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Kontinuierliches Verfahren zur Destillation von Erdöl-Kohlenwasserstoffen und Kohleteer.
Das Patent Nr. 79714 betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Destillation von ErdölKohlenwasserstoffen und Kohlenteer, bei welchem derartige Bitumina in eine lotrecht oder schief angeordnete, aus Schamotte oder anderem feuerfesten Material errichtete, im unteren Teil mit einem Wasserabschluss versehene enge, leere und während des Prozesses sich im unteren Teile mit dem-gebildeten Koks anfüllende Muffel (Retorte) von eckigem oder rundem Querschnitt in tropfbarflüssigem und durch eigene Abgase und Des. tillationsprodukte oder auf eine andere Weise entsprechend vorgewärmtem Zustande entweder ununterbrochen oder periodisch eingeführt werden.
In der Praxis können Fälle vorkommen, in welchen statt der im zitierten Patente angeführten lotrechten oder schiefen Lage der engen Muffel eine wagrechte Anordnung derselben vorteilhafter erscheinen könnte. Während bei der Muffelanordnung der ersteren Art die Bewegung der zu destillierenden Substanz durch den Ofen durch den freien Fall erfolgt, muss bei der wagrechten Anordnung ihre Beförderung durch den Ofen von seinem kältesten zu dem heissesten Teile auf mechanischem Wege stattfinden. Die Destillation geschieht in grossen metallenen Pfannen oder anderen Behältern, die, mit der vorher entwässerten Substanz gefüllt, in geeigneter Weise durch die wagrechte Muffel mechanisch transportiert werden.
Es ist ohne weiteres klar, dass die enge Muffel für solche Zwecke die Form eines Kanal- (Tunnel-) Ofens erhält und dass sich hierfür ein} jede im Grossbetriebe bereits erprobte Konstruktion dieses Ofensystems adaptieren lässt.
Einen wichtigen Bestandteil bildet hierbei der für die Entwässerung der zu behandelnden Substanz dienende Ofenteil. Wie durch Versuche ermittelt wurde, geschieht dies am besten durch Anwendung der im ersten Zusatzpatente Nr. 86038 zum Patente Nr. 79714 geschützten "Einsätze", die durch die Abgase des Muffelofens auf eine Temperatur von rund 2500 Cerwärmt werden.
Die Substanz passiert einen solchen Einsatz auf seiner grossen Oberfläche (z. B. über Raschig-Ringe) und sammelt sich in dem darunter befindlichen Reservoir, aus welchem sie mit Hilfe eines Hebers oder einer Rohrleitung in die beispielsweise auf einem Wagengestelle gelagerten Pfannen abgelassen wird. Das derart vorbehandelte Material wird gänzlich vom Wasser befreit, wodurch das gefährliche Überschäumen, welches bei der Destillation der Kohlenwasserstoffe mitunter grosse Schwierigkeiten bereitet, vollkommen behoben wird. Insbesondere'für die Destillation in seichten Pfannen ist eine vollständige Entwässerung eine unbedingte Notwendigkeit,. weil sonst ein Überschäumen der zu destillierenden Substanz unvermeidlich wäre.
Sollen die bei der Destillation sich ergebenden Destillate nach ihrem spezifischen Gewichte getrennt abgeleitet (fraktioniert) werden, so kann dies bei einem Kanalofen leicht bewerkstelligt werden, indem eine den gewünschten Fraktionen entsprechende Anzahl von Schiebern in die Muffel eingebaut wird. Hierdurch wird der Ofen in mehrere Zonen eingeteilt, in welchen nur
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III. Zone 7000 und darüber) und aus welchen nur Fraktionen von bestimmten Eigenschaften übergehen.
Um eine Mischung der Destillate mit atmosphärischer Luft hintanzuhalten, werden die Muffelvorräume (für den aus dem Ofen auszuschiebenden und den in den Ofen einzuschiebenden Wagen) durch eingeführten Dampf oder ein indifferentes Gas entlüftet.
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Die Ableitung der Destillate kann durch Anwendung eines Ventilators beschleunigt werden.
Ein Ausführungsbeispiel einer horizontalen Destillationsmuffel ist aus den Fig. i bis 3 der Zeichnung ersichtlich, und ihre Arbeitsweise findet durch das oben über die Entwässerung der Kohlenwasserstoffe Gesagte und durch die Buchstabenbeschreibung hinreichende Erklärung. a ist die Destillationsmuffel mit Pfannen auf Wagengestellen, die durch eine geeignete bekannte Verschubvorrichtung fortbewegt werden ; b die Zuleitung der zu destillierenden Substanz zu dem erwähnten Einsatz" (Entwässerungsturm) ;, e sind Heizkanäle für die Muffel, Cl. für den Entwässerungsturm (mit den Raschig-Ringen) ; e ist die Gaszuleitung, f der Brenner ; d ist die Ableitung der Destillationsprodukte aus der Muffel, d1 die Ableitung der Destillation- produkte aus dem.
Entwässerungsturm ; g ist die Zuleitung von Dampf oder indifferentem Gas zur Entlüftung der Muffelvorräume, gl-die Ableitung. des Dampfes bzw. Gases aus diesen Vor-
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