AT70851B - Verfahren zum Reinigen von gebrauchten Wollenwaren in konfektioniertem Zustande. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von gebrauchten Wollenwaren in konfektioniertem Zustande.

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AT70851B
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woolen
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Karl Wagner
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  Verfahren zum Reinigen von gebrauchten Wollenwaren in konfektioniertem Zustande. 



   Kleidungsstücke, Decken und dgl. aus Wolle oder Halbwolle, die durch den Gebrauch schmutzig geworden sind, können bekanntlich nicht mit Wasser und Seife gewaschen werden, da die Seife ein Filzen, Krumpfen und Eingehen der Wolle bewirkt. Die Reinigung derartiger Waren wird gewöhnlich dadurch vorgenommen, dass man sie in warmes Benzin einlegt. Dieses Verfahren liefert wenig befriedigende Ergebnisse, denn das Benzin löst nur die fettigen Verunreinigungen, ohne sie ganz wegzuschaffen, während die sonstigen Verunreinigungen, da eine mechanische Einwirkung vollkommen fehlt, überhaupt un-   beeinflusst     bleiben. Ausserdem   muss man wegen der Flüchtigkeit des Benzins geschlossene Gefässe verwenden und ist wegen der Brennbarkeit und Explosibilität dieser Flüssigkeit bzw. des Gemenges ihrer Dämpfe mit Luft, steter Feuersgefahr ausgesetzt.

   Die Erfindung ermöglicht es nun, fertige   Kleidungsstücke   oder Decken und dgl. ohne vorheriges Auftrennen mit Wasser-das allenfalls auch Seife oder andere Fettlösemittel enthalten kann-unter Anwendung von Druck und Reibung zu waschen, ohne dass das verpönte Verfilzen und Einschrumpfen des Wollstoffes eintritt. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, dass man dem Waschwasser ein erdiges Reinigungsmittel, wie Ton oder Letten, zusetzt. Unterwirft man die Ware in geeigneten Vorrichtungen in Gegenwart von Wasser und des erdigen Stoffes einer   Stumpf-,   Schlag-oder Klopf-,   Press-oder Quetschwirkung,   so werden die erdigen Teile tief in die Poren der Ware eingedrückt, und es kommt dabei eine durch das Aneinanderreiben der Flächen der Ware wesentlich unterstützte Reinigung ohne jedes Verfilzen zustande. 



   Die Verwendung von Hämmermascbinen und Walkmühlen zum Reinigen grober Baumwollgewebe, z. B. Arbeiterwäsche, ist bekannt, ferner kennt man die reinigende Wirkung von Pfeifenton und macht von ihr seit langem zum Entfernen von Fettflecken aus Geweben Gebrauch. Schliesslich benutzt man gewisse Tonsorten, die Walkerde, beim Walken der Tuchgewebe zum Wegschaffen der verschiedenen Verunreinigungen. Die Erfindung besteht daher in der Vereinigung bekannter Massnahmen, zum Zwecke, um fertige wollene Kleidungsstücke mit Wasser unter Anwendung von die Reinigung   beförderndem   Druck und Reiben in grossen Mengen und rasch von Flecken und Schmutz jeder Art zu befreien. 



   Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich die praktische Ausführung des Verfahrens von selbst. Die beschmutzen Kleidungsstücke werden nach erfolgtem Abtrennen von
Knöpfen, Schnallen und dgl. beispielsweise in die Mulde elner Kurbelwalke eingelegt und mit einem wässerigen Tonbrei übergossen. Dann setzt man die Stampf-oder Schlag- vorrichtung in Betrieb und nach etwa einer Stunde verdrängt man die Waschflüssigkeit 
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 unter Druck und Reibung auch die sonstigen   Schmutznecke gründlich entfernt. werden.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Reinigen gebrauchter Wollenwaran in konfektioniertem Zustande, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware nach dem Emiernen harter Teile, wie Knöpfe und dgl., in Gegenwart von Wasser, das ein erdiges Reinigungsmittel enthält, der Einwirkung von Druck und Reibung unterworfen wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT70851D 1914-12-16 1914-12-16 Verfahren zum Reinigen von gebrauchten Wollenwaren in konfektioniertem Zustande. AT70851B (de)

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