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Die Erfindung betrifft eine Ausziehvorrichtung für ausziehbare Möbelteile, insbesondere Schub- laden, welche auf beiden Seiten des ausziehbaren Möbelteils eine am Möbelkorpus festlegbare
Korpusschiene mit einem oberen und einem unteren Laufsteg und einem diese verbindenden
Seitensteg, eine am ausziehbaren Möbelteil festlegbare Ausziehschiene mit einem oberen und einem unteren Laufsteg und einem diese verbindenden Seitensteg und eine Mittelschiene mit einem in den Bereich zwischen die Laufstege der Ausziehschiene ragenden oberen Laufsteg und einem von diesem sich nach unten erstreckenden Seitensteg aufweist,
wobei zur Verschie- bung der Mittelschiene gegenüber der Korpusschiene und der Ausziehschiene gegenüber der
Mittelschiene Laufrollen vorgesehen sind und die zwischen dem oberen Laufsteg der Mittel- schiene und den Laufstegen der Ausziehschiene laufenden Laufrollen von mindestens einem
Laufwagen gehalten und voneinander distanziert sind und im Bereich des hinteren Endes der
Mittelschiene an ihrem Seitensteg eine Laufrolle drehbar gelagert ist, die mit den Laufstegen der Korpusschiene zusammenwirkt, und in einem mittleren Bereich der Längserstreckung der
Mittelschiene an der Mittelschiene eine Mitnehmerrolle drehbar gelagert ist, die an der Untersei- te des unteren Laufstegs der Ausziehschiene und an der Oberseite des oberen Laufstegs der
Korpusschiene abrollt.
Um für ein ausziehbares Möbelteil, beispielsweise eine Schublade, zumindest einen Vollauszug aus dem Möbelkorpus zu erreichen, sind Teleskopauszüge unterschiedlicher Bauart bekannt geworden, bei denen die einzelnen Schienen teleskopartig auseinanderziehbar sind. Zur Last- übertragung zwischen den Schienen sind hierbei Wälzkörper in Form von Kugeln oder Rollen vorgesehen, wobei bei den Rollen-Auszügen einerseits Auszüge bekannt sind, bei denen die Rollen an Achsen der Schienen drehbar gelagert sind, andererseits solche Auszüge, bei denen zwischen den Schienen Laufwagen angeordnet sind, welche die Rollen lagern und beabstan- den.
Obwohl der weitaus überwiegende Teil der Ausziehvorrichtungen entweder nur achsgela- gerte oder nur in Laufwagen gelagerte Rollen aufweist, sind auch schon einige Mischbauformen bekannt geworden, bei welchen zwischen zwei der Schienen achsgelagerte Laufrollen die Last übertragen und zwischen den anderen beiden Schienen in Laufwagen gelagerte Rollen vorge- sehen sind.
Bei herkömmlichen Teleskopauszügen besteht der Nachteil, dass die am ausziehbaren Möbel- teil angebrachte Auszugschiene und die Mittelschiene nacheinander ausgezogen werden, wo- bei während der Auszugbewegung die Ausziehschiene an ihren Endanschlag stösst. Es wurden daher bereits Auszüge entwickelt, bei denen zusätzliche Massnahmen vorgesehen sind, um ein gleichzeitiges bzw. synchronisiertes Ausfahren der Schienen bei der Auszugbewegung zu er-
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reichen. Beim Auszug der DE 92 19 064 U1 ist hierzu beispielsweise ein um Umlenkrollen ge- führtes Zugmittel vorgesehen, durch welches die Bewegung der zwischen den einzelnen Schie- nen angeordneten Laufwagen synchronisiert wird. Weiters ist es bekannt, an der Mittelschiene eine Mitnehmerrolle drehbar zu lagern, die zwischen Laufstegen der Korpusschiene und der
Ausziehschiene abrollt.
Solche synchronisierte Teleskopauszüge sind beispielsweise aus der
AT 392 883 B und der EP 1190 646 A1 bekannt. Bei diesen handelt es sich um Auszüge der "hängenden" Bauart, bei welcher die zur Verschiebung der Auszugschiene gegenüber der Mit- telschiene dienenden Laufrollen unterhalb der zur Verschiebung der Mittelschiene gegenüber der Korpusschiene dienenden Laufrollen angeordnet sind. Die umgekehrte Anordnung der Lauf- rollen wird in der Folge als "stehende" Bauart bezeichnet.
Ein synchronisierter Teleskopauszug der stehenden Bauart, der eine an der Mittelschiene dreh- bar gelagerte Mitnehmerrolle aufweist, ist aus der AT 372 830 bekannt. Alle Laufrollen dieses
Auszugs sind drehbar an Achsen gelagert, die an den Schienen befestigt sind, wobei sowohl am unteren wie auch am oberen Steg der Mittelschiene je zwei mit Abstand voneinander ange- ordnete Laufrollen drehbar gelagert sind und bezogen auf die Ausziehrichtung das oben liegen- de Rollenpaar im vorderen Abschnitt, das unten liegende Rollenpaar hingegen im rückseitigen
Abschnitt der entsprechenden Vertikalstege der Mittelschiene liegen.
Je nach Lage der Last im
Schubkasten kann die Rollenanordnung der AT 372 830?dazu führen, dass die eingeschobenen
Schienen etwas gegeneinander kippen, was die Leichgängigkeit der Führung beim nachfolgen- den Ausziehen beeinträchtigen kann und zu einem aufgrund der dadurch schräg gestellten
Frontblende des Schubkastens unbefriedigenden ästhetischen Anblick führt.
Weitere Teleskopauszüge der stehenden Bauart mit achsgelagerten Laufrollen gehen aus der AT 349 170 B und der DE 24 37 910 Al hervor, wobei bei diesen Ausziehvorrichtungen kein synchronisierter Lauf der Schienen erfolgt. Ein Synchron-Teleskopauszug der stehenden Bau- art, bei dem zwischen allen Schienen in Laufwagen gelagerte Rollen vorgesehen sind, ist wei- ters aus der bereits genannten DE 92 19 064 U1 bekannt.
Aus der EP 0 761 133 A1 ist ein synchronisierter Teleskopauszug der eingangs genannten Art bekannt, bei dem zwischen der Ausziehschiene und der Mittelschiene in Laufwagen gelagerte Wälzkörper angeordnet sind und zur Lastübertragung zwischen der Mittelschiene und der Kor- pusschiene weiters ein an der Mittelschiene in einem rückseitigen Bereich derselben drehbar gelagerte Laufrolle vorgesehen ist. Zur Lastübertragung von der das ausziehbare Möbelteil tra- genden Ausziehschiene auf die Korpusschiene dient weiters die an der Mittelschiene drehbar gelagerte Mitnehmerrolle, welche an der Mittelschiene mittels einer Achse oder achslos gela- gert sein kann. Die Ausziehschiene ist in einer nach unten hin offenen Seitenwandzarge der Schublade befestigt.
Zur Seitenführung der Mittelschiene ist beim vorderen Ende der Korpus- schiene mindestens ein vorzugsweise aus Kunststoff gefertigter Gleiter angeordnet. Zur Befes- tigung der Korpusschiene am Möbelkorpus ist der untere Laufsteg der Korpusschiene verlän-
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gert und an seinem vom Seitensteg abgelegenen Ende mit einem vertikal nach oben sich erstreckenden Befestigungssteg versehen. Dieser Befestigungssteg erstreckt sich über die Hö- he der Mittelschiene und weist in seinem oberhalb der Mittelschiene liegenden Bereich in
Längsrichtung der Korpusschiene voneinander beabstandete Bohrungen auf, durch die die
Ausziehvorrichtung am Möbelkorpus anschraubbar ist. Zur Befestigung der Ausziehvorrichtung am Möbelkorpus wird bei abgenommener Schublade im ausgezogenen Zustand der Auszieh- vorrichtung der Befestigungssteg an den Möbelkorpus angeschraubt.
In der Folge werden die
Seitenwandzargen auf die Ausziehschienen aufgesetzt und an diesen befestigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Ausziehvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die einen relativ geringen Materialaufwand für die Schienen aufweist, eine hohe
Laufkultur besitzt und einfach und kostengünstig herstellbar ist. Erfindungsgemäss gelingt dies durch eine Ausziehvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass im oberen Laufsteg der Korpusschiene im Bereich des vorderen Endes der Korpusschiene eine bis rückseitig der vorderen Laufrolle der Korpusschiene sich erstreckende Aussparung zum Einführen der hinte- ren Laufrolle der Mittelschiene in den Bereich zwischen die beiden Laufstege der Korpusschie- ne ausgebildet ist. Vorteilhafterweise sind dabei im an den Möbelkorpus befestigten Zustand der beiden Korpusschienen und im an den ausziehbaren Möbelteil befestigten Zustand der bei- den Ausziehschienen sowie im miteinander verbundenen Zustand der Mittelschienen und der Ausziehschienen die Mittelschienen in die Korpusschienen einsetzbar bzw. aus diesen heraus- nehmbar. Es ergibt sich auf diese Weise eine sehr vorteilhafte Montagemöglichkeit des Aus- zugs.
Zunächst kann die Ausziehschiene im miteinander verbundenen Zustand der Schienen am ausziehbaren Möbelteil, beispielsweise der Schublade befestigt werden. In diesem Zustand kann auch der ausziehbare Möbelteil mit der daran befestigten Ausziehvorrichtung transportiert werden. Zur Montage im Möbelkorpus werden dann die Korpusschienen aus den Mittelschienen ausgehängt und die Korpusschienen können am Möbelkorpus angeschraubt werden, ohne dass es hierbei zu einer Behinderung durch die Mittelschienen kommt. In der Folge werden die Mittelschienen wiederum in die am Möbelkorpus befestigten Korpusschienen eingesetzt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand des in der beilie- genden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausziehschiene; Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der zugehörigen Mittelschiene, wobei der Laufwagen mit den zwischen der Ausziehschiene und der Mittelschiene angeordneten Rollen auf den oberen Laufsteg aufgeschoben ist (entsprechend einer mittleren Ausziehposition der Ausziehschiene gegenüber der Mittelschiene);
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Fig. 3 die Mittelschiene mit dem Laufwagen aus einer im Vergleich zu Fig. 2 anderen Blickrich- tung, die die andere Seite der Schiene zeigt (mit dem Laufwagen in seiner hinteren End- stellung);
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der zugehörigen Korpusschiene mit daran festgelegten
Verbindungsteilen (aus einer Blickrichtung auf die gleichgerichtete Seite wie bei der Fig.
3, aber von schräg oben);
Fig. 5 eine perspektivisch Darstellung der zusammengesetzten Ausziehvorrichtung im zusam- mengefahrenen Zustand;
Fig. 6 eine Ansicht entsprechend Fig. 5 im vollständig ausgezogenen Zustand der Ausziehvor- richtung;
Fig. 7 die zusammengesetzte Ausziehvorrichtung in einer stimseitigen Ansicht von vorne (Blickrichtung A von Fig. 5);
Fig. 8 einen Querschnitt entlang der Linie B-B von Fig. 5;
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung, die das Einfädeln der Mittelschiene in die Korpus- schiene darstellt und
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung des Laufwagens.
In den Fig. 5 bis 9 ist eine Blende bzw. Seitenwandzarge der Schublade auf die Ausziehschiene aufgesetzt. Die Fig. weisen unterschiedliche Massstäbe auf.
Bei dem in den Fig. darstellten Ausführungsbeispiel sind nur die von vorne gesehen auf der linken Seite des ausziehbaren Möbelteils angeordneten Schienen dargestellt, wobei die auf der anderen Seite des ausziehbaren Möbelteils anzuordnenden Schienen spiegelsymmetrisch aus- gebildet sind.
Die an einem Möbelkorpus 9, von dem in Fig. 8 ein Abschnitt schematisch dargestellt ist, anzu- bringende Korpusschiene 20 weist einen C-förmigen Querschnitt auf und umfasst einen oberen und einen unteren Laufsteg 24,25 sowie einen diese Laufstege verbindenden vertikalen Sei- tensteg 23. Die Laufstege 24, 25 sind jeweils gestuft ausgebildet und weisen je zwei horizontale in der Höhe versetzte Abschnitte auf. Der untere Laufsteg 25 besitzt weiters an seinem vom Seitensteg abgewandten Ende eine nach oben gerichtete Abkantung 26. Die Montage am Mö- belkorpus 9, beispielsweise einer Schrankwand, erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel unter Zwischenschaltung von mehreren in Längsrichtung der Korpusschiene 20 voneinander beabstandeten und am Seitensteg 23 festgelegten Verbindungsteilen 10.
Im Seitensteg sind diesen durchsetzende Bohrungen 27 ausgebildet, die mit Bohrungen in den Verbindungsteilen 10 fluchten. Durch diese Bohrungen wird die Korpusschiene 20 am Möbelkorpus 9 ange- schraubt. Im Bereich des im Bezug auf die Ausziehrichtung vorderen Endes 21 der Korpus- schiene 20 ist am Seitensteg 23 auf der Seite der Laufstege 24,25 eine Laufrolle 1 drehbar gelagert, und zwar auf einer am Seitensteg 23 befestigten Achse. Im Bereich des hinteren En- des 22 der Korpusschiene 20 ist auf der gleichen Seite des Seitensteges 23 ein Anschlag 28 angeordnet.
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Die Ausziehschiene 40, deren im Bezug auf die Ausziehrichtung vorderes Ende mit dem Be- zugszeichen 41 und deren hinteres Ende mit dem Bezugszeichen 42 bezeichnet sind, besitzt obere und untere Laufstege 44, 45, wobei der obere Laufsteg breiter, im gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel etwa doppelt so breit, wie der untere Laufsteg 45 ist. Die beiden Laufstege sind durch einen vertikalen Seitensteg 43 miteinander verbunden. Vom vom Seitensteg 23 abge- wandten Ende des oberen Laufstegs 44 geht ein nach unten gerichteter Vertikalsteg 46 aus. Mit
Ausnahme der Öffnung zwischen dem Ende des unteren Laufstegs 45 und dem Vertikalsteg 46 ist die Ausziehschiene somit im Querschnitt rechteckig, im gezeigten Ausführungsbeispiel an- nähernd quadratisch ausgebildet. In den Fig. 5 bis 9 ist eine die Ausziehschiene 40 überde- ckende Blende 17 bzw.
Seitenwandzarge einer Schublade dargestellt, über welche die Aus- ziehschiene 40 mit dem ausziehbaren Möbelteil 16 (vgl. Fig. 8) verbunden ist. Die Blende 17, die als Teil der Ausziehvorrichtung oder als Teil des ausziehbaren Möbelteils angesehen wer- den kann, ist nach unten offen ausgebildet und weist beidseitig der Ausziehschiene 40 verlau- fende Vertikalstege auf, die über einen Brückensteg miteinander verbunden sind. Der äussere
Vertikalsteg erstreckt sich hierbei bis unterhalb des Seitenstegs 43 und verdeckt dadurch auch die Mittelschiene zumindest teilweise. Der innere Seitensteg erstreckt sich bis zum unteren En- de der Ausziehvorrichtung und weist einen seitlich abstehenden Auflagesteg zur Auflage des ausziehbaren Möbelteils 16 auf.
Die zwischen der Korpusschiene 20 und der Ausziehschiene 40 liegende Mittelschiene 30 be- sitzt einen oberen Laufsteg 34 und einen unteren Laufsteg 35. Der obere Laufsteg 34 erstreckt sich in den zwischen den beiden Laufstegen 44, 45 der Ausziehschiene 40 liegenden Bereich.
Auf der vom Seitensteg 43 der Ausziehschiene 40 abgewandten Seite des oberen Laufstegs 34 geht von diesem ein nach unten sich erstreckender Seitensteg 33 aus. Der Seitensteg 33 ist mit einer Abstufung versehen, sodass er einen etwas näher beim Möbelkorpus 9 liegenden oberen Abschnitt und einen etwas näher beim ausziehbaren Möbelteil 16 liegenden unteren Abschnitt aufweist. Am unteren Ende des Seitensteges 43 schliesst an diesen über eine Umbiegung ein nach oben sich erstreckender Verbindungssteg 36 an, von dessen oberem Ende der untere Laufsteg 35 ausgeht. An seinem vom Verbindungssteg abgelegenen Ende ist der untere Lauf-
35 steg'mit einer nach unten gerichteten Abkantung 37 versehen.
Im Bereich des bezogen auf die Ausziehrichtung hinteren Endes 32 der Mittelschiene 30 ist am Seitensteg 33 eine über das untere Ende des Seitenstegs 33 nach unten vorstehende Laufrolle 2 drehbar am Seitensteg 33 gelagert, und zwar über eine am Seitensteg 33 angebrachte Ach- se. Die Laufrolle 2 ist auf der der Korpusschiene 20 bzw. dem Möbelkorpus 9 zugewandten Seite des Seitenstegs 33 angeordnet. In einem mittleren Bereich der Längserstreckung der Mit- telschiene 30 ist an ihrem Seitensteg 33 auf der gleichen Seite wie die Laufrolle 2 eine Mitneh- merrolle 3 drehbar gelagert.
Die Mitnehmerrolle 3 besteht zumindest in einem an ihren äusseren Umfang anschliessenden Bereich aus einem weichelastischen Material 4 (fig.8), wobei dieses
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weichelastische Material hier von einem auf einer Nabe 18 aus einem unelastischen Kunststoff angeordneten Laufkranz gebildet wird. Die Mitnehmerrolle 3 ist im gezeigten Ausführungsbei- spiel mit Spiel auf einer am Seitensteg 33 befestigten Achse 38 gelagert. Prinzipiell denkbar und möglich wäre auch eine achsiose Lagerung am Seitensteg 33.
Der untere Laufsteg 35 der Mittelschiene 30 ragt in den zwischen den beiden Laufstegen 24,25
20 der Korpussichiene liegenden Bereich. Am unteren Laufsteg 35 ist weiters ein Anschlag 39 zur
Begrenzung der Ausziehbewegung der Mittelschiene 30 aus der Korpusschiene 20 vorgesehen.
Durch Anheben der Mittelschiene 30 kann der Anschlag 39 über die an der Korpusschiene 20 angebrachte Laufrolle gehoben werden.
Die Lastübertragung zwischen der Mittelschieneund der Korpusschiene erfolgt über die Laufrol- len 1, 2. Die Laufrolle 1 der Korpusschiene rollt in der nach unten gerichteten Laufbahn 11an der Unterseite des unteren Laufsteges 35 der Mittelschiene 30 ab, wobei die Laufbahn 11seit- lich vom Verbindungssteg 36 und von der Abkantung 37 begrenzt wird, wodurch eine Seitenfüh- rung der Laufrolle 1 bewirkt wird. Die hintere Laufrolle 2 der Mittelschiene 30 liegt im eingefah- renen Zustand und über einen daran anschliessenden Teil der Ausziehstrecke an der nach oben gerichteten Laufbahn 12 an der Oberseite des unteren Laufstegs 25 der Korpusschiene 20 an.
Die Laufbahn 12 ist seitlich einerseits durch die Abkantung 26, andererseits durch die Abstu- fung 29 im unteren Laufsteg begrenzt, wodurch eine rinnenförmige Vertiefung im unteren Lauf- steg 25 gebildet wird, in der die Laufbahn 12 angeordnet ist, sodass eine Seitenführung der
Laufrolle 2 bewirkt wird. Im Lauf der Ausziehbewegung findet ein Lastwechsel statt, worauf die
Laufrolle 2 an der nach unten gerichteten Laufbahn 12' an der Unterseite des oberen Laufstegs
24 der Korpusschiene anliegt. Da das Spiel der Laufrolle 2 zwischen den beiden Laufstegen 24,
25 nur gering ist, erfolgt eine Seitenführung der Laufrolle 2 nach wie vor durch die Abkantung
26 und die Abstufung 29 im unteren Laufsteg 25. Weiters weist der obere Laufsteg 24 ebenfalls eine Abstufung 29' auf, wodurch zumindest einseitig eine Seitenführung der Laufrolle 2 bewirkt wird.
Zur Lastübertragung zwischen der Ausziehschiene 40 und der Mittelschiene 30 sind Laufrollen 5, 6 vorgesehen, die zwischen dem oberen Laufsteg 44 der Ausziehschiene und dem oberen Laufsteg 34 der Mittelschinene sowie zwischen dem unteren Laufsteg 45 der Ausziehschiene 40 und dem oberen Laufsteg 34 der Mittelschiene'abrollen. Diese Laufrollen 5,6 sind in einem Laufwagen 13 in entsprechenden Ausnehmungen des Laufwagens schwimmend gelagert und von einander beabstandet.
Weiters sind im Laufwagen 13 in entsprechenden Ausnehmungen in vertikalen Seitenwänden Führungsrollen 7,8 schwimmend gelagert, die einerseits zwischen dem Seitensteg 33 der Mittelschiene 30 und dem Seitensteg 43 der Ausziehschiene 40 und andererseits zwischen dem Seitensteg 33 der Mittelschiene 30 und dem Vertikalsteg 46 der Ausziehschiene 30 abrollen und die Ausziehschiene seitlich gegenüber der Mittelschiene 30 führen.
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Die Mitnehmerrolle 3 läuft einerseits an der Unterseite des unteren Laufsteges der Auszieh- schiene 40, andererseits an der Oberseite des oberen Laufstegs 24 der Korpusschiene 20 ab und stellt den Synchronlauf der Schienen 20,30, 40 beim Auszieh- bzw. Einschubvorgang si- cher.
An der Mittelschiene 30 sind weiters Anschläge 50, 51 angebracht, die die Verschiebung des Laufwagens 13 begrenzen.
Zur Begrenzung der Einschubbewegung der Ausziehschiene 40 ist an dieser ein an den Lauf- wagen 13 anschlagender Anschlag 47 vorgesehen. Im Bereich des hinteren Endes 42 der Aus- ziehschiene 40 ist ein weiterer, in den Fig. nicht sichtbarer Anschlag zur Begrenzung der Aus- ziehbewegung der Ausziehschiene vorgesehen, der im vollständige ausgefahrenen Zustand am hinteren Ende des Laufwagens 13 anschlägt.
Die Laufstege 24,25 der Korpusschiene 20 erstrecken sich ausgehend vom Seitensteg 23 in Richtung zum an der Ausziehschiene festlegbaren ausziehbaren Möbelteil 16, d. h. die Laufste- ge 25 befinden sich somit auf der vom Möbelkorpus 9 abgelegenen Seite des Seitenstegs 23 der Korpusschiene 20. Die Laufstege 44, 45 der Ausziehschiene 40 erstrecken sich ausgehend vom die Laufstege verbindenden Seitensteg 43 ebenfalls in Richtung zum an der Ausziehschie- ne festlegbaren ausziehbaren Möbelteil 16, d. h. die Laufstege 44,45 befinden sich auf der vom Möbelkorpus 9 abgelegenen Seite des Seitenstegs 43 der Ausziehschiene 40.
Die Ausziehschiene 40 und die Mittelschiene 30 können vorteilhafterweise bereits werkseitig miteinander verbunden sein, während die Mittelschiene 30 in die Korpusschiene 20 einsetzbar bzw. aus dieser herausnehmbar ist. Hierbei ist im oberen Laufsteg 24 der Korpusschiene im Bereich des vorderen Endes 21 der Korpusschiene eine Aussparung 52 vorgesehen, die sich bis rückseitig der Laufrolle 1 der Korpusschiene 20 erstreckt. Der Abstand zwischen dem Ende der Aussparung 42 und der Laufrolle 1 ist hierbei grösser als der Durchmesser der LaufroHe 2.
Auf diese kann die Laufrolle 2 der Mittelschiene 30 in den Bereich zwischen die beiden Laufste- ge 24, 25 der Korpusschiene 20 eingefädelt werden, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist. Durch An- heben der Mittelschiene 30 kann der Anschlag 39 weiters über die Laufrolle 1 übergeführt wer- den.
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Legende zu den Hinweisziffern:
1 Laufrolle 26 Abkantung
2 Laufrolle 27 Bohrung
3 Mitnehmerrolle 28 Anschlag 4 weichelastisches Material 29, 29' Abstufung 5 Laufrolle 30 Mittelschiene 6 Laufrolle 31 vorderes Ende 7 Führungsrolle 32 hinteres Ende 8 Führungsrolle 33 Seitensteg 9 Möbelkorpus 34 oberer Laufsteg 10 Verbindungsteil 35 unterer Laufsteg 11 Laufbahn 36 Verbindungssteg 12,12' Laufbahn 37 Abkantung 13 Laufwagen 38 Achse 16 ausziehbares Möbelteil 39 Anschlag 17 Blende 40 Ausziehschiene 18 Nabe 41 vorderes Ende 20 Korpusschiene 42 hinteres Ende 21 vorderes Ende 43 Seitensteg 22 hinteres Ende 44 oberer Laufsteg 23 Seitensteg 45 unterer Laufsteg 24 oberer Laufsteg 46 Vertikalsteg 25 unterer Laufsteg 47 Anschlag
50 Anschlag
51 Anschlag
52 Aussparung