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Die Erfindung bezieht sich auf ein Gurtsystem für Alpinsportier, insbesondere Snowboarder und Skifahrer.
Derartige Gurtsysteme dienen dazu, die Benutzung von Schleppliften für den Alpinsportler, insbesondere den Snowboarder und Skifahrer, komfortabler zu machen. Im Folgenden soll der an sich bekannte Begriff "Schlepplift" jegliche Art von Lift umfassen, bei dem der Transportierte z. B. mit dem Snowboard oder den Skis, mit dem Boden in Kontakt bleibt.
In diesem Zusammenhang sei auf die deutsche Offenlegungsschrift DE 19914349 A1 verwiesen, die einen Schlepplift für Wintersportler offenbart, bei dem jedoch die Liftanlagen umgerüstet werden müssen, weshalb sich diese Erfindung wohl auch nicht durchgesetzt hat.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Gurtsystem der eingangs genannten Art bereitzustellen, das es dem Alpinsportier insbesondere dem Wintersportier, wie z. B. dem Snowboarder oder dem Skifahrer, ermöglicht, jegliche Art von Schlepplift komfortabel zu benutzen, ohne dass spezielle Anpassungen der Schleppliftanlagen für spezielle Gruppen von Alpinsportlern erforderlich sind.
Diese Aufgabe wird durch ein Gurtsystem der eingangs genannten Art gelöst, bei dem das Gurtsystem im angelegten Zustand den Körper des Alpinsportlers an mindestens einer Stelle mindestens einmal umschlingt und das Gurtsystem einen Schlaufenbereich für die Verbindung mit einem Schlepplift aufweist. Durch die Umschlingung des Körpers des Alpinsportlers ermöglicht das Gurtsystem eine komfortable Beförderung-des Alpinsportlers mit einem Schlepplift.
Vorzugsweise ist der Schlaufenbereich des Gurtsystems eine Schlaufe zum Einhängen in Schlepplifte. Ein derartiges Einhängemittel ermöglicht es dem Alpinsportter auf einfache Weise, mit beliebigen Arten von Schleppliften verbunden zu werden.
Zweckmässigerweise ist das erfindungsgemässe'Gurtsystem so ausgelegt, dasses im angelegten Zustand den Körper des Alpinsportlers einmal umschlingt und bezüglich des
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Körpers verschiebbar ist. Dies ermöglicht eine optimale Anpassung an die unter- schiedlichen Bedürfnisse unterschiedlicher Alpinsportler.
Vorzugsweise umschlingt ein Gurt des angelegten Gurtsystems den Körper des Alpinsportlers einmal an der Hüfte oder am Gesäss. Dies gewährleistet eine gleichmässige Verteilung der vom Schlepplift auf den Körper des Alpinsportlers einwirkenden Zug- kräfte.
Bei einer speziellen Ausführung des erfindungsgemässen Gurtsystems besteht dieses aus mehreren Gurten, die zum jeweiligen Umschlingen verschiedener Körperteile des Alpinsportlers ausgelegt sind. Insbesondere umfasst es einen ersten Gurt, der zum Umschlingen der Hüfte des Alpinsportlers ausgelegt ist, sowie einen zweiten und dritten Gurt, die jeweils zum Umschlingen eines Oberschenkels des Alpinsportlers ausgelegt sind, wobei die mehreren Gurte mit dem Schlaufenbereich zum Einhängen in den Schlepplift verbunden sind. Diese Ausführung ermöglicht eine besonders gleichmässige Verteilung der Zugkräfte auf den Körper des Alpinsportlers sowohl oberhalb als auch unterhalb seines Schwerpunktes.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung des erfindungsgemässen Gurtsystems weist dessen für die Verbindung mit einem Schlepplift dienender Schlaufenbereich ein Schliesssystem auf. Dies ermöglicht einerseits eine Verbindung mit einer grossen Anzahl verschiedenartiger Schlepplifte und andererseits das Lösen der Verbindung ohne umständliche Aushängeprozeduren. Selbst bei einem relativ einfachen T-Schlepplift kann es beim Aussteigen aus dem Lift schwierig sein, den Schlaufenbereich vom Tförmigen Bügel zu entfernen, wenn der Schlaufenbereich unter Spannung steht. Auch bei einem Sturz des durch den Schlepplift transportierten Alpinsportlers während der Liftstrecke ist es äusserst hilfreich, die Verbindung lösen zu können, ohne dass man den Schlaufenbereich von dem T-Bügel umständlich aushängen muss.
Vorzugsweise lässt sich das Schliesssystem auch durch eine mit Fausthandschuhen bekleidete Hand leicht schliessen und öffnen, um die Verbindung mit dem Schlepplift herzustellen bzw. zu lösen. Hierzu ist der Schlaufenbereich zweckmässigerweise eine Schlaufe, die insbesondere aus einem Gurtmaterial besteht und mittels eines Klettverschlusses geschlossen und geöffnet werden kann.
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Vorzugsweise besteht der Klettverschluss aus einem ersten Klettverschlussbereich an einer ersten Stelle des Schlaufenmaterials und einem zweiten Klettverschlussbereich an einer zweiten Stelle des Schlaufenmaterials, wobei z. B. der erste Klettverschluss- bereich ein an der ersten Stelle des Schlaufenmaterials befestigtes Flauschband ist, und wobei der zweite Klettverschlussbereich ein an der zweiten Stelle des Schlaufen- materials, vorzugsweise beidseitig befestigtes Haftband ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Gurtsystems weisen die für die Umschlingung von Körperteilen des Alpinsportlers bestimmten Um- schlingungsbereiche mindestens einen elastisch dehnbaren Abschnitt auf. Dieser elastisch dehnbare Abschnitt ermöglicht unterschiedlich dicken Personen das Tragen eines derartigen Gurtsystems.
Zweckmässigerweise ist der mindestens eine elastisch dehnbare Abschnitt bis zu einer bestimmten maximalen Dehnung elastisch dehnbar, wobei bei einer weiteren Steige- rung der Dehnungskraft praktisch keine weitere Dehnung des Abschnittes mehr erfolgt.
Damit wird gewährleistet, dass, sobald über den Schlaufenbereich eine Zugkraft auf das Gurtsystem und somit den Alpinsportler einwirkt, sich der den Körper des Alpinsportlers umschlingende Gurtbereich bis zu einem " Anschlag" dehnen kann. Auf diese Weise kann sich der Punkt des Umschlingungsbereichs des Gurtes, an dem die Zugkraft des Schleppliftes über den Schlaufenbereich eingeleitet wird, vom Körper des Alpinsportlers entfernen, was letztendlich zu einer geringeren seitlichen Einschnürung des Körpers durch den ihn umschlingenden Gurtbereich und somit zu einem komfortableren -Sitz des Gurtes führt.
Bei einer speziellen Ausführung des erfindungsgemässen-Gurtsystems besteht der mindestens eine elastisch dehnbare Abschnitt aus einem elastischen -Band mit einer ersten Länge, und einem neben dem elastischen Band verlaufenden im Wesentlichen nicht dehnbaren Gurtabschnitt mit einer zweiten Länge, wobei die zweite Länge grösser als die erste Länge ist. Insbesondere sind das elastische Band und der Gurtabschnitt jeweils in eine gleiche Anzahl gleich langer Intervalle entlang ihrer jeweiligen Länge unterteilt, und an den Stellen, an denen sich die jeweiligen Intervallgrenzen des Bandes und des Gurtabschnittes befinden, sind das Band und der Gurtabschnitt aneinander befestigt.
Durch diesen Aufbau ist eine Dehnung des elastisch dehnbaren Abschnitts möglich, wobei der maximale Wert der Dehnung durch die Differenz zwischen der
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grösseren zweiten Länge des nicht dehnbaren Gurtabschnitts und der kürzeren ersten Länge des ungespannten elastischen Bandes gegeben ist. Sobald sich der das erfindungsgemässe Gurtsystem tragende Alpinsportler an den Schlepplift eingehängt hat, wird das Gurtsystem zunächst so lange gedehnt, bis der eine oder die mehreren dehnbaren Abschnitte ihren "Anschlagpunkt" erreicht haben, wonach die volle Zugkraft des Schlepplifts auf den Alpinsportier übertragen wird. Dies ermöglicht neben der Verringerung des seitlichen Einschneidens der Umschlingung am Körper auch ein sanfteres beschleunigtes Anfahren des Alpinsportlers.
Vorzugsweise besteht das Gurtsystem aus einem zug- und reissfesten Material, insbesondere einem Textilmaterial. Selbstverständlich können auch andere Materialien verwendet werden, wie z. B. Gummi, Leder oder Kunstleder.
Gemäss einer speziellen Ausführung des erfindungsgemässen Gurtsystems ist dieses in ein Bekleidungsstück integriert, wie z. B. eine gefütterte Hose mit Knie- und Gesässpolstern.
Das erfindungsgemässe Gurtsystem kann so ausgelegt sein, dass der Zugpunkt des Gurtsystems, an dem die durch den Schlepplift ausgeübte Zugkraft am Körper des Alpinsportlers angreift, entweder im Bauchbereich des Alpinsportlers oder seitlich links oder rechts vom Bauchbereich des Alpinsportlers liegt. Dies ist besonders vorteilhaft für Skifahrer bzw. Snowboarder.
Vorzugsweise ist der Zugpunkt des Gurtsystems, an dem die durch den Schlepplift ausgeübte Zugkraft am Körper des Alpinsportlers angreift, verstellbar, wobei vorzugsweise eine Verstellung innerhalb eines Bereiches möglich ist, der sich von einem Punkt im Bereich des linken Hüftknochens quer über den Bauch zu einem Punkt im Bereich des rechten Hüftknochens des Körpers des Alpinsportlers erstreckt.
Zweckmässigerweise weist das erfindungsgemässe Gurtsystem auch im Umschlingungsbereich einen dritten Klettverschluss auf, der dem zweiten Klettverschlussbereich zugeordnet ist. Dadurch lässt sich der Schlaufenbereich des Gurtsystems an dem den Körper des Alpinsportlers umschlingenden Umschlingungsbereich anlegen und daran fixieren. Dies ist nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen ratsam, wenn sich der Alpin- sportler auf der Piste bei der Abfahrt oder beim Apres-Ski befindet.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung, wobei Fig.1 einen Snowboarder zeigt, der das erfindungsgemässe Gurtsystem in
Verbindung mit einem Schlepplift benützt ;
Fig. 2 das spezielle Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Gurtsystems im nicht angelegten Zustand zeigt;
Fig. 3 eine Einzelheit des in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiels zeigt ; Fig. 4A, B, C, D Schnittansichten durch den Körper eines Wintersportlers zeigen und Fig. 4E eine Seitenansicht eines Wintersportlers ist, der das erfindungsgemässe
Gurtsystem im Gesässbereich trägt und von einem Schlepplift gezogen wird ; wobei Fig. 4A den Zustand des erfindungsgemässen Gurtsystems während der Abfahrt auf der Piste zeigt;
Fig. 4B den Zustand des erfindungsgemässen Gurtsystems vor dem Einhängen in den
Schlepplift zeigt ; Fig. 4C den Zustand des erfindungsgemässen Gurtsystems nach dem Einhängen in den Schlepplift und beim Ziehen eines Skifahrers zeigt; Fig. 4D das erfindungsgemässe Gurtsystem nach dem Einhängen in den Schlepplift und beim Ziehen eines Snowboarders zeigt.
Fig. 1 zeigt einen Snowboarder 9 beim Liften an einem Schlepplift mit T-förmigem Bügel 10. Der Snowboarder 9 ist mittels eines Gurtsystems 1 mit dem T-Bügel 10 des Schlepplifts verbunden. Das Gurtsystem 1 besteht im Wesentlichen aus einem Um-
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schlingungsbereich 1 a, der den Körper vorzugsweise im Bereich des Gesässes oder der Hüfte des Snowboarders umschlingt, sowie einen Schlaufenbereich 1 b, mit dem das Gurtsystem 1 am Schlepplift 10 eingehängt ist. Der Schlaufenbereich 1 b wird durch einen Klettverschluss 3,4 zusammengehalten. Durch Ziehen an eine Reisslasche 5 kann die durch den Klettverschluss 3,4 hergestellte Verbindung gelöst werden, so dass sich der Snowboarder 9 aus dem Schlepplift 10 ohne weiteres auskoppeln kann.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Gurtsystems. Es handelt sich dabei um einen Gurt 1, der einen Umschlingungsbereich 1 a aufweist, der vorzugsweise im Bereich des Gesässes oder der Hüfte um den Körper gelegt wird, sowie einen Schlaufenbereich 1 b, mit dem eine Schlaufe gebildet wird, die zum Einhängen an einem Schlepplift 10 (siehe Fig. 1) dient. Das Gurtmaterial ist an einer Nahtverbindung 2 zusammengenäht, von der sich der geschlossene Umschlingungsbereich 1 a nach links und der offene Schlaufenbereich 1 b nach rechts erstreckt.
Ein erster Klettverschlussbereich 3 in Form eines Flauschbandes befindet sich in unmittelbarer Nähe der Nahtverbindung 2 auf dem Schlaufenbereich 1 d, und ein zweiter Klettverschlussbereich in Form eines beidseitig ausgebildeten Haftbandes 4 befindet sich ebenfalls auf dem Schlaufenbereich 1 b in der Nähe der am Ende des Schlaufenbereichs 1 b angeordneten Reisslasche 5. Ein dritter Klettverschlussbereich 7 in Form eines Flauschbandes ist am Umschlingungsbereich 1 a angeordnet. Kurz hinter der Verzweigung an der Nahtverbindung 2 enthalten die beiden Zweige im Schlaufenbereich 1 a jeweils einen elastisch dehnbaren Abschnitt 6, der in Fig. 2 nur schematisch angedeutet ist.
Fig. 3 zeigt einen derartigen elastischen Abschnitt 6 im Längsschnitt entlang des Gurtmaterials 1 a. Der elastisch dehnbare Abschnitt 6 besteht aus einem elastischen Band 8 und einem im Wesentlichen nicht dehnbaren Gurtabschnitt 11. Das elastische Band 8 und der Gurtabschnitt 11sind jeweils in eine gleiche Anzahl gleich langer Intervalle entlang ihrer jeweiligen Länge unterteilt. An den Stellen 12, an denen sich die jeweiligen Intervallgrenzen des Bandes 8 und des Gurtabschnitts 11befinden, sind das Band 8 und der Gurtabschnitt 11miteinander vernäht. Da der nicht dehnbare Gurtabschnitt 11 länger als das nicht gedehnte Band 8 ist, ist in dem in Fig. 3 gezeigten entspannten Zustand der Gurtabschnitt 11neben dem gestreckten Band 8 gewellt angeordnet.
Wird nun der Umschlingungsbereich 1 a und somit das elastische Band 8 gedehnt, glättet sich der anfangs gewellte Gurtabschnitt 11in zunehmendem Masse, bis er voll-
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ständig gestreckt ist und keine weitere Dehnung des elastischen Bandes 8 mehr erfolgen kann.
Durch die in dem Verzweigungsbereich des Umschlingungsbereichs 1 a in der Nähe der Nahtverbindung 2 angeordneten elastisch dehnbaren Abschnitte 6 kann sich während des Schleppbetriebs am Schlepplift 10 (Fig. 1) der Umschlingungsbereich 1 d in diesem Verzweigungsbereich dehnen, wodurch ein seitliches Einschneiden des Umschlingungsbereichs 1 a im Hüftbereich oder Gesässbereich der transportierten Person verringert werden kann.
Fig. 4A ist eine horizontale Schnittansicht des um einen Körper 9 anliegenden Gurtsystems 1. Da in diesem Zustand keinerlei Zugkräfte auf das Gurtsystem 1 einwirken, liegt sein Umschlingungsbereich 1 a eng am Körper 9 an. Der Schlaufenbereich 1 b ist derart zusammengelegt, dass sein Flauschband 3 mit einer Seite des doppelbandigen Haftbands 4 verbunden ist und das Flauschband 7 des Umschlingungsbereichs 1 a mit der anderen Seite des doppelbandigen Haftbands 4 verbunden ist. Nur die Reisslasche 5 baumelt lose herum. Dieser Zustand des erfindungsgemässen Gurtsystems empfiehlt sich beim Abfahren oder beim Apres-Ski.
Fig. 4B zeigt das erfindungsgemässe Gurtsystem 1 mit geöffnetem Schlaufenbereich 1 b.
Der Umschlingungsbereich 1 a liegt vollständig am Körper 9 an, ist also auch im Bereich der Nahtverbindung 2 nicht vom Körper 9 entfernt. Die beiden elastischen dehnbaren Abschnitte 6 sind nicht gedehnt, weshalb der Gurtabschnitt 11(siehe Fig. 3) gewellt ist.
In diesem Zustand befindet sich das Gurtsystem während der Vorbereitung zum Liften.
Fig. 4C zeigt das erfindungsgemässe Gurtsystem während des Liftens im Falle eines Skifahrers, während Fig. 4D das erfindungsgemässe Gurtsystem während des Liftens im Falle eines Snowboarders zeigt. Der Schlaufenbereich 1b ist durch den Klettverschluss 3,4 geschlossen, und die so gebildete Schlaufe umgibt den Bügel 10 des Schlepplifts.
Im Gegensatz zu den Zuständen des Gurtsystems in Fig. 4A und Fig. 4B befindet sich das Gurtsystem in Fig. 4C und Fig. 4D im gespannten Zustand, das heisst, die elastisch dehnbaren Abschnitte 6 sind gedehnt und der Verzweigungspunkt des Gurtsystems im Bereich der Nahtverbindung 2 befindet sich nicht mehr in unmittelbarer Nähe -des Körpers 9. Durch die vom Schlepplift 10 ausgeübte Zugkraft F (Fig. 4E) werden die elastisch dehnbaren Abschnitte 6 gedehnt, und die Zugkraft F greift im Falle des
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Skifahrers von Fig. 4C an einem Zugpunkt T im mittleren Bauchbereich an, während die
Zugkraft F bei dem Snowboarder von Fig. 4D an einem Zugpunkt T im seitlichen
Bauchbereich angreift. Die Reisslasche 5 kann beim Aussteigen aus dem Schlepplift 10 oder bei einem Sturz ohne weiteres auch mit Fausthandschuhen ergriffen und gezogen werden.
Somit ist stets ein rasches Lösen der Schlaufe vom Bügel 10 des Schlepplifts möglich.
Fig. 4E zeigt eine Seitenansicht des Umschlingungsbereichs 1 a, der im Bereich des
Gesässes der transportierten Person anliegt.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das hier ausführlich beschriebene Aus- führungsbeispiel eines Gurtsystems beschränkt. So können insbesondere auch Drei- punk-Gurtsysteme verwendet werden. die im Hüftbereich sowie in den beiden
Oberschenkelbereichen an der Person angreifen.
Im Folgenden werden nochmals die wesentlichen Aspekte des erfindungsgemässen
Gurtsystems aufgelistet: > Der Gurt umschliesst den Körper des Transportierten.
> Das Einhängen erfolgt mittels einer mit dem Gurt verbundenen Schlaufe, die um das Schleppelement des Lifts gelegt wird. Der Gurt überträgt dabei die Zugkraft von dem Lift auf den Transportierten.
Das Gurtband kann auf verschiedene Art und Weise verbunden sein, wie z. B. durch Vernähen, Verknoten oder mittels Gurtschnallen. Als optimal hinsichtlich Festigkeit und Gewicht ist eindeutig das Vernähen zu nennen, während eine bessere Verstellbarkeit durch Verwendung von Gurtschnallen erreicht werden kann. Auch bei vernähten Gurten kann eine gute Passform durch Anbringen von Gummibändern, die den Gurt im unbelasteten Zustand zusammenziehen, erreicht werden.
Ein sehr wichtiger Aspekt für diesen Gurt ist die Sicherheit. Bei einem Sturz oder anderen Situationen, in denen ein schnelles und sicheres Aushängen aus dem Lift erforderlich wird, kann die Verwendung einer nicht zu öffnenden Schlaufe zu einer erheblichen Gefährdung des Transportierten sowie anderer Beteiligten führen. Durch Verwendung eines Klettverschlusses und einer auch mit Handschuhen, insbesondere auch
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mit Fäustlingen sicher greifbaren Lasche wird das leichte Öffnen der Schlaufe auch in Gefahrensituationen gewährleistet. Ebenso lässt sich dieser Klettverschluss auch beim Einsteigen in den Lift sehr leicht schliessen, was diesen kritischen Teil der Liftfahrt deutlich erleichtert.
Auch das Aussteigen ist deutlich einfacher, da sich der Bügel des Schleppliftes vor dem Transportierten befindet und nicht um den Körper herumgeführt werden muss, was vor allem bei Rucksackträgern z. B. durch Verhaken des Bügels im Rucksack eine Gefährdung bedeuten kann.