AT88344B - Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus molybdänhaltigen Stoffen, insbesondere Gelbbleierz. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus molybdänhaltigen Stoffen, insbesondere Gelbbleierz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus molybdänhaltigen Stoffen, insbesondere Gelbbleierz. EMI1.1 EMI1.2 Man kann vorteilhaft beide Reaktionen, das Auslaugen und die Entschwefelung, zusammenfassen, indem man das Auslaugen im Gegenstrom vornimmt, also die Schwefelalkalilauge und das Erz in entgegengesetzten Richtungen durch die Auslaugevorrichtung gehen lässt. Die Alkalisulfomolybdatlaugen können aber auch auf andere Weise, z. B. durch Behandeln mit anderen oxydischen Bleiverbindungen oder mit oxydischen Eisen-, Mangan-oder Zinkverbindungen, insbesondere gefälltem Eisenhydroxyd oder Manganhydroxydul entschwefelt werden. Mit Zinkhydroxyd verläuft der Vorgang etwa nach folgender Gleichung : EMI1.3 Zum Beispiel werden 100 kg femgemahlenes Gelbbleierz mit soviel Schwefelnatrium als 25 g wirksamem Na2 S entspricht, in wässeriger Lösung kalt oder warm mehrere Stunden lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Dekantieren und Auswaschen mit Wasser die Lösung, welche praktisch alles Molybdän des Gelbbleierzes als Natriumsulfomolybdat enthält, von dem entstandenen Bleisulfid getrennt und in einem anderen Rührgefässe mit 40 kg Zinkhydroxyd eine oder mehrere Stunden lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Filtration eine reine Lösung von Natriummolybdat gewonnen. Man kann auch so verfahren, dass man das Erz mit einer so bemessenen Menge Schwefelalkali zur Reaktion bringt, dass letzteres zur vollständigen Überführung des Molybdäns in Alkalisulfomolybdat nicht ausreicht. Zuerst entstehendes Sulfomolybdat wird dann durch den Überschuss an unangegriffenem Gelbbleierz im Sinne der obigen Gleichung I) sofort weiter in Alkalimolybdat übergeführt. <Desc/Clms Page number 2> Das gleiche Endziel lässt sich dadurch erreichen, dass die teilweise Schwefelung im Schmelzfluss ausgeführt wird, indem das Erz oder die Schlacken in bekannter Weise mit Alkalisulfid verschmolzen wird, jedoch bloss mit einer solchen Menge des Sulfids, dass eine vollständige Überführung des Molybdäns in Alkalisulfomolybdat nicht erreicht wird. Beim Lösen der Schmelze EMI2.1 Gelbbleierz auf die im Vorstehenden beschriebene Weise statt. In beiden Fällen ist es nicht sehr wesentlich, die theoretische Menge von Alkalisulfid genau einzuhalten ; ein Schwefelüberschuss kann jederzeit durch frisches Gelbbleierz oder ein anderes Entschwefelungsmittel entfernt werden. Im äussersten Fall ist diese Art der Entfernung des Schwefelüberschusses zweckmässigerweise auch anwendbar auf Lösungen von Alkalisulfomolybdat wie sie in bekannter Weise durch Schmelzen von Gelbbleierz mit einem Überschuss von Schwefelalkali und nachherige Lösung der Schmelze entstehen. Für die Verarbeitung von Schlacken ist das Schmelzen mit Schwefelalkali dem Behandeln mit wässerigen Lösungen vorzuziehen. Alle hier beschriebenen Umsetzungen lassen sich auch mit Schwefelammonium oder dessen Bildungsgemischen ausführen. Ausführungsbeispiele. i. 100 kg feingemahlene Gelbbleierz werden mit soviel Schwefelnatrium, als 25 kg wirksamem No entspricht, in wässeriger Lösung kalt oder warm mehrere Stunden lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Dekantieren und Auswaschen mit Wasser die Lösung, welche praktisch alles Molybdän des Gelbbleierzes a ! s Natriumsulfomolybdat enthält, von dem entstandenen Bleisulfid getrennt und in einem anderen Rührgefäss mit weiteren 100 kg feingemahlenem Gelbbleierz kalt eine Stunde lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Filtration eine reine Lösung von Xatriummolybdat gewonnen. Der im Rührgefäss verbliebene Rückstand von noch nicht völlig in Bleisulfid verwandeltem Gelbbleierz wird mit den Waschwässern des vorigen Ansatzes und soviel Schwefelnatrium, als 20 kg wirksamem Na2 S entspricht, einige Stunden lang kalt oder warm verrührt. Die nach dem Absitzenlassen über dem nun vollständig in Bleisulfid verwandelte Gelbbleierz stehende Lauge von Natriumsulfomolybdat wird durch Dekantation vom Bodensatz getrennt und in einem anderen Rührgefäss durch weitere 100 kg Gelbbleierz in Xatriummolybdat verwandelt usw. 2. 100 kg feingemahlenes Gelbbleierz werden mit soviel Schwefelnatrium, als 12 kg wirk- EMI2.2 Stunden lang verrührt. Die wässerige Lösung der Schmelze oder das Rührgemisch enthält die Molybdänsäure des Gelbbleierzes als Xatriummolybdat und kann von dem nebenher entstandenen EMI2.3 PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus Gelbbleierz, dadurch gekennzeichnet, dass man das Erz in bekannter Weise mit einer wässerigen Lösung von Schwefelalkalien (Alkalisulfid, Alkalipolysulfid, Alkalihydrosulfid) oder deren Bildungsgemischen auszieht und die Lösung dann mit einem entschwefelnden Mittel behandelt.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Lösungen von Alkalisulfomolybdat mit einer oxydischen Bleiverbindung, z. B. Gelbbleierz behandelt, um das Alkalisulfomolybdat in Alkalimolybdat überzuführen.3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Gelbbleierz im Gegenstrom mit einer Lösung von Schwefelalkalien behandelt, so dass EMI2.4 dem entstandenen Alkalisulfomolybdat den Schwefel mittels Eisenoxydhydrat entzieht.5. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das Erz mit einer zur Überführung des Molybdäns in Alkalisulfomolybdat unzureichenden Menge von Schwefelalkalien oder deren Bildungsgemischen durch Schmelzen oder in wässeriger Lösung kalt oder warm behandelt wird, so dass in der Lösung das unveränderte Erz mit dem entstandenen Alkalisulfomolybdat sich zu Alkalimolybdat umsetzt.6. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in an sich bekannter Weise durch Schmelzen von Gelbbleierz mit Schwefelalkalien oder deren Bildunggemischen und nachheriges Auslaugen entstehenden Lösungen von Alkalisulfomolybdat durch Behandlung mit frischem Gelbbleierz oder anderen entschwefelnden Mitteln in Alkalimolybdatlösungen übergeführt werden.7. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelalkalien oder deren Bildungsgemische durch Schwefelammonium oder dessen Bildungsgemische ersetzt werden.8. Abänderung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Gewinnung des Alkalisulfomolybdates an Stelle des Gelbbleierzes andere molybdänhaltige Stoffe, z. B. molybdänhaltige Schlacken, verwendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE88344X | 1916-05-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT88344B true AT88344B (de) | 1922-05-10 |
Family
ID=5642192
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT88344D AT88344B (de) | 1916-05-23 | 1917-05-10 | Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus molybdänhaltigen Stoffen, insbesondere Gelbbleierz. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT88344B (de) |
-
1917
- 1917-05-10 AT AT88344D patent/AT88344B/de active
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