AT8612U1 - Vorrichtung zur überwachung des füllstands von stückgut in automatenschächten einer kommissionieranlage - Google Patents

Vorrichtung zur überwachung des füllstands von stückgut in automatenschächten einer kommissionieranlage Download PDF

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AT8612U1 AT0075105U AT7512005U AT8612U1 AT 8612 U1 AT8612 U1 AT 8612U1 AT 0075105 U AT0075105 U AT 0075105U AT 7512005 U AT7512005 U AT 7512005U AT 8612 U1 AT8612 U1 AT 8612U1
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Abstract

Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut (13) in Automatenschächten (1) einer Kommissionieranlage, wobei die Automatenschächte (1) jeweils mit einer Entnahmeeinheit (2) versehen sind, die Stückgut (13) des jeweiligen Automatenschachts (1) an eine Fördereinheit (6) abgibt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zumindest ein Kamerasystem (16) zur optischen Abbildung des Füllstands des Stückguts (13) von zumindest einem Automatenschacht (1) und zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals, sowie eine Auswerteeinheit (19) vorgesehen sind, wobei das Kamerasystem (16) mit der Auswerteeinheit (19) über eine Datenleitung (17) zur Übertragung des Ausgangssignals verbunden ist, und in der Auswerteeinheit (19) eine Analyse des Ausgangssignals zur Beurteilung der Füllstandshöhe durchführbar ist.

Description

2 AT 008 612 U1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung des Füllstands von Stückgut in Automatenschächten einer Kommissionieranlage, wobei die Automatenschächte jeweils mit einer Entnahmeeinheit versehen sind, die Stückgut des jeweiligen Automatenschachts an eine Fördereinheit abgibt, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Des Weiteren betrifft die Erfin-5 düng ein Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut in mit Entnahmeeinheiten und Beschickungseinheiten für das Stückgut versehenen Automatenschächten einer Kommissionieranlage gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 5 und 7.
Derartige Automatenschächte kommen bei Kommissionieranlagen in unterschiedlichsten Adap-io tierungen zum Einsatz, um eine Fördereinheit über in einem Endbereich der Automatenschächte angeordnete Entnahmeeinheiten mit Stückgut zu beliefern. Beim Stückgut kann es sich um Waren aller Art in zumeist regelmäßigen Verpackungen handeln. Das Einsatzgebiet von derartigen Kommissionieranlagen liegt vorwiegend im Bereich des Pharmahandels, von Kosmetik-, Tabak- und Lebensmittelfirmen, der Audio- und Videoproduktverteilung und anderen Verteil-15 Zentren. Zumeist werden nach Art und Anzahl festgelegte Stückgutchargen von den Fördereinheiten zu Transportbehältern weiterbefördert, von wo aus der Versand oder die Einlagerung in einem Depot erfolgt.
Um die auftragsgemäßen Stückgutchargen in korrekter Zusammenstellung auf die Fördereinheit 20 zu kommissionieren und Verzögerungen aufgrund leerer Automatenschächte zu verhindern, ist eine zuverlässige Überwachung der Füllstände des jeweiligen Stückgutes in den Automatenschächten erforderlich. Eine unbemerkte Entleerung eines Automatenschachtes kann dabei zu vielerlei Komplikationen in der Qualitätssicherung führen und verursacht einen erhöhten Aufwand bei Versand, Lagerhaltung und Reklamation. Besonders im pharmazeutischen Bereich ist 25 das Fehlen eines vorgesehen Wirkpräparates in einer Medikamentenzusammenstellung vollkommen unerwünscht. Selbige Füllstandskontrolle kann auch zur permanenten Bestandsüberwachung bzw. Inventur einer Kommissionieranlage herangezogen werden. Üblicherweise verfügen Automatenschächte an Kommissionieranlagen nach dem Stand der 30 Technik über eine Detektierung der Entleerung eines Automatenschachtes, und veranlassen in solchem Falle eine Meldung über den „Leer-Status“. Da aufgrund der geschilderten Komplikationen ein Ausfall in der Stückgutbelieferung während des Kommissionierprozesses tunlichst vermieden werden muss, ist eine intensive visuelle Kontrolle der Automatenschacht-Füllstände notwendig, sodass eine permanente Überwachung der Kommissionieranlage durch entspre-35 chendes Personal erforderlich ist.
Es ist also ein Nachteil von derartigen Vorrichtungen, dass ein sich anbahnender Mangel an Stückgut in einem Automatenschacht oftmals nicht rechtzeitig und zuverlässig registriert wird, sodass Maßnahmen zu einem Auffüllen des Automatenschachtes nur verspätet getroffen wer-40 den können, und eine Anzahl von über die Fördereinheit bereits in Richtung Versand weiterbeförderten Stückgutchargen hierdurch ein Defizit an bestimmten Waren aufweisen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden, und eine Vorrichtung und ein Verfahren zur berührungslosen Füllstandsdetektierung von Auto-45 matenschächten bei Kommissionieranlagen zu schaffen, durch welche eine optimale Kontrolle der Füllstände aller an der Kommissionieranlage angeordneten und im Einsatz befindlichen Automatenschächte gewährleistet wird, wobei dem Anlagenbenutzer eine sich anbahnende Entleerung eines Automatenschachtes in Form einer entsprechenden Warnmeldung rechtzeitig signalisiert wird. 50
Insbesondere soll eine Vorrichtung bereitgestellt werden, welche an bestehenden Kommissionieranlagen leicht und herstellerunabhängig nachgerüstet werden kann, und welche mit einem Minimum an beweglichen Einheiten eine größtmögliche Kontrollabdeckung der Automatenschacht-Füllstände realisiert. 55 3 AT 008 612 U1
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Anspruch 1 bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung des Füllstands von Stückgut in Automatenschächten einer Kommissionieranlage, wobei die Automatenschächte jeweils mit einer Entnahmeeinheit versehen sind, die Stückgut des jeweiligen Automatenschachts an eine 5 Fördereinheit abgibt. Erfindungsgemäß sind zumindest ein Kamerasystem zur optischen Abbildung des Füllstands des Stückguts von zumindest einem Automatenschacht und zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals, sowie eine Auswerteeinheit vorgesehen, wobei das Kamerasystem mit der Auswerteeinheit über eine Datenleitung zur Übertragung des Ausgangssignals verbunden ist, und in der Auswerteeinheit eine Analyse des Ausgangssignals zur io Beurteilung der Füllstandshöhe durchführbar ist.
Ergibt die Analyse eine aufgrund bevorstehender Stückgutbestellungen zu geringe Anzahl an Stückgut in einem Automatenschacht, so kann ein Warnsignal generiert werden, das das Überwachungspersonal etwa zu einer manuellen Befüllung des betreffenden Automatenschachts 15 veranlasst. Mithilfe der Merkmale von Anspruch 2 kann aber auch eine Automatisierung der Beschickung des betreffenden Automatenschachts erreicht werden. Anspruch 2 schlägt vor, dass die Automatenschächte jeweils mit einer Beschickungseinheit versehen sind, über die Stückgut dem jeweiligen Automatenschacht zuführbar ist, sowie eine mit der Auswerteeinheit und den Beschickungseinheiten verbundene Steuerungseinheit zur Steuerung der Stückgutzu-20 fuhr in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vorgesehen ist. Auf diese Weise kann bei Ermittlung einer zu geringen Anzahl an Stückgut ein Steuersignal an die Beschickungseinheit des betreffenden Automatenschachts gesetzt werden, sodass eine neuerliche Beschickung erfolgt.
Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Überwachung der Füllstandhöhe erweisen sich 25 die Merkmale von Anspruch 3 als besonders vorteilhaft. Anspruch 3 sieht mehrere Automatenschächte vor, die nebeneinander stehend in Automatenschachtreihen angeordnet sind, wobei zwei Automatenschachtreihen V-förmig zueinander geneigt sind. Durch die geneigt stehende Anordnung der Automatenschächte erfolgt eine besonders platzsparende und schwerkraftunterstützte Belieferung der Fördereinheit. Außerdem können mithilfe einer solchen Anordnung 30 mehrere Automatenschächte durch ein einziges Kamerasystem übenwacht werden.
Vorzugsweise ist gemäß Anspruch 4 eine Einstelleinheit vorgesehen, die mit dem zumindest einen Kamerasystem verbunden ist, und über die der Erfassungsbereich des jeweiligen Kamerasystems einstellbar ist. 35
Es wird des Weiteren ein Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut in mit Entnahmeeinheiten und Beschickungseinheiten für das Stückgut versehenen Automatenschächten einer Kommissionieranlage gemäß Anspruch 5 vorgeschlagen. Hierbei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass mithilfe von zumindest einem Kamerasystem der Füllstand des Stückguts von 40 zumindest einem Automatenschacht optisch abgebildet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt wird, wobei das Ausgangssignal einer Auswerteeinheit zugeführt wird, in der das Ausgangssignal in einen Ausgangssignaldatensatz umgewandelt und mit Referenzdatensätzen verglichen wird, und aus dem Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgt. Ist eine voll-45 ständige Automatisierung gewünscht, so können ferner gemäß Anspruch 6 in Abhängigkeit vom Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen Steuerungssignale an die Beschickungseinheiten gesetzt werden.
Anspruch 7 sieht ein alternatives Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut in so mit Entnahmeeinheiten und Beschickungseinheiten für das Stückgut versehenen Automatenschächten einer Kommissionieranlage vor, wobei mithilfe von zumindest einem Kamerasystem der Füllstand des Stückguts von zumindest einem Automatenschacht sowie in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vom Kamerasystem detektierbare Referenzmarkierungen am jeweiligen Automatenschacht optisch abgebildet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt wird, 55 und das Ausgangssignal einer Auswerteeinheit zugeführt wird, in der nach Anzahl der detektier- 4 AT 008 612 U1 ten Referenzmarkierungen eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgt. Wiederum können bei gewünschter, vollständiger Automatisierung gemäß Anspruch 8 in Abhängigkeit von der Anzahl der detektierten Referenzmarkierungen Steuerungssignale an die Beschickungseinheiten gesetzt werden. 5
Auf diese Weise können die Füllstände einer Kommissionieranlage effizient überwacht werden. Fehlern, Stockungen oder gar Ausfällen der Kommissionieranlage infolge einer zu spät erkannten Entleerung eines Automatenschachtes wird somit wirksam vorgebeugt. Bei bevorstehender Entleerung eines Automatenschachtes können geeignete Maßnahmen manueller oder automa-io tisierter Art zur Nachfüllung desselben getroffen werden. Auch eine permanente Kontrolle des Entnahmevorgangs ist somit möglich.
Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen die 15 Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Kommissionieranlage zur Verwendung mit einer erfindungsgemäßen Füllstandsdetektierungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Kommissionieranlage aus Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Kommissionieranlage zur Verwendung mit einer erfindungsgemäßen Füllstandsdetektierungsvorrichtung an zueinander geneigten Auto-20 matenschachtreihen, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Füllstandsdetektierungsvorrich-tung für eine Kommissionieranlage gemäß der Fig. 1 bis 3.
In den Figuren 1 und 2 werden Kommissionieranlagen dargestellt, wie sie in unterschiedlichsten 25 Anwendungsgebieten zur Zusammenstellung ausgewählter Stückgutchargen zum Einsatz kommen. Die Kommissionieranlage umfasst dabei in ihrer einfachen Ausführung ein Basisgestell 10, an welchem je nach Auslegung der Anlage beliebig viele Automatenschächte 1 angeordnet sind. In den Automatenschächten 1 ist diverses Stückgut 13 magaziniert, welches in ausgewählter Zusammenstellung und Anzahl auf eine oder mehrere Fördereinheiten 6 abgege-30 ben werden soll, von wo aus dann der Transport zum weiteren Versand oder zur Lagerung erfolgt.
Der Automatenschacht 1 besitzt einen oberen Endbereich und einen unteren Endbereich, welcher eine Entnahmeeinheit 2 zur automatisierten Beschickung der unterhalb des Automaten-35 Schachtes 1 angeordneten Fördereinheiten 6 mit Stückgut 13 umfasst. Das Basisgestell 10 weist mehrere Regalverstrebungen 9 auf, welche einer zusätzlichen Abstützung der Automatenschächte 1 dienen, und ist mit Standbeinen 7 versehen.
In den Fig. 1 bis 4 ist zwar die in der Praxis übliche Anordnungsart von Automatenschächten 1 40 an Kommissionieranlagen abgebildet, nämlich deren Vorsehung in zwei V-förmig zueinander geneigten Automatenschachtreihen 4 und 5, es ist jedoch ebenso die Anordnung einer einzelnen Automatenschachtreihe 4 in vertikaler oder in beliebig zu einer Fördereinheit 6 geneigten Position möglich. Ebenso ist es für spezielle Erfordernisse denkbar, mehrere Automatenschachtreihen 4, 5 in zueinander parallelen Ebenen hintereinander anzuordnen, welche Stück-45 gut 13 gemeinsam auf eine oder sogar mehrere Fördereinheiten 6 kommissionieren.
Des Weiteren kann an den Automatenschächten 1 in deren oberen Endbereichen eine Führungsbahn 8 vorgesehen sein, entlang welcher eine Beschickungseinheit 3 geführt ist, die die Automatenschächte 1 entlang der Beschickungsrichtung 14, 15 mit Stückgut 13 versorgt. In so einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Führungsbahn 8 einen linearen Verlauf, wobei die Beschickungseinheit 3 entlang dieses Verlaufes kontinuierlich von einer ersten Endposition 11 in eine zweite Endposition 12 verfahrbar ist, die Führungsbahn 8 kann jedoch gegebenenfalls auch einen schleifenförmigen Verlauf bzw. schleifenförmige Streckenabschnitte, welche lineare Streckenabschnitte miteinander verbinden, aufweisen. In einer in Fig. 1 bzw. 2 darge-55 stellten Ausführungsvariante sind zwei Automatenschachtreihen 4, 5 zur Beschickung von einer 5 AT 008 612 U1 oder mehreren Fördereinheiten 6 V-förmig zueinandergeneigt angeordnet. In solcher Anordnung ist die Führungsbahn 8 im Bereich der imaginären Schnittlinie der durch die Automatenschachtreihen 4, 5 gebildeten Ebenen angeordnet. Selbstverständlich können auch andere Ausführungsvarianten der Beschickungseinheit 3 vorgesehen sein, etwa indem jeder Automa-5 tenschacht 1 über seine eigene Beschickungseinheit 3 verfügt.
In der Fig. 4 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Füllstandsüberwachung gezeigt. Hierbei sind Kamerasysteme 16 vorgesehen, die so angeordnet sind, dass sich in deren Erfassungsbereich zumindest ein Automatenschacht 1 befindet. Vor-io zugsweise können sich im Erfassungsbereich eines Kamerasystems 16 aber auch mehrere Automatenschächte 1 befinden. Des Weiteren können mehrere Kamerasysteme 16 für die Überwachung aller Automatenschächte 1 einer Automatenschachtreihe 4, 5 zuständig sein. Die Kamerasysteme 16 sind über Datenleitungen 17 mit einer Auswerteeinheit 19 verbunden, wobei gegebenenfalls auch Verteilereinheiten 18 vorgesehen sein können. Bei der Auswerteeinheit 15 handelt es sich etwa um einen handelsüblichen PC. Optional kann außerdem ein Bildschirm 20 zur Kontrolle der durch die Kamerasysteme 16 gelieferten Bilder dienen. Vorzugsweise kann auch eine Einstelleinheit (in den Fig. 1 bis 4 nicht dargestellt) vorgesehen sein, die mit dem zumindest einen Kamerasystem 16 verbunden ist, und über die der Erfassungsbereich des jeweiligen Kamerasystems 16 einstellbar ist. Auch diese Einstellungen können etwa mithilfe der 20 Auswerteeinheit 19 über die Datenleitungen 17 erfolgen, sodass in diesem Fall die Einstelleinheit der Auswerteeinheit 19 angegliedert ist.
Die Füllstandhöhen der Automatenschächte 1 werden durch die Kamerasysteme 16 aufgenommen, und die Aufnahmeergebnisse in Form eines Ausgangssignals in die Auswerteeinheit 25 19 übertragen, wo eine Auswertung des Ausgangssignals durchführbar ist. Das Ausgangssignal der Kamerasysteme 16 kann in an sich beliebiger Form vorliegen, insbesondere in Form von analogen oder digitalen Bilddaten, aber auch in Form von Daten, die aus dem Aufnahmeergebnis mittelbar abgeleitet sind. 30 Die Auswertung der von den erfindungsgemäßen Kamerasystemen 16 gelieferten Ausgangssignale kann der Überwachung der Füllstandshöhen dienen, wobei bei Ermittlung einer zu geringen Füllstandhöhe ein Warnsignal gesetzt wird, das das Überwachungspersonal zur manuellen Befüllung des betreffenden Automatenschachts 1 veranlasst. Die gelieferten Daten können aber auch zur automatisierten Beschickung der Automatenschächte 1 und somit zur 35 Optimierung des Kommissionierung eingesetzt werden.
Im einfachsten Anwendungsfall der von den Kamerasystemen 16 gelieferten Ausgangssignale werden diese als Bild oder Bildfolge auf einem Bildschirm 20 angezeigt. Dabei kann die Bildfrequenz etwa so gering sein, dass sich Standbilder in festgelegter, zeitlicher Abfolge ergeben. So 40 können etwa nur dann neue Standbilder angefertigt werden, wenn eine Entnahme von Stückgut 13 erfolgt ist. Es kann die Bildfrequenz aber auch so hoch sein, dass ein kontinuierlicher Film erzeugt wird. In beiden Fällen kann sich das Überwachungspersonal über einen Blick auf den Bildschirm 20 über den Zustand in den Automatenschächten 1 informieren und beispielsweise feststellen, ob ein Automatenschacht 1 kurz vor der Entleerung steht. 45
Das Ausgangssignal der Kamerasysteme 16 kann in analoger und/oder digitaler Form ausgegeben werden. Soll das Ausgangssignal durch eine Auswerteeinheit 19 in Form einer Datenverarbeitungsanlage ausgewertet werden, ist es aber vorteilhaft, wenn es in digitaler Form vorliegt. Dabei ist es auch möglich, analoge Ausgangssignale mithilfe eines A/D-Wandlers zu so digitalisieren.
Gemäß einer Ausführungsform kann das Ausgangssignal etwa von der Auswerteeinheit 19 in einen Ausgangssignaldatensatz umgewandelt werden, sodass in weiterer Folge ein Vergleich des Ausgangssignaldatensatzes mit Referenzdatensätzen durch Anwendung einer Vergleichs-55 funktion durchführbar ist. Als Referenzdatensätze können alle Daten dienen, die bestimmte 6 AT 008 612 U1 Füllstandhöhen kennzeichnen. Aus dem Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen kann eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgen.
Ein Referenzdatensatz kann aber beispielsweise auch aus einem einzigen Sollparameter bestehen, der etwa aufgrund einer bevorstehenden Bestellung an Stückgut 13 ermittelt wird. Dieser Sollparameter kann in weiterer Folge mit einem Istparameter, der aus dem Ausgangssignal abgeleitet wird, verglichen werden.
Zur Durchführung des Vergleiches zwischen den verschiedenen Datensätzen können der Ausgangssignaldatensatz und der Referenzdatensatz etwa in Form vektorisierter Bilddatensätze vorliegen. Derartige vektorisierte Bilddatensätze können durch Anwendung an sich bekannter Vergleichsalgorithmen ausgewertet werden. Entsprechende Auswertesoftware ist bei verschiedenen Anbietern erhältlich.
Ist eine vollständige Automatisierung gewünscht, so können in Abhängigkeit vom Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen Steuerungssignale an die Beschickungseinheit 3 gesetzt werden. Hierzu kann eine mit der Auswerteeinheit 19 und der Beschickungseinheit 3 verbundene Steuerungseinheit (in den Fig. 1 bis 4 nicht dargestellt) zur Steuerung der Stückgutzufuhr in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vorgesehen sein. Auf diese Weise wird bei Ermittlung einer zu geringen Anzahl an Stückgut 13 ein Steuersignal an die Beschickungseinheit 3 gesetzt, sodass eine neuerliche Beschickung des betreffenden Automatenschachts 1 erfolgt.
Grundsätzlich können beliebige Kamerasysteme 16 für erfindungsgemäße Kommissionieranlagen eingesetzt werden. Als Kamerasysteme 16 können beispielsweise an sich bekannte Videokameras eingesetzt werden.
In einem alternativen Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut 13 in mit Entnahmeeinheiten 2 und Beschickungseinheiten 3 für das Stückgut 13 versehenen Automatenschächten 1 einer Kommissionieranlage, kann mithilfe der Kamerasysteme 16 der Füllstand des Stückguts 13 von zumindest einem Automatenschacht 1, sowie in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vom Kamerasystem 13 detektierbare Referenzmarkierungen am jeweiligen Automatenschacht 1 optisch abgebildet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt werden. Das Ausgangssignal wird wiederum der Auswerteeinheit 19 zugeführt, in der nach Anzahl der detektierten Referenzmarkierungen eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgt. Diese Referenzmarkierungen können etwa an der den Kamerasystemen 16 abgewandten Seite eines Automatenschachts 1 befestigt sein, sodass sie durch das Stückgut 13 verdeckt werden, und somit von den Kamerasystemen 16 nicht detektierbar sind. Diese Referenzmarkierungen verfügen etwa über ein Reflexionsvermögen, das sich deutlich vom Reflexionsvermögen der sonstigen Bereiche des Automatenschachts 1 unterscheidet. Aufgrund des unterschiedlichen Reflexionsvermögens eignen sich diese Referenzmarkierungen besonders gut zur Erkennung mittels automatisierter Bildverarbeitung, wobei je nach Füllstandhöhe eine unterschiedliche Anzahl von Referenzmarkierungen von dem betreffenden Kamerasystem 16 detektiert werden. Somit kann auf die Füllstandshöhe geschlossen werden. Wiederum können bei gewünschter, vollständiger Automatisierung in Abhängigkeit von der Anzahl der detektierten Referenzmarkierungen Steuerungssignale an die Beschickungseinheit 3 gesetzt werden.
Der aktuelle Füllstand der Automatenschächte 1 kann also jederzeit mitverfolgt werden. Bei zur Neige gehendem Stückgut 13 in einem Automatenschacht 1 kann eine entsprechende Warnmeldung in Form eines optischen oder akustischen Signals, oder ein Steuerungssignal an eine Beschickungseinheit 3 gesetzt werden. Der für einen jeweiligen Automatenschacht 1 bzw. für eine bestimmte Stückgutart spezifische Füllstandshöhe, bei der eine Warnmeldung initiiert wird, kann parametrisch variabel eingestellt werden, oder sich an bevorstehende Auftragsmengen orientieren.

Claims (8)

  1. 7 AT 008 612 U1 Zwar werden mittels der beschriebenen Kommissionieranlage vorwiegend regelmäßig verpackte und geschlichtete Waren auf die Fördereinheiten 6 kommissioniert, jedoch ist auch ein ungeordnetes Einfüllen von Stückgut 13 in die Automatenschächte 1 möglich, beispielsweise bei rundem Stückgut 13. In solchen Anwendungsfällen wird eine Differenz des Füllstandes im Automatenschacht 1 ermittelt, während an der Entnahmeeinheit 2 ein Stückgutabgabevorgang stattfindet. Das betreffende Kamerasystem 16 ermittelt während der Stückgutabgabe an die Fördereinheit 6 zwei Füllstandhöhen, nämlich einen Füllstand des Automatenschachtes 1 vor der Stückgutabgabe mittels der Entnahmeeinheit 2, und einen Füllstand desselben Automatenschachtes 1 nach der Stückgutabgabe. Die resultierende Differenz des Füllstandes erlaubt schließlich eine computermäßige Errechnung der Stückgutgröße, und somit des Bestandes an Stückgut 13 im jeweiligen Automatenschacht 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auf größtmögliche Effizienz bei gleichzeitigem, sparsamen Bauteilaufwand ausgelegt. Insbesondere ist eine besonders einfache Nachrüstung bereits bestehender Kommissionieranlagen möglich. Ansprüche: 1. Vorrichtung zur Überwachung des Füllstands von Stückgut (13) in Automatenschächten (1) einer Kommissionieranlage, wobei die Automatenschächte (1) jeweils mit einer Entnahmeeinheit (2) versehen sind, die Stückgut (13) des jeweiligen Automatenschachts (1) an eine Fördereinheit (6) abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Kamerasystem (16) zur optischen Abbildung des Füllstands des Stückguts (13) von zumindest einem Automatenschacht (1) und zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals, sowie eine Auswerteeinheit (19) vorgesehen sind, wobei das Kamerasystem (16) mit der Auswerteeinheit (19) über eine Datenleitung (17) zur Übertragung des Ausgangssignals verbunden ist, und in der Auswerteeinheit (19) eine Analyse des Ausgangssignals zur Beurteilung der Füllstandshöhe durchführbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Automatenschächte (1) jeweils mit einer Beschickungseinheit (3) versehen sind, über die Stückgut (13) dem jeweiligen Automatenschacht (1) zuführbar ist, sowie eine mit der Auswerteeinheit (19) und den Beschickungseinheiten (3) verbundene Steuerungseinheit zur Steuerung der Stückgutzufuhr in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Automatenschächte (1) in Automatenschachtreihen (4, 5) V-förmig zueinander geneigt angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstelleinheit vorgesehen ist, die mit dem zumindest einen Kamerasystem (16) verbunden ist, und über die der Erfassungsbereich des jeweiligen Kamerasystems (16) einstellbar ist.
  5. 5. Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut (13) in mit Entnahmeeinheiten (2) und Beschickungseinheiten (3) für das Stückgut (13) versehenen Automatenschächten (1) einer Kommissionieranlage, dadurch gekennzeichnet, dass mithilfe von zumindest einem Kamerasystem (16) der Füllstand des Stückguts (13) von zumindest einem Automatenschacht (1) optisch abgebildet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt wird, wobei das Ausgangssignal einer Auswerteeinheit (19) zugeführt wird, in der das Ausgangssignal in einen Ausgangssignaldatensatz umgewandelt und mit Referenzdatensätzen verglichen wird, und aus dem Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit vom Grad der Übereinstimmung zwischen dem Ausgangssignaldatensatz und den Referenzdatensätzen 8 AT 008 612 U1 Steuerungssignale an die Beschickungseinheiten (3) gesetzt werden.
  7. 7. Verfahren zur Überwachung des Füllstands von Stückgut (13) in mit Entnahmeeinheiten (2) und Beschickungseinheiten für das Stückgut (13) versehenen Automatenschächten (1) 5 einer Kommissionieranlage, dadurch gekennzeichnet, dass mithilfe von zumindest einem Kamerasystem (16) der Füllstand des Stückguts (13) von zumindest einem Automatenschacht (1) sowie in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe vom Kamerasystem (16) detek-tierbare Referenzmarkierungen am jeweiligen Automatenschacht (1) optisch abgebildet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt wird, wobei das Ausgangssignal einer io Auswerteeinheit (19) zugeführt wird, in der nach Anzahl der detektierten Referenzmarkie rungen eine Beurteilung der Füllstandshöhe erfolgt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der Anzahl der detektierten Referenzmarkierungen Steuerungssignale an die Beschickungseinheiten 15 (3) gesetzt werden. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 20 25 30 35 40 45 50 55
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