DE301676C - - Google Patents

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DE301676C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G39/00Compounds of molybdenum

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 9. FEBRUAR 1921
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 301676 KLASSE 12 η GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1916 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von Gelbbleierz mit dem Ziel, das Molybdän dafäus zu gewinnen. Zu diesem Zweck wird das genügend zerkleinerte Erz in bekannter Weise" mit einer wäßrigen Lösung von Alkalisulfid, Alkalipolysulfid oder Alkalihydrosulfid behandelt, wodurch das Molybdän als Alkalisulfomolybdat in Lösung geht, während das Blei in unlösliches Schwefelblei übergeführt wird, das im Rückstande bleibt. Das Auslaugen kann bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck erfolgen.
Es ist bekannt, aus der erhaltenen Lauge von Alkalisulfomolybdat -durch Zusatz von Säuren Schwefelmolybdän auszufällen; ,dies Verfahren empfiehlt sich aber nicht, weil es bei der Ausführung im großen Maßstabe sehr lästige Maßnahmen erfordert. Es wurde aber ein Weg ge-
ao funden, aus "dem Alkalisulfomolybdat den Schwefel abzuscheiden und so Laugen von
■' "Alkalimolybdat zu erhalten, die rein genug sind, um sich weiter auf Molybdän oder andere Molybdänverbindungen verarbeiten zu lassen.
Bringt man nämlich die erhaltenen SuIfo-
■ molybdatlaugen mit neuen Mengen Gelbbleierz zusammen, so wird Sauerstoff gegen Schwefel ausgetauscht und man erhält verhältnismäßig reine Lösungen von Alkalimolybdat, während Schwefelblei im Rückstand bleibt:
MoS3-4 K2O+ 3 MoO4Pb
= 4 MoO4K2+ 3 PbS.
Man kann vorteilhaft beide Reaktionen, das Auslaugen und die Entschwefelung, zusammenfassen, indem man das Auslaugen im Gegenstrom vornimmt, also die Schwefelalkalilauge und das Erz in entgegengesetzten Richtungen durch die Auslauge vorrichtung gehen läßt.
Die Alkalisulfomolybdatlaugen können aber auch auf andere Weise, z. B. durch Behandeln mit anderen oxydischen Bleiverbindungen oder mit gefälltem Eisenhydroxyd, entschwefelt werden. .
Aus führ ungs be is pi el.
100 kg feingemahlenes Gelbbleierz werden mit so viel Schwefelnatrium, als 25 kg wirksamem Na2S entspricht, in wäßriger Lösung kalt oder warm mehrere Stunden lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Dekantieren und Auswaschen mit Wasser die Lösung, welche praktisch alles Molybdän des Gelbbleierzes als Natriumsulfomolybdat enthält, von dem entstandenen Bleisulfid getrennt und in einem anderen Rührgefäß mit weiteren 100 kg feingemahlenem Gelbbleierz kalt eine Stunde lang verrührt. Aus dem Rührgemisch wird durch Filtration eine reine Lösung von Natriummolybdat gewonnen. Der im Rührgefäß verbliebene Rückstand von noch nicht völlig in Bleisulfid verwandeltem Gelbbleierz wird mit den Waschwässern des vorigen Ansatzes und so viel Schwefelnatrium, als 20 kg wirksamem Na2S entspricht,, einige Stunden lang kalt oder warm verrührt. Die nach dem Absitzenlassen über dem nun vollständig in Bleisulfid verwandelten Gelbbleierz stehende Lauge von Natriumsulfomolybdat wird durch Dekantation vom Bodensatz getrennt und in einem anderen Rührgefäß durch weitere 100 kg Gelbbleierz in Natriummolybdat verwandelt usf.

Claims (4)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Verfahren zur Gewinnung von Molybdänverbindungen aus Gelbbleierz, dadurch gekennzeichnet, daß man das Erz in bekannt ter Weise mit einer wäßrigen Lösung von Schwefelalkalien. -(Alkalisulfid, Alkalipolysulfid, Alkalihydrosulfid) oder deren Bildungsgemischen auszieht und die Lösung dann mit einem entschwefelnden Mittel behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. man die erhaltenen Lösungen von Alkalisulfomolybdat mit einer oxydischen Blei verbindung, ζ. Β. Gelbbleierz, behandelt, um das Alkalisulfomolybdat in Alkalimolybdat überzuführen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man .Gelbbleierz im Gegenstrom mit einer Lösung von Schwefelalkalien behandelt, so daß die Lauge zuletzt auf frisches Erz einwirkt und so entschwefelt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem entstandenen Alkalisulfomolybdat den Schwefel mittels Eisenoxydhydrat entzieht.
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