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Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug zur grossflächigen Reinigung bzw.
Behandlung der zu einer Fahrbahn weisenden Oberflächen von Bauwerken und
Verbauungen, insbesondere Tunnelwaschfahrzeug, mit einem, zwei oder mehre- ren Reinigungsgeräten die am Fahrzeug mit über Stelltriebe verstellbaren, im Falle von Waschfahrzeugen, insbesondere als Bürstenausleger ausgebildeten Halterun- gen auf ihre vom fahrenden Fahrzeug aus behandelbaren Arbeitsbereiche zur jeweiligen Oberfläche einstellbar sind.
Entsprechende Fahrzeuge werden nicht nur zur Tunnelreinigung, sondern auch bei der Reinigung von Unterführungen und anderen neben einer Fahrbahn angebrachten Gebäude- oder Bauwerkswandungen, Schallschutzwänden usw. eingesetzt.
Zusätzlich oder an Stelle eines Waschvorganges mit rotierenden Bürsten ist auch eine Reinigung oder Vorreinigung mit Hochdruckwaschbalken möglich. Schliesslich gibt es auch weitere entsprechend einsetzbare Geräte, z. B. Höchstdruckgeräte zum Abtragen von Beschichtungen, loser Verputzteile usw. von Wänden. Die jeweiligen Geräte müssen auf die Höhe des jeweiligen Arbeitsbereiches und auf den richtigen Arbeitsabstand von der zu behandelnden Oberfläche eingestellt werden. Zu diesem Zweck werden Stelltriebe für die Höheneinstellung und weitere Stelltriebe für die Einstellung des Arbeitsabstandes von der bzw. der Andrückkraft an die zu behandelnde Oberfläche eingesetzt.
Für beide Aufgaben eignen sich pneumatische oder hydraulische Zylinder-Kolbeneinheiten für die eine vom Fahrerhaus aus betätigbare Handsteuereinrichtung vorgesehen wird, welche die Beaufschlagung der einzelnen Zylinder-Kolbeneinheit steuert. Bei Bürstenauslegern können sowohl Längseinstellungen des Auslegers über entsprechende SteHtriebe
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vorgenommen werden, als auch bei dann gleichbleibender oder veränderbarer
Länge des Auslegers Schwenkantriebe, die den Stellwinkel des Auslegers zum
Fahrzeug einstellen, Verwendung finden.
Dabei ergeben sich in der Praxis verschiedene, bisher nur über die Handsteuerung zu bewältigende Probleme durch vorkommende Abstandsänderungen des Fahr- zeuges von der zu behandelnden Oberfläche und durch die Formgestaltung der
Oberfläche selbst. Normale Abstandsänderungen von glatten Wänden ergeben sich durch Abweichungen der gewählten oder vorhandenen Fahrspur vom Paral- lelverlauf zu der zu behandelnden Wandoberfläche sowie durch Vorsprünge oder
Nischen in der entsprechenden Wandung. Besondere Probleme entstehen, wenn im Bereich der behandelnden Oberflächen Einbauten in Form von Installationen von Tunnels, z. B. Lüftungsgeräten, Beleuchtungseinrichtungen, Verkehrszeichen usw. vorhanden sind, denen grundsätzlich ausgewichen werden muss, um Beschä- digungen zu vermeiden. Die Beachtung aller dieser Kriterien erfordert eine erhöhte
Aufmerksamkeit des Fahrers bzw.
Beifahrers des Fahrzeuges und kann beim
Nachlassen der Aufmerksamkeit oder bei schlechter Sicht zu Beschädigungen der erwähnten Teile führen.
Aufgabe der Erfindung ist es demnach, ein Fahrzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem eine zusätzliche Sicherung gegen das Nichtbeachten von Abstandsänderungen oder von vorspringenden oder gefährdeten Einbauten gewährleistet wird, so dass auch Fahrer bzw. Beifahrer ohne Langzeiterfahrung in die Lage kommen auch schwierigere Reinigungsausgaben unter Einsatz des Fahrzeuges zu lösen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass wenigstens ein berührungslos arbeitender Distanzmesser, zum Beispiel ein Ultraschall-Distanzmesser zur Erfassung des momentanen Fahrzeugabstandes von der Oberfläche, Lagefühler für die momentane Einstellung der Reinigungsgeräte und eine zentrale, mit Eingängen für die Signale des Distanzmessers und der Lagefühler versehene elektronische Steuereinheit vorgesehen sind, welch letztere nach einer Solleinstellung des oder der Arbeitsgeräte bei während der Fahrt über den bzw. die Distanzmesser erfassten
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Abstandsänderungen des Fahrzeuges vom jeweiligen Oberflächenbereich die
Beaufschlagung der Stelltriebe im Sinne einer Nachstellung des oder der Reini- gungsgeräte auf die Solleinstellung zur Oberfläche ansteuert.
Die Solleinstellung des oder der Reinigungsgeräte wird bevorzugt durch Handein- stellung vorgenommen, da bei verschiedenen Bauwerken oder Wandungsteilen
Abstand und Arbeitshöhe sowie allfällige Neigungseinstellungen verschieden sein können. Diese Grundeinstellung wird in der Steuereinheit aufgrund der erhaltenen
Signale als Sollwerteinstellung gespeichert. Bei auftretenden Abstandsänderungen erfolgt eine entsprechende Nachstellung durch Ansteuerung der Stelltriebe. Da es dabei nicht nur um den Ausgleich des Abstandes vom Fahrzeug, sondern auch vielfach um andere Kriterien geht, kann man diese anderen, z.
B. durch Wölbung der Wand, geändertes Arbeitsverhalten der Arbeitsgeräte bei einfachem Ausgleich der Abstandsänderungen usw. bedingten Kriterien dadurch ausgleichen, dass ein
Steueralgorithmus in der Steuereinheit Verwendung findet, der eine entsprechende
Abstimmung der Steuersignale für die Stelltriebe vornimmt. Die Lagefühler können die jeweilige Momentaneinstellung erfassen und bei den erwähnten Abstandsände- rungen das Erreichen der Sollwerte zum Ausgleich der Abstandsänderung anzei- gen.
In der Praxis kann man die zentrale Steuereinheit in die Fahrzeugelektronik inte- grieren. Man wird aber zusätzlich zur Handsteuerung eigene Bedienungselemente für jedes Reinigungsgerät vorsehen, wobei die Bedienungselemente, z. B. einen Ein- und Ausschalter für die Automatik, einen Aktivierungsschalter zur Übernahme der Werte zur Solleinstellung und zur Inbetriebsetzung der Automatiksteuerung und schliesslich einen Memoryschalter umfassen können, der bei der Arbeit im gleichen Bereich nach einer Abstellung die bei der Solleinstellung aufgenommenen Werte zur Neuaktivierung der Steuerfunktion abruft.
Für viele andere Fälle wird eine Ausführung bevorzugt, nach der in der zentralen Steuereinheit ein zulässiger Abstandsbereich des Fahrzeuges von der zu behan- delnden Oberfläche vorgebbar ist, bei dessen Über- oder Unterschreitung die Steu- ereinheit wahlweise einstellbar ihre Steuerfunktion unterbricht, die Beaufschlagung
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der Stelltriebe auf Rückstellung der Reinigungsgeräte zum Fahrzeug steuert und bzw. oder ein Warnsignal auslöst.
Diese Ausführung ermöglicht es unter anderem, Arbeitseinstellungen, bei denen das oder eines der Reinigungsgeräte aufgrund der gemessenen Distanz zu nahe oder in einer für den Betrieb ungünstigen Stellung zum Fahrzeug gelangen würde, zu ver- meiden. Man kann hier unabhängig von der in der Praxis übernommenen Sollwert- einstellung eine Grenzstellung gegenüber dem Fahrzeug eindeutig vorgeben, von der aus der zulässige Abstandsbereich definiert ist, in dem dann die punktweise vorge- nommene Einstellung für den Sollwert liegen wird. Diese Möglichkeit ist besonders wichtig, wenn Vorsprünge, Verkehrszeichen, Lampen auszuweichen ist, wobei der
Fahrer durch ein Warnsignal veranlasst wird, auch bei zurückgezogenen Bearbei- tungsgeräten die zu befahrende Stelle möglichst genau zu beobachten.
Schliesslich ist nach einer Weiterbildung vorgesehen, dass der oder die Distanzmesser am Fahrzeug mit Längsabstand vom Arbeits- und Sprühnebel- bzw. Staubentwick- lungsbereich des oder der Reinigungsgeräte angebracht sind. Dadurch wird erreicht, dass die Distanzmessung von sonst in die Messstrecke gelangendem Sprühnebel und
Staub sowie bei Ultraschalldistanzmessungen auch vom erzeugten Betriebslärm der
Reinigungsgeräte weitgehende unbeeinflusst bleibt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist ein erfindungsgemässes Tunnelwaschfahrzeug beispielsweise in Draufsicht schematisch dargestellt, wobei für zwei vorgesehene Bürstenausleger nur die für die Seitenschwenkverstellung vorgesehenen Stelltriebe nicht aber die der Höheneinstellung dienenden Stelltriebe veranschaulicht wurden.
Das dargestellte Tunnelwaschfahrzeug 1 besitzt einen am Fahrgestell abgestützten Tank 2 für die Waschflüssigkeit und ein Führerhaus 3 in dem eine Steuereinrichtung für zwei Bürstenausleger 4, 5 angebracht ist. Die Bürstenausleger 4, 5 besitzen einen der Länge nach über einen nicht dargestellten Stelltrieb verstellbaren Hauptträger,
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der an seinem Ende die rotierend antreibbaren und einstellbaren Waschbürsten 6, 7 trägt und mit seinem anderen Ende über weitere ebenfalls nicht dargestellte Stelltrie- be um eine nicht dargestellte Querachse auf- und niederschwenkbar ist. Jeder Aus- leger 4,5 ist überdies um eine Vertikalachse 8 bzw. 9 nach der Seite hin verschwenkbar.
Für diese Verschwenkung dienen Zylinder-Kolbeneinheiten 10,11, wobei der Kolben 12 der Zylinder-Kolbeneinheit 10 unmittelbar am Ausleger 4 an- greift, wogegen die zweite Zylinder-Kolbeneinheit über einen Hebel 13 mit dem Aus- leger 5 verbunden ist.
Erfindungsgemäss ist für jeden der erwähnten Stelltriebe ein nur bei den Zylinder-
Kolbeneinheiten 10,11 dargestellter Stellungsfühler 14 bzw. 15 vorgesehen, der z. B. als Potentiometer ausgebildet sein kann und der Momentanstellung des Stelltriebes entsprechende Signale erzeugt bzw. abgibt, durch welche die genaue Bürstenlage zu einer zu behandelnden Seitenoberfläche 16 genau bestimmt ist. Am Fahrerhaus 3 und also mit hinreichendem Abstand vom Arbeitsbereich der Bürsten 6, 7 ist ein gegen die Seitenoberfläche 16 gerichteter Distanzmesser 17 vorhanden, der z. B. ein
Ultraschall-Distanzmesser sein kann und einer nicht dargestellten zentralen Steuer- einheit entsprechende Signale zuführt. Wie schon weiter oben ausführlich beschrie- ben wurde, werden die Bürsten 6, 7 auf einen Arbeitsbereich an der Oberfläche eingestellt.
Die erhaltenen Signale der Stellungsfühler 14,15 und der weiteren er- wähnten Stellungsfühler werden ebenso wie die Distanzsignale als Sollwert gespei- chert, der innerhalb eines an der zentralen Steuereinheit vorgegebenen Toleranzbe- reiches liegt. Über die weiter oben schon erwähnten Schalter erfolgt die Übernahme der Speicherwerte und der Aktivierung der zentralen Steuereinheit, die in der eben- falls oben beschriebenen Weise bei festgestellten Abstandsänderungen innerhalb des Toleranzbereiches eine Nacheinstellung der Bürsten 6,7 über die Stelltriebe steuert und bei Abweichungen über den Toleranzbereich hinaus Warnsignale erzeugt bzw. bei sonst beim Betrieb zu nahe zum Fahrzeug gelangenden Bürsten 6, 7 deren Antrieb abschaltet und das Anlegen der Bürsten an das Fahrzeug 1 befiehlt.
Im letzteren Fall können auch andere Arbeitsbedingungen bzw. Betätigungskommandos ausgelöst werden. Für die eingangs erwähnten Reinigungsgeräte werden für die entsprechenden Halterungen und deren Stelltriebe angepasste Steuerfunktionen gewählt.