druckluftabgabeöffnung (27) zur direkten oder indirekten Abgabe der Druckluft in den Granulatbehälter (3) aufweist.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 14, wobei die Druckluftabgabeöffnung (27) innerhalb des Granulatbehälters (3) und im im Betriebszustand des Granulatbehälters (3) unteren Viertel, vorzugsweise im unteren Fünftel, des Granulatbehälters (3) angeordnet ist und vorzugsweise die Druckluft nach unten abgibt.
Granulattrocknungssystem (19) nach Anspruch 14, wobei die Druckluftabgabeöffnung (27) außerhalb des Granulatbehälters (3) in die Umluftleitung (24) mündet.
Verfahren zur Herstellung eines Granulattrocknungssystems (19), insbesondere nach einem der Ansprüche 12 bis 16, umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines, insbesondere zylinder- und trichterförmigen, Granulatbehälters (3) umfassend eine in einer Betriebsstellung des Granulatbehälters (3) an einer Behälteroberseite (20) angeordnete Granulatzufuhröffnung (21), eine in der Betriebsstellung an einer Behälterunterseite (22) angeordnete Granulatabgabeöffnung (23), eine an der Behälteroberseite (20) angeordnete Abluftöffnung (28) zur Abgabe von durch eine Trocknung des Kunststoffgranulats erhaltene Abluft;
- Bereitstellen einer Trocknereinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11;
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen der Abluftöffnung (28) des Granulatbehälters (3) und dem Umlufteinlass (8) der Trocknereinheit (1) und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3) und
- Herstellen einer fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindung zwischen dem Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3).
Verfahren nach Anspruch 17, wobei zur Umrüstung eines bestehenden Granulattrocknungssystems vor dem Herstellen der fluidischen und vorzugsweise mechanischen Verbindungen
- zwischen der Abluftöffnung (28) des Granulatbehälters (3) und dem Umlufteinlass (8) der Trocknereinheit (1),
- zwischen dem Umluftauslass (9) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3)
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
und - zwischen dem Druckluftauslass (6) der Trocknereinheit (1) und dem Granulatbehälter (3) bestehende und mit dem Granulatbehälter (3) verbundene Trocknungskomponenten abge-
baut werden.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50885/2024A AT528580B1 (de) | 2024-11-07 | 2024-11-07 | Trocknereinheit zur Trocknung von Kunststoffgranulat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50885/2024A AT528580B1 (de) | 2024-11-07 | 2024-11-07 | Trocknereinheit zur Trocknung von Kunststoffgranulat |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528580A4 true AT528580A4 (de) | 2026-03-15 |
| AT528580B1 AT528580B1 (de) | 2026-03-15 |
Family
ID=97833534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50885/2024A AT528580B1 (de) | 2024-11-07 | 2024-11-07 | Trocknereinheit zur Trocknung von Kunststoffgranulat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT528580B1 (de) |
-
2024
- 2024-11-07 AT ATA50885/2024A patent/AT528580B1/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT528580B1 (de) | 2026-03-15 |
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