AT528704A2 - Verfahren zur herstellung einer vorgespannten brücke mit dünnwändigen längsträgern und lagerbalken - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer vorgespannten brücke mit dünnwändigen längsträgern und lagerbalkenInfo
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Abstract
Zur Herstellung einer vorgespannten Brücke (21) aus bewehrtem Beton mit dem statischen System eines Durchlaufträgeres oder Rahmens mit mindestens zwei Feldern werden Längsträger (11) mit einem Kran, mit einem Versetzgerät oder mit dem Taktschiebeverfahren installiert; Spannglieder (36) werden in dem durch die Wandplatten (12), die Bodenplatten (13) und die Deckplatten (14) in den Längsträgern (11) gebildeten Hohlraum (17) eingebaut und teilvorgespannt; Fahrbahnplattenelemente (2) werden auf den Längsträgern (11) aufgelegt; eine Bewehrung wird auf den Fahrbahnplattenelementen (2) verlegt und der Aufbeton (9) wird auf den Fahrbahnplattenelementen (2) aufgebracht, wobei vor dem Installieren der Längsträger (11) in mindestens einer Pfeilerachse (6) auf den in der mindestens einen Pfeilerachse (6) angeordneten Brückenlagern (29) ein Lagerbalken (4) eingebaut wird.
Description
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER VORGESPANNTEN BRÜCKE MIT DÜNNWANDIGEN LÄNGSTRÄAGERN UND LAGERBALKEN
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer vorgespannten Brücke aus bewehrtem Beton mit einer Fahrbahnplatte, die mindestens eine Auskragung aufweist. Unter der Fahrbahnplatte sind dünnwandige Längsträger mit hohlkastenförmigen Querschnitten angeordnet. In einem Querschnitt durch die fertiggestellte Brücke sind zwei voneinander beabstandete Längsträger näherungsweise parallel zur Längsachse der Brücke angeordnet. Die Brücke weist im fertiggestellten Zustand das statische System eines Durchlaufträgers oder eines Rahmens mit mindestens zwei Feldern auf.
[0002] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind in mindestens einer Pfeilerachse Brückenlager angeordnet.
[0003] Die Längsträger werden entweder in einem Fertigteilwerk oder in der Nähe der Brückenbaustelle hergestellt und anschließend installiert. In einem Fertigteilwerk stehen in der Regel Stahlschalungen mit einer ebenen Oberfläche zur Verfügung. Die Längsträger können auf diesen Stahlschalungen hergestellt werden. Die ebene Oberfläche der Stahlschalungen dient dabei als Schalung für die Bodenplatten der Längsträger.
[0004] Ein Längsträger kann aus mehreren Segmenten bestehen, die durch eine Vorspannung miteinander verbunden werden. Die Längsträger können entweder mit einem oder mehreren Mobilkränen, mit einem Versetzgerät oder mit dem Taktschiebeverfahren installiert werden.
[0005] Mit Pfeilerachsen werden die Stellen der Brücke bezeichnet, an denen die Längsträger auf den Pfeilern gelagert sind. Die Lagerung der Längsträger auf den Pfeilern kann durch Brückenlager, durch Betongelenke oder durch eine direkte Verbindung mit Anschlussbewehrung und Ortbeton erfolgen.
[0006] Im Inneren eines Längsträgers mit einem hohlkastenförmigen Querschnitt muss ein begehbarer Hohlraum für die Inspektion der Innenseiten der Wandplatten, der Bodenplatte und der Deckplatte vorhanden sein. In den Richtlinien für den Entwurf, die konstruktive Ausbildung und Ausstattung von Ingenieurbauten (RE-ING, Teil 2 Brücken, Abschnitt 3 Bauliche Durchbildung und Ausstattung von Brücken zur Überwachung, Prüfung und Erhaltung (BDA-BRÜ), 2022/01) des deutschen Bundesministeriums für Verkehr wird beispielsweise gefordert, dass der Hohlraum im Inneren des Längsträgers eine Höhe von 2,0 m und eine Breite von 1,0 m aufweist. Die Höhe darf örtlich auf 1,9 m reduziert werden.
[0007] Ein Brückenlager wird in einer Pfeilerachse im Regelfall mittig unter einem Längsträger angeordnet, wie dies beispielsweise in der Fig. 11 der WO 2024/112989 A1 dargestellt ist. Als Brückenlager können beispielsweise Kalottenlager verwendet werden. Die Querkräfte werden in den Wandplatten der Längsträger zu den Pfeilerachsen abgetragen. Die größten Querkräfte treten deshalb in den Pfeilerachsen auf. In einer Pfeilerachse werden die Querkräfte von den Pfeilern aufgenommen. Wenn in einer Pfeilerachse Brückenlager verwendet werden, werden die Querkräfte von den Wandplatten über die Umlenkstellen für die Spannglieder und die Bodenplatten der Längsträger in die Brückenlager geleitet. Die Bodenplatten der Längsträger müssen im Bereich der Pfeilerachsen mit einer größeren Dicke als in den übrigen Bereichen der Längsträger hergestellt werden, um die Querkräfte von den Wandplatten in die Brückenlager übertragen zu können.
[0008] Die Erfüllung der Bedingung nach einer Mindesthöhe des Hohlraums im Inneren der Längsträger und der statischen Bedingung von ausreichend dick dimensionierten Bodenplatten für die Übertragung der Querkräfte aus den Wandplatten in die Brückenlager kann dazu führen, dass die Höhe der Längsträger im Bereich einer Pfeilerachse im Vergleich zu den übrigen Bereichen der Längsträger vergrößert werden muss, wenn Brückenlager verwendet werden.
[0009] Dieses Problem, dass die Höhe des Längsträgers örtlich vergrößert werden muss, kann auch bei den Widerlagern auftreten, wenn Brückenlager verwendet werden.
[0010] Die Vergrößerung der Höhe eines Längsträgers im Bereich einer Pfeilerachse kann vermieden werden, wenn ein Betongelenk verwendet wird. Ein Betongelenk kann mit einer größeren Breite als ein Brückenlager hergestellt werden. Durch die größere Breite des Betongelenks im Vergleich zu einem Brückenlager werden die Biege- und Querkraftbeanspruchungen in der Bodenplatte eines Längsträgers im Bereich der Pfeilerachse wesentlich reduziert. Eine derartige Lösung ist beispielsweise in der Fig. 11 der A 50340/2024 und im Abschnitt 2.2.3 der Veröffentlichung von Untermarzoner, F.; Rath, M.; Kollegger, J.: Das LT-Brückenbauverfahren zur materialsparenden und schnellen Errichtung von Spannbetonbrücken. Beton- und Stahlbetonbau (119), Heft 6, 2024, Seiten 420-430, https://doi.org/10. 1002/best.202400007 dargestellt. Wenn zwischen einem Pfeiler und einem Längsträger ein Betongelenk angeordnet wird, ist in Abhängigkeit der Biegesteifigkeit des Pfeilers die Aufnahme von Längsverschiebungen der Brücke möglich. Diese Lösung mit Betongelenken ist aber nur für Pfeiler, die einen Abstand von beispielsweise weniger als 50 m vom Bewegungsruhepunkt der Brücke in Längsrichtung aufweisen, ausführbar.
[0011] In der oben angegebenen Veröffentlichung von Untermarzoner et al. wird eine vierfeldrige Spannbetonbrücke mit einer Länge von 152 m beschrieben. Die Spannweiten betragen 34 m in den beiden Endfeldern und 42 m in den beiden Mittelfeldern. Die Spannbetonbrücke weist zwei Widerlager und drei Pfeilerachsen auf. In den Pfeilerachsen werden die Längsträger auf Betongelenken gelagert, um eine Vergrößerung der Höhe der Längsträger im Bereich der Pfeilerachsen zu vermeiden. Die Längsträger sind auf den Widerlagern auf Brückenlagern, die mittig unter den Längsträgern angeordnet sind, gelagert. Deshalb muss die Höhe der Längsträger über den Widerlagern vergrößert werden. Im Bild 2 der Veröffentlichung von Untermarzoner et al. ist zu erkennen, dass die Längsträger über den Widerlagern eine größere Höhe als in den übrigen Bereichen zwischen den Widerlagern aufweisen.
[0012] Die Vergrößerung der Höhe eines Längsträgers in einer Pfeilerachse oder über einem Widerlager kann auf drei verschiedene Arten erfolgen:
1. Die Teile der Längsträger, die eine größere Höhe aufweisen, können in Ortbeton hergestellt werden. Bei einer Herstellung in Ortbeton müssen die Längsträger temporär auf Hilfsunterstellungen gelagert werden. Die Herstellung der Hilfsunterstellungen und die Durchführung der Schalungs-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten sind zeitaufwändige Prozesse. Mit einer Herstellung in Ortbeton ist deshalb kein schneller Baufortschritt möglich.
2. Die Teile der Längsträger, die eine größere Höhe aufweisen, können als Fertigteile hergestellt werden. In der Fig. 9 der WO 2024/112990 A1 ist beispielsweise eine derartige Lösung dargestellt. In der WO 2024/112990 A1 werden die Fertigteile, die eine größere Höhe als die Längsträger aufweisen als Pfeilersegmente bezeichnet. Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass in der Nähe der Pfeilerachse, auf der die Pfeilersegmente auf Brückenlagern aufgelagert sind, Fugen zwischen den Längsträgern und den Pfeilersegmenten vorhanden sind. In der Nähe der Pfeilerachse treten hohe Querkräfte in den Wandplatten der Längsträger auf. Die Aufnahme dieser hohen Querkräfte in den Fugen erfordert den Einsatz von zusätzlichen Spanngliedern, um die Fugen zu überdrücken. Der Einsatz von zusätzlichen Spanngliedern ist nachteilig im Hinblick auf einen sparsamen Ressourcenverbrauch.
3. Die Teile der Längsträger, die eine größere Höhe aufweisen, können bereits bei der Herstellung der Längsträger im Fertigteilwerk mit einer größeren Höhe hergestellt werden. Längsträger, die in einer Pfeilerachse eine größere Höhe als zwischen den Pfeilerachsen aufweisen, sind beispielsweise in der Fig. 12 der WO 2024/112990 A1 dargestellt. Nachteilig bei dieser Ausführungsform, im Vergleich zu Längsträgern mit konstanter Bauhöhe, ist der zusätzliche Schalungsaufwand im Fertigteilwerk, weil auf einer ebenen Stahlschalung eine zusätzliche Schalung für die Bodenplatten der Längsträger aufgebaut werden muss. Der zusätzliche Schalungsaufwand ist nachteilig im Hinblick auf einen sparsamen Ressourcenverbrauch.
[0013] Die Vergrößerung der Höhe der Längsträger in einer Pfeilerachse kann vermieden werden, wenn unter jedem Längsträger zwei Brückenlager angeordnet werden. Eine derartige Lö-
sung ist in der Fig. 23 der A 50340/2024 dargestellt. Die Brückenlager sind unter den Umlenkstellen für die Spannglieder angeordnet. In der Bodenplatte entstehen keine Biege- und Querkraftbeanspruchungen, weil die Querkräfte aus den Wandplatten der Längsträger über die Umlenkstellen direkt in die Brückenlager eingeleitet werden können. Ein Nachteil dieser Ausführungsform ist der hohe Aufwand, der bei einem späteren Lagertausch entsteht. Die Pressen für den Lagertausch werden unter der Bodenplatte des Längsträgers zwischen den Brückenlagern angeordnet. Um Biege- und Querkraftbeanspruchungen in der Bodenplatte des Längsträgers zu vermeiden, muss im Hohlraum des Längsträgers eine Stahlkonstruktion zur temporären Aussteifung eingebaut werden. Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungsform ist der hohe Ressourcenverbrauch, weil unter jedem Längsträger zwei anstatt von einem Brückenlager eingebaut werden.
[0014] Ein Verfahren zur Herstellung einer Brücke mit Längsträgern und Lagerbalken wird in der GB 1044971 A beschrieben. Die Lagerbalken weisen einen trogförmigen Querschnitt auf. Die Längsträger tragen ihr Eigengewicht und die Verkehrslasten als Einfeldträger ab. Die Längsträger werden an den oberen Enden der Lagerbalken direkt aufgelagert. Unter den Lagerbalken können Platten auf den Pfeilern aufgelegt werden, um die Höhenlage der Brücke beim Auftreten von Setzungen zu korrigieren. Verformungen in Längsrichtung der Brücke werden durch die Nachgiebigkeit der Wandplatten der trogförmigen Lagerbalken aufgenommen. Das in der GB 1044971 A beschriebene Verfahren weist einen hohen Ressourcenverbrauch auf, weil der Überbau der Brücke aus nebeneinander verlegten Längsträgern besteht.
[0015] Ein weiteres Verfahren zur Herstellung einer Brücke mit Lagerbalken, Längsträgern und einer Aufbetonschicht auf den Längsträgern wird in der CN 103741604 A beschrieben. Die Lagerbalken weisen einen rechteckigen Querschnitt auf. Die Längsträger weisen einen |- förmigen Querschnitt auf und werden im Fertigteilwerk hergestellt. Sie tragen ihr Eigengewicht und die Verkehrslasten als Einfeldträger ab. Auf den Längsträgern wird die Fahrbahnplatte unter Verwendung von Fertigteilplatten und einer Aufbetonschicht hergestellt. Das in der CN 103741604 A beschriebene Verfahren weist einen hohen Ressourcenverbrauch auf, weil der Überbau der Brücke aus nebeneinander verlegten Längsträgern besteht.
[0016] Ein weiteres Verfahren zur Herstellung einer Brücke mit Längsträgern und Lagerbalken wird in der DE 1177313 B beschrieben. Die Lagerbalken weisen einen rechteckigen Querschnitt auf. Die Längsträger werden im Fertigteilwerk hergestellt und mit Spanngliedern mit nachträglichem Verbund vorgespannt. In den Längsträgern werden im Fertigteilwerk zusätzliche Hüllrohre eingebaut. Nach dem Installieren der Längsträger auf den Lagerbalken werden Spannglieder eingebaut, die sich über die gesamte Länge der Brücke erstrecken. Nach dem Schließen der Fugen zwischen den in Längsrichtung der Brücke aneinandergrenzenden Längsträgern durch Ergänzungsbeton werden die Spannglieder, die sich über die gesamte Länge der Brücke erstrecken, vorgespannt. Das in der DE 1177313 B beschriebene Verfahren weist einen hohen Ressourcenverbrauch auf, weil der Überbau der Brücke aus nebeneinander verlegten Längsträgern besteht.
[0017] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer vorspannten Brücke mit dünnwandigen Längsträgern, die hohlkastenförmige Querschnitte aufweisen, zu schaffen, das für die Herstellung von Brücken mit großen Längen geeignet ist, einen schnellen Baufortschritt ermöglicht und einen geringeren Ressourceneinsatz als die in der WO 2024/112990 A1, der WO 2024/112889 A1, der GB 1044971 A, der DE 1177313 B, der CN 103741604 A und der A 50340/2024 beschriebenen Ausführungsformen aufweist.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer vorgespannten Brücke aus bewehrtem Beton
- mit einer Fahrbahnplatte, die mindestens eine Auskragung aufweist;
- mit unter der Fahrbahnplatte angeordneten Längsträgern, wobei in einem Querschnitt durch die fertiggestellte Brücke zwei voneinander beabstandete Längsträger näherungsweise parallel zur Längsachse der Brücke angeordnet sind;
- Mmitin mindestens einer Pfeilerachse angeordneten Brückenlagern;
- Mit dem statischen System eines Durchlaufträgers mit mindestens zwei Feldern oder eines Rahmens mit mindestens zwei Feldern;
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umfasst folgende Schritte:
a. Bereitstellen von vorgefertigten, dünnwandigen Längsträgern aus bewehrtem Beton oder Spannbeton, die entlang ihrer Längserstreckung einen einzelligen, hohlkastenförmigen Querschnitt mit mindestens zwei Wandplatten, einer Bodenplatte und einer Deckplatte aufweisen, wobei die Länge eines Längsträgers mindestens doppelt so groß ist wie die Breite des Längsträgers;
b. Bereitstellen von Fahrbahnplattenelementen,
- wobei ein Fahrbahnplattenelement drei Platten und mindestens einen Querbalken und vorzugsweise zwei Querbalken aufweist;
- wobei die Platten aus bewehrtem Beton oder Spannbeton hergestellt sind;
- wobei der mindestens eine Querbalken aus bewehrtem Beton, Spannbeton oder Baustahl hergestellt wird;
- wobei die Platten im Grundriss mit vier Eckpunkten ausgebildet sind;
- wobei die drei Platten durch den mindestens einen Querbalken verbunden sind;
- wobei der mindestens eine Querbalken im Grundriss unter einem Winkel von 80° bis 90° zu der Längsachse der Brücke angeordnet ist;
- wobei der mindestens eine Querbalken über den Platten angeordnet ist;
- wobei zwei gegenüberliegende Ränder von einer Platte unter einem Winkel von 80° bis 90° zu der Längsachse der Brücke angeordnet sind;
- wobei die zwei übrigen gegenüberliegenden Ränder von jeder Platte unter einem Winkel von 0° bis 10° zu der Längsachse der Brücke angeordnet sind; und
- wobei ein Rand einer ersten Platte und ein Rand einer zweiten Platte sowie ein Rand einer zweiten Platte und einer dritten Platte einen Abstand zueinander aufweisen, der näherungsweise der Breite an der Oberseite eines Längsträgers entspricht, wobei die Ränder unter einem Winkel von 0° bis 10° zu der Längsachse der Brücke angeordnet sind;
c. Installieren der Längsträger;
d. Einbauen von mindestens einem Spannglied in mindestens einem Längsträger, in dem durch die Wandplatten, die Bodenplatte und die Deckplatte gebildeten Hohlraum;
e. gegebenenfalls Aufbringen einer Teilvorspannung auf das mindestens eine Spannglied;
f. Auflegen der Fahrbahnplattenelemente auf den Längsträgern, wobei mit dem Auflegen der Fahrbahnplattenelemente begonnen werden kann, sobald in mindestens einem Feld der Brücke zwei Längsträger installiert worden sind;
g. Verlegen einer Bewehrung, vorzugsweise einer Längsbewehrung und einer Querbewehrung, auf den Fahrbahnplattenelementen und über den Deckplatten der Längsträger, wobei mit dem Verlegen der Bewehrung begonnen werden kann, sobald mindestens ein Fahrbahnplattenelement auf den Längsträgern aufgelegt worden ist;
h. gegebenenfalls Aufbringen einer Teilvorspannung auf das mindestens eine Spannglied;
i. Aufbringen des Aufbetons auf den Fahrbahnplattenelementen und über den Deckplatten der Längsträger zur Herstellung der Fahrbahnplatte;
jJ. gegebenenfalls Aufbringen der Endvorspannung auf das mindestens eine Spannglied,
wobei erfindungsgemäß vor dem Installieren der Längsträger in mindestens einer Pfeilerachse auf den in der mindestens einen Pfeilerachse angeordneten Brückenlagern ein Lagerbalken eingebaut wird.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren ist für die Herstellung von Brücken mit Spannweiten von 25 m bis 60 m und vorzugsweise von 30 m bis 50 m geeignet.
[0020] Eine vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ermöglicht, wenn vor dem Installieren der Längsträger über mindestens einem Widerlager auf den über dem mindestens einen Widerlager angeordneten Brückenlagern ein Lagerbalken eingebaut wird.
[0021] Um einen schnellen Baufortschritt zu erreichen, kann es vorteilhaft sein, wenn ein Lagerbalken als ein Fertigteil hergestellt wird.
[0022] Vorteilhaft kann bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens über einem Lagerbalken ein Querträger oder ein Endquerträger hergestellt werden.
[0023] Eine besonders vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ermöglicht, wenn ein Lagerbalken und ein Querträger oder ein Lagerbalken und ein Endquerträger als ein einstückiges Fertigteil hergestellt werden.
[0024] Ein Lagerbalken kann mit einer Höhe von 0,1 m bis 2,0 m und vorzugsweise von 0,2 m bis 1,0 m und mit einer in Längsrichtung der Brücke gemessenen Breite von 0,5 m bis 6,0 m und vorzugsweise von 1,0 m bis 3,0 m hergestellt werden.
[0025] Eine vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ermöglicht, wenn mindestens ein Bewehrungsstab, der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken befindlichen Pfeilers und innerhalb des Volumens des Lagerbalkens angeordnet ist, mit einem Bewehrungsstab, der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken befindlichen Pfeilers und im Endzustand innerhalb des Volumens der Umlenkstelle angeordnet ist, kraftschlüssig verbunden wird.
[0026] Eine vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ermöglicht, wenn mindestens ein Bewehrungsstab, der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken befindlichen Pfeilers und innerhalb des über dem Lagerbalken befindlichen Teils einer Wandplatte angeordnet ist, mit einem Bewehrungsstab, der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken befindlichen Pfeilers und der im Bauzustand außerhalb des Betonvolumens des Lagerbalkens und im Endzustand innerhalb des Betonvolumens des Lagerbalkens angeordnet ist, kraftschlüssig verbunden wird.
[0027] Ein Lagerbalken kann mit einer in Längsrichtung des Lagerbalkens angeordneten Vorspannung hergestellt werden.
[0028] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachstehenden Erläuterungen von in den Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 19 schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen zeigen:
[0029] Fig. 1 eine Ansicht einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform nach der Herstellung der Widerlager und der Pfeiler, nach dem Einbau der Brückenlager sowie nach dem Installieren von drei Lagerbalken und zwei Längsträgern;
[0030] Fig. 2 eine Ansicht der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform nach dem Installieren von zwei weiteren Längsträgern und nach dem Herstellen eines Endquerträgers;
[0031] Fig. 3 eine Ansicht der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform nach dem Installieren von zwei weiteren Längsträgern, nach dem Herstellen des zweiten Endquerträgers und der Querträger und nach dem Auflegen von vier Fahrbahnplattenelementen;
[0032] Fig. 4 eine Ansicht der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform während des Aufbringens einer Aufbetonschicht auf die Fahrbahnplattenelemente und die Deckplatten der Längsträger;
[0033] Fig. 5 einen Längsschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 2 eingezeichneten Schnittlinie V-V;
[0034] Fig. 6 einen Längsschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 5 eingezeichneten Schnittlinie VI-VI;
[0035] Fig. 7 einen Längsschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 3 eingezeichneten Schnittlinie VII-VII;
[0036] Fig. 8 einen Querschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 7 eingezeichneten Schnittlinie VIN-VIN;
[0037] Fig. 9 einen Längsschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 1 eingezeichneten Schnittlinie IX-IX;
[0038] Fig. 10 einen Längsschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 2 eingezeichneten Schnittlinie X-X;
[0039] Fig. 11 einen Querschnitt der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 10 eingezeichneten Schnittlinie XI-XI;
[0040] Fig. 12 einen Lagerbalken einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform, der mit einem Querträger einstückig verbunden ist;
[0041] Fig. 13 einen Lagerbalken der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform, der mit einem Endquerträger einstückig verbunden ist;
[0042] Fig. 14 einen Längsschnitt der zweiten erfindungsgemäß en Ausführungsform nach der Herstellung der Fundamente, des Widerlagers und der Pfeiler, nach dem Einbau der Brückenlager sowie nach dem Installieren der Lagerbalken;
[0043] Fig. 15 einen Längsschnitt der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform nach dem Installieren der Brückenträger von vier Längsträgern;
[0044] Fig. 16 das Detail A der Fig. 15;
[0045] Fig. 17 einen Querschnitt der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 16 eingezeichneten Schnittlinie XVII-XVII;
[0046] Fig. 18 einen der Fig. 17 entsprechenden Querschnitt nach dem Herstellen der Umlenkstellen; und
[0047] Fig. 19 einen Horizontalschnitt der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform entlang der in der Fig. 18 eingezeichneten Schnittlinie XIX-XIX.
[0048] Eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer vorgespannten Brücke 21 mit drei Feldern ist in den Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 11 schematisch dargestellt.
[0049] Die Fig. 1 zeigt einen Bauzustand nach der Herstellung von zwei Widerlagern 19 und vier Pfeilern 22. Die vier Pfeiler 22 sind in zwei Pfeilerachsen 6 angeordnet.
[0050] Im ersten Arbeitsschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nach der Herstellung der Widerlager 19 und der Pfeiler 22 gemäß Fig. 1 auf den Widerlagern 19 sowie den Pfeilern 22 Brückenlager 29 angeordnet und auf den Brückenlagern 29 Lagerbalken 4 eingebaut. Der Einbau der Lagerbalken 4 kann in einer Pfeilerachse 6 auch unmittelbar nach der Anordnung der Brückenlager 29 erfolgen. Die Lagerbalken 4 können bei dem in der Fig. 1 dargestellten Bauzustand durch temporäre Unterstützungskonstruktionen 43, die der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 2 nicht dargestellt sind, in ihrer Lage gesichert werden. Es kann erforderlich sein, dass die temporären Unterstützungskonstruktionen 43 so konstruiert werden, dass sie für spätere Bauzustände eine Längsverschiebung der Längsträger 11 in Längsrichtung der Brücke 21 ermöglichen.
[0051] Im nächsten Arbeitsschritt werden gemäß Fig. 1 die Längsträger 11 installiert. Die Fig. 1 zeigt einen Bauzustand bei dem zwei Längsträger 11 in der endgültigen Lage mit temporären Auflagerkonstruktionen 41 auf den Lagerbalken 4 aufgelagert sind. Das Gewicht der Längsträger 11 wird von den Lagerbalken 4 in die Brückenlager 29 und von diesen in das Widerlager 19 und die Pfeiler 22 weitergeleitet. Alternativ könnte das Gewicht der Längsträger 11 oder ein Teil des Gewichts der Längsträger 11 von temporären Unterstützungskonstruktionen 43 in das Widerlager 19 und die Pfeiler 22 weitergeleitet werden. Die Längsträger 11 weisen entlang ihrer Längserstreckung einen einzelligen, hohlkastenförmigen Querschnitt auf. Jeder Längsträger 11 besteht aus sechs Wandplatten 12, einer Bodenplatte 13 und einer Deckplatte 14. Die Längsträger 11 werden in einem Fertigteilwerk hergestellt. Für das Anheben der Längsträger 11 im Fertigteilwerk und für den Transport zur Baustelle ist es vorteilhaft, wenn das Gewicht der Längsträger 11 nicht größer als 80 t bis 130 t ist. Die Längsträger 11, können auch aus einzelnen Segmenten bestehen. Die Segmente können auf der Baustelle mit einer Längsvorspannung zu einem Längsträger 11 zusammengefügt werden.
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[0052] Die Wandplatten 12 der Längsträger 11 werden liegend aus einem Beton C80/95 hergestellt. Die Wandplatten könnten auch aus einem ultrahochfesten Beton mit einer Druckfestigkeit von beispielsweise 150 N/mm? hergestellt werden. Nach dem Erhärten des Betons werden die Wandplatten, die bei diesem Beispiel eine Dicke von 120 mm aufweisen, auf einem Schalboden aufgestellt. Zwischen den Wandplatten 12 wird zuerst die Bodenplatte 13 und anschließend die Deckplatte 14 aus einem Beton C50/60 hergestellt. Die Bodenplatte 13 und die Deckplatte 14 könnten auch aus einem Beton C80/95 hergestellt werden. Es wäre auch möglich ein Segment eines Längsträgers 11 oder eines gesamten Längsträgers 11 aus einem ultrahochfesten Beton herzustellen. Die in Längsrichtung des Längsträgers 11 gemessene Länge der Bodenplatte 13 und der Deckplatte 14 ist kleiner als die in Längsrichtung des Längsträgers 11 gemessene Länge von drei Wandplatten 12. Dadurch werden in den Endbereichen der Längsträger 11 Aussparungen 16 in der Bodenplatte 13 und in der Deckplatte 14 gebildet.
[0053] Wegen der liegenden Herstellung ist die Länge der Wandplatten 12 in den meisten Fertigteilwerken auf 12 m bis 15 m begrenzt. Deshalb sind in jedem der in Fig. 1 dargestellten Längsträger 11 vier Fugen 24 zwischen den Wandplatten 12 vorhanden. Es wäre auch möglich, die Wandplatten 12 der Längsträger 11 stehend herzustellen. In diesem Fall wäre es möglich die Wandplatten 12 des Längsträger 11 ohne Fugen 24 herzustellen, dafür müssten besondere Maßnahmen für das Betonieren der dünnwandigen Wandplatten 12 ergriffen werden.
[0054] Das Einheben von jedem Längsträger 11 erfolgt mit zwei Mobilkränen, die das Gewicht des Längsträgers 11 an vier Hebepunkten übernehmen. Über jeweils zwei in den Endbereichen des Längsträgers angeordneten Hebepunkten wird ein Hebebalken angeordnet, um einen Schrägzug während des Anhebens zu vermeiden.
[0055] Die Fig. 2 zeigt einen Bauzustand nach dem Installieren von zwei weiteren Längsträgern 11 nach dem Herstellen des ersten Endquerträgers 28.
[0056] Die Fig. 3 zeigt einen Bauzustand nach dem Installieren der letzten beiden Längsträger, nach dem Herstellen des zweiten Endquerträgers 28, der Querträger 27 und der Umlenkstellen 40. Auf den Längsträgern 11 wurden vier Fahrbahnplattenelemente 2 aufgelegt. Ein Fahrbahnplattenelement 2 besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus zwei Querbalken 3 und drei Platten 5. Durch den Einbau der Umlenkstellen 40 werden die Fugen 24 zwischen den Längsträgern 11 geschlossen und die Aussparungen 16 werden verkleinert. Die Aussparungen 16 sind vorteilhaft für die Ausführung der Schalungs-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten zur Herstellung der Umlenkstellen 40 im Inneren der Längsträger 11.
[0057] Anschließend werden in den Längsträgern 11 Spannglieder 36 eingebaut. Die Aussparungen 16 erleichtern den Einbau der Spannglieder 36. Ohne Aussparungen 16 müssten die Hüllrohre für die Spannglieder 36 durch die Durchgangsöffnungen 60 in den Endquerträgern 28 in das Innere der Längsträger 11 transportiert werden. Nach dem Installieren der Hüllrohre werden die Litzen in die Hüllrohre eingebaut. Anschließend wird eine Teilvorspannung auf die Spannglieder 36 aufgebracht.
[0058] Im nächsten Arbeitsschritt wird eine Schicht 10 aus Beton C40/50 mit einer Dicke von 180 mm auf der Bodenplatte 13 eingebaut. Die Aussparungen 16 in den Deckplatten 14 der Längsträger 11 können nach dem Herstellen der Schicht 10 geschlossen werden. Anschließend wird eine weitere Teilvorspannung auf die Spannglieder 36 aufgebracht.
[0059] Im nächsten Arbeitsschritt werden die restlichen Fahrbahnplattenelemente 2 auf den Längsträgern 11 aufgelegt. Die Verwendung von Fahrbahnplattenelementen 2 zur Herstellung einer Fahrbahnplatte 1 für eine Brücke wird beispielsweise in der WO 2022/256851 A1 und in der AT5262652 B1 beschrieben. Nach dem teilweisen oder vollständigen Auflegen der Fahrbahnplattenelemente 2 kann auf die Spannglieder 36 eine weitere Teilvorspannung aufgebracht werden.
[0060] Anschließend wird auf den Fahrbahnplattenelementen 2 und über den Deckplatten 14 der Längsträger 11 die Anschlussbewehrung der untenliegenden Bewehrung der Fahrbahnplatte 1, die Längsbewehrung und die Querbewehrung der obenliegenden Bewehrung der Fahrbahnplatte 1 verlegt. Gegebenenfalls kann anschließend eine weitere Teilvorspannung auf die Spannglieder
36 aufgebracht werden.
[0061] Im nächsten Arbeitsschritt wird gemäß Fig. 4 auf den Fahrbahnplattenelementen 2 und über den Deckplatten 14 der Längsträger 11 ein Aufbeton 9 zur Herstellung der Fahrbahnplatte 1 aufgebracht. Nach dem Erhärten des Aufbetons 9 der Fahrbahnplatte 1 kann gegebenenfalls eine Endvorspannung auf die Spannglieder 36 aufgebracht werden.
[0062] Die Fig. 5 zeigt, dass bei diesem Ausführungsbeispiel ein Lagerbalken 4 auf den Brückenlagern 29, die auf Lagersockeln 42 angeordnet sind, eingebaut wird. Temporäre Unterstützungskonstruktionen 43, die aus einem Holzstapel oder einer Stahlkonstruktion mit Rollenlagern bestehen können, sind für die Verdrehsicherung des Lagerbalkens 4 erforderlich. Auf den Lagerbalken 4 sind Stahlplatten 44 angeordnet, die als Auflagerkonstruktion 41 zur Auflagerung der Längsträger 11 in diesem Bauzustand dienen. Wie in den Zeichnungen Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist, wird ein Längsträger 11 nach dem anderen installiert. Die temporären Unterstützungskonstruktionen 43 müssen so dimensioniert werden, dass sie in einem Bauzustand, wenn nur einer der beiden in der Fig. 5 dargestellten Längsträger installiert ist, einen Teil des Gewichts des Längsträgers in den Pfeiler 22 weiterleiten können.
[0063] Die Fig. 5 zeigt, dass bei diesem Ausführungsbeispiel Aussparungen 16 in der Bodenplatte 13 und in der Deckplatte 14 angeordnet sind. Die in Querrichtung der Brücke 21 gemessene Breite der Aussparung 16 entspricht dem Abstand zwischen den Wandplatten 12. Die Aussparung 16 könnte auch mit einer geringeren Breite hergestellt werden. Der in Längsrichtung der Brücke 21 gemessene Abstand zwischen den Wandplatten 12, durch den die Fuge 24 gebildet wird, beträgt 50 mm. Dieser Abstand könnte projektbezogen auch kleiner, beispielsweise mit 10 mm, oder größer, beispielsweise mit 300 mm, ausgeführt werden.
[0064] Die Fig. 6 zeigt einen durch die Fuge 24 geführten Querschnitt. Das Brückenlager 29 ist mittig unter dem Längsträger 11 angeordnet. In diesem Bauzustand wird das halbe Gewicht des Längsträgers 11 über die Auflagerkonstruktionen 41 in den Lagerbalken 4 eingeleitet. Die eingeleiteten Auflagerkräfte werden von dem Lagerbalken 4 in das Brückenlager 29 und die temporäre Unterstützungskonstruktion 43 weitergeleitet.
[0065] Die Stahlplatten 44, die als temporäre Auflagerkonstruktion 41 dienen, sind mittig unter den Wandplatten 12 des Längsträgers 11 angeordnet. Die Anordnung von Stahlplatten 44 zwischen dem Lagerbalken 4 und dem Längsträger 11 ist vorteilhaft, weil damit der Ort der Lasteinleitung genau festgelegt werden kann und ein Abstand zwischen dem Lagerbalken 4 und dem Längsträger 11 für die spätere Verfüllung mit Vergussmörtel 35 geschaffen wird.
[0066] Die Fig. 7 zeigt einen der Fig. 5 entsprechenden Längsschnitt nach dem Einbau der Umlenkstellen 40 und nach dem anschließenden Ausbau der temporären Unterstützungskonstruktion 43. Zwischen dem Lagerbalken 4 und den Wandplatten 12 der Längsträger 11 ist ein Vergussmörtel 35 eingebaut.
[0067] Die Fig. 8 zeigt einen der Fig. 6 entsprechenden Querschnitt nach dem Einbau der Umlenkstellen 40, der Bodenplatte 13 und nach dem anschließenden Ausbau der Unterstützungskonstruktionen 43. Zwischen den Umlenkstellen 40 ist eine Durchgangsöffnung 60 vorhanden, die für weitere Bauarbeiten wie beispielsweise den Einbau der Spannglieder 36 und das Aufbringen der Schicht 10 aus bewehrtem Beton auf den Bodenplatten 13 der Längsträger 11 gebraucht wird. Auch nach der Fertigstellung der Brücke 21 hat die Durchgangsöffnung 60 eine wichtige Funktion, weil sie die Inspektion der Längsträger 11 auf der Innenseite ermöglicht.
[0068] Die Längsträger 11 werden über dem Pfeiler 22 durch einen Querträger 27 verbunden. Die Aussparungen 16 in den Bodenplatten 13 der Längsträger 11 ermöglichen die direkte Verbindung der Lagerbalken 4 mit der Bodenplatte 13 im Bereich des Pfeilers 22.
[0069] Die Aussparungen 16 in den Deckplatten 14 der Längsträger 11 ermöglichen einen Zugang zum Hohlraum 17 im Inneren der Längsträger 11 von oben. Dadurch werden die Bauarbeiten zur Herstellung der Umlenkstellen 40 und der Bodenplatte 13, sowie für den späteren Einbau der Spannglieder 36 und die spätere Herstellung der Schicht 10 aus Beton auf den Bodenplatten 13 der Längsträger 11 vereinfacht und beschleunigt.
[0070] Die Fig. 9 zeigt einen Längsschnitt durch den Endbereich eines Längsträgers 11 über einem Widerlager 19. In diesem Bauzustand wird das halbe Gewicht des Längsträgers 11 über die Auflagerkonstruktionen 41 in den Lagerbalken 4 geleitet. Die eingeleiteten Auflagerkräfte werden von dem Lagerbalken 4 in das Brückenlager 29 und die temporäre Unterstützungskonstruktion 43 weitergeleitet. Die Unterstützungskonstruktion 43 verhindert in diesem Bauzustand eine Verdrehung des Lagerbalkens 4 infolge des Gewichts des Längsträgers 11.
[0071] Die Fig. 10 zeigt einen der Fig. 9 entsprechenden Längsschnitt nach dem Einbau eines Vergussmörtels 35 zwischen dem Lagerbalken 4 und den Wandplatten 12, nach der Herstellung des Endquerträgers 28 und nach dem anschließenden Ausbau der Unterstützungskonstruktion 43.
[0072] Die Fig. 11 zeigt, dass im Endquerträger 28 eine Durchgangsöffnung 60 vorhanden ist. Die Durchgangsöffnung 60 wird für weitere Bauarbeiten wie beispielsweise den Einbau der Spannglieder 36 und das Aufbringen der Schicht 10 aus Beton auf den Bodenplatten 13 der Längsträger 11 gebraucht. Auch nach der Fertigstellung der Brücke 21 hat die Durchgangsöffnung 60 eine wichtige Funktion, weil sie die Inspektion der Längsträger 11 auf der Innenseite ermöglicht. In den Endquerträger 28 werden Spannverankerungen 37 für die Spannglieder 36 eingebaut.
[0073] Eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer vorgespannten Brücke 21 ist in den Zeichnungen Fig. 12 bis Fig. 19 dargestellt.
[0074] Die Fig. 12 zeigt einen Lagerbalken 4 und einen Querträger 27, die in einem Fertigteilwerk als ein einstückiges Fertigteil 8 hergestellt werden. An den Rändern, die an den längeren Seiten des Lagerbalkens 4 angeordnet sind, wird der Lagerbalken 4 mit acht Nischen 25 hergestellt. Im Lagerbalken 4 und im Querträger 27 werden Bewehrungsanschlüsse 32 eingebaut.
[0075] Die Fig. 13 zeigt einen Lagerbalken 4 und einen Endquerträger 28, die in einem Fertigteilwerk als ein einstückiges Fertigteil 8 hergestellt werden. An den Rändern, die an der längeren Seite des Lagerbalkens 4 angeordnet sind, wird der Lagerbalken mit vier Nischen 25 hergestellt. Im Lagerbalken 4 werden Bewehrungsanschlüsse 32 eingebaut. Der Endquerträger 28 wird mit näherungsweise horizontalen Löchern 26 hergestellt. Nach dem Installieren der Längsträger 11 können in die Löcher 26 Bewehrungsstäbe 31 eingebaut und mit in den Wandplatten 12 der Längsträger 11 eingebauten Bewehrungsanschlüssen 32 verbunden werden.
[9076] In den Zeichnungen Fig. 14 und Fig. 15 sind zwei Felder einer Brücke 21, die mehr als zwei Felder aufweist, dargestellt.
[0077] Die Fig. 14 zeigt einen Bauzustand nach der Herstellung der Fundamente 20, eines Widerlagers 19 und der Pfeiler 22. Die Pfeiler 22 sind in Pfeilerachsen 6 angeordnet.
[0078] Im ersten Arbeitsschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nach der Herstellung der Widerlager 19 und der Pfeiler 22 gemäß Fig. 14 auf den Widerlagern 19 sowie den Pfeilern 22 Brückenlager 29 angeordnet und auf den Brückenlagern 29 Lagerbalken 4 eingebaut. Die Lagerbalken 4 bestehen bei diesem Ausführungsbeispiel aus Fertigteilen 8, wobei die Lagerbalken 4 im Fertigteilwerk mit den Querträgern 27 und den Endquerträgern 28 einstückig verbunden werden. Die Lagerbalken 4 werden bei dem in der Fig. 14 dargestellten Bauzustand durch temporäre Unterstützungskonstruktionen 43 in ihrer Lage gesichert werden. Die temporären Unterstützungskonstruktionen 43 werden auf den Fundamenten 20 aufgestellt.
[0079] Im nächsten Arbeitsschritt werden gemäß Fig. 15 die Längsträger 11 installiert.
[0080] Das Detail A der Fig. 15 ist in der Fig. 16 in vergrößertem Maßstab dargestellt. Unter dem Lagerbalken 4 ist ein Brückenlager 29 angeordnet. Der obere Teil des Brückenlagers 29 wird mit einer Stahlplatte 44, die im Lagerbalken 4 eingebaut ist, verschweißt. Anschließend wird der Lagersockel 42 hergestellt. Während dieses Montagevorgangs wird das Gewicht des Lagerbalkens 4 von den Unterstützungskonstruktionen 43 übernommen und in die Fundamente 20 eingeleitet. Die Längsträger 11 sind mit temporären Lagern 41, die unter den Wandplatten 12 angeordnet sind, auf den Lagerbalken 4 aufgelagert. Die temporären Lager 41 sind in der Nähe der Pfeiler-
achse 6 angeordnet, damit die Belastung der Unterstützungskonstruktionen 43, die infolge der exzentrischen Lasteinleitung beim Auflegen der ersten Längsträger 11 auftritt, möglichst klein bleibt.
[0081] Die Bodenplatten 13 der Längsträger 11 haben einen gegenseitigen Abstand, der der in Längsrichtung der Brücke 21 gemessenen Breite des Lagerbalkens 4 entspricht. Dadurch wird in den Längsträgern 11 über dem Lagerbalken 4 eine Aussparung 16 gebildet. Die Aussparung 16 ist vorteilhaft, weil sie den Einbau von Bewehrungsstäben 31, die den Lagerbalken 4 und die Umlenkstelle 40 verbinden, ermöglicht. Die Bewehrungsstäbe 31, die der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 16 nicht dargestellt sind, können beispielsweise in näherungsweise vertikalen Löchern 26, die im Lagerbalken 4 eingebaut sind, angeordnet werden. Alternativ könnten auch im Lagerbalken 4 eingebaute Bewehrungsanschlüsse 32 zum Einbau von Bewehrungsstäben 31, die die Umlenkstelle 40 und den Lagerbalken 4 miteinander verbinden, verwendet werden.
[0082] Eine weitere Möglichkeit zur Verbindung des Lagerbalkens 4 mit den Umlenkstellen 40 ist in der Fig. 16 dargestellt. In den Wandplatten 12 der Längsträger 11 sind Bewehrungsstäbe 31 mit Bewehrungsanschlüssen 32 eingebaut. Nach dem Installieren der Längsträger 11 werden Bewehrungsstäbe 31 in den Nischen 25 des Lagerbalkens 4 eingebaut und mit den darüber angeordneten Bewehrungsanschlüssen 32 verbunden. Nach dem Verfüllen der Nischen 25 mit Vergussmörtel 35 oder Beton sind die in den Wandplatten 12 der Längsträger eingebauten Bewehrungsstäbe 31 mit den in den Nischen 25 des Lagerbalkens 4 angeordneten Bewehrungsstäben 31 zugfest miteinander verbunden.
[0083] Die Deckplatten 14 der Längsträger 11 weisen in Längsrichtung der Brücke 21 einen gegenseitigen Abstand auf. Dadurch wird an der Oberseite der in der Fig. 16 dargestellten Längsträger 11 eine Aussparung 16 gebildet. Diese Aussparung 16 ist vorteilhaft für die Herstellung der Umlenkstellen 40, weil die Bewehrung, die Schalung und der Beton durch die Aussparung 16 eingebracht werden können.
[0084] Die Wandplatten 12 der Längsträger 11 weisen in Längsrichtung der Brücke 21 einen gegenseitigen Abstand auf, durch den die Fuge 24 gebildet wird. In der Fig. 16 sind die im Bereich der Fuge 24 im Querträger 27 angeordneten Bewehrungsanschlüsse 32 zu sehen.
[0085] Die Fig. 17 zeigt einen in der Pfeilerachse 6 geführten Querschnitt durch den Lagerbalken 4, den Querträger 27, die Stahlplatte 44, das Brückenlager 29, den Lagersockel 42 und den Pfeiler 22. Auf dem Lagerbalken 4 ist der Längsträger 11 mit temporären Lagern 41 aufgelagert. Im Querträger 27 sind Bewehrungsstäbe 31 mit Bewehrungsanschlüssen 32 eingebaut. Die Unterstützungskonstruktionen 43 sind der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 17 nicht dargestellt.
[0086] Die Fig. 18 zeigt einen der Fig. 17 entsprechenden Querschnitt nach dem Einbau von Bewehrungsstäben 31, die in die im Querträger 27 eingebauten Bewehrungsanschlüsse 32 eingeschraubt werden, und nach dem Herstellen der Umlenkstellen 40. Zwischen den Wandplatten 12 der Längsträger 11 und dem Querträger 27 wird eine Ortbetonergänzung 7 eingebaut. Mit den Bewehrungsstäben 31 werden der Querträger 27 und die Umlenkstelle 40 kraftschlüssig miteinander verbunden. Die Umlenkstellen 40 dienen zur Umlenkung der Spannglieder 36, die in den Pfeilerachsen 6 im oberen Bereich der Umlenkstellen 40 angeordnet sind. Über dem Lagerbalken 4 wird im Bereich der Aussparung 16 die Bodenplatte 13 eingebaut und durch eine Anschlussbewehrung mit dem Lagerbalken 4 verbunden.
[0087] Die Fig. 19 zeigt einen Horizontalschnitt durch die Wandplatten 13 der Längsträger 11, den Querträger 27, die Ortbetonergänzung 7 und die Umlenkstellen 40. Die Fugen 24 zwischen den Stirnseiten der Wandplatten 13 werden durch einen hochfesten Vergussmörtel 35 vor dem Herstellen der Umlenkstellen 40 geschlossen. Es wäre auch möglich, die Fugen 24 mit dem Beton der Umlenkstellen 40 zu schließen, falls der Beton 40 die statisch erforderliche Druckfestigkeit aufweist.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
1 Fahrbahnplatte
2 Fahrbahnplattenelement 3 Querbalken
4 Lagerbalken
5 Platte
6 Pfeilerachse
7 Ortbetonergänzung
8 Fertigteil 9 Aufbeton 10 Schicht
11 Längsträger 12 Wandplatte 13 Bodenplatte 14 Deckplatte 16 Aussparung 17 Hohlraum 19 Widerlager 20 Fundament
21 Brücke 22 Pfeiler 24 Fuge 25 Nische 26 Loch
27 Querträger
28 Endquerträger
29 _ Brückenlager
31 _Bewehrungsstab
32 Bewehrungsanschluss 35 Vergussmörtel
36 Spannglied
37 Spannverankerung
39 Endverankerung
40 Umlenkstelle
41 Temporäres Lager
42 Lagersockel
43 Unterstützungskonstruktion 44 Stahlplatte
60 Durchgangsöffnung
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung einer vorgespannten Brücke (21) aus bewehrtem Beton
- mit einer Fahrbahnplatte (1), die mindestens eine Auskragung aufweist;
- mit unter der Fahrbahnplatte (1) angeordneten Längsträgern (11), wobei in einem Querschnitt durch die fertiggestellte Brücke (21) zwei voneinander beabstandete Längsträger (11) näherungsweise parallel zur Längsachse der Brücke (21) angeordnet sind;
- Mit in mindestens einer Pfeilerachse (6) angeordneten Brückenlagern (29);
- Mit dem statischen System eines Durchlaufträgers mit mindestens zwei Feldern oder eines Rahmens mit mindestens zwei Feldern;
wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a. Bereitstellen von vorgefertigten, dünnwandigen Längsträgern (11) aus bewehrtem Beton oder Spannbeton, die entlang ihrer Längserstreckung einen einzelligen, hohlkastenförmigen Querschnitt mit mindestens zwei Wandplatten, (12) einer Bodenplatte (13) und einer Deckplatte (14) aufweisen, wobei die Länge eines Längsträgers (11) mindestens doppelt So groß ist wie die Breite des Längsträgers;
b. Bereitstellen von Fahrbahnplattenelementen (2),
- wobei ein Fahrbahnplattenelement (2) drei Platten (5) und mindestens einen Querbalken (3) und vorzugsweise zwei Querbalken (3) aufweist;
- wobei die Platten (5) aus bewehrtem Beton oder Spannbeton hergestellt sind;
- wobei der mindestens eine Querbalken (3) aus bewehrtem Beton, Spannbeton oder Baustahl hergestellt wird;
- wobei die Platten (5) im Grundriss mit vier Eckpunkten ausgebildet sind;
- wobei die drei Platten (5) durch den mindestens einen Querbalken (3) verbunden sind;
- wobei der mindestens eine Querbalken (3) im Grundriss unter einem Winkel von 80° bis 90° zu der Längsachse der Brücke (21) angeordnet ist;
- wobei der mindestens eine Querbalken (3) über den Platten (5) angeordnet ist;
- wobei zwei gegenüberliegende Ränder von einer Platte (5) unter einem Winkel von 80° bis 90° zu der Längsachse der Brücke (21) angeordnet sind;
- wobei die zwei übrigen gegenüberliegenden Ränder von jeder Platte (5) unter einem Winkel von 0° bis 10° zu der Längsachse der Brücke (21) angeordnet sind; und
- wobei ein Rand einer ersten Platte (5) und ein Rand einer zweiten Platte (5) sowie ein Rand einer zweiten Platte (5) und einer dritten Platte (5) einen Abstand zueinander aufweisen, der näherungsweise der Breite an der Oberseite eines Längsträgers (11) entspricht, wobei die Ränder unter einem Winkel von 0° bis 10° zu der Längsachse der Brücke (21) angeordnet sind;
c. Installieren der Längsträger (11);
d. Einbauen von mindestens einem Spannglied (36) in mindestens einem Längsträger (11), in dem durch die Wandplatten (12), die Bodenplatte (13) und die Deckplatte (14) gebildeten Hohlraum (17);
e. gegebenenfalls Aufbringen einer Teilvorspannung auf das mindestens eine Spannglied (36);
f. Auflegen der Fahrbahnplattenelemente (2) auf den Längsträgern (11), wobei mit dem Auflegen der Fahrbahnplattenelemente (2) begonnen werden kann, sobald in mindestens einem Feld der Brücke (21) zwei Längsträger (11) installiert worden sind;
g. Verlegen einer Bewehrung, vorzugsweise einer Längsbewehrung und einer Querbewehrung, auf den Fahrbahnplattenelementen (2) und über den Deckplatten (14) der Längsträger (11), wobei mit dem Verlegen der Bewehrung begonnen werden kann, sobald mindestens ein Fahrbahnplattenelement (2) auf den Längsträgern (11) aufgelegt worden ist;
h. gegebenenfalls Aufbringen einer Teilvorspannung auf das mindestens eine Spannglied (36);
i. Aufbringen des Aufbetons (9) auf den Fahrbahnplattenelementen (2) und über den Deckplatten (14) der Längsträger (11) zur Herstellung der Fahrbahnplatte (1);
j. gegebenenfalls Aufbringen der Endvorspannung auf das mindestens eine Spannglied (36), dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Installieren der Längsträger (11) in mindestens einer Pfeilerachse (6) auf den in der mindestens einen Pfeilerachse (6) angeordneten Brückenlagern (29) ein Lagerbalken (4) eingebaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Installieren der Längsträger (11) über mindestens einem Widerlager (19) auf den über dem mindestens einen Widerlager (19) angeordneten Brückenlagern (29) ein Lagerbalken (4) eingebaut wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerbalken (4) als ein Fertigteil (8) hergestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass über einem Lagerbalken (4) ein Querträger (27) oder ein Endquerträger (28) hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerbalken (4) und ein Querträger (27) oder ein Lagerbalken (4) und ein Endquerträger (28) als ein einstückiges Fertigteil (8) hergestellt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerbalken (4) mit einer Höhe von 0,1 m bis 2,0 m und vorzugsweise von 0,2 m bis 1,0 m und mit einer in Längsrichtung der Brücke gemessenen Breite von 0,5 m bis 6,0 m und vorzugsweise von 1,0 m bis 3,0 m hergestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bewehrungsstab (31), der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken (4) befindlichen Pfeilers (22) und innerhalb des Volumens des Lagerbalkens (4) angeordnet ist, mit einem Bewehrungsstab (31), der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken (4) befindlichen Pfeilers (22) und im Endzustand innerhalb des Volumens der Umlenkstelle (40) angeordnet ist, kraftschlüssig verbunden wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bewehrungsstab (31), der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken (4) befindlichen Pfeilers (22) und innerhalb des über dem Lagerbalken (4) befindlichen Teils einer Wandplatte (12) angeordnet ist, mit einem Bewehrungsstab (31), der näherungsweise parallel zur Schwerachse des mindestens einen unter dem Lagerbalken (4) befindlichen Pfeilers (22) und der im Bauzustand außerhalb des Betonvolumens des Lagerbalkens (4) und im Endzustand innerhalb des Betonvolumens des Lagerbalkens (4) angeordnet ist, kraftschlüssig verbunden wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerbalken (4) mit einer in Längsrichtung des Lagerbalkens (4) angeordneten Vorspannung hergestellt wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
14120
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