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Zündholzschachtelfüllmaschin-e.
Bei den bekannten Zündholzschachtelfüllmaschinen ist das Hölzermagazin, aus welchem die Zündhölzer abgeteilt in die Zündholzschachteln eingefüllt werden, meistens fest angeordnet.
Ist das Hölzerniveau in dem Hölzermagazin auf eine bestimmte Tiefe gesunken, so muss das Magazin wieder gefüllt werden. Diese Fülloperation ist jedoch für den die Füllmaschine Bedienenden mit grosser Gefahr verbunden, da bei diesem Arbeitsvorgang durch die die Zündhölzer im Hölzermagazin abteilenden Organe, z. B. Messer, häufig Explosionen im Hölzermagazin hervorgerufen werden. Aus. diesem Grunde wurde angeordnet, dass die Schachtelfüt1maschinen während der Auffüllung der Hölzermagazine stillzulegen sind, da dann auch die während des Arbeitens der Schachtelfüllmaschinen bewegten, die Explosionen verursachenden Abteilorgane zum Stillstand kommen.
Dadurch geht aber viel Zeit verloren und kann die Arbeitsleistung der Füllmaschine nur unvollkommen ausgenutzt werden, da für gewöhnlich alle drei bis zehn Minuten
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Arbeiten vorzunehmen sind : a) die Beschwerung, welche auf die Hölzer im Magazin drückt, muss hochgehoben werden ; b) der in einer Zündholzmaschine mit ausgestossenen Zündhölzern gefüllte Füllkasten muss in das Hölzermagazin der Zündholzschachtelfüllmaschine eingesetzt werden ; c) der entleerte Füllkasten muss wieder aus dem Hölzermagazin der Zündholzschachtelfüllmaschine herausgezogen werden ; il) die Beschwerung muss wieder auf die frisch in das Hölzermagazin gebrachten Hölzer hinuntergelassen werden ; e) die eben in das Hölzermagazin gebrachten Zündhölzer müssen geordnet werden.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nunmehr, eine Einrichtung zu schaffen, welche die Auswechslung der Magazine während des Betriebes, also ohne Abstellung der Füllmaschine, gestattet, und durch welche der das Auswechseln der Magazine besorgende Arbeiter vorExplosionen vollkommen sichergestellt ist.
Zu diesem Zwecke sind gemäss der Erfindung mindestens zwei beweglich angeordnete Hölzermagazine vorgesehen, von denen das, eine mit Hölzern gefüllt ist und oberhalb der zu füllenden Schachteln in Arbeitsstellung sich befindet, während in dem noch nicht in der Arbeitsstellung befindlichen anderen Magazin (oder den anderen Magazinen) die'oben aufgezählten Arbeitsvorgänge vor sich gehen, wobei dann, sobald die Hölzer in dem in der Arbeitsstellung befindlichen Magazin auf ein bestimmtes Niveau gesunken sind, das vorher vorbereitete Hölzermagazin durch Verschieben an Stelle des leeren Magazins gesetzt werden kann.
Durch diese Einrichtung wird ein vollkommener Schutz des die Maschine Bedienenden vor Explosionen im Hölzermagazin erzielt, und infolge des Umstandes, dass ein Stillegen der Füllmaschine während des Auswechselns der Hölzermagazine vermieden wird, wird die Leistungsfähigkeit der Maschine bedeutend erhöht.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar ist Fig. i ein Aufriss einer Ausführungsform, bei der die Hölzermagazine an einem gemeinsamen Zapfen drehbar angeordnet sind, Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. i, Fig. 3 ein Aufriss einer zweiten Ausführungsform, bei welcher die Hölzermagazine in die Arbeitsstellung übergeschoben werden, Fig. 4 eine Vorderansicht zur Fig. 3, in Richtung des in der letzteren eingetragenen Pfeiles gesehen, Fig. 5 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform, bei welcher die Hölzermagazine nebeneinander in einer Flucht angeordnet sind, so dass sie in dieser Flucht aus der Beschickungsstellung in die Arbeitsstellung
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geschoben werden können, und Fig. 6 eine entsprechende Ansicht, die Hölzermagazine in einer anderen Stellung veranschaulichend.
Bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung sind zwei Hölzermagazine 1, 2 vorgesehen.
Jedes Magazin ist am oberen und unteren Ende mit einem Scharnier 3 verbunden, und die beiden Magazine 1, 2 sind an einer gemeinsamen Achse 4 drehbar angeordnet. Die Magazine 1 und 2 sind, wie üblich, durch eine Glashinterwand 5, gegen welche die Köpfe der Zündhölzer anliegen, abgeschlossen. Diese Glaswände bilden einen Schutz gegen Explosionen, welche in dem in der Arbeitsstellung befindlichen Magazin 1 (Fig. 2) sich ereignen können, da sämtliche Beschickung-
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Nuten dienen zur Aufnahme einer während der Beschickung der Magazine diese unten abschliessenden Platte 7, welche mit einem Handgriff 8 versehen ist.
Während die Hölzer aus dem in Arbeitsstellung befindlichen Hölzermagazin 1 ausgearbeitet werden, wird das Magazin : 2 mit Hölzern beschickt, d. h., es wird eine nicht gezeigte Beschwerung, welche für gewöhnlich auf die Hölzer im Magazin drückt, aus dem letzteren entfernt, ein in einer Zündholzmaschine gefüllter Füllkasten eingesetzt, dieser dann wieder herausgezogen, wobei sein Inhalt im Hölzermagazin : 2 zurückbleibt, und schliesslich die erwähnte Beschwerung wieder auf die frisch eingefüllten Hölzer hinuntergelassen. Sobald das Magazin 1 leer gearbeitet ist, wird das Magazin 2 durch einfache Drehung in der Richtung des in Fig. 2 eingetragenen Pfeiles in die Stellung des Magazins 1 gebracht.
Mit der Drehung des Magazins 2 in die Arbeitsstellung wird das Magazin 1 aus der in den Fig. i und 2 gezeigten Stellung herausbewegt, um in eine Lage gebracht zu werden, in der es von dem die Maschine Bedienenden bequem beschickt werden kann. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Magazine drehbar an einer gemeinsamen Achse angeordnet werden, falls es erforderlich sein sollte, mehrere Magazine in Reservestellung zur Verfügung zu halten.
Bei der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Anordnung findet ein Überschieben der Hölzermagazine aus der Beschickungsstellung in die Arbeitsstellung statt. Während des Überschiebens von der einen in die andere Stellung werden die Magazine 1 und 2 durch Gleitschienen 9, 10 unten und oben geführt. Das aus der Arbeitsstellung herausgeschobene Magazin 1 muss bei dieser Anordnung hinter dieser Stellung abgenommen und in die Beschickungsstellung neu eingesetzt werden. Auch hier können selbstverständlich mehrere Magazine in Reservestellung gehalten werden. Ferner leuchtet ein, dass auch Vorrichtungen angebracht werden können, welche die Magazine selbsttätig aus. der Arbeitsstellung in die Beschickungsstellung zurückbefördern.
In der Zeichnung sind solche'Vorrichtungen nicht gezeigt ; es könnte eine gemeinsame Schraubenspindel, eine Förderkette o. dgl. vorgesehen sein.
Wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist, können die Magazine 1 d, 1 e, 1 f auch nebeneinander in einer Flucht auf einem Gestell 34, das in geeigneter Weise mit der nicht gezeigten eigentlichen Schachtelfüllmaschine verbunden ist, angeordnet sein, wobei sie durch Verschieben in dieser Flucht aus der Beschickungsstellung in die Arbeitsstellung gebracht werden können. In diesem Falle sind'die Magazine einmal von links nach rechts (Fig. 5) und das nächste Mal von rechts nach links (Fig. 6) zu verschieben, oder es kann, wie in Fig. 5 durch strichpunktierte Linien angedeutet ist, ein Magazin aus der Endstellung entfernt und in die Anfangsstellung zurückgesetzt werden.
Es empfiehlt sich in diesem Falle, zwischen dem in Arbeitsstellung befindlichen und dem zu beschickenden Magazin eine senkrechte Trennungswand (nicht dargestellt) vorzusehen, um den das in der Beschickungsstellung befindliche Magazin füllenden Arbeiter vor den in dem in Arbeitsstellung befindlichen Magazin auftretenden Explosionen zu schützen. Auch bei dieser Anordnung können selbstverständlich mehrere Hölzermagazine hintereinander in einer Flucht angeordnet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Zündholzschachtelfüllmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei je aus einem einzigen Abteil bestehende bewegliche Hölzermagazine derart angeordnet sind, dass durch Verschieben derselben das leere Magazin durch ein gefülltes Magazin ersetzt werden kann, wobei durch das Einsetzen eines gefüllten Magazins das leere Magazin unmittelbar aus der Arbeitsstellung, in welcher das Magazin während des Abfüllvorganges stillsteht, entfernt wird.