<Desc/Clms Page number 1>
Zeitelement für thermische Überstromzeitrelais.
Ist die Umgebungstemperatur eines thermischen Überstromzeitrelais, beispielsweise eines aus Heizrohren bestehenden, in denen eine Flüssigkeit enthalten ist, deren Dampfdruck bei der Erwärmung zum Durchbiegen einer Membran benutzt wird, verschieden, so ändert sich auch die Stromstärke, bei der das Relais anspricht, denn die zur Erzeugung der erforderl. chen Dampfspannung nötige Wärmemenge ist der Differenz aus der. Endtemperatur und der Raumtemperatur proportional. Eine Eichung des Relais durch Verstellen der dem Dampfdruck entgegenwirkenden Gegenkraft gemäss einer Stromskala ist also nicht eindeutig bestimmt, sondern von der Raumtemperatur abhängig.
Um diesen Einfluss der Raumtemperatur auszugleichen, ist erfindungsgemäss das Ende der als Gegenkraft dienenden Feder nicht fest mit der die Stromstärke anzeigenden Vorrichtung (Zeiger der Skala) verbunden, sondern verschiebbar an diesem Teil angeordnet.
Diese letztere Verstellung dient zum Ausgleich des Temperatureinflusses.
In der Zeichnung ist ein Aubführungsbeispiel gegeben, bei dem das Zeitelement aus Heizrohren 2 besteht, in denen eine Flüssigkeit 3 enthalten ist. Der bei der Erwärmung durch den Strom entstehende Dampfdruck wirkt auf eine Membran 1, biegt diese entgegen dem durch die Feder 4 angespannten, um die im Block 16 gelagerte Achse 6 drehbaren Kontakthebel12 durch und bringt den Kontakt-7 zur Berührung mit den zu verbindenden Kontakten 10. Die Membran 1 ist erfindungsgemäss im Körper der Anschlussplatte 13 selbst gelagert, wodurch die Bauart des Relais ausserordentlich. gedrängt wird. Die Heizrohre 2 verbinden die Anschlussplatte 13 mit der Platte 17. Der Strom fliesst von der Anschlussplatte 13 durch das Heizrohr zur Platte 17.
Soll der Betriebsstrom grösser werden als der Dimension des Heizrohres entspricht, so werden parallel zu dem Heizrohr noch Nebenschlusswiderstandsstäbe 15 angebracht, durch die sich zugleich der Grenzstrom variieren lässt.
Die Feder 4 ist in die Schraube 8 eingehängt, die gegen Drehung gesichert in dem Winkel 18 mittels einer Mutter längsverschiebbar genagelt ist. Der Winkel 18 ist an der Platte 17 in der gleichen Richtung verschiebbar und mittels einer Zwischenlage 20 isoliert befestigt, und zwar wird diese Verschiebung durch die Schraube 5 bewirkt, die bei Drehung den Winkel'mittels eines Bundes vor sich her sch'ebt bzw. sich nachfolgen lässt. Die Zwischenlage 20 soll verhüten, dass die Einstellschrauben J und 8 Spannung erhalten und die Feder 4 stromführend wird. Die Verschiebung des Winkels 18 vermittelst der Schraube 5 dient zur Einstellung der Stromstärke.
Beispielsweise ist auf dem Winkel 18 eine Stromskala befestigt, die vor einem mit der Platte 17 festverbundenen Zeiger spielt ; es könnte natürlich auch der Zeiger am Winkel 18 und die Skala an der Platte 17 befestigt sein.
Die Verschiebung der Schraube 8 im Winkel 18, durch welche die Feder 4 zusätzlich entspannt oder gespannt wird, je nachdem die Raumtemperatur niedrig oder hoch ist, ist dadurch kenntlich gemacht, dass am Ende der Schraube ein Zeiger 19 angebracht ist, der über einer an Winkel 18 angeordneten, entsprechenden Temperaturskala spielt.
Die beschriebene Anordnung ermöglicht eine getrennte Einstellung auf die Grenzstromstärke und die entsprechende Raumtemperatu-, ohne dass die beiden Einstellungen sich gegenseitig beeinflussen. Es ist auch möglich, bei entsprechender Abänderung der
Teilungen die beiden Skalen miteinander zu vertauschen.