AT7088U1 - Körperpackung und/oder badezusatz sowie verfahren zu deren herstellung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Körperpackung und/oder Badesubstanz zum Befreien der Haut von Schuppen, enthält die Trockensubstanz 50 Gew.%, vorzugsweise 75 Gew.%, Biertreber und Bierhefe.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf eine Körperpackung und/oder einen Badezusatz zum Befreien der Haut von Schuppen sowie auf ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Badezusatzes oder einer derartigen Körperpackung. Bierhefe ist seit längerem als Wirkstoff in kosmetischen Produkten bekannt. Bierhefe (Saccha- romyces cerevisiae) ist reich an Polysachariden, Aminosäuren, Vitaminen, und vor allem Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B6 (Pyridoxin), Panthotensäure und Niacin. Ausserdem weist Bierhefe Spurenelemente wie Kupfer, Mangan und Zink auf, wobei das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe eine Reihe von erwünschten Wirkungen in der Haut ergibt. Polysacharide, und insbe- sondere Hyaluronsäure, haben eine intensive feuchtigkeitsbindende Wirkung und fördern die Hautelastizität. Aminosäuren wirken zumeist entzündungshemmend, antibiotisch, feuchtigkeitsbin- dend und stabilisieren den Säureschutzmantel. Die genannten Vitamine, und vor allem die Vitami- ne B1, B2, B6, Niacin, Panthotensäure sowie Biotin H, wirken normalisierend auf übersteigerte Talgproduktion und führen zu einer Regenaration von trockener, schuppender Haut, wobei gleich- zeitig eine feuchtigkeitsspendende Wirkung beobachtet wird. Die in Bierhefe enthaltenden Spurenelemente, wie Kupfer und Mangan, können freie Radikale einfangen. Zink aktiviert schliesslich die Kollagenbildung, sodass insgesamt eine Reihe von wün- schenswerten Effekten auf die Haut ausgeübt wird. Die Erfindung zielt nun darauf ab, neben den bekannten Effekten von Bierhefen, weitere in Bierbrauereien anfallende Produkte in vorteilhafter Weise einzusetzen, um synergistisch ein Pro- dukt zu schaffen, welchem die Wirkung eines Hautpeelings zukommt, und welches besonders leicht verhornte Schüppchen von der Oberfläche der Haut abzutrennen erlaubt. Gesichtspeelings sind in unterschiedlichen Formen bekannt, wobei hier neben chemischen Effekten auch mechani- sche Effekte, und insbesondere abrasive Einwirkungen auf die Hautoberfläche, genützt werden. Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe enthält die erfindungsgemässe Körperpackung und/oder der erfindungsgemässe Badezusatz zum Befreien der Haut von Schuppen in der Trocken- substanz neben Bierhefe nun auch noch Biertreber. Erfindungsgemäss enthält die Trockensubstanz wenigstens 50 Gew.%, vorzugsweise 75 Gew.%, Biertreber und Bierhefe. Biertreber stellt ein hochwertiges Nebenprodukt beim Bierbrauen dar. Beim Bierbrauen wird nämlich Malz bzw. ange- keimte Gerste mit Wasser versetzt und erhitzt. Bei diesem sogenannten Einmaischen bildet sich Zucker der durch Hefe in Alkohol und Kohlensäure gespalten werden kann. Vor dieser Gärung wird im Sudhaus ein Abtrennen unlöslicher Schalenbestandteile des Malzes vorgenommen, wobei durch das Ankeimen der Gerste der grössere Anteil der Kohlehydrate bereits aus diesen unlösli- chen Schalenbestandteilen entzogen wurde. Dieser aus der Maische abgetrennte Biertreber stellt ein an sich hochwertiges Produkt dar, für welches bisher eine wirtschaftliche Verwendung nicht vorgeschlagen wurde. Biertreber haben einen brotartigen Geruch und enthalten Spuren von Alko- hol und Essig- und Milchsäure. Die Treber haben nicht nur einen mechanischen Peelingeffekt in der Mischung sondern auf Grund der vorhandenen Säuren auch einen chemischen Effekt auf die Haut. Die gleichzeitige Anwesenheit der beiden Komponenten Biertreber und Bierhefe führt nun je nach der gewünschten Anwendung als Körperpackung oder als Badezusatz zusätzlich zu chemi- schen Umsetzungen an der Hautoberfläche, wobei die Hefe zur Vergärung verbleibender Bestand- teil bei praktisch hautneutralen Bedingungen, und damit ohne Schädigung des natürlichen Schut- zes der Haut führt. Die bei der Gärung entstehende Kohlensäure ist überaus feinperlig und regt die Durchblutung der Haut mechanisch durch den prickelnden Massageeffekt und möglicher Weise auch chemisch an. Im Falle eines Badesalzes ist auf Grund der höheren Verdünnung davon aus- zugehen, dass die Gärung relativ langsam anläuft, da ja die Wassertemperatur nicht beliebig erhöht werden kann, um zu verhindern das untergärige Hefe inaktiviert wird. Im Falle eines Bade- salzes soll die Badtemperatur in aller Regel 35 C nicht überschreiten, um eine derartige Inaktivie- rung zu vermeiden. Um dennoch eine entsprechende Gärung und das gewünschte Prickeln bzw. den Massageeffekt zu erzielen, wird in diesen Fällen mit Vorteil geschrotetes Malz zugesetzt. Der Badezusatz enthält hiebei mit Vorteil max. 25 Gew.% geschrotetes Malz in der Trockensubstanz. Für die Herstellung eines derartigen Badezusatzes oder einer Körperpackung zum Befreien der Haut von Schuppen wird erfindungsgemäss so vorgegangen, dass Biertreber mit Bierhefe und Wasser bei einer Temperatur unter 37 C zu einem Teig angerührt werden. Wesentlich für die Herstellung ist hiebei das Wasser bei einer Temperatur von unter 37 zum Anrühren des Teiges verwendet wird, um die Inaktivierung der untergärigen Hefe hintanzuhalten. Für die Herstellung <Desc/Clms Page number 2> eines Badezusatzes wird mit Vorteil so vorgegangen, dass dem Biertreber bis max. 25 Gew.% geschrotetes Malz zugesetzt wird. Während des Bades kann idealer Weise durch eine Umwälzeinrichtung der Badinhalt immer wieder im Bad, also über die Hautoberfläche, bewegt werden. Durch geringfügig höhere Körper- temperatur wird die Umsetzung an der Grenzfläche Bad-Hautoberfläche begünstigt, wobei unmit- telbar an der Hautoberfläche das entsprechende Prickeln durch CO2 Bildung und der gewünschte Massageeffekt entsteht. Bei der Verwendung als Körperpackung werden die zwei Komponenten, nämlich Biertreber und Bierhefe, zu einem Teig angerührt und auf den Körper aufgetragen. Anschliessend wird ein Wickel aufgebracht und die jeweilig mit der Packung behandelte Person in eine Wanne mit Wasser einer Temperatur von etwa 37 C abgesenkt. Bei dieser Vorgangsweise setzt gleichfalls an der Hautoberfläche die feinperlige Kohlensäureentwicklung durch Gärung ein, wobei das Peeling bzw. die Körperpackung beispielsweise nach etwa 20 min. mit warmem Wasser abgeduscht werden kann. Der besondere Vorteil des erfindungsgemässen Produktes besteht nun darin, dass nicht von neuen Rohstoffen sondern von Überschuss- bzw. Nebenprodukten, für welche bisher keine sinnvol- le Verwendung vorgeschlagen wurde, ausgegangen wird. Gleichzeitig wird Abwasser entlastet. Malztreber hat sowohl was den Geruch als auch die Peelingwirkung anlangt dem Malz wenigstens gleichwertige Wirkung. Überschüssige Hefe wird in aller Regel von Brauereien nahezu kostenlos abgegeben. Im erfindungsgemässen Produkt wird eine hochwertigere Nutzung erzielt. Trockentreber sind lagerfähig und weitestgehend geruchsfrei und können mit konstanter Pro- duktqualität hergestellt werden. Nasstreber sind bestenfalls kurzfristig verfügbar, nicht aber lagerfä- hig, und versäuern leicht. Weiters wird rascher mikrobieller Verderb beobachtet, sodass eine Verwendung als Kosmetikum nicht ohne weiteres zulässig erscheint. Der gegebenenfalls vorgesehene Anteil von max. 25 Gew.% geschrotetes Malz ist insbesonde- re dann erforderlich, wenn eine Angärung auf Grund höherer Verdünnung nicht ohne weiteres erfolgt. Dies gilt insbesondere beim Einsatz als Badezusatz, kann aber auch im Falle der Verwen- dung als Körperpackung sinnvoll sein, wenngleich dann ein relativ heftiger Massageeffekt, und damit möglicher Weise Irritationen der Haut in höherem Masse in Kauf genommen werden müssen. ANSPRÜCHE : 1. Körperpackung und/oder Badesubstanz zum Befreien der Haut von Schuppen, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockensubstanz 50 Gew.%, vorzugsweise 75 Gew. %, Biertre- ber und Bierhefe enthält.
Claims (1)
- 2. Badezusatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich max. 25 Gew.% geschrotetes Malz enthalten ist.3. Verfahren zur Herstellung eines Badezusatzes und/oder einer Körperpackung zum Befrei- en der Haut von Schuppen, dadurch gekennzeichnet, dass Biertreber mit Bierhefe und Wasser bei einer Temperatur unter 37 C zu einem Teig angerührt werden.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Biertreber bis max.25 Gew.% geschrotetes Malz zugesetzt wird.KEINE ZEICHNUNG
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT0007304U AT7088U1 (de) | 2004-02-02 | 2004-02-02 | Körperpackung und/oder badezusatz sowie verfahren zu deren herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT0007304U AT7088U1 (de) | 2004-02-02 | 2004-02-02 | Körperpackung und/oder badezusatz sowie verfahren zu deren herstellung |
Publications (1)
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| AT7088U1 true AT7088U1 (de) | 2004-10-25 |
Family
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Family Applications (1)
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| AT0007304U AT7088U1 (de) | 2004-02-02 | 2004-02-02 | Körperpackung und/oder badezusatz sowie verfahren zu deren herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT7088U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT7851U3 (de) * | 2005-06-08 | 2006-12-15 | Markus Amann | Bierbad |
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2004
- 2004-02-02 AT AT0007304U patent/AT7088U1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| AT7851U3 (de) * | 2005-06-08 | 2006-12-15 | Markus Amann | Bierbad |
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