AT86062B - Vorwärmevorrichtung mit Ölfeuerung für gewerbliche Zwecke, insbesondere für Backöfen. - Google Patents

Vorwärmevorrichtung mit Ölfeuerung für gewerbliche Zwecke, insbesondere für Backöfen.

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AT86062B
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Ernst Brazda
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Ernst Brazda
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Vorwärmevorrichtung,     mit Ölfeuerung   für gewerbliche Zwecke, insbesondere für Backöfen. 



   Bis. nun wurde das Anwärmen von Backöfen nur mit Holzfeuer vorgenommen, soweit die Öfen nicht auch während des Backens geheizt wurden ; dieses Verfahren'brachte den Nachteil mit sich, dass der Ofen vor Einschiessen der'Brote erst gereinigt werden musste, weiters aber auch den, dass eine gleichmässige Erwärmung nur schwer zu erzielen war. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, welche das Anheizen der Backöfen mit Roh-, Erdöl   o.   dgl. gestattet oder derart ausgebildet ist, dass sie, ohne ihre Basis bewegen zu müssen, nach allen Richtungen gedreht und so alle Teile des Backraumes gleichmässig erhitzen kann. Auch dient die Vorrichtung in etwas abgeänderter Form als Ersatz für die bisher gebräuchliche mit Benzin oder Druckluft betriebene   Lötlampe.   



   In der Zeichnung ist die Vorrichtung, die als Vorwärmer für Backöfen, als Lötlampe oder dgl. dienen kann, beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch denselben und Fig. 2 eine Stirnansicht. 



   Die Vorrichtung besteht aus einem vorteilhaft parallelepipedischen Wasserbehälter 1, der auf einem mit ihm festverbundenen Ständer 2 aufruht. An dem unteren pfannenartig ausgebildeten Teile 3 dieses Ständers ist vorne an seiner Unterfläche ein Formeisen   4   angenietet, während am hinteren Ende dieser Unterfläche ein zu einem Vierkant ausgebildeter Bolzen 5 eingelassen ist. Der Vierkant wird von einer Handhabe 7 umgriffen und dreht sich mit seiner Fortsetzung spurzapfenartig in eider Scheibe 8, durch welche Ausführung die Vorrichtung leicht nach allen Richtungen gedreht werden kann. 



     J) er   Wasserbehälter 1 trägt an seiner Oberseite einen Dom 9, der in einem rillenartigen Ring 10 ruht, in welchem eine Dichtung 11 eingelegt ist. Der Dom ist von einem abhebbaren Bügel 12, der eine Kopfschraube 13 trägt, umgriffen und kann dampfdicht gegen den Dichtungsring 11 gepresst werden. 



   Aus diesem Dampfsammler führt ein   Krümmer   14 zum Brenner. Der letztere besteht aus einem kurzen Hohlzylinder 15, der einerends durch eine Düse 16 verschlossen ist ; ihre lichte Öffnung lässt sich durch eine Nadel 17. beliebig ändern, oder ganz verschliessen. Die Nadel kann durch ein Handrädchen 18 betätigt und durch ein Gewinde 19 der Stopfbüchsenmutter 20 und einem Führungsringe 21 in ihrer Lage festgehalten werden. 



   Auf dem Düsenende 16 ist ein kleiner Becher 22 vorgesehen, der gegen den Wasserbehälter zu mit einer. Bohrung 23 versehen ist. In diesem Becher mündet das Abflussrohr   24   eines Rohölbehälters, wobei um Verluste zu vermeiden, unterhalb des Rohres am Ständer 2 eine Blende 25'angeordnet ist, die überflüssigen Brennstoff in. die Pfanne 3 leitet. 



   Der Wasserbehälter 1 weist schliesslich noch einen Speisehahn 26 auf, der mit der Wasserleitung oder einem Reservoir in Verbindung stehen kann,   weiters   einen Probierhahn 27 und ein Sicherheitsventil 28, schliesslich einen Spund 29 zum direkten Auffüllen des   Behälters.   



   Soll die Vorrichtung verwendet werden, so wird in die Pfanne 3 Holzkohle, Spiritus oder dgl. eingebracht und Dampf erzeugt, bis der Behälter 1 unter   genügendem   Druck steht. Nun wird das Nadelventil geöffnet und Brennstoff in den Becher zugeführt ; jener   fliesst   durch die feine Bohrung 23 in kleinen Tröpfchen auf den aus dem Ventil herausschiessenden Dampfstrahl, wird hierdurch fein   verstäubt   und verbrennt in Gestalt einer langen, sehr heissen Stichflamme.

   Diese erhitzt nicht nur das anzuwärmende Objekt, sondern 

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 erhitzt auch selbsttätig-den für den Betrieb nötigen Wasserdampf, da sie unmittelbar unter dem Wasserbehälter   durch'strömt.   Die Intensität der Flamme lässt sich durch Regelung der Brennstoffzufuhr und des Dampfdruckes beliebig verändern. 



   Soll nun beispielsweise ein Backöfen angeheizt werden, so wird die Vorrichtung in der Einschiessffnung desselben aufgestellt und während des Anwärmens langsam nach allen Richtungen, vermittelst des Handgriffes gedreht, so dass die Wände gleichmässig erwärmt werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorwärmevorrichtung mit   Ölfeuerung   für gewerbliche Zwecke, insbesondere für 
 EMI2.1 
 alle Teile des Backraumes gleichmässig erhitzen zu können.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorwärmevorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (2) als Pfanne (3) ausgebildet ist, um einerseits als Kohlenbecken beim Anheizen, andrerseits mittels der Blende (25') als Ölfänger zu dienen.
    3. Ausführungsform der Vorwärmevoirichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfsammler (9)-in einem mit tiefer Rille'versehenen und mit einem Dichtungsringe (11) ausgekleideten Flansch (10) ruht und in diesem durch eine in einem abhebbaren Bügel (12). geführte Kopfschraube (13) festgepresst wird, durch welche Anordnung der Dampfsammler gleichzeitig als Deckel für das zum Reinigen notwendige Loch dient.
AT86062D 1919-02-04 1919-02-04 Vorwärmevorrichtung mit Ölfeuerung für gewerbliche Zwecke, insbesondere für Backöfen. AT86062B (de)

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