AT81962B - Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven, besonders zur Gasbindung geeigneten Adsorptionskohle. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven, besonders zur Gasbindung geeigneten Adsorptionskohle.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven, besonders zur Gasbindung geeigneten Adsorptions- kohle. EMI1.1 stände der trockenen Destillation von Substanzen tierischen oder pflanzlichen Ursprunges, zweckmässig solche, deren Kohlenstoffgehalt zwischen 70 und 80 v. H. beträgt, im feuchten Zustande mit Lösungen von Alkalihydraten oder Alkalikarbonaten einer raschen Erhitzung auf Rotglut unterworfen werden. Es wurde nun gefunden, dass die Eigenschaft der erhaltenen Produkte, Gase schnell und in erheblichen Mengen zu binden, noch wesentlich günstiger gestaltet werden kann, wenn die kohligen Rückstände vor dem Glühen mit den genannten Alkaliverbindungen mit Säuren vorbehandelt werden. Diese Vorbehandlung geschieht in der Weise, dass das kohlige Material mit der Säure nach üblichen Grundsätzen unter Anwendung von Luftleere und Druck durchtränkt und hierauf nach Abtropfenlassen der oberflächlich anhaftenden Flüssigkeit einer Temperatur oberhalb des Siedepunktes der Säure ausgesetzt, im allgemeinen auf 200 bis 300 , längere Zeit erhitzt wird. EMI1.2 Konzentration ; sie kann auch erhöht werden, wenn die erwähnte Behandlung mit Säure einoder mehrmals wiederholt wird. Am besten eignen sich daher die Mineralsäuren, namentlich Schwefelsäure. Bei porösem kohligen Ausgangsmaterial, z. B. bei Kork, Kokosnussschalenkohle oder sehr porösen Holzkohlen (von Pappel, Faulbaum, Erle u. dgl. ) kann man mit ziemlich hochkonzen- trierten Säuren arbeiten, bei dichterem Material dagegen ist die Anwendung verdünnter Säuren zweckmässiger, da die viskosen Flüssigkeiten sehr schwer in die feinen Poren des Materials eindringen. Im letzteren Falle geht man dann derart vor, dass das mit verdünnter Säure behandelte Material bis zum Vertreiben des Wassers bzw. bis zum Erhalt einer konzentrierten Säure anfänglich bei mässiger Temperatur erhitzt und diese hierauf rasch auf die erforderliche Reaktionstemperatur gesteigert wird. Diese Temperatur liegt, wie erwähnt, bei 200 bis 300 , in jedem Falle aber oberhalb des Siedepunktes der Säure, um die letztere bis auf geringe Spuren aus dem kohligen Material zu entfernen. Das mit Säure vorbehandelte Kohlenstoffmaterial wird hierauf nach der im Stammpatente 81961 beschriebenen Weise mit Alkalihydrat oder Alkalikarbonat durchtränkt, unter Vermeidung von Luftzutritt einer raschen Erhitzung auf Rotglut unterworfen und nach dem Erkalten durch Auslaugen mit Wasser, gegebenenfalls anschliessend mit verdünnter Säure von den Alkaliverbindungen befreit. Die Glühung im feuchten Zustande führt auch bei den mit Säure vorbehandelten Materialien zu günstigeren Ergebnissen ; der Unterschied des Gasbindungsvermögens der so erhaltenen Produkte gegenüber solchen, welche im trockenen Zustande zur Glühung gelangen, tritt nach der beschriebenen Säurevorbehandlung jedoch nicht so sehr zutage. Das vorstehend angeführte Verfahren sei durch folgendes Ausführungsbeispiel erläutert : Holzkohle in der gewünschten Korngrösse wird unter üblicher Anwendung von Luftleere und nachfolgendem Druck mit go% Igc)' Schwefelsäure durchtränkt, hierauf bei mässiger Tem- <Desc/Clms Page number 2> peratur, am besten in einem unter Luftleere arbeitenden Trockenschrank, vom Wassergehalte möglichst befreit. Die lufttrockene Kohle wird hierauf einer Temperatur von 2500 so lange ausgesetzt, bis das Entweichen von Schwefeldioxyd und Schwefelsäure aufgehört hat. Die Kohle trägt man nun in 50%ige Pottascheiäsung ein und durchtränkt jene in bekannter Weise unter Anwendung von Luftleere und Druck. Die weitere Arbeitsweise schliesst sich an die nach dem dem Patente Nr. 8196r. Die erhaltenen Produkte zeigen bereits äusserlich ein poröses Gefüge ; ihre Adsorptionfähigkeit gegenüber gelösten Stoffen, in erhöhterem Masse aber ihr Vermögen, Gase rasch zu binden und festzuhalten, sind erheblich gesteigert.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : EMI2.1 Adsorptionskohle nach Patent Nr. 81961, durch Behandeln von kohligen Rückständen tierischen oder pflanzlichen Ursprunges mit Alkalihydrat oder Alkalikarbonat in wasserfreiem oder feuchtem Zustande, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Glühen der alkalihydrat- oder -karbonathaItigen Kohle diese mit einer verdünnten oder konzentrierten Säure durchtränkt und gegebenenfalls nach Verdampfen des der Säure beigemengten Wassers auf eine Temperatur von 200 hies 3000 erhitzt wird.
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| AT81961T | 1917-06-21 | ||
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