AT87951B - Einstellvorrichtung für photographische Kameras. - Google Patents

Einstellvorrichtung für photographische Kameras.

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  Einstellvorrichtung für photographische Kameras. 



   Von den in relativ nur geringer Anzahl in Gebrauch stehenden Spiegelreflexkameras abgesehen, werden auf der Mattscheibe jeder photographischen Kamera die aufzunehmenden Gegenstände auf den Kopf stehend, abgebildet. 



   Dieser Umstand erschwert selbst dem Geübten sehr die Beurteilung der Qualität und Wirkung des Bildes. 



   Man hat schon frühzeitig versucht, obigen Nachteil dadurch zu beheben, dass man hinter 
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   dem Mattscheibenrahmen durch   einen zusammenfaltbaren Lichtschacht verband ; ein von oben in den Spiegel blickender Beobachter sieht darin ein wagrechtes Spiegelbild der Mattscheibe, welches die Gegenstände aufrecht zeigt. 



   Trotz des dringenden Bedürfnisses nach solchen Vorrichtungen, vermochten sie aber bisher in der Praxis nicht Fuss zu fassen. Die Gründe sind folgende :
Wird der Spiegel unmittellbar hinter der Mattscheibe angebracht, so zwingt dies den Photographierenden, wenn er das Spiegelbild aus deulicher Sehweite betrachten will, dem Apparat eine gegenüber seinen Augen erheblich tiefere Lage zu geben. Je kleiner nämlich das Mattscheibenformat, desto geringer ist bei dieser Anordnung der absolute Abstand des Spiegels von der Mattscheibe und desto höher muss daher der Beobachter seine Augen über den Spiegel 
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 heraufzubeschwören. 



   Andrerseits ist wieder die Anwendung der beschriebenen Anordnung auf grössere Formate mit dem erheblichen Nachteil verbunden, dass der Spiegel mindestens die gleiche Grösse wie die Mattscheibe haben muss, wodurch er bei grossen Formaten unhandlich, teuer und leicht zerbrechlich wird. 



   Endlich ist es die Umstellung vom Hoch-auf Querformat, welche bei obiger Anordnung nicht bequem und rasch durchgeführt werden kann. 



   Da es nämlich bei Hoch-wie bei Querlage der Kamera nötig ist, das Spiegelbild jeweils von oben zu betrachten, muss zu diesem Zwecke entweder der ganze Lichtschacht samt Spiegel von dem   Mattscheibenrahmen     gelöst   und nach erfolgter Lageveränderung der Kamera   (bzw.   des umsetzbaren   Mattscheibenrahmens   der Kamera) neuerlich daran angebracht werden ; ist aber der Lichtschacht   am Mattscheibenrahmen   fest angebracht, so ist es nötig, den Spiegel mit zwei voneinander unabhängigen Scharniersystemen zu versehen, um ihn bei Aufnahmen im Hochformat um eine zur Schmalseite der Mattscheibe parallele Kante, bei Aufnahmen im Querformat aber um eine zur Längsseite der Mattscheibe parallele Kante aufklappen zu können.

   Die Konstruktion des Lichtschachtes wird im letzteren Falle sehr kompliziert, weil er mit zwei verschliessbaren Schauöffnungen ausgestattet werden muss, von denen man jeweils diejenige zu öffnen hat, welche sich in der betreffenden Kameralage oben befindet. 



   Es führt also zu erheblichen   Unzukömmlichkeiten,   wenn der Spiegel unmittelbar hinter der Mattscheibe angebracht wird. 



   Man kann nun den Spiegel in grösserer Entfernung von der Mattscheibe anordnen. Hierdurch ist es erstens möglich, bei grösserem Mattscheibenformat eine viel kleinere Spiegelfläche zu ver- 
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 achters gehenden Lichtstrahlenkegel mit zunehmender Entfernung von der Mattscheibe abnimmt. 



  Dieses Materialersparnis fällt besonders bei Anwendung der teueren versilberte Oberflächenspiegel vorteilhaft ins Gewicht. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass von dem Wege, welchen die Lichtstrahlen von der Mattscheibe bis zu den Augen des Beobachters zurück- 
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 ein möglichst kleiner Teil auf die senkrechte Strecke Spiegel-Auge entfällt. Infolgedessen kann selbst bei den kleinsten Kameraformaten der Spiegel und mit ihm der ganze Apparat den 
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 bildes von den Augen des Beschauers eine geringere wird als die Länge des Lichtschachtes ; wenn diese entsprechend bemessen ist, so vermag man   das Mattscheibenbild   aus deutlicher Sehweite zu überblicken, ohne der Kamera eine gegenüber den Augen erheblich tiefere Lage geben zu müssen. 



   Dass sich auch diese Verbesserung in der Praxis nicht durchzusetzen vermochte, hat seinen Grund darin, weil es bisher nicht gelungen war, eine bessere und schnellere Umschaltung des 

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 Spiegels von Hoch-auf Queraufnahmen statt der oben beschriebenen zu finden und mit obiger Verbesserung zu vereinigen. 



   Hier setzt nun die vorliegende Erfindung ein und räumt die verbliebenen Schwierigkeiten dadurch aus dem Wege, dass die Schwingungsachse des bloss um eine seiner Kanten oder um eine Parallele hierzu aufklappbar befestigten Spiegels dadurch je nach Wahl des Hoch-oder Querformates zur Schmal-oder zur Längsseite der Mattscheibe parallel gerichtet wird, indem er mittels einer am Ende des Lichtschachtes angebrachten Drehvorrichtung, die den Gang der Lichtstrahlenbüschel von der Mattscheibe zu den beiden Augen nicht behindert und deren äusserer Durchmesser die Breite des Mattscheibenrahmens nicht überschreitet. um eine die Mattscheibe in ihrem Zentrum unter einem Winkel von   900 durchschneidende   Gerade gedreht wird. 



   Diese Drehvorrichtung kann an sich bekannt sein ; sie kann beispielsweise ähnlich jener Vorrichtung ausgeführt sein, mittels welcher bei Stativkameras mit an dem umsetzbaren Mattscheibenrahmen fest befestigtem Balgen der letztere am Objektivträger drehbar befestigt ist ; die Verbindung der beiden drehbaren Teile erfolgt in diesem Falle durch mindestens drei Stiften oder Haken, welche in einer kreisförmigen Führung laufen und dadurch trotz unlösbarer Verbindung eine Drehung um die freibleibende Mitte der Kreisführung ermöglichen. 



   Zweckmässiger wird aber die Drehvorrichtung der Erfindung zufolge folgendermassen aus-   geführt   :
In aufgeklapptem Zustande, also in Gebrauchsstellung, wird der Lichtschacht durch eine Platte a abgeschlossen (siehe Fig. 2), welche zweckmässig aus Metallblech hergestellt wird und eine kreisförmige Öffnung b aufweist. Der Spiegel selbst ist an einer zweiten Platte c, welche eine 
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 einstimmen ; ein zweckmässig aus dünnerem Metallblech hergestellter Ring/', welcher innen an der Peripherie der Kreisöffnungen anliegt, und dessen beiderseitige Ränder i   und j nach   aussen umgebörtelt sind, hält die Platten a und c so aneinander, dass sie unlösbar verbunden sind, jedoch um den Kreismittelpunkt g in ihrer Ebene gegeneinander gedreht werden können, wie die beiden Pfeile in Fig. 2 andeuten.

   Die Kante d kann also durch eine blosse Drehung sowohl zur Kante   k,   als auch zur Kante   In   parallel gerichtet werden. 



   Durch eine solche Drehung um go0 vermag man, sobald die Kamera (oder der Mattscheibenrahmen, wenn dieser für sich allein umsetzbar ist) aus der Hoch-in Querstellung gebracht wurde, 
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 sich die Kante d unten befindet, um das Spiegelbild von oben betrachten zu können. Ebenso wie die vorher erwähnte bekannte Drehvorrichtung ermöglicht also auch die vorliegend beschriebene neue Drehvorrichtung bei unlösbarer Verbindung beider Teile eine Drehung um die freibleibende Mitte der Kreisführung, ohne dass dadurch der   Gang der Lichtstrahlenbüschel,   die aus der rückwärtigen   Schachtöffnung austreten,   behindert würde ; gegenüber der bereits bekannt gewesenen weist sie aber folgende erhebliche Vorteile auf :

   Erstens können keinerlei Verbiegungen der Kreisführung auftreten, da durch die zwei übereinander liegenden Platten und infolge der allseitigen Umschliessung der Öffnungsränder durch die Ränder des   Führung-   
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 Einstellvorrichtung so flach auszuführen, dass sie gegenüber dem gewöhnlichen Mattscheibenadapter, an dessen Stelle sie Verwendung findet, kein erheblich grösseres Volumen und Gewicht aufweist. Zweitens sichert der Verbindungsring eine möglichst reibungsfreie Drehung, da er 
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In der Zeichnung ist die beschriebene Einstellvorrichtung in Fig. i im Schnitt dargestellt. 



  Der Spiegel ist mit p bezeichnet ; er ist in der dargestellten Ausführungsform bei d aufklappbar. Die Grösse des Winkels   x,   unter welchem der Spiegel wegzuklappen ist, beträgt zweckmässig 450 ; 
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 Soll aber ermöglicht werden, dass sich dieses auch bei nach vorwärts geneigter Mattscheibe bequem betrachten lasse, so muss ein grösserer Winkel, z. B. ein solcher von 50 oder   600   gewählt werden. An seinen beiden seitlichen Kanten wird der Spiegel vorteilhaft mittels faltbarer lichtdichter Flächen mit den zugeordneten Seiten jener Fläche verbunden, an welcher er aufklappbar befestigt ist.

   Der Raum zwischen dem aufgeklappten Spiegel und den Augen des Beschauers kann frei bleiben oder aber durch einen Lichtschacht von beliebiger Form gegen seitliches Licht abgedichtet werden.   e-e   ist die Gerade, um welche der Spiegel drehbar ist ; sie geht bei g durch die Mitte der Rückwandöffnung des Lichtschachtes und durchschneidet die Mattscheibe in ihrem Zentrum r unter einem Winkel von go0. (Für gewöhnlich fällt e-e mit der Objektivachse zusammen.)
Mit s ist der zusammenfaltbare Lichtschacht bezeichnet ; er kann entweder durch einen Balgen oder durch eine beliebig anders geartete das Licht abschliessende, faltbare Verbindung gebildet werden. 

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AT87951D 1920-05-12 1920-05-12 Einstellvorrichtung für photographische Kameras. AT87951B (de)

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